| 2 Änderungen an Fachinfo Emtricitabin/Tenofovir Viatris |
-Bei HIV-1 infizierten Patienten, die Tenofovirdisoproxil in Kombination mit einem mit Ritonavir oder Cobicistat geboosteten Proteaseinhibitor erhielten, wurde ein höheres Risiko fu
- +Bei HIV-1 infizierten Patienten, die Tenofovirdisoproxil in Kombination mit einem mit Ritonavir oder Cobicistat geboosteten Proteaseinhibitor erhielten, wurde ein höheres Risiko für eine Nierenfunktionsstörung berichtet. Bei diesen Patienten ist eine engmaschige Überwachung der Nierenfunktion erforderlich (siehe "Interaktionen" ). Bei HIV-1 infizierten Patienten mit Risikofaktoren für eine Nierenfunktionsstörung sollte die gleichzeitige Anwendung von Tenofovirdisoproxil mit einem geboosteten Proteaseinhibitor sorgfältig geprüft werden.
- +Tenofovirdisoproxil wurde klinisch nicht untersucht bei Patienten, die Arzneimittel erhielten, die über denselben renalen Stoffwechselweg, einschliesslich der Transportproteine human organic anion transporter (hOAT 1, 3 oder MRP 4), ausgeschieden werden (z.B. Cidofovir, ein bekanntes nephrotoxisches Arzneimittel). Diese renalen Transportproteine könnten für die tubuläre Sekretion und teilweise für die renale Elimination von Tenofovir und Cidofovir verantwortlich sein. Daher könnte sich die Pharmakokinetik dieser über denselben renalen Stoffwechselweg, einschliesslich der Transportproteine hOAT 1, 3 oder MRP 4 ausgeschiedenen Arzneimittel bei gleichzeitiger Verabreichung ändern. Die gleichzeitige Anwendung dieser Arzneimittel wird nicht empfohlen, es sei denn, sie ist unbedingt notwendig. In diesem Fall muss die Nierenfunktion wöchentlich kontrolliert werden.
- +Gleichzeitige Anwendung mit anderen Arzneimitteln
- +-Emtricitabin/Tenofovir Viatris darf nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln angewendet werden, die Emtricitabin und/oder Tenofovirdisoproxil enthalten.
- +-Emtricitabin/Tenofovir Viatris darf nicht gleichzeitig mit Adefovirdipivoxil oder mit Arzneimitteln, die Tenofoviralafenamid enthalten, angewendet werden (siehe "Interaktionen" ).
- +-Aufgrund der Ähnlichkeit mit Emtricitabin darf Emtricitabin/Tenofovir Viatris nicht gleichzeitig mit anderen Cytidin-Analoga wie Lamivudin angewendet werden (siehe "Interaktionen" ).
- +-Die gleichzeitige Anwendung von Emtricitabin/Tenofovir Viatris und Didanosin wird nicht empfohlen. Die gleichzeitige Anwendung von Tenofovirdisoproxil und Didanosin führt zu einem Anstieg der systemischen Exposition von Didanosin um 40-60%, wodurch das Risiko für Didanosin-bedingte unerwünschte Wirkungen erhöht sein könnte (siehe "Interaktionen" ). Seltene Fälle von Pankreatitis und Laktatazidose, mitunter tödlich, wurden berichtet. Die gleichzeitige Anwendung von Tenofovirdisoproxil und Didanosin 400 mg täglich war mit einer signifikanten Abnahme der CD4-Zellzahl assoziiert, möglicherweise durch eine intrazelluläre Interaktion verursacht, die zu einem Anstieg an phosphoryliertem (d.h. aktivem) Didanosin führte. Bei einer auf 250 mg verringerten Dosis von Didanosin, gleichzeitig mit Tenofovirdisoproxil zur Behandlung der HIV-1-Infektion angewendet, wurde bei verschiedenen untersuchten Kombinationen eine hohe Rate an virologischem Versagen berichtet (siehe auch Abschnitt "Dreifache NRTI- bzw. NNRTI-Therapie" ).
- +Dreifache NRTI- bzw. NNRTI-Therapie
- +Bei Kombinationen von Tenofovirdisoproxil mit Lamivudin und Abacavir, mit Lamivudin und Didanosin, mit Didanosin und Efavirenz sowie mit Lamivudin und Nevirapin in einer einmal täglichen Dosierung wurde bei HIV-1 infizierten Patienten über eine hohe Rate an frühem virologischem Versagen und früher Resistenzentwicklung berichtet. Es gibt eine enge strukturelle Ähnlichkeit zwischen Lamivudin und Emtricitabin und Ähnlichkeiten in der Pharmakokinetik und Pharmakodynamik der beiden Wirkstoffe. Diese Kombinationen, sowie Dreifach-NRTI-Kombinationen allgemein, welche Emtricitabin und/oder Tenofovirdisoproxil enthalten, werden deshalb nicht empfohlen.
- +Generalisierte motorische Schwäche
- +Eine generalisierte motorische Schwäche wurde sehr selten bei HIV-1 infizierten Patienten beobachtet, die eine antiretrovirale Kombinationstherapie (ART) mit Nukleosid-Analoga erhielten. Viele der Fälle, aber nicht alle, traten im Rahmen einer Laktatazidose auf. Diese motorische Schwäche kann klinisch ein Guillain-Barré-Syndrom inklusive Atemlähmung imitieren. Die Symptome können nach Beendigung der Therapie gegebenenfalls weiter bestehen bzw. sich weiter verschlechtern (siehe auch "Unerwünschte Wirkungen" ).
- +Exposition in utero: mitochondriale Dysfunktion
- +Nukleos(t)id-Analoga können die mitochondriale Funktion in unterschiedlichem Ausmass beeinträchtigen. Dies ist unter Stavudin, Didanosin und Zidovudin am stärksten ausgeprägt. Es liegen Berichte über mitochondriale Funktionsstörungen bei HIV-negativen Kleinkindern vor, die in utero und/oder postnatal gegenüber Nukleosid-Analoga exponiert waren. Diese Berichte betrafen überwiegend Behandlungen mit Zidovudin-haltigen Therapien. Die hauptsächlich berichteten unerwünschten Wirkungen waren hämatologische Störungen (Anämie, Neutropenie) und Stoffwechselstörungen (Hyperlaktatämie, erhöhte Serum-Lipase-Werte). Diese Ereignisse waren meistens vorübergehend. Selten wurde über spät auftretende neurologische Störungen (Hypertonus, Konvulsionen, Verhaltensänderungen) berichtet. Ob solche neurologischen Störungen vorübergehend oder bleibend sind, ist derzeit nicht bekannt. Diese Erkenntnisse sollten bei jedem Kind, das in utero gegenüber Nukleos(t)id-Analoga exponiert war und schwere klinische, insbesondere neurologische Befunde unbekannter Ätiologie aufweist, berücksichtigt werden. Jedes Kind, das in utero gegenüber Nukleos(t)id-Analoga exponiert war, auch HIV-negative Kinder, soll klinisch und anhand von Laborparametern nachuntersucht werden und soll im Falle von relevanten Anzeichen oder Symptomen vollständig auf mögliche mitochondriale Funktionsstörungen hin untersucht werden. Diese Erkenntnisse haben keinen Einfluss auf die derzeitigen nationalen Empfehlungen zur Anwendung der antiretroviralen Therapie bei schwangeren Frauen zur Prävention einer vertikalen HIV-Transmission.
- +Gewicht und metabolische Parameter
- +Während einer antiretroviralen Therapie können eine Gewichtszunahme und ein Anstieg der Blutlipid- und Blutglucosewerte auftreten. Diese Veränderungen können teilweise mit dem verbesserten Gesundheitszustand und dem Lebensstil zusammenhängen. In einigen Fällen ist ein Einfluss der Behandlung auf die Blutlipidwerte erwiesen, während es für die Gewichtszunahme keinen klaren Nachweis eines Zusammenhangs mit einer bestimmten Behandlung gibt. Für die Überwachung der Blutlipid- und Blutglucosewerte wird auf die anerkannten HIV-Therapierichtlinien verwiesen. Die Behandlung von Lipidstörungen sollte nach klinischem Ermessen erfolgen.
- +K65R-Mutationen
- +Emtricitabin/Tenofovir Viatris soll nicht bei antiretroviral vorbehandelten HIV-1-infizierten Patienten mit nachgewiesener K65R-Mutation angewendet werden, weil die K65R-Mutation zum vollständigen Wirkungsverlust von Tenofovir führt (siehe "Pharmakodynamik" ).
- +Opportunistische Infektionen
- +HIV-1 infizierte Patienten, die Emtricitabin/Tenofovir Viatris oder eine andere antiretrovirale Therapie erhalten, können weiterhin opportunistische Infektionen und sonstige Komplikationen einer HIV-Infektion entwickeln. Deshalb ist weiterhin eine kontinuierliche engmaschige klinische Überwachung durch Ärzte, die in der Behandlung von Patienten mit HIV-assoziierten Erkrankungen erfahren sind, erforderlich.
- +Immun-Reaktivierungs-Syndrom
- +Bei HIV-infizierten Patienten mit schwerem Immundefekt kann sich zum Zeitpunkt der Einleitung einer ART eine entzündliche Reaktion auf asymptomatische oder residuale opportunistische Infektionen entwickeln, die zu schweren klinischen Zuständen oder zur Verschlechterung von Symptomen führt. Typischerweise wurden solche Reaktionen innerhalb der ersten Wochen oder Monate nach Beginn der ART beobachtet. Entsprechende Beispiele sind unter anderem CMV-Retinitis, disseminierte und/oder lokalisierte mykobakterielle Infektionen und Pneumonie verursacht durch Pneumocystis jirovecii. Jedes Entzündungssymptom ist zu bewerten; falls notwendig ist eine Behandlung einzuleiten.
- +Es liegen auch Berichte über Autoimmunerkrankungen (wie z.B. Morbus Basedow und Autoimmunhepatitis) vor, die im Rahmen einer Immun-Reaktivierung auftraten; allerdings ist der Zeitpunkt des Auftretens sehr variabel und diese Ereignisse können viele Monate nach Beginn der Behandlung auftreten.
- +Osteonekrose
- +Obwohl eine multifaktorielle Ätiologie angenommen wird (darunter Anwendung von Kortikosteroiden, Alkoholkonsum, schwere Immunsuppression, höherer Body-Mass-Index), wurden Fälle von Osteonekrose insbesondere bei Patienten mit fortgeschrittener HIV-Erkrankung und/oder Langzeitanwendung einer ART berichtet. Die Patienten sind darauf hinzuweisen, bei Auftreten von Gelenkbeschwerden und -schmerzen, Gelenksteife oder Schwierigkeiten bei Bewegungen den Arzt bzw. die Ärztin aufzusuchen.
- +Wirkung auf die Knochen
- +Knochenanomalien, wie z.B. eine Osteomalazie, die sich als persistierende oder verschlechternde Knochenschmerzen manifestieren und in seltenen Fällen zu Frakturen beitragen können, sind möglicherweise mit einer durch Tenofovirdisoproxil induzierten proximalen renalen Tubulopathie assoziiert (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ).
- +Bei vermuteten oder nachgewiesenen Knochenanomalien sollte eine entsprechende medizinische Beratung eingeholt werden.
- +Behandlung der HIV-1-Infektion
- +In randomisierten kontrollierten klinischen Studien mit einer Dauer von bis zu 144 Wochen bei HIV oder HBV-infizierten Patienten wurde unter Tenofovirdisoproxil eine Verringerung der Knochenmineraldichte (bone mineral density, BMD) beobachtet (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ). Diese Abnahmen der BMD besserten sich im Allgemeinen nach Absetzen der Behandlung.
- +In anderen (prospektiven und Querschnitts-) Studien wurde das grösste Absinken der BMD bei Patienten beobachtet, die Tenofovirdisoproxil im Rahmen einer Behandlung erhielten, die einen geboosteten Proteasehemmer beinhaltete. Angesichts der mit Tenofovirdisoproxil assoziierten Knochenanomalien und der begrenzten Langzeitdaten über die Auswirkungen von Tenofovirdisoproxil auf die Knochengesundheit und das Frakturrisiko, sollten bei Patienten mit Osteoporose oder einer Vorgeschichte von Knochenbrüchen alternative Behandlungen in Erwägung gezogen werden.
- +Prä-Expositions-Prophylaxe
- +In klinischen Studien mit Personen ohne HIV-1-Infektion wurde eine leichte Verringerung der BMD beobachtet. In einer Studie mit 498 Männern zeigte sich bei Männern, die eine tägliche Prophylaxe mit Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil erhielten (n=247), im Zeitraum zwischen Studienbeginn und Woche 24 eine mittlere Veränderung der BMD von -0,4% bis -1,0% in Hüfte, Wirbelsäule, Oberschenkelhals und Trochanter im Vergleich zum Placebo (n=251).
- +Hilfsstoffe
- +Emtricitabin/Tenofovir Viatris enthält Lactose-Monohydrat. Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten dieses Arzneimittel nicht anwenden.
- +Interaktionen
- +Da Emtricitabin/Tenofovir Viatris Emtricitabin und Tenofovirdisoproxilmaleat enthält, können alle Interaktionen, die für die einzelnen Wirkstoffe ermittelt wurden, auch unter Emtricitabin/Tenofovir Viatris auftreten. Interaktionsstudien wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.
- +Das pharmakokinetische Profil von Emtricitabin und Tenofovir im Steady-State wurde nicht davon beeinflusst, ob Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil gleichzeitig angewendet wurden oder jedes der Arzneimittel alleine angewendet wurde.
- +In-vitro-Studien und klinische, pharmakokinetische Interaktionsstudien haben gezeigt, dass das Risiko CYP450-vermittelter Interaktionen zwischen Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil und anderen Arzneimitteln gering ist (siehe auch "Pharmakokinetik" ).
- +Die gleichzeitige Anwendung wird nicht empfohlen
- +(Siehe auch "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
- +Emtricitabin/Tenofovir Viatris darf nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln angewendet werden, die Emtricitabin oder Tenofovirdisoproxil enthalten.
- +Emtricitabin/Tenofovir Viatris darf nicht gleichzeitig mit Adefovirdipivoxil oder mit Arzneimitteln, die Tenofoviralafenamid enthalten, angewendet werden.
- +Aufgrund der Ähnlichkeit mit Emtricitabin darf Emtricitabin/Tenofovir Viatris nicht gleichzeitig mit anderen Cytidin-Analoga wie Lamivudin angewendet werden.
- +Didanosin: Die gleichzeitige Anwendung von Emtricitabin/Tenofovir Viatris und Didanosin wird nicht empfohlen (siehe Tabelle 1).
- +Renal ausgeschiedene Arzneimittel: Da Emtricitabin und Tenofovir primär über die Nieren eliminiert werden, kann die gleichzeitige Anwendung von Emtricitabin/Tenofovir Viatris und Arzneimitteln, die die Nierenfunktion beeinträchtigen oder um die aktive tubuläre Sekretion konkurrieren (z.B. Cidofovir), die Serumkonzentration von Emtricitabin, Tenofovir und/oder dem gleichzeitig angewendeten Arzneimittel erhöhen. Auch die gleichzeitige Behandlung mit ACE-Hemmern und NSAIDs muss mit Vorsicht erfolgen.
- +Bei gleichzeitiger oder vor kurzem erfolgter Behandlung mit nephrotoxischen Arzneimitteln, wie z.B. aber nicht ausschliesslich Aminoglykosiden, Amphotericin B, Foscarnet, Ganciclovir, Pentamidin, Vancomycin, Cidofovir oder Interleukin-2 ist die Anwendung von Emtricitabin/Tenofovir Viatris zu vermeiden (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
- +Weitere Interaktionen
- +Interaktionen zwischen Emtricitabin/Tenofovir Viatris oder den einzelnen Wirkstoffen von Emtricitabin/Tenofovir Viatris und anderen Arzneimitteln sind in der nachstehenden Tabelle 1 aufgeführt, wobei "↑" einen Anstieg bedeutet, "↓" eine Abnahme, "↔" keine Veränderung, "b.i.d." zweimal täglich und "q.d." einmal täglich. Wenn verfügbar, sind die 90%-Konfidenzintervalle in Klammern angegeben.
- +Tabelle 1: Interaktionen zwischen Emtricitabin/Tenofovir Viatris oder den einzelnen Wirkstoffen von Emtricitabin/Tenofovir Viatris und anderen Arzneimitteln
- +Arzneimittel nach Auswirkungen auf die Wirkstoffkonzentr Empfehlung zur gleichzeitigen
- +therapeutischem ation Mittlere prozentuale Anwendung mit Emtricitabin/Tenofovir
- +Gebiet Veränderung der AUC, Cmax, Cmin mit Viatris (Emtricitabin 200 mg,
- + 90%-Konfidenzintervall, sofern Tenofovirdisoproxilmaleat 300 mg)
- + verfügbar (Mechanismus)
- +ANTIINFEKTIVA
- +Antiretrovirale
- +Arzneimittel
- +Proteaseinhibitoren
- +Atazanavir/Ritonavir Atazanavir: AUC: ↓ 25% (↓ 42 bis ↓ 3) Eine Dosisanpassung wird nicht
- +/Tenofovirdisoproxil Cmax: ↓ 28% (↓ 50 bis ↑ 5) Cmin: ↓ empfohlen. Höhere Tenofovir-Konzentrat
- + (300 mg q.d./100 26% (↓ 46 bis ↑ 10) Tenofovir: AUC: ↑ ionen könnten Tenofovirdisoproxil-asso
- +mg q.d./300 mg q.d.) 37% Cmax: ↑ 34% Cmin: ↑ 29% ziierte unerwünschte Ereignisse,
- + darunter Nierenfunktionsstörungen,
- + verstärken. Die Nierenfunktion sollte
- + engmaschig überwacht werden (siehe
- + "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen"
- + ).
- +Atazanavir/Ritonavir Interaktionen wurden nicht untersucht.
- +/Emtricitabin
- +Darunavir/Ritonavir/ Darunavir: AUC: ↔ Cmin: ↔ Tenofovir: Eine Dosisanpassung wird nicht
- +Tenofovirdisoproxil AUC: ↑ 22% Cmin: ↑ 37% empfohlen. Höhere Tenofovir-Konzentrat
- +(300 mg q.d./100 mg ionen könnten Tenofovirdisoproxil-asso
- +q.d./300 mg q.d.) ziierte unerwünschte Ereignisse,
- + darunter Nierenfunktionsstörungen,
- + verstärken. Die Nierenfunktion sollte
- + engmaschig überwacht werden (siehe
- + "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen"
- + ).
- +Darunavir/Ritonavir/ Interaktionen wurden nicht untersucht.
- +Emtricitabin
- +Lopinavir/Ritonavir/ Lopinavir/Ritonavir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Eine Dosisanpassung wird nicht
- +Tenofovirdisoproxil Cmin: ↔ Tenofovir: AUC: ↑ 32% (↑ 25 empfohlen. Höhere Tenofovir-Konzentrat
- +(400 mg b.i.d./100 bis ↑ 38) Cmax: ↔ Cmin: ↑ 51% (↑ 37 ionen könnten Tenofovirdisoproxil-asso
- +mg b.i.d./300 mg bis ↑ 66) ziierte unerwünschte Ereignisse,
- +q.d.) darunter Nierenfunktionsstörungen,
- + verstärken. Die Nierenfunktion sollte
- + engmaschig überwacht werden (siehe
- + "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen"
- + ).
- +Lopinavir/Ritonavir/ Interaktionen wurden nicht untersucht.
- +Emtricitabin
- +NRTIs
- +Didanosin/Tenofovird Die gleichzeitige Anwendung von Die gleichzeitige Anwendung von
- +isoproxil Tenofovirdisoproxil und Didanosin Emtricitabin/Tenofovir Viatris und
- + führt zu einem Anstieg der Didanosin wird nicht empfohlen (siehe
- + systemischen Exposition gegenüber "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen"
- + Didanosin um 40-60%, wodurch das ).
- + Risiko für Didanosin-bedingte
- + unerwünschte Wirkungen erhöht sein
- + könnte. Selten wurde über
- + Pankreatitis und Laktatazidose,
- + mitunter tödlich, berichtet. Die
- + gleichzeitige Anwendung von
- + Tenofovirdisoproxil und Didanosin 400
- + mg täglich war mit einer
- + signifikanten Abnahme der
- + CD4-Zellzahl assoziiert,
- + möglicherweise durch eine
- + intrazelluläre Interaktion
- + verursacht, die zu einem Anstieg an
- + phosphoryliertem (d.h. aktivem)
- + Didanosin führte. Bei einer auf 250
- + mg verringerten Dosis von Didanosin,
- + gleichzeitig mit Tenofovirdisoproxil
- + angewendet, wurde bei verschiedenen
- + untersuchten Kombinationen zur
- + Behandlung der HIV-1-Infektion eine
- + hohe Rate an virologischem Versagen
- + berichtet.
- +Didanosin/Emtricitab Interaktionen wurden nicht untersucht.
- +in
- +ANTIINFEKTIVA
- +Antivirale Arzneimit
- +tel gegen HCV
- +Ledipasvir/Sofosbuvi Ledipasvir: AUC: ↑ 96% (↑ 74 bis ↑ Erhöhte Plasmakonzentrationen von
- +r (90 mg/400 mg 121) Cmax: ↑ 68% (↑ 54 bis ↑ 84) Tenofovir, bedingt durch eine
- +q.d.) + Atazanavir/R Cmin: ↑ 118% (↑ 91 bis ↑ 150) gleichzeitige Verabreichung von
- +itonavir (300 mg Sofosbuvir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Tenofovirdisoproxil, Ledipasvir/Sofosb
- +q.d./100 mg q.d.) + GS-3310072: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↑ uvir und Atazanavir/Ritonavir können
- +Emtricitabin/Tenofov 42% (↑ 34 bis ↑ 49) Atazanavir: AUC: verstärkt zu mit Tenofovirdisoproxil
- +irdisoproxil (200 ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↑ 63% (↑ 45 bis ↑ 84) assoziierten unerwünschten Wirkungen
- +mg/300 mg q.d.)1 Ritonavir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↑ 45% führen, einschliesslich
- + (↑ 27 bis ↑ 64) Emtricitabin: AUC: ↔ Nierenfunktionsstörungen. Die
- + Cmax: ↔ Cmin: ↔ Tenofovir: AUC: ↔ Sicherheit von Tenofovirdisoproxil
- + Cmax: ↑ 47% (↑ 37 bis ↑ 58) Cmin: ↑ bei Verabreichung mit Ledipasvir/Sofos
- + 47% (↑ 38 bis ↑ 57) buvir und einem pharmakokinetischen
- + Booster (z.B. Ritonavir oder
- + Cobicistat) wurde nicht ausreichend
- + untersucht. Wenn keine Alternativen
- + zur Verfügung stehen, sollte diese
- + Kombination mit Vorsicht und unter
- + engmaschiger Überwachung der
- + Nierenfunktion angewendet werden
- + (siehe "Warnhinweise und
- + Vorsichtsmassnahmen" ).
- +Ledipasvir/Sofosbuvi Ledipasvir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔ Erhöhte Plasmakonzentrationen von
- +r (90 mg/400 mg Sofosbuvir: AUC: ↓ 27% (↓ 35 bis ↓ Tenofovir, bedingt durch eine
- +q.d.) + Darunavir/Ri 18) Cmax: ↓ 37% (↓ 48 bis ↓ 25) gleichzeitige Verabreichung von
- +tonavir (800 mg GS-3310072: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔ Tenofovirdisoproxil, Ledipasvir/Sofosb
- +q.d./100 mg q.d.) + Darunavir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔ uvir und Darunavir/Ritonavir können
- +Emtricitabin/Tenofov Ritonavir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↑ 48% verstärkt zu mit Tenofovirdisoproxil
- +irdisoproxil (200 (↑ 34 bis ↑ 63) Emtricitabin: AUC: ↔ assoziierten unerwünschten Wirkungen
- +mg/300 mg q.d.)1 Cmax: ↔ Cmin: ↔ Tenofovir: AUC: ↑ 50% führen, einschliesslich
- + (↑ 42 bis ↑ 59) Cmax: ↑ 64% (↑ 54 bis Nierenfunktionsstörungen. Die
- + ↑ 74) Cmin: ↑ 59% (↑ 49 bis ↑ 70) Sicherheit von Tenofovirdisoproxil
- + bei Verabreichung mit Ledipasvir/Sofos
- + buvir und einem pharmakokinetischen
- + Booster (z.B. Ritonavir oder
- + Cobicistat) wurde nicht ausreichend
- + untersucht. Wenn keine Alternativen
- + zur Verfügung stehen, sollte diese
- + Kombination mit Vorsicht und unter
- + engmaschiger Überwachung der
- + Nierenfunktion angewendet werden
- + (siehe "Warnhinweise und
- + Vorsichtsmassnahmen" ).
- +Ledipasvir/Sofosbuvi Ledipasvir: AUC: ↓ 34% (↓ 41 bis ↓ Eine Dosisanpassung wird nicht
- +r (90 mg/400 mg 25) Cmax: ↓ 34% (↓ 41 bis ↑ 25) Cmin: empfohlen. Höhere Tenofovir-Konzentrat
- +q.d.) + Efavirenz/Em ↓ 34% (↓ 43 bis ↑ 24) Sofosbuvir: ionen könnten Tenofovirdisoproxil-asso
- +tricitabin/Tenofovir AUC: ↔ Cmax: ↔ GS-3310072: AUC: ↔ ziierte unerwünschte Wirkungen,
- +disoproxil (600 Cmax: ↔ Cmin: ↔ Efavirenz: AUC: ↔ darunter Nierenfunktionsstörungen,
- +mg/200 mg/300 mg Cmax: ↔ Cmin: ↔ Emtricitabin: AUC: ↔ verstärken. Die Nierenfunktion sollte
- +q.d.) Cmax: ↔ Cmin: ↔ Tenofovir: AUC: ↑ 98% engmaschig überwacht werden (siehe
- + (↑ 77 bis ↑ 123) Cmax: ↑ 79% (↑ 56 "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen"
- + bis ↑ 104) Cmin: ↑ 163% (↑ 137 bis ↑ ).
- + 197)
- +Ledipasvir/Sofosbuvi Ledipasvir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔ Eine Dosisanpassung wird nicht
- +r (90 mg/400 mg Sofosbuvir: AUC: ↔ Cmax: ↔ empfohlen. Höhere Tenofovir-Konzentrat
- +q.d.) + Emtricitabin GS-3310072: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔ ionen könnten Tenofovirdisoproxil-asso
- +/Rilpivirin/Tenofovi Emtricitabin: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔ ziierte unerwünschte Wirkungen,
- +rdisoproxil (200 Rilpivirin: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔ darunter Nierenfunktionsstörungen,
- +mg/25 mg/300 mg Tenofovir: AUC: ↑ 40% (↑ 31 bis ↑ 50) verstärken. Die Nierenfunktion sollte
- +q.d.) Cmax: ↔ Cmin: ↑ 91% (↑ 74 bis ↑ 110) engmaschig überwacht werden (siehe
- + "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen"
- + ).
- +Ledipasvir/Sofosbuvi Sofosbuvir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Eine Dosisanpassung wird nicht
- +r (90 mg/400 mg GS-3310072: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔ empfohlen. Höhere Tenofovir-Konzentrat
- +q.d.) + Dolutegravir Ledipasvir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔ ionen könnten Tenofovirdisoproxil-asso
- + (50 mg q.d.) + Dolutegravir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔ ziierte unerwünschte Wirkungen,
- +Emtricitabin/Tenofov Emtricitabin: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔ darunter Nierenfunktionsstörungen,
- +irdisoproxil (200 Tenofovir: AUC: ↑ 65% (↑ 59 bis ↑ 71) verstärken. Die Nierenfunktion sollte
- +mg/300 mg q.d.) Cmax: ↑ 61% (↑ 51 bis ↑ 72) Cmin: ↑ engmaschig überwacht werden (siehe
- + 115% (↑ 105 bis ↑ 126) "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen"
- + ).
- +Sofosbuvir/Velpatasv Sofosbuvir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Erhöhte Plasmakonzentrationen von
- +ir (400 mg/100 mg GS-3310072: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↑ Tenofovir, bedingt durch eine
- +q.d.) + Atazanavir/R 42% (↑ 37 bis ↑ 49) Velpatasvir: AUC: gleichzeitige Verabreichung von
- +itonavir (300 mg ↑ 142% (↑ 123 bis ↑ 164) Cmax: ↑ 55% Tenofovirdisoproxil, Sofosbuvir/Velpat
- +q.d./100 mg q.d.) + (↑ 41 bis ↑ 71) Cmin: ↑ 301% (↑ 257 asvir und Atazanavir/Ritonavir können
- +Emtricitabin/Tenofov bis ↑ 350) Atazanavir: AUC: ↔ Cmax: ↔ verstärkt zu mit Tenofovirdisoproxil
- +irdisoproxil (200 Cmin: ↑ 39% (↑ 20 bis ↑ 61) assoziierten unerwünschten Wirkungen
- +mg/300 mg q.d.) Ritonavir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↑ 29% führen, einschliesslich
- + (↑ 15 bis ↑ 44) Emtricitabin: AUC: ↔ Nierenfunktionsstörungen. Die
- + Cmax: ↔ Cmin: ↔ Tenofovir: AUC: ↔ Sicherheit von Tenofovirdisoproxil
- + Cmax: ↑ 55% (↑ 43 bis ↑ 68) Cmin: ↑ bei Verabreichung mit Sofosbuvir/Velpa
- + 39% (↑ 31 bis ↑ 48) tasvir und einem pharmakokinetischen
- + Booster (z.B. Ritonavir oder
- + Cobicistat) wurde nicht bestätigt.
- + Die Kombination sollte mit Vorsicht
- + und unter häufiger Überwachung der
- + Nierenfunktion angewendet werden
- + (siehe "Warnhinweise und
- + Vorsichtsmassnahmen" ).
- +Sofosbuvir/Velpatasv Sofosbuvir: AUC: ↓ 28% (↓ 34 bis ↓ Erhöhte Plasmakonzentrationen von
- +ir (400 mg/100 mg 20) Cmax: ↓ 38% (↓ 46 bis ↓ 29) Tenofovir, bedingt durch eine
- +q.d.) + Darunavir/Ri GS-3310072: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔ gleichzeitige Verabreichung von
- +tonavir (800 mg Velpatasvir: AUC: ↔ Cmax: ↓ 24% (↓ 35 Tenofovirdisoproxil, Sofosbuvir/Velpat
- +q.d./100 mg q.d.) + bis ↓ 11) Cmin: ↔ Darunavir: AUC: ↔ asvir und Darunavir/Ritonavir können
- +Emtricitabin/Tenofov Cmax: ↔ Cmin: ↔ Ritonavir: AUC: ↔ verstärkt zu mit Tenofovirdisoproxil
- +irdisoproxil (200 Cmax: ↔ Cmin: ↔ Emtricitabin: AUC: ↔ assoziierten unerwünschten Wirkungen
- +mg/300 mg q.d.) Cmax: ↔ Cmin: ↔ Tenofovir: AUC: ↑ 39% führen, einschliesslich
- + (↑ 33 bis ↑ 44) Cmax: ↑ 55% (↑ 45 bis Nierenfunktionsstörungen. Die
- + ↑ 66) Cmin: ↑ 52% (↑ 45 bis ↑ 59) Sicherheit von Tenofovirdisoproxil
- + bei Verabreichung mit Sofosbuvir/Velpa
- + tasvir und einem pharmakokinetischen
- + Booster (z.B. Ritonavir oder
- + Cobicistat) wurde nicht bestätigt.
- + Die Kombination sollte mit Vorsicht
- + und unter häufiger Überwachung der
- + Nierenfunktion angewendet werden
- + (siehe "Warnhinweise und
- + Vorsichtsmassnahmen" ).
- +Sofosbuvir/Velpatasv Sofosbuvir: AUC: ↓ 29% (↓ 36 bis ↓ Erhöhte Plasmakonzentrationen von
- +ir (400 mg/100 mg 22) Cmax: ↓ 41% (↓ 51 bis ↓ 29) Tenofovir, bedingt durch eine
- +q.d.) + Lopinavir/Ri GS-3310072: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔ gleichzeitige Verabreichung von
- +tonavir (800 mg/200 Velpatasvir: AUC: ↔ Cmax: ↓ 30% (↓ 41 Tenofovirdisoproxil, Sofosbuvir/Velpat
- +mg q.d.) + Emtricita bis ↓ 17) Cmin: ↑ 63% (↑ 43 bis ↑ 85) asvir und Lopinavir/Ritonavir können
- +bin/Tenofovirdisopro Lopinavir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔ verstärkt zu mit Tenofovirdisoproxil
- +xil (200 mg/300 mg Ritonavir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔ assoziierten unerwünschten Wirkungen
- +q.d.) Emtricitabin: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔ führen, einschliesslich
- + Tenofovir: AUC: ↔ Cmax: ↑ 42% (↑ 27 Nierenfunktionsstörungen. Die
- + bis ↑ 57) Cmin: ↔ Sicherheit von Tenofovirdisoproxil
- + bei Verabreichung mit Sofosbuvir/Velpa
- + tasvir und einem pharmakokinetischen
- + Booster (z.B. Ritonavir oder
- + Cobicistat) wurde nicht bestätigt.
- + Die Kombination sollte mit Vorsicht
- + und unter häufiger Überwachung der
- + Nierenfunktion angewendet werden
- + (siehe "Warnhinweise und
- + Vorsichtsmassnahmen" ).
- +Sofosbuvir/Velpatasv Sofosbuvir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Eine Dosisanpassung wird nicht
- +ir (400 mg/100 mg GS-3310072: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔ empfohlen. Höhere Tenofovir-Konzentrat
- +q.d.) + Raltegravir Velpatasvir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔ ionen könnten Tenofovirdisoproxil-asso
- +(400 mg b.i.d) + Raltegravir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↓ ziierte unerwünschte Wirkungen,
- +Emtricitabin/Tenofov 21% (↓ 58 bis ↑ 48) Emtricitabin: darunter Nierenfunktionsstörungen,
- +irdisoproxil (200 AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔ Tenofovir: verstärken. Die Nierenfunktion sollte
- +mg/300 mg q.d.) AUC: ↑ 40% (↑ 34 bis ↑ 45) Cmax: ↑ engmaschig überwacht werden (siehe
- + 46% (↑ 39 bis ↑ 54) Cmin: ↑ 70% (↑ 61 "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen"
- + bis ↑ 79) ).
- +Sofosbuvir/Velpatasv Sofosbuvir: AUC: ↔ Cmax: ↑ 38% (↑ 14 Durch die gleichzeitige Anwendung von
- +ir (400 mg/100 mg bis ↑ 67) GS-3310072: AUC: ↔ Cmax: ↔ Sofosbuvir/Velpatasvir und Efavirenz
- +q.d.) + Efavirenz/Em Cmin: ↔ Velpatasvir: AUC: ↓ 53% (↓ 61 wird erwartet, dass die
- +tricitabin/Tenofovir bis ↓ 43) Cmax: ↓ 47% (↓ 57 bis ↓ 36) Plasmakonzentrationen von Velpatasvir
- +disoproxil (600 Cmin: ↓ 57% (↓ 64 bis ↓ 48) erniedrigt werden. Eine gleichzeitige
- +mg/200 mg/300 mg Efavirenz: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔ Anwendung von Sofosbuvir/Velpatasvir
- +q.d.) Emtricitabin: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔ mit Efavirenz-haltigen Regimen wird
- + Tenofovir: AUC: ↑ 81% (↑ 68 to ↑ 94) nicht empfohlen.
- + Cmax: ↑ 77% (↑ 53 to ↑ 104) Cmin: ↑
- + 121% (↑ 100 to ↑ 143)
- +Sofosbuvir/Velpatasv Sofosbuvir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Eine Dosisanpassung wird nicht
- +ir (400 mg/100 mg GS-3310072: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔ empfohlen. Höhere Tenofovir-Konzentrat
- +q.d.) + Emtricitabin Velpatasvir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔ ionen könnten Tenofovirdisoproxil-asso
- +/Rilpivirin/Tenofovi Emtricitabin: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔ ziierte unerwünschte Wirkungen,
- +rdisoproxil (200 Rilpivirin: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔ darunter Nierenfunktionsstörungen,
- +mg/25 mg/300 mg Tenofovir: AUC: ↑ 40% (↑ 34 bis ↑ 46) verstärken. Die Nierenfunktion sollte
- +q.d.) Cmax: ↑ 44% (↑ 33 bis ↑ 55) Cmin: ↑ engmaschig überwacht werden (siehe
- + 84% (↑ 76 bis ↑ 92) "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen"
- + ).
- +Sofosbuvir/Velpatasv Sofosbuvir: AUC: ↔ Cmax: ↓ 30% (↓ 38 Eine Dosisanpassung wird nicht
- +ir/Voxilaprevir bis ↓ 22) Cmin: N/A GS-3310072: AUC: empfohlen. Höhere Tenofovir-Konzentrat
- +(400 mg/100 mg/100 ↔ Cmax: ↔ Cmin: N/A Velpatasvir: AUC: ionen könnten Tenofovirdisoproxil-asso
- +mg+100 mg q.d.)3 + ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔ Voxilaprevir: AUC: ziierte unerwünschte Wirkungen,
- +Darunavir (800 mg ↑ 143% (↑ 115 bis ↑ 175) Cmax: ↑ 72% darunter Nierenfunktionsstörungen,
- +q.d.) + Ritonavir (↑ 51 bis ↑ 97) Cmin: ↑ 300% (↑ 244 verstärken. Die Nierenfunktion sollte
- +(100 mg q.d.) + bis ↑ 365) Darunavir: AUC: ↔ Cmax: ↔ engmaschig überwacht werden (siehe
- +Emtricitabin/Tenofov Cmin: ↓ 34% (↓ 42 bis ↓ 26) "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen"
- +irdisoproxil (200 Ritonavir: AUC: ↑ 45% (↑ 34 bis ↑ 57) ).
- +mg/245 mg q.d.) Cmax: ↑ 60% (↑ 47 bis ↑ 75) Cmin: ↔
- + Emtricitabin: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔
- + Tenofovir: AUC: ↑ 39% (↑ 32 bis ↑ 46)
- + Cmax: ↑ 48% (↑ 36 bis ↑ 61) Cmin: ↑
- + 47% (↑ 38 bis ↑ 56)
- +Sofosbuvir (400 mg Sofosbuvir: AUC: ↔ Cmax: ↓ 19% (↓ 40 Es ist keine Dosisanpassung
- +q.d.) + Efavirenz/Em bis ↑ 10) GS-3310072: AUC: ↔ Cmax: ↓ erforderlich.
- +tricitabin/Tenofovir 23% (↓ 30 bis ↑ 16) Efavirenz: AUC: ↔
- +disoproxil (600 Cmax: ↔ Cmin: ↔ Emtricitabin: AUC: ↔
- +mg/200 mg/300 mg Cmax: ↔ Cmin: ↔ Tenofovir: AUC: ↔
- +q.d.) Cmax: ↑ 25% (↑ 8 bis ↑ 45) Cmin: ↔
- +
- +
- +1 Die Daten wurden bei gleichzeitiger Dosierung mit Ledipasvir/Sofosbuvir generiert. Zeitversetzte Anwendung (12 Stunden Abstand) ergab ähnliche Resultate.
- +2 Zirkulierender Hauptmetabolit von Sofosbuvir.
- +3 Studie mit zusätzlichen 100 mg Voxilaprevir durchgeführt, um Voxilaprevir-Expositionen zu erreichen, die bei HCV-infizierten Patienten erwartet werden.
- +Studien, die mit anderen Arzneimitteln durchgeführt wurden
- +Emtricitabin: Emtricitabin hemmte in vitro keine der Stoffwechselreaktionen, die von einer der folgenden humanen CYP450-Isoformen vermittelt werden: 1A2, 2A6, 2B6, 2C9, 2C19, 2D6 und 3A4. Emtricitabin hemmte die für die Glukuronidierung verantwortlichen Enzymsysteme nicht.
- +Es gibt keine klinisch signifikanten pharmakokinetischen Interaktionen bei gleichzeitiger Anwendung von Emtricitabin mit Indinavir, Zidovudin, Stavudin oder Famciclovir. Da Nukleosid-Analoga keinen signifikanten Einfluss auf das P450-Enzymsystem verursachen, ist keine Dosisanpassung von Emtricitabin bei gleichzeitiger Anwendung mit Tipranavir notwendig.
- +Tenofovirdisoproxil: Die gleichzeitige Anwendung von Tipranavir, Lamivudin, Indinavir, Efavirenz, Nelfinavir oder Saquinavir (Ritonavir-geboostet), Methadon, Ribavirin, Rifampicin, Adefovirdipivoxil oder dem hormonellen Verhütungsmittel Norgestimat/Ethinylestradiol mit Tenofovirdisoproxil führte zu keinen klinisch signifikanten pharmakokinetischen Interaktionen.
- +Tacrolimus: Die gleichzeitige Anwendung von Tacrolimus mit Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil führte zu keinen klinisch signifikanten pharmakokinetischen Interaktionen.
- +Dreifache NRTI- bzw. NNRTI-Therapie: Siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" .
- +Einfluss von Nahrung: Emtricitabin/Tenofovir Viatris muss zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden, weil die gleichzeitige Nahrungsaufnahme die Bioverfügbarkeit von Tenofovir erhöht (siehe "Pharmakokinetik" ).
- +Schwangerschaft, Stillzeit
- +Schwangerschaft
- +Weitergehende Erfahrungen an schwangeren Frauen (zwischen 300 und 1000 Schwangerschaftsausgängen) deuten nicht auf ein Fehlbildungsrisiko oder eine fetale/neonatale Toxizität in Verbindung mit Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil hin. Tierexperimentelle Studien mit Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil ergaben keine Hinweise auf eine Reproduktionstoxizität (siehe "Präklinische Daten" ). Falls notwendig kann daher die Anwendung von Emtricitabin/Tenofovir Viatris während der Schwangerschaft in Betracht gezogen werden.
- +Stillzeit
- +Es wurde gezeigt, dass Emtricitabin und Tenofovir in die Muttermilch übergehen. Es gibt nur ungenügende Informationen darüber, ob Emtricitabin und Tenofovir Auswirkungen auf Neugeborene/Kinder haben. Daher sollte Emtricitabin/Tenofovir Viatris während der Stillzeit nicht angewendet werden.
- +Um eine Übertragung von HIV auf das Kind zu vermeiden, wird empfohlen, dass HIV-infizierte Frauen nicht stillen.
- +Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen
- +Es wurden keine Studien zu den Wirkungen auf die Fahrtüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen durchgeführt. Die Personen sollten jedoch informiert werden, dass sowohl im Zusammenhang mit Emtricitabin als auch mit Tenofovirdisoproxil über Schwindelgefühle berichtet wurde.
- +Unerwünschte Wirkungen
- +HIV-1 Infektion
- +In einer offenen, randomisierten klinischen Studie (GS-01-934; siehe "Eigenschaften/Wirkungen" ) erhielten antiretroviral naive Patienten Emtricitabin, Tenofovirdisoproxil und Efavirenz über 144 Wochen (ab Woche 96 Anwendung der Fixkombination Emtricitabin/Tenofovir Viatris plus Efavirenz). Das Sicherheitsprofil von Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil stimmte mit früheren Erfahrungen mit den beiden Wirkstoffen überein, wenn diese jeweils mit anderen antiretroviralen Wirkstoffen angewendet wurden. Die am häufigsten gemeldeten unerwünschten Wirkungen, die möglicherweise oder wahrscheinlich mit Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil in Zusammenhang stehen, waren Übelkeit (12%) und Diarrhö (7%).
- +Prä-Expositions-Prophylaxe
- +In zwei randomisierten, placebokontrollierten Studien (iPrEx, Partners PrEP), in denen 2830 nicht HIV-1-infizierte Erwachsene Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil einmal täglich zur Prä-Expositions-Prophylaxe erhielten, wurden keine neuen Nebenwirkungen von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil festgestellt. Der Medianwert des Nachbeobachtungszeitraums der Studienteilnehmer lag bei 71 Wochen bzw. 87 Wochen. Die in der iPrEx-Studie in der Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil-Gruppe am häufigsten beobachtete Nebenwirkung war Kopfschmerz (1%).
- +Die unerwünschten Wirkungen, die zumindest möglicherweise mit der Behandlung mit den Wirkstoffen von Emtricitabin/Tenofovir Viatris in HIV-1 infizierten Patienten in Zusammenhang stehen, sind nach Organklassen und absoluter Häufigkeit gegliedert. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die unerwünschten Wirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben. Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert: sehr häufig (≥1/10), häufig (≥1/100, <1/10), gelegentlich (≥1/1000, <1/100), selten (≥1/10'000, <1/1000), sehr selten (<1/10'000), nicht bekannt (kann aufgrund der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden).
- +Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- +Häufig: Neutropenie.
- +Gelegentlich: Anämie.
- +Erkrankungen des Immunsystems
- +Häufig: allergische Reaktion.
- +Nicht bekannt: Angioödem.
- +Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- +Sehr häufig: Hypophosphatämie (12%).
- +Häufig: Hyperglykämie, Hypertriglyzeridämie.
- +Selten: Laktatazidose.
- +Nicht bekannt: Hypokaliämie.
- +Psychiatrische Erkrankungen
- +Häufig: Schlaflosigkeit, abnorme Träume.
- +Erkrankungen des Nervensystems
- +Sehr häufig: Kopfschmerzen (10%), Schwindelgefühl (13%).
- +Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- +Sehr selten: Dyspnoe.
- +Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- +Sehr häufig: Diarrhö (23%), Erbrechen (10%), Übelkeit (20%).
- +Häufig: erhöhte Serum-Lipase, erhöhte Amylase einschliesslich erhöhter Pankreas-Amylase, Bauchschmerzen, Dyspepsie, Flatulenz.
- +Selten: Pankreatitis.
- +Leber- und Gallenerkrankungen
- +Häufig: erhöhte Transaminasen, einschliesslich erhöhter Serum-Aspartat-Aminotransferase (AST) und/oder erhöhter Serum-Alanin-Aminotransferase (ALT) sowie erhöhter gamma-Glutamyltransferase (gamma-GT), Hyperbilirubinämie.
- +Sehr selten: Hepatitis.
- +Nicht bekannt: Hepatosteatose.
- +Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
- +Häufig: Urtikaria, vesikulobullöses Exanthem, pustulöses Exanthem, makulopapulöses Exanthem, Pruritus, Exantheme sowie Hyperpigmentierung der Haut.
- +Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- +Sehr häufig: erhöhte Kreatinkinase (10%).
- +Häufig: Abnahme der Knochenmineraldichte*.
- +Nicht bekannt: Rhabdomyolyse, Osteomalazie (manifestiert als Knochenschmerzen und selten Mitursache bei Frakturen), Muskelschwäche, Myopathie.
- +* Die Häufigkeit dieser Nebenwirkung wurde auf der Grundlage von Sicherheitsdaten aus verschiedenen klinischen Studien mit Tenofovirdisoproxil bei HBV-infizierten Patienten geschätzt. Siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" .
- +Generalisierte motorische Schwäche: Sehr selten wurde unter der Behandlung mit Nukleosid-Analoga eine generalisierte motorische Schwäche beobachtet, welche klinisch einem Krankheitsbild wie dem Guillain-Barré-Syndrom ähnelte. Eine solche motorische Schwäche kann mit und ohne Hyperlaktatämie einschliesslich respiratorischer Insuffizienz auftreten (siehe auch "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
- +Osteonekrose: Fälle von Osteonekrose wurden insbesondere bei Patienten mit allgemein bekannten Risikofaktoren, fortgeschrittener HIV-Erkrankung oder Langzeitanwendung einer ART berichtet. Die Häufigkeit des Auftretens ist unbekannt (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
- +Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- +Selten: (akutes und chronisches) Nierenversagen, proximale renale Tubulopathie (einschliesslich Fanconi-Syndrom), erhöhtes Kreatinin, Proteinurie.
- +Sehr selten: akute Tubulusnekrose.
- +Nicht bekannt: Nephritis (einschliesslich akuter interstitieller Nephritis), nephrogener Diabetes insipidus, Polyurie.
- +Allgemeine Erkrankungen
- +Häufig: Schmerzen, Asthenie.
- +Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
- +Immun-Reaktivierungs-Syndrom: Bei HIV-infizierten Patienten mit schwerem Immundefekt kann sich zum Zeitpunkt der Einleitung einer ART eine entzündliche Reaktion auf asymptomatische oder residuale opportunistische Infektionen entwickeln. Es liegen auch Berichte über Autoimmunerkrankungen (wie z.B. Morbus Basedow und Autoimmunhepatitis) vor; allerdings ist der Zeitpunkt des Auftretens sehr variabel und diese Ereignisse können viele Monate nach Beginn der Behandlung auftreten (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
- +Metabolische Parameter: Während einer antiretroviralen Therapie können eine Gewichtszunahme und ein Anstieg der Blutlipid- und Blutglucosewerte auftreten (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
- +Patienten mit HIV/HBV- oder HCV-Koinfektion: Nur eine limitierte Anzahl von Patienten in Studie GS-01-934 war mit HBV (n=13) oder HCV (n=26) koinfiziert. Das Nebenwirkungsprofil von Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil bei diesen koinfizierten Patienten ähnelte dem von HIV-infizierten Patienten ohne Koinfektion. Wie jedoch bei dieser Patienten-Population zu erwarten, kamen erhöhte AST- und ALT-Werte häufiger vor als bei Patienten mit alleiniger HIV-Infektion.
- +Exazerbation der Hepatitis nach Absetzen der Behandlung: Bei HBV-infizierten Patienten können nach Absetzen der Behandlung klinische und laborchemische Hinweise von Exazerbationen der Hepatitis auftreten (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
- +Proximale renale Tubulopathie: Folgende unerwünschte Wirkungen, die in den oben erwähnten Organklassen aufgeführt sind, können als Folge einer proximalen renalen Tubulopathie auftreten: Rhabdomyolyse, Osteomalazie (manifestiert als Knochenschmerzen und selten Mitursache bei Frakturen), Hypokaliämie, Muskelschwäche, Myopathie und Hypophosphatämie. Liegt keine proximale renale Tubulopathie vor, wird kein kausaler Zusammenhang dieser Ereignisse mit der Therapie mit Tenofovirdisoproxil angenommen. In der Regel klang eine proximale renale Tubulopathie nach dem Absetzen von Tenofovirdisoproxil ab oder verbesserte sich. Allerdings verbesserte sich bei einigen HIV-1 infizierten Patienten trotz des Absetzens von Tenofovirdisoproxil die verringerte Kreatinin-Clearance nicht wieder vollständig. Bei Patienten mit einem Risiko für eine Nierenfunktionsstörung (beispielsweise Patienten mit schon bestehenden Risikofaktoren für eine Nierenfunktionsstörung, fortgeschrittener HIV-Erkrankung oder Patienten, die gleichzeitig nephrotoxische Arzneimittel erhalten) besteht ein erhöhtes Risiko, dass es bei ihnen trotz des Absetzens von Tenofovirdisoproxil zu einer unvollständigen Erholung der Nierenfunktion kommt (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
- +Laktatazidose: Fälle von Laktatazidose wurden bei der Einnahme von Tenofovirdisoproxil allein oder in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln berichtet. Patienten mit prädisponierenden Faktoren wie einer dekompensierten Lebererkrankung oder Patienten, die Begleitmedikamente erhalten, von denen bekannt ist, dass sie eine Laktatazidose auslösen, haben ein erhöhtes Risiko, während der Tenofovirdisoproxilbehandlung eine schwere Laktatazidose zu bekommen, einschliesslich tödlicher Verläufe.
- +Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
- +Überdosierung
- +Bei einer Überdosierung ist die Person auf Anzeichen einer Toxizität (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ) zu beobachten und falls erforderlich, müssen entsprechende unterstützende Standardtherapiemassnahmen eingeleitet werden.
- +Bis zu 30% der Emtricitabin-Dosis und ungefähr 10% der Tenofovir-Dosis können durch Hämodialyse eliminiert werden. Es ist nicht bekannt, ob Emtricitabin oder Tenofovir durch Peritonealdialyse eliminiert werden können.
- +Eigenschaften/Wirkungen
- +ATC-Code
- +J05AR03
- +Wirkungsmechanismus
- +Emtricitabin ist ein Nukleosid-Analogon von Cytidin. Tenofovirdisoproxil wird in vivo in Tenofovir umgewandelt, ein Nukleosidmonophosphat-(Nukleotid-)Analogon von Adenosinmonophosphat. Sowohl Emtricitabin als auch Tenofovir wirken spezifisch gegen das Humane Immundefizienzvirus (HIV-1 und HIV-2) sowie gegen das Hepatitis-B-Virus (HBV).
- +Emtricitabin und Tenofovir werden durch zelluläre Enzyme zu Emtricitabin-Triphosphat bzw. Tenofovir-Diphosphat phosphoryliert. In-vitro-Studien belegen, dass sowohl Emtricitabin als auch Tenofovir vollständig phosphoryliert werden können, wenn sie in Zellkulturen kombiniert werden. Emtricitabin-Triphosphat und Tenofovir-Diphosphat hemmen die HIV-1-Reverse Transkriptase kompetitiv und bewirken auf diese Weise einen DNA-Kettenabbruch.
- +Sowohl Emtricitabin-Triphosphat als auch Tenofovir-Diphosphat hemmen die DNA-Polymerasen von Säugetieren nur geringfügig. Es liegen keine Hinweise auf eine mitochondriale Toxizität in vitro oder in vivo vor.
- +Pharmakodynamik
- +Antivirale Aktivität in vitro: Bei der Kombination von Emtricitabin und Tenofovir wurde in vitro eine synergistische antivirale Aktivität beschrieben. Additive bis synergistische antivirale Effekte wurden im Rahmen von Kombinationsstudien mit Proteaseinhibitoren und mit nukleosidischen und nicht-nukleosidischen Inhibitoren der Reversen Transkriptase von HIV beobachtet.
- +Resistenz
- +In vitro: Resistenz gegenüber Emtricitabin oder Tenofovir ist in vitro und bei einigen HIV-1-infizierten Patienten beschrieben worden – bei Emtricitabin aufgrund der Entwicklung einer M184V-Mutation oder M184I-Mutation an der Reversen Transkriptase und bei Tenofovir aufgrund der Entwicklung einer K65R-Mutation an der Reversen Transkriptase. Emtricitabin-resistente Viren mit der M184V/I-Mutation waren kreuzresistent gegenüber Lamivudin, blieben aber empfindlich gegenüber Didanosin, Stavudin, Tenofovir und Zidovudin. Die K65R-Mutation kann auch durch Abacavir oder Didanosin selektiert werden und vermindert die Empfindlichkeit gegenüber diesen Wirkstoffen sowie gegenüber Lamivudin, Emtricitabin und Tenofovir. Die Anwendung von Emtricitabin/Tenofovir Viatris bei Patienten, deren HIV-1 eine K65R-Mutation zeigt, ist zu vermeiden. Darüber hinaus wurde durch Tenofovir eine K70E-Substitution in der Reversen Transkiptase von HIV-1 selektiert. Diese führt zu einer geringfügig verminderten Empfindlichkeit gegenüber Abacavir, Emtricitabin, Lamivudin und Tenofovir.
- +Patienten, bei denen HIV-1 drei oder mehr Thymidin-Analoga-assoziierte Mutationen (TAMs) einschliesslich einer M41L- oder einer L210W-Mutation an der Reversen Transkriptase aufwies, zeigten eine reduzierte Empfindlichkeit gegenüber Tenofovirdisoproxil.
- +In vivo Behandlung von HIV-1: In einer offenen, randomisierten klinischen Studie (GS-01-934) bei antiretroviral naiven Patienten wurde bei allen Patienten mit einem bestätigten HIV-RNA-Wert >400 Kopien/ml in Woche 48, 96 oder 144 oder bei vorzeitigem Studienabbruch eine Genotypisierung der Plasma-HIV-1-Isolate durchgeführt. Die Ergebnisse in Woche 144:
- +-Die M184V/I-Mutation wurde bei 2 von 19 (10,5%) analysierten Virusisolaten von Patienten aus der mit Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil/Efavirenz behandelten Gruppe und bei 10 von 29 (34,5%) analysierten Virusisolaten aus der mit Lamivudin/Zidovudin/Efavirenz behandelten Gruppe nachgewiesen (p-Wert <0,05, Exakter Test nach Fisher zum Vergleich aller Personen der Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil-Gruppe mit denen der Lamivudin/Zidovudin-Gruppe).
- +-Keines der untersuchten Viren zeigte die K65R- oder K70E-Mutation.
- +-Eine genotypische Resistenz gegenüber Efavirenz, hauptsächlich die K103N-Mutation, entwickelte sich bei Viren von 13 von 19 (68%) Patienten der Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil/Efavirenz-Gruppe und bei Viren von 21 von 29 (72%) Patienten der Vergleichsgruppe.
- +In vivo - Prä-Expositions-Prophylaxe
- +Plasmaproben aus 2 klinischen Studien (iPrEx und PartnersPrEP) mit Studienteilnehmern ohne HIV-1-Infektion wurden auf 4 HIV-1-Varianten untersucht, die Aminosäuresubstitutionen exprimieren (d.h. K65R, K70E, M184V und M184I), welche potenziell zu einer Resistenz gegen Tenofovir oder Emtricitabin führen können. In der klinischen iPrEx-Studie wurden zum Zeitpunkt der Serokonversion bei Studienteilnehmern, die sich nach der Aufnahme in die Studie mit HIV-1 infizierten, keine HIV-1-Varianten nachgewiesen, die K65R, K70E, M184V oder M184I exprimierten. Bei 3 von 10 Studienteilnehmern, die zum Zeitpunkt der Aufnahme in die Studie eine akute HIV-Infektion hatten, wurden M184I- und M184V-Mutationen des HI-Virus nachgewiesen. Davon betroffen waren 2 der 2 Studienteilnehmer in der Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil-Gruppe und 1 von 8 Studienteilnehmern in der Placebogruppe. In der klinischen Partners-PrEP-Studie wurden zum Zeitpunkt der Serokonversion bei Studienteilnehmern, die sich während der Studie mit HIV-1 infizierten, keine HIV-1-Varianten nachgewiesen, die K65R, K70E, M184V oder M184I exprimierten. Vierzehn Personen hatten zum Zeitpunkt der Aufnahme in die Studie eine akute HIV-Infektion. Bei 2 von diesen wurden Resistenzmutation des HI-Virus nachgewiesen: bei 1 der 5 Teilnehmer in der Gruppe mit 245 mg Tenofovirdisoproxil die K65R-Mutation und bei 1 der 3 Teilnehmer in der Gruppe mit Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil die M184V-Mutation (verbunden mit einer Resistenz gegen Emtricitabin).
- +Klinische Wirksamkeit
- +Behandlung einer HIV-1-Infektion
- +In einer offenen, randomisierten klinischen Studie (GS-01-934) erhielten antiretroviral naive HIV-1-infizierte Patienten entweder einmal täglich eine Therapie mit Emtricitabin, Tenofovirdisoproxil und Efavirenz (n=255) oder zweimal täglich eine Fixkombination aus Lamivudin und Zidovudin (Combivir) plus einmal täglich Efavirenz (n=254). Die Patienten der Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil-Behandlungsgruppe erhielten von Woche 96 bis Woche 144 Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil und Efavirenz. Beide randomisierten Behandlungsgruppen zeigten zu Beginn ähnliche mediane HIV-1-RNA-Plasmakonzentrationen (5,02 und 5,00 log10 Kopien/ml) sowie CD4-Zellzahlen (233 und 241 Zellen/mm3). Der primäre Endpunkt für die Wirksamkeit in dieser Studie war das Erreichen und Beibehalten einer bestätigten HIV-1-RNA-Konzentration von <400 Kopien/ml über 48 Wochen. Die sekundäre Analyse der Wirksamkeit über 144 Wochen schloss den Anteil an Patienten mit HIV-1-RNA-Konzentrationen <400 oder <50 Kopien/ml und Veränderungen des Ausgangswertes der CD4-Zellzahl mit ein.
- +Die 48-Wochen-Daten zum primären Endpunkt zeigten, dass die Kombination aus Emtricitabin, Tenofovirdisoproxil und Efavirenz eine überlegene antivirale Wirksamkeit im Vergleich zur Fixkombination Lamivudin und Zidovudin (Combivir) und Efavirenz aufwies (siehe Tabelle 2). Die Daten zu den sekundären Endpunkten nach 144 Wochen sind auch in Tabelle 2 dargestellt.
- +Tabelle 2: Daten zur Wirksamkeit nach 48 und 144 Wochen aus der Studie GS-01-934, in der Emtricitabin, Tenofovirdisoproxil und Efavirenz bei antiretroviral naiven Patienten mit HIV-1-Infektion angewendet wurde
- + GS-01-934 Behandlung GS-01-934 Behandlung
- + sdauer 48 Wochen sdauer 144 Wochen
- +Emtricitabin/Tenofov Lamivudin/Zidovudin/ Emtricitabin/Tenofov Lamivudin/Zidovudin/
- +irdisoproxil/Efavire Efavirenz irdisoproxil/Efavire Efavirenz
- +nz nz*
- +HIV-1-RNA <400 84% (206/244) 73% (177/243) 71% (161/227) 58% (133/229)
- +Kopien/ml (TLOVR)
- +p-Wert 0,002** 0,004**
- +% Unterschied 11% (4% bis 19%) 13% (4% bis 22%)
- +(95%-KI)
- +HIV-1-RNA <50 80% (194/244) 70% (171/243) 64% (146/227) 56% (130/231)
- +Kopien/ml (TLOVR)
- +p-Wert 0,021** 0,082**
- +% Unterschied 9% (2% bis 17%) 8% (-1% bis 17%)
- +(95%-KI)
- +Mittlere Änderung +190 +158 +312 +271
- +der CD4-Zellzahl im
- +Vergleich zum
- +Ausgangswert (Zellen
- +/mm3)
- +p-Wert 0,002a 0,089a
- +Unterschied (95%-KI) 32 (9 bis 55) 41 (4 bis 79)
- +
- +
- +* Patienten, die mit Emtricitabin, Tenofovirdisoproxil und Efavirenz und von Woche 96 bis Woche 144 mit Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil und Efavirenz behandelt worden waren.
- +** Der p-Wert basiert auf dem Cochran-Mantel-Haenszel Test stratifiziert nach der ursprünglichen CD4-Zellzahl.
- +TLOVR=Time to Loss Of Virologic Response (Zeit bis zum Verlust der virologischen Wirksamkeit).
- +a Van Elteren Test.
- +Antiretroviral naive, erwachsene Patienten wurden einmal täglich mit Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil in Kombination mit Lopinavir/Ritonavir einmal oder zweimal täglich behandelt (M02-418). Nach 48 Wochen lagen die HIV-1-RNA-Werte bei 70% der Patienten, die einmal täglich Lopinavir und Ritonavir erhalten hatten, und bei 64% der Patienten, die zweimal täglich Lopinavir und Ritonavir erhalten hatten, unterhalb von 50 Kopien/ml. Der mittlere Anstieg der CD4-Zellzahl gegenüber dem Ausgangswert betrug +185 Zellen/mm³ unter Lopinavir/Ritonavir einmal täglich und +196 Zellen/mm3 unter Lopinavir/Ritonavir zweimal täglich.
- +Patienten mit HIV- und HBV-Koinfektion: Limitierte klinische Erfahrungen bei Patienten mit HIV- und HBV-Koinfektion weisen darauf hin, dass die Therapie mit Emtricitabin oder Tenofovirdisoproxil im Rahmen einer ART zur Kontrolle der HIV-Infektion auch zu einer Senkung des HBV-DNA-Titers führt (Senkung um 3 log10 bzw. Senkung um 4 bis 5 log10) (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
- +Prä-Expositions-Prophylaxe
- +Die iPrEx-Studie (CO-US-104-0288) untersuchte Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil oder Placebo bei 2499 nicht HIV-1-infizierten Männern (oder Transgender-Frauen), die Geschlechtsverkehr mit Männern haben und als Personen mit einem hohen Risiko für eine HIV-Infektion angesehen wurden. Die Studienteilnehmer wurden über einen Zeitraum von 4237 Personenjahren nachverfolgt. Die Ausgangsmerkmale sind in der Tabelle 3 zusammengefasst.
- +Tabelle 3: Studienpopulation der Studie CO-US-104-0288 (iPrEx)
- + Placebo(n=1248) Emtricitabin/Tenofovirdi
- + soproxil(n=1251)
- +Alter (J), Mittelwert (SD) 27 (8,5) 27 (8,6)
- +Ethnizität, N (%)
- +Schwarz/afroamerikanisch 97 (8) 117 (9)
- +Weiss 208 (17) 223 (18)
- +Gemischt/Sonstige 878 (70) 849 (68)
- +Asiatisch 65 (5) 62 (5)
- +Hispanisch/lateinamerikanisch, N (%) 906 (73) 900 (72)
- +Sexuelle Risikofaktoren zum Zeitpunkt des Screenings
- +Anzahl der Partner in den vorangegangenen 12 18 (43) 18 (35)
- +Wochen, Mittelwert (SD)
- +URAI in den vorangegangenen 12 Wochen, N (%) 753 (60) 732 (59)
- +URAI mit HIV-positivem Partner (oder mit 1009 (81) 992 (79)
- +unbekanntem Status) in den vorangegangenen 6
- +Monaten, N (%)
- +Beteiligung an "Transactional sex" in den letzten 6 510 (41) 517 (41)
- +Monaten, N (%)
- +Bekannte HIV-positive Partner in den letzten 6 32 (3) 23 (2)
- +Monaten, N (%)
- +Syphilis-Seroreaktivität, N (%) 162/1239 (13) 164/1240 (13)
- +Seruminfektion mit Herpes-simplex-Virus Typ 2, N (%) 430/1243 (35) 458/1241 (37)
- +Nachweis von Leukozytenesterase im Urin, N (%) 22 (2) 23 (2)
- +
- +
- +URAI = unprotected receptive anal intercourse (Ungeschützter rezeptiver Analverkehr).
- +Die Inzidenzen einer HIV-Serokonversion insgesamt und in der Untergruppe mit berichtetem ungeschützten rezeptiven Analverkehr sind in Tabelle 4 dargestellt. Die Wirksamkeit korrelierte eng mit der Adhärenz; dies wurde in einer Fallkontrollstudie anhand des Nachweises der plasmatischen oder intrazellulären Wirkstoffspiegel bestimmt (Tabelle 5).
- +Tabelle 4: Wirksamkeit in der Studie CO-US-104-0288 (iPrEx)
- + Placebo Emtricitabin/Tenofovirdisop p-Werta, b
- + roxil
- +Modifizierte Intention-to-T
- +reat (mITT)-Analyse
- +Serokonversionen/N 83/1217 48/1224 0,002
- +Relative Risikoreduktion 42% (18%, 60%)
- +(95%-KI)b
- +URAI in den 12 Wochen vor
- +dem Screening, mITT-Analyse
- +Serokonversionen/N 72/753 34/732 0,0349
- +Relative Risikoreduktion 52% (28%, 68%)
- +(95%-KI)b
- +
- +
- +a p-Werte laut Log-Rang-Test. Die p-Werte für URAI beziehen sich auf die Nullhypothese von Unterschieden bei der Wirksamkeit zwischen den Subgruppen (URAI vs kein URAI).
- +b Die relative Risikoreduktion wurde für die mITT-Population berechnet, basierend auf der Serokonversion-Inzidenz, d.h. nach der Baseline auftretend und im Rahmen der ersten Visite nach Behandlung (etwa 1 Monat nach der letzten Ausgabe der Studienmedikation) erfasst.
- +Tabelle 5: Wirksamkeit und Adhärenz in der Studie CO-US-104-0288 (iPrEx, gematchte Fallkontrollanalyse)
- +Kohorte Wirkstoffnachgewiese Wirkstoff nichtnachg Relative Risikoreduktion(2-
- + n ewiesen seitiges 95%-KI)a
- +HIV-positive Studienteilneh 4 (8%) 44 (92%) 94% (78%, 99%)
- +mer
- +HIV-negative gematchte 63 (44%) 81 (56%) —
- +Studienteilnehmer
- +
- +
- +a Die relative Risikoreduktion wurde anhand der Serokonversion-Inzidenz (nach Baseline) im Rahmen der doppelblinden Behandlungsphase und während der 8-wöchigen Verlaufsbeobachtung berechnet. Es wurden nur Proben von Studienteilnehmern ausgewertet, die randomisiert Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil erhalten hatten, um die Tenofovirdisoproxil-DP-Wirkstoffspiegel im Plasma oder intrazellulär nachzuweisen.
- +In der klinischen Partners-PrEP-Studie (CO-US-104-0380) wurden Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil, 245 mg Tenofovirdisoproxil und Placebo bei 4758 nicht HIV-1-infizierten Studienteilnehmern aus Kenia oder Uganda in serodiskordanten heterosexuellen Partnerschaften untersucht. Die Studienteilnehmer wurden über einen Zeitraum von 7830 Personenjahren nachverfolgt. Die Ausgangsmerkmale sind in der Tabelle 6 zusammengefasst.
- +Tabelle 6: Studienpopulation der Studie CO-US-104-0380 (Partners PrEP)
- + Placebo(n=1584) 245 mg Tenofovirdisoproxi Emtricitabin/Tenofovirdi
- + l (als Fumarat)(n=1584) soproxil(n=1579)
- +Alter (J), Medianwert 34 (28, 40) 33 (28, 39) 33 (28, 40)
- +(Q1, Q3)
- +Geschlecht, N (%)
- +Männlich 963 (61) 986 (62) 1013 (64)
- +Weiblich 621 (39) 598 (38) 566 (36)
- +Wichtige Paarmerkmale, N
- +(%) oder Medianwert (Q1,
- +Q3)
- +Verheiratet mit Studienpa 1552 (98) 1543 (97) 1540 (98)
- +rtner
- +Jahre des Zusammenlebens 7,1 (3,0, 14,0) 7,0 (3,0, 13,5) 7,1 (3,0, 14,0)
- +mit Studienpartner
- +Jahre der Kenntnis des 0,4 (0,1, 2,0) 0,5 (0,1, 2,0) 0,4 (0,1, 2,0)
- +diskordanten Status
- +
- +
- +Die Inzidenz der HIV-Serokonversion ist in Tabelle 7 dargestellt. Die Rate der HIV-1-Serokonversion bei Männern betrug 0,24/100 Personenjahren der Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil-Exposition und die relative Risikoreduktion betrug 84%. Bei Frauen betrug die Rate der HIV-1-Serokonversion 0,95/100 Personenjahren der Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil Exposition und die relative Risikoreduktion betrug 66%. Die Wirksamkeit korrelierte eng mit der Adhärenz; dies wurde anhand des Nachweises der plasmatischen oder intrazellulären Wirkstoffspiegel bestimmt. Die Wirksamkeit war besser bei Teilnehmern einer Teilstudie, die eine aktive Beratung zur Adhärenz erhielten (siehe Tabelle 8).
- +Tabelle 7: Wirksamkeit in der Studie CO-US-104-0380 (Partners PrEP)
- + Placebo 245 mg Tenofovirdisoproxil Emtricitabin/Tenofovi
- + (als Fumarat)(n=1584) disoproxil
- +Serokonversionen/Na 52/1578 17/1579 13/1576
- +Inzidenz pro 100 1,99 (1,49, 2,62) 0,65 (0,38, 1,05) 0,50 (0,27, 0,85)
- +Personenjahren (95%-KI)
- +Relative Risikoreduktion — 67% (44%, 81%) 75% (55%, 87%)
- +(95%-KI)
- +
- +
- +a Die relative Risikoreduktion wurde für die mITT Kohorte anhand der Hazard Ratio Inzidenz (nach Baseline) berechnet.
- +Tabelle 8: Wirksamkeit und Adhärenz in der Studie CO-US-104-0380 (Partners PrEP)
- +Quantifizierung der Anzahl mit Nachweis Risikoeinschätzung
- +Studienmedikation von Tenofovir/Proben für HIV-1-Schutz:
- + insgesamt (%) Nachweis vs. Kein
- + Nachweis von Tenofov
- + ir
- + Fall Kohorte Relative Risikoreduk p-Wert
- + tion(95%-KI)
- +FTC/TDF Gruppea 3/12 (25%) 375/465 (81%) 90% (56%, 98%) 0,002
- +TDF Gruppea 6/17 (35%) 363/437 (83%) 86% (67%, 95%) <0,001
- +Adhärenz-Teilstudie Teilnehmer der
- + Adhärenz-Teilstudieb
- +Placebo 245 mg Tenofovir Relative Risikoreduk p-Wert
- + disoproxil (als tion(95%-KI)
- + Fumarat) + Emtricita
- + bin/Tenofovir
- + Viatris
- +Serokonversionen/Nb 14/404 (3,5%) 0/745 (0%) 100% (87%, 100%) <0,001
- +
- +
- +a "Fall" = HIV-Serokonverter; "Kohorte" = 100 randomisierte Studienteilnehmer aus den Gruppen mit 245 mg Tenofovirdisoproxil und Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil. Nur Fall- oder Kohorte-Proben von Studienteilnehmern, die randomisiert 245 mg Tenofovirdisoproxil oder Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil zugeteilt wurden, wurden auf Tenofovir-Plasmaspiegel untersucht.
- +b Teilstudienteilnehmer wurden aktiv überwacht, z.B. durch unangekündigte Besuche zuhause und Überprüfung der Tablettenzahlen, und im Hinblick auf eine Verbesserung der Adhärenz beraten.
- +Pharmakokinetik
- +Absorption
- +Die Bioäquivalenz einer Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil-Filmtablette mit einer 200-mg-Emtricitabin-Hartkapsel in Kombination mit einer 245-mg-Tenofovirdisoproxil-Filmtablette (entsprechend 300 mg Tenofovirdisoproxilfumarat) wurde nach Verabreichung der Einzeldosierungen bei nüchternen Probanden untersucht. Nach oraler Anwendung von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil an Probanden werden Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil rasch absorbiert, und Tenofovirdisoproxil wird in Tenofovir umgewandelt. Die maximalen Serumkonzentrationen von Emtricitabin und Tenofovir werden bei der Einnahme auf nüchternen Magen innerhalb von 0,5 bis 3,0 Stunden erreicht. Im Vergleich zur Einnahme im Nüchternzustand führte die Einnahme von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil zusammen mit einer fettreichen oder einer leichten Mahlzeit zu einer Verzögerung von circa einer Dreiviertelstunde bis zum Erreichen der maximalen Tenofovir-Konzentration und zu einem Anstieg der AUC von Tenofovir um ca. 35% und der Cmax von Tenofovir um ca. 15%. Emtricitabin/Tenofovir Viatris sollte mit einer Mahlzeit eingenommen werden, um die Bioverfügbarkeit von Tenofovir zu erhöhen.
- +Distribution
- +Nach intravenöser Verabreichung betrug das Verteilungsvolumen von Emtricitabin und Tenofovir ungefähr 1,4 l/kg bzw. 800 ml/kg. Nach oraler Gabe von Emtricitabin oder Tenofovirdisoproxil werden Emtricitabin und Tenofovir breit im gesamten Körper verteilt. Die In-vitro-Bindung von Emtricitabin an humane Plasmaproteine lag bei weniger als 4% und ist im Bereich von 0,02 bis 200 µg/ml konzentrationsunabhängig. Die In-vitro-Bindung von Tenofovir an humanes Plasma- oder Serumprotein betrug in einem Konzentrationsbereich zwischen 0,01 und 25 µg/ml weniger als 0,7% (Plasmaproteine) bzw. 7,2% (Serumproteine).
- +Metabolismus
- +Emtricitabin wird nur in geringem Umfang metabolisiert. Die Biotransformation von Emtricitabin umfasst die Oxidation des Thiol-Anteils zu 3'-Sulfoxid-Diastereomeren (ca. 9% der Dosis) sowie die Konjugation mit Glukuronsäure zum 2'-O-Glukuronid (ca. 4% der Dosis). In-vitro-Untersuchungen haben gezeigt, dass weder Tenofovirdisoproxil noch Tenofovir Substrate für CYP450-Enzyme sind. Weder Emtricitabin noch Tenofovir hemmten in vitro die Metabolisierung von Arzneimitteln, die von einem der wichtigeren humanen, an der Biotransformation von Arzneimitteln beteiligten CYP450-Isoenzyme vermittelt wird. Emtricitabin hemmte auch nicht das für die Glukuronidierung verantwortliche Enzym Uridin-5'-Diphosphoglukuronyl-Transferase.
- +Elimination
- +Nach oraler Gabe liegt die Eliminations-Halbwertzeit von Emtricitabin bei ca. 10 Stunden. Emtricitabin wird primär über die Nieren eliminiert, wobei die Dosis vollständig mit dem Urin (ca. 86%) und den Fäzes (ca. 14%) ausgeschieden wird. Dabei lagen 13% der Emtricitabin-Dosis im Urin in Form von drei Metaboliten vor. Die systemische Clearance von Emtricitabin betrug im Durchschnitt 307 ml/min.
- +Nach oraler Gabe liegt die Eliminations-Halbwertzeit von Tenofovir bei etwa 12 bis 18 Stunden. Tenofovir wird primär über die Nieren eliminiert, sowohl durch Filtration als auch durch ein aktives tubuläres Transportsystem, wobei nach intravenöser Verabreichung etwa 70 bis 80% der Dosis unverändert über den Urin ausgeschieden werden. Die scheinbare Clearance von Tenofovir betrug im Durchschnitt 307 ml/min. Die renale Clearance wurde auf ungefähr 210 ml/min geschätzt, was die glomeruläre Filtrationsrate übersteigt. Dies deutet darauf hin, dass die aktive tubuläre Sekretion bei der Ausscheidung von Tenofovir eine wichtige Rolle spielt.
- +Kinetik spezieller Patientengruppen
- +Alter, Geschlecht und ethnische Zugehörigkeit
- +Im Allgemeinen ähnelt die Pharmakokinetik von Emtricitabin bei Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen (im Alter von 4 Monaten bis zu 18 Jahren) der von Erwachsenen. Es wurden keine pharmakokinetischen Studien zur Anwendung von Tenofovir bei Kindern und Jugendlichen (unter 18 Jahren) durchgeführt. Es wurden keine pharmakokinetischen Studien zur Anwendung von Emtricitabin oder Tenofovir bei älteren Patienten (über 65 Jahren) durchgeführt.
- +Die Pharmakokinetik von Emtricitabin und Tenofovir bei männlichen und weiblichen Patienten ist vergleichbar.
- +Die Pharmakokinetik in verschiedenen ethnischen Gruppen wurde nicht speziell untersucht.
- +Leberfunktionsstörungen
- +Die Pharmakokinetik von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil wurde bei Personen mit einer Leberfunktionsstörung nicht untersucht. Die Sicherheit von Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bei Personen mit Leberinsuffizienz wurde nicht belegt. Die Anwendung von Emtricitabin/Tenofovir Viatris bei Personen mit Leberinsuffizienz wird deshalb nicht empfohlen (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
- +Die Pharmakokinetik von Emtricitabin wurde bei nicht-HBV-infizierten Patienten mit unterschiedlich schwerer Leberfunktionsstörung nicht untersucht. Im Allgemeinen entsprach die Pharmakokinetik von Emtricitabin bei HBV-infizierten Patienten der bei gesunden Personen und bei HIV-infizierten Patienten.
- +Tenofovirdisoproxil wurde als Einzeldosis von 300 mg bei nicht-HIV-infizierten Personen mit unterschiedlich stark ausgeprägten Leberfunktionsstörungen (Definition gemäss der Child-Pugh-Turcotte-Klassifikation) angewendet. Wie die untenstehende Zusammenfassung zeigt, war die Pharmakokinetik von Tenofovir bei Personen mit einer Leberfunktionsstörung nicht wesentlich verändert. Weil die Sicherheit der Anwendung von Tenofovir bei Personen mit Leberinsuffizienz nicht belegt wurde, wird die Anwendung von Emtricitabin/Tenofovir Viatris bei Patienten mit Leberinsuffizienz nicht empfohlen (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
- + Normal(n=8) Eingeschränkte Leberfunktion
- +Mittelschwer(n=7) Schwer(n=8)
- +Cmax (ng/ml)
- +Mittelwert 223 289 (+30%) 305 (+37%)
- +% CV 34,8% 46,0% 24,8%
- +AUC0-∞ (ng•h/ml)
- +Mittelwert 2050 2310 (+13%) 2740 (+34%)
- +% CV 50,8% 43,5% 44,0%
- +
- +
- +Nierenfunktionsstörungen
- +Es liegen nur limitierte pharmakokinetische Daten zur gleichzeitigen Anwendung von Emtricitabin und Tenofovir als Monopräparate oder als Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil bei Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung vor. Die pharmakokinetischen Parameter von Emtricitabin 200 mg oder Tenofovirdisoproxil 245 mg wurden hauptsächlich nach einmaliger Gabe der Monopräparate bei nicht HIV-infizierten Personen mit unterschiedlich schweren Nierenfunktionsstörungen bestimmt. Der Schweregrad der Nierenfunktionsstörung wurde anhand des Ausgangswerts der Kreatinin-Clearance (ClCr) bestimmt (normale Nierenfunktion bei ClCr >80 ml/min, leichte Nierenfunktionsstörung bei ClCr = 50-79 ml/min, mittelschwere Nierenfunktionsstörung bei ClCr = 30-49 ml/min und schwere Nierenfunktionsstörung bei ClCr = 10-29 ml/min).
- +Die mittlere Exposition (%Variationskoeffizient (% CV)) gegenüber Emtricitabin stieg von 12 µg•h/ml (25%) bei Personen mit normaler Nierenfunktion auf 20 µg•h/ml (6%) bei Patienten mit einer leichten Nierenfunktionsstörung, auf 25 µg•h/ml (23%) bei Personen mit einer mittelschweren Nierenfunktionsstörung und auf 34 µg•h/ml (6%) bei Patienten mit einer schweren Nierenfunktionsstörung.
- +Die mittlere Exposition (% CV) gegenüber Tenofovir stieg von 2185 ng•h/ml (12%) bei Patienten mit normaler Nierenfunktion auf 3064 ng•h/ml (30%) bei Patienten mit einer leichten Nierenfunktionsstörung, auf 6009 ng•h/ml (42%) bei Patienten mit einer mittelschweren Nierenfunktionsstörung und auf 15'985 ng•h/ml (45%) bei Personen mit einer schweren Nierenfunktionsstörung.
- +Es ist zu erwarten, dass das verlängerte Dosisintervall für Emtricitabin/Tenofovir Viatris bei HIV-1 infizierten Patienten mit einer mittelschweren Nierenfunktionsstörung zu höheren maximalen Plasmakonzentrationen und niedrigeren Cmin-Werten als bei Patienten mit normaler Nierenfunktion führt. Welche klinischen Folgen dies hat, ist nicht bekannt.
- +Bei dialysepflichtigen Personen mit einer terminalen Niereninsuffizienz (ESRD [end stage renal disease] (ClCr <10 ml/min)) kam es zwischen zwei Hämodialysebehandlungen zu einem ausgeprägten Anstieg der Emtricitabin-Exposition über 72 Stunden auf 53 µg•h/ml (19%) und der Tenofovir-Exposition über 48 Stunden auf 42'857 ng•h/ml (29%).
- +Bei HIV-1 infizierten Patienten mit einer Kreatinin-Clearance zwischen 30 und 49 ml/min wird eine Anpassung des Dosisintervalls für Emtricitabin/Tenofovir Viatris empfohlen (siehe "Dosierung/Anwendung" ). Die Anwendung von Emtricitabin/Tenofovir Viatris ist bei HIV-1 infizierten Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (ClCr <30 ml/min) oder bei dialysepflichtigen Patienten kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
- +Zur Untersuchung der Sicherheit, antiviralen Wirksamkeit und Pharmakokinetik von Tenofovirdisoproxil in Kombination mit Emtricitabin bei HIV-infizierten Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung wurde eine kleine klinische Studie durchgeführt. Eine Untergruppe von Patienten mit einem Kreatinin-Clearance-Ausgangswert zwischen 50 und 60 ml/min, die eine einmal tägliche Dosierung erhielten, zeigte einen 2-4fachen Anstieg der Tenofovir-Exposition und eine Verschlechterung der Nierenfunktion.
- +Emtricitabin/Tenofovir Viatris wurde bei Personen ohne HIV-1-Infektion mit einer Kreatinin-Clearance <60 ml/min nicht untersucht (siehe "Dosierung/Anwendung" und "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
- +Präklinische Daten
- +Emtricitabin
- +Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter Gabe, Genotoxizität, Karzinogenität und Reproduktionstoxizität/entwicklungsspezifischen Toxizität lassen die nichtklinischen Daten zu Emtricitabin keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.
- +Tenofovirdisoproxil
- +Allgemeine Toxizität
- +Präklinische Untersuchungen zu Tenofovirdisoproxil über oder im humantherapeutischen Bereich, an Ratten, Hunden und Affen zeigten eine Toxizität bezüglich der Knochen und der Niere und eine Abnahme der Serumphosphat-Konzentration. Knochentoxizität wurde in Form von Osteomalazie (Affen) und verringerter Knochenmineraldichte (Ratten und Hunde) diagnostiziert. Die Ergebnisse aus den Untersuchungen an Ratten und Affen deuteten auf eine wirkstoffbedingte Verringerung der intestinalen Phosphatabsorption mit potenzieller sekundärer Verringerung der Knochenmineraldichte hin. Die diesen Toxizitäten zu Grunde liegenden Mechanismen sind nicht vollständig bekannt.
- +In einer 90-Tage Toxizitätsstudie mit wiederholter Gabe an Ratten konnte ein vergleichbares Toxizitätsprofil für Tenofovirdisoproxilfumarat und Tenofovirdisoproxilmaleat gezeigt werden.
- +Reproduktionstoxizität
- +Basierend auf den konventionellen Studien zur Reproduktionstoxizität/entwicklungsspezifischen Toxizität liessen die präklinischen Daten zu Tenofovirdisoproxil keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.
- +Genotoxizität
- +Zwei von drei In-vitro-Studien zur Genotoxizität von Tenofovirdisoproxil waren positiv. Der In-vivo-Mikronukleus-Test war jedoch negativ.
- +Kanzerogenität
- +Tenofovirdisoproxil zeigte im Rahmen einer Langzeit-Kanzerogenitätsstudie an Ratten bei oraler Anwendung kein karzinogenes Potenzial. Eine Langzeit-Kanzerogenitätsstudie an Mäusen ergab bei oraler Anwendung eine geringe Inzidenz von Duodenal-Karzinomen, die wahrscheinlich mit der hohen lokalen Konzentration von Tenofovirdisoproxil im Gastrointestinaltrakt bei Dosierungen von 600 mg/kg/Tag zusammenhängt. Zwar ist der Entstehungsmechanismus der Tumore unklar, doch ist es unwahrscheinlich, dass diese Studienergebnisse für die Anwendung beim Menschen relevant sind.
- +Kombination von Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil
- +In einer einmonatigen Studie der Kombination Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil an Hunden wurden keine vermehrten toxischen Effekte im Vergleich zu den einzelnen Wirkstoffen festgestellt.
- +Die Kombination von Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil zeigte positive Ergebnisse im In-vitro-Maus-Lymphom-Test, mit vergleichbaren Resultaten wie unter Tenofovirdisoproxil allein.
- +Im bakteriellen Rückmutationstest (Ames-Test) waren Emtricitabin und Tenofovirdisoproxil in Kombination negativ.
- +Sonstige Hinweise
- +Haltbarkeit
- +Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
- +Besondere Lagerungshinweise
- +Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren. Nicht über 25 °C lagern.
- +In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen.
- +Zulassungsnummer
- +67010 (Swissmedic).
- +Packungen
- +Filmtabletten: 30. [A]
- +Zulassungsinhaberin
- +Viatris Pharma GmbH, 6312 Steinhausen.
- +Stand der Information
- +August 2024.
- +[Version 108 D]
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