| 94 Änderungen an Fachinfo Pentacarinat |
-PentamidiniDiisethionas.
- +Pentamidini Diisethionas.
-Aquaadiniectabilia.q.s.
- +Aqua ad iniectabilia. q.s.
-PulverzurHerstellungeinerInjektionslösung/InfusionslösungodereinerLösungfüreinenVernebler 1 Durchstechflasche enthält 300 mg Pentamidini-Diisethionas (Pulver).
- +Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung/Infusionslösung oder einer Lösung für einen Vernebler 1 Durchstechflasche enthält 300 mg Pentamidini-Diisethionas (Pulver).
-ParenteraleVerabreichungvonPentacarinat(i.m.oderi.v.):TherapiederPneumocystis-jirovecii-Pneumonie(frühereBezeichnung:Pneumocystis-carinii- Pneumonie) bei Kontraindikation für Cotrimoxazol (Überempfindlichkeit, Therapieresistenz).
- +Parenterale Verabreichung von Pentacarinat (i.m. oder i.v.): Therapie der Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie (frühere Bezeichnung: Pneumocystis-carinii- Pneumonie) bei Kontraindikation für Cotrimoxazol (Überempfindlichkeit, Therapieresistenz).
-DieDosisangabenfürPentamidin-DiisethionatbeziehensichaufdasSalz,nichtaufdenGehaltanPentamidin-Base.
-ÜblicheDosierung
-AusführlichereInformationenunterfolgendemLink:
- +Die Dosisangaben für Pentamidin-Diisethionat beziehen sich auf das Salz, nicht auf den Gehalt an Pentamidin-Base.
- +Übliche Dosierung
- +Ausführlichere Informationen unter folgendem Link:
-DerÄrztinbzw.demArztwirdempfohlen,dieaktuellenSchweizerundinternationalenLeitlinienzubefolgen.
-ParenteraleVerabreichungvonPentacarinat
-DieaktuellenLeitlinienempfehlenzurBehandlungderPneumocystis-jirovecii-PneumoniedieintravenöseVerabreichung.
-DieintramuskuläreGabewirdzurBehandlungderPneumocystis-jirovecii-Pneumonienichtempfohlen.DieInhalationwirdausschliesslichzurSekundärprophylaxe der Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie empfohlen.
-DiefolgendenDosierungsempfehlungengeltenfürErwachsene,KinderundSäuglingemitPneumocystis-jirovecii-Pneumonie:
- +Der Ärztin bzw. dem Arzt wird empfohlen, die aktuellen Schweizer und internationalen Leitlinien zu befolgen.
- +Parenterale Verabreichung von Pentacarinat
- +Die aktuellen Leitlinien empfehlen zur Behandlung der Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie die intravenöse Verabreichung.
- +Die intramuskuläre Gabe wird zur Behandlung der Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie nicht empfohlen. Die Inhalation wird ausschliesslich zur Sekundärprophylaxe der Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie empfohlen.
- +Die folgenden Dosierungsempfehlungen gelten für Erwachsene, Kinder und Säuglinge mit Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie:
-Vor,währendundnachVerabreichungvonPentacarinatsolltederPatientliegen(wegenBD-Abfall).
- +Vor, während und nach Verabreichung von Pentacarinat sollte der Patient liegen (wegen BD-Abfall).
-HinweisefürdieHandhabung,siehe "SonstigeHinweise" .
-InhalativeVerabreichungvonPentacarinatalsAerosolzursekundärenProphylaxederPneumocystis-jirovecii-Pneumonie
-DasfolgendeDosierungsschemawirdzurzeitempfohlen:
-300mgPentamidin-Diisethionatalle4 Wochen.
-WichtigerHinweis:AnleitungzurHandhabung,siehe "SonstigeHinweise" .DiepraktischeAnleitungzurDurchführungderInhalationliegtderPackungbei.
-SpezielleDosierungsanweisungen
-ÄlterePatienten:KeinespeziellenDosierungsrichtlinien,dadiesbezüglichkeineausreichendenErfahrungenvorliegen.
-SäuglingeundFrühgeborene:EsgibtkeineDatenbetreffendMindestalterderVerabreichung.InderLiteratursindAnwendungenabeinemAltervon5 Monaten beschrieben.
-PatientenmitLeberfunktionsstörungen
-Keinespeziellen Dosierungsrichtlinien.
-PatientenmitNierenfunktionsstörungen
- +Hinweise für die Handhabung, siehe "Sonstige Hinweise" .
- +Inhalative Verabreichung von Pentacarinat als Aerosol zur sekundären Prophylaxe der Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie
- +Das folgende Dosierungsschema wird zurzeit empfohlen:
- +300 mg Pentamidin-Diisethionat alle 4 Wochen.
- +Wichtiger Hinweis: Anleitung zur Handhabung, siehe "Sonstige Hinweise" . Die praktische Anleitung zur Durchführung der Inhalation liegt der Packung bei.
- +Spezielle Dosierungsanweisungen
- +Ältere Patienten: Keine speziellen Dosierungsrichtlinien, da diesbezüglich keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.
- +Säuglinge und Frühgeborene: Es gibt keine Daten betreffend Mindestalter der Verabreichung. In der Literatur sind Anwendungen ab einem Alter von 5 Monaten beschrieben.
- +Patienten mit Leberfunktionsstörungen
- +Keine speziellen Dosierungsrichtlinien.
- +Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
-ÜberempfindlichkeitaufPentamidin-Diisethionat,insbesonderenachUrticariaoderErythemaexsudativa multiforme.
- +Überempfindlichkeit auf Pentamidin-Diisethionat, insbesondere nach Urticaria oder Erythema exsudativa multiforme.
-DadasArzneimittelerheblicheNebenwirkungenhat,solltedieDiagnoseinsbesonderederPneumocystis-jirovecii-Pneumoniefallsimmermöglich- gesichert werden.
-PentacarinatsolltemitbesondererVorsichtbeiPatientenmitLeberoderNiereninsuffizienz,HyperoderHypotonie,HyperoderHypoglykämie, Leukopenie, Thrombozytopenie oder Anämie verabreicht werden.
- +Da das Arzneimittel erhebliche Nebenwirkungen hat, sollte die Diagnose insbesondere der Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie falls immer möglich - gesichert werden.
- +Pentacarinat sollte mit besonderer Vorsicht bei Patienten mit Leberoder Niereninsuffizienz, Hyperoder Hypotonie, Hyperoder Hypoglykämie, Leukopenie, Thrombozytopenie oder Anämie verabreicht werden.
-Pentamidin-Diisethionat kann zu QT-Verlängerungen führen. Für QT-Verlängerungen typische Arrhythmien wie z.B. Torsades de pointes wurden in EinzelfällennachVerabreichungvonPentamidin-Diisethionatbeobachtet.DeshalbistPentacarinatbeiPatientenmitkoronarerHerzkrankheit,bei anamnestischbekanntenventrikulärenArrhythmien,beiHypokaliämieund-magnesiämie,beiBradykardie(<50bpm)undbeigleichzeitigerVerabreichung von QT verlängernden Substanzen mit Vorsicht anzuwenden. Eine permanente Überwachung der Herzfunktion ist angezeigt, wenn die QTc-Zeit während der Behandlung die Grenze von 500 Millisekunden überschreitet. Wenn die QTc-Zeit 550 Millisekunden überschreitet, ist der Umstieg auf eine andere Behandlungsoption in Betracht zu ziehen.
- +Pentamidin-Diisethionat kann zu QT-Verlängerungen führen. Für QT-Verlängerungen typische Arrhythmien wie z.B. Torsades de pointes wurden in Einzelfällen nach Verabreichung von Pentamidin-Diisethionat beobachtet. Deshalb ist Pentacarinat bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit, bei anamnestisch bekannten ventrikulären Arrhythmien, bei Hypokaliämie und -magnesiämie, bei Bradykardie (<50 bpm) und bei gleichzeitiger Verabreichung von QT verlängernden Substanzen mit Vorsicht anzuwenden. Eine permanente Überwachung der Herzfunktion ist angezeigt, wenn die QTc-Zeit während der Behandlung die Grenze von 500 Millisekunden überschreitet. Wenn die QTc-Zeit 550 Millisekunden überschreitet, ist der Umstieg auf eine andere Behandlungsoption in Betracht zu ziehen.
-ParenteraleAnwendung
-Es liegen Berichte über Todesfälle bei Patienten vor, bei denen nach intramuskulärer oder intravenöser Anwendung von Pentamidin-Diisethionat schwere Hypotonie,Hypoglykämie,akutePankreatitisoderHerzrhythmusstörungenaufgetretenwaren(siehe "UnerwünschteWirkungen" ,Unterabschnitt
-"ParenteraleBehandlung" ).EsisteineBasis-Blutdruckmessungvorzunehmen,undbeiderVerabreichungdesPentacarinatsollderPatientliegen.Der Blutdruck ist während der Pentacarinat-Verabreichung und bis zum Ende der Behandlung engmaschig und regelmässig zu überwachen.
-FolgendeLaboruntersuchungensolltenregelmässigdurchgeführtwerden:
--Harnstoff-StickstoffimBlutundSerumkreatinintäglichwährenddergesamtenTherapie;
--KomplettesBlutbildanjedem Behandlungstag;
--Nüchtern-BlutzuckeranjedemBehandlungstagundinregelmässigenAbständennachBeendigungderTherapie.InmanchenFällenistauch Monate nach Behandlungsende eine Hyperglykämie und ein Diabetes mellitus aufgetreten;
--Leberfunktionstests, insbesondere Bilirubin, alk. Phosphatase, Aspartat-Aminotransferase (SGOT) und Alanin-Aminotransferase (SGPT). Bei Ausgangswerten im Normbereich und nur geringfügigen Änderungen ist eine wöchentliche Bestimmung ausreichend. Bei erhöhten AusgangswertenoderansteigendenWertenwährendderTherapiesolltendieTestsebenfallseinmalwöchentlichdurchgeführtwerden,esseidenn, der Patient wird mit weiteren hepatotoxischen Präparaten behandelt, was eine Überprüfung etwa alle 3 - 5 Tage erforderlich macht;
--Serum-KalziumeinmalproWoche;MagnesiumkonzentrationimBlutzweimalpro Woche;
--ÜberwachungderNierenfunktion(UrinanalyseundBlut-Elektrolyte)einmaltäglichfürdieDauerderBehandlung.BeiNiereninsuffizienzwirdeine Reduktion der Standarddosis um 30-50% empfohlen;
--ElektrokardiogramminregelmässigenAbständen.
-InhalativeAnwendungalsAerosol
-Patienten, die Pentacarinat als Aerosol anwenden, sind wegen des Risikos für schwerwiegende unerwünschte Wirkungen engmaschig zu überwachen(siehe "Unerwünschte Wirkungen" , Unterabschnitt "Inhalationsbehandlung" ).
- +Parenterale Anwendung
- +Es liegen Berichte über Todesfälle bei Patienten vor, bei denen nach intramuskulärer oder intravenöser Anwendung von Pentamidin-Diisethionat schwere Hypotonie, Hypoglykämie, akute Pankreatitis oder Herzrhythmusstörungen aufgetreten waren (siehe "Unerwünschte Wirkungen" , Unterabschnitt
- +"Parenterale Behandlung" ). Es ist eine Basis-Blutdruckmessung vorzunehmen, und bei der Verabreichung des Pentacarinat soll der Patient liegen. Der Blutdruck ist während der Pentacarinat-Verabreichung und bis zum Ende der Behandlung engmaschig und regelmässig zu überwachen.
- +Folgende Laboruntersuchungen sollten regelmässig durchgeführt werden:
- +-Harnstoff-Stickstoff im Blut und Serumkreatinin täglich während der gesamten Therapie;
- +-Komplettes Blutbild an jedem Behandlungstag;
- +-Nüchtern-Blutzucker an jedem Behandlungstag und in regelmässigen Abständen nach Beendigung der Therapie. In manchen Fällen ist auch Monate nach Behandlungsende eine Hyperglykämie und ein Diabetes mellitus aufgetreten;
- +-Leberfunktionstests, insbesondere Bilirubin, alk. Phosphatase, Aspartat-Aminotransferase (SGOT) und Alanin-Aminotransferase (SGPT). Bei Ausgangswerten im Normbereich und nur geringfügigen Änderungen ist eine wöchentliche Bestimmung ausreichend. Bei erhöhten Ausgangswerten oder ansteigenden Werten während der Therapie sollten die Tests ebenfalls einmal wöchentlich durchgeführt werden, es sei denn, der Patient wird mit weiteren hepatotoxischen Präparaten behandelt, was eine Überprüfung etwa alle 3 - 5 Tage erforderlich macht;
- +-Serum-Kalzium einmal pro Woche; Magnesiumkonzentration im Blut zweimal pro Woche;
- +-Überwachung der Nierenfunktion (Urinanalyse und Blut-Elektrolyte) einmal täglich für die Dauer der Behandlung. Bei Niereninsuffizienz wird eine Reduktion der Standarddosis um 30-50% empfohlen;
- +-Elektrokardiogramm in regelmässigen Abständen.
- +Inhalative Anwendung als Aerosol
- +Patienten, die Pentacarinat als Aerosol anwenden, sind wegen des Risikos für schwerwiegende unerwünschte Wirkungen engmaschig zu überwachen (siehe "Unerwünschte Wirkungen" , Unterabschnitt "Inhalationsbehandlung" ).
-BeiPatientenmiterhöhtemRisikofürPneumothoraxistderNutzenderBehandlungmitPentacarinatalsAerosolgegendieklinischenFolgeneinessolchen Ereignisses abzuwägen.
- +Bei Patienten mit erhöhtem Risiko für Pneumothorax ist der Nutzen der Behandlung mit Pentacarinat als Aerosol gegen die klinischen Folgen eines solchen Ereignisses abzuwägen.
-SollteeinePentacarinat-TherapiewährendderStillperiodeerforderlichsein,ist abzustillen.
- +Sollte eine Pentacarinat-Therapie während der Stillperiode erforderlich sein, ist abzustillen.
-Pentacarinat hat einen Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit und das Reaktionsvermögen und somit einen hohen Einfluss auf die Fähigkeit zur aktivenTeilnahme am Strassenverkehr und zum Bedienen von Maschinen.
- +Pentacarinat hat einen Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit und das Reaktionsvermögen und somit einen hohen Einfluss auf die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr und zum Bedienen von Maschinen.
-DieHäufigkeitderunerwünschtenWirkungenwirdwiefolgtangegeben:
-"Sehrhäufig" (≥1/10), "häufig" (≥1/100,<1/10), "gelegentlich" (≥1/1000,<1/100), "selten" (≥1/10'000,<1/1000), "sehrselten" (<1/10'000).
-ParenteraleBehandlung
-ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems
-Häufig:Leukopenie(gelegentlich:schwerwiegendmitAbfallunter1'000/mm³),
-Thrombozytopenie(gelegentlich:schwerwiegendmitAbfallunter 20'000/mm³), Anämie.
-Selten:Neutropenie.
-Erkrankungendes Immunsystems
-Sehrselten:Überempfindlichkeitsreaktionen,darunteranaphylaktischeReaktionenundanaphylaktischerSchockteilweisemitletalemAusgang,Angioödem, Quincke-Ödem, Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse, schwere Herxheimerreaktion wurden beobachtet.
- +Die Häufigkeit der unerwünschten Wirkungen wird wie folgt angegeben:
- +"Sehr häufig" (≥1/10), "häufig" (≥1/100, <1/10), "gelegentlich" (≥1/1000, <1/100), "selten" (≥1/10'000, <1/1000), "sehr selten" (<1/10'000).
- +Parenterale Behandlung
- +Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- +Häufig: Leukopenie (gelegentlich: schwerwiegend mit Abfall unter 1'000/mm³),
- +Thrombozytopenie (gelegentlich: schwerwiegend mit Abfall unter 20'000/mm³), Anämie.
- +Selten: Neutropenie.
- +Erkrankungen des Immunsystems
- +Sehr selten: Überempfindlichkeitsreaktionen, darunter anaphylaktische Reaktionen und anaphylaktischer Schock teilweise mit letalem Ausgang, Angioödem, Quincke-Ödem, Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse, schwere Herxheimerreaktion wurden beobachtet.
-Sehrhäufig:Hypoglykämie(6-40%),seltenschwerwiegendundlebensbedrohlich.
-HypoglykämienwerdenaufeinetoxischeWirkungvonPentamidinaufdieBetazellendesPankreasmitInsulinausschüttungzurückgeführt:Seltenzu Beginn,oftinnert5-7Tagenoderspäterauftretend,erfordernsieu.U.eineTagedauerndeTherapieundÜberwachung(i.v.Glukoseu.a.).Hyperglykämie;
- +Sehr häufig: Hypoglykämie (6-40%), selten schwerwiegend und lebensbedrohlich.
- +Hypoglykämien werden auf eine toxische Wirkung von Pentamidin auf die Betazellen des Pankreas mit Insulinausschüttung zurückgeführt: Selten zu Beginn, oft innert 5-7 Tagen oder später auftretend, erfordern sie u.U. eine Tage dauernde Therapie und Überwachung (i.v. Glukose u.a.). Hyperglykämie;
-Häufig:Hyperkaliämie,Hypokalzämie,Hypomagnesiämie.
-ErkrankungendesNervensystems
- +Häufig: Hyperkaliämie, Hypokalzämie, Hypomagnesiämie.
- +Erkrankungen des Nervensystems
-Selten:lebensbedrohlicheReaktionenwieArrhythmien,ventrikuläreTachykardie,HerzversagenundQT-Verlängerungen.
-EsliegenvereinzelteBerichteüberTorsadesdepointesnachVerabreichungvonPentamidin-Diisethionatvor.WeitereselteneReaktionensind Palpitationen und EKG-Veränderungen. Ausserdem in Einzelfällen Bradykardie mit teilweise letalem Ausgang.
- +Selten: lebensbedrohliche Reaktionen wie Arrhythmien, ventrikuläre Tachykardie, Herzversagen und QT-Verlängerungen.
- +Es liegen vereinzelte Berichte über Torsades de pointes nach Verabreichung von Pentamidin-Diisethionat vor. Weitere seltene Reaktionen sind Palpitationen und EKG-Veränderungen. Ausserdem in Einzelfällen Bradykardie mit teilweise letalem Ausgang.
-Häufig:(orthostatische)Hypotonie(ca.5%),teilslebensbedrohlich.Beivorschriftsgemässeri.v.Anwendung(Infusionüberwenigstens2Stunden)nicht häufiger als nach i.m. Applikation.
-Gelegentlich:Synkope,Flush,Hypertonieund Vaskulitis.
-ErkrankungenderAtemwege,desBrustraumsund Mediastinums
-Sehrselten:Asthmaanfall
-Erkrankungendes Gastrointestinaltrakts
-Häufig:Übelkeit,Appetitlosigkeit,Erbrechen,Diarrhö,Abdominalschmerzen.
-Selten:Pankreatitis,Geschmacksstörungen.
-ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes
- +Häufig: (orthostatische) Hypotonie (ca. 5%), teils lebensbedrohlich. Bei vorschriftsgemässer i.v. Anwendung (Infusion über wenigstens 2 Stunden) nicht häufiger als nach i.m. Applikation.
- +Gelegentlich: Synkope, Flush, Hypertonie und Vaskulitis.
- +Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- +Sehr selten: Asthmaanfall
- +Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- +Häufig: Übelkeit, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Diarrhö, Abdominalschmerzen.
- +Selten: Pankreatitis, Geschmacksstörungen.
- +Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
-Gelegentlich:makulopapulöseExantheme,Urtikaria,Juckreiz.
-ErkrankungenderNierenundHarnwege
-Sehrhäufig:Nierenfunktionsstörungen(ca.25%)einschliesslichsehrseltenerFällevonakutemNierenversagen.Makrohämaturie.
-AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenam Verabreichungsort
-Sehrhäufig(biszu18%):Schmerzen,Entzündung,Verhärtung,v.a.beii.m.Injektion.AbszessebeisterilenentzündlichenReaktionenund Gewebsnekrosen.
-Gelegentlich:Phlebitidenbei i.v.Infusion.
-NachintramuskulärerVerabreichungvonPentamidin-DiisethionatwurdeselteneineRhabdomyolysebeobachtet.
- +Gelegentlich: makulopapulöse Exantheme, Urtikaria, Juckreiz.
- +Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- +Sehr häufig: Nierenfunktionsstörungen (ca. 25%) einschliesslich sehr seltener Fälle von akutem Nierenversagen. Makrohämaturie.
- +Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- +Sehr häufig (bis zu 18%): Schmerzen, Entzündung, Verhärtung, v.a. bei i.m. Injektion. Abszesse bei sterilen entzündlichen Reaktionen und Gewebsnekrosen.
- +Gelegentlich: Phlebitiden bei i.v. Infusion.
- +Nach intramuskulärer Verabreichung von Pentamidin-Diisethionat wurde selten eine Rhabdomyolyse beobachtet.
-Sehrhäufig:Beimehrals20%derAIDS-PatientenkanneinAnstiegdesKreatininsum2,4-6mg/dlresp.200-500µmol/lgefundenwerden.
-Sehrhäufig(24%):Azotämie(BUN<50mg/dl).
-Häufig:pathologischeLeberenzyme.
- +Sehr häufig: Bei mehr als 20% der AIDS-Patienten kann ein Anstieg des Kreatinins um 2,4-6 mg/dl resp. 200-500 µmol/l gefunden werden.
- +Sehr häufig (24%): Azotämie (BUN < 50 mg/dl).
- +Häufig: pathologische Leberenzyme.
-SystemischeNebenwirkungentretenbeiInhalationdeutlichselteneraufalsbeisystemischerTherapie.
-ErkrankungendesBlutesunddesLymphsystems
-WieunterparenteralerVerabreichungkönnennachInhalationgelegentlichhämatologischeNebenwirkungen auftreten.
-Erkrankungendes Immunsystems
-Sehrselten:Überempfindlichkeitsreaktionen,darunteranaphylaktischeReaktionenundanaphylaktischerSchockmitteilweiseletalemAusgang,Angioödem, Quincke-Ödem, Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse, schwere Herxheimerreaktion.
- +Systemische Nebenwirkungen treten bei Inhalation deutlich seltener auf als bei systemischer Therapie.
- +Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- +Wie unter parenteraler Verabreichung können nach Inhalation gelegentlich hämatologische Nebenwirkungen auftreten.
- +Erkrankungen des Immunsystems
- +Sehr selten: Überempfindlichkeitsreaktionen, darunter anaphylaktische Reaktionen und anaphylaktischer Schock mit teilweise letalem Ausgang, Angioödem, Quincke-Ödem, Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse, schwere Herxheimerreaktion.
-Gelegentlich:Hypoglykämie,Hyperkalzämie,Hypokalzämie,pathologischeLeberenzyme.
-Erkrankungendes Nervensystems
-Sehrhäufig(biszu50%):Benommenheit.
-Häufig:Kopfschmerzen.
-Gelegentlich:Schwindel.
- +Gelegentlich: Hypoglykämie, Hyperkalzämie, Hypokalzämie, pathologische Leberenzyme.
- +Erkrankungen des Nervensystems
- +Sehr häufig (bis zu 50%): Benommenheit.
- +Häufig: Kopfschmerzen.
- +Gelegentlich: Schwindel.
-Selten:Arrhythmien,PalpitationenundHerzversagen.
-InEinzelfällen:Bradykardie.
- +Selten: Arrhythmien, Palpitationen und Herzversagen.
- +In Einzelfällen: Bradykardie.
-Gelegentlich:Synkope,Flush,Hypertonieund Vaskulitis.
-InEinzelfällen: Hypotonie.
-ErkrankungenderAtemwege,desBrustraumsund Mediastinums
-Sehrhäufig:Husten(38%),Bronchospasmus(15%)undAtemnot(ca.70%).DagegenkönnenAntitussivaoderinhalativeBronchodilatatorenverwendet werden.
-Sehrhäufig:Pharyngitis,insbesonderebeihöherenKonzentrationen(ca.20%).GegeneinbrennendesGefühlimRachenundinderLuftröhrekönnen Inhalationspausen und das Trinken von kaltem Wasser Abhilfe schaffen.
- +Gelegentlich: Synkope, Flush, Hypertonie und Vaskulitis.
- +In Einzelfällen: Hypotonie.
- +Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- +Sehr häufig: Husten (38%), Bronchospasmus (15%) und Atemnot (ca. 70%). Dagegen können Antitussiva oder inhalative Bronchodilatatoren verwendet werden.
- +Sehr häufig: Pharyngitis, insbesondere bei höheren Konzentrationen (ca. 20%). Gegen ein brennendes Gefühl im Rachen und in der Luftröhre können Inhalationspausen und das Trinken von kaltem Wasser Abhilfe schaffen.
-Sehrselten:eosinophilePneumonie,Asthmaanfall.
-Erkrankungendes Gastrointestinaltrakts
-Sehrhäufig:GeschmacksstörungenundAppetitlosigkeit(ca.50-70%).Einbittererbzw.metallischerGeschmacktrittmeistnurwährenddererstenInhalationen auf und kann mit Lutschbonbons nach der Inhalation beseitigt werden.
-Sehrhäufig(ca.20%):ÜbelkeitundErbrechen.
- +Sehr selten: eosinophile Pneumonie, Asthmaanfall.
- +Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- +Sehr häufig: Geschmacksstörungen und Appetitlosigkeit (ca. 50-70%). Ein bitterer bzw. metallischer Geschmack tritt meist nur während der ersten Inhalationen auf und kann mit Lutschbonbons nach der Inhalation beseitigt werden.
- +Sehr häufig (ca. 20%): Übelkeit und Erbrechen.
-ErkrankungenderHautunddesUnterhautzellgewebes
-Sehrhäufig:Hautausschläge(biszu47%),gelegentlichUrtikaria,JuckreizundmakulopapulöseExantheme.
-ErkrankungenderNierenundHarnwege
- +Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- +Sehr häufig: Hautausschläge (bis zu 47%), gelegentlich Urtikaria, Juckreiz und makulopapulöse Exantheme.
- +Erkrankungen der Nieren und Harnwege
-AllgemeineErkrankungenundBeschwerdenamVerabreichungsort
-In Einzelfällen: Fieber, Müdigkeit.Elektrolytstörungen.
- +Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- +In Einzelfällen: Fieber, Müdigkeit. Elektrolytstörungen.
-DieTherapieeinerÜberdosierungistsymptomatisch.
-AnzeichenundSymptome
-Herzrhythmusstörungeninkl.TorsadesdepointeswurdennachÜberdosierungmitPentamidin-Diisethionatbeobachtet.
- +Die Therapie einer Überdosierung ist symptomatisch.
- +Anzeichen und Symptome
- +Herzrhythmusstörungen inkl. Torsades de pointes wurden nach Überdosierung mit Pentamidin-Diisethionat beobachtet.
-Pentamidin entfaltet seine Wirkung durch Wechselwirkung mit der DNS, v.a. von Zellorganellen (Kinetoplasten von Trypanosomen und Leishmanien sowie vonMitochondrien),EingriffindenFolsäuremetabolismusundHemmungderRNSundProteinbiosynthesesowiederGlykolyseundderenergieliefernden Prozesse. Der genaue Wirkmechanismus ist noch nicht völlig geklärt.
- +Pentamidin entfaltet seine Wirkung durch Wechselwirkung mit der DNS, v.a. von Zellorganellen (Kinetoplasten von Trypanosomen und Leishmanien sowie von Mitochondrien), Eingriff in den Folsäuremetabolismus und Hemmung der RNSund Proteinbiosynthese sowie der Glykolyse und der energieliefernden Prozesse. Der genaue Wirkmechanismus ist noch nicht völlig geklärt.
-Alsempfindlichgelten: Pneumocystisjirovecii(invitroHK0,3-9mg/l).
-Empfindlich/mässigempfindlich:Trypanosomabruceigambiense.
-Mässig/wechselndempfindlich:Leishmanien,Babesia.
-ImAllgemeinenresistent:Trypanosomacruzi,ErregerderChagas-Krankheit. Eine Kreuzresistenz mit anderen Diamidinen ist möglich.
- +Als empfindlich gelten: Pneumocystis jirovecii (in vitro HK 0,3-9 mg/l).
- +Empfindlich/mässig empfindlich: Trypanosoma brucei gambiense.
- +Mässig/wechselnd empfindlich: Leishmanien, Babesia.
- +Im Allgemeinen resistent: Trypanosoma cruzi, Erreger der Chagas-Krankheit. Eine Kreuzresistenz mit anderen Diamidinen ist möglich.
-Siehe "Wirkungsmechanismus" .
- +Siehe "Wirkungsmechanismus" .
-DievorhandenenKenntnissesindnochunvollständig.
- +Die vorhandenen Kenntnisse sind noch unvollständig.
-FolgendepharmakokinetischeParametersindfürbeideApplikationsartenermittelt worden:
- +Folgende pharmakokinetische Parameter sind für beide Applikationsarten ermittelt worden:
-Entsprechend dem grossen Verteilungsvolumen scheint sich Pentamidin in gewissen Geweben wie Leber, Niere und Lunge anzureichern. Bei parenteraler Gabe werden signifikante Konzentrationen in der Lunge mutmasslich erst nach einigen Tagen erreicht. Infolge der Anreicherung in den Geweben wurde nachMehrfachgabeimUrineineEliminations-HWZvonca.einerWochegefunden,welchesomitdenrelevanterenParameterdarstelltalsdiePlasma-HWZ. Die Proteinbindung beträgt etwa 69%.
- +Entsprechend dem grossen Verteilungsvolumen scheint sich Pentamidin in gewissen Geweben wie Leber, Niere und Lunge anzureichern. Bei parenteraler Gabe werden signifikante Konzentrationen in der Lunge mutmasslich erst nach einigen Tagen erreicht. Infolge der Anreicherung in den Geweben wurde nach Mehrfachgabe im Urin eine Eliminations-HWZ von ca. einer Woche gefunden, welche somit den relevanteren Parameter darstellt als die Plasma-HWZ. Die Proteinbindung beträgt etwa 69%.
-ÜberdenMetabolismusvonPentamidinistwenig bekannt.
- +Über den Metabolismus von Pentamidin ist wenig bekannt.
-NacheinerEinmaldosiswerdeninnerhalbvon24Std.wenigerals10%unverändertrenaleliminiert(Q0ca.0,9).UntersuchungenüberPassageinLiquor, Plazenta und Muttermilch beim Menschen liegen nicht vor.
- +Nach einer Einmaldosis werden innerhalb von 24 Std. weniger als 10% unverändert renal eliminiert (Q0 ca. 0,9). Untersuchungen über Passage in Liquor, Plazenta und Muttermilch beim Menschen liegen nicht vor.
-Pentamidin-DiisethionatkannprinzipiellmitderDNAinteragieren.DieSubstanzwarjedochinmehreren in-vitroundin-vivo-Mutagenitätstestsunauffällig.
- +Pentamidin-Diisethionat kann prinzipiell mit der DNA interagieren. Die Substanz war jedoch in mehreren in-vitro und in-vivo-Mutagenitätstests unauffällig.
-LangzeitstudienzurKanzerogenitätwurdenichtdurchgeführt.
- +Langzeitstudien zur Kanzerogenität wurde nicht durchgeführt.
-NachRekonstitutionmitAquaadinj.solltePentamidin-DisethionatnurmitGlukoselösung(5%)undphysiologischerKochsalzlösung(0,9%)gemischt werden.
- +Nach Rekonstitution mit Aqua ad inj. sollte Pentamidin-Disethionat nur mit Glukoselösung (5%) und physiologischer Kochsalzlösung (0,9%) gemischt werden.
-DasArzneimitteldarfnurbiszudemaufderPackungmit "EXP" bezeichnetenDatumverwendetwerden.
-HaltbarkeitnachAnbruch
-NachRekonstitutionistdasPräparatimKühlschrankbei2-8°Caufzubewahrenundinnert24Stundenzu verwenden.
- +Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
- +Haltbarkeit nach Anbruch
- +Nach Rekonstitution ist das Präparat im Kühlschrank bei 2-8°C aufzubewahren und innert 24 Stunden zu verwenden.
-BeiRaumtemperatur(15-25°C)undlichtgeschütztaufbewahren.AusserReichweitevonKindernaufbewahren.
- +Bei Raumtemperatur (15-25°C) und lichtgeschützt aufbewahren. Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
-Bei unsachgemässer Inhalation (z.B. Ausatmen in die Raumluft, fehlender Ausatmungsfilter) kommt es zur Belastung der Raumluft mit Pentacarinat- Aerosol.DieVerneblungsollteineinemgutdurchlüftetenRaumstattfinden,undessindangemesseneVorsichtsmassnahmenzutreffen,umzuverhindern, dass andere Anwesende mit dem Wirkstoff in Kontakt kommen. In diesem Raum dürfen sich während der Vernebelung nur Personen aufhalten, die genügend Schutzkleidung (Schutzmaske, Schutzbrille und Handschuhe) tragen.
- +Bei unsachgemässer Inhalation (z.B. Ausatmen in die Raumluft, fehlender Ausatmungsfilter) kommt es zur Belastung der Raumluft mit Pentacarinat- Aerosol. Die Verneblung sollte in einem gut durchlüfteten Raum stattfinden, und es sind angemessene Vorsichtsmassnahmen zu treffen, um zu verhindern, dass andere Anwesende mit dem Wirkstoff in Kontakt kommen. In diesem Raum dürfen sich während der Vernebelung nur Personen aufhalten, die genügend Schutzkleidung (Schutzmaske, Schutzbrille und Handschuhe) tragen.
-50635(Swissmedic).
- +50635 (Swissmedic).
-PentacarinatPulver:5Durchstechflaschen[A]
- +Pentacarinat Pulver: 5 Durchstechflaschen [A]
-Dezember2020.
- +Dezember 2020.
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