InteraktionenAndere Antiepileptika
In vitro Daten zeigten ein geringes Potential für Interaktionen mit anderen Antiepileptika. Daher wurde das Interaktionspotential von Retigabin anhand von gepoolten Analysen aus den klinischen Studien beurteilt.
Auf der Grundlage der Analyse dieser gepoolten Daten hatte Retigabin keine klinisch signifikanten Effekte auf die Plasmatalspiegel der folgenden Antiepileptika:
Carbamazepin, Clobazam, Clonazepam, Gabapentin, Lamotrigin, Levetiracetam, Oxcarbazepin, Phenobarbital, Phenytoin, Pregabalin, Topiramat, Valproat, Zonisamid.
Auf der Grundlage einer Analyse gepoolter Daten aus klinischen Studien zeigten sich keine klinisch signifikanten Effekte der folgenden Antiepileptika auf die Pharmakokinetik von Retigabin:
Lamotrigin, Levetiracetam, Oxcarbazepin, Topiramat, Valproat.
Diese Analyse zeigte zwar keine klinisch signifikanten Effekte der Enzyminduktoren (Phenytoin, Carbamazepin und Phenobarbital) auf die Clearance von Retigabin. Allerdings deuten steady-state Daten einer begrenzten Anzahl von Patienten in einer kleineren Phase-II-Studie darauf hin, dass folgende Antiepileptika den Retigabin-Plasmaspiegel senken können:
·Phenytoin und Carbamazepin können die systemische Exposition von Retigabin um 35% bzw. um 33% senken.
Interaktionen mit Digoxin
Daten aus einer In-vitro-Studie haben gezeigt, dass der N-Acetyl-Metabolit von Retigabin (NAMR) den P-Glykoprotein-vermittelten Transport von Digoxin in konzentrationsabhängiger Weise hemmte.
Gemäss einer Studie bei gesunden Probanden führte die Anwendung von Trobalt in therapeutischen Dosen (600–1200 mg/Tag) zu einer geringfügigen Erhöhung der systemischen Digoxinkonzentration. Basierend auf den Resultaten ist keine Anpassung der Dosierung notwendig ( siehe «Pharmakokinetik – Metabolismus»).
Interaktionen mit Anästhetika
Trobalt kann die Dauer der Narkose von einigen Anästhetika erhöhen (zum Beispiel Thiopental, siehe «Eigenschaften/Wirkungen»).
Interaktionen mit Alkohol
Die gleichzeitige Verabreichung von Ethanol (1,0 g/kg) und Retigabin (200 mg) führte bei gesunden Probanden zu einer Verstärkung von Verschwommensehen. Es wird empfohlen, die Patienten über die möglichen Auswirkungen auf die Sehkraft aufzuklären, die bei gleichzeitiger Einnahme von Trobalt und Alkohol auftreten können.
Laboruntersuchungen
Retigabin interferiert nachweislich mit der Laborbestimmung von Bilirubin in Serum und Urin und kann zu fälschlicherweise erhöhten Messwerten führen.
Orale Kontrazeptiva
Bei einer Retigabin-Dosis von bis zu 750 mg/Tag war kein klinisch relevanter Einfluss von Retigabin auf die Pharmakokinetik der Östrogen- (Ethinylestradiol) oder Gestagenkomponenten (Norgestrel, Norethindron) oraler Kontrazeptiva festzustellen. Angesichts der fehlenden In-vitro-Aktivität von Retigabin auf das humane Cytochrom P450 (siehe «Pharmakokinetik; Metabolismus») sind bei Retigabin-Dosen über 750 mg/Tag keine Interaktionen zu erwarten. Ferner wurde kein klinisch relevanter Einfluss des niedrig dosierten oralen Kombinationskontrazeptivums auf die Pharmakokinetik von Retigabin festgestellt.
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