| 44 Änderungen an Fachinfo Tauredon 10 mg |
-AMZV
-Hilfsstoff: Aqua ad iniectabilia q.s. ad solutionem pro 0,5 ml.
- +Hilfsstoff: Aqua ad iniectabilia q.s. ad solutionem pro 0,5 ml.
-1 Ampulle 10 mg à 0,5 ml Natriumaurothiomalat 10 mg (entspr. 4,53 mg Gold).
-1 Ampulle 20 mg à 0,5 ml enthält: Natriumaurothiomalat 20 mg (entspr. 9,06 mg Gold).
-Alle Angaben zur Dosierung der Goldsalze beruhen auf empirischen Erkenntnissen. Dosisfindungsstudien, die zur Begründung eines bestimmten Dosierungsschemas herangezogen werden könnten, liegen nicht vor. Die Dosisempfehlungen sind dementsprechend nicht einheitlich.
-Einigkeit herrscht heute allerdings darüber, dass die früher geübte diskontinuierliche Behandlung mit Gold in Form sogenannter Kuren mit behandlungsfreien Intervallen als unbegründbar abzulehnen ist.
-Entsprechend den Erkenntnissen zur Pharmakokinetik der Goldsalze gliedert sich die Goldbehandlung nach einer ersten Testphase («Einschleichphase») in eine Aufsättigungsphase, in der es bei gleichbleibend hoher Dosierung zum Auffüllen der tiefen Kompartimente kommt, sowie eine Erhaltungsphase, in der die vergleichsweise niedrigere Dosierung die Ausscheidung des Goldes etwa ausgleicht und damit den Gewebespiegel aufrechterhält.
- +Alle Angaben zur Dosierung der Goldsalze beruhen auf empirischen Erkenntnissen. Dosisfindungsstudien, die zur Begründung eines bestimmten Dosierungsschemas herangezogen werden könnten, liegen nicht vor. Die Dosisempfehlungen sind dementsprechend nicht einheitlich. Einigkeit herrscht heute allerdings darüber, dass die früher geübte diskontinuierliche Behandlung mit Gold in Form sogenannter Kuren mit behandlungsfreien Intervallen als unbegründbar abzulehnen ist. Entsprechend den Erkenntnissen zur Pharmakokinetik der Goldsalze gliedert sich die Goldbehandlung nach einer ersten Testphase («Einschleichphase») in eine Aufsättigungsphase, in der es bei gleichbleibend hoher Dosierung zum Auffüllen der tiefen Kompartimente kommt, sowie eine Erhaltungsphase, in der die vergleichsweise niedrigere Dosierung die Ausscheidung des Goldes etwa ausgleicht und damit den Gewebespiegel aufrechterhält.
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-Zu Beginn werden zwei Injektionen pro Woche vorgenommen. Bei der 1. bis 3. Injektion werden je 10 mg Natriumaurothiomalat (Tauredon 10), bei der 4. bis 6. Injektion werden je 20 mg Natriumaurothiomalat (Tauredon 20) appliziert. Ab der 7. Injektion werden entweder 2mal pro Woche maximal je 50 mg Natriumaurothiomalat (Tauredon 50) oder 1mal pro Woche maximal 100 mg Natriumaurothiomalat (2 Ampullen Tauredon 50) verabfolgt. Diese Dosierung ist bis zu einer weitgehenden Besserung des Befundes, aber höchstens bis zu einer kumulativen Gesamtdosis von 1600 mg (maximal 2000 mg) Natriumaurothiomalat beizubehalten. Ist bis zu dieser Gesamtmenge keine Wirkung zu erkennen, so ist die Behandlung abzubrechen.
-Nach Eintritt einer Wirkung werden als Erhaltungsdosis monatlich 100 mg Natriumaurothiomalat pro Injektion (2 Ampullen Tauredon 50) bzw. alternativ alle 2 Wochen 50 mg Natriumaurothiomalat pro Injektion (1 Ampulle Tauredon 50) gegeben. Diese Therapie wird ggf. über Monate bis Jahre weitergeführt. Je nach Krankheitsaktivität sind (unter Beachtung der im Schrifttum ausgewiesenen Maximaldosen) Abweichung von diesem Dosierungsschema möglich.
- +Zu Beginn werden zwei Injektionen pro Woche vorgenommen. Bei der 1. bis 3. Injektion werden je 10 mg Natriumaurothiomalat, bei der 4. bis 6. Injektion werden je 20 mg Natriumaurothiomalat appliziert. Ab der 7. Injektion werden entweder 2 mal pro Woche maximal je 50 mg Natriumaurothiomalat oder 1 mal pro Woche maximal 100 mg Natriumaurothiomalat verabfolgt. Diese Dosierung ist bis zu einer weitgehenden Besserung des Befundes, aber höchstens bis zu einer kumulativen Gesamtdosis von 1600 mg (maximal 2000 mg) Natriumaurothiomalat beizubehalten. Ist bis zu dieser Gesamtmenge keine Wirkung zu erkennen, so ist die Behandlung abzubrechen.
- +Nach Eintritt einer Wirkung werden als Erhaltungsdosis monatlich 100 mg Natriumaurothiomalat pro Injektion bzw. alternativ alle 2 Wochen 50 mg Natriumaurothiomalat pro Injektion gegeben. Diese Therapie wird ggf. über Monate bis Jahre weitergeführt. Je nach Krankheitsaktivität sind (unter Beachtung der im Schrifttum ausgewiesenen Maximaldosen) Abweichung von diesem Dosierungsschema möglich.
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-Die Dosisempfehlungen für Kinder orientieren sich an den für Erwachsene angegebenen.
-In den diversen Erfahrungsberichten wurden bei Kindern in der Aufsättigungsphase Wochendosen von 0,2–1,0 mg Natriumaurothiomalat/kg Körpergewicht, in der Erhaltungsphase 1 mg/kg Körpergewicht 1–2mal im Monat verwendet. Hieraus ergeben sich folgende Dosierungsschemata:
-Bei Kindern mit einem Körpergewicht bis zu 20 kg werden in der 1. Woche 1mal 5 mg Natriumaurothiomalat (½ Ampulle Tauredon 10), in der 2. bis 12. (max. 24.) Woche je 1mal 10 mg Natriumaurothiomalat (1 Ampulle Tauredon 10), danach jede 2. Woche 1 mg Natriumaurothiomalat/kg Körpergewicht injiziert. Bei Rückgang der Krankheitsaktivität wird das Injektionsintervall von 2 auf 3 bzw. 4 Wochen erweitert.
-Bei Kindern mit einem Körpergewicht von 20–30 kg werden in der 1. Woche 1mal 10 mg Natriumaurothiomalat (Tauredon 10), in der 2. bis 12. (max. 24.) Woche je 1mal 20 mg Natriumaurothiomalat (Tauredon 20), danach jede 2. Woche 1 mg Natriumaurothiomalat/kg Körpergewicht injiziert. Bei Rückgang der Krankheitsaktivität wird das Intervall von 2 auf 3 bzw. 4 Wochen ausgedehnt.
-Kinder mit einem Körpergewicht über 30 kg erhalten in der 1. Woche 1mal 10 mg Natriumaurothiomalat (Tauredon 10), in der 2. und 3. Woche je 1mal 20 mg Natriumaurothiomalat (Tauredon 20), in der 4.–12. (eventuell bis 24.) Woche bis zu je 1mal 50 mg Natriumaurothiomalat (Tauredon 50) injiziert. Danach erhalten sie jede 2. Woche 1 mg Natriumaurothiomalat/kg Körpergewicht, bei Rückgang der Krankheitsaktivität jede 3. bzw. schliesslich jede 4. Woche jeweils 1 mg Natriumaurothiomalat/kg Körpergewicht.
- +Dosierung bei Kindern
- +Die Dosisempfehlungen für Kinder orientieren sich an den für Erwachsene angegebenen. In den diversen Erfahrungsberichten wurden bei Kindern in der Aufsättigungsphase Wochendosen von 0,2-1,0 mg Natriumaurothiomalat/kg Körpergewicht, in der Erhaltungsphase 1 mg/kg Körpergewicht 1-2 mal im Monat verwendet. Hieraus ergeben sich folgende Dosierungsschemata:
- +·Bei Kindern mit einem Körpergewicht bis zu 20 kg werden in der 1. Woche 1 mal 5 mg Natriumaurothiomalat, in der 2. bis 12. (max. 24.) Woche je 1 mal 10 mg Natriumaurothiomalat, danach jede 2. Woche 1 mg Natriumaurothiomalat/kg Körpergewicht injiziert. Bei Rückgang der Krankheitsaktivität wird das Injektionsintervall von 2 auf 3 bzw. 4 Wochen erweitert.
- +·Bei Kindern mit einem Körpergewicht von 20-30 kg werden in der 1. Woche 1 mal 10 mg Natriumaurothiomalat, in der 2. bis 12. (max. 24.) Woche je 1 mal 20 mg Natriumaurothiomalat, danach jede 2. Woche 1 mg Natriumaurothiomalat/kg Körpergewicht injiziert. Bei Rückgang der Krankheitsaktivität wird das Intervall von 2 auf 3 bzw. 4 Wochen ausgedehnt.
- +·Kinder mit einem Körpergewicht über 30 kg erhalten in der 1. Woche 1 mal 10 mg Natriumaurothiomalat, in der 2. und 3. Woche je 1 mal 20 mg Natriumaurothiomalat, in der 4.-12. (eventuell bis 24.) Woche bis zu je 1mal 50 mg Natriumaurothiomalat injiziert. Danach erhalten sie jede 2. Woche 1 mg Natriumaurothiomalat/kg Körpergewicht, bei Rückgang der Krankheitsaktivität jede 3. bzw. schliesslich jede 4. Woche jeweils 1 mg Natriumaurothiomalat/kg Körpergewicht.
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-Beim Auftreten schwerer Nebenwirkungen muss die Behandlung abgebrochen werden.
-Die Patienten sind eindringlich darauf hinzuweisen, dass der Arzt unverzüglich aufgesucht werden muss, wenn sie Symptome wie Pruritus, Urtikaria, Exantheme, Geschwüre in der Mundschleimhaut, Hämatombildungen an Druckstellen, Blutungen oder Menorrhagien, Gelbverfärbung der Augen und/oder der Haut, ggf. Verfärbung des Urins oder Durchfall feststellen.
- +Beim Auftreten schwerer Nebenwirkungen muss die Behandlung abgebrochen werden. Die Patienten sind eindringlich darauf hinzuweisen, dass der Arzt unverzüglich aufgesucht werden muss, wenn sie Symptome wie Pruritus, Urtikaria, Exantheme, Geschwüre in der Mundschleimhaut, Hämatombildungen an Druckstellen, Blutungen oder Menorrhagien, Gelbverfärbung der Augen und/oder der Haut, ggf. Verfärbung des Urins oder Durchfall feststellen.
-Die bisher nur in Einzelfällen beobachteten Lungen-Komplikationen, vor allem Alveolitis oder Bronchiolitis entwickeln sich in der Regel in den ersten Monaten der Therapie mit einer Kumulativ-Dosis von unter 1 g Gold (vor der Sättigung). Bei klinischer Symptomatik mit akut einsetzender Belastungsdyspnoe, trockenem Husten mit oder ohne Fieber muss die Therapie mit Tauredon abgebrochen und ggf. eine Behandlung mit Kortikosteroiden eingeleitet werden, worunter die Lungenveränderungen in der Regel rasch zurückgehen und voll reversibel sind. Die Differenzierung solcher pulmonaler Komplikationen von einer evtl. Lungenbeteiligung der chronischen Polyarthritis mittels Bronchoskopie, zellulärer Untersuchung der Broncho-Alveolär-Lavage (BAL) und ggf. durch eine Biopsie sollte in einer Fachklinik erfolgen. Haut und Schleimhäute sind regelmässig durch den Arzt zu inspizieren.
- +Die bisher nur in Einzelfällen beobachteten Lungen-Komplikationen, vor allem Alveolitis oder Bronchiolitis entwickeln sich in der Regel in den ersten Monaten der Therapie mit einer Kumulativ-Dosis von unter 1 g Gold (vor der Sättigung). Bei klinischer Symptomatik mit akut einsetzender Belastungsdyspnoe, trockenem Husten mit oder ohne Fieber muss die Therapie mit Tauredon abgebrochen und ggf. eine Behandlung mit Kortikosteroiden eingeleitet werden, worunter die Lungenveränderungen in der Regel rasch zurückgehen und voll reversibel sind. Die Differenzierung solcher pulmonaler Komplikationen von einer evtl. Lungenbeteiligung der chronischen Polyarthritis mittels Bronchoskopie, zellulärer Untersuchung der Broncho-Alveolär-Lavage (BAL) und ggf. durch eine Biopsie sollte in einer Fachklinik erfolgen.
- +Haut und Schleimhäute sind regelmässig durch den Arzt zu inspizieren.
-Eine intensive Sonnenbestrahlung der Haut soll wegen der gelegentlich auftretenden Photosensibilisierung während der Goldbehandlung vermieden werden. Bei Langzeittherapie wurden Goldablagerungen in der Haut mit Verfärbungen der sonnenexponierten Hautpartien beobachtet. Eine Verfärbung der Haut kann auch nach dermatologischer Lasertherapie auftreten. Dies ist auch bei Patienten möglich, die in der Vergangenheit mit Gold behandelt wurden.
-Zur rechtzeitigen Erkennung von vereinzelt beobachteten Immunsuppressionen werden Kontrollen der Immunglobuline vor Einleitung der Therapie und in 3-monatigen Abständen empfohlen. Vor allem bei gleichzeitigem starken Abfall aller Immunglobine (IgA, IgM und IgG) sollte die Therapie mit Tauredon abgebrochen und je nach Verlauf und klinischem Befund eine Immunglobulin-Substitution vorgenommen werden. Gegebenenfalls sollte eine Infektionsprophylaxe eingeleitet werden.
- +Eine intensive Sonnenbestrahlung der Haut soll wegen der gelegentlich auftretenden Photosensibilisierung während der Goldbehandlung vermieden werden. Bei Langzeittherapie wurden Goldablagerungen in der Haut mit Verfärbungen der sonnenexponierten Hautpartien beobachtet.
- +Eine Verfärbung der Haut kann auch nach dermatologischer Lasertherapie auftreten. Dies ist auch bei Patienten möglich, die in der Vergangenheit mit Gold behandelt wurden.
- +Zur rechtzeitigen Erkennung von vereinzelt beobachteten Immunsuppressionen werden Kontrollen der Immunglobuline vor Einleitung der Therapie und in 3monatigen Abständen empfohlen. Vor allem bei gleichzeitigem starken Abfall aller Immunglobine (IgA, IgM und IgG) sollte die Therapie mit Tauredon abgebrochen und je nach Verlauf und klinischem Befund eine Immunglobulin-Substitution vorgenommen werden. Gegebenenfalls sollte eine Infektionsprophylaxe eingeleitet werden.
-Bei Auftreten von Symptomen, die auf eine Neuropathie der Kranial-Nerven hinweisen könnten, wie Diplopie, Gesichtsmuskelschwäche/-lähmung bzw. Sensibilitätsstörungen, muss die Behandlung abgebrochen und eine neurologische Untersuchung veranlasst werden.
- +Bei Auftreten von Symptomen, die auf eine Neuropathie der Kranial-Nerven hinweisen könnten, wie Diplopie, Gesichtsmuskelschwäche/lähmung bzw. Sensibilitätsstörungen, muss die Behandlung abgebrochen und eine neurologische Untersuchung veranlasst werden.
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-Ein rascher Leukozytensturz mit einer bedrohlichen Verminderung der Granulozytenzahl 2000/mm³ oder eine deutlich abnehmende Tendenz der Thrombozytenzahl besonders unter 100 000/mm³ sowie ein deutlicher Anstieg der Eosinophilen vor allem über 12% sind Anlass für den Therapieabbruch, desgleichen ein klinisch relevanter Anstieg der Leber- und Nierenparameter (Gamma-GT, alkalische Phosphatase, Kreatinin). Bei klinischen und/oder laborchemischen Anzeichen einer Cholestase werden gleichzeitige Kontrollen der Lipase-Werte im Serum empfohlen, um eine Begleit-Pankreatitis auszuschliessen. Im Falle eines Anstiegs der Serum-LDH- und indirekten Bilirubin-Werte mit oder ohne klinisch manifestem Ikterus sollte eine Hämolyse – anfangs auch ohne Anämie – durch entsprechende Untersuchungen ausgeschlossen werden. Bei einem zunehmenden Eiweissgehalt des Urins, besonders von mehr als 300 mg/l, ist die Therapie abzusetzen.
- +Ein rascher Leukozytensturz mit einer bedrohlichen Verminderung der Granulozytenzahl 2000/mm³ oder eine deutlich abnehmende Tendenz der Thrombozytenzahl besonders unter 100'000/mm³ sowie ein deutlicher Anstieg der Eosinophilen vor allem über 12% sind Anlass für den Therapieabbruch, desgleichen ein klinisch relevanter Anstieg der Leber- und Nierenparameter (Gamma-GT, alkalische Phosphatase, Kreatinin).
- +Bei klinischen und/oder laborchemischen Anzeichen einer Cholestase werden gleichzeitige Kontrollen der Lipase-Werte im Serum empfohlen, um eine Begleit-Pankreatitis auszuschliessen. Im Falle eines Anstiegs der Serum-LDH- und indirekten Bilirubin-Werte mit oder ohne klinisch manifestem Ikterus sollte eine Hämolyse - anfangs auch ohne Anämie - durch entsprechende Untersuchungen ausgeschlossen werden. Bei einem zunehmenden Eiweissgehalt des Urins, besonders von mehr als 300 mg/l, ist die Therapie abzusetzen.
- +Besondere Warnungen
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-Wegen der hohen Nebenwirkungsrate sollte Natriumaurothiomalat nicht zusammen mit Wirkstoffen verabfolgt werden, die identische toxikologische Zielorgane aufweisen (z.B. Phenylbutazon, Metamizol, Zytostatika). Die gleichzeitige Anwendung von photosensibilisierenden Substanzen (z.B. Chloroquin, Chlorpromazin, Phenylbutazon, Sulfanilamid) zusammen mit der Goldtherapie ist zu vermeiden.
- +Wegen der hohen Nebenwirkungsrate sollte Natriumaurothiomalat nicht zusammen mit Wirkstoffen verabfolgt werden, die identische toxikologische Zielorgane aufweisen (z.B. Phenylbutazon, Metamizol, Zytostatika).
- +Die gleichzeitige Anwendung von photosensibilisierenden Substanzen (z.B. Chloroquin, Chlorpromazin, Phenylbutazon, Sulfanilamid) zusammen mit der Goldtherapie ist zu vermeiden.
-Tauredon darf während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden, weil Gold die menschliche Plazenta passiert.
-Es gibt keine kontrollierten Studien mit Tauredon bei Schwangeren. Im Tierversuch sind Goldverbindungen teratogen. Für die Dauer der Tauredon-Therapie soll ein wirksamer Konzeptionsschutz betrieben werden. Weil die Gesamtkörperhalbwertszeit von Gold 100 Tage beträgt, ist der Konzeptionsschutz auch für ein Jahr nach Behandlung beizubehalten.
- +Tauredon darf während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden, weil Gold die menschliche Plazenta passiert. Es gibt keine kontrollierten Studien mit Tauredon bei Schwangeren. Im Tierversuch sind Goldverbindungen teratogen. Für die Dauer der Tauredon-Therapie soll ein wirksamer Konzeptionsschutz betrieben werden. Weil die Gesamtkörperhalbwertszeit von Gold 100 Tage beträgt, ist der Konzeptionsschutz auch für ein Jahr nach Behandlung beizubehalten.
-«Sehr häufig» (>1/10), «häufig» (>1/100, <1/10), «gelegentlich» (>1/1000, <1/100, «selten» (>1/10’000, <1/1000), «sehr selten» (<1/10’000).
- +Häufigkeitsangaben: «Sehr häufig» (>1/10), «häufig» (>1/100, <1/10), «gelegentlich» (>1/1000, <1/100, «selten» (>1/10'000, <1/1000), «sehr selten» (<1/10'000).
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-Sehr selten: hämolytische Anämie, die sich klinisch – je nach Schweregrad – mit leichtem Ikterus und mit dunkler Urinfarbe manifestiert. Lymphadenopathie.
- +Sehr selten: hämolytische Anämie, die sich klinisch - je nach Schweregrad - mit leichtem Ikterus und mit dunkler Urinfarbe manifestiert. Lymphadenopathie.
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-Sehr selten: Periphere Neuropathien, die sich in Form von Sensibilitätsstörungen, Koordinationsstörungen von Bewegungsabläufen (Ataxie) oder spontanen Muskelkontraktionen (Myokymie) äussern.
-Neuropathien der Hirnnerven (N. Facialis, N. Abducens, N. Trigeminus), die sich in Form von Gesichtsmuskelparesen, vor allem im Bereich der Augenlider, Sensibilitätsstörungen und Diplopie äussern.
-«Gold-Encephalopathie», die sich in Form von Depressionen, Angstzuständen, Desorientierung und Sprachstörungen, Gedächtnisstörungen, Schlafstörungen und Halluzinationen manifestieren kann.
-Kopfschmerzen kurze Zeit nach Injektion (siehe Gefässerkrankungen).
- +Sehr selten: Periphere Neuropathien, die sich in Form von Sensibilitätsstörungen, Koordinationsstörungen von Bewegungsabläufen (Ataxie) oder spontanen Muskelkontraktionen (Myokymie) äussern. Neuropathien der Hirnnerven (N. Facialis, N. Abducens, N. Trigeminus), die sich in Form von Gesichtsmuskelparesen, vor allem im Bereich der Augenlider, Sensibilitätsstörungen und Diplopie äussern. «Gold-Encephalopathie», die sich in Form von Depressionen, Angstzuständen, Desorientierung und Sprachstörungen, Gedächtnisstörungen, Schlafstörungen und Halluzinationen manifestieren kann. Kopfschmerzen kurze Zeit nach Injektion (siehe Gefässerkrankungen).
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-Falls eine Agranulozytose, Thrombozytopenie, aplastische Anämie oder eine Enterokolitis unter der Goldtherapie diagnostiziert wird, können neben der Behandlung mit Bluttransfusionen und hohen Dosen von Glukokortikoiden auch Massnahmen zur beschleunigten Ausscheidung des Goldes angezeigt sein. Bei Schwermetallvergiftung wird Dimercapto-Propansulfonsäure (DMPS) empfohlen, zu der bezüglich Gold tierexperimentelle Daten vorliegen. Auch D-Penicillamin kann gegeben werden, des weiteren ist die Gabe von N-Acetylcystein in Einzelfallberichten beschrieben. Aus der bestehenden Datenlage lassen sich keine verbindlichen Dosierungsangaben bei einer Überdosierung von Gold ableiten. Im Falle einer Überdosierung empfiehlt sich daher die Kontaktaufnahme mit einem Giftinformationszentrum.
- +Falls eine Agranulozytose, Thrombozytopenie, aplastische Anämie oder eine Enterokolitis unter der Goldtherapie diagnostiziert wird, können neben der Behandlung mit Bluttransfusionen und hohen Dosen von Glukokortikoiden auch Massnahmen zur beschleunigten Ausscheidung des Goldes angezeigt sein. Bei Schwermetallvergiftung wird Dimercapto-Propansulfonsäure (DMPS) empfohlen, zu der bezüglich Gold tierexperimentelle Daten vorliegen. Auch D-Penicillamin kann gegeben werden, des Weiteren ist die Gabe von N-Acetylcystein in Einzelfallberichten beschrieben. Aus der bestehenden Datenlage lassen sich keine verbindlichen Dosierungsangaben bei einer Überdosierung von Gold ableiten. Im Falle einer Überdosierung empfiehlt sich daher die Kontaktaufnahme mit einem Giftinformationszentrum.
- +Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik
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-Natriumaurothiomalat ist ein Wirkstoff, der bei Langzeitanwendung den Krankheitsverlauf der rheumatoiden Arthritis (chronischen Polyarthritis) auch bis zu einer Remission modifizieren kann. Der Wirkmechanismus der Goldsalze bei der rheumatischen Arthritis ist bis heute nicht ganz geklärt. Goldsalze zeigen in vitro und in vivo gewissen antimikrobielle Effekte. Sie entfalten ihre therapeutische Wirkung über vielfältige Einflüsse auf das Immunsystem: Makrophagen sind für die Pathogenese der chronischen Polyarthritis von zentraler Bedeutung, da sie nicht nur die wesentlichen antigen-präsentierenden Zellen darstellen, sondern auch der Hauptproduzent pro-inflammatorischer Zytokine sind. Gold reichert sich in den Lysosomen der Makrophagen an und hemmt die proteolytische Spaltung der antigenen Peptide (Antigen-Prozessierung) und die Antigen-Präsentation an die zugehörigen (antigenspezifischen) T-Zellen. Darüber hinaus hemmt Gold die Aktivierung des Transkriptionsfaktors AP-1, der in die Regulation des entzündlichen Zytokins TNF-α (Tumor-Nekrose-Faktor-α) involviert ist.
- +Natriumaurothiomalat ist ein Wirkstoff, der bei Langzeitanwendung den Krankheitsverlauf der rheumatoiden Arthritis (chronischen Polyarthritis) auch bis zu einer Remission modifizieren kann. Der Wirkmechanismus der Goldsalze bei der rheumatischen Arthritis ist bis heute nicht ganz geklärt. Goldsalze zeigen in vitro und in vivo gewissen antimikrobielle Effekte.
- +Sie entfalten ihre therapeutische Wirkung über vielfältige Einflüsse auf das Immunsystem: Makrophagen sind für die Pathogenese der chronischen Polyarthritis von zentraler Bedeutung, da sie nicht nur die wesentlichen antigen-präsentierenden Zellen darstellen, sondern auch der Hauptproduzent pro-inflammatorischer Zytokine sind. Gold reichert sich in den Lysosomen der Makrophagen an und hemmt die proteolytische Spaltung der antigenen Peptide (Antigen-Prozessierung) und die Antigen-Präsentation an die zugehörigen (antigenspezifischen) T-Zellen. Darüber hinaus hemmt Gold die Aktivierung des Transkriptionsfaktors AP-1, der in die Regulation des entzündlichen Zytokins TNF-α (Tumor-Nekrose-Faktor-α) involviert ist.
-Natriumaurothiomalat wird nach intramuskulärer Gabe rasch und vollständig resorbiert. Die Bioverfügbarkeit liegt bei 95%. Die Plasmaspitzenkonzentration wird nach 2 bis 6 Stunden erreicht. Sie beträgt nach der einmaligen i.m.-Gabe von 50 mg Natriumaurothiomalat 4–8 µg Gold/ml. Innerhalb der nächsten Tage erfolgt ein Abfall auf einen mittleren Wert von 3,0 µg/ml. Die Plasmahalbwertszeit in der ersten Phase der Verteilung und Ausscheidung beträgt 5,5 Tage. Die terminale Plasmahalbwertszeit liegt bei 25 Tagen.
-Die wiederholte wöchentliche intramuskuläre Injektion von 50 mg Natriumaurothiomalat führt innerhalb von 5 bis 10 Wochen zu einem Steady State der Plasmakonzentration zwischen 2,5 und 5 µg Gold/ml. Der Ausgleich der Konzentration zwischen Plasma und Synovialflüssigkeit findet innerhalb von 4 Stunden statt. In der Synovialflüssigkeit werden 55% der korrespondierenden Plasmakonzentration erreicht.
- +Absorption
- +Natriumaurothiomalat wird nach intramuskulärer Gabe rasch und vollständig resorbiert. Die Bioverfügbarkeit liegt bei 95%. Die Plasmaspitzenkonzentration wird nach 2 bis 6 Stunden erreicht. Sie beträgt nach der einmaligen i.m.-Gabe von 50 mg Natriumaurothiomalat 4-8 μg Gold/ml.
- +Innerhalb der nächsten Tage erfolgt ein Abfall auf einen mittleren Wert von 3,0 μg/ml. Die Plasmahalbwertszeit in der ersten Phase der Verteilung und Ausscheidung beträgt 5,5 Tage. Die terminale Plasmahalbwertszeit liegt bei 25 Tagen.
- +Die wiederholte wöchentliche intramuskuläre Injektion von 50 mg Natriumaurothiomalat führt innerhalb von 5 bis 10 Wochen zu einem Steady State der Plasmakonzentration zwischen 2,5 und 5 μg Gold/ml. Der Ausgleich der Konzentration zwischen Plasma und Synovialflüssigkeit findet innerhalb von 4 Stunden statt. In der Synovialflüssigkeit werden 55% der korrespondierenden Plasmakonzentration erreicht.
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-Das Gold wird zu 70% mit dem Harn und zu 30% mit den Faeces ausgeschieden. Die maximale Harnausscheidung erfolgt in den ersten 24 Stunden nach i.m. Applikation, die mit dem Stuhl am 2. und 3. Tag nach der Applikation. In der ersten Woche beträgt die Gesamtausscheidung etwa 20%, unter der Dauerbehandlung etwa 40% der wöchentlich zugeführten Dosis. Die Gesamtkörperhalbwertszeit, d.h. die Eliminationshalbwertszeit des Goldes beträgt etwa 250 Tage. Noch mehrere Jahre nach Beendigung der Goldtherapie werden von den Patienten Spuren von Gold ausgeschieden.
- +Das Gold wird zu 70% mit dem Harn und zu 30% mit den Faeces ausgeschieden.
- +Die maximale Harnausscheidung erfolgt in den ersten 24 Stunden nach i.m. Applikation, die mit dem Stuhl am 2. und 3. Tag nach der Applikation. In der ersten Woche beträgt die Gesamtausscheidung etwa 20%, unter der Dauerbehandlung etwa 40% der wöchentlich zugeführten Dosis. Die Gesamtkörperhalbwertszeit, d.h. die Eliminationshalbwertszeit des Goldes beträgt etwa 250 Tage. Noch mehrere Jahre nach Beendigung der Goldtherapie werden von den Patienten Spuren von Gold ausgeschieden.
-Sowohl nach einmaliger als wie auch nach wiederholter Gabe erwies sich im Tierversuch als Hauptzielorgan die Niere, in der es zu Degenerationen und Fibrosierungen kam. Daneben wurden Fibrosierungen in Pankreas- und Lungengewebe festgestellt.
- +Akute und chronische Toxizität
- +Sowohl nach einmaliger als wie auch nach wiederholter Gabe erwies sich im Tierversuch als Hauptzielorgan die Niere, in der es zu Degenerationen und Fibrosierungen kam. Daneben wurden Fibrosierungen in Pankreas und Lungengewebe festgestellt.
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- +Beeinflussung diagnostischer Methoden
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-Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern.
-Die Tauredon Ampullen sind strikt vor Licht und Wärme geschützt aufzubewahren. Die Ampullen stets in die Faltschachtel zurücklegen. Unter Lichteinfluss können Abbauprodukte entstehen, die u.U. Nebenwirkungen wie Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen könnten.
- +Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Bei Raumtemperatur (15-25 °C) lagern.
- +Die Tauredon Ampullen sind strikt vor Licht und Wärme geschützt aufzubewahren.
- +Die Ampullen stets in die Faltschachtel zurücklegen. Unter Lichteinfluss können Abbauprodukte entstehen, die u.U. Nebenwirkungen wie Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen könnten.
- +Packungen
- +Ampullen zu 50 mg: 1, 10 [B]
- +
-Januar 2007.
- +November 2016.
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