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Information for professionals for Pamorelin LA 11,25 mg:Debiopharm Research & Manufacturing SA
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Zusammensetzung

Wirkstoffe
Triptorelin als Triptorelin-Embonat.
Hilfsstoffe
Poly(lactid-co-glycolid), Mannitol, Carmellose-Natrium*, Polysorbat 80.
Lösungsmittel: Wasser für Injektionszwecke.
*Die Menge an Natrium, die durch Carmellose-Natrium zugeführt wird, entspricht 2,3 mg pro Dosis.

Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension (i. m.; s.c. (nur für Männer mit Prostatakrebspatienten)). Jede Durchstechflasche mit Pulver enthält 11,25 mg Triptorelin. Nach Rekonstitution mit 2 ml Wasser für Injektionszwecke enthält die Suspension zur Injektion 5,625 mg Triptorelin pro ml.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Hormonabhängiges Prostatakarzinom im fortgeschrittenen Stadium.
Lokalisiertes hormonabhängiges Prostatakarzinom mit hohem Risiko oder lokal fortgeschrittenes Prostatakarzinom, das in Kombination mit einer Strahlentherapie behandelt wird (siehe "Klinische Wirksamkeit" ).
Zentrale Pubertas praecox (CPP) bei Kindern ab 2 Jahren mit Beginn der CPP vor Vollendung des 8. Lebensjahres bei Mädchen und des 9. Lebensjahres bei Knaben.

Dosierung/Anwendung

Pamorelin LA 11,25 mg darf nur von Ärzten oder medizinischem Fachpersonal angewendet werden.
Art der Anwendung
Pamorelin LA 11,25 mg ist intramuskulär zu injizieren oder subkutan (nur bei Männern mit Prostatakrebspatienten).
Da es sich bei Pamorelin LA 11,25 mg um eine Suspension von Mikrogranula handelt, ist eine intravasale Injektion unbedingt zu vermeiden. Die Injektionsstelle sollte in regelmässigen Abständen gewechselt werden.
Für die Herstellung der gebrauchsfertigen Injektionssuspension siehe "Sonstige Hinweise" , Rubrik "Art der Herstellung" .
Übliche Dosierung
Prostatakarzinom
Die übliche Dosierung ist eine intramuskuläre Injektion oder subkutane Injektion von Pamorelin LA 11,25 mg jeden alle 3 Monate (12 Wochen) unter ärztlicher Aufsicht.
Die Wirksamkeit der Behandlung kann durch die Bestimmung der Serumspiegel von Testosteron und prostataspezifischem Antigen (PSA) sowie durch subjektive Beurteilung (Verbesserung der Symptome wie Miktionsbeschwerden, Krebsschmerzen usw.) überprüft werden. Das Testosteron kann unmittelbar vor oder nach der Injektion bestimmt werden.
Zentrale Pubertas praecox
Die übliche Dosierung ist eine intramuskuläre Injektion von Pamorelin LA 11,25 mg jeden alle 3 Monate (12 Wochen) unter ärztlicher Aufsicht.
Die Behandlung von Kindern mit Pamorelin LA 11,25 mg sollte unter der allgemeinen Aufsicht eines Facharztes für pädiatrische Endokrinologie, eines Kinderarztes oder Endokrinologen mit Erfahrung in der Behandlung von zentraler Pubertas praecox erfolgen.
Um die Behandlung zu überwachen, sollten 1 bis 2 Monate nach der Injektion der ersten Dosis und anschliessend nach Ermessen des behandelnden Arztes geeignete Hormonbestimmungen durchgeführt werden. Die Körpergrösse des Kindes sollte alle 3 bis 6 Monate gemessen werden. Ausserdem sollte eine regelmässige Überwachung des Knochenalters durchgeführt werden.
Die Behandlung muss bei Mädchen vor dem Alter von 11 Jahren und bei Knaben vor dem Alter von 12 Jahren beendet werden.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Pädiatrische Population
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Pamorelin LA 11,25 mg bei Kindern unter 2 Jahren wurden nicht untersucht. Eine Verwendung in dieser Altersgruppe wird daher nicht empfohlen.
Ältere Patienten
Eine altersabhängige Anpassung der Dosis ist nicht erforderlich.
Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion
Bei Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion ist keine Anpassung der Dosierung erforderlich.
Patienten mit beeinträchtigter Leberfunktion
Bei Patienten mit beeinträchtigter Leberfunktion ist keine Anpassung der Dosierung erforderlich.

Kontraindikationen

Allgemeine Kontraindikationen
Schwangerschaft und Stillzeit (siehe "Schwangerschaft, Stillzeit" ).
Überempfindlichkeit gegen Triptorelin, andere GnRH-Analoga oder einen der Hilfsstoffe in der Zusammensetzung.
Prostatakarzinom
Pamorelin LA 11,25 mg darf nicht angewendet werden, wenn es Hinweise gibt, dass der Tumor nicht hormonabhängig ist, oder nach einer chirurgischen Kastration.
Pamorelin LA 11,25 mg ist bei Patienten mit einer Rückenmarkskompression durch Metastasen eines Prostatakarzinoms kontraindiziert.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Allgemeine Warnhinweise
Überempfindlichkeitsreaktionen:
Kurz nach der Injektion von Pamorelin LA 11,25 mg wurden einige seltene allergische Reaktionen beobachtet. Es wurden seltene Fälle von anaphylaktischem Schock und angioneurotischem Ödem nach der Gabe von Triptorelin beschrieben.
Hypophysenapoplexie:
Bei Patienten unter Behandlung mit GnRH-Agonisten wurden seltene Fälle von Hypophysenapoplexie beschrieben (klinisches Syndrom als Folge eines Hypophyseninfarkts). Die meisten Fälle traten innerhalb von zwei Wochen auf, einige innerhalb einer Stunde nach der ersten Injektion. Eine Hypophysenapoplexie äusserte sich durch plötzliche Kopfschmerzen, Erbrechen, Sehstörungen, Lähmung der Augenmuskeln, veränderten Geisteszustand und mitunter durch kardiovaskulären Kollaps.
Sofortige medizinische Massnahmen sind unerlässlich.
Bei den meisten betroffenen Patienten ist bereits ein Hypophysenadenom aufgetreten. Daher sollte bei einem bekannten Hypophysenadenom kein GnRH-Agonist verabreicht werden.
Stimmungsschwankungen/Depression:
Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen (einige davon schwer) wurden unter der Behandlung mit Triptorelin berichtet. Seltene Fälle von Suizidgedanken oder Suizidversuchen wurden auch unter der Behandlung mit anderen GnRH-Analoga berichtet. Patienten mit Depression (auch in der Anamnese) sind daher während der Behandlung mit Pamorelin LA 11,25 mg engmaschig zu überwachen. Die Patienten sind auf das Risiko des Auftretens solcher Symptome (und auf die Möglichkeit der Verschlimmerung einer vorbestehenden Depression) hinzuweisen.
Schwere medikamentenbedingte Hautreaktionen (SCARs – Severe Cutaneous Adverse Reactions):
Das Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), die toxische epidermale Nekrolyse (TEN), das Drug Reaction with Eosinophilia and Systemic Symptoms (DRESS) sowie die akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP), einschliesslich Fällen mit Organbeteiligung und/oder solchen, die eine Hauttransplantation erfordern, die lebensbedrohlich oder tödlich verlaufen können, wurden im Zusammenhang mit der Behandlung mit Triptorelin berichtet (siehe Abschnitt "Unerwünschte Wirkungen" ).
Die Patienten müssen über die Anzeichen und Symptome schwerer unerwünschter Hautreaktionen aufgeklärt werden und sollten bei Auftreten jeglicher verdächtiger Anzeichen oder Symptome unverzüglich ihren Arzt konsultieren. Treten Anzeichen und Symptome auf, die auf solche Reaktionen hindeuten, muss Triptorelin sofort abgesetzt und eine alternative Behandlung in Betracht gezogen werden (falls zutreffend).
Wenn bei einem Patienten während der Anwendung von Triptorelin eine schwere unerwünschte Hautreaktion wie SJS, TEN, DRESS oder AGEP aufgetreten ist, darf die Behandlung mit Triptorelin bei diesem Patienten unter keinen Umständen wieder aufgenommen werden.
Bei Kindern kann das erstmalige Auftreten eines Hautausschlags mit einer Infektion verwechselt werden. Ärzte sollten bei Kindern, die während der Behandlung mit Triptorelin Symptome wie Hautausschlag und Fieber entwickeln, die Möglichkeit einer Reaktion auf Triptorelin in Betracht ziehen.
Pseudotumor cerebri (PTC) / Benigne intrakranielle Hypertonie (BIH)
Es wurden Fälle von Pseudotumor cerebri/benigner intrakranieller Hypertonie bei Frauen und Kindern berichtet, die GnRH-Analoga wie Triptorelin erhielten.
Die Patienten müssen überwacht werden, um alle Anzeichen oder Symptome von PTC/BIH zu erkennen, insbesondere Kopfschmerzen, Tinnitus, Schwindel, Übelkeit, Schmerzen hinter den Augen oder bei Augenbewegungen, Papillenödem, verschwommenes Sehen, Diplopie und Sehverlust (der in sehr seltenen Fällen irreversibel sein kann, wenn der Pseudotumor des Gehirns/die BIIH nicht rasch diagnostiziert und behandelt wird). Bei Verdacht auf ein Papillenödem oder Sehstörungen ist umgehend ein Augenarzt aufzusuchen. Wird eine PTC/BIH bestätigt, muss der Patient gemäss den etablierten Behandlungsrichtlinien behandelt und die Anwendung von Triptorelin endgültig abgebrochen werden.
Krampfanfälle:
Unter der Behandlung mit GnRH-Analoga wurde über das Auftreten von Krampfanfällen berichtet, insbesondere bei Frauen und Kindern. Einige dieser Patienten wiesen Risikofaktoren für Krampfanfälle auf (wie Epilepsie in der Vorgeschichte, intrakranielle Tumore oder gleichzeitige Behandlung mit Arzneimitteln, von denen bekannt ist, dass sie mit einem Risiko für Reaktionen in Form von Krampfanfällen einhergehen). Es wurden aber auch Fälle von Krampfanfällen bei Patienten gemeldet, die keine derartigen Risikofaktoren aufwiesen.
Patienten unter Antikoagulation:
Bei Patienten unter Antikoagulation ist besondere Vorsicht geboten, da das Risiko eines Hämatoms an der Injektionsstelle besteht.
Weitere Vorsichtsmassnahmen:
Parästhesien und schwere Migräne sind selten. In schweren oder rezidivierenden Fällen ist die Behandlung zu unterbrechen.
Bei Patienten, die mit GnRH-Analoga behandelt wurden, wurde ein Anstieg der Lymphozytenzahl beschrieben.
Prostatakarzinom
Wie andere GnRH-Agonisten bewirkt auch Triptorelin einen vorübergehenden Anstieg des zirkulierenden Testosteronspiegels innerhalb der ersten Woche nach der ersten Injektion der Depotform des Wirkstoffs. Dies ist auch möglich, wenn der Abstand zwischen zwei Injektionen > 12 Wochen beträgt. Im Gegensatz zum Abfall des Testosteronspiegels nach einer Orchiektomie kann es bei einem geringen Prozentsatz der Patienten (< 5 %) zu einem anfänglichen Anstieg des zirkulierenden Testosteronspiegels und dadurch bedingt zu einer vorübergehenden Verschlechterung der Anzeichen und Symptome eines Prostatakarzinoms kommen. Dies äussert sich meist in einer Verstärkung der Krebsschmerzen, hauptsächlich durch eine Neuropathie, Hämaturie und Knochenschmerzen, die durch eine symptomatische Behandlung unter Kontrolle gebracht werden können. In Einzelfällen kann es zu einer Verschlimmerung der Symptome kommen, entweder zu einer Obstruktion des Harnleiters oder des Blasensphinkters oder zu einer Rückenmarkskompression durch Metastasen, was mit Lähmungen mit oder ohne tödlichen Verlauf einhergehen kann.
Wenn eine Rückenmarkskompression oder Nierenversagen auftritt, ist eine Standardbehandlung dieser Komplikationen einzuleiten und allenfalls eine notfallmässige Orchiektomie in Betracht zu ziehen. Eine gewissenhafte Kontrolle ist daher in den ersten Behandlungswochen unerlässlich, besonders bei Patienten mit Wirbelsäulenmetastasen und/oder Harnwegsobstruktion.
In der Anfangsphase der Behandlung sollte die gleichzeitige Gabe eines Antiandrogens in Betracht gezogen werden, um den anfänglichen Anstieg des Serumtestosteronspiegels zu kompensieren und einer Verschlechterung der klinischen Symptomatik vorzubeugen.
Osteoporose/Knochendichte:
Die Gabe von synthetischen GnRH-Analoga bei der Behandlung eines Prostatakarzinoms kann zu Knochenschwund bis hin zur Osteoporose führen und dadurch das Risiko von Knochenbrüchen erhöhen. Die Folge kann eine falsche Diagnose von Knochenmetastasen sein. Besondere Vorsicht ist bei Patienten geboten, die zusätzliche Risikofaktoren für Osteoporose aufweisen, wie chronischer Alkoholabusus, Rauchen, Unterernährung, positive Familienanamnese für Osteoporose oder eine Langzeitbehandlung mit Arzneimitteln, welche die Knochendichte reduzieren (wie Kortikosteroide oder Antiepileptika).
Diabetesrisiko/kardiovaskuläres Risiko:
Epidemiologische Studien zeigten metabolische Veränderungen (z.B. gestörte Glukosetoleranz, Fettleber), oder ein erhöhtes Risiko für Diabetes mellitus und/oder kardiovaskuläre Erkrankungen bei Männern, die mit GnRH-Agonisten behandelt wurden. Daher sollten Patienten mit Hypertonie, Hyperlipidämie oder kardiovaskulären Erkrankungen während der Behandlung mit Triptorelin auf dieses Risiko hin überwacht werden.
Wirkung auf das QT/QTc-Intervall:
Langfristiger Androgen-Entzug kann das QT-Intervall verlängern. Daher sind Patienten mit QT-Verlängerung, Elektrolytstörungen oder Herzinsuffizienz zu überwachen. Die gleichzeitige Anwendung von Triptorelin mit Arzneimitteln, die bekanntermassen das QT-Intervall verlängern oder Torsade de Pointes auslösen können, wie Antiarrhythmika der Klasse IA (z.B. Chinidin, Disopyramid) oder der Klasse III (z.B. Amiodaron, Sotalol), ist mit Vorsicht zu erwägen.
Anämie Risiko:
Aufgrund des Androgenentzugs kann die Behandlung mit GnRH-Analoga das Risiko einer Anämie erhöhen. Dieses Risiko sollte bei behandelten Patienten beurteilt und entsprechend überwacht werden.
Warnhinweise im Zusammenhang mit der Behandlung von zentraler Pubertas praecox
Die Diagnose PPC ist vor Beginn der Behandlung durch geeignete Hormonbestimmungen (z.B. GnRH-Stimulationstest) und das nachweisliche Vorhandensein entsprechender klinischer Symptome zu bestätigen.
Eine Pseudopubertas praecox (Hyperplasie oder Tumor der Nebennieren oder der Gonaden) und eine Gonadotropin-unabhängige Pubertas praecox (Testotoxikose, familiäre Leydig-Zell-Hyperplasie) sind auszuschliessen, ebenso wie das Vorhandensein eines intrakraniellen Tumors. Es liegen keine Daten zur Anwendung von Pamorelin 11,25 mg bei pädiatrischen Patienten mit intrakraniellem Tumor vor. Daher muss in diesem Fall eine sorgfältige individuelle Risiko-Nutzen-Bewertung vorgenommen werden.
Bei Mädchen muss vor der Verschreibung von Triptorelin bestätigt werden, dass die Patientin nicht schwanger ist.
Im ersten Monat der Behandlung bei Mädchen kann die anfängliche Stimulation der Eierstöcke, gefolgt von der durch die Behandlung induzierten Suppression des Östrogenspiegels, zu leichten bis mittelstarken vaginalen Blutungen führen. Die Eltern sind auf das mögliche Auftreten solcher Blutungen hinzuweisen. Bei anhaltenden Blutungen ist ein Arzt hinzuzuziehen.
Epiphysiolyse:
Nach Absetzen der Behandlung kann es zu einer Epiphysiolyse der Hüfte kommen, gegebenenfalls als Folge der Schwächung des Epiphysenfugenknorpels aufgrund der niedrigen Östrogenkonzentrationen während der Behandlung und der erhöhten Wachstumsgeschwindigkeit nach dem Absetzen der Behandlung, was eine Verschiebung der Epiphysen begünstigt.
Knochendichte:
Die Behandlung mit GnRH-Agonisten kann zu einer Abnahme der Knochenmineraldichte (KMD) führen. Nach Absetzen der Behandlung bleibt jedoch die anschliessende Knochenmasse erhalten und der Höhepunkt der Zunahme der Knochenmasse am Ende der Pubertät scheint durch die Behandlung nicht beeinflusst zu werden. Es gibt jedoch keine Langzeitdaten über die Entwicklung der Knochenmineraldichte nach Absetzen einer Triptorelin-Behandlung bei Kindern.
Sonstige Vorsichtsmassnahmen bei Kindern
Nach Beendigung der Behandlung setzt die pubertäre Entwicklung wieder ein.
Die Daten zur Fertilität von Patienten, die in der Kindheit mit GnRH-Analoga behandelt wurden, sind nach wie vor begrenzt. Bei den meisten Mädchen setzt die Menarche etwa 1 Jahr nach dem Ende der Behandlung ein.
Pharmazeutische Hilfsstoffe von besonderem Interesse
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosis, d.h. es ist nahezu "natriumfrei" .

Interaktionen

Pharmakodynamische Interaktionen
Wenn Triptorelin zusammen mit Arzneimitteln angewendet wird, welche die hypophysäre Sezernierung von Gonadotropinen beeinflussen, ist besondere Vorsicht geboten, und es wird empfohlen, den Hormonstatus der Patienten zu überwachen.
Pharmakokinetische Interaktionen
Die Wahrscheinlichkeit einer Beteiligung von Cytochrom-P450(CYP)-Enzymen am Stoffwechsel und an der Elimination von Triptorelin ist gering. Darüber hinaus haben In-vitro-Daten gezeigt, dass Triptorelin weder ein CYP-Inhibitor oder -Induktor noch ein Substrat oder Inhibitor von P-Glykoprotein (P-gp) ist. Daher sind pharmakokinetische Interaktionen mit Triptorelin unwahrscheinlich.

Schwangerschaft, Stillzeit

Schwangerschaft
Es sind keine Studien bei schwangeren Frauen durchgeführt worden. Triptorelin ist während der Schwangerschaft kontraindiziert, da die Anwendung von GnRH-Agonisten mit einem Risiko für Fehlgeburt oder fetale Anomalien verbunden ist.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Triptorelin in die Muttermilch übergeht oder die Produktion von Muttermilch beeinflussen kann. Triptorelin ist während der Stillzeit kontraindiziert.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt.
Verschiedene Nebenwirkungen wie Apathie, Krampfanfälle und Sehstörungen können jedoch die Reflexe abschwächen und die Fähigkeit zum Führen eines Kraftfahrzeugs und zum Bedienen von Werkzeugen oder Maschinen beeinträchtigten.

Unerwünschte Wirkungen

Allgemein
Kurz nach der Injektion von Pamorelin LA 11,25 mg wurden einige seltene allergische Reaktionen festgestellt, die sich unter der üblichen Behandlung zurückbildeten.
Die häufigsten Nebenwirkungen, die unter der Behandlung mit Triptorelin beobachtet wurden, waren auf seine erwarteten physiologischen Effekte zurückzuführen: anfänglicher Anstieg des Testosteronspiegels, gefolgt von einer fast vollständigen Suppression des Testosterons.
Prostatakarzinom
Aufgrund des vorübergehenden Anstiegs des Testosteronspiegels kann es 7 bis 10 Tage nach der ersten Injektion zu einer Verstärkung der Krebsschmerzen kommen (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ). Diese Schmerzen gehen gewöhnlich zurück, sobald das Karzinom auf die Behandlung anspricht. Es kann eine vorübergehende Behandlung mit einem Antiandrogen in Betracht gezogen werden.
Die am häufigsten beobachteten Wirkungen waren Hitzewallungen (70 %), Knochenschmerzen (26 %) und eine Atrophie der Genitalien (12 %).
Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurden in klinischen Studien oder im Rahmen der Pharmakovigilanz berichtet. Entsprechend ihrer Häufigkeit werden die folgenden unerwünschten Wirkungen wie folgt klassifiziert: sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, < 1/10); gelegentlich (≥1/1000, < 1/100); selten (≥1/10'000, < 1/1000);, nicht bekannt (beruht hauptsächlich auf spontanen Meldungen aus der Marktüberwachung, die genaue Häufigkeit kann nicht angegeben werden).
Tabelle 1 Unerwünschte Wirkungen bei erwachsenen Männern

                      Systemorganklasse     Unerwünschte Wirkung  Häufigkeit unbekannt
                      en                     / Zusätzliche
                                            unerwünschte Ereigni
                                            sse nach der Marktei
                                            nführung
Sehr Häufig           Häufig                Gelegentlich          Selten
Infektionen und                             Harnwegsinfektionen                                               
parasitäre Erkrankun                                                                                          
gen                                                                                                           
Gutartige, bösartige                        Vorübergehender                                                   
 und nicht spezifizi                        Tumor-Flare                                                       
erte Neubildungen                                                                                             
(einschl. Zysten                                                                                              
und Polypen)                                                                                                  
Erkrankungen des                                                  Thrombozytose         Lymphadenopathie      Anämie
Blutes und des                                                                                                
Lymphsystems                                                                                                  
Erkrankungen des                                                  Überempfindlichkeits                        
Immunsystems                                                      reaktionen (siehe                           
                                                                  auch "Warnhinweise                          
                                                                  und Vorsichtsmassnah                        
                                                                  men" ).                                     
Endokrine Erkrankung                                                                                          Während der Post-Mar
en                                                                                                            keting-Phase wurden
                                                                                                              seltene Fälle von
                                                                                                              Hypophysenapoplexie
                                                                                                              beschrieben (siehe
                                                                                                              "Warnhinweise und
                                                                                                              Vorsichtsmassnahmen"
                                                                                                               ).
Stoffwechsel- und                           Anstieg der alkalisc  Hyperglykämie,                              
Ernährungsstörungen                         hen Phosphatase,      Anstieg des Harnstof                        
                                            Hyperurikämie         f-Stickstoffs,                              
                                                                  Diabetes, Anstieg                           
                                                                  des nicht aus                               
                                                                  Proteinen stammenden                        
                                                                   Stickstoffgehalts                          
                                                                  im Blut (Azotämie),                         
                                                                  Gewichtszunahme                             
Psychiatrische                              Stimmungsschwankunge  Nervosität, Amnesie,                        
Erkrankungen                                n, verminderte         Euphorie                                   
                                            Libido, Depression                                                
Erkrankungen des                            Kopfschmerzen,        Parästhesie, Schläfr  Migräne, Dysgeusie,   Krampfanfälle;
Nervensystems                               Schwindelanfälle,     igkeit, Synkope       Rückenmarkskompressi  
                                            Schlaflosigkeit                             on, Hypästhesie       
Augenerkrankungen                           Augenschmerzen,                             Sehstörungen,         
                                            Bindehautentzündung                         Stauungspapille,      
                                                                                        Gesichtsfeldstörunge  
                                                                                        n                     
Erkrankungen des                                                  Tinnitus                                    
Ohrs und des Labyrin                                                                                          
ths                                                                                                           
Herzerkrankungen                                                                        Myokardiale Ischämie  Verlängertes QT-Inte
                                                                                                              rvall
Gefässerkrankungen    Hitzewallungen (70    Hypertonie            Hypotonie, tiefe                            
                      %)                                          Venenthrombose,                             
                                                                  Lungenembolie                               
Erkrankungen der                            Husten, Dyspnoe,      Rhinitis                                    
Atemwege, des                               Pharyngitis                                                       
Brustraums und                                                                                                
Mediastinums                                                                                                  
Erkrankungen des                            Bauchschmerzen,       Erbrechen, Tenesmus,                        
Gastrointestinaltrak                        Übelkeit, Obstipatio   gastroösophagealer                         
ts                                          n, Durchfall,         Reflux                                      
                                            Dyspepsie                                                         
Leber und Gallenerkr                        Störung der Leberfun  Cholestatische                              
ankungen                                    ktion                 Hepatitis                                   
Erkrankungen der                            Exanthem              Vermehrtes Schwitzen  Urtikaria, Photosens  Stevens-Johnson-Synd
Haut und des Unterha                                              , Alopezie, analer    ibilisierungsreaktio  rom (SJS), toxische
utgewebes                                                         Juckreiz, Ekzem,      nen                   epidermale Nekrolyse
                                                                  bullöser Hautausschl                         (TEN), Arzneimittel
                                                                  ag                                          reaktion mit Eosinop
                                                                                                              hilie und systemisch
                                                                                                              en Symptomen (DRESS)
                                                                                                              , akute generalisier
                                                                                                              te exanthematische
                                                                                                              Pustulose (AGEP),
                                                                                                              exfoliative Dermatit
                                                                                                              is, bullöse Dermatit
                                                                                                              is, Erythema multifo
                                                                                                              rme.
Skelettmuskulatur-,   Knochenschmerzen      Rückenschmerzen,      Arthrose, Muskelschw  Pathologische         
Bindegewebs- und      (26 %)                Schmerzen in den      äche                  Frakturen             
Knochenerkrankungen                         Beinen, Arthralgie,                                               
                                            Myalgie, Muskelkrämp                                              
                                            fe in den unteren                                                 
                                            Gliedmassen                                                       
Erkrankungen der                            Dysurie, Harnverhalt  Pollakisurie,                               
Nieren und Harnwege                                               Nykturie, Funktionss                        
                                                                  törungen der Harnröh                        
                                                                  re, Harninkontinenz,                        
                                                                   Nierenschmerzen,                           
                                                                  Hämaturie, Nierenfun                        
                                                                  ktionsstörung                               
Erkrankungen der      Volumenabnahme der    Impotenz, Gynäkomast  Prostatabeschwerden,                        
Geschlechtsorgane     Genitalien (12 %)     ie, Brustdrüsenschme   Hodenbeschwerden,                          
und der Brustdrüse                          rzen                  Entzündung der                              
                                                                  Brustdrüse                                  
Allgemeine Erkrankun                        Schmerzen, Müdigkeit  Unwohlsein, Verschli  Perineale Schmerzen   
gen und Beschwerden                         , Brustkorbschmerzen  mmerung postoperativ                        
am Verabreichungsort                        , Asthenie, (idiopat  er Probleme, Entzünd                        
                                            hische) Ödeme,        ungen und andere                            
                                            Schmerzen an der      Reaktionen an der                           
                                            Injektionsstelle      Injektionsstelle                            

Sicherheit bei pädiatrischen Patienten (zentrale Pubertas praecox)
Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurden bei der Anwendung von Triptorelin-Präparaten im Rahmen von klinischen Studien oder der Pharmakovigilanz berichtet. Entsprechend ihrer Häufigkeit werden unerwünschte Wirkungen wie folgt klassifiziert: sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, < 1/10); gelegentlich (≥1/1000, < 1/100); selten (≥1/10'000, < 1/1000), nicht bekannt (beruht hauptsächlich auf spontanen Meldungen aus der Marktüberwachung, die genaue Häufigkeit kann nicht angegeben werden).
Table 2 Unerwünschte Wirkungen bei Kindern und Jugendlichen

               Systemorganklasse     Unerwünschte Wirkung  Häufigkeit unbekannt
                      en                     / Zusätzliche
                                            unerwünschte Ereigni
                                            sse nach der Marktei
                                            nführung
Sehr Häufig           Häufig                Gelegentlich          Selten
Erkrankungen des                            Überempfindlichkeits                                              Anaphylaktischer
Immunsystems                                reaktionen (siehe                                                 Schock, angioneuroti
                                            auch "Warnhinweise                                                sches Ödem
                                            und Vorsichtsmassnah                                              
                                            men" ).                                                           
Endokrine Störungen                                                                                           Erhöhter Prolaktinsp
                                                                                                              iegel
Stoffwechsel- und                           Gewichtszunahme       Adipositas                                  
Ernährungsstörungen                                                                                           
Psychiatrische                                                    Stimmungsschwankunge                        Depression, Nervosit
Erkrankungen                                                      n                                           ät, emotionale
                                                                                                              Labilität
Erkrankungen des                            Kopfschmerzen                                                     Krampfanfälle,
Nervensystems                                                                                                 idiopathische
                                                                                                              intrakranielle
                                                                                                              Hypertension (Pseudo
                                                                                                              tumor cerebri)
Augenerkrankungen                                                 Sehstörungen                                Störungen des
                                                                                                              Gesichtsfeldes
Gefässerkrankungen                          Hitzewallungen                                                    Hypertonie
Erkrankungen der                                                  Epistaxis                                   
Atemwege, des                                                                                                 
Brustraums und                                                                                                
Mediastinums                                                                                                  
Erkrankungen des                            Bauchschmerzen        Übelkeit, Obstipatio                        
Gastrointestinaltrak                                              n, Erbrechen                                
ts                                                                                                            
Erkrankungen der                            Akne                  Pruritus, Urtikaria,                        Stevens-Johnson-Synd
Haut und des Unterha                                               Hautausschlag                              rom (SJS), toxische
utgewebes                                                                                                     epidermale Nekrolyse
                                                                                                               (TEN), Arzneimittel
                                                                                                              reaktion mit Eosinop
                                                                                                              hilie und systemisch
                                                                                                              en Symptomen (DRESS)
                                                                                                              , akute generalisier
                                                                                                              te exanthematische
                                                                                                              Pustulose (AGEP),
                                                                                                              exfoliative Dermatit
                                                                                                              is, bullöse Dermatit
                                                                                                              is, Erythema multifo
                                                                                                              rme.
Skelettmuskulatur-,                                               Nackenschmerzen                             Myalgie
Bindegewebs- und                                                                                              
Knochenerkrankungen                                                                                           
Erkrankungen der      Vaginalblutungen                            Brustdrüsenschmerzen                        
Geschlechtsorgane     11% (einschliesslich                                                                    
und der Brustdrüse     vaginaler Blutung,                                                                     
                      Abbruchblutung,                                                                         
                      Uterusblutung,                                                                          
                      vaginalem Ausfluss,                                                                     
                      vaginaler Blutung                                                                       
                      einschliesslich                                                                         
                      Schmierblutung)                                                                         
Allgemeine Erkrankun                        Reaktion an der                                                   Unwohlsein
gen und Beschwerden                         Injektionsstelle                                                  
am Verabreichungsort                        (einschliesslich                                                  
                                            Schmerzen an der                                                  
                                            Injektionsstelle,                                                 
                                            Erythem und Entzündu                                              
                                            ng)                                                               

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

Überdosierung

Die pharmakologischen Eigenschaften von Triptorelin machen eine versehentliche oder absichtliche Überdosierung unwahrscheinlich. Tierversuche zeigen, dass auch bei höheren Dosen von Triptorelin keine anderen als die erwarteten therapeutischen Auswirkungen auf die Konzentration der Sexualhormone und das Fortpflanzungssystem auftreten.
Behandlung
Eine mögliche Überdosierung ist symptomatisch zu behandeln.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code
L02AE04
Wirkungsmechanismus
Durch den Ersatz der Aminosäure Glycin durch D-Tryptophan an Position 6 von Gonadorelin entsteht ein Agonist, dessen biologische Aktivität stärker ist als die des natürlichen Hormons Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH). Diese erhöhte Wirkung kann auf eine verstärkte Affinität für die Hypophysen Rezeptoren und eine langsamere Inaktivierung im Zielgewebe zurückgeführt werden.
Pharmakodynamik
Bei der einmaligen und intermittierenden Gabe von GnRH wird die Freisetzung von LH und FSH aus der Hypophyse stimuliert. Bei einer kontinuierlichen Dosisgabe hingegen, wie sie bei der verzögerten Freisetzung nach Injektion von Pamorelin LA 11,25 mg erfolgt, kann ein "paradoxer" Effekt beobachtet werden: Die Plasmaspiegel von LH, FSH, Testosteron und Östrogenen/Progesteron sinken nach einem vorübergehenden Anstieg zu Beginn der Behandlung innerhalb von 2–4 Wochen bis auf Kastrationsniveau ab. Dies führt zu einer Atrophie der akzessorischen Geschlechtsdrüsen. Diese Auswirkungen sind nach Beendigung der medikamentösen Behandlung in der Regel reversibel.
Die Derivate Triptorelin-Embonat und -Acetat sind in Bezug auf Pharmakodynamik und Toxizität gleichwertig und austauschbar.
Bei Kindern mit Pubertas praecox führt die Hemmung der gonadotropen Hyperaktivität der Hypophyse zu einem Abfall des LH-Spiegels laut GnRH (oder GnRH-Agonist)-Stimulationstest und zur Suppression der Östradiol- und Testosteronsezernierung bei Mädchen bzw. Knaben. Es ist zu erwarten, dass nach Absetzen der Behandlung mit Triptorelin die physiologischen Reifungsprozesse wieder einsetzen, sobald die Gonadotropine wieder präpubertäre Werte erreicht haben.
Klinische Wirksamkeit
Hormonabhängiges Prostatakarzinom im fortgeschrittenen Stadium
Pamorelin LA 11,25 mg wurde in Südafrika in einer randomisierten kontrollierten Studie an 346 Männern mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom untersucht, von denen 48 % Kaukasier, 38 % Schwarze und 15 % andere ethnische Gruppen waren. Ihr Alter reichte von 45 bis 96 Jahren (Durchschnittsalter 71 Jahre).
Diese Patienten erhielten entweder Pamorelin LA 11,25 mg (n = 174) alle 84 Tage mit insgesamt 3 Dosen (maximale Behandlungsdauer: 252 Tage) oder Pamorelin LA 3,75 mg (n = 172) alle 28 Tage mit insgesamt 9 Dosen. Die wichtigsten Parameter waren das Erreichen des Kastrationsniveaus nach 29 Tagen und dessen Beibehaltung von Tag 57 bis 253.
Die dem Niveau nach Kastration entsprechenden Serumtestosteronspiegel (≤1,735 nmol/l) wurden an Tag 29 bei 167 von 171 mit Pamorelin LA 11,25 mg behandelten Patienten (97,7 %) erreicht.
Die dem Niveau nach Kastration entsprechenden Testosteronspiegel im Serum von Tag 57 bis 253 wurden bei 94,4 % der mit Pamorelin LA 11,25 mg behandelten Patienten aufrechterhalten.
Hormonabhängiges Prostatakarzinom, lokalisiert mit hohem Risiko oder lokal fortgeschritten, in Kombination mit Strahlentherapie behandelt
In einer randomisierten klinischen Studie der Phase III (EORTC 22961) mit 970 Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom (hauptsächlich T2c-T4, mit Patienten im Stadium T1c bis T2b mit Befall der regionären Lymphknoten), die mit Strahlentherapie behandelt wurden, erhielten 483 Patienten eine kurze (6 Monate) kombinierte Androgen-Suppression und 487 Patienten eine lange (3 Jahre) kombinierte Androgen-Suppression. Insgesamt betrug die Gesamtmortalität nach 5 Jahren 19 % in der Gruppe "kurze Hormontherapie" und 15,2 % in der Gruppe "lange Hormontherapie" , was einem relativen Risiko von 1,42 entspricht. Die spezifisch auf Prostatakarzinom zurückzuführende 5-Jahres-Mortalität betrug 4,78 % in der Gruppe "kurze Hormontherapie" und 3,2 % in der Gruppe "lange Hormontherapie" , was einem relativen Risiko von 1,71 entspricht.
Zentrale Pubertas praecox:
In einer nicht vergleichenden klinischen Studie erhielten 44 Kinder mit zentraler Pubertas praecox (39 Mädchen und 5 Knaben) 2 intramuskuläre Injektionen von Pamorelin LA 22,5 mg im Abstand von 6 Monaten und wurden 12 Monate (48 Wochen) lang überwacht. Die Suppression der stimulierten LH-Konzentrationen bis auf präpubertäre Werte wurde nach 6 bzw. nach 12 Monaten bei 93 % bzw. 98 % der Teilnehmenden erreicht. Nachfolgend wurden eine Rückbildung oder Stabilisierung der sekundären Geschlechtsmerkmale sowie eine Verlangsamung der beschleunigten Knochenreifung und des Wachstums beobachtet. Nach 6 Monaten Behandlung erreichten über 90 % der Mädchen und 3 der 5 Knaben LH-Werte, die einem präpubertären Niveau entsprachen.
Angesichts der sehr geringen Anzahl von Knaben, die in die Studie einbezogen wurden, sind mögliche geschlechtsspezifische Unterschiede im Ansprechen auf die Behandlung nicht auszuschliessen.

Pharmakokinetik

Absorption
Nach einer einzigen intramuskulären Injektion von Pamorelin LA 11,25 mg bei Patienten mit Prostatakarzinom betrug die mittlere Tmax 2 (2–6) Stunden und die Cmax 37,1 (22,4–57,4) ng/ml. Nach wiederholten Injektionen alle 12 Wochen wurde keine Akkumulation beobachtet.
Distribution
Nach intravenöser Bolusgabe entspricht die Distribution von Triptorelin einem 3-Kompartiment-Modell mit Halbwertszeiten von 6 Minuten, 45 Minuten und 3 Stunden. Das Distributionsvolumen entspricht ungefähr 30 Litern im Steady-State. In klinisch relevanten Konzentrationen wird Triptorelin nicht an Plasmaproteine gebunden.
Metabolismus
Beim Menschen wurden keine Metaboliten von Triptorelin gefunden. Die pharmakokinetischen Daten beim Menschen zeigen aber, dass die durch Gewebezerstörung entstehenden C-terminalen Fragmente entweder vollständig im Gewebe zerstört oder schnell und endgültig im Plasma zerstört oder über die Nieren ausgeschieden werden. Eine Beteiligung der CYP450-Enzyme am Metabolismus ist unwahrscheinlich.
Elimination
Triptorelin wird über die Leber und Nieren ausgeschieden. Nach i. v. Injektion von 0,5 mg Triptorelin wurden 42 % dieser Dosis als nicht metabolisiertes Triptorelin im Urin ausgeschieden.
Die Gesamt-Clearance von Triptorelin liegt bei etwa 200 ml/min und die terminale Halbwertszeit bei 2,8 Stunden.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Pädiatrische Population
Es liegen nur begrenzte pharmakokinetische Daten bei pädiatrischen Patienten vor. Die Cmax und Tmax unterscheiden sich nicht signifikant von denen der Erwachsenen.
Ältere Patienten
Der Einfluss des Alters auf die Pharmakokinetik von Triptorelin wurde nicht systematisch untersucht. Pharmakokinetische Daten, die an jungen männlichen Freiwilligen im Alter von 20 bis 22 Jahren mit einer supraphysiologischen Kreatinin-Clearance (ca. 150 ml/min) erhoben wurden, deuten jedoch darauf hin, dass Triptorelin bei jungen Menschen doppelt so schnell eliminiert wird. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Kreatinin-Clearance mit zunehmendem Alter abnimmt.
Beeinträchtigte Nierenfunktion
Bei einer beeinträchtigten Nierenfunktion nimmt die Clearance von Triptorelin proportional zur Kreatinin-Clearance ab. Die Halbwertszeit betrug 6,7 Stunden bei Patienten mit mässig beeinträchtigter Nierenfunktion (durchschnittliche Kreatinin-Clearance 40 ml/min) und 7,8 Stunden bei Patienten mit stark beeinträchtigter Nierenfunktion.
Beeinträchtigte Leberfunktion
Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion war die AUC von Triptorelin etwa 3,7-mal höher als bei gesunden Probanden und die Halbwertszeit von Pamorelin betrug 7,65 Stunden. Der Anteil an nicht-metabolisiertem Triptorelin, der im Urin ausgeschieden wurde, war bei diesen Patienten auf 62 % erhöht.

Präklinische Daten

Die akute Toxizität von Triptorelin ist sehr gering. Die beobachteten Effekte sind im Wesentlichen auf eine Verstärkung der pharmakologischen Wirkung von Triptorelin zurückzuführen.
Nach subkutaner Injektion von 10 µg/kg bei Ratten an Tag 6 bis 15 der Trächtigkeit (im Vergleich zur klinischen Dosis von 3,75 mg alle 4 Wochen beim Menschen) hatte Triptorelin keine embryotoxischen, teratogenen oder fetotoxischen Auswirkungen. Bei 100 µg/kg wurde hingegen eine geringere Gewichtszunahme der Muttertiere sowie eine Zunahme der Resorptionen beobachtet.
Toxizität bei wiederholter Gabe
Es wurden keine Fertilitätsstudien bei männlichen Ratten durchgeführt. In Studien zur chronischen Toxizität mit klinischen Dosierungen verursachte Triptorelin makro- und mikroskopische Veränderungen in Fortpflanzungsorganen von Ratten und Hunden, die auf die Suppression der Gonadenfunktion aufgrund der pharmakologischen Aktivität dieses Wirkstoffs zurückgeführt wurden. Diese Veränderungen bildeten sich in der Erholungsphase teilweise zurück.
Mutagenität
Triptorelin ist nicht mutagen, weder in vitro noch in vivo.
Kanzerogenität
Eine 23-monatige Kanzerogenesestudie bei Ratten zeigte, dass bei jeder Dosierungsstufe fast 100 % benigner Hypophysentumore zum vorzeitigen Tod führten. Diese erhöhte Inzidenz benigner Hypophysentumore bei Ratten ist eine häufige Folge der Behandlung mit GnRH-Agonisten. Die klinische Relevanz dieser Beobachtung ist nicht bekannt.
Triptorelin wurde Mäusen in Dosen von bis zu 6000 µg/kg verabreicht und zeigte nach 18 Monaten Behandlung keine onkogene Wirkung.
Reproduktionstoxizität
Bei einer 8-mal höheren Dosis als für Menschen empfohlen (bezogen auf die Körperoberfläche) wurde in Tierversuchen bei Ratten eine Toxizität für die Organogenese nachgewiesen (maternale und embryonale Toxizität). Bei jungen Ratten, die in utero hohen Dosen von Triptorelin ausgesetzt waren, gab es vereinzelte Fälle von Hydroureter.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf das Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Beeinflussung diagnostischer Methoden
Triptorelin in therapeutischen Dosen führt zur Suppression der Hypophysen-Gonaden-Achse. Die normale Funktion wird in der Regel nach Absetzen der Behandlung wiederhergestellt. Die Ergebnisse diagnostischer Hypophysen-Gonaden-Funktionstests während der Behandlung oder 4 bis 12 Wochen nach Absetzen der GnRH-Agonisten können daher irreführend sein.
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
Aus mikrobiologischen Gründen sollte die Suspension unmittelbar nach der Rekonstitution injiziert werden.
Besondere Lagerungshinweise
Nicht über 25 °C lagern.
Nicht einfrieren.
In der Originalverpackung aufbewahren.
Behälter fest verschlossen halten.
Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Hinweise für die Handhabung
Die Herstellung der Suspension zur Injektion sollte unmittelbar vor der Injektion erfolgen.
Es ist die bebilderte Anleitung am Ende des Dokuments zu beachten.

Zulassungsnummer

56349 (Swissmedic)

Packungen

Pamorelin LA 11,25 mg ist in zwei Darreichungsformen erhältlich:
-1 Durchstechflasche mit 11,25 mg Triptorelin als Pulver
-1 Fertigspritze mit 2 ml Lösungsmittel.
-1 Durchstechflaschenadapter und 2 Nadeln (1 Nadel für die intramuskuläre und 1 Nadel für die subkutane Verabreichung) (A)
oder
-1 Durchstechflasche mit 11,25 mg Triptorelin als Pulver
-1 Ampulle mit 2 ml Lösungsmittel
-1 Spritze und 3 Nadeln (1 Nadel für die Rekonstitution, 1 Nadel für die intramuskuläre und 1 Nadel für die subkutane Verabreichung) (A)

Zulassungsinhaberin

Debiopharm Research & Manufacturing SA, 1920 Martigny

Stand der Information

März 2026
02-010625/12
Anleitung zur Herstellung einer Suspension
Allgemeine Anweisungen und Empfehlungen
Das Produkt ist eine Suspension von Mikropartikeln:
-Das Produkt ist eine Suspension von Mikropartikeln, die in der Verdünnung sedimentieren können. Das Produkt sollte homogen, dickflüssig und milchig aussehen. Wenn das Produkt in der Flasche sedimentiert, schütteln Sie sie erneut.

-Wenn sich die Partikel in der Spritze absetzen, führt dies zu einer Blockierung der Nadel bei der Verabreichung. Es ist sehr wichtig, das Produkt innerhalb von 2 Minuten nach der Rekonstitution in der Durchstechflasche zu injizieren.
-Wenn das Produkt in der Spritze sedimentiert, ziehen Sie etwas Luft in die Spritze auf, schütteln Sie die Flasche erneut und drücken Sie die Luft heraus (ohne die Nadel mit der Flüssigkeit zu aspirieren), bevor Sie das Produkt verabreichen.

Anweisungen zur Herstellung der Suspension von Pamorelin LA 11,25 mg in der Darreichungsform mit vorgefüllter Lösungsmittelspritze

         1                     Die Durchstechflasche mit dem Pulver entnehmen. Den       
                      Plastikdeckel der Durchstechflasche entfernen.            
2                     Die Schutzfolie vom Adaptersystem entfernen. Entfernen    
                      Sie den Flaschenadapter nicht aus dem Blister. Die        
                      Durchstechflasche auf eine flache, harte Oberfläche       
                      stellen. Den Adapter auf dem Verschluss der               
                      Durchstechflasche zentrieren und hineindrücken, bis ein   
                      Klicken zu hören ist. Den Blister entfernen und           
                      entsorgen.                                                
3                     Nehmen Sie die Spritze auf, halten Sie sie am             
                      (drehbaren) Kunststoff-Konnektor zwischen Zeigefinger     
                      und Daumen einer Hand fest und schrauben Sie mit der      
                      anderen Hand die Kappe ab. Halten Sie die Spritze immer   
                      noch am drehbaren Konnektor fest und befestigen Sie sie   
                      vertikal am Adapter, indem Sie eine halbe Drehung im      
                      Uhrzeigersinn machen (nur, bis ein Widerstand zu spüren   
                      ist). Achtung: Ein zu festes Anziehen kann zu einer       
                      Unterbrechung der Verbindung und zu Undichtigkeiten       
                      führen.                                                   
4                     Halten Sie die Durchstechflasche am Adapter mit einer     
                      Hand fest, drücken Sie mit der anderen Hand den Kolben    
                      der Spritze und injizieren Sie langsam den gesamten       
                      Inhalt der Spritze in die Durchstechflasche. In diesem    
                      Schritt den Patienten für die Injektion vorbereiten.      
                      Die folgenden Schritte sollten ohne Unterbrechung         
                      durchgeführt werden.                                      
5                     Halten Sie das gesamte System (Spritze, Adapter und       
                      Flasche) fest in der Hand und schütteln Sie es dann 30    
                      Sekunden lang kräftig auf und ab. Überprüfen Sie das      
                      Aussehen der Suspension, indem Sie durch den Boden des    
                      Fläschchens schauen. Die Suspension sollte homogen,       
                      dick und milchig aussehen. Schütteln Sie das System       
                      erneut, wenn sich eine Sedimentation zeigt. Wenn          
                      während des Schüttelns ein Teil der Suspension in der     
                      Spritze aufsteigt, drücken Sie mit dem Kolben die         
                      Suspension wieder in die Flasche. Schütteln Sie das       
                      System erneut, bevor Sie zum nächsten Schritt             
                      übergehen. Das Produkt sollte ab jetzt innerhalb von 2    
                      Minuten injiziert werden.                                 
6                     Drehen Sie das System, so dass die Flasche oben und die   
                      Spritze unten ist. Ziehen Sie vorsichtig an der           
                      Kolbenstange, um den gesamten Inhalt der Flasche in die   
                      Spritze aufzuziehen.                                      
7                     Wenn der gesamte Inhalt in die Spritze aufgezogen ist,    
                      entfernen Sie Luftblasen aus der Spritze in die           
                      Durchstechflasche. Stoppen Sie, bevor die Suspension      
                      die Basis des Spritzenkopfes erreicht. Trennen Sie die    
                      Spritze vom Adapter, indem Sie die Spritze mit einer      
                      Hand festhalten und mit der anderen Hand den Adapter      
                      gegen den Uhrzeigersinn drehen. Halten Sie die Spritze    
                      am Drehverschluss fest und befestigen Sie die lange       
                      Nadel für die intramuskuläre Injektion oder die kurze     
                      Nadel für die subkutane Injektion. Vergewissern Sie       
                      sich vor der Injektion, dass das Produkt homogen,         
                      dickflüssig, milchig und frei von Sedimentation ist.      
                      Falls es zu einer Sedimentation kommt, schütteln Sie      
                      die Spritze vor der Injektion noch einmal.                
8                     Schieben Sie die Sicherheitshülle hinter die Nadel und    
                      in Richtung des Spritzenkörpers. Die Sicherheitshülle     
                      verbleibt in der Position. Entfernen Sie den              
                      transparenten Nadelschutz. Die Nadel nicht mit der        
                      Suspension aspirieren. Die Spritze mit der Suspension     
                      ist nun bereit für die Injektion. Die Suspension sollte   
                      sofort verabreicht werden (weniger als 2 Minuten nach     
                      der Rekonstitution), um eine übermässige Verdickung der   
                      Suspension zu vermeiden.                                  
9                     Injizieren Sie die Suspension relativ schnell und ohne    Intramuskulär 
                      Unterbrechung intramuskulär. Achten Sie darauf, dass      Subkutan
                      die gesamte Menge innerhalb von 10 Sekunden ohne          
                      Unterbrechung injiziert wird. Die Injektionsstelle muss   
                      regelmässig gewechselt werden. Verwenden Sie die          
                      kürzere Nadel für die subkutane Verabreichung (nur für    
                      erwachsene Männer). Injizieren Sie die Suspension         
                      relativ schnell und ohne Unterbrechung. Aktivieren Sie    
                      das Sicherheitssystem der Injektionsnadel, indem Sie      
                      Ihren Daumen oder Zeigefinger auf dem strukturierten      
                      Bereich der Sicherheitshülle zentrieren und ihn nach      
                      vorne auf die Nadel drücken, bis Sie hören oder fühlen,   
                      dass er einrastet. Führen Sie den Vorgang mit einer       
                      Hand durch und aktivieren Sie den Sicherheits-Mechanismu  
                      s weit weg von sich und anderen.                          

Die Nadeln in einem dafür vorgesehenen Behälter entsorgen.
Nur zur einmaligen Verwendung. Jede nicht verwendete Suspension muss entsorgt werden.
Anleitungen zur Herstellung der Suspension von Pamorelin LA 11,25 mg in der Darreichungsform mit Lösungsmittelampulle

        1. Vorbereitung der Injektion 2 Nadeln sind im Set enthalten: -Die
Rekonstitutionsnadel ohne Sicherheitssystem -Die Injektionsnadel mit
Sicherheitssystem -Die Lösung, die sich eventuell im oberen Teil der Ampulle
befindet, wird in den Hauptbehälter der Lösungsmittelampulle geklopft. -Die
Nadel ohne Sicherheitssystem auf die Spritze drehen (den Nadelschutz noch
nicht entfernen!). -Die Lösungsmittelampulle aufbrechen (Punkt gegen sich).
-Den Nadelschutz der Rekonstitutionsnadel entfernen und das gesamte             
Lösungsmittel in die Spritze aufziehen (Abb. A). -Die Spritze mit dem           
Lösungsmittel beiseite legen. -Die Durchstechflasche mit dem Pulver             
entnehmen. -Den Plastikdeckel der Durchstechflasche entfernen.                  
-Die Spritze mit dem Lösungsmittel wieder aufnehmen, die Nadel in den           
Gummistopfen des Fläschchens einstechen und das Lösungsmittel langsam           
injizieren, sodass es weitgehend an der Flaschenwand herunterläuft (Abb. B).    
-In diesem Schritt den Patienten für die Injektion vorbereiten. Die folgenden   
Schritte sollten ohne Unterbrechung durchgeführt werden.                        
-Die Nadel oberhalb des Flüssigkeitsspiegels zurückziehen und die               
Durchstechflasche 30 Sekunden lang kräftig schütteln. Die Suspension sollte     
milchig und homogen aussehen (Abb. C). Überprüfen, dass kein Pulver in der      
Flasche verbleibt, und wenn nötig, die Suspension fortsetzen, bis das Pulver    
vollständig verschwunden ist.Achtung: Die Mischung darf nicht durch             
mehrmaliges Aufziehen und Entleeren der Spritze erfolgen! -Das Produkt sollte   
nun innerhalb von 2 Minuten injiziert werden.                                   
-Die gesamte Injektionssuspension in die Spritze aufziehen (Abb. D).            
-Die Rekonstitutionsnadel entfernen. Die lange intramuskuläre Nadel oder die    
kurze subkutane Nadel mit Sicherheitssystem fest auf die Spritze drehen (bis    
zum Anschlag). Nur die farbige Hülle fassen. -Die Sicherheitshülle hinter die   
Nadel und in Richtung des Spritzenkörpers bewegen (Abb. E1). Die                
Sicherheitshülle bleibt in der Position, in die sie gebracht wurde. -Den        
Schutz der Injektionsnadel entfernen. -Dann sofort die gesamte Spritze          
verabreichen. -Die Nadel nicht mit der Suspension ansaugen (Abb. E2)            
2. Injektion -Die Suspension für Injektionszwecke relativ schnell und ohne      Intramuskulär 
Unterbrechung intramuskulär injizieren (Abb. F). -Verwenden Sie die kürzere     Subkutan
Injektionsnadel für die subkutane Verabreichung (nur für erwachsene Männer).    
Injizieren Sie die Suspension relativ schnell und ohne Unterbrechung            
3. Nach der Verabreichung -Das Sicherheitssystem der Injektionsnadel nach       Oder
einer der folgenden Methoden aktivieren: -Mit einer Hand auf die Sicherung      
nach vorne drücken, um die Nadel zu bedecken und die Sicherung zu schliessen    
(Abb. G). Immer den Zeigefinger oder Daumen hinter der Nadelspitze              
halten.Oder -Die Sicherung mit der nach unten gerichteten Seite auf eine        
flache Oberfläche, z.B. den Tisch, drücken, um die Nadel zu bedecken und die    
Sicherung zu schliessen (Abb. H). -Die Sicherung der Injektionsnadel ist        
geschlossen, sobald die Nadelspitze vollständig bedeckt ist (Abb.               
I).Sicherstellen, dass dies durch hörbare, spürbare und/oder optische Zeichen   
geschieht. -Die Nadeln in einem dafür vorgesehenen Behälter entsorgen. -Nur     
zur einmaligen Verwendung. Jede nicht verwendete Suspension muss entsorgt       
werden.                                                                         

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