| 48 Änderungen an Fachinfo Aripiprazol-Mepha 5 mg |
-Hilfsstoffe
- +Hilfsstoffe:
- +Schizophrenie:
- +Bipolar-I-Störungen:
- +Erwachsene: Aripiprazol-Mepha ist indiziert zur Behandlung mässig starker bis starker manischer Episoden bei Bipolar-I-Störungen und für die Prävention neuer manischer Episoden bei Patienten, welche vorgängig auf die Behandlung der manischen Episoden mit Aripiprazol ansprachen.
- +Jugendliche (13-17 Jahre): Aripiprazol-Mepha ist indiziert zur Monotherapie in der Akutbehandlung starker manischer oder gemischter Episoden bei Bipolar-I-Störungen.
- +Manische Episoden bei Bipolar-I-Störungen:
- +Erwachsene:
- +Die empfohlene Anfangsdosis von Aripiprazol-Mepha ist 15 mg einmal täglich.
- +Im Allgemeinen sollte initial die begleitende Anwendung eines Tranquilizers (z.B. Benzodiazepin) erfolgen.
- +Abhängig vom Zustand des Patienten sollte die Erstbehandlung unter stationären klinischen Bedingungen erfolgen. Die maximale Tagesdosis sollte 30 mg nicht überschreiten.
- +Zur Rezidivprophylaxe der manischen Episoden bei Patienten, welche bereits Aripiprazol-Mepha erhalten haben, soll die Therapie mit der gleichen Dosis weitergeführt werden.
- +Jugendliche (13-17 Jahre):
- +Die empfohlene Zieldosis von Aripiprazol-Mepha ist 1× täglich 10 mg unabhängig von den Mahlzeiten. Die Behandlung sollte für zwei Tage mit 2 mg/Tag (Aripiprazol Sirup, unter einem anderen Handelsnamen erhältlich) eingeleitet, danach für zwei Tage auf 5 mg/Tag und dann auf die empfohlene Dosis von 10 mg/Tag erhöht werden.
- +Eine gesteigerte Wirksamkeit wurde für Dosen >10 mg/Tag nicht nachgewiesen. Eine Dosierung >10 mg/Tag wird nicht empfohlen. Wenn Dosen >10 mg/Tag eingesetzt werden, sollten Dosiserhöhungen in 5 mg-Schritten erfolgen und eine maximale Dosierung von 30 mg/Tag nicht überschritten werden.
- +Die Behandlung soll so lange erfolgen, wie dies für die Kontrolle der akuten Symptome erforderlich ist. Die vorgesehene maximale Behandlungsdauer beträgt 4 Wochen. Die Wirksamkeit einer Behandlung über diesen Zeitraum hinaus ist nicht konsistent nachgewiesen (siehe «Eigenschaften/Wirkungen - Klinische Wirksamkeit»).
- +Aripiprazol-Mepha sollte in dieser Indikation nur von Ärzten mit Erfahrungen in der Therapie bipolarer Störungen bei Jugendlichen verordnet werden. Die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 13 Jahren ist nicht indiziert.
- +Die Wirksamkeit und Sicherheit der Anwendung von Aripiprazol-Mepha zur Rezidivprophylaxe manischer Episoden bei Kinder und Jugendlichen mit Bipolar-I-Störungen wurde nicht nachgewiesen.
-Ältere Patienten: Die Wirksamkeit von Aripiprazol in der Behandlung von Schizophrenie bei Patienten ≥65 Jahre wurde nicht nachgewiesen. Mit Rücksicht auf die grössere Empfindlichkeit dieser Patientengruppe sollte eine niedrigere Initialdosis in Betracht gezogen werden, wenn klinische Faktoren dies rechtfertigen (s. «Pharmakokinetik»).
- +Ältere Patienten: Die Wirksamkeit von Aripiprazol in der Behandlung von Schizophrenie und Bipolar-I-Störung bei Patienten ≥65 Jahre wurde nicht nachgewiesen. Mit Rücksicht auf die grössere Empfindlichkeit dieser Patientengruppe sollte eine niedrigere Initialdosis in Betracht gezogen werden, wenn klinische Faktoren dies rechtfertigen (s. «Pharmakokinetik»).
-In einer epidemiologischen Studie zeigte sich das Suizidalitätsrisiko bei Patienten mit Schizophrenie unter Aripiprazol-Mepha nicht verschieden von anderen Neuroleptika.
- +In einer epidemiologischen Studie zeigte sich das Suizidalitätsrisiko bei Patienten mit Schizophrenie und bipolaren Störungen unter Aripiprazol nicht verschieden von anderen Neuroleptika.
-Eine Gewichtszunahme wird im Allgemeinen bei schizophrenen Patienten aufgrund von Komorbiditäten, der Anwendung von Antipsychotika, bei denen Gewichtszunahme als Nebenwirkung bekannt ist bzw. einer ungesunden Lebensführung beobachtet und könnte zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Über eine Gewichtszunahme wurde nach Markteinführung (Häufigkeit nicht bekannt, s. «Unerwünschte Wirkungen/Postmarketing-Erfahrung») bei Patienten berichtet, denen Aripiprazol verschrieben wurde. In den beobachteten Fällen weisen die Patienten gewöhnlich signifikante Risikofaktoren wie Diabetes, Schilddrüsenerkrankung oder Hypophysenadenom in der Anamnese auf. In klinischen Studien hat Aripiprazol nicht zu einer klinisch relevanten Gewichtszunahme geführt (s. «Eigenschaften/Wirkungen»).
- +Eine Gewichtszunahme wird im Allgemeinen bei schizophrenen Patienten und bei Patienten mit bipolarer Manie aufgrund von Komorbiditäten, der Anwendung von Antipsychotika, bei denen Gewichtszunahme als Nebenwirkung bekannt ist bzw. einer ungesunden Lebensführung beobachtet und könnte zu schwerwiegenden Komplikationen führen. Über eine Gewichtszunahme wurde nach Markteinführung (Häufigkeit nicht bekannt, s. «Unerwünschte Wirkungen/Postmarketing-Erfahrung») bei Patienten berichtet, denen Aripiprazol verschrieben wurde. In den beobachteten Fällen weisen die Patienten gewöhnlich signifikante Risikofaktoren wie Diabetes, Schilddrüsenerkrankung oder Hypophysenadenom in der Anamnese auf. In klinischen Studien hat Aripiprazol nicht zu einer klinisch relevanten Gewichtszunahme geführt (s. «Eigenschaften/Wirkungen»).
- +Die Co-Medikation von Aripiprazol (oral) in einer täglichen Dosis von 10-30 mg über 14 Tage bei Patienten mit einer Bipolar-I-Störung hatte keinen Einfluss auf die Steady-State-Pharmakokinetik von 100-400 mg/Tag Lamotrigin, einem Substrat der UDP-Glucuronosyltransferase CYP1A4. Eine Dosisanpassung von Lamotrigin ist nicht erforderlich, wenn Aripiprazol zu Lamotrigin hinzugefügt wird.
- +Gelegentlich: Diplopie.
- +Manische Episoden bei Bipolar-I-Störungen: In einer kontrollierten 12-wöchigen Studie betrug die Inzidenz von EPS 23.5% bei den mit Aripiprazol behandelten Patienten und 53.3% bei den mit Haloperidol behandelten Patienten. In einer anderen Studie über 12 Wochen betrug die Inzidenz von EPS 26.6% bei den mit Aripiprazol behandelten Patienten und 17.6% bei den mit Lithium behandelten Patienten. In der 26-wöchigen Phase der Erhaltungstherapie in einer placebo-kontrollieren Studie war die Inzidenz von EPS 18.2% bei den mit Aripiprazol behandelten Patienten gegenüber 15.7% bei den Patienten in der Placebo-Gruppe.
- +Akute manische Episoden bei Bipolar-I-Störungen bei Jugendlichen ab 13 Jahren:
- +Häufigkeit und Art von unerwünschten Wirkungen bei Jugendlichen mit manischer oder gemischter Episode einer Bipolar-I-Störung, welche mit 10 mg Aripiprazol/Tag behandelt wurden, waren im Allgemeinen ähnlich im Vergleich zu jenen bei Erwachsenen, mit Ausnahme der folgenden unerwünschten Wirkungen, welche bei Jugendlichen häufiger auftraten: Somnolenz (17.8%), Ermüdung (11.7%) und Akathisie (12.1%) wurden sehr häufig (≥1/10) und Dyskinesie häufig (≥1/100, <1/10) berichtet.
- +Die entsprechend häufigsten unerwünschten Wirkungen unter 30 mg Aripiprazol/Tag im Vergleich zu Erwachsenen waren:
- +Sehr häufig (≥1/10): extrapyramidale Störung (28.8%), Somnolenz (20.3%) Akathisie (16.9%).
- +Häufig (≥1/100): Dystonie, Magenbeschwerden, erhöhte Herzfrequenz und Aufmerksamkeitsstörung.
- +
-Blut- und Lymphsystem:
- +Blut- und Lymphsystem
-Immunsystem:
- +Immunsystem
-Endokrine Störungen:
- +Endokrine Störungen
-Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen:
- +Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
-Psychiatrische Störungen:
- +Psychiatrische Störungen
-Nervensystem:
- +Nervensystem
-Herz:
- +Herz
-Gefässe:
- +Gefässe
-Atmungsorgane:
- +Atmungsorgane
-Gastrointestinale Störungen:
- +Gastrointestinale Störungen
-Leber und Galle:
- +Leber und Galle
-Haut:
- +Haut
-Muskelskelettsystem:
- +Muskelskelettsystem
-Nieren und Harnwege:
- +Nieren und Harnwege
-Schwangerschafts-, Wochenbett- und Perinatalbeschwerden:
- +Schwangerschafts-, Wochenbett- und Perinatalbeschwerden
-Reproduktionssystem und Brust:
- +Reproduktionssystem und Brust
-Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle:
- +Allgemeine Störungen und Reaktionen an der Applikationsstelle
-Untersuchungen:
- +Untersuchungen
-Die Wirkung von Aripiprazol-Mepha bei Schizophrenie beruht in erster Linie auf Aripiprazol. Der genaue Wirkungsmechanismus ist, wie bei anderen bei der Schizophrenie wirksamen Medikamenten, nicht vollständig sicher geklärt. Die Wirkung wird derzeit hauptsächlich auf die Kombination einer partiell agonistischen Aktivität an den Dopamin D2- und Serotonin-5HT1a-Rezeptoren und einer antagonistischen Aktivität an den Serotonin-5HT2a-Rezeptoren zurückgeführt.
- +Die Wirkung von Aripiprazol-Mepha bei Schizophrenie und bei Bipolarer-I-Störungen beruht in erster Linie auf Aripiprazol. Der genaue Wirkungsmechanismus ist, wie bei anderen bei der Schizophrenie und Bipolarer-I-Störungen wirksamen Medikamenten, nicht vollständig sicher geklärt. Die Wirkung wird derzeit hauptsächlich auf die Kombination einer partiell agonistischen Aktivität an den Dopamin D2- und Serotonin-5HT1a-Rezeptoren und einer antagonistischen Aktivität an den Serotonin-5HT2a-Rezeptoren zurückgeführt.
- +Manische Episoden bei Bipolar-I-Störungen:
- +Erwachsene
- +In drei 3-wöchigen, placebo-kontrollierten Studien, welche Patienten mit einer manischen oder gemischten Episode bei einer Bipolar-I-Störung einschlossen, zeigte Aripiprazol eine gegenüber Plazebo überlegene Wirksamkeit bei der Reduktion von manischen Symptomen über drei Wochen. Diese Studien schlossen Patienten mit oder ohne psychotische Symptome bzw. mit oder ohne «Rapid Cycling»-Verlauf ein.
- +In einer placebo-kontrollierten Monotherapie-Studie über 3 Wochen mit fixer Dosierung mit Patienten mit einer manischen oder gemischten Episode der Bipolar-I-Störung zeigte Aripiprazol gegenüber Placebo keine überlegene Wirksamkeit.
- +In zwei 12-wöchigen Studien mit Placebo- und Aktivkontrolle zeigte Aripiprazol bei Patienten mit einer manischen oder gemischten Episode bei einer Bipolar-I-Störung, mit oder ohne psychotische Symptome, eine überlegene Wirksamkeit gegenüber Placebo nach drei Wochen und eine Erhaltung der Wirkung vergleichbar mit Lithium oder Haloperidol nach 12 Wochen. Aripiprazol zeigte nach 12 Wochen auch eine mit Lithium und Haloperidol vergleichbare Rate an symptomatischer Remission.
- +In einer 26-wöchigen, placebo-kontrollierten Studie und einer nachfolgenden 74-wöchigen Verlängerungsphase bei manischen Patienten, bei welchen eine Remission unter Aripiprazol während einer Stabilisierungsphase vor der Randomisierung erzielt wurde, war Aripiprazol gegenüber Placebo überlegen hinsichtlich der Verhinderung eines Rezidivs einer manischen Episode der bipolaren Störung, nicht aber einer depressiven Episode. 161 Patienten (Aripiprazol n=78, Placebo n=83) wurden randomisiert und 67 Patienten (Aripiprazol n=39, Placebo n=28) beendeten die 26-wöchige Phase.
- +Kinder und Jugendliche
- +In einer 4-wöchigen, placebo-kontrollierten Studie mit n=296 Kindern und Jugendlichen (10-17 Jahre), welche die DSM-IV Kriterien für eine Bipolar-I-Störung mit akuter manischer oder gemischter Episode (mit oder ohne psychotische Symptome) erfüllten und welche einen Y-MRS Ausgangswert von ≥20 Punkten hatten, war Aripiprazol überlegen gegenüber Placebo bzgl. Reduktion des Y-MRS Wertes über 4 Wochen (Primärer Wirksamkeitsendpunkt):
- + N Woche 4 Mittlere Änderung des Y-MRS-Wertes (LOCF##) N Woche 4 Mittlere Änderung des Y-MRS-Wertes (OC#)
- +10 mg Aripiprazol 65 -13.9* 53 -14.9*
- +30 mg Aripiprazol 59 -16.8** 45 -17.9*
- +Placebo 58 -10.1 41 -11.1
- +
- +* p<0.05 und ** p<0.001 verglichen mit Placebo
- +# Observed Cases; ## Last Observation Carried Forward-Imputation
- +In einer 26-wöchigen, doppelblinden, placebo-kontrollierten Erhaltungsphase dieser Studie wurde der Erhalt der Wirkung untersucht.
- +Die Wirksamkeitsdaten aus dieser Studienphase sind schwieriger zu interpretieren, da es zu Änderungen des Studiendesigns kam und viele Studienteilnehmer aus der Studie ausschieden.
- +Nach 12 Behandlungswochen stellte sich die Wirksamkeit beispielsweise wie folgt dar:
- + N Woche 12 Mittlere Änderung des Y-MRS-Wertes (LOCF##) N Woche 12 Mittlere Änderung des Y-MRS-Wertes (OC#)
- +10 mg Aripiprazol 65 -15.6* 34 -21.4
- +30 mg Aripiprazol 59 -16.8** 25 -20.5
- +Placebo 58 -9.7 13 -21.5
- +
- +* p<0.05 und ** p<0.001 verglichen mit Placebo
- +# Observed Cases; ## Last Observation Carried Forward- Imputation
- +Die häufigsten unerwünschten Wirkungen, welche in den gepoolten 10 mg und 30 mg Behandlungsgruppen und häufiger als bei Placebo innerhalb der ersten 4 Behandlungswochen auftraten waren Somnolenz, Ermüdung, extrapyramidale Störungen und Akathisie (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).
- +Die folgenden unerwünschten Wirkungen zeigten eine Dosis-Wirkungs-Beziehung: Extrapyramidale Störung (Häufigkeit: bei 10 mg: 9.1%, bei 30 mg: 28.8% und bei Placebo: 1.7%) und Akathisie (Häufigkeit: bei 10 mg: 12.1%, bei 30 mg: 20.3% und bei Placebo: 1.7%).
- +Die mittlere Änderung des Körpergewichtes bei den jugendlichen Studienteilnehmern unter Aripiprazol war nach 4, 12 bzw. 30 Wochen 0.7 kg, 2.4 kg bzw. 5.8 kg und unter Placebo 0.7 kg, 0.2 kg bzw. 2.3 kg.
- +
-Interne Versionsnummer: 1.3
- +Interne Versionsnummer: 3.3
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