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Information for professionals for Akeega®:Janssen-Cilag AG
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Dosierung/Anwendung

Die Behandlung mit Akeega plus Prednison oder Prednisolon sollte durch einen in der medizinischen Behandlung von Prostatakarzinom erfahrenen Arzt/erfahrene Ärztin eingeleitet und überwacht werden.
Wird eine Behandlung mit Akeega in Erwägung gezogen, muss für die Behandlung des mHSPC ein positiver BRCA2-Status oder für die Behandlung des mCRPC ein positiver BRCA1/2-Status mit einer validierten Testmethode bestätigt worden sein (siehe "Eigenschaften/Wirkungen" ).
Übliche Dosierung
Die empfohlene Dosis von Akeega beträgt 200 mg Niraparib/1000 mg Abirateronacetat (zwei 100 mg/500 mg Filmtabletten), die als Einzeldosis einmal täglich ungefähr zur gleichen Zeit einzunehmen ist. Für die Dosisreduktion sind die 50 mg/500 mg Filmtabletten erhältlich.
Eine medizinische Kastration mit einem luteinisierenden Hormon Releasing Hormon (LHRH)-Analogon soll während der Behandlung von Patienten, die nicht chirurgisch kastriert sind, fortgeführt werden.
Akeega muss auf nüchternen Magen eingenommen werden. Akeega darf frühestens zwei Stunden nach dem Essen eingenommen werden, und nach der Einnahme von Akeega darf mindestens eine Stunde lang nichts gegessen werden. Die Filmtabletten müssen ganz mit Wasser geschluckt werden (siehe "Pharmakokinetik" – "Absorption" ).
Dosierung von Prednison oder Prednisolon
Akeega wird für die Behandlung von mHSPC in Kombination mit 5 mg Prednison oder Prednisolon einmal täglich angewendet. Akeega wird für die Behandlung von mCRPC in Kombination mit 10 mg Prednison oder Prednisolon einmal täglich angewendet.
Verspätete Dosisgabe
Wenn eine Dosis von Akeega, Prednison oder Prednisolon versäumt wird, soll die Behandlung am folgenden Tag mit der üblichen Tagesdosierung fortgeführt werden. Es dürfen keine zusätzlichen Filmtabletten eingenommen werden, um die versäumte Dosis zu kompensieren.
Absetzen der Behandlung
Die Behandlung sollte bis zur Krankheitsprogression oder bis zum Auftreten inakzeptabler Toxizität fortgesetzt werden.
Dosisanpassung aufgrund unerwünschter Wirkungen/Interaktionen
Nichthämatologische unerwünschte Wirkungen
Bei Patienten, die nichthämatologische unerwünschte Wirkungen ≥ Grad 3 entwickeln, sollte die Behandlung unterbrochen und eine angemessene medizinische Behandlung eingeleitet werden (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ). Die Behandlung mit Akeega sollte nicht wieder aufgenommen werden, bis die Symptome der toxischen Wirkungen bis auf Grad 1 abgeklungen oder die Ausgangswerte wieder erreicht sind.
Hämatologische unerwünschte Wirkungen
Bei Patienten, die eine hämatologische Toxizität ≥ Grad 3 oder inakzeptable hämatologische Toxizität entwickeln, sollte Akeega zunächst nicht abgesetzt, sondern unterbrochen und eine unterstützende Behandlung in Erwägung gezogen werden. Akeega ist dauerhaft abzusetzen, wenn die hämatologische Toxizität innerhalb von 28 Tagen nach der Einnahmepause nicht auf ein akzeptables Niveau zurückgegangen ist.
Die Empfehlungen zur Anpassung der Dosis bei Thrombozytopenie und Neutropenie sind in Tabelle 1 aufgeführt.
Tabelle 1: Empfehlungen zur Anpassung der Dosis bei Thrombozytopenie und Neutropenie

     Grad 1                Keine Anpassung, wöchentliche Kontrollen in Erwägung ziehen.
Grad 2                Mindestens wöchentliche Kontrollen durchführen und erwägen, die Behandlung
                      mit Akeega bis zur Erholung auf Grad 1 oder Wiederherstellung der
                      Ausgangswerte zu unterbrechen.1 Wiederaufnahme der Behandlung mit Akeega mit
                      der Empfehlung einer wöchentlichen Kontrolle für die Dauer von 28 Tagen nach
                      Wiederaufnahme.
Grad ≥3               Die Behandlung mit Akeega unterbrechen und mindestens einmal wöchentliche
                      Kontrollen durchführen, bis sich die Thrombozyten- und die Neutrophilenwerte
                      bis Grad 1 oder bis zum Ausgangswert gebessert haben.1 Anschliessend die Gabe
                      von Akeega wiederaufnehmen oder, sofern angezeigt, mit niedrigerer
                      Dosierungsstärke (zwei 50 mg/500 mg Filmtabletten) weiterbehandeln. Die
                      wöchentliche Kontrolle des Blutbildes wird für eine Dauer von 28 Tagen nach
                      Wiederaufnahme der Behandlung oder nach Einleitung der Behandlung mit
                      niedrigerer Dosierungsstärke (zwei 50 mg/500 mg Filmtabletten) empfohlen. Bei
                      Einleitung der Behandlung mit niedrigerer Dosierungsstärke, siehe
                      nachfolgenden Abschnitt "Empfohlene Kontrolle" für weitere Informationen zur
                      Überwachung der Leberfunktion.
Zweites Auftreten ≥   Die Behandlung mit Akeega unterbrechen und mindestens einmal wöchentliche
Grad 3                Kontrollen durchführen, bis sich die Thrombozyten- und die Neutrophilenwerte
                      bis Grad 1 oder bis zum Ausgangswert gebessert haben.1 Zur Weiterbehandlung
                      ist die niedrigere Dosierungsstärke (zwei 50 mg/500 mg Filmtabletten)
                      einzunehmen. Nach der Wiederaufnahme der Behandlung mit niedriger dosiertem
                      Akeega wird eine wöchentliche Kontrolle für eine Dauer von 28 Tagen
                      empfohlen. Bei Einleitung der Behandlung mit niedrigerer Dosierungsstärke
                      (zwei 50 mg/500 mg Filmtabletten), siehe nachfolgenden Abschnitt "Empfohlene
                      Kontrolle" für weitere Informationen zur Überwachung der Leberfunktion. Wenn
                      der Patient bereits mit niedrigerer Dosierungsstärke (50 mg/500 mg
                      Filmtabletten) behandelt wurde, ist eine Beendigung der Behandlung zu erwägen.
Drittes Auftreten ≥   Behandlung dauerhaft beenden.
Grad 3                

1 Während der Unterbrechung der Behandlung mit Akeega kann von ärztlicher Seite die Gabe von Abirateronacetat und Prednison oder Prednisolon in Betracht gezogen werden, um die tägliche Dosis von Abirateronacetat aufrechtzuerhalten (siehe Fachinformation für Abirateronacetat).
Die Weiterbehandlung mit Akeega darf erst erfolgen, wenn sich die Toxizität aufgrund von Thrombozytopenie und Neutropenie bis auf Grad 1 gebessert hat, oder die Ausgangswerte wiederhergestellt sind. Gegebenenfalls kann die Behandlung mit niedriger dosiertem Akeega (zwei 50 mg/500 mg Filmtabletten) wiederaufgenommen werden. Bezüglich der häufigsten unerwünschten Wirkungen siehe "Unerwünschte Wirkungen" .
Bei einer Anämie Grad ≥3 sollte die Behandlung mit Akeega unterbrochen werden, und es sind unterstützende Massnahmen einzuleiten, bis sich die Anämie bis ≤ Grad 2 gebessert hat. Bei anhaltender Anämie ist eine Dosisreduktion (zwei 50 mg/500 mg Filmtabletten) anhand der klinischen Beurteilung zu erwägen. Die Empfehlungen zur Anpassung der Dosis bei Anämie sind in Tabelle 2 aufgeführt.
Tabelle 2: Empfehlungen zur Anpassung der Dosis bei Anämie

     Grad 1                Keine Anpassung, wöchentliche Kontrollen in Erwägung ziehen
Grad 2                Mindestens wöchentliche Kontrollen für 28 Tage durchführen, wenn die Anämie
                      beim Beginn der Behandlung Grad ≤1 war.
Grad ≥3               Die Behandlung mit Akeega unterbrechen1 und unterstützende Massnahmen mit
                      mindestens einmal wöchentlichen Kontrollen einleiten, bis sich die Anämie bis
                      Grad ≤2 gebessert hat. Bei anhaltender Anämie ist eine Dosisreduktion auf die
                      niedrigere Dosierungsstärke (zwei 50 mg/500 mg Filmtabletten) anhand der
                      klinischen Beurteilung zu erwägen. Bei Einleitung der Behandlung mit
                      niedrigerer Dosierungsstärke (zwei 50 mg/500 mg Filmtabletten), siehe
                      nachfolgenden Abschnitt "Empfohlene Kontrolle" für weitere Informationen zur
                      Überwachung der Leberfunktion.
Zweites Auftreten ≥   Die Behandlung mit Akeega unterbrechen1, unterstützende Massnahmen einleiten
Grad 3                und mindestens wöchentliche Kontrollen durchführen, bis sich die Anämie bis
                      Grad ≤2 gebessert hat. Zur Weiterbehandlung ist die niedrigere
                      Dosierungsstärke (zwei 50 mg/500 mg Filmtabletten) einzunehmen. Nach der
                      Wiederaufnahme der Behandlung mit niedriger dosiertem Akeega wird eine
                      wöchentliche Kontrolle für eine Dauer von 28 Tagen empfohlen. Bei Einleitung
                      der Behandlung mit niedrigerer Dosierungsstärke (zwei 50 mg/500 mg
                      Filmtabletten), siehe nachfolgenden Abschnitt "Empfohlene Kontrolle" für
                      weitere Informationen zur Überwachung der Leberfunktion. Wenn der Patient
                      bereits mit niedrigerer Dosierungsstärke (50 mg/500 mg Filmtabletten)
                      behandelt wurde, ist eine Beendigung der Behandlung zu erwägen.
Drittes Auftreten ≥   Beendigung der Behandlung mit Akeega anhand der klinischen Beurteilung zu
Grad 3                erwägen.

1 Während der Unterbrechung der Behandlung mit Akeega kann von ärztlicher Seite die Gabe von Abirateronacetat und Prednison oder Prednisolon in Betracht gezogen werden, um die tägliche Dosis von Abirateronacetat aufrechtzuerhalten (siehe Fachinformation für Abirateronacetat).
Empfohlene Kontrollen
Vor Beginn der Behandlung sowie im ersten Monat wöchentlich, in den darauffolgenden beiden Monaten alle zwei Wochen, während des ersten Jahres monatlich und anschliessend für den Rest der Behandlung alle zwei Monate sollte ein grosses Blutbild erstellt werden, um den Patienten im Hinblick auf klinisch signifikante Veränderungen hämatologischer Parameter zu kontrollieren (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Serumaminotransferasen und Gesamtbilirubin sollten vor Beginn der Behandlung, in den ersten drei Monaten der Behandlung alle zwei Wochen, danach im ersten Jahr monatlich und anschliessend für die Dauer der Behandlung alle zwei Monate gemessen werden. Wenn nach einer Dosisunterbrechung mit der niedrigeren Dosis (zwei 50 mg/500 mg Filmtabletten) begonnen wird, soll die Leberfunktion wegen des Risikos einer erhöhten Abirateron-Exposition (siehe "Pharmakokinetik" ) sechs Wochen lang alle zwei Wochen überwacht werden, bevor die regelmässige Überwachung wieder aufgenommen wird. Der Serumkaliumspiegel sollte im ersten Jahr monatlich und dann für die Dauer der Behandlung alle zwei Monate kontrolliert werden (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Eine Blutdruckkontrolle sollte in den ersten zwei Monaten wöchentlich, im ersten Jahr monatlich und dann für die Dauer der Behandlung alle zwei Monate erfolgen.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Akeega darf nicht bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Leberfunktionsstörung angewendet werden (siehe "Kontraindikationen" , "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "Pharmakokinetik" – "Kinetik spezieller Patientengruppen" ).
Bei Patienten, die eine Hepatotoxizität ≥ Grad 3 entwickeln (Anstieg der Alanin-Aminotransferase [ALT] oder Aspartat-Aminotransferase [AST] über das 5-Fache der Obergrenze des Normalwerts [ULN] oder Anstieg des Gesamtbilirubins auf über das 3-Fache des ULN), sollte die Behandlung mit Akeega unterbrochen und die Leberfunktion engmaschig überwacht werden (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Eine Wiederaufnahme der Behandlung kann nur nach Wiederherstellung der Leberfunktionsausgangswerte bei dem jeweiligen Patienten und mit einer reduzierten Dosis von 1 Filmtablette Akeega (entsprechend 100 mg Niraparib/500 mg Abirateronacetat) erfolgen.
Wenn Patienten während der Behandlung mit Akeega eine schwere Hepatotoxizität entwickeln (ALT oder AST beim 20-Fachen der ULN), sollte die Behandlung dauerhaft beendet werden.
Bei Patienten, bei denen gleichzeitig ein Anstieg der ALT auf mehr als das 3-Fache der ULN und des Gesamtbilirubins auf mehr als das 2-Fache der ULN auftritt, ohne dass eine Gallenobstruktion oder andere Ursachen für den gleichzeitigen Anstieg vorliegen, ist die Behandlung dauerhaft zu beenden (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Nierenfunktionsstörung ist keine Dosierungsanpassung erforderlich (siehe "Pharmakokinetik" – "Kinetik spezieller Patientengruppen" ). Die Sicherheit von Akeega bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz oder mit Nephropathie in der terminalen Phase unter Behandlung mit Hämodialyse ist nicht bekannt. Akeega darf bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung nur angewendet werden, wenn der Nutzen das potenzielle Risiko überwiegt, und der Patient sollte sorgfältig auf Nierenfunktion und Nebenwirkungen überwacht werden.
Ältere Patienten
Bei älteren Patienten (65 Jahre oder älter) ist keine Dosierungsanpassung erforderlich (siehe "Unerwünschte Ereignisse" , "Pharmakodynamik" – "Klinische Wirksamkeit" und "Pharmakokinetik" – "Kinetik spezieller Patientengruppen" ).
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Akeega bei Kindern und Jugendlichen wurden nicht untersucht.
Art der Anwendung
Die Filmtabletten sind als Einzeldosis einmal täglich auf nüchternen Magen einzunehmen. Akeega darf frühestens zwei Stunden nach dem Essen eingenommen werden, und es darf nach der Einnahme von Akeega mindestens eine Stunde lang nichts gegessen werden. Akeega Filmtabletten sind ganz zusammen mit Wasser zu schlucken. Die Filmtabletten dürfen nicht zerbrochen, zerkleinert oder gekaut werden.

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