ch.oddb.org
 
Apotheken | Doctor | Drugs | Hospital | Interactions | MiGeL | Registration owner | Services
Information for professionals for Uromitexan:Baxter AG
Complete information for professionalsDDDÄnderungen anzeigenPrint 
Composition.Galenic FormIndication.UsageContra IndicationWarning restrictions.Interactions.Pregnancy
Driving abilityUnwanted effectsOverdoseEffectsPharm.kinetikPreclinicalOther adviceSwissmedic-Nr.
PackagesRegistration ownerLast update of information 

Dosierung/Anwendung

Bei einer Tumortherapie mit Ifosfamid sollte immer gleichzeitig Uromitexan gegeben werden, bei einer Tumortherapie mit Cyclophosphamid stets bei intravenösen Dosen über 10 mg/kg Körpergewicht (= 400 mg/m2 Körperoberfläche) und bei Risikopatienten. Risiken sind vor allem:
vorangegangene Radiotherapie im Bereich des kleinen Beckens
-Zystitis bei vorangegangener Cyclophosphamid- oder Ifosfamid-Therapie
-Harnwegserkrankungen in der Anamnese.
 
Die Dosierung und Art der Verabreichung von Mesna richtet sich nach der Dosis und Dauer der Therapie mit Cyclophosphamid oder Ifosfamid. Auch beim Einsatz von Mesna zur Verhütung der Harnwegstoxizität von Oxazaphosphorinen sollte auf eine ausreichende Hydratation und eine regelmässige Blasenentleerung geachtet werden. Es sollte eine Harnausscheidung von 100 ml/Stunde angestrebt werden. Der Urin sollte während und 1 Tag nach der Behandlung auf das Auftreten einer Hämaturie oder Proteinurie überwacht werden.
 
Bei konventioneller Zytostatika-Dosis soll Mesna intravenös mit etwa 60 % (3 x 20 %) der Dosis des Zytostatikums verabreicht werden (oral 120 %, 3 x 40 %). Bei Hochdosistherapie werden mindestens äquivalente Dosen verabreicht (s. Dosierungsbeispiele).
 
Filmtabletten
Im Vergleich zur intravenösen Verabreichung beträgt die renale Bioverfügbarkeit von oral verabreichtem Mesna ca. 50 %. Die renale Ausscheidung setzt mit einer Verzögerung von bis zu 2 Stunden ein und ist im Vergleich zur intravenösen Verabreichung verlängert.
Uromitexan Filmtabletten sollten mit genügend Flüssigkeit eingenommen werden. Nahrung beeinflusst die Aufnahme von Mesna nicht.
Bei Erbrechen 1 – 2 Stunden nach der Einnahme der Filmtabletten sollte Mesna in einer Dosierung von 20 % der Oxazaphosphorin-Dosis intravenös verabreicht werden. Alternativ kann Mesna nochmals per oral in einer Dosis von 40 % der Oxazaphosphorin-Dosis verabreicht werden.
 
Dosierungsbeispiele
Soweit nicht anders verordnet, gelten folgende Dosierungsempfehlungen:

Intermittierende      Cyclophosphamid i. v.     Mesna i. v. 3 mal 2,5 mg/kg KG (@ 100 mg/m2 KO)
Mesna i. v. Gabe      Kurzinfusion 12,5 mg/kg   gleichzeitig und 4 und 8 Stunden nach Zytostatikum
bei  konventioneller  KG (@ 500 mg/m2 KO)       
 Therapie                                       
Ifosfamid i. v.       Mesna i. v. 3 mal 8
Kurzinfusion 40       mg/kg KG (@ 320 mg/m2
mg/kg KG (@ 1600      KO) gleichzeitig und 4
mg/m2 KO)             und 8 Stunden nach
                      Zytostatikum
Intermittierende      Cyclophosphamid i. v.     Mesna i. v. einmal 2,5 mg/kg KG (@ 100 mg/m2 KO)
Mesna i. v. und       Kurzinfusion 12,5 mg/kg   gleichzeitig und oral 2 mal 5 mg/kg KG (@ 200 mg/m2
orale Gabe bei        KG (@ 500 mg/m2 KO)       KO) jeweils 2 und 6 Stunden nach Zytostatikum
konventioneller                                 
Therapie                                        
Ifosfamid i. v.       Mesna i. v. einmal 8
Kurzinfusion 40       mg/kg KG (@ 320 mg/m2
mg/kg KG (@ 1600      KO) gleichzeitig und
mg/m2 KO)             oral 2 mal 16 mg/kg KG
                      (@ 640 mg/m2 KO)
                      jeweils 2 und 6 Stunden
                      nach Zytostatikum
Intermittierende      Cyclophosphamid i. v.     Mesna oral 3 mal 5 mg/kg KG (@ 200 mg/m2 KO)
Mesna orale Gabe      Kurzinfusion 12,5 mg/kg   jeweils 2 Stunden vor und 2 und 6 Stunden nach
bei konventioneller   KG (@ 500 mg/m2 KO)       Zytostatikum
Therapie                                        
Ifosfamid i. v.       Mesna oral 3 mal 16
Kurzinfusion 40 mg/   mg/kg KG (@ 640 mg/m2
kg KG (@ 1600 mg/m2   KO) jeweils 2 Stunden
KO)                   vor und 2 und 6 Stunden
                      nach Zytostatikum
Kontinuierliche       Cyclophosphamid i. v.     Mesna i. v. 12 mg/kg KG (@ 480 mg/m2 KO)
Mesna Gabe bei        Kurzinfusion 60 mg/kg     gleichzeitig als Bolus oder Kurzinfusion plus Mesna
Cyclophosphamid       KG (@ 2400 mg/m2 KO)      60 mg/kg KG (@ 2400 mg/m2 KO) mit Infusor von 0 bis
Hochdosistherapie                               24 Stunden
Intermittierende      Cyclophosphamid i. v.     Mesna i. v. 3 mal 24 mg/kg KG (@ 960 mg/m2 KO)
Mesna Gabe bei        Kurzinfusion 60 mg/kg     gleichzeitig und 4 und 8 Stunden nach Zytostatikum
Cyclophosphamid       KG (@ 2400 mg/m2 KO)      
Hochdosistherapie                               
Mesna bei Ifosfamid   Ifosfamid 125 mg/kg KG    Mesna 25 mg/kg KG (@ 1000 mg/m2 KO) initial als
Dauerinfusion über    i. v. Dauerinfusion (@    Bolus oder Kurzinfusion, Mesna 125 mg/kg KG (@ 5000
einen Tag*            5000 mg/m2 KO) von 0      mg/m2 KO) als Dauerinfusion 0 bis 24 Stunden an Tag
                      bis 24 Stunden            1, Mesna 62,5 mg/kg KG (@ 2500 mg/m2 KO) als
                                                Dauerinfusion über 6 bis 12 Stunden oder Mesna oral
                                                3 mal 50 mg/kg KG (@ 2000 mg/m2 KO) zu 0, 2 und 6
                                                Stunden an Tag 2
Mesna bei Ifosfamid   Ifosfamid 50 mg/kg KG     Mesna 10 mg/kg KG (@ 400 mg/m2 KO) initial als
Dauerinfusion über    i. v. Dauerinfusion (@    Bolus oder Kurzinfusion, Mesna 50 mg/kg KG (@ 2000
mehrere (z. B. 3)     2000 mg/m2 KO) von 0      mg/m2 KO) als Dauerinfusion 0 bis 24 Stunden,
Tage*                 bis 24 Stunden, jeweils   jeweils Tag 1 bis (z. B.) Tag 3, Mesna 25 mg/kg KG
                      Tag 1 bis (z. B.) Tag 3   (@ 1000 mg/m2 KO) als Dauerinfusion über 6 bis 12
                                                Stunden oder Mesna oral 3 mal 20 mg/kg KG (@ 800
                                                mg/m2 KO) zu 0, 2 und 6 Stunden an (z. B.) Tag 4

* Die Mesnadosis kann in die Infusion von Ifosfamid gegeben werden. Bezüglich Cyclophosphamid siehe Rubrik „Sonstige Hinweise“.
 
Spezielle Dosierungsanweisungen
Kinder und Jugendliche
Formale klinische Studien mit der intravenösen oder oralen Gabe von Mesna bei Kindern und Jugendlichen liegen nicht vor. Basierend auf etablierten Therapieprotokollen werden jedoch vergleichbare Dosierungen wie für Erwachsene verwendet. Aufgrund der höheren Miktionsfrequenz bei Kindern sollen die oralen Gaben in 3-stündigen Abständen erfolgen.
 
Ältere Patienten
Aufgrund der bisher verfügbaren Daten ist für Patienten über 65 Jahre keine Dosisanpassung notwendig.
Bei älteren Patienten ist jedoch generell Vorsicht geboten und bei einer Therapie sollte die höhere Rate von eingeschränkter Leber-, Nieren- oder Herzkreislauffunktion sowie von Begleiterkrankungen oder Begleitmedikationen berücksichtigt werden. Das Verhältnis der Mesna-Dosis zur Oxazaphosphorin-Dosis sollte jedoch nicht verändert werden.
 
Risikopatienten
Bei Patienten, deren Urothel aufgrund einer vorangegangen Behandlung mit Oxazaphosphorinen oder einer vorangegangenen Radiotherapie im Bereich des kleinen Beckens geschädigt ist, oder die mit der üblichen Dosierung von Mesna ungenügend geschützt sind, wie z. B. Patienten mit Harnwegserkrankungen in der Anamnese, sollten die Intervalle verkürzt und/oder die Anzahl der Dosen erhöht werden.
 

2026 ©ywesee GmbH
Settings | Help | Login | Contact | Home