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Fachinformation zu Klacid, Filmtabletten:Viatris Pharma GmbH
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Unerwünschte Wirkungen

Nebenwirkungen aus klinischen Studien mit Klacid Filmtabletten
In kontrollierten klinischen Studien mit Klacid Filmtabletten (Phase III Studien über alle Indikationen [n=3437]) traten folgende unerwünschte Wirkungen bei mehr als 1% der in die Studien eingeschlossenen Patienten auf. Die unerwünschten Ereignisse werden in der unten angefügten Tabelle nach Organklassen und ihrer Häufigkeit in % aufgelistet (sehr häufig ≥1/10; häufig ≥1/100, <1/10; gelegentlich ≥1/1000, <1/100).

Zusammenstellung unerwünschte
r Wirkungen in klinischen
Studien mit Klacid
Filmtabletten
Organklasse                    Häufigkeit                              Nebenwirkung
Infektionen und parasitäre     Gelegentlich                            Candidiasis (einschliesslich
Erkrankungen                                                            oraler und genitaler
                                                                       Candidiasis), vaginale
                                                                       Infektion.
Erkrankungen des Blutes- und   Gelegentlich                            Leukopenie, Neutropenie,
des Lymphsystems                                                       Eosinophilie.
Stoffwechsel und Ernährungsst  Gelegentlich                            Anorexie, verminderter
örungen                                                                Appetit.
Psychiatrische Erkrankungen    Häufig                                  Schlaflosigkeit.
Gelegentlich                   Angstzustände.
Erkrankungen des Nervensystem  Häufig                                  Kopfschmerzen (2%),
s                                                                      Benommenheit (1%),
                                                                       Geschmacksveränderungen
                                                                       (1%).
Gelegentlich                   Schwindel, Tremor, Schläfrigkeit.
Erkrankungen des Ohrs und      Gelegentlich                            Tinnitus, Hörstörungen.
des Labyrinths                                                         
Herzerkrankungen               Gelegentlich                            verlängerte QT-Intervalle,
                                                                       Palpitationen.
Erkrankungen des Gastrointest  Häufig                                  Nausea (3%), Diarrhoe (3%),
inaltrakts                                                             Dyspepsie (2%), abdominale
                                                                       Schmerzen (2%), Erbrechen
                                                                       (1%).
Gelegentlich                   Glossitis, Stomatitis, Gastritis,
                               Verstopfung, Mundtrockenheit,
                               Aufstossen, Blähung.
Leber- und Gallenerkrankungen  Häufig                                  Alanin-Aminotransferase
                                                                       (SGPT) und Aspartatamino-tra
                                                                       nsferase (SGOT) erhöht (1%).
Gelegentlich                   Cholestase, Hepatitis, Gamma-Glutamylt
                               ransferase erhöht, alkalische
                               Phosphatase erhöht, Laktatdehydrogenas
                               e erhöht.
Erkrankungen der Haut und      Häufig                                  Pruritus (1%), Rash,
des Unterhautzellgewebes                                               erhöhter Schweiss.
Allgemeine Erkrankungen        Häufig                                  Asthenie (1%).
Gelegentlich                   Unwohlsein, Brustschmerzen,
                               Schüttelfrost, Müdigkeit.

 
Nebenwirkungen aus Post-Marketing-Überwachung sowie aus nach der Markteinführung durchgeführten klinischen Studien für alle Formulierungen mit dem Wirkstoff Clarithromycin
Präparate mit Clarithromycin als Wirkstoff werden in verschiedenen Zusammensetzungen und galenischen Formulierungen vertrieben. Die im Folgenden aufgeführte Tabelle mit unerwünschten Wirkungen ist eine Zusammenstellung von Nebenwirkungen aus der Postmarketing-Überwachung für alle Formulierungen und Formen mit Clarithromycin, inklusive Clarithromycin-Formulierungen mit verzögerter Wirkstofffreisetzung. Aufgrund der hohen Anzahl von Clarithromycin Verschreibungen weltweit, können meist keine aussagekräftigen Häufigkeiten für die aufgeführten Nebenwirkungen ermittelt werden.
In klinischen Studien für alle Formulierungen betrafen die häufigsten unerwünschten Wirkungen vor allem den Magen-Darm-Trakt (10-20%) und den Geschmacks- bzw. Geruchssinn (1-10%).

Zusammenstellung
der Nebenwirkungen
aus der Post-Marketi
ng Überwachung
Organklasse           Nebenwirkung
Infektionen und       Erysipel.
parasitäre Erkrankun  
gen                   
Erkrankungen des      Agranulozytose, Thrombozytopenie, hämolytische Anämie.
Blutes- und des       
Lymphsystems          
Erkrankungen des      Allergische Reaktionen wie Urtikaria, Pruritus und milden Hauterscheinungen
Immunsystems          (Ausschlag, maculopapillärer Ausschlag) (1,1%) bis zu Anaphylaxie und
                      Stevens-Johnson-Syndrom/toxische epidermale Nekrolyse (unter oral
                      verabreichtem Clarithromycin), angioneurotisches Ödem.
Stoffwechsel- und     Hypoglykämie bei gleichzeitiger Gabe von Antidiabetika, welche über das CYP3A
Ernährungsstörungen   Enzym metabolisiert werden oder Insulin (siehe "Warnhinweise" und
                      "Interaktionen" ).
Psychiatrische        Albträume, Konfusion, Desorientierung, Halluzinationen, Psychosen,
Erkrankungen          Entpersonalisierung, Depression, Manie.
Erkrankungen des      Konvulsionen, Benommenheit, Geschmacksverlust, Geruchsverlust,
Nervensystems         Geruchsstörungen (meist im Zusammenhang mit Geschmacksstörungen berichtet),
                      Kopfschmerzen, Parästhesie.
Erkrankungen des      Hörverlust, welcher nach Absetzen der Therapie üblicherweise reversibel ist.
Ohrs und des Labyrin  
ths                   
Herzerkrankungen      Unter Clarithromycin wurden in seltenen Fällen ventrikuläre Tachykardien,
                      Kammerflimmern und Torsades de Pointes beobachtet.
Gefässerkrankungen    Hämorrhagie bei Patienten, welche gleichzeitig mit oralen Antikoagulantien
                      behandelt werden.
Erkrankungen des      Pankreatitis, Erbrechen, Zahnverfärbung (Zahnverfärbung meist reversibel
Gastrointestinaltrak  mittels professioneller Zahnreinigung), Nausea, Druckgefühl im Oberbauch (in
ts                    seltenen Fällen krampfartiger Natur), weiche Stühle und Diarrhoe, Dyspepsie,
                      Geschmacksstörungen sowie reversible Zungenverfärbungen (unter
                      Kombinationstherapie mit Omeprazol). Wie bei anderen Antibiotika wurde auch
                      unter Clarithromycin über das Auftreten von pseudomembranöser Colitis
                      berichtet (siehe auch "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Leber- und Gallenerk  Leberfunktionsstörungen, Erhöhung der Leberenzymwerte, hepatocelluläre
rankungen             und/oder cholestatische Hepatitis, mit oder ohne Ikterus. Die hepatische
                      Dysfunktion kann schwer sein und ist üblicherweise reversibel. Sehr selten
                      wurde über Versagen der Leberfunktion mit tödlichem Ausgang berichtet.
                      Generell waren dies Fälle mit einer schweren Grundkrankheit und/oder mit
                      Begleitmedikation. Je nach Schweregrad ist ein Absetzen der Therapie mit
                      Clarithromycin notwendig.
Erkrankungen der      Schwere kutane Arzneimittelreaktionen (SCAR) (z.B. akute generalisierte
Haut und des Unterha  exanthematische Pustulose [AGEP], Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und
utzellgewebes         systemischen Symptomen [DRESS]), Akne, Purpura Schönlein-Henoch.
Skelettmuskulatur-,   Myalgie, Rhabdomyolyse (in einigen der Berichte über Rhabdomyolyse wurde
Bindegewebs- und      Clarithromycin zusammen mit anderen Arzneimitteln, welche mit Rhabdomyolyse
Knochenerkrankungen   assoziiert werden (wie Statinen, Fibraten, Colchizin oder Allopurinol),
                      verabreicht), Myopathie.
Erkrankungen der      Selten und vor allem unter hohen oralen Dosen sind erhöhte BUN und
Nieren und Harnwege   Serum-Kreatinin-Konzentrationen aufgetreten. In Einzelfällen kam es zu
                      Nierenversagen. Ein Zusammenhang konnte nicht nachgewiesen werden.
                      Interstitielle Nephritis.
Untersuchungen        INR erhöht, verlängerte Prothrombinzeit, Urinfarbe anormal.

 
Unerwünschte Wirkungen bei Patienten unter hohen Dosen
Bei Patienten, welche für lange Zeit unter hohen, für Infektionen durch M. avium empfohlenen Dosen behandelt werden, sind folgende Nebenwirkungen am häufigsten aufgetreten: Übelkeit, Erbrechen, Geschmacksveränderungen (bitterer Geschmack), Abdominalschmerzen, Diarrhoe, Rash, Flatulenz, Kopfschmerzen, Verstopfung, Hörstörungen mit teilweisem Hörverlust, welche nach Absetzen der Therapie üblicherweise reversibel sind, und in 2-3% Erhöhung der Transaminasenwerte und abnormal tiefe Leuko- und Thrombozytenwerte. Zusätzlich wurden seltener gefunden: Dyspnoe, Insomnia, trockener Mund und erhöhter BUN.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

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