InteraktionenInteraktionen zwischen hormonalen Kontrazeptiva und anderen Arzneimitteln können zu Durchbruchblutungen führen und den kontrazeptiven Schutz beeinträchtigen. Nachfolgende Interaktionen wurden in der Literatur beschrieben (hauptsächlich mit kombinierten oralen Kontrazeptiva, vereinzelt aber auch mit reinen Gestagen-Kontrazeptiva).
Die gleichzeitige Anwendung von Enzyminduktoren wie Phenytoin, Barbituraten, Primidon, Carbamazepin, Rifampicin, Oxcarbazepin, Topiramat, Felbamat, Ritonavir, Nelfinavir, Griseofulvin und Hypericum (Johanniskraut)-Präparaten kann die Clearance von Sexualhormonen erhöhen.
Frauen, die kurzfristig mit einem solchen Arzneimittel behandelt werden, sollten während der Verwendung der Begleitmedikation sowie während 28 Tagen nach deren Absetzen zusätzlich zu Implanon ein barrierebildendes Kontrazeptivum verwenden.
Bei einer Langzeittherapie mit solchen Arzneimitteln sollte Implanon entfernt werden und ein anderes, nicht hormonales Kontrazeptivum verschrieben werden. Orale Kontrazeptiva können auch die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflussen. Dazu gehören: Analgetika, Antidepressiva, Antidiabetika, Antimalariamittel, Benzodiazepine, Betablocker, Cyclosporin, Kortikosteroide, Lamotrigin, orale Antikoagulantien und Theophyllin. Bei der Anwendung solcher Arzneimittel sollte die Patientin daher sorgfältig überwacht und die Produkteinformation des jeweiligen Arzneimittels gezielt auf mögliche Interaktionen überprüft werden.
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