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Home - Information for professionals for Magnesiocard - Änderungen - 29.01.2026
2 Änderungen an Fachinfo Magnesiocard
  • -Starke Müdigkeitserscheinungen nach hochdosierter Gabe von Magnesiocard i.v. können darauf hinweisen, dass bereits ein überhöhter Serum
  • +Starke Müdigkeitserscheinungen nach hochdosierter Gabe von Magnesiocard i.v. können darauf hinweisen, dass bereits ein überhöhter Serum-Magnesium-Spiegel erreicht ist. In diesem Fall ist die Dosis zu verringern bzw. die Medikation vorübergehend abzusetzen.
  • +Bei hochdosierter parenteraler Magnesiumtherapie muss Folgendes geprüft werden:
  • +-Die Patellarsehnenreflexe müssen erhalten sein.
  • +-Die Atemfrequenz darf 16 Atemzüge pro Minute nicht unterschreiten.
  • +-Die Urinausscheidung soll mindestens 25 ml pro Stunde betragen. Ist sie geringer, besteht die Gefahr der Hypermagnesiämie.
  • +-Als Antidot müssen Ampullen mit Calciumgluconat 10% bereitgehalten werden.
  • +-Sollte bei lebensbedrohlichen Zuständen das Antidot nicht ausreichend sein, sind intensivmedizinische Massnahmen zu ergreifen.
  • +Interaktionen
  • +Eine gleichzeitige intravenöse Anwendung von Calcium mit Magnesiocard Injektionslösung i.v. sollte vermieden werden, da dadurch die Magnesiumwirkung vermindert wird.
  • +Muskelrelaxantien vom Curaretyp verstärkten die Magnesiumwirkung.
  • +Die gleichzeitige Gabe von Aminoglycosid-Antibiotika sollte vermieden werden.
  • +Magnesiocard Injektionslösung i.v. sollte nicht gleichzeitig mit Barbituraten, Narkotika oder Hypnotika angewendet werden, wegen des Risikos der Atemdepression.
  • +Eine Anwendung von Magnesiocard Injektionslösung i.v. bei gleichzeitiger Herzglycosid-Behandlung kann die Herzglycosid-Wirkung vermindern (s. auch unter "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
  • +Schwangerschaft, Stillzeit
  • +Schwangerschaft
  • +Kann aufgrund von kontrollierten klinischen Studien in der Schwangerschaft angewendet werden.
  • +Wird Magnesium parenteral kurz vor der Geburt verabreicht, sollte das Neugeborene während der ersten 24 – 48 Stunden nach der Geburt auf Anzeichen von Toxizität (neurologische Depression mit Atemdepression, Muskelschwäche, Verlust von Reflexen) überwacht werden.
  • +Stillzeit
  • +Magnesiocard Injektionslösung i.v. kann in der Stillzeit angewendet werden.
  • +Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen
  • +Magnesiocard hat keinen Einfluss auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen.
  • +Unerwünschte Wirkungen
  • +Sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1000, <1/100), selten (≥1/10'000, <1/1000), sehr selten (<1/10'000).
  • +Gefässerkrankungen
  • +Häufig: Wärmegefühl, selten: Flush, besonders bei schneller Injektion.
  • +Die Häufigkeit ist nicht bekannt (auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar): Bradykardie, Überleitungsstörungen, periphere Vasodilatation.
  • +Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
  • +Bei der Injektion können gelegentlich Sensationen auftreten, wie sie von der Calcium-Injektion bekannt sind.
  • +Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
  • +Überdosierung
  • +Es wurden keine Fälle von Überdosierung berichtet.
  • +Anzeichen und Symptome
  • +Bei schwerer Niereninsuffizienz mit Anurie kann es sowohl bei der oralen als auch parenteralen Therapie mit Magnesiocard zur Kumulation von Magnesium und zu Intoxikationserscheinungen kommen.
  • +Pharmakologische und toxische Effekte erhöhter Magnesium-Serumspiegel:
  • +Mg-Serum-Konzentration(mmol/l) Symptome und unerwünschte Wirkungen
  • +>1.5 Blutdruckabfall, Brechreiz, Erbrechen
  • +>2.5 ZNS-Depressionen
  • +>3.5 Hyporeflexie, EKG-Veränderungen
  • +>5.0 Beginnende Atemdepression
  • +>5.5 Koma
  • +>7.0 Herzstillstand, Atemlähmung
  • +
  • + 
  • +Therapie der Intoxikation: Calcium i.v.
  • +Eigenschaften/Wirkungen
  • +ATC-Code
  • +A12CC05
  • +Wirkungsmechanismus
  • +Magnesiocard gleicht einen Magnesiummangel des Körpers aus durch Zufuhr von Magnesium in der Verbindung Magnesium-L-aspartat-hydrochlorid.
  • +Magnesium wirkt als physiologischer Calciumantagonist.
  • +Pharmakodynamik
  • +Aus tierexperimentellen und biochemischen Untersuchungen ist bekannt, dass das mit Magnesiocard zugeführte Magnesium aufgrund seiner pharmakologischen Eigenschaften bei folgenden Prozessen eine wichtige Rolle spielt:
  • +-Regulierung der Kontraktionskraft des Herzens durch konzentrationsabhängige Verdrängung von Calciumionen aus deren Bindungsstellen.
  • +-Stabilisierung des Herzrhythmus durch Verhinderung der durch überschüssiges Calcium bewirkten Störung der Erregungsbildung und -leitung.
  • +-Energieversorgung der Zelle durch Gewährleistung genügender Energiebereitstellung, da der Mg-ATP-Komplex Substrat für ATPasen ist.
  • +-Reduzierung der Stresshormon-bedingten intrazellulären Calciumakkumulation und der damit zusammenhängenden Einflüsse auf die kardiale Erregungsleitung und Kontraktion.
  • +-Relaxierung der quergestreiften und glatten Muskulatur durch Verminderung der Acetylcholin- und Noradrenalinfreisetzung.
  • +-Hemmung der HMG-CoA-Reduktase.
  • +Die Verbindung Magnesium-L-aspartat-hydrochlorid, mit der Magnesium dem Körper zugeführt wird, ist Säure-Basen-neutral.
  • +Klinische Wirksamkeit
  • +Die klinischen Wirkungen beruhen auf der Wirkung von Magnesium als physiologischer Calciumantagonist.
  • +Pharmakokinetik
  • +Absorption
  • +Nicht zutreffend.
  • +Distribution
  • +Magnesium wird aktiv über die Zellmembran nach den Gesetzen der Michaelis-Menten-Kinetik in die Zelle aufgenommen. Influx und Efflux sind gekoppelt und werden bestimmt durch ein energieabhängiges Transportsystem.
  • +Der grösste Magnesium-Anteil (ca. 99%) findet sich im intrazellulären Raum. Neben dem Skelettsystem weisen die quergestreifte Muskulatur und das Lebergewebe den grössten Magnesiumgehalt auf. Magnesium ist zu ca. 32% im Plasma an Proteine gebunden. Nur 1% des Gesamtkörpermagnesiums ist im Serum enthalten. Die Normalwerte der Serum-Magnesium-Konzentration liegen im Bereich von 0.7-1.1 mmol/l.
  • +Eine Akkumulation von Mg2+ bzw. Chlorid findet aufgrund der vermehrten Harnelimination bei intakter Nierenfunktion nicht statt.
  • +Magnesium wird entgegen eines elektrochemischen Gradienten aktiv über die Blut-Liquor-Schranke befördert. Dasselbe gilt auch für die Plazentarschranke. Magnesium tritt in die Muttermilch über, und es besteht eine direkte Korrelation zwischen Serum-Magnesium und Magnesium-Konzentration der Muttermilch.
  • +Metabolismus
  • +Magnesium-L-aspartat-hydrochlorid wird durch Enzyme in Mg2+, Asparaginsäure und Cl- gespalten. Die Asparaginsäure wird zu Oxalacetat abgebaut, das in den Zitronensäurezyklus eingeht.
  • +Elimination
  • +Mg2+ wird über die Nieren ausgeschieden.
  • +Kinetik spezieller Patientengruppen
  • +Nierenfunktionsstörungen
  • +Mit fortschreitender Niereninsuffizienz muss bei Kreatinin im Serum von über 500 µmol/l (6 mg pro 100 ml) mit einer Magnesiumretention gerechnet werden. Der Wert im Serum steigt dabei gewöhnlich nicht über 1.3 mmol/l Mg an. Da eine Hypermagnesiämie erst nach Abfall des Glomerulumfiltrats unter 30 ml/min auftritt, kann man annehmen, dass sich im Verlauf der chronischen Niereninsuffizienz auch eine adaptive Mehrausscheidung des Magnesiums pro Einzelnephron einstellen muss.
  • +Präklinische Daten
  • +Es sind keine relevanten präklinischen Daten vorhanden.
  • +Sonstige Hinweise
  • +Inkompatibilitäten
  • +Das Arzneimittel darf nur mit den unter "Hinweise für die Handhabung" aufgeführten Arzneimitteln gemischt werden.
  • +Beeinflussung diagnostischer Methoden
  • +Keine Angaben vorhanden.
  • +Haltbarkeit
  • +Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
  • +Die gebrauchsfertige Zubereitung enthält kein Konservierungsmittel und ist aus mikrobiologischen Gründen unmittelbar nach Anbruch zu verwenden.
  • +Besondere Lagerungshinweise
  • +Das Arzneimittel ist bei Raumtemperatur (15-25°C) und vor Licht geschützt zu lagern. Nicht in Reichweite von Kindern aufbewahren.
  • +Hinweise für die Handhabung
  • +Kompatibilitäten
  • +Magnesiocard Injektionslösung i.v. ist mischbar mit Glucose 5%, NaCl 0.9% oder Glucose/NaCl 2:1.
  • +Handhabung der OPC (one-point-cut)-Ampullen
  • +(image)
  • +Punkt nach oben.
  • +Im Ampullenspiess befindliche Lösung durch Klopfen oder Schütteln nach unten fliessen lassen.
  • +(image)
  • +Punkt nach oben.
  • +Ampullenspiess nach unten abbrechen.
  • +Zulassungsnummer
  • +45728 (Swissmedic).
  • +Packungen
  • +Magnesiocard Injektionslösung i.v.: Ampullen 10 x 10 ml.
  • +Zulassungsinhaberin
  • +Biomed AG, CH-8600 Dübendorf.
  • +Stand der Information
  • +Dezember 2024
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