Dosierung/AnwendungDie Behandlung muss von einem auf dem Gebiet der Krebsbehandlung erfahrenen Facharzt eingeleitet und überwacht werden, der in einem engen interdisziplinären Netzwerk eingebunden ist.
Vor Einleitung und vor jeder erneuten Gabe von YERVOY müssen sowohl die Leberwerte mittels Leberfunktionstests (LFTs) als auch die Schilddrüsenwerte analysiert werden. Zusätzlich müssen die Patienten während der Behandlung mit YERVOY auf Anzeichen oder Symptome von immunvermittelten Nebenwirkungen einschliesslich Diarrhö und Kolitis untersucht werden (siehe Tabellen 1A, 1B und "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Um die Rückverfolgbarkeit von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln sicherzustellen, wird empfohlen Handelsname und Chargennummer bei jeder Behandlung zu dokumentieren.
Kolorektales Karzinom:
Fehlerhafte DNA Mismatch-Reparatur (dMMR) oder hohe Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) müssen mit einem validierten Test nachgewiesen werden.
Übliche Dosierung - YERVOY als Monotherapie
Melanom
Das empfohlene Induktionsregime für YERVOY liegt bei 3 mg/kg, intravenös (i.v.) über einen Zeitraum von jeweils 90 Minuten verabreicht, alle 3 Wochen für insgesamt 4 Dosen. Bei Bedarf kann die Infusionsdauer auf 30 Minuten verkürzt werden. Aufgrund der vorliegenden klinischen Daten kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine verkürzte Infusionsdauer das Risiko von Überempfindlichkeits-/Infusionsreaktionen erhöhen kann.
Therapiedauer - YERVOY als Monotherapie
Die Patienten sollten, sofern es die Verträglichkeit erlaubt, das gesamte Induktionsregime (4 Dosen) erhalten, unabhängig davon, ob neue Läsionen auftreten oder bestehende Läsionen weiter wachsen. Die Beurteilung des Tumoransprechens auf YERVOY sollte erst nach Abschluss der Induktionstherapie durchgeführt werden.
Übliche Dosierung - YERVOY in Kombination mit Nivolumab
Bei Verabreichung in Kombination mit Nivolumab sollte zuerst Nivolumab und anschliessend am selben Tag YERVOY verabreicht werden. Verwenden Sie unterschiedliche Infusionsbeutel und Filter für jede Infusion.
YERVOY in Kombination mit Nivolumab zur Behandlung von Melanomen, RCC, CRC, MPM, OSCC oder HCC sollte gemäss der Verschreibungsinformation von Nivolumab verabreicht werden. Weitere Informationen zur Behandlung von Melanomen, RCC, CRC, MPM, OSCC oder HCC mit YERVOY in Kombination mit Nivolumab finden Sie in der Fachinformation von Nivolumab.
Melanom, HCC
Die empfohlene Dosierung ist 1 mg/kg Nivolumab verabreicht als intravenöse Infusion über 30 Minuten in Kombination mit intravenösem YERVOY 3 mg/kg über 90 Minuten alle 3 Wochen für maximal 4 Dosen. Bei Bedarf kann die Infusionsdauer auf 30 Minuten verkürzt werden. Aufgrund der vorliegenden klinischen Daten kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine verkürzte Infusionsdauer das Risiko von Überempfindlichkeits-/Infusionsreaktionen erhöhen kann.
Im Anschluss folgt eine Monotherapie-Phase, bei welcher die empfohlene Dosis von Nivolumab entweder 240 mg alle 2 Wochen oder 480 mg alle 4 Wochen beträgt, verabreicht als intravenöse Infusion über 30 Minuten. Die erste Dosis Nivolumab als Monotherapie sollte 3 Wochen nach der letzten Dosis der Kombination von YERVOY mit Nivolumab verabreicht werden. YERVOY in Kombination mit Nivolumab zur Behandlung des Melanoms sollte in Übereinstimmung mit der Fachinformation zu Nivolumab verabreicht werden. Weitere Informationen zur Behandlung des Melanoms mit YERVOY in Kombination mit Nivolumab finden Sie in der Fachinformation zu Nivolumab.
CRC Erstlinienbehandlung
Kombinationstherapie-Phase: Die empfohlene Dosierung ist 240 mg Nivolumab verabreicht als intravenöse Infusion über 30 Minuten in Kombination mit intravenösem YERVOY 1 mg/kg über 30 Minuten alle 3 Wochen für maximal 4 Dosen.
Im Anschluss folgt eine zweite Phase, bei welcher Nivolumab 240 mg alle 2 Wochen oder 480 mg alle 4 Wochen als intravenöse Infusion über 30 Minuten verabreicht wird. Die erste Dosis Nivolumab als Monotherapie sollte 3 Wochen nach der letzten Dosis der Kombination von YERVOY mit Nivolumab verabreicht werden.
RCC, vorbehandeltes CRC
Die empfohlene Dosierung ist 3 mg/kg Nivolumab verabreicht als intravenöse Infusion über 30 Minuten in Kombination mit intravenösem YERVOY 1 mg/kg über 30 Minuten alle 3 Wochen für die ersten 4 Dosen.
Im Anschluss folgt eine zweite Phase, bei welcher 240 mg Nivolumab als intravenöse Infusion über 30 min alle zwei Wochen verabreicht wird. Die erste Dosis Nivolumab als Monotherapie sollte 3 Wochen nach der letzten Dosis der Kombination von YERVOY mit Nivolumab verabreicht werden (Bitte beachten Sie die Fachinformation von Nivolumab).
MPM, OSCC
Die empfohlene Dosis ist 3 mg/kg Nivolumab verabreicht als intravenöse Infusion über 30 Minuten alle 2 Wochen in Kombination mit 1 mg/kg YERVOY verabreicht als intravenöse Infusion über 30 Minuten alle 6 Wochen (Bitte beachten Sie die Fachinformation von Nivolumab).
Therapiedauer - YERVOY in Kombination mit Nivolumab
Melanom, RCC, CRC
YERVOY sollte für maximal 4 Dosen in Kombination mit Nivolumab verabreicht werden. Die Monotherapie-Phase mit Nivolumab sollte so lange fortgesetzt werden, wie ein klinischer Nutzen beobachtet wird oder bis die Behandlung vom Patienten nicht mehr toleriert wird.
HCC
YERVOY sollte für maximal 4 Dosen in Kombination mit Nivolumab verabreicht werden. Die Behandlung mit Nivolumab als Monotherapie sollte bis zur Progression der Erkrankung, nicht akzeptabler Toxizität oder bis zu 24 Monate fortgesetzt werden.
MPM, OSCC
Die Behandlung mit YERVOY in Kombination mit Nivolumab sollte so lange fortgesetzt werden, wie ein klinischer Nutzen beobachtet wird, die Behandlung vom Patienten nicht mehr toleriert wird oder bis zu einer maximalen Behandlungsdauer von 24 Monaten.
CRC Erstlinienbehandlung
In der Erstlinienbehandlung von CRC beträgt die maximale Behandlungsdauer mit Nivolumab 2 Jahre ab der ersten Dosis, mit Ausnahme von Patienten, die erst im zweiten Behandlungsjahr ein Therapieansprechen zeigen. Bei diesen Patienten kann die Behandlung mit Nivolumab, in Abwesenheit von Krankheitsfortschritt oder unzumutbarer Toxizität, für bis zu 12 zusätzliche Monate nach Beginn des Ansprechens fortgesetzt werden. Ipilimumab wird für maximal 4 Dosen verabreicht.
Übliche Dosierung – YERVOY in Kombination mit Nivolumab und Chemotherapie (NSCLC)
Bei Verabreichung in Kombination mit Nivolumab und Chemotherapie, soll zuerst Nivoluamb gegeben werden, gefolgt von YERVOY und anschliessend von der Chemotherapie am gleichen Tag. Für jede Infusion sind separate Infusionsbeutel und Filter zu verwenden.
Die empfohlene Dosierung ist 360 mg Nivolumab verabreicht als intravenöse Infusion über 30 Minuten alle 3 Wochen in Kombination mit 1 mg/kg YERVOY verabreicht als intravenöse Infusion über 30 Minuten alle 6 Wochen und platinbasierter Chemotherapie verabreicht alle 3 Wochen. Nach Abschluss von zwei Zyklen Chemotherapie wird die Behandlung mit 360 mg Nivolumab verabreicht als intravenöse Infusion über 30 Minuten alle 3 Wochen in Kombination mit 1 mg/kg YERVOY alle 6 Wochen fortgesetzt. Die Behandlung sollte bis zur Progression der Erkrankung, nicht akzeptabler Toxizität oder bis zu 24 Monate bei Patienten ohne Progression der Erkrankung fortgesetzt werden.
Dosisanpassung aufgrund unerwünschter Wirkungen/Interaktionen
Die Behandlung immunvermittelter Nebenwirkungen kann das Aufschieben einer Dosis oder einen dauerhaften Abbruch der Behandlung mit YERVOY und die Einleitung einer Therapie mit systemischen hochdosierten Kortikosteroiden erfordern. In einigen Fällen kann eine zusätzliche Therapie mit anderen Immunsuppressiva in Betracht gezogen werden (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Eine Erhöhung oder Reduktion der Dosis wird nicht empfohlen. Eine Verzögerung der Dosierung oder ein Absetzen kann basierend auf der individuellen Sicherheit und Verträglichkeit erforderlich sein.
Die Richtlinien für einen permanenten Abbruch oder die Aufschiebung von Dosen sind in den Tabellen 1A und 1B für YERVOY als Monotherapie und in Tabelle 1C für YERVOY in Kombination mit Nivolumab oder für Nivolumab als Monotherapie in Folge einer Kombinationsbehandlung aufgeführt. Detaillierte Empfehlungen für die Behandlung von immunvermittelten Nebenwirkungen sind in der Rubrik "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" beschrieben.
Tabelle 1A: Wann muss YERVOY als Monotherapie dauerhaft
abgesetzt werden?
Setzen Sie YERVOY dauerhaft ab, wenn Patienten folgende
Nebenwirkungen aufweisen. Die Behandlung dieser
Nebenwirkungen kann auch eine systemische hochdosierte
Kortikosteroidtherapie erfordern, wenn es sich dabei
nachweislich oder mutmasslich um immunvermittelte
Nebenwirkungen handelt (für detaillierte
Behandlungsrichtlinien siehe "Warnhinweise und
Vorsichtsmassnahmen" ).
Schwere oder lebensbedrohliche Nebenwirkung NCI-CTCAE v4 Grada
Gastrointestinal: Schwerwiegende Symptome -Diarrhö oder Kolitis Grad 3 oder 4
(Bauchschmerzen, starke Diarrhö oder signifikante
Änderungen der Anzahl Stuhlgänge, Blut im Stuhl,
gastrointestinale Hämorrhagie, gastrointestinale
Perforation)
Hepatisch: Schwerwiegende Erhöhungen der -Erhöhung der AST, ALT Grad 3
Aspartat-Aminotransferase (AST), Alanin-Aminotransferase (>5,0-20,0x ULN) oder 4 (>20,0x ULN)
(ALT) oder des Gesamtbilirubins oder Symptome einer oder -Gesamtbilirubins Grad 3
Hepatotoxizität (>3,0-10,0x ULN) oder 4 (>10,0x ULN)
Haut: Lebensbedrohliche Hautausschläge (wie -Hautausschlag Grad 4 oder Pruritus
Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse) Grad 3
oder starker grossflächiger Pruritus, der die
Alltagsaktivitäten beeinträchtigt oder eine medizinische
Intervention erfordert
Neurologisch: Neudiagnose oder Verschlimmerung einer -Sensorische oder motorische
schweren sensorischen oder motorischen Neuropathie Neuropathie Grad 3 oder 4
Sonstige Organsystemeb: (z.B. Nephritis, Pneumonitis, -Immunvermittelte Nebenwirkungen ≥
Pankreatitis, nicht-infektiöse Myokarditis, Diabetes Grad 3c -Immunvermittelte
mellitus Typ 1, transverse Myelitis) Augenerkrankungen ≥ Grad 2, die NICHT
auf eine topische immunsupprimierende
Therapie ansprechen -Diabetes mellitus
Typ 1 mit Grad 4 Hyperglykämie -Alle
Grade Immunvermittelte transverse
Myelitis
a Toxizitätsgrade entsprechen den Kriterien des nationalen Krebsinstituts der USA (National Cancer Institute Common Terminology Criteria for Adverse Events). Version 4.0 (NCI-CTCAE v4).
b Alle anderen unerwünschten Wirkungen, die nachweislich oder mutmasslich als immunvermittelt angesehen werden, sollten gemäss CTCAE eingestuft werden. Die Entscheidung für oder gegen einen Abbruch der Therapie mit YERVOY sollte vom Schweregrad der Nebenwirkungen abhängig gemacht werden.
c Patienten mit schwerer Endokrinopathie (Grad 3/4), die mit einer Hormonersatztherapie kontrolliert wird, können die Therapie fortsetzen.
ULN = Upper Limit of Normal, oberer Normgrenzwert
Tabelle 1B: Wann sollte eine Dosis
von YERVOY als Monotherapie
aufgeschoben werden?
Schieben Sie eine YERVOY-Dosisa bei
Patienten mit folgenden
immunvermittelten Nebenwirkungen
auf. Für detaillierte Behandlungsric
htlinien siehe "Warnhinweise und
Vorsichtsmassnahmen" .
Leichte bis mässige Nebenwirkungen Massnahme
Gastrointestinal: Mässige Diarrhö 1. YERVOY-Dosis aufschieben, bis die Nebenwirkung auf Grad 1
oder Kolitis, die entweder nicht oder Grad 0 (oder zum Ausgangswert) zurückgegangen und die
medizinisch beherrschbar sind oder Behandlung mit Kortikosteroiden abgeschlossen ist. 2. Falls
andauern (5-7 Tage) oder wieder Rückgang eintritt, Therapie wieder aufnehmen.d 3. Falls kein
auftreten Rückgang eintritt, weiterhin Dosen bis zum Abklingen der
Symptome aufschieben und danach die Behandlung
weiterführen.d 4. YERVOY absetzen, falls der Rückgang auf
Grad 1 oder Grad 0 (oder auf den Ausgangswert) nicht erfolgt.
Hepatisch: Grad 2b (>3,0-5,0x ULN)
Erhöhungen der AST, ALT oder Grad
2b (>1,5-3,0x ULN) Erhöhung des
Gesamtbilirubins
Haut: Mässiger bis schwerer (Grad
3)b Hautausschlag oder
grossflächiger/starker Pruritus,
unabhängig von der Ätiologie
Endokrin: Schwere Nebenwirkungen an
den endokrinen Drüsen wie
Hypophysitis und Thyreoiditis, die
mit einer Hormonersatztherapie oder
einer hochdosierten immunsupprimiere
nden Therapie nicht adäquat
kontrolliert werden können Diabetes
mellitus Typ 1 mit Grad 3
Hyperglykämie
Neurologisch: Mässige (Grad 2)b
ungeklärte motorische Neuropathie,
Muskelschwäche oder sensorische
Neuropathie (über mehr als 4 Tage)
Sonstige mässige Nebenwirkungenc
a Es wird keine Dosisreduktion von YERVOY empfohlen.
b Toxizitätsgrade entsprechen den Kriterien des nationalen Krebsinstituts der USA (National Cancer Institute Common Terminology Criteria for Adverse Events). Version 4.0 (NCI-CTCAE v4).
c Alle Nebenwirkungen anderer Organsysteme, die als immunvermittelt gelten, sollten gemäss CTCAE eingestuft werden. Die Entscheidung für oder gegen die Aufschiebung einer YERVOY-Dosis sollte vom Schweregrad der Nebenwirkungen abhängig gemacht werden.
d Bis zur Gabe aller 4 Dosen oder 16 Wochen nach der ersten Dosis, je nachdem, was zuerst eintritt.
ULN = Upper Limit of Normal, oberer Normgrenzwert
Tabelle 1C: Empfohlene
Behandlungsumstellungen
für YERVOY in Kombination
mit Nivolumab oder für
die Nivolumab Monotherapie
im Anschluss an die
Kombinationstherapie
Immunvermittelte Schweregrad Behandlungsumstellung
unerwünschte Wirkung
Immunvermittelte Pneumonitis Grad 2 Die Verabreichung aufschieben bis
Pneumonitis die Symptome abklingen, sich
auffällige Röntgenbefunde
verbessern und die Behandlung mit
Kortikosteroiden abgeschlossen ist
Pneumonitis Grad 3 oder 4 Die Behandlung dauerhaft absetzen
Immunvermittelte Kolitis Diarrhö oder Kolitis Grad 2 Die Verabreichung aufschieben bis
die Symptome abklingen und die
Behandlung mit Kortikosteroiden,
falls erforderlich, abgeschlossen
ist
Diarrhö oder Kolitis Grad Die Behandlung dauerhaft absetzen
3 oder 4a
Immunvermittelte Erhöhung von Aspartat-Aminotransfe Die Verabreichung aufschieben bis
Hepatitis ohne HCC rase (AST), Alanin-Aminotransferas die Laborwerte wieder die
e (ALT) oder Gesamt-Bilirubin ursprünglichen Spiegel erreichen
Grad 2 und die Behandlung mit
Kortikosteroiden, falls
erforderlich, abgeschlossen ist
Erhöhung AST, ALT oder Die Behandlung dauerhaft absetzen
Gesamt-Bilirubin Grad 3
oder 4
Immunvermittelte Wenn AST/ALT innerhalb der Die Verabreichung aufschieben bis
Hepatitis mit HCC normalen Grenzen liegen und auf die Laborwerte wieder die
das > 3 fache und ≤10 fache des ursprünglichen Spiegel erreichen
ULN ansteigen oder AST/ALT zu und die Behandlung mit
Beginn > 1 und ≤3 fache des ULN Kortikosteroiden, falls
liegen und auf >5 und ≤10 fache erforderlich, abgeschlossen ist
des ULN ansteigen oder AST/ALT zu
Beginn > 3 und ≤5 fache des ULN
liegen und auf > 8 und ≤10 fache
des ULN ansteigen.
AST/ALT- auf > 10 fache Die Behandlung dauerhaft absetzen
des ULN ansteigen oder
Gesamtbilirubin steigt
auf das > 3 fache des ULN.
Immunvermittelte Kreatinin-Erhöhung Grad 2 oder 3 Die Verabreichung aufschieben bis
Nephritis und Nierenfunkti der Kreatinin-Spiegel wieder den
onsstörung ursprünglichen Spiegel erreicht
und die Behandlung mit
Kortikosteroiden abgeschlossen ist
Kreatinin-Erhöhung Grad 4 Die Behandlung dauerhaft absetzen
Immunvermittelte Symptomatische Grad 2 oder 3 Die Verabreichung aufschieben bis
Endokrinopathien Hypothyreose, Hyperthyreose, die Symptome abklingen und die
Hypophysitis Nebenniereninsuffizie Behandlung mit Kortikosteroiden
nz Grad 2 Diabetes mellitus Typ 1 (falls zur Behandlung der
mit Grad 3 Hyperglykämie Symptome einer akuten Entzündung
erforderlich) abgeschlossen ist.
Die Behandlung sollte während
einer Hormonersatztherapieb
fortgesetzt werden, soweit keine
Symptome auftreten
Hypothyreose Grad 4 Die Behandlung dauerhaft absetzen
Hyperthyreose Grad 4
Hypophysitis Grad 4
Nebenniereninsuffizienz
Grad 3 oder 4 Diabetes
mellitus Typ 1 mit Grad 4
Hyperglykämie
Immunvermittelte Hautausschlag Grad 3 Die Verabreichung aufschieben bis
Hautreaktionen die Symptome abklingen und die
Behandlung mit Kortikosteroiden
abgeschlossen ist
Verdacht auf Stevens-Johns Die Verabreichung aufschieben
on Syndrom (SJS) oder
toxischer epidermaler
Nekrolyse (TEN)
Hautausschlag Grad 4 Die Behandlung dauerhaft absetzen
SJS/TEN bestätigt
Immunvermittelte Myelits Alle Grade Die Behandlung dauerhaft absetzen
Andere immunvermittelte Grad 3 (erstes Auftreten) Die Verabreichung aufschieben bis
unerwünschte Wirkungen die Symptome abklingen und die
Behandlung mit Kortikosteroiden
abgeschlossen ist
Grad 3 Myokarditis Die Behandlung dauerhaft absetzen
Grad 4 oder wiederauftrete Die Behandlung dauerhaft absetzen
nde Grad 3; andauernde
Grad 2 oder 3 trotz
Behandlungsanpassung;
wenn die Kortikosteroid-Do
sis nicht auf täglich 10
mg Prednison oder
äquivalente Dosis eines
anderen Kortikosteroids
reduziert werden kann
Hinweis: Die Toxizitätsgrade entsprechen den National Cancer Institute Common Terminology Criteria for Adverse Events Version 4.0 (NCI-CTCAE v4).
a Die Verabreichung der Nivolumab Monotherapie im Anschluss an eine Kombinationstherapie sollte im Falle einer Grad 3 Diarrhö oder Kolitis dauerhaft abgesetzt werden.
b Empfehlungen für die Anwendung von Hormonersatztherapie finden Sie im Abschnitt "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" .
Die Behandlung mit YERVOY in Kombination mit Nivolumab sollte dauerhaft abgesetzt werden bei:
-Grad 4 oder wiederauftretenden Grad 3 Nebenwirkungen;
trotz Behandlungsanpassung andauernden Grad 2 oder 3 Nebenwirkungen.
Wenn YERVOY in Kombination mit Nivolumab verabreicht und eines der Arzneimittel aufgeschoben wird, sollte das andere Arzneimittel ebenfalls aufgeschoben werden. Falls die Verabreichung nach einer Verzögerung wieder fortgesetzt wird, könnte sowohl die Kombinationsbehandlung als auch Nivolumab als Monotherapie, basierend auf der Beurteilung des individuellen Patienten, fortgesetzt werden.
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Sicherheit und Wirksamkeit von YERVOY wurden bei Patienten mit Leberinsuffizienz nicht untersucht. Basierend auf populationspharmakokinetischen Daten ist bei Patienten mit leicht eingeschränkter Leberfunktion keine spezielle Dosisanpassung erforderlich (siehe "Pharmakokinetik" ). Bei Patienten mit Transaminasewerten ≥5x ULN oder Bilirubinwerten > 3x ULN zu Therapiebeginn (Baseline) muss YERVOY mit Vorsicht eingesetzt werden (siehe "Eigenschaften/Wirkungen" ).
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Sicherheit und Wirksamkeit von YERVOY wurden bei Patienten mit Niereninsuffizienz nicht untersucht. Auf der Grundlage von Daten zur Populations-Pharmakokinetik ist bei Patienten mit leichter bis mässiger Niereninsuffizienz keine spezielle Dosisanpassung erforderlich (siehe "Pharmakokinetik" ).
Ältere Patienten
Für ältere Patienten (≥65 Jahre) ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ).
Pädiatrische Population
YERVOY ist für die Anwendung bei pädiatrischen Patienten unter 12 Jahren nicht zugelassen. Bei Anwendung von YERVOY als Monotherapie bei pädiatrischen Patienten über 12 Jahren entspricht die Dosierungsempfehlung derjenigen bei Erwachsenen.
Ausserhalb der zugelassenen Indikation(en) wurde YERVOY in Kombination mit Nivolumab bei pädiatrischen Patienten im Alter von ≥6 Monaten bis < 18 Jahren mit hochgradigen primären ZNS Malignomen, sowie soliden und hämatologischen Tumoren (inklusive Melanom und Hodgkins Lymphom) untersucht. Die vorhandenen Studiendaten weisen auf ein negatives Nutzen-Risiko-Verhältnis in dieser Population auf Grund von mangelnder Wirksamkeit hin. Die derzeit vorliegenden Daten zur Sicherheit sind in der Rubrik "Unerwünschte Wirkungen" beschrieben.
Bei Anwendung von YERVOY als Monotherapie bei Kindern und Jugendlichen über 12 Jahren entspricht die Dosierungsempfehlung derjenigen bei Erwachsenen.
Art der Anwendung
YERVOY darf nicht durch intravenöse Druck- oder Bolusinjektion verabreicht werden.
YERVOY soll mit Natriumchloridlösung 0,9% oder Glukoselösung 5% für Injektionszwecke auf Konzentrationen zwischen 1 mg/ml und 4 mg/ml verdünnt intravenös verabreicht werden.
Anweisungen zur Verdünnung des Präparats vor Verabreichung finden Sie in der Rubrik "Sonstige Hinweise" .
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