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Information for professionals for bicaVera:Fresenius Medical Care (Schweiz) AG
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Dosierung/Anwendung

bicaVeraPeritonealdialyselösungendürfenausschliesslich intraperitoneal angewendet werden.
Die Art der Therapie (Therapiemodus), die Häufigkeit der Anwendung und die Verweilzeitwerdenvom behandelnden Arzt festgelegt.
Kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse (CAPD)
Übliche Dosierung
Soweit nicht anders verordnet, erhaltendie erwachsenenPatientenviermal täglich eine Infusion von2000 mlLösungproBeutelwechsel. Nach einer Verweilzeit von 2 bis 10 Stunden wird die Lösung abgelassen(„staysafe“-Applikationssystem).
Eine individuelleAnpassung von Dosierung, Volumen und Anzahl der Beutelwechselist in jedem Fall erforderlich.
Falls zu Beginn der Behandlung Dehnungsschmerzen auftreten, sollte das Volumen pro Wechsel anfänglich auf 500–1500 ml reduziert werden.
Bei grossenPatientenund bei Verlust der Restfunktion der Niere ist eingrößeres Lösungsvolumenerforderlich. Bei diesen Patienten oder bei Patienten, die grössere Volumina tolerieren, kann einVolumenvon2500ml pro Wechsel gegeben werden.
Kinder und Jugendliche
Bei Kindern ist dasLösungsvolumen pro Wechsel je nach Alter und Körperoberflächezuverschreiben.
Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 600–800 ml/m2Körperoberfläche pro Beutelwechsel mit 4 (manchmal 3 oder 5) Wechseln pro Tag. In Abhängigkeit von Verträglichkeit, Alter und Nierenrestfunktion kann die Menge auf bis zu1000-1200 ml/m2Körperoberfläche erhöht werden.
Automatisierte Peritonealdialyse (APD)
Wenn die intermittierende oder kontinuierliche zyklische Peritonealdialyse mit einer Maschine (sleep•safeCycler), durchgeführt wird, empfiehlt es sich,grössereBeutelvolumina(3000mloder 5000 ml)einzusetzen, die mehr als einen Lösungswechsel ermöglichen. Der Lösungswechsel mittelsCyclererfolgt gemässdes imCyclerabgespeicherten Behandlungsregimes.
Übliche Dosierung
Die Patienten verbringen typischerweise 8-10 Stunden pro Nacht amCycler. Das Verweilvolumen liegt zwischen 1500 bis 3000 ml und die Anzahl der Zyklen variiert zwischen 3 bis 10 pro Nacht. Die Menge der verwendeten Lösung liegt üblicherweise zwischen 10 bis 18 Litern, Mengen von 6 bis 30 Litern sind möglich. Die nächtlicheCycler-Behandlung wird üblicherweise mit 1-2 Wechseln am Tag kombiniert.
Kinder und Jugendliche
Das Lösungsvolumen pro Wechsel sollte bei 800-1000 ml/m2Körperoberfläche mit 5 bis 10 Wechseln pro Nacht liegen. In Abhängigkeit von Verträglichkeit, Alter und Nierenrestfunktion kann die Menge auf bis zu 1400 ml/m2Körperoberfläche erhöht werden.
Ältere Patienten
Für ältere Patienten gelten keine besonderen Dosierungsempfehlungen.
Therapiedauer
Die Peritonealdialyse stellt eine Langzeitbehandlung mit wiederholten Einzelanwendungen dar.
Kombinationstherapie
bicaVera1,5% Glucose,1.25/1.75 mmol/l Calciumkannje nach erforderlichem osmotischen Druck sequentiell in Kombination mit einer anderenPeritonealdialyselösunghöherer Glucosekonzentration (d.h. mit höherer Osmolarität) angewendetwerden.
bicaVera2,3% Glucose,1.25/1.75 mmol/l Calciumkann je nach gewünschtem erforderlichem osmotischen Druck sequentiell in Kombination mit einer anderenPeritonealdialyselösungniedrigerer oder höherer Glucosekonzentration (d.h. mit niedrigerer oder höherer Osmolarität) angewendetwerden.
bicaVera4,25% Glucose,1.25/1.75 mmol/l Calciumkann je nach gewünschtem erforderlichem osmotischen Druck sequentiell in Kombination mit einer anderenPeritonealdialyselösungniedrigerer Glucosekonzentration (d.h. mit niedrigerer Osmolarität) angewendetwerden.
Peritonealdialyselösungenmit einer höheren Glucosekonzentration (2,3% oder 4,25%) werden eingesetzt, wenn das Körpergewicht über dem gewünschten Trockengewicht liegt. Der Flüssigkeitsentzug aus dem Körper steigt mit der Glucosekonzentration in derPeritonealdialyselösungan. Diese Lösungen sollten vorsichtig eingesetzt werden, um das Bauchfell zu schonen, um Volumenmangelzustände zu vermeiden, und um dieGlucosebelastungso gering wie möglich zu halten.
bicaVera1,5%Glucose,1.25/1.75 mmol/l Calciumenthält in 1000 mlLösung15 g Glucose,bicaVera2,3% Glucose,1.25/1.75 mmol/l Calciumenthält in 1000 mlLösung22,73 g Glucose,bicaVera4,25% Glucose,1.25/1.75 mmol/l Calciumenthält in 1000 mlLösung42,5 g Glucose.
Bei Beachtung der Dosieranleitung werden bei jeder Anwendung bis zu 30 g resp. 45,46 g resp. 85 g Glucose dem Körper zugeführt.
Art der Anwendung
Sieheauch«Hinweise für die Handhabung».
Bevor der Patient die Peritonealdialyse eigenständig zu Hause durchführt, muss er gründlich ausgebildet werden;er muss die Anwendungstechnik einüben und die erforderliche Fertigkeit unter Beweis stellen. Das Training sollte durch geschultes Personal erfolgen. Der behandelnde Arzt muss sicherstellen, dass der Patient die erforderlichen Techniken ausreichend beherrscht, bevor er ihn die Peritonealdialyse zu Hause durchführen lässt. Beim Auftreten von Problemen und Unklarheiten sollte der behandelnde Arzt aufgesucht werden.
DiePeritonealdialysebehandlungsollte unter Einhaltung der verschriebenen Dosis täglich und solange durchgeführtwerden, wie eine Nierenersatztherapie erforderlich ist.
Kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse (CAPD):stay•safeBeutel
Die Lösung wird zuerst auf Körpertemperatur erwärmt. Für Beutel mit einem Volumen bis zu 3000 ml sollte dies mittels einer für diesen Zweck geeigneten Wärmeplatte erfolgen. Bei einer Ausgangstemperatur von 22 °C beträgt die Aufheizzeit für einen 2000 ml Beutel ca. 120 min. Die Temperaturregelung erfolgt automatisch und ist auf 39 °C+/-1 °C eingestellt. Genauere Angaben können der Gebrauchsanweisung der Wärmeplatte entnommen werden. Der Einsatz von Mikrowellengeräten ist wegen der Gefahr von lokalen Überhitzungen generell nicht empfehlenswert.
Dieangegebene Dosis wird mit Hilfe einesPeritonealdialysekathetersüber einen Zeitraum von 5-20 min in den Bauchraum infundiert.Nach Angabendes Arztes verbleibt die Lösung 2 bis 10 Stunden in der Bauchhöhle (Äquilibrierungszeit) und wird dann abgelassen.
Automatisierte Peritonealdialyse (APD):sleep•safeBeutel
Die Konnektoren der verordnetensleep•safeLösungsbeutel werden in die freiensleep•safeLadeschächte eingelegt. DerCyclerstellt automatisch eine Verbindung mit demsleep•safeSchlauchset her. DerCyclererkennt die mit Barcodes versehenen Lösungsbeutel und gibt Alarm, wenn die Beutel nicht mit dem imCyclerabgespeicherten Behandlungsregime übereinstimmen. Nach dieser Kontrolle kann das Schlauchset mit der Katheter-Verlängerung des Patientenkonnektiertund mit der Behandlung begonnen werden. Diesleep•safeLösung wird automatisch beim Durchfluss durch densleep•safeCyclerin die Bauchhöhle auf Körpertemperatur erwärmt. Verweildauer und Wahl der Glucose-Konzentrationen erfolgen gemässdem imCyclerabgespeicherten Behandlungsregime (genauere Angaben siehe Gebrauchsanweisung dessleep•safeCyclers).

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