| 46 Änderungen an Fachinfo Medrol 4 mg |
-Zur Behandlung von Kleinkindern und Kindern werden üblicherweise geringere Dosen verwendet. Die Dosis sollte sich dabei mehr nach der schwere der Erkrankung und der Reaktion auf die Behandlung richten als nach Alter, Körpergewicht oder Körperoberfläche. Da das Wachstum von Kindern unter Langzeittherapie mit Corticosteroiden verzögert wird, soll die Anwendung auf schwere Fälle beschränkt werden.
- +Zur Behandlung von Kleinkindern und Kindern werden üblicherweise geringere Dosen verwendet. Die Dosis sollte sich dabei mehr nach der Schwere der Erkrankung und der Reaktion auf die Behandlung richten als nach Alter, Körpergewicht oder Körperoberfläche. Da das Wachstum von Kindern unter Langzeittherapie mit Corticosteroiden verzögert wird, soll die Anwendung auf schwere Fälle beschränkt werden.
- +Hepatobiliäre Effekte
- +Es wurde über Leber- und Gallenerkrankungen berichtet, welche nach Absetzen der Therapie reversibel sein können. Daher ist eine angemessene Überwachung erforderlich.
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-Es existieren keine kontrollierten Humanstudien und bis heute sind keine Auswirkungen von Corticosteroiden auf den Geburtsvorgang bekannt. Retrospektive Studien an den Nachkommen von 17 Frauen, die während 34 Schwangerschaften unterschiedliche Dosen verschiedener Glucocorticoide erhalten hatten, ergaben keine Hinweise auf teratogene Wirkungen der Arzneimittel. Wie alle Glucocorticoide passiert jedoch auch Methylprednisolon die Plazentaschranke. Deshalb sollte Medrol während der Schwangerschaft - insbesondere während der ersten drei Monate - nicht verabreicht werden, es sei denn, es ist klar notwendig.
-Eine retrospektive Studie zeigte eine erhöhte Inzidenz eines geringen Geburtsgewichtes bei Neugeborenen, deren Mütter Corticosteroide erhielten. Ausserdem wurden bei Neugeborenen, deren Mütter eine Langzeitherapie mit Corticosteroiden erhielten, Katarakte beobachtet. Neugeborene, deren Mütter während der Schwangerschaft höhere Steroiddosen erhalten haben, sollen sorgfältig auf Zeichen einer NNR-Insuffizienz überwacht werden. Eventuell ist eine ausschleichende Substitutionsbehandlung notwendig.
- +Es existieren keine kontrollierten Humanstudien und bis heute sind keine Auswirkungen von Corticosteroiden auf den Geburtsvorgang bekannt. Retrospektive Studien an den Nachkommen von 17 Frauen, die während 34 Schwangerschaften unterschiedliche Dosen verschiedener Glucocorticoide erhalten hatten, ergaben keine Hinweise auf teratogene Wirkungen der Arzneimittel. Wie alle Glucocorticoide passiert jedoch auch Methylprednisolon die Plazentaschranke. Deshalb sollte Medrol während der Schwangerschaft nicht verabreicht werden, es sei denn, es ist klar notwendig.
- +Eine retrospektive Studie zeigte eine erhöhte Inzidenz eines geringen Geburtsgewichtes bei Neugeborenen, deren Mütter Corticosteroide erhielten. Beim Menschen scheint das Risiko von niedrigem Geburtsgewicht dosisabhängig zu sein und kann durch die Verabreichung niedriger Corticosteroid-Dosen verringert werden. Ausserdem wurden bei Neugeborenen, deren Mütter eine Langzeitherapie mit Corticosteroiden erhielten, Katarakte beobachtet. Neugeborene, deren Mütter während der Schwangerschaft höhere Steroiddosen erhalten haben, sollen sorgfältig auf Zeichen einer NNR-Insuffizienz überwacht werden. Eventuell ist eine ausschleichende Substitutionsbehandlung notwendig.
-Infektionen
-Häufig: Infektionen.
- +Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- +Häufig: Infektionen
-Blut-und Lymphsystem
- +Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
-Immunsystem
- +Erkrankungen des Immunsystems
-Endokrine Störungen
-Häufig: Cushing-Syndrom.
- +Endokrine Erkrankungen
- +Häufig: Cushing-Syndrom
-Häufig: Natrium- und Flüssigkeitsretention, Abnahme des Blutkaliumspiegels.
-Nicht bekannt: Appetitzunahme (welche zur Gewichtzunahme führen kann), reduzierte Glucosetoleranz, hypokaliämische Alkalose, metabolische Azidose, Dyslipoproteinämie.
-Psychiatrische Störungen
-Häufig: Affektive Störungen wie depressive und euphorische Stimmung.
- +Häufig: Natrium- und Flüssigkeitsretention, Abnahme des Blutkaliumspiegels
- +Nicht bekannt: Appetitzunahme (welche zur Gewichtszunahme führen kann), reduzierte Glucosetoleranz, hypokaliämische Alkalose, metabolische Azidose, Dyslipidämie, Lipomatose.
- +Psychiatrische Erkrankungen
- +Häufig: Affektive Störungen wie depressive und euphorische Stimmung
-Nervensystem
-Nicht bekannt: Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Amnesie, kognitive Störungen, Konvulsionen, erhöhter intrakranieller Druck (mit Papillenödem [benigne intrakranielle Hypertension]), epidurale Lipomatose.
-Augen
-Häufig: posteriore subkapsuläre Katarakt.
-Nicht bekannt: erhöhter intraokulärer Druck, Glaukom, Exophthalmus, zentrale seröse Chorioretinitis.
-Ohr und Innenohr
- +Erkrankungen des Nervensystems
- +Nicht bekannt: Kopfschmerzen, Schwindel, Schlaflosigkeit, Amnesie, kognitive Störungen, Krampfanfall, erhöhter intrakranieller Druck (mit Papillenödem [benigne intrakranielle Hypertension]), epidurale Lipomatose.
- +Augenerkrankungen
- +Häufig: Katarakt.
- +Nicht bekannt: erhöhter intraokulärer Druck, Glaukom, Exophthalmus,Chorioretinopathie.
- +Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
-Herz
- +Herzerkrankungen
-Gefässe
- +Gefässerkrankungen
-Atmungsorgane
- +Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
-Gastrointestinale Störungen
-Häufig: peptische Ulzera (mit möglicher Blutung und Perforation).
- +Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- +Häufig: peptische Ulzera (mit möglicher Blutung und Perforation)
-Leber/Galle
- +Leber- und Gallenerkrankungen
-Haut
- +Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
-Muskelskelettsystem
- +Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
-Reproduktionssystem und Brust
- +Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- +Nicht bekannt: Blutharnstoff erhöht.
- +Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
-Allgemeine Störungen
-Häufig: periphere Ödeme, Wundheilungsstörungen.
- +Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- +Häufig: periphere Ödeme, Wundheilungsstörungen
-Endokrine Störungen
- +Endokrine Erkrankungen
-Psychiatrische Störungen
- +Psychiatrische Erkrankungen
-Nervensystem
- +Erkrankungen des Nervensystems
-Kanzerogenität, Mutagenität
-Aus in vitro Untersuchungen mit oder ohne metabolischer Aktivierung liessen sich keine Anzeichen eines mutagenen Potenzials ableiten.
-Langzeitstudien zur Bestimmung des Krebsrisikos an Tieren wurden nicht durchgeführt. Es gibt keine Hinweise darauf das Corticosteroide kanzerogen sind.
- +Kanzerogenität
- +Mit Methylprednisolon wurden keine Studien zur Kanzerogenität bei Nagetieren durchgeführt. Die Ergebnisse von Tests mit verwandten Glucocorticoiden auf Kanzerogenität bei Ratten fielen unterschiedlich aus. Veröffentlichte Daten weisen darauf hin, dass Budesonid, Prednisolon und Triamcinolonacetonid die Inzidenz von hepatozellulären Adenomen und Karzinomen nach oraler Verabreichung über das Trinkwasser bei männlichen Ratten erhöhen können, wobei die Dosen unter den typischen klinischen Dosen lagen (berechnet auf der Basis von mg/m2).
- +Mutagenität
- +Mit Methylprednisolon wurden keine Studien zur Genotoxizität durchgeführt.
- +Methylprednisolonsulfonat, welches eine ähnliche Struktur aufweist wie Methylprednisolon, zeigte bis 2000 µg/Platte keine Mutagenizität auf Salmonella typhimurium mit oder ohne metabolischer Aktivierung. Methylprednisolonsulfonat war auch in einem Genmutationsassay an Ovarienzellen von chinesischen Hamstern in einer Konzentration bis 10000 µg/ml nicht mutagen.
- +Methylprednisolon suleptanat induzierte keine ausserplanmässige DNA-Synthese in primären Rattenhepatozyten bei einer Konzentration bis 1000 µg/ml.
- +Darüber hinaus weist eine Überprüfung von publizierten Daten darauf hin, dass Prednisolonfarnesylat (PNF), welches in seiner Struktur Mehylprednisolon ähnelt, in Salmonella typhimurium und Escherichia coli-Stämmen bis 5000 µg/Platte mit oder ohne metabolischer Aktivierung nicht mutagen war. Bei einer Fibroblastenzelllinie von chinesischen Hamstern bewirkte PNF bei der höchsten getesteten Konzentration von 1500 µg/ml einen leichten Anstieg der Inzidenz von strukturellen Chromosomenaberrationen nach metabolischer Aktivierung.
-Bei Verabreichung von Corticosteroiden an männliche Ratten wurden Veränderungen an den Sexualorganen und eine verminderte Kopulationsfähigkeit beobachtet. In unbehandelten Weibchen war nach Kopulation mit behandelten Männchen die Anzahl der Implantationsstellen und der lebenden Foeten reduziert. Die fertilitätsmindernde Potenz der einzelnen Corticosteroide ist sehr unterschiedlich, weshalb eine quantitative Risikoabschätzung für Methylprednisolon nicht möglich ist.
-Die Verabreichung von Corticosteroide in humanäquivalenten Dosen hat sich bei vielen Tierspezies als teratogen erwiesen. In entsprechenden Studien wurde gezeigt, dass Glucocorticoide wie Methylprednisolon Fehlbildungen (Gaumenspalten, Fehlbildungen des Skeletts, Anenzephalie, vertrikuläre Defekte, Spina bifida) sowie intrauterine Wachstumsverzögerungen induzieren.
- +Bei Verabreichung von Corticosteroiden an Ratten wurde eine verminderte Fertilität beobachtet. Nach subkutaner Behandlung von männlichen Ratten während 6 Wochen mit Corticosteron in Dosen von 10 und 20 mg/kg/Tag wurden verkleinerte Kopulationspfropfen beobachtet, was ein Nebeneffekt des geringeren zusätzlichen Organgewichts sein kann. In unbehandelten Weibchen war nach Kopulation mit behandelten Männchen die Anzahl der Implantationsstellen und der lebenden Foeten reduziert. Die fertilitätsmindernde Potenz der einzelnen Corticosteroide ist sehr unterschiedlich, weshalb eine quantitative Risikoabschätzung für Methylprednisolon nicht möglich ist.
- +Die Verabreichung von Corticosteroide in humanäquivalenten Dosen hat sich bei vielen Tierspezies als teratogen erwiesen. In entsprechenden Studien wurde gezeigt, dass Glucocorticoide wie Methylprednisolon die Inzidenz von Fehlbildungen (Gaumenspalten, Fehlbildungen des Skeletts, Anenzephalie, vertrikuläre Defekte, Spina bifida), embryofötaler Letalität (z.B. Zunahme von Resorptionen) sowie intrauterine Wachstumsverzögerungen erhöhen.
-März 2015.
-LLD V007
- +Juni 2016.
- +LLD V009
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