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Information for professionals for Laurak® Granulat zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen:Neuraxpharm Switzerland AG
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Dosierung/Anwendung

Das Granulat muss in einem Glas Wasser aufgelöst werden. Mit einem Löffel umrühren bis eine klare Lösung entsteht. Die erhaltene Lösung muss nach der Auflösung sofort eingenommen werden.
Die Tagesdosis wird auf zwei gleich grosse Einzeldosen verteilt. Laurak kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Nach der oralen Einnahme kann der bittere Geschmack von Levetiracetam wahrgenommen werden.

Galenische Form  Dosisstärke  Empfohlene Altersgrenze
Laurak Granulat  250 mg       Erwachsene und Kinder ab 4 Jahren
Laurak Granulat  500 mg       Erwachsene und Kinder ab 10 Jahren
Laurak Granulat  750 mg       Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren
Laurak Granulat  1'000 mg
Laurak Granulat  1'500 mg

 
Die verfügbaren Dosisstärken sind nicht geeignet für die Initialbehandlung von Kindern, die weniger als 25 kg wiegen oder für die Verabreichung von Dosierungen unter 250 mg. In all diesen Fällen sollte eine Levetiracetam Lösung (unter anderem Handelsnamen verfügbar) zum Einnehmen verwendet werden.
Fokale Anfälle
Die empfohlene Dosierung für Monotherapie (ab 16 Jahren) und Zusatztherapie ist die gleiche, wie im Folgenden beschrieben:
Alle Indikationen
Erwachsene (≥18 Jahre) und Jugendliche (12 bis 17 Jahre) ab 40 kg
Die therapeutische Initialdosis beträgt zweimal täglich 500 mg.
Die therapeutische Dosis beträgt 1'000 mg/Tag (500 mg zweimal täglich). Mit dieser Dosis kann ab dem ersten Behandlungstag begonnen werden. Eine niedrigere Anfangsdosis von 250 mg zweimal täglich kann gegeben werden nach ärztlicher Einschätzung (Anfallsreduktion versus mögliche Nebenwirkungen). Nach zwei Wochen kann auf 500 mg zweimal täglich erhöht werden.
Je nach klinischem Ansprechen und Verträglichkeit kann die Tagesdosis bis auf zweimal täglich 1'500 mg gesteigert werden. Dosiserhöhungen bzw. -reduzierungen können in Schritten von zweimal täglich 250 mg oder 500 mg alle 2–4 Wochen vorgenommen werden.
Jugendliche (12 bis 17 Jahre) unter 40 kg
Der Arzt sollte je nach Gewicht, Alter und Dosis die am besten geeignete Darreichungsform, Aufmachung und Stärke verschreiben. Siehe "Spezielle Dosierungsanweisungen" für Dosierungseinstellungen in Abhängigkeit vom Gewicht.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Kinder und Jugendliche
Bei Kindern bis 20 kg sollte die Behandlung mit Levetiracetam 100 mg/ml Lösung (unter anderem Handelsnamen verfügbar) begonnen werden.
Kinder von 4 bis 11 Jahren und Jugendliche (12 bis 17 Jahre) unter 40 kg
Bei Kindern beträgt die initiale therapeutische Dosierung 10 mg/kg Körpergewicht zweimal pro Tag.
Je nach klinischer Besserung und Verträglichkeit kann die Dosierung alle 2 Wochen um zweimal täglich 10 mg/kg angehoben werden, bis 30 mg/kg zweimal pro Tag. Dosiserhöhungen bzw. -reduzierungen können in Schritten von 10 mg/kg zweimal pro Tag alle 2–4 Wochen vorgenommen werden. Die niedrigste wirksame Dosis sollte angewendet werden. Kinder und Jugendliche >40 kg werden mit derselben Dosis behandelt wie Erwachsene.
Dosisempfehlungen für Kinder und Jugendliche

Gewicht         Initialdosis: 10 mg/kg zweimal täglich  Maximale Dosis: 30 mg/kg zweimal täglich
10 kg (1)       100 mg (1 ml) zweimal täglich           300 mg (3 ml) zweimal täglich
15 kg (1)       150 mg (1,5 ml) zweimal täglich         450 mg (4,5 ml) zweimal täglich
20 kg (1)       200 mg (2 ml) zweimal täglich           600 mg (6 ml) zweimal täglich
25 kg           250 mg zweimal täglich                  750 mg zweimal täglich
Über 40 kg (2)  500 mg zweimal täglich                  1500 mg zweimal täglich

 
(1) Bei Kindern bis 20 kg sollte die Behandlung vorzugsweise mit Levetiracetam 100 mg/ml Lösung zum Einnehmen (unter anderem Handelsnamen verfügbar) begonnen werden.
(2) Die Dosierung bei Kindern und Jugendlichen ab 40 kg entspricht der bei Erwachsenen.
Ältere Patienten (ab 65 Jahren)
Bei älteren Patienten wird eine Dosisanpassung in Abhängigkeit von der Kreatinin-Clearance empfohlen (siehe "Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion" ).
Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
Die Tagesdosis (Erhaltungsdosis) von Laurak muss individuell entsprechend der Nierenfunktion festgelegt werden.
Bei der Anwendung der untenstehenden Tabelle ist es notwendig, die Kreatinin-Clearance des Patienten (CLcr) in ml/min zu schätzen. Die CLcr in ml/min kann durch die Bestimmung des Serumkreatininwertes (mg/dl) mit folgender Formel geschätzt werden:
CLcr (ml/min) = [140 - Alter (Jahre)] × Gewicht (kg): [72 × Serumkreatinin (mg/dl)] (× 0,85 für Frauen)
Anschliessend wird die CLcr wie folgt für die Körperoberfläche (KOF) angepasst:
CLcr (ml/min/1,73 m2) = CLcr (ml/min): KOF Patient (m2) × 1,73
Dosisanpassung bei erwachsenen und jugendlichen Patienten ab 16 Jahren mit eingeschränkter Nierenfunktion, die mehr als 50 kg wiegen:

Nierenfunktion              Kreatinin-Clearance (ml/min/1.73   Erhaltungsdosis und Einnahmehäufigk
                            m2)                                eit
Normal                      >80                                500-1'500 mg zweimal täglich
Leicht eingeschränkt        50-79                              500-1'000 mg zweimal täglich
Mässig eingeschränkt        30-49                              250-750 mg zweimal täglich
Stark eingeschränkt         <30                                250-500 mg zweimal täglich
Dialysepflichtige           -                                  500-1'000 mg einmal täglich**
Patienten*                                                     

 
* Am ersten Tag der Behandlung mit Levetiracetam wird eine Anfangsdosis von 750 mg empfohlen.
** Nach der Dialyse wird eine zusätzliche Dosis von 250-500 mg empfohlen.
Obwohl die Studie nur an erwachsenen Patienten mit Niereninsuffizienz durchgeführt worden ist, soll die Dosis von Levetiracetam auch bei Kindern und Jugendlichen mit Niereninsuffizienz gemäss der Nierenfunktion angepasst werden.
Die CLcr in ml/min/1,73 m2 kann für Jugendliche und Kinder auf Basis des Serum-Kreatinins (mg/dl) nach folgender Formel (Schwartz-Formel) bestimmt werden:
CLcr (ml/min/1,73 m2) = Grösse (cm) × ks: Serum-Kreatinin (mg/dl)
ks = 0,55 für Kinder unter 13 Jahren und weibliche Jugendliche; ks = 0,7 für männliche Jugendliche.
Dosisanpassung bei Kindern und jugendlichen Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, die weniger als 50 kg wiegen:

Gruppe                            Kreatinin-Clearance       Dosis und Einnahmehäufigkeit
                                  (ml/min/1,73 m2)          
Kinder und Jugendliche unter 50
kg Körpergewicht
Normal                            >80                       10 bis 30 mg/kg (0,10 bis 0,30 ml/kg)
                                                            zweimal täglich
Leicht                            50-79                     10 bis 20 mg/kg (0,10 bis 0,20 ml/kg)
                                                            zweimal täglich
Mässig                            30-49                     5 bis 15 mg/kg (0,05 bis 0,15 ml/kg)
                                                            zweimal täglich
Schwer                            <30                       5 bis 10 mg/kg (0,05 bis 0,10 ml/kg)
                                                            zweimal täglich
Dialysepflichtige Patienten       -                         10 bis 20 mg/kg (0,10 bis 0,20 ml/kg)
                                                            einmal täglich (1) (2)

 
(1) Am ersten Tag der Behandlung mit Levetiracetam wird eine Initialdosis von 15 mg/kg (0,15 ml/kg) empfohlen.
(2) Nach der Dialyse wird eine zusätzliche Dosis von 5 bis 10 mg/kg (0,05 bis 0,10 ml/kg) empfohlen.
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Bei Patienten mit leicht bis mässig eingeschränkter Leberfunktion ist eine Dosisanpassung nicht erforderlich. Bei Patienten mit schwerer Beeinträchtigung der Leberfunktion kann die Kreatinin-Clearance zu einer Fehleinschätzung der Niereninsuffizienz führen.
Daher wird eine Halbierung der täglichen Erhaltungsdosis empfohlen, wenn die Kreatinin-Clearance weniger als 60 ml/min/1,73 m2 beträgt.
Absetzen der Medikation
Falls Laurak abgesetzt werden muss, sollte dies in Übereinstimmung mit der gängigen klinischen Praxis ausschleichend erfolgen.

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