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Information for professionals for I-123-Diagnostikkapseln:Heider AG
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Driving abilityUnwanted effectsOverdoseEffectsPharm.kinetikPreclinicalOther adviceSwissmedic-Nr.
PackagesRegistration ownerLast update of information 

Zusammensetzung

Wirkstoffe:
Natriumiodid-Iod-123 (7,4 Mbq) zum Kalibrierungszeitpunkt
Hilfsstoffe:
Kapselfarbstoffe Color E 104 und E 127, Excp. pro Capsulae
Spezifikationen:

Radiochemische Reinheit:

≥ 99 %

Radionuklidreinheit
(Iod-125, Iod-124, Tellur-121):

≥ 99,9%
≤ 0.1%

Verfallzeit:

24 Stunden nach Kalibrationszeitpunkt

Als Iodid verfügbares 123I:

99% der Gesamtaktivität

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Verwendungsfertiges Radiodiagnostikum in Kapselform mit Natriumiodidlod-123 und einer Aktivität von 7,4 MBq pro Kapsel.

Indikationen / Anwendungsmöglichkeiten

Radiopharmazeutikum
Funktionelle oder morphologische Untersuchung der Schilddrüse in vivo:
Szintigraphie zur Darstellung der Schilddrüse, insbesondere zum Nachweis von Noduli und gestörtem Isotopeneinbau.

Dosierung / Anwendung

Erwachsene:
Die empfohlene Dosis für einen Erwachsenen (70 kg) beträgt: 10.0 MBq für die Schilddrüsen-Szintigraphie
Pädiatrie
Da nur Kapseln zu 7.4 MBq vorhanden sind, ist dieses Präparat zur Anwendung in der Pädiatrie ungeeignet. Die Anwendung einer I-123 Lösung wird empfohlen.
Anwendung:
Natriumiodidlod-123 Heider, Kapsel sind zur einmaligen oralen Anwendung bestimmt. Die Kapsel wird mit lauwarmem Wasser eingenommen. Die Kapsel darf nicht gelutscht oder gekaut werden. Die Szintigraphie kann 60 Minuten nach der Applikation von Natriumiodidlod-123 erfolgen.
Eine Wiederholung der Untersuchung darf nach frühestens 10 Tagen geschehen.
Strahlenexposition
Die absorbierte Strahlendosis ist abhängig von der dem Funktionszustand des Schilddrüsengewebes entsprechenden Iodidaufnahme (Uptake).
Die ICRP-Daten (ICRP Nr. 53, 1988) beziehen sich auf die intravenöse Verabreichung von Natriumiodid. Aufgrund der raschen und vollständigen Resorption van Radio-Iod im gastrointestinalen Trakt sind sie auch für die orale Verabreichung anwendbar.
Strahlendosimetrie gemäss ICRP 53;

1. Schilddrüse blockiert, Aufnahme 0 %

    Absorbierte Strahlendosis in µGy/MBq

 

Alter

Organ

Erwachsene

15 Jahre

10 Jahre

5 Jahre

1 Jahr

Nebenniere

7.0

8.7

14.0

21.0

39.0

Blasenwand

90.0

110.0

160.0

240.0

450.0

Knochenoberfläche

8.1

9.710

15.0

24.0

46.0

Brust

5.6

5.6

8.1

13.0

25.0

GI-Trakt

 

 

 

 

 

Magenwand

6.9

8.5

14.0

21.0

37.0

Dünndarmwand

8.5

10.0

16.0

25.0

46.0

Obere Dickdarmwand

8

9.9

15.0

24.0

43.0

Untere Dickdarmwand

9.7

12.0

19.0

29.0

54.0

Niere

11.0

14.0

20.0

29.0

51.0

Leber

6.7

8.2

13.0

20.0

37.0

Lunge

6.1

7.8

12.0

19.0

35.0

Ovarien

9.8

12.0

19.0

30.0

53.0

Pankreas

7.6

9.1

14.0

22.0

41.0

Rotes Knochenmark

9.4

11.0

17.0

26.0

47.0

Milz

7.0

8.3

13.0

20.0

37.0

Testes

6.9

9.4

15.0

25.0

48.0

Schilddrüse

5.1

7.7

12.0

20.0

37.0

Uterus

14.0

17.0

28.0

43.0

76.0

Anderes Gewebe

6.4

7.7

12.0

19.0

35.0

Effektive Dosis [μSv/MBq]

13.0

16.0

24.0

37.0

67.0

  2. Unvollständige Blockade

Effektive Äquivalentdosis [μSv/MBq] bei geringer Schilddrüsenaufnahme

0,5 % Aufnahme

16.0

20.0

31.0

52.0

96.0

1,0 % Aufnahme

19.0

25.0

38.0

67.0

130.0

2,0 % Aufnahme

25

34.0

52.0

99.0

180.0

3. Schildrüsenaufnahme 15 %
Absorbierte Strahlendosis in µGy/MBq

Organ

Erwachsene

15 Jahre

10 Jahre

5 Jahre

1 Jahr

Nebennieren

6.3

8.3

13.0

20.0

37.0

Blasenwand

76.0

95.0

140.0

210.0

380.0

Knochenoberfläche

7.1

9.1

14.0

22.0

41.0

Brustdrüse

4.7

4.7

7.3

12.0

23.0

GI-Trakt:

 

 

 

 

 

Magenwand

68.0

85.0

120.0

200.0

380.0

Dünndarm

43.0

54.0

91.0

140.0

270.0

oberer Dickdarm

18.0

19.0

29.0

45.0

77.0

unterer Dickdarm

11.0

14.0

22.0

33.0

60.0

Nieren

10.0

13.0

18.0

27.0

46.0

Leber

6.2

7.6

13.0

21.0

38.0

Lunge

5.7

7.2

11.0

18.0

34.0

Ovarien

12.0

16.0

25.0

38.0

68.0

Pankreas

14.0

16.0

24.0

35.0

61.0

Rotes Knochenmark

9.4

12.0

17.0

25.0

43.0

Milz

9.5

11.0

17.0

25.0.

44.0

Testes

5.3

7.2

12.0

20.0

38.0

Schilddrüse

1900.0

3000.0

4500.0

9800.0

19000.0

Uterus

15.0

19.0

31.0

49.0

86.0

Andere Gewebe

6.8

8.5

13.0

21.0

39.0

Effektive Dosis
[
μSv/Mbq

  75.0

  110.0

  170.0

  350.0

  650.0

4. Schildrüsenaufnahme 35 %
Absorbierte Strahlendosis in µGy/MBq

Organ

Erwachsene

15 Jahre

10 Jahre

5 Jahre

1 Jahr

Nebennieren

6.5

8.4

13.0

21.0

38.0

Blasenwand

60.0

74.0

110.0

160.0

300.0

Knochenoberfläche

7.9

11.0

16.0

25.0

46.0

Brustdrüse

5.2

5.2

8.5

15.0

27.0

GI-Trakt:

 

 

 

 

 

Magenwand

68.0

85.0

120.0

200.0

380.0

Dünndarm

42.0

54.0

90.0

140.0

270.0

oberer Dickdarm

18.0

19.0

29.0

45.0

76.0

unterer Dickdarm

10.0

14.0

21.0

32.0

58.0

Nieren

9.1

11.0

16.0

24.0

41.0

Leber

6.3

7.8

13.0

21.0

40.0

Lunge

6.5

8.6

14.0

22.0

42.0

Ovarien

11.0

15.0

24.0

37.0

66.0

Pankreas

14.0

16.0

24.0

36.0

62.0

Rotes Knochenmark

10.0

13.0

19.0

28.0

48.0

Milz

9.6

11.0

17.0

25.0

45.0

Testes

5.0

6.8

11.0

18.0

35.0

Schilddrüse

4500.0

7000.0

11000.0

23000.0

43000.0

Uterus

14.0

17.0

29.0

44.0

79.0

Andere Gewebe

8.0

10.0

16.0

26.0

49.0

Effektive Dosis
[
μSv/Mbq)

  150.0

  230.0

  350.0

  740.0

  1400.0

5. Schilddrüsenaufnahme 55 %
Absorbierte Strahlendosis in µGy/MBq

Organ

Erwachsene

15 Jahre

10 Jahre

5 Jahre

1 Jahr

Nebennieren

6.5

8.5

14.0

21.0

39.0

Blasenwand

43.0

53.0

79.0

120.0

220.0

Knochenoberfläche

8.6

12.0

18.0

28.0

51.0

Brustdrüse

5.6

5.6

9.5

17.0

31.0

GI-Trakt:

 

 

 

 

 

Magenwand

68.0

85.0

120.0

200.0

390.0

Dünndarm

42.0

54.0

91.0

1400

270.0

oberer Dickdarm

18.0

19.0

29.0

44.0

76.0

unterer Dickdarm

9.8

13.0

20.0

30.0

55.0

Nieren

9.1

11.0

16.0

24.0

41.0

Leber

6.4

7.9

13.0

22.0

41.0

Lunge

7.2

9.7

16.0

26.0

48.0

Ovarien

11.0

15.0

23.0

36.0

64.0

Pankreas

14.0

16.0

25.0

36.0

63.0

Rotes Knochenmark

11.0

15.0

21.0

30.0

52.0

Milz

9.7

11.0

17.0

26.0

46.0

Testes

4.6

6.0

10.0

16.0

32.0

Schilddrüse

7000.0

11000.0

17000.0

36000.0

68000.0

Uterus

12.0

16.0

26.0

40.0

72.0

Andere Gewebe

9.2

12.0

19.0

31.0

58.0

Effektive Dosis
[
μSv/Mbq

  230.0

  350.0

  530.0

  1100.0

  2100.0

Kontraindikationen

·Schwangerschaft
·Stillzeit
·Überempfindlichkeit auf einen der Inhaltsstoffe
Relative Kontraindikationen
Patienten unter Amiodaron
Amiodaron interferiert mit der Iod-Aufnahme in die Schilddrüse, wird in den Körpergeweben stark verbunden und hat eine sehr lange Halbwertszeit von 20 bis 100 Tagen. Wenn eine Untersuchung mit radioaktivem Jod bei Patienten unter Amiodaron nach sorgfältiger Abschätzung der möglichen Alternativen und des Nutzen/Risiko-Verhältnisses unabdingbar wäre, dürfte die Untersuchung nur in Zusammenarbeit mit einem Kardiologen geplant und durchgeführt werden.
Bei Patienten mit einem Ösophagusdivertikel oder Magenfunktionsstörungen ist von einer Anwendung von Natriumiodidlod-123 Kapseln abzuraten

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Radioaktive Arzneimittel sind mit besonderer Sorgfalt und unter strengen Strahlenschutzmassnahmen zu handhaben, um die Strahlenbelastung sowohl bei den Patienten als auch beim Personal möglichst niedrig zu halten.
Jede Anwendung von Radiopharmazeutika an Patienten liegt ausschliesslich in der Kompetenz und Verantwortung eines Nuklearmediziners. Untersuchungen sind nur dann angezeigt, wenn der Nutzen einer solchen das mit der Strahlenexposition verbundene Risiko übersteigt. Dies gilt insbesondere bei der Anwendung an Kindern oder Jugendlichen. In jedem Fall hat die Verabreichung unter den Kautelen des Strahlenschutzes stattzufinden. Bei fertilen Frauen ist eine mögliche Schwangerschaft auszuschliessen
Die Patientendosen müssen vor jeder Applikation mit einem Aktivimeter gemessen und protokolliert werden.
Eine sorgfältige Abwägung zwischen diagnostischem Nutzen und möglichen Risiken der Untersuchung ist angezeigt
Vor der Verabreichung sollen alle Gegenstände und Arzneimittel griffbereit sein, welche zur Behandlung einer allfälligen anaphylaktoiden Reaktion notwendig sind.

Interaktionen

Bei gleichzeitiger Behandlung mit anderen Arzneimitteln können die pharmakokinetischen Eigenschaften von Natriumiodidlod-123 beeinflußt werden. In den meisten Fällen wird die Aufnahme von Natriumiodidlod-123 in die Schilddrüse verringert, was zu falsch-positiven Ergebnissen führen kann.
Die nachfolgend aufgeführten Arzneimittel bzw. -gruppen sollten rechtzeitig vor Beginn einer nuklearmedizinischen Untersuchung mit Natriumiodidlod-123 abgesetzt werden. Die angegebenen Karenzfristen sind Richtwerte aus der Erfahrung.
·Thyreostatika (Propylthiourecil, Thiamazol), Salicylate, Steroide, Nitroprussidnatrium, Antikoagulantien, Antihistaminika, antiparasitäre Mittel, Penicilline, Sulfonamide, orale Antidiabetika, Thiopental; (Absetzfrist: 1 Woche)
·Phenylbutazon; (Absetzfrist: 1-2 Wochen)
·Expektorantion, Vitamin D (Absetzfrist: 2 Wochen)
·natürliche oder synthetische Schilddrüsenpräparate; (Absetzfrist: 2-3 Wochen)
·Benzodiazepine; (Absetzfrist: 4 Wochen)
·topisch applizierte lodide; (Absetzfrist: 1-9 Monate)
·Kontrastmittel zur intravenösen Anwendung; (Absetzfrist: 1-2 Monate)
·orale Diagnostika zur Cholecystographie; (Absetzfrist: 6-9 Monate)
·iodhaltige Kontrastmittel auf Ölbasis zur Bronchographie (Absetzfrist: 6-12 Monate)
·Myolographie (Absetzfrist: 2-10 Jahre).
Es ist darauf zu achten, dass bei hyperthyroiden Patienten gewisse gleichzeitig verabreichte Arzneimittel die lodaufnahme in der Schilddrüsse in den normalen Bereich drücken können und so zu falsch-negativen Ergebnissen führen. Bei euthyroiden Patienten kann eine durch Arzeimittel verursachte Verminderung der lodaufnahme eine falsch-positive Diagnose einer Hyperthyreose ergeben. Darüber hinaus ist eine verstärkt zunehmende Iodaufnahme nach Absetzen einiger dieser Arzneimittel vorstellbar.
Amiodaron: vgl. relative Kontraindikationen

Schwangerschaft, Stillzeit

Frauen im gebärfähigen Alter:
Falls es erforderlich ist, einer Frau im gebärfähigen Alter ein radioaktives Arzneimittel zu verabreichen, so ist festzustellen, ob eine Schwangerschaft vorliegt. Grundsätzlich muss von einer Schwangerschaft ausgegangen werden, wenn eine Menstruation ausgeblieben ist. Alternative Untersuchungsmethoden, bei denen keine ionisierenden Strahlen angewendet werden, müssen in Betracht gezogen
Schwangerschaft:
In der Schwangerschaft ist die Verabreichung von Natriumiodidlod-123-Kapseln absolut kontraindiziert. Vor der Anwendung ist eine Schwangerschaft mit Sicherheit auszuschliessen.
Stillzeit
Wegen des ungeklärten Risikos für den Säugling darf das Präparat während des Stillens nicht verwendet werden. Bei einer stillenden Mutter ist vor einer Untersuchung mit Natriumiodidlod-123-Kapseln zu erwägen, ob die Untersuchung bis nach Abschluss der Stillzeit verschoben werden kann. Wird eine Untersuchung mit Natriumiodidlod-123-Kapseln während des Stillens als zwingend erforderlich betrachtet, soll abgestillt werden. Es sind Aktivitätsmessungen der Muttermilch vorzunehmen und die Milch verworfen werden bis keine erhöhten Radioaktivitätswerte mehr messbar sind. Andere Untersuchungsmethoden, bei denen keine ionisierenden Strahlen angewendet werden, sind in Betracht zu ziehen.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von MaschinenEs wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen durchgeführt.

Unerwünschte Wirkungen

Gelegentlich können allergische Reaktionen bis hin zu anaphylaktischen/anaphylaktoiden Reaktionen auftreten. Die für die sofortige Behandlung solcher Zwischenfälle notwendigen Arzneimittel und Vorrichtungen müssen einsatzbereit vorliegen.
Die Nebenwirkungshäufigkeiten sind wie folgt definiert:
Sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1‘000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10‘000 bis < 1/1‘000), sehr selten (< 1/10‘000) und nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar). Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.
Erkrankung des Immunsystems
Nicht bekannt: Überempfindlichkeit

Überdosierung

Überdosierungen im pharmakologischen Sinn sind aufgrund der für diagnostische Untersuchungen verwendeten geringen Substanzmengen nicht zu erwarten. Eine zu hohe Strahlenbelastung durch irrtümliche Überdosierung kann durch Verabreichung von nicht radioaktiven Natriumiod oder Kaliumperchlorat reduziert werden, zusätzlich wird Diurese und häufige Blasenentleerung empfohlen. Bei diesen Maßnahmen ist darauf zu achten, daß eine Kontaminierung durch die vom Patienten ausgeschiedene Radioaktivität vermieden wird.

Eigenschaften / Wirkungen

ATC-Code: VO9F x 02
Physikalische Eigenschaften
Iod-123 ist ein Cyclotron-Produkt mit einer physikalischen Halbwertszeit von 13,2 Stunden.
Es zerfällt unter Aufnahme eines Elektrons zu Te-123 und unter Emission von Gammaquanten mit einer Energie von 159 keV [83,4 %] 440 keV [0.4 %] und 529 keV [11,4 %]
Pharmakodynamik
Natriumiodid I-123 wird von der Schilddrüse rasch aufgenommen, und das lodid dient als Baustein der Schildrüsenhormone Tetraiodthyronin (Thyroxin, T4) und Triiodthyronin (T3) nach oxidativem Einbau in Thyrosin und Kopplung zu Thyronin. T3 und T4 werden in Thyreoglobulinbindung im Kolloid der Drüsenfollikel gespeichert bzw. frei an den Blutstrom abgegeben, wo sie zu über 99 % an Serumproteine, vorwiegend an Thyroxinbindendes Globulin (TBG), aber auch an Prälbumin und Albumin gebunden werden. Nur die freien Hormone sind biologisch aktiv. Das T3, das zu einem großen Teil zusätzlich peripher aus T4 entsteht, ist stärker wirksam als T4, hat jedoch eine wesentlich kürzere Halbwertszeit (1-2 Tage gegenüber 6-8 Tagen). Nach metabolischem Abbau der Hormone steht das lod erneut zur Aufnahme in der Schilddrüse zur Verfügung, bzw. es wird vorwiegend über den Urin ausgeschieden. Die Iodspeicherung in der Schilddrüse ist vom Funktionszustand und vom lodgehalt des Organs abhängig, und ihre Messung erlaubt direkt den Iodumsatz bei Schilddrüsenerkrankungen diagnostisch zu erfassen. Pharmakodynanmische Wirkungen von Natriumiodid sind aufgrund der geringen verabreichten Mengen nicht zu erwarten.

Pharmakokinetik

Absorption:
Nach oraler Gabe wird Natriumiodidlod-123 im oberen Abschnitt des Gastrointestinaltraktes rasch und nahezu vollständig resorbiert (90 % innerhalb von 60 Minuten).
Distribution:
Der Wirkstoff verteilt sich im extrathyroidalen Kompartiment; er wird in geringen Mengen in den Speicheldrüsen, der Darmmukosa, im Plexus choroidei, in der Placenta und in der Muttermilch nachgewiesen.
Metabolismus:
Iodid akkumuliert aufgrund einer hohen tubulären Rückresorption (ca. 73 %) in der Niere. Die Schilddrüse nimmt Iodid bei der ersten Blutpassage zu etwa 20 % auf. Unter normalen Umständen beträgt die Iodid-Clearance der Schilddrüse etwa 5-50 ml/ min. Bei lodmangel kann diese bis auf 100 ml/ min ansteigen, bei einer Iodübersättigung der Schilddrüse kann diese auf 2-5 ml/min absinken.
Elimination:
Natriumiodidlod-123 wird hauptsächlich renal (37-75 %) und fäkal (10 %) eliminiert. Die Exkretion über die Haut ist vernachlässigbar gering. Die Nierenclearance beträgt etwa 3 % der lodid-Passage durch die Nieren.
Kinetik spezieller Patientengruppen:
Bei Hypothyreose und Funktionsstörungen der Nieren ist die Nierenclearance erniedrigt und bei Hyperthyreose erhöht.

Präklinische Daten

Akute und subchronische Toxizität
Nach oraler Gabe einer Einmaldosis von Natriumiodid an Ratten und Mäusen beträgt die LD50 ca. 4340 mg/kg und 1000 mg/kg. Nach intravenöser Applikation an Ratten und Hunden beträgt sie 1060 mg/kg bzw. 760 mg/kg. Diese Dosen liegen etwa 6 Größenordnungen über den in der Klinik üblichen Einzeldosen.
Reproduktionstoxizität und TeratogenitätUntersuchungen zur Toxizität bei wiederholter Applikation und zur Reproduktionstoxizität liegen nicht vor.
Kanzerogenität und Mutagenität
Die Mutagenität und das kanzerogene/onkogene Potential von Natriumlodid I-123 wurden nicht untersucht

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten
Es liegen keine Studien vor.
Es sollen keine anderen Arzneimittel mit Natriumiodidlod-123- Kapsel verabreicht werden.Haltbarkeit
24 Stunden nach Kalibrierung. Frühester Anwendungszeitpunkt: nach Freigabe der hergestellten Charge
Besondere Lagerungshinweise
Das Präparat ist bei 15 - 25 °C zu lagern.
Gesetzliche Bestimmungen
Rechtliche Bestimmungen
Die Verabreichung radioaktiver Substanzen beim Menschen ist in der „Strahlenschutzverordnung“ (in der gültigen Fassung) geregelt.
Radiopharmazeutische Präparate dürfen nur von ermächtigten Personen in den behördlich genehmigten Institutionen verordnet, verwendet und verabreicht werden. Ihre Entgegennahme, Lagerung, Verwendung, ihr weiterer Transport und ihre Beseitigung erfordern die vorherige Genehmigung des Bundesamts für Gesundheit. Bei der Anwendung radioaktiver Substanzen und Beseitigung von bei ihrer Anwendung entstehenden radioaktiven Abfällen sind alle in der genannten Verordnung beschriebenen Vorsichtsmassnahmen einzuhalten, um die Strahlenbelastung von Patient und Pflegepersonal auf das strikte Minimum zu beschränken. Nicht verwendete Lösungen und das bei ihrer Anwendung kontaminierte Material sind an einem dafür bestimmten Ort zu lagern, bis die Radioaktivität auf den für das betreffende Radioisotop tolerierten Schwellenwert zurückgegangen ist
Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den gültigen Bestimmungen zu beseitigen.

Zulassungsnummer

52'573 Swissmedic (A)

Packungen

Packungen enthaltend:
1 – 15 Kapsel(n) zu 7.4 MBq

ZulassungsinhaberinHeider AG

Picardiestrasse 3
5040 Schöftland

Stand der Information

Mai 2016

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