ÜberdosierungSymptome und Zeichen
Zur Überdosierung von Retigabin liegen nur begrenzte Erfahrungswerte vor.
In klinischen Studien wurden Überdosierungen von Retigabin über 2500 mg/Tag hinaus berichtet. Neben den unerwünschten Wirkungen, die in therapeutischer Dosierung beobachtet werden, zählten zu den Symptomen einer Überdosierung von Retigabin Agitation, aggressives Verhalten und Erregbarkeit. Folgeerscheinungen wurden nicht berichtet.
In einer Studie mit Freiwilligen traten bei zwei Probanden innerhalb von drei Stunden nach Gabe einer Einzeldosis von 900 mg Retigabin Herzrhythmusstörungen auf (Asystolie oder ventrikuläre Tachykardie). Die Arrhythmien bildeten sich spontan zurück und beide Probanden erholten sich ohne Folgeerscheinungen.
Behandlung
Im Falle einer Überdosierung wird eine geeignete unterstützende Therapie nach klinischer Indikation einschliesslich EKG-Überwachung empfohlen. Die weitere Behandlung richtet sich nach den Empfehlungen des Schweizerischen Toxikologischen Informationszentrums.
Es hat sich gezeigt, dass eine Hämodialyse die Retigabin- und NAMR-Konzentrationen im Plasma um ca. 50% senkt.
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