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Information for professionals for Vitamin D3 Sandoz eco 1000 I.E. / Vitamin D3 Sandoz eco 3200 I.E.:Sandoz Pharmaceuticals AG
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Zusammensetzung

Wirkstoffe
Cholecalciferolum.
Hilfsstoffe
Kapselinhalt
Butylhydroxytoluenum (BHT; E 321), triglycerida media.
Kapselhülle
Gelatina, glycerolum, titanii dioxidum (E 171), aqua purificata.
Zusätzlich in Weichkapseln zu 1000 I.E Cholecalciferolum: ferrum oxidum flavum (E 172) und ferrum oxidum rubrum (E 172).
Zusätzlich in Weichkapseln zu 3200 I.E. Cholecalciferolum: ferrum oxidum flavum (E 172).

Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

Weichkapseln zu 1000 I.E., 3200 I.E Cholecalciferolum corresp. 25 µg, bzw. 80 µg Cholecalciferolum pro Weichkapsel.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

1000 I.E. Weichkapseln
-Prophylaxe der Osteomalazie.
-Prophylaxe bei erkennbarem Risiko einer Vitamin D-Mangelerkrankung bei ansonsten gesunden Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren ohne Resorptionsstörung.
-Prophylaxe bei erkennbarem Risiko einer Vitamin D-Mangelerkrankung bei Malabsorption.
-Vitamin D-Supplementierung in Schwangerschaft und Stillzeit.
-Therapie eines Vitamin D-Mangels bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren.
-Therapie der Osteomalazie.
3200 I.E. Weichkapseln
-Prophylaxe bei erkennbarem Risiko einer Vitamin D-Mangelerkrankung bei Malabsorption.
-Therapie bei nachgewiesenem schwerem Vitamin D-Mangel [25(OH)D-Konzentrationen <25 nmol/l bzw. 10 ng/ml].
-Therapie der Osteomalazie.

Dosierung/Anwendung

Prophylaxe eines Vitamin D-Mangels bei erkennbarem Risiko einer Vitamin D-Mangelerkrankung bei gesunden Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren ohne Resorptionsstörung (einschliesslich Substitution in der Schwangerschaft / Prophylaxe einer Osteomalazie)
1000 I.E.
Die in der Schweiz zur Prophylaxe eines Vitamin D-Mangels empfohlene tägliche Supplementierung ist wie folgt:
Personen <60 Jahre (einschliesslich Jugendlichen ab 12 Jahren): 600 I.E.
Erwachsene ≥60 Jahre: 800 I.E.
Schwangere und stillende Frauen: 600 I.E.
Da für Vitamin D3 Sandoz eco nur eine Dosisstärke von 1000 I.E. zur Verfügung steht, wird empfohlen, unter Berücksichtigung auch der zu erwartenden UV-Exposition des Patienten die Einnahme (z.B. während der Sommermonate) an 1–2 Tagen pro Woche zu pausieren, um die in der Schweiz empfohlene wöchentliche Dosis zu erreichen.
Prophylaxe bei erkennbarem Risiko einer Vitamin D-Mangelerkrankung bei Malabsorption
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren
1000 I.E.
Ca. 3500 I.E. pro Tag.
Da diese Dosierung mit der Dosisstärke von 1000 I.E. nicht erreichbar ist, müssen alternierend 3000 I.E. und 4000 I.E. (d.h. 3 und 4 Weichkapseln) pro Tag eingenommen werden.
3200 I.E.
1 Weichkapsel pro Tag.
Behandlung eines Vitamin D-Mangels bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren:
Die Dosierung ist vom behandelnden Arzt in Abhängigkeit vom Ausmass des Vitamin-D-Mangels individuell festzulegen.
Schwerer Vitamin D-Mangel [25(OH)D-Konzentrationen <25 nmol/l bzw. 10 ng/ml]
Erwachsene: 1600–4000 I.E. pro Tag.
Jugendliche: 600–4000 I.E. pro Tag. Die Tagesdosis darf 4000 I.E. nicht übersteigen.
Leichter Vitamin D-Mangel [25(OH)D-Konzentration 25–<50 nmol/l bzw. 10–<20 ng/ml]
Erwachsene: 800–2000 I.E. pro Tag.
Jugendliche: 600–1000 I.E. pro Tag.
Therapie der Osteomalazie
1000-5000 I.E. pro Tag.
Alternativ können im Sinne einer "loading-dose" für 7–10 Tage 10'000 I.E. pro Tag verabreicht werden. Im Anschluss daran sollte die individuelle Erhaltungsdosis entsprechend des Vitamin D-Spiegels festgelegt werden.
Ggf. (d.h. falls die mit Vitamin D3 Sandoz eco erreichte Tagesdosis höher ist als die empfohlene Dosierung) kann die Einnahme an einem Tag pro Woche pausiert werden, um die empfohlene wöchentliche Dosis zu erreichen.
Spezielle Dosierungsempfehlungen
Kinder und Jugendliche
Vitamin D3 Sandoz eco darf bei Kindern unter 12 Jahren wegen der Aspirationsgefahr nicht angewendet werden.
Ältere Patienten
Eine Dosisanpassung aufgrund des Alters ist nicht erforderlich. Eine mögliche altersbedingte Abnahme der Nierenfunktion ist jedoch zu berücksichtigen.
Nierenfunktionsstörungen
Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz sollte Vitamin D3 Sandoz eco nicht angewendet werden. Bei leichter bis mässiggradiger Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich, eine Überwachung des Calcium- und Phosphatspiegel kann aber empfehlenswert sein.
Leberfunktionsstörungen
Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.
Art der Anwendung
Zum Einnehmen.
Die Weichkapseln sind unzerteilt (unzerkaut) mit ausreichend Wasser einzunehmen.

Kontraindikationen

-Hypercalcämie und/oder Hypercalciurie
-Neigung zur Bildung calciumhaltiger Nierensteine, Nephrocalcinose
-Pseudohypoparathyreoidismus (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" )
-Hypervitaminose D
längerfristig immobilisierte Patienten (z.B. nach orthopädischen Korrekturoperationen oder bei Skelettaffektionen mit Bettlägerigkeit)
gleichzeitige Anwendung zusammen mit Vitamin D-Analoga
-Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Vitamin D bewirkt eine erhebliche Steigerung der Calciumresorption. In hohen Dosen sind alle D-Vitamine toxisch (siehe "Überdosierung" ).
Bei jeder Langzeitbehandlung mit Tagesdosen über 1000 I.E. müssen Calcium- und Phosphatkonzentration im Serum sowie die Nierenfunktion überwacht werden. Dies gilt insbesondere bei:
älteren Patienten
-Störungen des Calciumstoffwechsels
gestörter renaler Calcium- oder Phosphatausscheidung
-Hyperphosphatämie
immobilisierten Patienten
-Arteriosklerose oder Koronarer Herzerkrankung
erhöhtem Risiko für eine Nephrolithiasis
gleichzeitiger Behandlung mit Benzothiazidinen oder anderen Diuretika (siehe "Interaktionen" )
Im Falle einer Hypercalcämie oder Hypercalciurie sowie bei Verschlechterung der Nierenfunktion muss die Dosis reduziert oder die Therapie abgebrochen werden. Eine Dosisreduktion (bzw. ein vorübergehendes Absetzen) empfiehlt sich, wenn die Calciumkonzentration im Urin 7,5 mmol/24 Stunden (entsprechend 300 mg/24 Std.) überschreitet.
Die Patienten, insbesondere solche unter einer Langzeittherapie mit höheren Dosen, sollten auf die möglichen Symptome einer Überdosierung (wie Müdigkeit, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe gefolgt von Obstipation, Muskel- und Gelenkschmerzen, Muskelschwäche, Polydipsie, Polyurie) hingewiesen werden.
Sarkoidose
Bei Patienten mit Sarkoidose sollte Vitamin D3 Sandoz eco aufgrund einer möglichen Steigerung der Metabolisierung von Vitamin D3 in seine aktive Form nur mit Vorsicht verordnet werden. Bei diesen Patienten muss der Calciumspiegel in Serum und Urin regelmässig überwacht werden.
Eingeschränkte Nierenfunktion
Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz sollte Vitamin D3 Sandoz eco nicht angewendet werden. Bei leichter bis moderater Niereninsuffizienz sollte Vitamin D3 Sandoz eco nur mit Vorsicht angewendet werden. Bei diesen Patienten müssen Calcium- und Phosphatspiegel sowie die Nierenfunktion überwacht werden. Das Risiko von Weichteil-Calcifikationen sollte berücksichtigt werden.
Der ursächliche Zusammenhang zwischen einer ergänzenden Zufuhr von Vitamin D3 und einer Nephrolithiasis ist nicht eindeutig belegt, das Risiko ist aber plausibel, vor allem im Kontext einer begleitenden Calciumsupplementierung.
Gleichzeitige Anwendung von Herzglykosiden
Bei gleichzeitiger Anwendung von Herzglykosiden ist aufgrund eines erhöhten Risikos für Arrhythmien Vorsicht geboten (siehe "Interaktionen" ).
Pseudohypoparathyreoidismus
Bei Patienten mit Pseudohypoparathyreoidismus darf Vitamin D3 nicht angewendet werden. Bei diesen Patienten kann der Vitamin-D-Bedarf durch eine phasenweise normale Vitamin D-Empfindlichkeit herabgesetzt sein, wodurch das Risiko einer lang anhaltenden Überdosierung besteht. Bei diesen Patienten sollten daher leichter steuerbare Vitamin-D-Derivate (wie z.B. Calcitriol) verwendet werden, welche keinem Parathormon-abhängigen Metabolismus in der Niere unterliegen.
Andere Vitamin D-Quellen
Bei der Einnahme von Vitamin D3 Sandoz eco ist darauf zu achten, dass keine anderen Vitamin-D-haltigen Arzneimittel angewendet werden. Die Vitamin D3-Menge, die in Form von mit Vitamin D3 angereicherten Lebensmitteln (z.B. Milch, Fetten) zugeführt wird, muss bei der Festlegung der Dosis berücksichtigt werden.
Die Notwendigkeit einer zusätzlichen Calcium-Supplementierung sollte für jeden Patienten individuell abgewogen werden. Die Gabe von Calcium-Ergänzungspräparaten sollte nur unter engmaschiger ärztlicher Überwachung (d.h. Kontrolle des Calciumspiegels in Serum und Urin) erfolgen.

Interaktionen

Pharmakokinetische Interaktionen
Bei gleichzeitiger Behandlung mit Ionenaustauscherharzen (wie Colestyramin oder Colestipolhydrochlorid), Orlistat oder Laxantien (wie Paraffinöl) kann die gastrointestinale Resorption von Vitamin D3 reduziert sein. Der zeitliche Abstand zur Einnahme von Vitamin D3 Sandoz eco sollte daher mindestens 4 Stunden betragen.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, welche hepatische Enzyme induzieren, wie z.B. Rifampicin, Isoniazid, Antikonvulsiva (z.B. Phenytoin) oder Barbiturate, kann der Metabolismus von Vitamin D3 beschleunigt und dadurch die Wirksamkeit reduziert sein.
Imidazol-Antimykotika können durch Hemmung der Umwandlung von 25-Hydroxy-Vitamin D3 zu 1,25-Dihydroxy-Vitamin D3 durch das renale Enzym 25-Hydroxy-Vitamin-D3-1 Hydroxylase die Aktivität von Vitamin D3 beeinträchtigen.
Pharmakodynamische Interaktionen
Die Toxizität von Herzglykosiden kann unter Anwendung von Vitamin D3 erhöht sein, mit einem erhöhten Risiko für Arrhythmien. Eine engmaschige Überwachung, ggf. einschliesslich Kontrollen von Calciumspiegel und EKG, ist erforderlich.
Thiazid-Diuretika reduzieren die Ausscheidung von Calcium über den Urin, wodurch das Risiko für eine Hypercalcämie erhöht wird. Daher sind regelmäßige Kontrollen des Calcium-Serumspiegels notwendig.
Systemische Corticosteroide hemmen die Calciumresorption. Bei gleichzeitiger Anwendung von Corticosteroiden kann daher die Wirksamkeit von Vitamin D3 reduziert sein.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Calcium enthaltenden Produkten in hohen Dosen ist das Risiko einer Hypercalcämie erhöht.

Schwangerschaft, Stillzeit

Schwangerschaft
Es liegen nur limitierte Daten zur Anwendung von Cholecalciferol bei schwangeren Frauen vor. In tierexperimentellen Studien zeigten hohe Dosen Vitamin D3 eine Reproduktionstoxizität (siehe "Präklinische Daten" ).
Langanhaltende Überdosierungen von Vitamin D müssen während der Schwangerschaft vermieden werden, da die daraus resultierende Hypercalcämie beim Kind zu einer supravalvulären Aortenstenose und zu einer Retinopathie sowie zu körperlicher und geistiger Retardierung führen kann. Während einer Schwangerschaft sollte Vitamin D3 Sandoz eco daher nur nach strenger Indikationsstellung und unter ärztlicher Überwachung angewendet und nur so dosiert werden, wie dies zur Behebung des Vitamin D-Mangels unbedingt notwendig ist.
Zur Prophylaxe sollte bei Schwangeren eine Dosis von 4000 I.E. pro Woche nicht überschritten werden. Zur Behandlung eines bereits manifesten Vitamin D-Mangels können, je nach Grunderkrankung und Schwere des Vitamin D-Mangels, unter entsprechender Überwachung des Calcium- und Phosphat-Haushalts Tagesdosen bis 4000 I.E. angewendet werden.
Stillzeit
Vitamin D3 und seine Metaboliten treten in die Muttermilch über. Fälle einer Überdosierung bei Säuglingen wurden jedoch nicht beobachtet. Vitamin D3 Sandoz eco kann in den üblichen für Erwachsene empfohlenen Dosierungen während der Stillzeit angewendet werden.
Fertilität
Es liegen keine Daten über mögliche Auswirkungen von Cholecalciferol auf die Fertilität vor.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt. Auswirkungen von Vitamin D3 auf die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen sind jedoch unwahrscheinlich.

Unerwünschte Wirkungen

Die Häufigkeitsangaben sind wie folgt definiert:
Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥1/1000 bis < 1/100), selten (≥1/10'000 bis < 1/1000), sehr selten (< 1/10'000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
Erkrankungen des Immunsystems
Nicht bekannt: Überempfindlichkeitsreaktionen wie Angioödem oder Larynxödem.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
Nicht bekannt: Hautausschlag, Pruritus, Urtikaria.
Die übrigen unerwünschten Wirkungen stellen in der Regel die Folge einer Überdosierung dar (siehe "Überdosierung" ).
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

Überdosierung

Bei gesunden Erwachsenen liegt die Schwelle für eine Vitamin-D-Intoxikation bei einer Dosis von 20'000 bis 50'000 I.E. pro Tag über einen längeren Zeitraum. Bei Kindern (insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern) können unerwünschte Wirkungen bereits bei niedrigeren Dosen auftreten.
Symptome einer Überdosierung
Eine Überdosierung von Vitamin D3 führt zu Hypercalcämie und Hypercalciurie sowie zu einem Anstieg von Phosphat in Serum und Urin.
Die Symptome einer Vitamin D3-Überdosierung sind uncharakteristisch. Es kann zu Schwäche, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Reizbarkeit, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Tinnitus, Ataxie, Arrhythmien, Mundtrockenheit bzw. Durstgefühl, metallischem Geschmack, abdominellen Krämpfen, Übelkeit, Erbrechen, anfangs Diarrhoe gefolgt von Obstipation, Exanthemen, Polyurie, Azidose, Muskel- und Knochenschmerzen sowie bei Kindern zu Hypotonie kommen. In schweren Fällen sind auch Elektrolytveränderungen, Azidose, psychische Veränderungen und Bewusstseinsstörungen möglich.
Eine chronische Überdosierung kann mit einer Verschlechterung der Nierenfunktion, Nephrocalcinose und Nephrolithiasis, Gewichtsveränderungen, Pruritus, Libidoreduktion, Pankreatitis, Anämie und Krampfanfällen einhergehen. Bei Kindern kann es zu einem verzögerten Wachstum, bei Erwachsenen zu einer Osteoporose kommen. Darüber hinaus kann die Hypercalcämie zu Calcifizierungen in Gefässen und Organen führen.
In Einzelfällen wurden letale Verläufe beschrieben.
Die Anwendung von Vitamin D3 Sandoz eco ist zu beenden, wenn die Calcium-Konzentration 10,6 mg/dl (2,65 mmol/l) im Serum und/oder 300 mg/24 Stunden im Urin überschreitet.
Eine Hypercalcämie aufgrund chronischer Verabreichung hoher Vitamin D3-Dosen kann aufgrund der Speicherung des Cholecalciferols im Organismus über mehrere Monate anhalten.
Therapie der Überdosierung
Ein spezifisches Antidot existiert nicht. Im Vordergrund steht die Behandlung der Hypercalcämie.
Als erste Massnahme sind das Vitamin-D-Präparat sowie ggf.sämtliche zusätzlichen Calciumpräparate abzusetzen. Die weitere Behandlung ist abhängig vom Schweregrad der Symptomatik und kann folgende Massnahmen umfassen: calciumarme bzw. calciumfreie Ernährung, reichliche Flüssigkeitszufuhr, forcierte Diurese (mittels Furosemid), Gabe von Glucocorticoiden, ggf. Hämo- oder Peritonealdialyse.
Bei akuter Intoxikation (z.B. bei akzidenteller Überdosierung) können das Auslösen von Erbrechen, eine Magenspülung oder die Gabe von Mineralöl-Präparaten angezeigt sein.
Bei chronischer Überdosierung kann auch die Gabe von Calcitonin indiziert sein.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code
A11CC05
Wirkungsmechanismus
Vitamin D ist eine im menschlichen Organismus natürlich vorkommende Substanz. In der Haut wird 7-Dehydrocholesterin unter der Einwirkung von UV-Strahlung in Vitamin D3 (Cholecalciferol) umgewandelt. In geringem Umfang wird Vitamin D3 auch mit der Nahrung (Milch, Butter, Eigelb, Avocado, Leber) zugeführt.
Cholecalciferol wird in zwei Hydroxylierungsschritten zunächst in der Leber (Position 25) und dann im Nierengewebe (Position 1) in seine biologisch aktive Form, das 1,25-Dihydrocholecalciferol (Calcitriol), überführt.
Calcitriol reguliert zusammen mit Parathormon und Calcitonin den Calcium-Phosphat-Stoffwechsel. Es fördert die Absorption von Calcium im Darm, den Einbau von Calcium in das Osteoid und die Freisetzung von Calcium aus Knochengewebe. Ausserdem werden der passive und der aktive Phosphattransport stimuliert. In der Niere hemmt Calcitriol die Ausscheidung von Calcium und Phosphat durch Förderung der tubulären Rückresorption. Die Bildung von Parathormon (PTH) in den Nebenschilddrüsen wird durch die biologisch aktive Form von Vitamin D3 direkt gehemmt. Darüber hinaus wird die PTH-Sekretion durch die erhöhte Calciumaufnahme im Dünndarm gehemmt.
Pharmakodynamik
Der Mindestbedarf an Vitamin D liegt je nach Lebensalter zwischen 400 und 800 I.E. pro Tag. Gesunde Erwachsene können bei ausreichender Sonnenexposition ihren Bedarf durch Eigensynthese decken.
Mögliche Ursachen für einen Vitamin D3-Mangel beim Erwachsenen sind unter anderem ungenügende UV-Exposition, Malabsorption bzw. Maldigestion (z.B. bei Zöliakie), Leberzirrhose und Niereninsuffizienz sowie eine Behandlung mit Antikonvulsiva oder Glucocorticoiden.
Bei einem Mangel an Vitamin D kommt es zur Knochenentkalkung (Osteomalazie), im Kindesalter bleibt die Verkalkung des wachsenden Skeletts aus.
Klinische Wirksamkeit
Keine Daten vorhanden.

Pharmakokinetik

Absorption
In alimentären Dosen wird Vitamin D3 aus der Nahrung zusammen mit den Nahrungsfetten rasch und fast vollständig resorbiert. Höhere Dosen werden mit einer Resorptionsquote von etwa 2/3 aufgenommen.
Distribution
Cholecalciferol und seine hydroxylierten Metaboliten sind im Blut an ein spezifisches Alpha-Globulin (vitamin D-binding protein) gebunden.
Vitamin D wird im Fett- und Muskelgewebe gespeichert.
Metabolismus
Vitamin D3 (1,25-Dihydroxycholecalciferol) wird in zwei Hydroxylierungsschritten zunächst in der Leber in 25-Hydroxycholecalciferol und anschliessend in den Nieren (an Position 1) in seine metabolisch aktive Form (1,25-Dihydroxycholecalciferol) überführt.
Elimination
Die Ausscheidung erfolgt hauptsächlich über die Faeces in Form inaktiver Glukuronide und zu einem geringen Anteil über die Nieren.
Im Plasma hat 1,25-Dihydroxycholecalciferol eine Halbwertszeit von 10–20 Stunden, der Metabolit 25-Hydroxycholecalciferol von 15 Tagen. Die Halbwertszeit im Fettgewebe beträgt hingegen etwa 2 Monate.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Die Pharmakokinetik von Vitamin D3 Sandoz eco wurde bei Kindern und Jugendlichen und bei älteren Patienten sowie bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion nicht spezifisch untersucht. Bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz wurde eine Beeinträchtigung des Metabolismus und der Elimination von Vitamin D beschrieben.

Präklinische Daten

Präklinische Studien in verschiedenen Tier-Species zeigten, dass bei Dosen, welche die für die therapeutische Anwendung beim Menschen erforderlichen Dosen um ein Vielfaches übersteigen, toxische Effekte auftreten.
In Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe wurden als häufigste Effekte verstärkte Calcurie und verringerte Phosphaturie sowie Proteinurie beschrieben.
Bei hohen Dosen kam es zum Auftreten einer Hypercalcämie. Bei länger anhaltender Hypercalcämie wurden histologische Veränderungen (Calcifizierungen) festgestellt, die überwiegend die Nieren, das Herz, die Aorta, die Hoden, den Thymus und die Darmschleimhaut betrafen.
Bei Tieren erwies sich Cholecalciferol (Vitamin D3) in hohen Dosen als teratogen.
In Dosen, die den therapeutisch angewendeten Dosen entsprechen, hat Cholecalciferol (Vitamin D3) keine teratogene Aktivität. Cholecalciferol hat kein mutagenes Potential und keine karzinogene Aktivität.

Sonstige Hinweise

Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
In der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15–25°C), vor Licht geschützt und ausser Reichweite von Kindern lagern.

Zulassungsnummer

68434 (Swissmedic)

Packungen

Vitamin D3 Sandoz eco 1000 I.E. Packungen zu 30 und 90 Weichkapseln (D)
Vitamin D3 Sandoz eco 3200 I.E. Packungen zu 30 und 90 Weichkapseln (B)

Zulassungsinhaberin

Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz

Stand der Information

September 2022

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