ÜberdosierungIm Fall einer Überdosierung und verlängerten neuromuskulären Blockade sollte der Patient künstlich weiterbeatmet und sediert werden und bis zum Einsetzen der spontanen Atmung ein Acetylcholinesterase-Hemmer (wie Neostigmin, Edrophonium, Pyridostigmin) in adäquaten Dosen als Antidot verabreicht werden.
Falls die Verwendung eines Acetylcholinesterase-Hemmers seine Wirkung verfehlt, muss die Beatmung solange fortgesetzt werden, bis die spontane Atmung wieder einsetzt. Wiederholte Dosen von Acetylcholinesterase-Hemmern können gefährliche Auswirkungen haben.
In Tierstudien trat eine schwere Depression der Herz-Kreislauf-Funktion, die letztlich zu Herzversagen führen kann, erst dann ein, als eine kumulierte Dosis von 750× ED 90 (135 mg × kg –1 Rocuroniumbromid) verabreicht wurde.
|