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Information for professionals for ARTISS:Baxter AG
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Composition.Galenic FormIndication.UsageContra IndicationWarning restrictions.Interactions.Pregnancy
Driving abilityUnwanted effectsOverdose 

Zusammensetzung

Wirkstoffe
Kleberprotein-Lösung:
Fibrinogenum humanum, Aprotininum (syntheticum)
 
Thrombin-Lösung:
Thrombinum humanum, Calcii chloridum dihydricum
 
Hilfsstoffe
Kleberprotein-Lösung:
Albuminum humanum, L-Histidinum, Nicotinamidum, Natrii citras dihydricum, Polysorbatum 80 (Tween 80), Aqua ad iniectabilia
 
Thrombin-Lösung:
Albuminum humanum, Natrii chloridum, Aqua ad iniectabilia
 

Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

1 Doppelkammer-Fertigspritze mit Fibrinkleber, tiefgefroren.
ARTISS besteht aus den beiden Komponenten Kleberprotein (Fibrinogen)/Aprotinin – Lösung und Thrombin/Calciumchlorid-Lösung, welche in jeweils eine Kammer einer Doppelkammerfertigspritze abgefüllt werden.
 
Kleberprotein-Lösung:
Humanes Fibrinogen (als gerinnungsfähiges Protein) 911 mg/ml
Aprotinin (synthetisch)     3000 KIE2/ml
 
Thrombin-Lösung:
Humanes Thrombin       4 I.E.3/ml
Calciumchlorid Dihydrat     40 mmol/ml
 
1  Enthalten in einer Gesamtprotein-Konzentration von 110,5 mg/ml.
2  1 EPU (European Pharmacopeia Units) entspricht 1800 KIE (Kallidogenase-Inaktivator-Einheiten).
3 Die Thrombin-Aktivität wird gemäss dem aktuellen Internationalen WHO-Standard für Thrombin ermittelt.
 

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

ARTISS ist indiziert zur Klebung von subkutanen Geweben in der plastischen, rekonstruktiven und Verbrennungschirurgie, als Ersatz oder unterstützend zu Nähten und Klammern.
ARTISS ist nicht indiziert zur Hämostase.
 

Dosierung/Anwendung

ARTISS darf nur von erfahrenen Chirurgen angewendet werden, die in der Anwendung von ARTISS geschult sind.
 
Dosierung:
Die zu verabreichende Menge und die Häufigkeit der Verabreichung von ARTISS richten sich immer nach dem klinischen Bedarf des Patienten.
 
Die anzuwendende Menge unterliegt verschiedenen Einflussfaktoren wie der Art des chirurgischen Eingriffs, der Grösse der betroffenen Fläche, der Art der beabsichtigten Applikation und der Anzahl der Verabreichungen.
 
Die Verabreichung des Präparats muss durch den behandelnden Arzt individuell festgelegt werden. Bei klinischen Studien wurden im Normalfall Einzeldosen von 0,2 bis 12 ml verabreicht. Bei einigen Eingriffen (z. B. Verklebung grosser Verbrennungsflächen) können grössere Volumina benötigt werden.
 
Die bei der Erstapplikation auf eine anatomische Struktur bzw. Zielfläche eingesetzte Menge soll ausreichen, um den betreffenden Bereich vollständig abzudecken. Die Anwendung kann bei Bedarf wiederholt erfolgen. Eine Wiederanwendung von ARTISS auf eine bestehende polymerisierte ARTISS Schicht sollte jedoch vermieden werden, da ARTISS auf einer polymerisierten Schicht nicht klebt.
 
Es wird empfohlen, dass die Erstapplikation den gesamten vorgesehenen Anwendungsbereich abdeckt.
 
Als Richtlinie zur Klebung von Flächen gilt: 1 Packung ARTISS 2 ml (d. h. 1 ml Kleberproteinlösung plus 1 ml Thrombinlösung) reicht für eine Fläche von mindestens 10 cm². Beim Aufsprühen von ARTISS reicht dieselbe Menge aus, um deutlich grössere Flächen zu bedecken, je nach der spezifischen Indikation und dem individuellen Fall.
 
Unmittelbar nach der Applikation von ARTISS sollte das Hauttransplantat auf die Wunde befestigt werden. Der Arzt hat, vor der Polymerisation, bis zu 60 Sekunden Zeit, um das Transplantat zu manipulieren und positionieren.
 
Nachdem der Lappen oder das Transpantat positioniert wurde, sollte die gewünschte Position während mindestens 3 Minuten unter leichter Kompression gehalten werden, um sicherzustellen, dass sich ARTISS verfestigt und das Transplantat oder der Lappen fest an das darunterliegende Gewebe haftet.
 
Es empfiehlt sich, eine möglichst dünne Schicht des Gemisches aus Kleberprotein- und Thrombinlösung aufzutragen, um eine übermässige Bildung von Granulationsgewebe zu vermeiden und eine allmähliche Resorption des verfestigten Fibrinklebers zu erreichen.
 
ARTISS wurde in klinischen Studien nicht an Patienten > 65 Jahre verabreicht.
 
Art der Anwendung
Zur topischen Anwendung auf der Wundfläche. Nicht injizieren.
Nur für die subkutane Anwendung. ARTISS wird nicht für die Anwendung in der Laparoskopie empfohlen.
 
Um eine optimale Sicherheit bei der Anwendung von ARTISS zu gewährleisten, soll beim Aufsprühen ein Druckregelgerät verwendet werden, dessen Maximaldruck höchstens 2,0 bar (28,5 psi) beträgt.
 
Vor dem Aufbringen von ARTISS muss die Wundoberfläche mittels Standardtechniken (z. B. intermittierende Anwendung von Kompressen, Tupfern, Anwendung von Saugern) getrocknet werden.
Zum Trocknen keine Druckluft und kein Gas verwenden.
 
ARTISS darf nur auf sichtbare Applikationsstellen gesprüht werden.
 
ARTISS soll ausschliesslich nach den Anweisungen und unter Verwendung der Produkte und Geräte rekonstituiert bzw. verabreicht werden, die für dieses Produkt empfohlen werden (siehe „Hinweise für die Handhabung“).
 
Für die Sprühapplikation siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“ und „Hinweise für die Handhabung“ mit besonderen Empfehlungen zum erforderlichen Druck und Gewebeabstand je nach Art des Eingriffs und zur Länge der Applikationshilfen.
 
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
ARTISS ist für die Anwendung nach Vollendung des ersten Lebensjahres geeignet. Die klinischen Daten für eine Verwendung unterhalb dieser Altersgrenze sind unzureichend (siehe „Eigenschaften/Wirkungen“).
 

Kontraindikationen

Ausschliesslich zur topischen Anwendung auf Läsionen.
ARTISS darf nicht intravaskulär angewendet werden. Eine intravaskuläre Anwendung kann lebensbedrohliche thromboembolische Ereignisse zur Folge haben.Bei Überempfindlichkeit gegenüber einem der Wirkstoffe oder sonstigen Bestandteile, sowie bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Rinderprotein oder synthetisches Aprotinin, darf ARTISS nicht angewendet werden.
 
Die alleinige Anwendung von ARTISS ist nicht indiziert für die Behandlung von massiven und starken arteriellen oder venösen Blutungen.
 

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Nicht für die intravaskuläre Anwendung.
Die Injektion von ARTISS in Weichgewebe kann zu einer lokalen Gewebeschädigung führen. Bei intravaskulärer Verabreichung können lebensbedrohliche thromboembolische Komplikationen auftreten.
Bei der Verabreichung von Fibrinklebern mit einem Sprühgerät ist Vorsicht geboten. Jede Anwendung von Druckgas ist mit einem potenziellen Risiko von Luftembolie, Gewebsruptur oder Gaseinschluss mit Druck, die lebensbedrohlich sein kann, verbunden.
 
ARTISS soll nur als dünne Schicht aufgetragen werden. Eine zu dicke Schicht kann die Wirksamkeit des Produkts und die Wundheilung negativ beeinflussen.
 
Bei der Verwendung von Sprühgeräten mit Druckgasreglern zur Verabreichung von Fibrinklebern sind lebensbedrohliche Luft- oder Gasembolien aufgetreten. Dies scheint auf die Verwendung von Sprühapplikatoren bei einem höheren als dem empfohlenen Druck und/oder in zu geringem Abstand zur Gewebeoberfläche zurückzuführen sein. Das Risiko scheint höher zu sein, wenn Fibrinkleber mit Luft aufgesprüht werden als beim Sprühen mit CO2 und ist daher bei der Anwendung von ARTISS nicht auszuschliessen.
 
Wird ARTISS mittels Sprühapplikation aufgetragen, muss sichergestellt werden, dass ein Druck verwendet wird, der im vom Hersteller des Sprühgeräts empfohlenen Druckbereich liegt (siehe Tabelle unter „Hinweise zur Handhabung“ für Drücke und Abstände). ARTISS soll nur per Sprühapplikation verabreicht werden, wenn der Sprühabstand exakt beurteilt werden kann. Nicht näher als im empfohlenen Abstand aufsprühen.
 
Beim Aufsprühen von ARTISS sollen Änderungen von Blutdruck, Puls, Sauerstoffsättigung und endexspiratorischem CO2 überwacht werden, da die Möglichkeit einer Luft- oder Gasembolie besteht (siehe auch „Dosierung/Anwendung“).
 
ARTISS darf nicht mit dem Easy Spray/Spray Set System in umschlossenen Körperbereichen verwendet werden.
 
ARTISS ist in Situationen, in denen eine schnelle Gerinnung des Klebers erforderlich ist, zur Hämostase und zum Kleben nicht indiziert. Insbesondere bei kardiovaskulären Eingriffen, bei denen das Kleben von Gefässanastomosen beabsichtigt wird, sollte ARTISS nicht angewendet werden.
 
ARTISS ist nicht angezeigt für den Einsatz in der Neurochirurgie oder als Nahtunterstützung bei gastrointestinalen oder vaskulären Anastomosen, da keine Daten vorliegen, die diese Indikationen stützen würden.
Vor der Anwendung von ARTISS müssen alle Körpergebiete ausserhalb der zu behandelnden Fläche sorgfältig abgedeckt werden, um eine Gewebeadhäsion an einer unerwünschten Stelle zu vermeiden.
 
Überempfindlichkeits- oder allergische/anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen können bei der Anwendung von ARTISS, einem Fibrinkleber, auftreten, da dieser Aprotinin enthält. In spezifischen Fällen können sich diese Reaktionen zu einer lebensbedrohlichen Anaphylaxie entwickeln. Aprotinin ist wegen seinen antifibrinolytischen Eigenschaften in ARTISS enthalten. Aprotinin, ein monomeres Polypeptid, ist bekannt, im Zusammenhang mit dem Risiko von anaphylaktischen Reaktionen zu stehen. Auch bei strikt lokaler Anwendung besteht das Risiko von anaphylaktischen Reaktionen auf Aprotinin, insbesondere im Fall einer vorangegangenen Exposition.
Deshalb sollte jede Verwendung von Aprotinin oder aprotininhaltigen Präparaten in der Krankenakte vermerkt werden.
Da synthetisches Aprotinin die identische Struktur wie das bovine Aprotinin aufweist, sollte die Anwendung von ARTISS bei Patienten mit Allergien gegen Rinderproteine sorgfältig abgewogen werden.
Im Falle einer anaphylaktischen/anaphylaktoiden- oder schweren Überempfindlichkeitsreaktion ist die Anwendung sofort abzubrechen. Falls möglich, bereits appliziertes, polymerisiertes Produkt von der Operationsstelle entfernen. Im Fall einer anaphylaktischen Reaktion muss eine adäquate medizinische Behandlung und Massnahmen sofort verfügbar sein. Die derzeit gültigen Standardmassnahmen müssen angewandt werden. Bei einem Schock muss die geeignete medizinische Standardbehandlung eingeleitet werden.
 
Die Kleberprotein- und die Thrombinlösung von ARTISS werden aus humanem Plasma hergestellt. Standardmassnahmen zur Verhinderung von Infektionen, die sich durch den Einsatz von Arzneimitteln ergeben, die aus Blut oder Blutplasma hergestellt werden, schliessen die Auswahl der Spender und das Screening der einzelnen Spenden und Plasmapools auf spezifische Infektionsmarker sowie den Einsatz effektiver Schritte zur Inaktivierung/Entfernung von Viren im Herstellungsverfahren ein. Dennoch kann bei der Verabreichung von Arzneimitteln aus menschlichem Blut oder Blutplasma die Möglichkeit der Übertragung von Krankheitserregern nicht völlig ausgeschlossen werden. Dies gilt auch für bislang unbekannte oder neu aufgetretene Viren und andere Pathogene.
Die ergriffenen Sicherheitsmassnahmen werden als wirksam gegen umhüllte Viren wie z. B. HIV, HBV und HCV sowie gegen das unbehüllte Hepatitis A Virus (HAV) betrachtet.
Für Parvovirus B19 können die getroffenen Massnahmen von eingeschränktem Wert sein. Parvovirus B19 Infektionen können schwerwiegende Folgen für schwangere Frauen (fötale Infektion) und für Personen mit Immunmangelkrankheiten oder gesteigerter Erythropoiese (z. B. hämolytische Anämie) haben.
 
Es wird empfohlen, bei jeder Verabreichung von ARTISS Fibrinkleber an einen Patienten den Namen und die Chargennummer des Präparates zu dokumentieren, um einen Zusammenhang zwischen Patient und Produktcharge herzustellen.
 

Interaktionen

Es wurden keine Interaktionsstudien mit ARTISS durchgeführt.
Alkohol-, jod- oder schwermetallhaltige Lösungen interferieren wegen der Denaturierung von Proteinen oder anderen Mechanismen mit der Wirksamkeit des Präparates. Deshalb sollten solche Substanzen vor der Anwendung von ARTISS weitestmöglich entfernt werden.
 

Schwangerschaft, Stillzeit

Die Sicherheit der Anwendung von Fibrinklebern während der Schwangerschaft und Stillzeit wurde in kontrollierten klinischen Studien nicht untersucht.
Es liegen keine hinreichenden tierexperimentellen Studien zur Auswirkung auf Schwangerschaft, Embryonalentwicklung, Entwicklung des Fötus und/oder die postnatale Entwicklung vor. Daher, und weil ein Gehalt an Parvovirus B19 in ARTISS nicht kategorisch ausgeschlossen werden kann (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen"), sollte das Medikament in der Schwangerschaft und während der Stillzeit nicht angewendet werden, es sein denn, dies ist eindeutig erforderlich.
 

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Nicht zutreffend.
 

Unerwünschte Wirkungen

In seltenen Fällen können bei Patienten, die mit Fibrinkleber/Hämostatika behandelt werden, Überempfindlichkeitsreaktionen oder allergische Reaktionen auftreten (z. B. Angioödeme, Brennen und Stechen am Verabreichungsort, Bradykardie, Bronchospasmus, Schüttelfrost, Atemnot, Hautrötungen (Flush), generalisierte Urtikaria, Kopfschmerzen, Nesselsucht, Hypotonie, Lethargie, Übelkeit, Juckreiz, Ruhelosigkeit, Tachykardie, Engegefühl in der Brust, Kribbeln, Erbrechen, Stenoseatmung).
In Einzelfällen sind diese Reaktionen bis zur schweren Anaphylaxie fortgeschritten. Solche Reaktionen können besonders dann beobachtet werden, wenn das Präparat wiederholt oder bei Patienten angewendet wird, bei denen bereits früher eine Überempfindlichkeit gegenüber Aprotinin, Rinderproteine (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“) oder einen anderen Bestandteil des Präparats aufgetreten ist.
Selbst wenn eine erste Behandlung mit ARTISS gut vertragen wurde, kann eine weitere Anwendung des Präparats oder die systemische Anwendung von Aprotinin schwere anaphylaktische Reaktionen zur Folge haben.
In seltenen Fällen können sich Antikörper gegen Bestandteile des Fibrinklebers bilden. Intravaskuläre Verabreichung kann zu thromboembolischen Komplikationen führen, und es besteht ein Risiko anaphylaktischer Reaktionen.
Hinweise zur Sicherheit in Bezug auf übertragbare Erreger siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“.
 
Die folgenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen wurden in einer kontrollierten klinischen Studie bei 138 Patienten beobachtet, bei der ARTISS verwendet wurde, um Spalthautlappen-Transplantate auf exzidierten Brandwunden zu fixieren. Keines der Ereignisse wurde als schwerwiegend eingestuft.
Insgesamt 8 nicht schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (UE) wurden vom Versuchsleiter auf die Verwendung von ARTISS zurückgeführt. Bei den 8 berichteten nicht schwerwiegenden UE handelte es sich in 5 Fällen um ein Versagen des Hauttransplantats: in 4 Fällen um eine Transplantatablösung/Nichthaften und in 1 Fall um eine Transplantatnekrose. Die Transplantatablösung kann bei 2 Patienten auf ein Überschreiten der maximalen Auftautemperatur (40 °C) bei der Zubereitung des Studienpräparats zurückzuführen sein. Bei den 3 übrigen nicht schwerwiegenden UE, die mit ARTISS in Verbindung gebracht wurden, handelt es sich in 2 Fällen um das Auftreten von Juckreiz und in 1 Fall um eine Hautzyste. Für die Transplantatnekrose und die 2 Fälle von Juckreiz, die mit ARTISS in Verbindung gebracht wurden, wurde jeweils mit gleichem Zeitpunkt des Einsetzens und gleichem Schweregrad ein entsprechendes UE an der Stelle berichtet, an der Metallklammern verwendet wurden. Das Auftreten der Transplantatnekrose, der 2 Fälle von Juckreiz und des 1 Falles einer Hautzyste ist daher sehr wahrscheinlich nicht auf ARTISS zurückzuführen, sondern gehört zu dem für eine Transplantatstelle erwarteten möglichen Verlauf, unabhängig von der Befestigungsmethode.
Insgesamt konnte durch die in dieser Studie erhobenen und ausgewerteten Daten die Unbedenklichkeit der Anwendung von ARTISS zur Befestigung von Hauttransplantaten (Sheets) bei Patienten mit Verbrennungen Grad IIb bis Grad III belegt werden.
 
Die Nebenwirkungen aus einer klinischen Studie mit 138 Patienten und aus der post-marketing Surveillance sowie die Häufigkeiten ihres Auftretens sind wie folgt:
Sehr häufig (³ 1/10), häufig (³ 1/100 bis <1/10), gelegentlich (³ 1/1,000 bis <1/100), selten (³ 1/10,000 bis <1/1,000), sehr selten (< 1/10,000), unbekannt (kann anhand der vorhandenen Daten nicht geschätzt werden).
 
Klinische Studie
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Gelegentlich: Hautzyste
Häufig: Juckreiz
 
Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
Häufig: Versagen des Hauttransplantats.
 
Post-Marketing Surveillance
Gefässerkrankungen
Unbekannt: Luftembolie: wie mit anderen Fibrinklebern sind bei der Verwendung von Druckgas oder Druckluft lebensbedrohliche/tödliche Luft- oder Gasembolien aufgetreten. Diese Ereignisse scheinen mit einer unsachgemässen Anwendung von Sprühgeräten im Zusammenhang zu stehen (z. B. mit einem höheren Druck als empfohlen und in unmittelbarer Nähe der Gewebsoberfläche).
 
Klasseneffekte
Die im Folgenden aufgeführten Nebenwirkungen sind mit Fibrinklebern/Hämostatika assoziert.
 
Erkrankungen des Immunsystems
Anaphylaktische Reaktionen inklusive anaphylaktischer Schock, Überempfindlichkeitsreaktionen, welche sich durch Reizung an der Applikationsstelle, Brustkorbbeschwerden, Schüttelfrost, Kopfschmerz, Lethargie, Unruhe und Erbrechen manifestieren können.
 
Herzerkrankungen
Bradykardie, Tachykardie
 
Gefässerkrankungen
Hypotonie, Hämatom NOS
 
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinum
Dyspnoe, Bronchospasmus
 
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Übelkeit
 
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Urtikaria, Angioödem
 
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Flush, gestörte Heilung, Ödem, Fieber
 
Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
Serom
 
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
 

Überdosierung

ARTISS sollte nur als dünne Schicht aufgetragen werden. Zu dicke Fibrinschichten können einen Einfluss auf die Wirksamkeit des Produktes und auf die Wundheilung haben (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

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