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Information for professionals for Propecia®:Organon GmbH
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Zusammensetzung

Wirkstoff
Finasterid
Hilfsstoffe
Laktosemonohydrat, mikrokristalline Zellulose,vorgelatinisierteStärke,Natriumstärkeglykolat,Natriumdocusat, Magnesiumstearat,Hydroxypropylmethyl-zellulose 2910,Hydroxypropylzellulose, Titandioxid, Talk, gelbes Eisenoxid, rotes Eisenoxid.

Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

Filmtabletten zu 1 mg Finasterid

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Propeciaist indiziert zur Behandlung von Männern mit leichter bis mittelschwererandrogenetischerAlopezie.
Propeciaistnichtindiziert bei Frauen und Kindern.

Dosierung/Anwendung

Die empfohlene Dosierung beträgt eine Tablette zu 1 mg täglich.Propeciakann mit oder ohne Mahlzeit eingenommen werden.
Im Allgemeinen ist eine Einnahme während mindestens 3 oder mehr Monaten nötig, bevor ein vermehrtes Haarwachstum und/oder ein verminderter Haarverlust festgestellt werden kann. Um eine bestmögliche Wirkung zu erhalten, wird eine andauernde Therapie empfohlen.
Wirksamkeit und Dauer der Behandlung sollten periodisch durch den behandelnden Arzt bewertet werden.
Spezielle Dosierungsempfehlungen:
Ältere Patienten:Eine Dosisanpassung in Abhängigkeit vom Alter ist nicht erforderlich.
Kinder und Jugendliche:In dieser Altersgruppe besteht keine Indikation.
Eingeschränkte Nierenfunktion:Eine Dosisanpassung bei Patienten mit Niereninsuffizienz ist nicht erforderlich(siehe „Pharmakokinetik“).
Eingeschränkte Leberfunktion:Daten bei Leberinsuffizienzliegennicht vor.Es können daher keine Dosierungsempfehlungen gemacht werden.

Kontraindikationen

- Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem anderen Bestandteil des Arzneimittels.
- Bestehende oder mögliche Schwangerschaft (siehe «Schwangerschaft/Stillzeit»).

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Propeciaist bei Alopezie anderer Genese nicht indiziert.
BeiFrauen und Kindern besitztPropeciaebenfalls keine Indikation.
Wirkung auf PSA und Prostatakarzinomdetektion
In klinischen Studien mitPropeciabei Männern im Alter von 18-41 Jahren sank der mittlere Serumwert des prostataspezifischen Antigens (PSA) von 0,7ng/ml zu Beginn auf 0,5ng/ml nach 12 Monaten. Wenn Finasterid bei älteren Männern mit benigner Prostatahyperplasie (BPH) angewendet wird, werden die PSA-Werte um ca. 50% gesenkt. Bis weitere Erkenntnisse bei Männern über 41 Jahren ohne BPH vorliegen, sollte bei Männern unter Behandlung mitPropeciabei der Beurteilung dieser Werte eine Verdoppelung der PSA-Werte in Erwägung gezogen werden.
Da die klinischen Studien bei Patienten ohne relevante systemische Begleiterkrankungen durchgeführt wurden, fehlen entsprechende Daten von solchen Patienten.
Prostatakarzinom
Finasterid wurde - in einer 5mal höheren Dosierung als für die Behandlung derandrogenetischenAlopezie empfohlen - auch in einer Studie zu einer möglichen Reduktion des Risikos für ein Prostatakarzinom untersucht. In dieser placebokontrollierten Studie über 7 Jahre an 18‘882 gesunden Männern mit einem Mindestalter von 55 Jahren, unauffälligem rektal-digitalem Untersuchungsbefund und PSA-Werten von ≤3,0ng/ml wurde bei 9060 auswertbaren Prostatabiopsien unter Finasterid 5 mg in 18,4% und unter Placebo in 24,4% ein Prostatakarzinom diagnostiziert. In derFinasteridgruppewar die Diagnose eines Prostatakarzinoms mit einem höheren histologischen Grad (Gleason-Scores 7-10) häufiger (6,4% vs. 5,1%). Die klinische Relevanz dieser Daten ist unbekannt, insbesondere die Übertragbarkeit bei Einnahme einer um den Faktor 5 niedrigeren Dosis (wie im Falle vonPropecia). Ähnliche Beobachtungen fanden sich auch in einer ähnlichen Studie mit dem 5-alpha-Reduktase-InhibitorDutasterid. Über einen Kausalzusammenhang zwischen 5-alpha-Reduktase-Inhibitoren und Prostatakarzinomen mit höherem histologischem Grad ist bisher keine Aussage möglich.
Mammakarzinom bei Männern
Nach Markteinführung wurde bei mit Finasterid 1 mg behandelten Männern über sehr seltene Fälle von Brustkrebs berichtet.Ärzte sollten ihre Patienten anweisen, unverzüglich jegliche Veränderungen des Brustgewebes wie Knoten, Schmerzen, Gynäkomastie oder Sekretion aus der Brustwarze zu berichten.
Stimmungsänderungen und Depression
Bei Patienten, die mit Finasterid 1 mg behandelt wurden, wurde überStimmungsänderungen einschliesslich depressiver Verstimmung, Depressionund, seltener, Suizidgedanken berichtet.Patienten sollten hinsichtlichpsychiatrischer Symptome überwacht werden. Wenn solche Symptome auftreten,sollte die Behandlung mit Finasterid abgebrochen und dem Patienten geratenwerden, medizinischen Rat einzuholen.
Bei einigen Patienten wurde über sexuelle Dysfunktion berichtet, die zu Stimmungsänderungen, einschliesslich Suizidgedanken, beitragen kann. Die Patienten sollten darüber informiert werden, medizinischen Rat einzuholen, wenn sexuelle Dysfunktion auftritt. Die Beendigung der Behandlung sollte erwogen werden (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).
Eine Patientenkarte, die an das oben genannte erinnert,ist verfügbar.

Interaktionen

Es wurden keine klinisch relevanten Arzneimittelinteraktionen beobachtet. Finasterid ist ein Substrat von CYP3A4. Finasterid scheint das Enzymsystem, welches Zytochrom-P450-gebundene Arzneimittel metabolisiert, nicht zu beeinflussen. Der Metabolismus von Finasterid kann aber durch Hemmer oder Induktoren von CYP3A4 beeinflusst werden. Die folgenden Substanzen wurden getestet, ohne dass Interaktionen gefunden wurden: Antipyrin, Digoxin,Glibenclamid, Propranolol, Theophyllin und Warfarin.
Spezifische Interaktionsstudien wurden nicht durchgeführt; Finasterid wurde jedoch in der Dosierung von 1 mg oder mehr gleichzeitig mit ACE-Hemmern,Azetaminophen, Alphablockern, Benzodiazepinen, Betablockern, Kalziumantagonisten, Nitraten, Diuretika, H2-Antagonisten, HMG-CoA-Reduktase-Hemmern,Prostaglandinsynthesehemmern(NSAIDs) und Chinolonen verabreicht, ohne Hinweiseauf klinisch relevante Interaktionen.

Schwangerschaft, Stillzeit

Propeciaistbei Frauennichtindiziert.
Es ist kontraindiziert bei bestehender oder möglicher Schwangerschaft.
Zu einer möglichenÜbertragung von Finasterid aus dem Sperma auf denFoetenliegen keine Humandaten vor(siehe «Präklinische Daten»).
Wegen ihrer Fähigkeit, die Konversion von Testosteron zu Dihydrotestosteron (DHT) in einigen Gewebearten zu hemmen, können die Typ II 5-alpha-Reduktase-Hemmer,wieFinasterid,Missbildungendes äusseren Genitalebeim männlichenFoetenverursachen, wenn sie schwangeren Frauen verabreicht werden.
Zerdrückte oder zerbrochene TablettenPropeciasollten wegen der möglichen Resorption von Finasterid und des möglichen Risikos für einen männlichenFoetennicht von Frauen imgebährfähigenAlter gehandhabt werden. Intakte Tabletten sind mit einem Film bedeckt, welcher den Kontakt mit der aktiven Substanz bei der normalen Handhabung verhindert.
Stillende Mütter
Bei Frauen ist die Verwendung vonPropecianicht angezeigt. Es ist nicht bekannt, ob Finasterid in die Muttermilch übergeht.
Fertilität
Langzeitdaten zur Fertilität beim Menschen fehlenund spezifische Studien an subfertilen Männern wurden nicht durchgeführt.MännlichePatienten mit Kinderwunsch wurden initial von den klinischen Studien ausgeschlossen. Obwohl Tierstudien keine relevantennegativen Auswirkungen auf die Fertilität zeigten, gab es nach Markteinführung Spontanberichte über Infertilität und/oder schlechte Samenqualität. Bei einigen dieser Berichte lagenandereRisikofaktoren vor, die zur Infertilität beigetragen haben könnten.Nach Absetzen von Finasterid wurde über eineNormalisierung oder Verbesserung derreduziertenSamenqualität berichtet.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es bestehen keine Hinweise, dassPropeciadie Fahrtüchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen beeinflusst.

Unerwünschte Wirkungen

Die unerwünschten Wirkungen waren während der Behandlung gewöhnlich vorübergehend oder bildeten sich nach Therapieabbruch zurück. Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurdeninklinischen Studien während desersten Jahresund/oder nach Markteinführung gemeldet. Die Häufigkeit der unerwünschten Ereignisse, über welche nach Markteinführung berichtet wurde, kann nichtzuverlässigbestimmt werden, da es sich hierbei um Spontanberichte handelt.
Die unerwünschten Wirkungen sind nachMedDRA-Systemorganklassen und Häufigkeit gemäss folgender Konvention geordnet:
„sehr häufig“ (≥1/10)
„häufig“ (≥1/100, <1/10),
„gelegentlich“ (≥1/1‘000, <1/100)
„selten“ (≥1/10‘000, <1/1‘000)
„sehr selten“ (<1/10‘000)
„nicht bekannt“(kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden)
Erkrankungendes Immunsystems
Selten: ÜberempfindlichkeitsreaktionenwieHautausschlag, Pruritus, UrtikariaundAngioödem(einschliesslichSchwellung vonLippen, Zunge, RachenoderGesicht).
PsychiatrischeErkrankungen
Häufig: verminderte Libido,nach Absetzen der Behandlung fortbestehend(Propecia1,8% vs. Placebo 1,3%).
Nicht bekannt:Depression;Angst; Suizidgedanken
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Häufig: Erektionsstörung (Propecia1,3%, Placebo 0,7%).
Gelegentlich: Ejakulationsstörungen, Verkleinerung desEjakulatvolumens.
Selten: Hodenschmerzen,Hämatospermie,Vergrösserung der Brust, Schmerzen in den Brustdrüsen.
Sehr selten:Brustkrebs bei Männern (siehe«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Nicht bekannt:persistierende sexuelle Dysfunktion (erektile Dysfunktion und Ejakulationsstörungen) nach Absetzen der Behandlung,männliche Infertilität und/oder schlechte Samenqualität(siehe «Schwangerschaft / Stillzeit»).
Arzneimittelbezogene unerwünschte Wirkungen im Sexualbereich waren häufiger bei Männern unter Behandlung mit Finasterid als bei Männern unter Placebo, mit einer Häufigkeit von 3,8% versus 2,1% während derersten 12 Monate. Die Häufigkeit dieser unerwünschten Wirkungen verminderte sich bei Männern unter Behandlung mit Finasterid über die folgenden 4 Jahre auf 0,6%. Ungefähr 1% der Männer in jeder Behandlungsgruppe brach die Therapie in den ersten 12 Monaten wegen arzneimittelbezogenerunerwünschterWirkungen im Sexualbereich ab, danach nahm die Häufigkeit ab.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-PortalElViS(ElectronicVigilanceSystem) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

Überdosierung

In klinischen Studien zeigten Patienten, welche Einzeldosen von Finasterid bis zu 400 mg und multiple Dosen bis zu 80 mg täglich während 3 Monaten erhielten, keine akuten Intoxikationssymptome.
Eine Empfehlung zur spezifischen Behandlung einer Überdosierung vonPropeciakann nicht gegeben werden.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code
D11AX10
Wirkungsmechanismusund Pharmakodynamik
Finasterid ist ein kompetitiver und spezifischer Hemmer der Typ II 5-alpha-Reduktase. Finasterid hat keine Affinität zu denAndrogenrezeptorenund hat keine androgene, antiandrogene,östrogene, antiöstrogene oderprogestageneWirkung. Die Hemmung der 5-alpha-Reduktase blockiert die periphere Umwandlung von Testosteron zum Androgen Dihydrotestosteron (DHT), was eine signifikante Herabsetzung der DHT-Konzentrationen inSerum und Gewebe zur Folge hat. Finasteridbewirkt eine rasche Herabsetzung der DHT-Konzentration im Serum; innerhalb von 24 Stunden nach der Verabreichung wird eine signifikante Suppression erreicht.
Haarfollikel enthalten Typ II 5-alpha-Reduktase. Bei Männern mitandrogenetischerAlopezie enthält die kahler werdende Kopfhaut verkleinerte Haarfollikel und erhöhte Mengen von DHT. Bei solchen Männern reduziert die Verabreichung von Finasterid die DHT-Konzentration in der Kopfhaut und im Serum. Männer mit einem genetischen Mangel an Typ II 5-alpha-Reduktase leiden nicht anandrogenetischerAlopezie. Diese Befunde und die Ergebnisse klinischer Studien bestätigen, dass Finasterid den Prozess hemmt, der für die Verkleinerung der Haarfollikel der Kopfhaut verantwortlich ist,und dadurch eine Umkehr des Kahlheitsprozesses bewirkt.
Klinische Wirksamkeit
Die Wirksamkeit vonPropeciawurde in drei Studien (n=1879) bei Männern im Alter von 18 bis 41 Jahren mit leichtem bis mittelschwerem (Hamilton Klassifikation II-V), aber nicht vollständigem Haarverlust nachgewiesen. In diesen Studien wurde der Haarwuchs mit den folgenden 4 separaten Auswertungsmethoden bestimmt: Bestimmung derHaarzahl, Bewertung von Photographien des Kopfes durch eine Expertengruppe von Dermatologen, Bewertung durch den Untersucher und Selbstbeurteilung durch den Patienten.
In den zwei Studien bei Männern mit Haarverlust am Scheitel wurde die Behandlung mitPropeciaüber insgesamt5 Jahre weitergeführt. Während dieser Zeit zeigten die Patienten bereits nach 3 Monaten eine Verbesserung im Vergleich zum Ausgangswert und versus Placebo. Die 5-jährige Behandlung mitPropeciahatte eine Stabilisierung des Haarverlustes zur Folge bei 90% der Männer aufgrund photographischer Auswertung und bei 93% aufgrund der Bewertung durch den Untersucher. Zusätzlich wurde bei 65% der mitPropeciabehandelten Männerüber zunehmendenHaarwuchs aufgrund der Haarzählung (vs. 0% in der Placebogruppe), bei 48% aufgrund photographischer Auswertung (vs. 6% in der Placebogruppe) und bei 77% aufgrund der Bewertung durch den Untersucher (vs. 15% in der Placebogruppe) berichtet. Im Gegensatzdazu wurde in derPlacebogruppe bei 100% der Männer ein schrittweiser Haarverlust über die Zeit aufgrund der Haarzählung (vs. 35% der Männer unterPropecia), bei 75% aufgrund photographischer Auswertung (vs10% der Männer unterPropecia) und bei 38% aufgrund der Bewertung durch den Untersucher (vs. 7% der Männer unterPropecia) beobachtet. Zusätzlich zeigte eine Selbstbeurteilung durch den Patienten einerelevanteZunahme der Haardichte, Verminderung des Haarverlustes und ein verbessertes Erscheinungsbild des Haares über die 5-jährige Behandlungsperiode mitPropecia. Während die Verbesserungenbezüglich Haarwuchsim Vergleich zum Ausgangswert bei Männern nach 2-jähriger Behandlung am grössten mitPropeciawaren und danach schrittweise abnahmen (z.B. Zunahme von 88 Haaren in einem repräsentativen Bereich von 5,1 cm2nach2 Jahren und Zunahme von 38 Haarennach5 Jahren), verschlimmerte sich der Haarverlust in der Placebogruppe im Vergleich zum Ausgangswert zunehmend (Verlust von 50 Haarennach2 Jahren und von 239 Haarennach5 Jahren). Somit vergrösserte sich im Verlauf der 5Studienjahre der Unterschied zwischen den Behandlungsgruppen basierend auf allen 4 Auswertungskriterien.
Die Aussagekraft dieser Langzeitstudien unterliegt allerdings gewissen Einschränkungen: a) Die Drop-out-Rate über 5 Jahre unterPropeciabetrug gut 40%. Bei den in der Studie verbleibenden Patienten könnte es sich somit um selektionierte Personen mit günstigem Krankheitsverlauf handeln. b) Die Placebo-Gruppewar relativklein (125 Patienten zu Beginn der Studienextension, 55 Patienten am Ende der Studie versus 1090 Patienten respektive 613 unterPropecia).
In einer 48-wöchigen, placebokontrollierten Studie, angelegt zur Bewertung der Wirkung vonPropeciaauf die Phasen des Haarwuchszyklus (anageneWachstumsphase undtelogeneRuhephase) bei Kahlheit am Scheitel, wurden 212 Männer mitandrogenetischerAlopezie eingeschlossen. Zu Beginn und nach 48 Wochen wurde in einem 1cm2Zielbereich der Kopfhaut die gesamte,telogeneundanageneHaarzahlermittelt. Die Behandlung mitPropeciaführte zu Verbesserungen in der Zahl deranagenenHaare während bei Männern in der Placebogruppe dieanagenenHaare zurückgingen. Die mitPropeciabehandelten Männer zeigten nach 48 Wochen im Vergleich zu Placebo eine Nettozunahme in der gesamten undanagenenHaarzahlvon 17 respektive 27 Haaren. Diese Zunahme bei deranagenenHaarzahlverglichen mit der Gesamthaarzahl führte nach 48 Wochen im Vergleich zu Placebo zu einer Nettoverbesserung von 47% beim Verhältnisanagenzutelogenfür die Männer unter Behandlung mitPropecia. Diese Daten belegen, dass eine Behandlung mitPropeciadie Umwandlung von Haarfollikeln in die aktive Wachstumsphase fördert.
Zusammenfassend zeigten diese Studien, dass eine Behandlung mitPropeciabei Männern mitandrogenetischerAlopezie den Haarwuchs fördern und weiteren Haarverlust verhindern kann.
Bis zum heutigen Zeitpunkt liegen klinische Daten mit Finasterid 1mg bei Männern mitandrogenetischerAlopezie bis zu einer Behandlungsdauer von 5 Jahren vor.
Ergebnisse bei Frauen
In einer placebokontrollierten Studie über 12 Monate (n=137) wurde bei postmenopausalenFrauen mitandrogenetischerAlopezie unter Behandlung mitPropeciakeine Wirksamkeit nachgewiesen. Diese Frauen zeigten im Vergleich zu Placebo keine Verbesserung bezüglichHaarzahl, Selbstbeurteilung durch die Patientin, Bewertung durch den Untersucher oder aufgrund photographischer Auswertung (siehe «Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten»).

Pharmakokinetik

Absorption
Bezogen auf eine intravenös verabreichte Referenzdosis beträgt die Bioverfügbarkeit einer oral verabreichten Dosis Finasterid ungefähr 80%. Die Bioverfügbarkeit wird durch Nahrungsaufnahme nicht beeinträchtigt. MaximaleFinasteridkonzentrationenim Plasma werden nach etwa 2 Stunden erreicht,und die Resorption ist nach 6-8 Stunden abgeschlossen.
Distribution
Die Plasmaeiweissbindung ist ungefähr 93%. Das Verteilungsvolumen von Finasterid beträgt ca. 76 Liter.
Bei der täglichen Dosis von 1 mg Finasterid wurde die maximale Steadystate-Plasma-Konzentration nach 1-2 Stunden erreicht und betrug im Durchschnitt 9,2ng/ml. Die AUC (0-24 h) betrug 53ngx h/ml.
Finasterid konnte im Liquor nachgewiesen werden; die Substanz scheint sich jedoch dort nicht präferentiell zu konzentrieren. Sehr kleine Mengen von Finasterid konnten auch in der Samenflüssigkeit von Männern nachgewiesen werden, welche Finasterid erhalten hatten.
Metabolismus
Finasterid wird hauptsächlich durch Enzyme der Cytochrom-P450-Subfamilie metabolisiert (CYP3A4, siehe «Interaktionen»). Nach oraler Verabreichung von14C-markiertem Finasterid beim Menschen wurden zwei Metaboliten von Finasterid nachgewiesen, welche nur einen Bruchteil der Hemmungsaktivität der 5-alpha-Reduktase von Finasterid besitzen.
Elimination
Nach oraler Verabreichung von14C-markiertem Finasterid wurden beim Menschen 39% der Dosis in Form von Metabolitenmit demUrineliminiert(im Urin wurde praktisch kein unverändertes Finasterid ausgeschieden); 57% der Gesamtdosis wurden im Stuhl ausgeschieden.
Die Plasma Clearance beträgt etwa 165 ml/min.
Kinetik speziellerPatientengruppen
Ältere Patienten:Mit zunehmendem Alter verringert sich die Eliminationsrate von Finasterid geringfügig. Die durchschnittliche Halbwertszeit beträgt bei Männern im Alter von 18-60 Jahren ungefähr 5-6 Stunden,bei über 70jährigen Männern 8 Stunden. Diese Befunde sind ohne klinische Relevanz.
Nierenfunktionsstörungen:Studien mit Finasterid 5 mganPatienten miteingeschränkter Nierenfunktion(bis zu einer Kreatinin-Clearance von 9 ml/min/1,73 m2)ergabenkeine Hinweise auf relevante Veränderungenderpharmakokinetischen Parametervon Finasterid.
Leberfunktionsstörungen: Die Pharmakokinetik von Finasterid wurde bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion nicht untersucht.

Präklinische Daten

Die tierexperimentellen Untersuchungen mit oral verabreichtem Finasterid befassten sich im Wesentlichen mit den pharmakologischen Auswirkungen der 5-alpha-Reduktase-Hemmung.
Die intravenöse Verabreichung von Finasterid bei graviden Rhesusaffen in so hohen Dosen wie 800ng/d während der gesamten Zeit der embryonalen undfoetalenEntwicklung ergab bei männlichenFoetenkeine Missbildungen. Die verabreichte Dosis ist mindestens 750mal höher als die höchste Schätzung bezüglich der Finasterid-Exposition schwangerer Frauen durch die Samenflüssigkeit. AlsBestätigung der Relevanz des Rhesusmodells für die Entwicklung des menschlichenFoetenhatte die orale Verabreichung einer sehr hohen Dosis von Finasterid (2 mg/kg/d; dies entspricht dem 100-Fachen der empfohlenen Dosis für den Menschen oder dem ungefähr 12-Millionenfachen der höchsten Schätzung bezüglich der Finasterid-Exposition durch Samenflüssigkeit) bei graviden Affen Missbildungen am äusseren Genitale männlicherFoetenzu Folge. Es wurden keine anderen Missbildungen bei männlichenFoetenund keine Finasterid-bedingten Missbildungen bei weiblichenFoetenbei irgendeiner Dosierung des Arzneimittels beobachtet.

Sonstige Hinweise

Beeinflussung diagnostischer Methoden
Bei der Beurteilung von PSA-Werten ist zu beachten, dass diese bei Patienten, welche mitPropeciabehandelt werden, erniedrigt sind (siehe«Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit „EXP“ bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Verpackung verschlossen halten und vor Feuchtigkeit geschützt bei Raumtemperatur (15-30oC) aufbewahren.Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Hinweise für die Handhabung
Handhabung von zerbrochenen Tabletten
Zerdrückte oder zerbrochene TablettenPropeciasollten nicht von Frauen imgebährfähigenAlter gehandhabt werden (vgl. «Schwangerschaft/Stillzeit»).

Zulassungsnummer

54322 (Swissmedic)

Packungen

Aluminium-Blisterpackungen mit84Filmtabletten zu 1 mg. (B)

Zulassungsinhaberin

Organon GmbH,Luzern

Stand der Information

Oktober 2025        Suicidal Ideation-07/2025/RCN-100005223-CH

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