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Information for professionals for Oestrogel®:Vifor (International) AG
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Interaktionen

Es wurden keine Interaktionsstudien mit Oestrogel durchgeführt.
Einfluss anderer Arzneimittel auf die Pharmakokinetik von Estradiol
Enzyminduktoren: Der Metabolismus von Östrogenen kann durch die gleichzeitige Anwendung von Substanzen verstärkt werden, die Arzneistoff-metabolisierende Enzyme (insbesondere die Cytochrom-P450-Enzyme 3A4 und 3A5) induzieren. Zu solchen Substanzen gehören z.B. Barbiturate, Bosentan, Carbamazepin, Efavirenz, Felbamat, Nevirapin, Oxcarbazepin, Phenytoin, Primidon, Rifabutin, Rifampicin und Topiramat sowie Präparate, welche Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten. Klinisch kann ein gesteigerter Metabolismus der Östrogene zu einer verminderten Wirksamkeit und zu Veränderungen des uterinen Blutungsmusters führen.
Obwohl Ritonavir und Nelfinavir eigentlich als starke Enzym-Inhibitoren bekannt sind, haben sie zusammen mit Steroidhormonen verabreicht ebenfalls enzyminduzierende Eigenschaften.
Enzyminhibitoren: Arzneimittel, welche die Wirkung von CYP3A4 hemmen (wie z.B. Azol-Antimykotika oder Makrolide), können die Estradiol-Plasmaspiegel erhöhen und dadurch dessen erwünschte und unerwünschte Wirkungen verstärken.
Bei transdermaler HRT wird der First-Pass-Effekt in der Leber umgangen. Transdermal applizierte Östrogene werden deshalb durch pharmakokinetische Interaktionen möglicherweise weniger beeinflusst als oral eingenommene Hormone.
Einfluss von Estradiol auf die Pharmakokinetik anderer Arzneimittel
Umgekehrt können Sexualhormone auch die Metabolisierung anderer Arzneimittel beeinflussen. Entsprechend können deren Plasmakonzentrationen entweder erhöht (z.B. Benzodiazepine, Cyclosporin, Imipramin, Metoprolol) oder vermindert (z.B. Lamotrigin, siehe unten) werden. Klinisch kann dies zu einem erhöhten Plasmaspiegel der betroffenen Substanzen bis hin zu toxischen Konzentrationen führen. Ein sorgfältiges Drug Monitoring kann notwendig sein und eine Dosisreduktion der betroffenen Substanz sollte in Betracht gezogen werden. Dies muss insbesondere bei gleichzeitiger Verabreichung mit Substanzen mit enger therapeutischer Breite beachtet werden, wie z.B. Cyclosporin A, Tacrolimus, Fentanyl oder Theophyllin.
Lamotrigin
Es wurde beobachtet, dass es bei gleichzeitiger Anwendung kombinierter hormonaler Kontrazeptiva zusammen mit dem Antiepileptikum Lamotrigin aufgrund einer Induktion der Glucuronidierung von Lamotrigin zu einer klinisch relevanten Abnahme der Lamotrigin-Plasmakonzentrationen kommen kann. Dies kann mit einer reduzierten Anfallskontrolle einhergehen. Eine Anpassung der Lamotrigin-Dosis kann erforderlich sein. Für eine Hormonersatztherapie liegen keine entsprechenden Studien vor. Es wird jedoch erwartet, dass solche Präparate ein vergleichbares Interaktionspotential aufweisen. Wird bei einer Patientin, welche Lamotrigin einnimmt, eine Behandlung mit Oestrogel neu begonnen, kann daher eine Anpassung der Lamotrigin-Dosis erforderlich sein, und die Lamotrigin-Konzentrationen sollten zu Beginn der Therapie engmaschig überwacht werden.
Beim Absetzen von Oestrogel steigen die Lamotriginspiegel wieder an, sodass die Patientin auch in dieser Phase überwacht und ggf. die Lamotrigin-Dosis reduziert werden muss.
Interaktionen mit unbekanntem Mechanismus
In klinischen Studien kam es bei gleichzeitiger Gabe Ethinylestradiol-haltiger kombinierter Kontrazeptiva zusammen mit bestimmten in der Therapie von HCV-Infektionen eingesetzten Wirkstoffkombinationen (Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir mit oder ohne Ribavirin; Glecaprevir/Pibrentasvir; Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir) gegenüber Patientinnen, welche ausschliesslich mit den antiviralen Wirkstoffen behandelt wurden, signifikant häufiger zu einer klinisch relevanten Erhöhung der ALT (einschliesslich Fällen eines Anstiegs auf über das Fünffache der oberen Grenze des Normbereiches). Bei Anwendung anderer Östrogene (insbesondere Estradiol und Estradiolvalerat) war hingegen die Inzidenz einer Transaminasenerhöhung nicht höher als bei Patientinnen ohne Östrogentherapie. Aufgrund der begrenzten Anzahl Frauen, welche derartige andere östrogenhaltige Arzneimittel einnahmen, ist jedoch bei gleichzeitiger Verabreichung von Östrogenen mit einer der drei genannten Wirkstoffkombinationen grundsätzlich Vorsicht geboten.

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