InteraktionenDie gleichzeitige Einnahme von Antazida, die zweiwertige Kationen enthalten, kann die Resorption von Disulfiram verringern. Grosse Dosen von Eisensalzen blockieren in ähnlicher Weise die Absorption. Disulfiram blockiert die Oxidation und renale Ausscheidung von Rifampicin.
Dilsulfiram kann den Metabolismus bestimmter Arzneimittel verzögern und somit die Wirkungsdauer verlängern oder die Möglichkeit einer klinischen Toxizität von Arzneimittel erhöhen, die gleichzeitig verabreicht werden. Zu diesen Medikamenten gehören folgende Wirkstoffe:
-Phenytoin: Die gleichzeitige Anwendung mit Disulfiram kann die Plasmakonzentration von Phenytoin erhöhen und möglicherweise zu einer Phenytoin-Intoxikation führen. Die Plasmakonzentration von Phenytoin sollte bestimmt werden und möglicherweise muss die Dosis von Phenytoin während der gleichzeitigen Therapie mit Antabus angepasst werden. Es gibt Hinweise darauf, dass Phenobarbiton nicht von Disulfiram beeinflusst wird.
-Isoniazid: Zu den Nebenwirkungen, die mit der gleichzeitigen Anwendung von Isoniazid verbunden sind, gehören Ataxie und Veränderungen des psychischen Zustands.
-Benzodiazepine: Die Wirkungen von Chlordiazepoxid und Diazepam, jedoch nicht von Oxazepam, werden durch die gleichzeitige Anwendung von Disulfiram verstärkt und verlängert.
-Antikoagulantien: Da Disulfiram die Prothrombinzeit verlängern kann, kann es erforderlich sein, die Dosierung von oralen Antikoagulanzien, wie z.B. Warfarin, bei Patienten, die diese Arzneimittel erhalten, anzupassen.
-Metronidazol: Eine Kombination mit Metronidazol kann zu Verwirrungszuständen und akuten psychotischen Reaktionen führen.
-Theophyllin: Bei der gleichzeitigen Anwendung mit Theophyllin kann ein verzögerter Abbau und/oder eine Erhöhung des Theophyllin-Plasmaspiegel mit einer erhöhten Überdosierungsgefahr und vermehrtem Nebenwirkungsrisiko auftreten.
Verschiedenes: Die Toxizität bestimmter zentral wirkender Arzneimittel wurde durch Disulfiram bei Ratten erhöht. Zu diesen Arzneimitteln gehören Morphin, Pethidin, Amphetamin und Barbiturate.
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