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Fachinformation zu Bonviva® 150 mg:Atnahs Pharma Switzerland AG
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Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code
M05BA06
Wirkungsmechanismus
Ibandronsäure gehört zur Gruppe der stickstoffhaltigen Bisphosphonate, die auf das Knochengewebe wirken. Die selektive Wirkung beruht auf der hohen Affinität zur Mineralsubstanz des Knochens. Es hemmt die Osteoklastenaktivität, beeinträchtigt jedoch die Osteoklastenrekrutierung nicht.
Ibandronsäure reduziert die Knochenresorption ohne direkte Wirkung auf die Knochenbildung.
Pharmakodynamik
Bei Menschen wurde die Wirksamkeit der täglichen und der intermittierenden Verabreichung mit einem dosisfreien Intervall von 9-10 Wochen ohne Ibandronsäure in der klinischen Studie (MF 4411), bei der Bonviva eine Fraktur-verhindernde Wirkung zeigte, bestätigt.
In einer Phase-I-Bioäquivalenz-Studie, die an 72 postmenopausalen Frauen durchgeführt wurde, die alle 28 Tage insgesamt 4 orale Dosen à 150 mg erhielten, war nach der ersten Dosis bereits innert 24 Stunden nach der Einnahme eine Inhibierung des Serum-CTX (mediane Inhibierung 28%) zu sehen. Die mediane maximale Inhibierung (69%) wurde 6 Tage später erreicht. Nach der dritten und vierten Dosis betrug 6 Tage nach der Einnahme die mediane maximale Inhibierung 74%, 28 Tage nach der vierten Dosis verminderte sich die mediane Inhibierung auf 56%. Beim Verzicht auf weitere Ibandronat-Gaben kam es zu einem Suppressionsverlust von biochemischen Markern der Knochenresorption.
Klinische Wirksamkeit
Bonviva 150 mg einmal monatlich
Die Wirksamkeit von Bonviva 150mg einmal monatlich wurde in einer doppelblinden, 2-jährigen, multizentrischen Studie an n=327 postmenopausalen Patientinnen mit Osteoporose untersucht. Eingeschlossen wurden Patientinnen, welche Baseline einen T-Score für die Knochenmineraldichte (BMD) an der Lendenwirbelsäule (LWS) von < -2,5 aufwiesen .
Nach 1 Jahr betrug der mittlere Anstieg der BMD an der LWS 4,9 % (95 %-KI 4,4–5,3), im Gesamthüftbereich 3,1 %, am Schenkelhals 2,2 % und am Trochanter 4,6 %. Die Response-Rate lag an der LWS bei 91,3 %und an der Gesamthüfte bei 90,0 %. 83,9 % der Patientinnen erfüllten sowohl an der LWS als auch an der Gesamthüfte die Responsekriterien.
Nach 2 Jahren (n=291) zeigte sich eine weitere signifikante Zunahme der BMD an LWS (6,6 %), Gesamthüfte (4,2 %), Schenkelhals (3,1 %) und Trochanter (6,2 %).
Biochemische Marker des Knochenumbaus
Klinisch bedeutende Abnahmen der CTX-Serumspiegel wurden zu allen gemessenen Zeitpunkten beobachtet, d.h. nach 3, 6 und 12 und 24 Monaten. Nach 12 Monaten betrug die mediane relative Veränderung beim Dosierungsschema mit 150 mg monatlich -76% vom Ausgangswert, nach 24 Monaten -68%, wobei nach 24 Monaten 83% der Patientinnen, die 150 mg monatlich erhielten als Responder identifiziert wurden (definiert als ein Abfall von >50% vom Ausgangswert).
Basierend auf den Ergebnissen der Studie BM 16549 ist zu erwarten, dass Bonviva 150 mg einmal monatlich zur Vorbeugung von Frakturen mindestens so wirksam ist wie Bonviva 2,5 mg täglich.
Bonviva 2,5 mg täglich
In einer 3-jährigen, randomisierten, doppelblinden, Placebo-kontrollierten Studie wurde eine statistisch signifikante Abnahme neuer radiographisch-morphometrisch dokumentierter und klinischer Frakturen der Lendenwirbelsäule (LWS) nachgewiesen. In die Studie wurden Frauen im Alter von 55 bis 80 Jahren eingeschlossen, die sich seit mindestens 5 Jahren in der Postmenopause befanden, die eine Knochenmineraldichte (BMD) der LWS von -2 bis -5 SD unterhalb des prämenopausalen Mittelwertes (T-Score) in mindestens einem Wirbel (L1-L4) und bereits eine bis vier vertebrale Frakturen auswiesen. Alle Patientinnen erhielten täglich 500 mg Calcium und 400 I.E. Vitamin D. Die Wirksamkeit wurde bei 2'929 Patientinnen ausgewertet.
Bonviva 2,5 mg führte zu einer statistisch signifikanten Abnahme des relativen Risikos für neue radiographisch nachgewiesene vertebrale Frakturen um 62%. Klinische vertebrale Frakturen wurden ebenfalls signifikant um 49% gesenkt.
Es zeigte sich auch eine statistisch signifikante Verringerung des Körpergrössenverlustes im Vergleich zu Placebo.
Die Zunahme der BMD in der Lendenwirbelsäule betrug bei täglicher Gabe nach drei Jahren 5,3% im Vergleich zu Placebo (plus Calcium und Vitamin D) und 6,5% im Vergleich zum Ausgangswert.
Nach einem Behandlungsabbruch steigen die Knochenresorptionswerte wieder auf die vor Behandlungsbeginn vorliegenden Ausgangswerte an.
Die histologische Analyse der Knochenbiopsien nach 2- und 3-jähriger Behandlung postmenopausaler Frauen zeigte Knochen normaler Qualität und keine Hinweise für einen Mineralisationsdefekt.

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