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Unerwünschte Wirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Basierend auf einer Analyse aller erwachsenen ITP-Patienten, welche Romiplostim in 4 kontrollierten und 5 unkontrollierten klinischen Studien erhalten haben, betrug die Gesamtinzidenz aller unerwünschten Wirkungen bei Probanden, die mit Romiplostim behandelt wurden, 91,5% (248/271). Die mittlere Dauer der Romiplostim-Exposition in dieser Studienpopulation war 50 Wochen.
 
Innerhalb jeder Systemorganklasse gemäss MedDRA und Häufigkeitsgruppe werden die unerwünschten Wirkungen nach abnehmender Inzidenz aufgeführt. Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100, < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1’000, < 1/100) und nicht bekannt (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden).
 
Erkrankungen des Blut- und Lymphsystems
Häufig: Anämie, Knochenmarkstörung, Thrombozytopenie
Gelegentlich: aplastische Anämie, Knochenmarkversagen, Leukozytose, Splenomegalie, Thrombozythämie, erhöhte Thrombozytenzahl, abnorme Thrombozytenzahl, Myelofibrose
 
Erkrankungen des Immunsystems
Sehr häufig: Überempfindlichkeit (19,4%) (Fälle von Hautausschlägen, Urtikaria, Angioödem)
Häufig: Angioödem
Nicht bekannt: anaphylaktische Reaktion
 
Herzerkrankungen
Gelegentlich: Myokardinfarkt, erhöhte Herzfrequenz
 
Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
Gelegentlich: Vertigo
 
Augenerkrankungen
Gelegentlich: konjunktivale Hämorrhagie, Störung der Akkommodation, Blindheit, Funktionsstörung des Auges, juckende Augen, gesteigerte Tränensekretion, Stauungspapille, Sehstörungen
 
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Häufig: Übelkeit, Diarrhö, Abdominalschmerzen, Konstipation, Dyspepsie
Gelegentlich: Erbrechen, rektale Hämorrhagie, Mundgeruch, Dysphagie, Gastroösophagealer Reflux, Hämatochezie, Hämorrhagie im Mund, Magenbeschwerden, Stomatitis, Zahnverfärbung
 
Allgemeine Beschwerden und Reaktionen an der Applikationsstelle
Häufig: Fatigue, periphere Ödeme, Influenza-ähnliche Erkrankung, Schmerzen, Asthenie, Pyrexie, Schüttelfrost, Reaktion an der Injektionsstelle
Gelegentlich: Hämorrhagie an der Injektionsstelle, Brustschmerzen, Reizbarkeit, Malaise, Gesichtsödem, Hitzegefühl, Nervosität
 
Leber- und Gallenerkrankungen
Gelegentlich: Pfortaderthrombose, Erhöhung der Transaminase
 
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Häufig: Sinusitis*, Bronchitis*
Gelegentlich: Influenza, örtlich begrenzte Infektion, Nasopharyngitis
* zusätzliche unerwünschte Wirkungen, beobachtet bei erwachsenen Patienten mit ITP ≤ 12 Monate
 
Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
Häufig: Kontusion
 
Untersuchungen
Gelegentlich: erhöhte Laktatdehydrogenase im Blut, erhöhte Körpertemperatur, Gewichtsabnahme, Gewichtszunahme
 
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Gelegentlich: Alkoholintoleranz, Anorexie, verringerter Appetit, Dehydratation, Gicht
 
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
Häufig: Arthralgie, Myalgie, Muskelkrämpfe, Schmerzen in den Extremitäten, Rückenschmerzen, Knochenschmerzen
Gelegentlich: Anspannung der Muskeln, muskuläre Schwäche, Schulterschmerzen, Muskelzuckungen
 
Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschliesslich Zysten und Polypen)
Gelegentlich: Multiples Myelom
 
Erkrankungen des Nervensystems
Sehr häufig: Kopfschmerzen (14%)
Häufig: Schwindel, Migräne, Parästhesie
Gelegentlich: Klonus, Dysgeusie, Hypästhesie, Hypogeusie, periphere Neuropathie, Sinustransversus-Thrombose
 
Psychiatrische Erkrankungen
Häufig: Schlaflosigkeit
Gelegentlich: Depression, abnormale Träume
 
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Gelegentlich: Proteinurie
 
Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
Gelegentlich: Vaginale Hämorrhagie
 
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
Häufig: Lungenembolie
Gelegentlich: Husten, Rhinorrhö, trockener Hals, Dyspnoe, Verstopfung der Nase, schmerzhafte Atmung
 
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Häufig: Pruritus, Ekchymose, Hautausschlag
Gelegentlich: Alopezie, photosensible Reaktion, Akne, Kontaktdermatitis, trockene Haut, Ekzem, Erythem, exfoliativer Hautausschlag, ungewöhnliches Haarwachstum, Prurigo, Purpura, papulöser Hautausschlag, juckender Hautausschlag, Hautknötchen, ungewöhnlicher Hautgeruch, Urtikaria
 
Gefässerkrankungen
Häufig: Rötungen, tiefe Beinvenenthrombose
Gelegentlich: Erhöhter Blutdruck, Hypotonie, periphere Embolie, periphere Ischämie, Phlebitis, oberflächliche Thrombophlebitis, Thrombose, Erythromelalgie
 
Pädiatrische Population
Erkrankungen des Blut- und Lymphsystems
Häufig: Anämie, Knochenmarkstörung, Thrombozytopenie
Gelegentlich: Aplastische Anämie, Knochenmarkversagen, Leukozytose, Splenomegalie, Thrombozythämie, erhöhte Thrombozytenzahl, abnorme Thrombozytenzahl, Myelofibrose
 
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Sehr häufig: Schmerzen im Oberbauch (20,6%), Diarrhöe (21,3%)
 
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Sehr häufig: Fieber (31,6%)
Häufig: Periphere Schwellung
 
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Sehr häufig: Infektion der oberen Atemwege (26,6%), Rhinitis (11,3%)
Häufig: Pharyngitis, Konjunktivitis, Ohreninfektion, Gastroenteritis, Sinusitis
 
Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
Sehr häufig: Kontusion (28,4%)
 
Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
Sehr häufig: Husten (27,7%), Schmerzen im Oropharynx (23,0%)
 
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Sehr häufig: Ausschlag (14,2%)
Häufig: Purpura, Urtikaria
 
Immunogenität
Wie bei allen therapeutischen Proteinen besteht ein Potenzial für Immunogenität.
 
Klinische Studien bei erwachsenen ITP-Patienten untersuchten Antikörper gegen Romiplostim und TPO. Während 5,7% (60/1’046) bzw. 3,2% (33/1’046) der Patienten bindende Antikörper gegen Romiplostim bzw. TPO entwickelten, waren lediglich 4 Patienten positiv hinsichtlich neutralisierender Antikörper gegen Romiplostim. Diese Antikörper zeigten jedoch keine Kreuzreaktion mit endogenem TPO. Von den 4 Patienten wurden zum jeweils letzten Testzeitpunkt 2 Patienten negativ auf neutralisierende Antikörper gegen Romiplostim getestet (vorübergehend positiv) und 2 Patienten sind weiterhin positiv (anhaltende Antikörper) geblieben. Die Inzidenz vorbestehender Antikörper gegen Romiplostim und TPO lag bei 3,3% (35/1’046) bzw. 3,0% (31/1’046).
 
In pädiatrischen Studien betrug die Inzidenz von bindenden Antikörpern gegen Romiplostim zu einem beliebigen Zeitpunkt 9,6% (27/282). Von den 27 Probanden lagen bei 2 bereits zu Studienbeginn bindende, nicht-neutralisierende Antikörper gegen Romiplostim vor. Darüber hinaus entwickelten 2,8% (8/282) neutralisierende Antikörper gegen Romiplostim. Bei insgesamt 3,9% (11/282) der Probanden waren zu einem beliebigen Zeitpunkt während der Behandlung mit Romiplostim bindende Antikörper gegen TPO vorhanden. Von den 11 Probanden lagen bei 2 bereits zu Studienbeginn bindende, nicht-neutralisierende Antikörper gegen TPO vor. Ein Patient (0,35%) mit einem negativen Ergebnis zu Studienbeginn zeigte danach während der Studie ein schwach positives Ergebnis auf neutralisierende Antikörper gegen TPO (anhaltend negativ auf Anti-Romiplostim-Antikörper). Der Patient zeigte eine vorübergehende Antikörperreaktion mit neutralisierenden Antikörpern gegen TPO bei einem negativen Ergebnis zum letzten Testzeitpunkt des Patienten während des Studienzeitraums.
 
In der Post-Marketing-Registerstudie wurden 19 bestätigte pädiatrische Patienten aufgenommen. Nach der Behandlung betrug die Inzidenz bindender Antikörper gegen Romiplostim 16% (3/19) und 5,3% (1/19) wurden positiv auf neutralisierende Antikörper gegen Romiplostim getestet. Es wurden keine Antikörper gegen TPO nachgewiesen. In diese Studie wurden 184 bestätigte erwachsene Patienten aufgenommen. Bei ihnen betrug die Inzidenz bindender Antikörper gegen Romiplostim nach der Behandlung 3,8% (7/184), von diesen wurden 0,5% (1/184) positiv auf neutralisierende Antikörper gegen Romiplostim getestet. Insgesamt 2,2% (4/184) der erwachsenen Patienten entwickelten bindende, nicht neutralisierende Antikörper gegen TPO.
 
Die Ergebnisse von Immunogenitätsassays hängen stark von der Sensitivität und Spezifität des für den Nachweis verwendeten Assays ab und können durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden, einschliesslich Probenhandhabung, Begleitmedikation und zugrunde liegende Krankheit. Daher kann der Vergleich der Inzidenz der Antikörper gegen Romiplostim mit der Inzidenz der Antikörper gegen andere Arzneimittel irreführend sein.
 
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
 

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