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Information for professionals for Lutathera 370 MBq/ml Infusionslösung / Lutathera CA 370 MBq/ml Infusionslösung:Novartis Pharma Schweiz AG
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Dosierung/Anwendung

Das Arzneimittel ist ausschliesslich zur Verwendung in Krankenhäusern bestimmt und darf nur von fachärztlichen Personen mit eidgenössischem Weiterbildungstitel in Nuklearmedizin verabreicht werden.
Aufgrund der verabreichten Menge an Radioaktivität muss sich der Patient nach der Behandlung in einem Isolierzimmer aufhalten. Die Vorsichtsmassnahmen zum Strahlenschutz müssen eingehalten werden. Siehe die Rubriken "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" sowie "Sonstige Hinweise: Hinweise für die Handhabung/Strahlenschutz" .
Bevor eine Behandlung mit Lutathera/Lutathera CA begonnen wird, muss mit Somatostatinrezeptor-Bildgebung (Szintigraphie oder Positronen-Emissions-Tomographie [PET]) die Überexpression dieser Rezeptoren im Tumorgewebe bestätigt werden, wobei die Aufnahme durch Tumorherde mindestens so hoch wie die normale Aufnahme durch die Leber sein muss.
Übliche Dosierung
Erwachsene und Jugendliche (ab 12 Jahren)
In der Regel besteht das empfohlene Behandlungsprotokoll beim Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren aus 4 Infusionen zu jeweils 7'400 MBq. Zwischen jeder Infusion muss eine Pause von 8 Wochen (± 1 Woche) eingehalten werden (siehe auch "Dosisanpassung" ).
Aminosäurenlösung
Zum Schutz der Nierenfunktion muss für 4 Stunden (siehe Tabelle 1 und Tabelle 2) eine Aminosäurenlösung mit L-Lysin und L-Arginin intravenös verabreicht werden. Die Infusion der Aminosäurenlösung sollte 30 Minuten vor Beginn der Verabreichung von Lutathera/Lutathera CA eingeleitet werden.
Die Infusion der Aminosäurenlösung und von Lutathera/Lutathera CA über einen separaten venösen Zugang in je einem Arm des Patienten ist die bevorzugte Methode. Wenn jedoch zwei intravenöse Zugänge aufgrund eines schlechten Venenzugangs oder aufgrund von Präferenzen in der Einrichtung/im Spital nicht möglich sind, kann die Infusion der Aminosäurenlösung und von Lutathera/Lutathera CA über denselben Zugang über einen Dreiwegehahn erfolgen, wobei die Flussrate und die Offenhaltung des Venenzugangs zu überwachen ist. Die Dosis der Aminosäurenlösung sollte nicht verringert werden, auch wenn eine reduzierte Dosis Lutathera/Lutathera CA verabreicht wird.
Eine Aminosäurenlösung, die ausschliesslich L-Lysin und L-Arginin in den in Tabelle 1 angegebenen Mengen enthält, wird aufgrund ihrer niedrigen Osmolalität — und damit geringeren emetogenen Wirkung — sowie des geringen benötigten Infusionsvolumens als bevorzugte Lösung eingesetzt. Die Aminosäurenlösung kann, unter Berücksichtigung der guten Praxis zur Herstellung von sterilen Arzneimitteln des Spitals und gemäss der in Tabelle 1 spezifizierten Zusammensetzung, auf Anfrage hergestellt werden.
Tabelle 1 Zusammensetzung der als Rezepturarzneimittel hergestellten Aminosäurenlösung

  Zusammensetzung                                                           Menge
L-Lysin-HCl                                                               25 g (entspricht 20 g
                                                                          Lysin)
L-Arginin-HCl                                                             25 g (entspricht 20.7 g
                                                                          Arginin)
Natriumchloridlösung 9 mg/ml (0.9 %) für Injektionszwecke oder Wasser     1 l
für Injektionszwecke                                                      
 

 
Der pH der als Rezepturarzneimittel hergestellten Aminosäurenlösung gemäss der in Tabelle 1 beschriebenen Zusammensetzung muss mit Natriumhydroxid (NaOH) auf einen Wert von 7.4 ± 0.2 angepasst werden.
Alternativ können einige kommerziell verfügbare Aminosäurenlösungen verwendet werden, wenn diese mit der in Tabelle 2 beschriebenen Spezifikationen übereinstimmen.
Tabelle 2 Spezifikation von kommerziell verfügbaren Aminosäurenlösungen

  Charakteristika  Spezifikation
L-Lysin-HCl      Zwischen 18 und 25 g (entspricht 14.4 bis 20 g L-Lysin)
L-Arginin-HCl    Zwischen 18 und 25 g (entspricht 14.9 bis 20.7 g L-Arginin)
Volumen          1 l bis 2 l
Osmolalität      <1'200 mOsmol/kg
 

 
Überwachung der Behandlung
Vor jeder Anwendung und während der Behandlung müssen Laboruntersuchungen durchgeführt werden, um den Zustand des Patienten neu zu beurteilen und um das Therapieprotokoll, falls nötig, anzupassen (Dosis, Infusionsintervall, Anzahl der Infusionen).
Vor jeder Infusion sind mindestens folgende Laboruntersuchungen erforderlich:
-Hämatologie (Hämoglobin [Hb], weisses Blutbild mit Differenzialblutbild, Thrombozytenzahl)
-Nierenfunktion (Serumkreatinin und Kreatinin-Clearance nach der Cockcroft-Gault-Formel)
-Leberfunktion (Alanin-Aminotransferase [ALT], Aspartat-Aminotransferase [AST], Serumalbumin, internationaler normalisierter Quotient (INR) und Bilirubin).
Diese Untersuchungen müssen mindestens einmal innerhalb von 2 bis 4 Wochen vor der Anwendung sowie unmittelbar vor der Anwendung durchgeführt werden. Es wird auch empfohlen, diese Untersuchungen für mindestens 3 Monate nach der letzten Infusion von Lutathera/Lutathera CA alle 4 Wochen sowie anschliessend alle 6 Monate durchzuführen, um mögliche verzögert auftretende unerwünschte Wirkungen zu erkennen (siehe Rubrik "Unerwünschte Wirkungen" ). Die Dosierung muss möglicherweise entsprechend den Laborergebnissen angepasst werden.
Dosisanpassung
Bei schweren oder nicht tolerierbaren unerwünschten Wirkungen kann es erforderlich sein, die Dosisgaben vorübergehend auszusetzen (das Dosisintervall von 8 Wochen auf bis zu 16 Wochen zu verlängern), die Dosis zu reduzieren oder die Behandlung mit Lutathera/Lutathera CA ganz abzubrechen (siehe Tabelle 3 und Abbildung 1).
Tabelle 3 Empfohlene Dosisanpassungen bei unerwünschten Wirkungen (UW)

   UW                        Schweregrad der UW         Dosisanpassung
Thrombozytopenie          Erstes Auftreten von:      Nächste Dosis erst nach vollständiger oder
                          Grad 2 (Thrombozytenzahl   teilweiser Besserung (Grad 0 bis 1)
                          < 75 bis 50 x 109/l)       verabreichen. Nach vollständiger oder
                          Grad 3 (Thrombozytenzahl   partieller Besserung Lutathera/Lutathera
                          < 50 bis 25 x 109/l)       CA-Gaben mit einer Dosis von 3'700 MBq (100
                          Grad 4 (Thrombozytenzahl   mCi) wieder aufnehmen. Wenn unter reduzierter
                          < 25 x 109/l)              Dosis keine Thrombozytopenie Grad 2, 3 oder 4
                                                     auftritt, kann Lutathera/Lutathera CA bei der
                                                     nächsten Gabe mit 7'400 MBq (200 mCi) dosiert
                                                     werden. Wenn aufgrund einer Thrombozytopenie
                                                     Grad ≥2 ein Dosierungsintervall von über 16
                                                     Wochen erforderlich wird, ist
                                                     Lutathera/Lutathera CA dauerhaft abzusetzen.
Grad 2, 3 oder 4          Dauerhaftes Absetzen der
mehrfach auftretend       Lutathera/Lutathera
                          CA-Behandlung.
Anämie und Neutropenie    Erstes Auftreten von       Nächste Dosis erst nach vollständiger oder
                          Anämie: Grad 3 (Hb < 8.0   teilweiser Besserung (Grad 0, 1 oder 2)
                          g/dl); Transfusion         verabreichen. Nach vollständiger oder
                          indiziert Grad 4           partieller Besserung Lutathera/Lutathera
                          (lebensbedrohliche         CA-Gaben mit einer Dosis von 3'700 MBq (100
                          Folgen) Erstes Auftreten   mCi) wieder aufnehmen. Wenn unter reduzierter
                          von Neutropenie: Grad 3    Dosis keine Anämie oder Neutropenie Grad 3
                          (absolute Neutrophilenzah  oder 4 auftritt, kann Lutathera/Lutathera CA
                          l (ANC) < 1.0 bis 0.5 x    bei der nächsten Gabe mit 7'400 MBq (200 mCi)
                          109/l) Grad 4 (ANC < 0.5   dosiert werden. Wenn aufgrund einer Anämie
                          x 109/l)                   oder Neutropenie Grad ≥3 ein
                                                     Dosierungsintervall von über 16 Wochen
                                                     erforderlich wird, ist Lutathera/Lutathera CA
                                                     dauerhaft abzusetzen.
Grad 3 oder 4 mehrfach    Dauerhaftes Absetzen der
auftretend                Lutathera/Lutathera
                          CA-Behandlung.
Nierentoxizität           Erstes Auftreten von:      Dosisgaben bis zur Besserung oder Rückkehr
                          -Kreatinin-Clearance <     zum Ausgangswert aussetzen. Nach Besserung
                          40 ml/min, berechnet       oder Rückkehr zum Ausgangswert
                          nach Cockcroft/Gault mit   Lutathera/Lutathera CA-Gaben mit einer Dosis
                          dem aktuellen Körpergewic  von 3'700 MBq (100 mCi) wieder aufnehmen.
                          ht, oder -40 % Anstieg     Wenn unter reduzierter Dosis keine
                          des Serumkreatinin-Ausgan  Nierentoxizität auftritt, kann
                          gswertes oder -40 %        Lutathera/Lutathera CA bei der nächsten Gabe
                          Abnahme der Kreatinin-Cle  mit 7'400 MBq (200 mCi) dosiert werden. Wenn
                          arance gegenüber dem       aufgrund von Nierentoxizität ein
                          Ausgangswert, berechnet    Dosierungsintervall von über 16 Wochen
                          nach Cockcroft/Gault mit   erforderlich wird, ist Lutathera/Lutathera CA
                          dem aktuellen Körpergewic  dauerhaft abzusetzen.
                          ht.                        
Wiederholte Nierentoxizi  Dauerhaftes Absetzen von
tät                       Lutathera/Lutathera CA.
Hepatotoxizität           Definiert als: -Bilirubin  Dosisgaben bis zur Besserung oder Rückkehr
                          ämie > dem dreifachen      zum Ausgangswert aussetzen. Nach
                          oberen Normgrenzwert       vollständiger Besserung oder Rückkehr zum
                          (Grad 3 oder 4) oder       Ausgangswert Lutathera/Lutathera CA-Gaben mit
                          -Albuminämie < 30 g/l      einer Dosis von 3'700 MBq (100 mCi) wieder
                          mit INR > 1.5              aufnehmen. Wenn unter reduzierter Dosis keine
                                                     Hepatotoxizität auftritt, kann
                                                     Lutathera/Lutathera CA bei der nächsten Gabe
                                                     mit 7'400 MBq (200 mCi) dosiert werden. Wenn
                                                     aufgrund von Hepatotoxizität ein
                                                     Dosierungsintervall von über 16 Wochen
                                                     erforderlich wird, ist Lutathera/Lutathera CA
                                                     dauerhaft abzusetzen.
Wiederholte Hepatotoxizi  Dauerhaftes Absetzen von
tät                       Lutathera/Lutathera CA
Jede andere UAW vom       Erstes Auftreten von       Dosisgaben bis zur vollständigen oder
Grad 3 oder Grad 4        Grad 3 oder 4              partiellen Rückbildung (auf Grad 0 bis 2)
gemäss CTCAE*                                        aussetzen. Nach vollständiger oder partieller
                                                     Besserung Lutathera/Lutathera CA-Gaben mit
                                                     einer Dosis von 3'700 MBq (100 mCi) wieder
                                                     aufnehmen. Wenn unter reduzierter Dosis keine
                                                     Toxizität Grad 3 oder 4 auftritt, kann
                                                     Lutathera/Lutathera CA bei der nächsten Gabe
                                                     mit 7'400 MBq (200 mCi) dosiert werden. Wenn
                                                     aufgrund einer UAW vom Grad ≥3 ein
                                                     Dosierungsintervall von über 16 Wochen
                                                     erforderlich wird, ist Lutathera/Lutathera CA
                                                     dauerhaft abzusetzen.
Wiederkehrende Toxizität  Dauerhaftes Absetzen von
 Grad 3 oder 4            Lutathera/Lutathera CA.
Keine Dosisanpassung
erforderlich bei
hämatologischen
Toxizitäten des Grades
3 oder 4, die ausschlies
slich auf eine Lymphopen
ie zurückzuführen sind
*CTCAE: Common Terminolo
gy Criteria for Adverse
Events (Gemeinsame
Terminologiekriterien
für unerwünschte
Ereignisse), National
Cancer Institute
 

 
Abbildung 1 Anweisungsschemata für Dosisanpassungen

DMT: Dosis-modifizierende Toxizität
Weitere Gründe, eine vorübergehende Unterbrechung der Lutathera/Lutathera CA-Behandlung zu erwägen, sind interkurrente Erkrankungen (z.B. eine Harnwegsinfektion), die nach Einschätzung des Arztes die mit der Verabreichung von Lutathera/Lutathera CA verbundenen Risiken verstärken könnten und die daher vor einer Wiederaufnahme der Behandlung abgeklungen oder stabil sein müssen, sowie grössere Operationen, in diesem Fall sollte die Behandlung mit Lutathera/Lutathera CA für 12 Wochen nach dem Eingriff ausgesetzt werden.
Spezielle Populationen
Ältere Patienten
In den Ergebnissen klinischer Studien konnten keine Unterschiede bezüglich des Ansprechens zwischen älteren und jüngeren Patienten beobachtet werden. Weil aber bei älteren Patienten (≥70 Jahre alt) ein erhöhtes Risiko für das Auftreten einer Hämatotoxizität beschrieben wurde, ist in dieser Population eine engmaschige Beobachtung mit der Möglichkeit einer raschen Dosisanpassung empfohlen.
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Die zu verabreichende Aktivität muss bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung sorgfältig erwogen werden, weil eine erhöhte Strahlenbelastung auftreten kann. Das pharmakokinetische Profil und die Sicherheit von Lutetium (177Lu)-Oxodotreotid bei Patienten mit einer vorbestehenden schweren oder terminalen Niereninsuffizienz wurden nicht untersucht. Die Behandlung mit Lutathera/Lutathera CA ist bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz und einer Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min kontraindiziert (siehe Rubrik "Kontraindikationen" ). Wenn der Ausgangswert der Kreatinin-Clearance (nach Cockcroft/Gault) unter 40 ml/min liegt, wird die Behandlung mit Lutathera/Lutathera CA nicht empfohlen. Für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und einer vorbestehenden Kreatinin-Clearance ≥40 ml/min wird keine Dosisanpassung empfohlen. Weil dieses Arzneimittel hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden wird, sollte die Nierenfunktion jedoch während der Behandlung häufiger überwacht werden, denn es besteht bei diesen Patienten ein erhöhtes Toxizitätsrisiko.
Das pharmakokinetische Profil und die Sicherheit von Lutathera/Lutathera CA bei Jugendlichen mit einer Nierenfunktionsstörung zu Studienbeginn wurden nicht untersucht. Aufgrund der Ähnlichkeit der pharmakokinetischen und dosimetrischen Daten zwischen Erwachsenen und Jugendlichen mit normaler Nierenfunktion (siehe Strahlenexposition unter "Dosierung/Anwendung" und "Eigenschaften/Wirkungen" ) kann bei jugendlichen Patienten mit Nierenfunktionsstörung nach einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Bewertung eine Anwendung gemäss den Empfehlungen für Erwachsene in Betracht gezogen werden.
Für weitere Informationen zur Behandlung von Patienten mit Nierentoxizität, siehe die Rubriken "Dosierung/Anwendung" (Tabelle 3) und "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" .
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Die zu verabreichende Aktivität muss bei Patienten mit einer Leberinsuffizienz sorgfältig erwogen werden, weil eine erhöhte Strahlenbelastung auftreten kann. Das pharmakokinetische Profil und die Sicherheit von Lutetium (177Lu)-Oxodotreotid bei Patienten mit vorbestehender schwerer Leberinsuffizienz (Gesamtbilirubin oberhalb des dreifachen oberen Normgrenzwerts, unabhängig vom AST-Wert) wurden nicht untersucht. Infolgedessen wird die Behandlung dieser Patienten mit Lutathera/Lutathera CA nicht empfohlen. Patienten mit einer vorbestehenden Leberfunktionsstörung, bei denen entweder das Gesamtbilirubin mehr als das 3-Fache der oberen Grenze des Normalwerts oder die Albuminämie < 30 g/l und die INR > 1,5 beträgt, sollten nur nach einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Abwägung mit Lutathera/Lutathera CA behandelt werden.
Für das bei Patienten mit Hepatotoxizität anzuwendende Verfahren, siehe Tabelle 3 in der Rubrik "Dosierung/Anwendung" und der Rubrik "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" .
Pädiatrische Population
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Lutathera bei pädiatrischen Patienten unter 12 Jahren wurde nicht nachgewiesen.
Prämedikation
Antiemetika
Eine Prämedikation mit Antiemetika muss mit ausreichender Vorlaufzeit vor Beginn der Infusion der Aminosäurenlösung verabreicht werden. Hinweise zur Verabreichung entnehmen Sie bitte der ausführlichen Fachinformation der Antiemetika.
Tritt während der Infusion der Aminosäurenlösung trotz der vorherigen Verabreichung eines Antiemetikums starke Übelkeit oder Erbrechen auf, kann ein Antiemetikum einer anderen pharmakologischen Klasse verabreicht werden.
Gleichzeitige Anwendung von Somatostatinanaloga
Vor Beginn der Behandlung mit Lutathera/Lutathera CA: Die Verabreichung von Somatostatinanaloga mit verzögerter Freisetzung (wie z.B. Octreotid mit verlängerter Wirkstoffabgabe [LAR]) ist mindestens 4 bis 6 Wochen vor Beginn der Behandlung mit Lutathera/Lutathera CA zu unterbrechen. Gegebenenfalls kann Octreotid mit kurzer Wirkungsdauer bis 24 Stunden vor der Anwendung von Lutathera/Lutathera CA verabreicht werden (siehe Rubrik "Interaktionen" ).
Während der Behandlung mit Lutathera/Lutathera CA: In den 4 bis 6 Wochen vor jeder Infusion von Lutathera/Lutathera CA darf Octreotid LAR nicht verabreicht werden. Zum Management der Krankheitssymptome während der Behandlung mit Lutathera/Lutathera CA kann dem Patienten Octreotid mit kurzer Wirkungsdauer verabreicht werden; diese Verabreichung muss spätestens 24 Stunden vor jeder Infusion von Lutathera/Lutathera CA unterbrochen werden.
Nach der Behandlung mit Lutathera/Lutathera CA: Fortführen der Verabreichung von 30 mg Octreotid LAR intramuskulär alle 4 Wochen nach Ende der Behandlung mit Lutathera/Lutathera CA, falls klinisch angezeigt.
Art der Anwendung
Lutathera/Lutathera CA ist zur intravenösen Anwendung vorgesehen. Es handelt sich um ein gebrauchsfertiges Radiopharmazeutikum zum Einmalgebrauch.
Anweisungen für die Verabreichung
Für die Verabreichung der empfohlenen Dosis kann die Infusionsmethode mittels Schwerkraft, die Schlauchpumpenmethode (Peristaltikpumpe) oder die Spritzenpumpenmethode verwendet werden. Das behandelnde medizinische Fachpersonal kann andere als geeignet und sicher geltende Methoden anwenden, besonders dann, wenn eine Dosisreduktion erforderlich ist.
Bei Anwendung der Schwerkraftmethode oder der Schlauchpumpenmethode sollte Lutathera/Lutathera CA direkt aus dem Originalbehältnis infundiert werden. Die Schlauchpumpenmethode oder die Spritzenpumpenmethode sollte verwendet werden, wenn eine reduzierte Dosis von Lutathera/Lutathera CA nach einer Dosisänderung aufgrund einer unerwünschten Reaktion verabreicht wird (siehe Tabelle 3). Die Verwendung der Schwerkraftmethode zur Verabreichung einer reduzierten Dosis von Lutathera/Lutathera CA kann zur Abgabe einer falschen Menge Lutathera/Lutathera CA führen, wenn die Dosis vor der Verabreichung nicht angepasst wird. Während der Verabreichung sollten die üblichen Vorsichtsmassnahmen zum Strahlenschutz unabhängig von der Infusionsmethode getroffen werden (s. Rubrik "Hinweise für die Handhabung/den Strahlenschutz" ).
Lutathera/Lutathera CA darf nicht als Bolus infundiert werden.
Kurz nach Beginn der Infusion sollte die vom Patienten abgegebene Radioaktivität mit einem kalibrierten System zur Messung der Radioaktivität überwacht werden, um sicherzustellen, dass die Dosis abgegeben wird. Während der Infusion sollte die vom Patienten abgegebene Radioaktivität stetig ansteigen, während die von der Lutathera/Lutathera CA-Durchstechflasche abgegebene Radioaktivität abnehmen sollte.
Es wird empfohlen, die Vitalzeichen des Patienten während der Infusion sorgfältig zu überwachen.
Tabelle 4 fasst die im Verlauf einer Behandlung mit Lutathera/Lutathera CA notwendigen Verfahren zusammen.
Tabelle 4 Verfahren zur Verabreichung der Antiemetika, der Aminosäurenlösung und von Lutathera/Lutathera CA

    Verabreichte Mittel              Startzeit (min)          Infusionsrate(ml/h)   Dauer
Antiemetika                      mit ausreichender        nach Angaben in der   nach Angaben in der
                                 Vorlaufzeit vor der      Fachinformation       Fachinformation
                                 Aminosäurenlösung                              
Aminosäurenlösung: Auf Anfrage   0                        250–500 je nach       4 Stunden
zubereitete Lösung (1 l) oder                             Volumen               
kommerzielle Lösung (1 bis 2                                                    
l).                                                                             
Lutathera/Lutathera CA mit       30                       bis 400               30 ± 10 Minuten
Natriumchloridlösung 9 mg/ml                                                    
(0.9 %) für Injektionszwecke                                                    
 

 
Hinweise zur Handhabung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Rubrik "Sonstige Hinweise" .
Hinweise zur Vorbereitung des Patienten, siehe Rubrik "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" .
Hinweise zu Empfehlungen im Falle einer Paravasation, siehe Rubrik "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" .
Intravenöse Verabreichungsverfahren
Anweisungen für die Schwerkraftinfusion (mit einer Schlauchklemme oder einer Infusionspumpe)
1. Eine 2,5 cm lange 20-Gauge-Nadel (Kurznadel) in die Lutathera/Lutathera CA-Durchstechflasche einführen und über einen Katheter mit 500 ml steriler 0,9%iger Natriumchloridlösung verbinden (die zum Transport der Lutathera/Lutathera CA-Lösung während der Infusion verwendet wird). Darauf achten, dass die kurze Nadel die Lutathera/Lutathera CA-Lösung in der Durchstechflasche nicht berührt. Die Kurznadel darf nicht direkt an den Patienten angeschlossen werden. Die Natriumchloridlösung darf nicht in die Lutathera/Lutathera CA-Durchstechflasche fliessen, bevor die Lutathera/Lutathera CA-Infusion eingeleitet wird. Die Lutathera/Lutathera CA-Lösung darf nicht direkt in die Natriumchloridlösung injiziert werden.
2. Eine 9 cm lange 18-Gauge-Nadel (Langnadel) in die Lutathera/Lutathera CA-Durchstechflasche einführen und darauf achten, dass diese lange Nadel während der gesamten Infusion den Boden der Lutathera/Lutathera CA-Durchstechflasche berührt und dort fixiert ist. Die Langnadel über einen intravenösen Katheter, der mit 0,9%iger steriler Natriumchloridlösung gefüllt ist und für die Lutathera/Lutathera CA-Infusion in den Patienten verwendet wird, mit dem Patienten verbinden.
3. Eine Rollenklemme oder eine Infusionspumpe verwenden, um den Fluss der Natriumchloridlösung über die Kurznadel in die Lutathera/Lutathera CA-Durchstechflasche zu regulieren. Die Natriumchloridlösung, die über die Kurznadel in die Durchstechflasche gelangt, transportiert die Lutathera/Lutathera CA-Lösung aus der Durchstechflasche über den an die Langnadel angeschlossenen intravenösen Katheter über eine Gesamtdauer von 30±10 Minuten mit einer Infusionsgeschwindigkeit von bis zu 400 ml/h zum Patienten. Die Infusion sollte in den ersten 5 bis 10 Minuten mit einer niedrigeren Infusionsgeschwindigkeit von <100 ml/h beginnen und dann in Abhängigkeit vom Venenstatus des Patienten erhöht werden. Der Druck in der Durchstechflasche sollte während der gesamten Infusion konstant gehalten werden.
4. Während der Infusion sicherstellen, dass das Niveau der Lösung in der Lutathera/Lutathera CA-Flasche konstant bleibt. Dafür wiederholt eine direkte Sichtkontrolle durchführen, wenn ein transparenter, abgeschirmter Behälter verwendet wird, oder die Durchstechflache mit einer Zange handhaben, wenn ein Bleiversandbehälter verwendet wird.
5. Der Fluss von Lutathera/Lutathera CA von der Durchstechflasche zum Patienten muss während der gesamten Infusion überwacht werden.
6. Die Infusion muss abgebrochen werden (die Durchstechflasche von der Schlauchleitung mit der Langnadel trennen und die Kochsalzlösungsleitung abklemmen), sobald der Radioaktivitätswert während mindestens fünf Minuten stabil bleibt.
7. Im Anschluss an die Infusion werden dem Patienten 25 ml sterile 0,9%ige Natriumchloridlösung über den Venenkatheter intravenös zugeführt.
Anleitung für die apparategestützte Infusion mit Peristaltikpumpe (Schlauchpumpe)
1. Eine gefilterte 2,5 cm lange 20-Gauge-Nadel (kurze Entlüftungsnadel) in die Lutathera/Lutathera CA-Durchstechflasche einführen. Darauf achten, dass die Kurznadel die Lutathera/Lutathera CA-Lösung in der Durchstechflasche nicht berührt. Die Kurznadel darf nicht direkt an den Patienten oder an die Peristaltikpumpe angeschlossen werden.
2. Eine 9 cm lange 18-Gauge-Nadel (Langnadel) in die Lutathera/Lutathera CA-Durchstechflasche einführen und darauf achten, dass diese Langnadel während der gesamten Infusion den Boden der Lutathera/Lutathera CA-Durchstechflasche berührt und dort fixiert ist. Die Langnadel über einen geeigneten Schlauch an einen Dreiwegehahn und eine 0,9%ige sterile Natriumchloridlösung anschliessen.
3. Den Ausgang des Dreiwegehahns mit den Schläuchen verbinden, die an der Eingangsseite der Peristaltikpumpe angebracht sind. Dabei die Anweisungen des Pumpenherstellers beachten.
4. Den Schlauch vorbefüllen, indem der Dreiwegehahn geöffnet und die Lutathera/Lutathera CA-Lösung durch den Schlauch gepumpt wird, bis sie den Ausgang des Ventils erreicht.
5. Den intravenösen Katheter vorbefüllen, der an den Patienten angeschlossen wird, indem der Dreiwegehahn geöffnet wird, damit die 0,9%ige sterile Natriumchloridlösung fliessen kann. Die 0,9%ige sterile Natriumchloridlösung wird gepumpt, bis sie am Ende des Katheterschlauchs austritt.
6. Den vorbefüllten intravenösen Katheter an den Patienten anschliessen und den Dreiwegehahn so einstellen, dass die Lutathera/Lutathera CA-Lösung in einer Linie mit der Peristaltikpumpe steht.
7. Ein angemessenes Volumen der Lutathera/Lutathera CA-Lösung über einen Zeitraum von 30±10 Minuten als Infusion verabreichen, um die gewünschte Radioaktivität zu liefern.
8. Sobald die gewünschte Lutathera/Lutathera CA-Radioaktivität abgegeben wurde, die Peristaltikpumpe stoppen und dann die Position des Dreiwegehahns ändern, sodass die Peristaltikpumpe mit der 0,9%igen sterilen Natriumchloridlösung in Verbindung steht. Die Peristaltikpumpe wieder starten und dem Patienten eine intravenöse Spülung mit 25 ml 0,9%iger steriler Natriumchloridlösung über den Venenkatheter zuführen.
Anleitung für die apparategestützte Infusion mit Spritzenpumpe
1. Ein angemessenes Volumen der Lutathera/Lutathera CA-Lösung aufziehen, um die gewünschte Radioaktivität zu verabreichen, dafür eine Einwegspritze mit einem Spritzenschutz und einer sterilen 9 cm langen 18-Gauge-Einwegnadel (Langnadel) verwenden. Zur Erleichterung der Entnahme der Lösung kann eine gefilterte 2,5 cm lange 20-Gauge-Nadel (kurze Entlüftungsnadel) verwendet werden, um den Widerstand der unter Druck stehenden Durchstechflasche zu verringern. Darauf achten, dass die kurze Nadel die Lutathera/Lutathera CA-Lösung in der Durchstechflasche nicht berührt.
2. Die Spritze in die abgeschirmte Pumpe einsetzen und einen Dreiwegehahn zwischen der Spritze und einem intravenösen Katheter einsetzen, der mit 0,9%iger steriler Natriumchloridlösung gefüllt ist und für die Verabreichung von Lutathera/Lutathera CA an den Patienten verwendet wird.
3. Ein angemessenes Volumen der Lutathera/Lutathera CA-Lösung über einen Zeitraum von 30±10 Minuten als Infusion verabreichen, um die gewünschte Radioaktivität zu liefern.
4. Sobald die gewünschte Lutathera/Lutathera CA-Radioaktivität abgegeben wurde, die Spritzenpumpe stoppen und dann die Position des Dreiwegehahns ändern, um die Spritze mit 25 ml steriler 0,9%iger Natriumchloridlösung zu spülen. Die Spritzenpumpe erneut starten.
5. Nachdem die Spülung der Spritze abgeschlossen ist, eine intravenöse Spülung mit 25 ml steriler 0,9%iger Natriumchloridlösung durch den intravenösen Katheter zum Patienten durchführen.
Abbildung 2 Überblick über die Verabreichungsmethoden

STRAHLENEXPOSITION
Die während den klinischen Studien zu Lutathera/Lutathera CA durchgeführten dosimetrischen Analysen haben zu folgenden Schlussfolgerungen geführt:
-Das kritische Organ ist das Knochenmark. Allerdings wurden mit der empfohlenen kumulativen Dosis von 29'600 MBq (4 Gaben von je 7'400 MBq) weder in der Erasmus-Studie der Phase I/II noch in der NETTER-1-Studie der Phase III eine Korrelation zwischen der Hämatotoxizität und der insgesamt verabreichten Radioaktivität oder vom Knochenmark absorbierten Dosis beobachtet.
-Die Niere ist kein kritisches Organ, wenn eine begleitende Infusion einer adäquaten Aminosäurenlösung durchgeführt wird.
Insgesamt stimmen die Ergebnisse der in der NETTER-1- Studie der Phase III und der Erasmus-Studie der Phase I/II durchgeführten dosimetrischen Analysen überein und weisen darauf hin, dass das Dosisregime von Lutathera/Lutathera CA (4 Gaben von 7'400 MBq) sicher ist.
Tabelle 5 Absorbierte Dosisschätzungen für Lutetium (177Lu)-Oxodotreotid aus der NETTER-1- Studie der Phase III (Olinda-Output)

   Organ                       Vom Organ absorbierte Dosis (mGy/MBq) (n = 20)
                            Mittelwert                                      SD
Nebennieren                 0.037                                           0.016
Gehirn                      0.027                                           0.016
Brust                       0.027                                           0.015
Gallenblasenwand            0.042                                           0.019
Wand des unteren Dickdarms  0.029                                           0.016
Dünndarm                    0.031                                           0.015
Magenwand                   0.031                                           0.015
Wand des oberen Dickdarms   0.032                                           0.015
Herzwand                    0.032                                           0.015
Nieren                      0.654                                           0.295
Leber*                      0.199                                           0.226
Lunge                       0.031                                           0.015
Muskel                      0.029                                           0.015
Ovarien**                   0.031                                           0.013
Pankreas                    0.038                                           0.016
Rotes Knochenmark***        0.035                                           0.029
Osteogene Zellen            0.151                                           0.268
Haut                        0.027                                           0.015
Milz                        0.846                                           0.804
Testikel****                0.026                                           0.018
Thymus                      0.028                                           0.015
Schilddrüse                 0.027                                           0.016
Blasenwand                  0.437                                           0.176
Gebärmutter**               0.032                                           0.013
Gesamter Organismus         0.052                                           0.027
 

 
* n=18 (zwei Patienten wurden ausgeschlossen, weil die von der Leber absorbierte Dosis durch die Aufnahme durch Lebermetastasen verzerrt war)
** n=9 (nur weibliche Patienten)
*** Die Schätzungen der Dosimetrie des roten Knochenmarks wurden anhand der Radioaktivität im Blut ermittelt
**** n=11 (nur männliche Patienten)
Die Dosimetrie von Lutetium (177Lu)-Oxodotreotid bei Jugendlichen wurde bei insgesamt 10 Patienten, darunter 4 Patienten mit GEP-NET (Altersspanne: 13 bis 17 Jahre) untersucht, die an der NETTER-P-Studie der Phase II teilnahmen. Es wurden Dosimetriedaten erhoben, um die Extrapolation der Dosimetriedaten von Erwachsenen zu validieren, das pharmakokinetische Profil von Lutetium (177Lu)-Oxodotreotid zu bestimmen sowie die Ganzkörper- und Organstrahlendosimetrie zu berechnen, wobei der Schwerpunkt auf der Strahlendosis lag, die von kritischen Organen (z.B. Nieren und Knochenmark) absorbiert wird.
Der Mittelwert und die Standardabweichung (SD) der geschätzten vom Körper aufgenommenen Strahlendosen bei Jugendlichen, die Lutathera erhielten, sind in Tabelle 6 aufgeführt.
Tabelle 6 Absorbierte Dosisschätzungen für Lutetium (177Lu)-Oxodotreotid bei Jugendlichen in der NETTER-P-Studie

   Organ                            Vom Organ aufgenommene Strahlendosis (mGy/MBq) (n = 10)
                                 Mittelwert                                               SD
Nebennieren                      0.045                                                    0.011
Gehirn                           0.020                                                    0.006
Brusta                           0.018                                                    0.005
Gallenblasenwand                 0.030                                                    0.010
Dünndarm                         0.045                                                    0.011
Magenwand                        0.026                                                    0.006
Herzwand                         0.023                                                    0.006
Nieren                           0.778                                                    0.280
Leber                            0.210                                                    0.205
Lunge                            0.023                                                    0.006
Ovarienb                         0.026                                                    0.007
Pankreas                         0.027                                                    0.006
Rotes Knochenmark (Blut)c        0.026                                                    0.005
Rotes Knochenmark (Bildgebung)c  0.057                                                    0.027
Osteogene Zellen                 0.045                                                    0.017
Milz                             0.742                                                    0.275
Testikeld                        0.020                                                    0.005
Thymus                           0.022                                                    0.006
Schilddrüse                      0.027                                                    0.017
Blasenwand                       0.552                                                    0.089
Gebärmutterb                     0.030                                                    0.008
Gesamter Organismus              0.040                                                    0.010
Hypophysee                       1.114                                                    0.425
Rektum                           0.277                                                    0.076
Linkes Kolon                     0.273                                                    0.074
Rechtes Kolon                    0.156                                                    0.041
Speicheldrüsen                   0.033                                                    0.017
Prostatad                        0.025                                                    0.006
Speiseröhre                      0.023                                                    0.006
Augen                            0.020                                                    0.006
 

 
an = 5 (nur weibliche Patienten)
bn = 6 (nur weibliche Patienten)
c Die Schätzungen der Dosimetrie des roten Knochenmarks wurden entweder anhand der Radioaktivität im Blut oder durch Bildgebung und Skalierung eines repräsentativen Bereichs der Lendenwirbelsäule ermittelt.
dn = 4 (nur männliche Patienten)
en = 9 (3 GEP-NET). Schätzungen der Hypophysendosimetrie wurden nur durchgeführt, wenn die Aufnahme in der Hypophyse auf den planaren Bildern deutlich zu erkennen war. Aufgrund der geringen Grösse der Hypophyse, der ausschliesslich planaren Bildgebung für die Quantifizierung und der Überlagerung durch die Aktivität in der Nasenschleimhaut sind die Schätzungen nur eingeschränkt zuverlässig.
Die Strahlendosis für bestimmte Organe, die nicht notwendigerweise Zielorgane der Therapie sind, kann durch pathophysiologische Veränderungen infolge des Krankheitsprozesses stark beeinflusst werden. Dies muss bei Verwendung dieser Informationen berücksichtigt werden.

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