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Fachinformation zu Clarithromycin-Mepha Granulat zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen:Mepha Pharma AG
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Unerwünschte Wirkungen

Nebenwirkungen aus pädiatrischen Studien mit Clarithromycin
In kontrollierten klinischen Studien mit Clarithromycin (Phase III Studien über alle Indikationen [n=1285]) traten folgende unerwünschte Wirkungen bei mehr als 1% der in die Studien eingeschlossenen Patienten auf. Die unerwünschten Ereignisse werden in der unten angefügten Tabelle nach Organklassen und ihrer Häufigkeit in % aufgelistet (sehr häufig ≥1/10; häufig ≥1/100, <1/10; gelegentlich ≥1/1000, <1/100).

Zusammenstellung unerwünschter
Wirkungen in klinischen Studien
mit Clarithromycin-haltigen
Arzneimitteln:
Organklasse                          Häufigkeit                         Nebenwirkung
Infektionen und parasitäre           Häufig                             Infektionen (2,6%),
Erkrankungen                                                            Rhinitis (2,4%).
Gelegentlich                         Candidiasis (einschliesslich
                                     oraler und genitaler
                                     Candidiasis), vaginale Infektion.
Erkrankungen des Blutes und des      Gelegentlich                       Leukopenie, Thrombozythämi
Lymphsystems                                                            e.
Stoffwechsel- und Ernährungsstörung  Gelegentlich                       Anorexie, verminderter
en                                                                      Appetit.
Psychiatrische Erkrankungen          Häufig                             Schlaflosigkeit.
Gelegentlich                         Angstzustände, Nervosität.
Erkrankungen des Nervensystems       Häufig                             Kopfschmerzen (1,9%),
                                                                        Geschmacks-veränderungen.
Gelegentlich                         Schwindel, Tremor, Schläfrigkeit.
Augenerkrankungen                    Häufig                             Konjunktivitis (1,1%).
Erkrankungen des Ohrs und des        Gelegentlich                       Tinnitus, Hörstörungen.
Labyrinths                                                              
Herzerkrankungen                     Gelegentlich                       Verlängerte QT-Intervalle,
                                                                         Palpitationen.
Erkrankungen der Atemwege, des       Häufig                             Husten (2,2%).
Brustraums und Mediastinums                                             
Erkrankungen des Gastrointestinaltr  Häufig                             Diarrhoe (6,1%),
akts                                                                    Erbrechen (5,8%),
                                                                        Abdominalschmerz (2,8%).
Gelegentlich                         Nausea (0,9%), Glossitis,
                                     Stomatitis, Gastritis,
                                     Verstopfung, Mundtrockenheit,
                                     Aufstossen, Blähung.
Leber- und Gallenerkrankungen        Häufig Gelegentlich                Passagere Erhöhung der
                                                                        SGOT (1,0%). Alanin-Aminot
                                                                        ransferase (SGPT) erhöht.
Erkrankungen der Haut und des        Häufig                             Hauterscheinungen (Rash,
Unterhautzellgewebes                                                    2,3%), erhöhter Schweiss,
                                                                        makulopapulöser Ausschlag.
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs-     Gelegentlich                       Muskelspasmen.
und Knochenerkrankungen                                                 
Allgemeine Erkrankungen und          Häufig                             Fieber (2,3%).
Beschwerden am Verabreichungsort                                        
Gelegentlich                         Asthenie.

 
Nebenwirkungen aus Post-Marketing-Überwachung sowie aus nach der Markteinführung durchgeführten klinischen Studien für alle Formulierungen mit dem Wirkstoff Clarithromycin
Präparate mit Clarithromycin als Wirkstoff werden in verschiedenen Zusammensetzungen und galenischen Formulierungen vertrieben. Die im Folgenden aufgeführte Tabelle mit unerwünschten Wirkungen ist eine Zusammenstellung von Nebenwirkungen aus der Postmarketing-Überwachung für alle Formulierungen und Formen mit Clarithromycin, inklusive Clarithromycin-Formulierungen mit verzögerter Wirkstofffreisetzung. Aufgrund der hohen Anzahl von Clarithromycin Verschreibungen weltweit, können meist keine aussagekräftigen Häufigkeiten für die aufgeführten Nebenwirkungen ermittelt werden.
In klinischen Studien für alle Formulierungen betrafen die häufigsten unerwünschten Wirkungen vor allem den Magen-Darm-Trakt (10-20%) und den Geschmacks- bzw. Geruchssinn (1-10%).

Zusammenstellung
der Nebenwirkungen
aus der Post-Marketi
ng Überwachung
Organklasse           Nebenwirkung
Infektionen und       Erysipel.
parasitäre Erkrankun  
gen                   
Erkrankungen des      Agranulozytose, Thrombozytopenie, hämolytische Anämie.
Blutes und des        
Lymphsystems          
Erkrankungen des      Allergische Reaktionen wie Urtikaria, Pruritus und milden Hauterscheinungen
Immunsystems          (Ausschlag, maculopapillärer Ausschlag) (1,1%) bis zu Anaphylaxie und
                      Stevens-Johnson-Syndrom/toxische epidermale Nekrolyse (unter oral
                      verabreichtem Clarithromycin), angioneurotisches Ödem.
Stoffwechsel- und     Hypoglykämie bei gleichzeitiger Gabe von Antidiabetika, welche über das CYP3A
Ernährungsstörungen   Enzym metabolisiert werden oder Insulin (siehe "Warnhinweise" und
                      "Interaktionen" ).
Psychiatrische        Albträume, Konfusion, Desorientierung, Halluzinationen, Psychosen,
Erkrankungen          Entpersonalisierung, Depression, Manie.
Erkrankungen des      Konvulsionen, Benommenheit, Geschmacksverlust, Geruchsverlust,
Nervensystems         Geruchsstörungen (meist im Zusammenhang mit Geschmacksstörungen berichtet),
                      Kopfschmerzen, Parästhesie.
Erkrankungen des      Hörverlust, welcher nach Absetzen der Therapie üblicherweise reversibel ist.
Ohrs und des Labyrin  
ths                   
Herzerkrankungen      Unter Clarithromycin wurden in seltenen Fällen ventrikuläre Tachykardien,
                      Kammerflimmern und Torsades de Pointes beobachtet.
Gefässerkrankungen    Hämorrhagie bei Patienten, welche gleichzeitig mit oralen Antikoagulantien
                      behandelt werden.
Erkrankungen des      Pankreatitis, Erbrechen, Zahnverfärbung (Zahnverfärbung meist reversibel
Gastrointestinaltrak  mittels professioneller Zahnreinigung), Nausea, Druckgefühl im Oberbauch (in
ts                    seltenen Fällen krampfartiger Natur), weiche Stühle und Diarrhoe, Dyspepsie,
                      Geschmacksstörungen sowie reversible Zungenverfärbungen (unter
                      Kombinationstherapie mit Omeprazol). Wie bei anderen Antibiotika wurde auch
                      unter Clarithromycin über das Auftreten von pseudomembranöser Colitis
                      berichtet (siehe auch "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Leber- und Gallenerk  Leberfunktionsstörungen, Erhöhung der Leberenzymwerte, hepatocelluläre
rankungen             und/oder cholestatische Hepatitis, mit oder ohne Ikterus. Die hepatische
                      Dysfunktion kann schwer sein und ist üblicherweise reversibel. Sehr selten
                      wurde über Versagen der Leberfunktion mit tödlichem Ausgang berichtet.
                      Generell waren dies Fälle mit einer schweren Grundkrankheit und/oder mit
                      Begleitmedikation. Je nach Schweregrad ist ein Absetzen der Therapie mit
                      Clarithromycin notwendig.
Erkrankungen der      Schwere kutane Arzneimittelreaktionen (SCAR) (z.B. akute generalisierte
Haut und des Unterha  exanthematische Pustulose [AGEP], Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und
utzellgewebes         systemischen Symptomen [DRESS]), Akne, Purpura Schönlein-Henoch.
Skelettmuskulatur-,   Myalgie, Rhabdomyolyse (in einigen der Berichte über Rhabdomyolyse wurde
Bindegewebs- und      Clarithromycin zusammen mit anderen Arzneimitteln, welche mit Rhabdomyolyse
Knochenerkrankungen   assoziiert werden (wie Statinen, Fibraten, Colchizin oder Allopurinol),
                      verabreicht), Myopathie.
Erkrankungen der      Selten und vor allem unter hohen oralen Dosen sind erhöhte BUN und
Nieren und Harnwege   Serum-Kreatinin-Konzentrationen aufgetreten. In Einzelfällen kam es zu
                      Nierenversagen. Ein Zusammenhang konnte nicht nachgewiesen werden.
                      Interstitielle Nephritis.
Untersuchungen        INR erhöht, verlängerte Prothrombinzeit, Urinfarbe anormal.

 
Unerwünschte Wirkungen bei Patienten unter hohen Dosen
Bei Patienten, welche für lange Zeit unter hohen, für Infektionen durch M. avium empfohlenen Dosen behandelt werden, sind folgende Nebenwirkungen am häufigsten aufgetreten: Übelkeit, Erbrechen, Geschmacksveränderungen (bitterer Geschmack), Abdominalschmerzen, Diarrhoe, Rash, Flatulenz, Kopfschmerzen, Verstopfung, Hörstörungen mit teilweisem Hörverlust, welche nach Absetzen der Therapie üblicherweise reversibel sind, und in 2-3% Erhöhung der Transaminasenwerte und abnormal tiefe Leuko- und Thrombozytenwerte. Zusätzlich wurden seltener gefunden: Dyspnoe, Insomnia, trockener Mund und erhöhter BUN.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

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