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Fachinformation zu Pamorelin LA 22,5 mg:Debiopharm Research & Manufacturing SA
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Fahrtücht.Unerw.WirkungenÜberdos.Eigensch.Pharm.kinetikPräklin.Sonstige H.Swissmedic-Nr.
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Zusammensetzung

Wirkstoffe
Triptorelin als Triptorelin-Embonat.
Hilfsstoffe
Poly(lactid-co-glycolid), Mannitol, Carmellose-Natrium*, Polysorbat 80.
Lösungsmittel: Wasser für Injektionszwecke.
*Die Menge an Natrium, die durch Carmellose-Natrium zugeführt wird, entspricht 2,3 mg pro Dosis.

Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Depot-Injektionssuspension (i. m.). Jede Durchstechflasche mit Pulver enthält 22,5 mg Triptorelin. Nach der Rekonstitution mit 2 ml Wasser für Injektionszwecke enthält die Suspension zur Injektion 11,25 mg Triptorelin pro ml.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Hormonabhängiges Prostatakarzinom im fortgeschrittenen Stadium.
Lokalisiertes hormonabhängiges Prostatakarzinom mit hohem Risiko oder lokal fortgeschrittenes Prostatakarzinom, das in Kombination mit einer Strahlentherapie behandelt wird (siehe "Klinische Wirksamkeit" ).
Zentrale Pubertas praecox (CPP) bei Kindern ab 2 Jahren mit Beginn der CPP vor Vollendung des 8. Lebensjahres bei Mädchen bzw. des 9. Lebensjahres bei Knaben.

Dosierung/Anwendung

Pamorelin LA 22,5 mg darf nur von Ärzten oder medizinischem Fachpersonal angewendet werden.
Art der Anwendung
Pamorelin LA 22,5 mg ist intramuskulär zu injizieren.
Da es sich bei Pamorelin LA 22,5 mg um eine Suspension von Mikrogranula handelt, ist eine intravasale Injektion unbedingt zu vermeiden. Die Injektionsstelle sollte in regelmässigen Abständen gewechselt werden.
Für die Herstellung der gebrauchsfertigen Injektionssuspension siehe "Sonstige Hinweise" , Rubrik "Art der Herstellung" .
Übliche Dosierung
Die übliche Dosierung für alle Indikationen ist eine intramuskuläre Injektion von Pamorelin LA 22,5 mg alle 24 Wochen unter ärztlicher Aufsicht.
Prostatakarzinom
Die Wirksamkeit der Behandlung kann durch die Bestimmung der Serumspiegel von Testosteron und des prostataspezifischen Antigens (PSA) sowie durch eine subjektive Beurteilung (Verbesserung der Symptome wie Miktionsbeschwerden, Krebsschmerzen usw.) überprüft werden. Das Testosteron kann unmittelbar vor oder nach der Injektion bestimmt werden.
Zentrale Pubertas praecox
Die Behandlung von Kindern mit Pamorelin LA 22,5 mg sollte unter der allgemeinen Aufsicht eines Facharztes für pädiatrische Endokrinologie, eines Kinderarztes oder Endokrinologen mit Erfahrung in der Behandlung von zentraler Pubertas praecox erfolgen.
Um die Behandlung zu überwachen, sollten 1 bis 2 Monate nach der Injektion der ersten Dosis und anschliessend nach Ermessen des behandelnden Arztes geeignete Hormonbestimmungen durchgeführt werden. Die Körpergrösse des Kindes sollte alle 3 bis 6 Monate gemessen werden. Ausserdem sollte eine regelmässige Überwachung des Knochenalters durchgeführt werden.
Die Behandlung muss bei Mädchen vor dem Alter von 11 Jahren und bei Knaben vor dem Alter von 12 Jahren beendet werden.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Pädiatrische Population
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Pamorelin LA 22,5 mg bei Kindern unter 2 Jahren wurden nicht untersucht. Eine Verwendung in dieser Altersgruppe wird daher nicht empfohlen.
Ältere Patienten
Eine altersabhängige Anpassung der Dosis ist nicht erforderlich.
Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion
Bei Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion ist keine Anpassung der Dosierung erforderlich.
Patienten mit beeinträchtigter Leberfunktion
Bei Patienten mit beeinträchtigter Leberfunktion ist keine Anpassung der Dosierung erforderlich.

Kontraindikationen

Allgemeine Kontraindikationen
Schwangerschaft und Stillzeit (siehe "Schwangerschaft, Stillzeit" ).
Überempfindlichkeit gegen Triptorelin, andere GnRH-Analoga oder einen der Hilfsstoffe in der Zusammensetzung.
Prostatakarzinom
Pamorelin LA 22,5 mg darf nicht angewendet werden, wenn es Hinweise gibt, dass der Tumor nicht hormonabhängig ist, oder nach einer chirurgischen Kastration.
Pamorelin LA 22,5 mg ist bei Patienten mit einer Rückenmarkskompression durch Metastasen eines Prostatakarzinoms kontraindiziert.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Allgemeine Warnhinweise
Überempfindlichkeitsreaktionen:
Kurz nach der Injektion von Pamorelin LA 22,5 mg wurden einige seltene allergische Reaktionen beobachtet. Es wurden seltene Fälle von anaphylaktischem Schock und angioneurotischem Ödem nach der Gabe von Triptorelin beschrieben.
Hypophysenapoplexie:
Bei männlichen Patienten unter Behandlung mit GnRH-Agonisten wurden seltene Fälle von Hypophysenapoplexie beschrieben (klinisches Syndrom als Folge eines Hypophyseninfarkts). In den meisten dieser Fälle wurde ein Hypophysenadenom diagnostiziert. Die meisten Fälle traten innerhalb von zwei Wochen auf, einige innerhalb einer Stunde nach der ersten Injektion. Eine Hypophysenapoplexie äusserte sich durch plötzliche Kopfschmerzen, Erbrechen, Sehstörungen, Lähmung der Augenmuskeln, veränderten Geisteszustand und mitunter durch kardiovaskulären Kollaps.
Sofortige medizinische Massnahmen sind unerlässlich.
Daher sollte bei einem bekannten Hypophysenadenom kein GnRH-Agonist verabreicht werden.
Stimmungsschwankungen/Depression:
Unter Behandlung mit Triptorelin wurde über Stimmungsschwankungen bis hin zu Depression (mitunter schwer) berichtet. Seltene Fälle von Suizidgedanken oder Suizidversuchen wurden auch unter der Behandlung mit anderen GnRH-Analoga berichtet. Patienten mit Depression (auch in der Anamnese) sind daher während der Behandlung mit Pamorelin LA 22,5 mg engmaschig zu überwachen. Die Patienten oder Eltern bzw. Pflegepersonen von Kindern sind auf das Risiko des Auftretens solcher Symptome (und auf die Möglichkeit der Verschlimmerung einer bereits bestehenden Depression) hinzuweisen.
Schwere medikamentenbedingte Hautreaktionen (SCARs – Severe Cutaneous Adverse Reactions):
Das Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), die toxische epidermale Nekrolyse (TEN), das Drug Reaction with Eosinophilia and Systemic Symptoms (DRESS) sowie die akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP), einschliesslich Fällen mit Organbeteiligung und/oder solchen, die eine Hauttransplantation erfordern, die lebensbedrohlich oder tödlich verlaufen können, wurden im Zusammenhang mit der Behandlung mit Triptorelin berichtet (siehe Abschnitt "Unerwünschte Wirkungen" ).
Die Patienten müssen über die Anzeichen und Symptome schwerer unerwünschter Hautreaktionen aufgeklärt werden und sollten bei Auftreten jeglicher verdächtiger Anzeichen oder Symptome unverzüglich ihren Arzt konsultieren. Treten Anzeichen und Symptome auf, die auf solche Reaktionen hindeuten, muss Triptorelin sofort abgesetzt und eine alternative Behandlung in Betracht gezogen werden (falls zutreffend).
Wenn bei einem Patienten während der Anwendung von Triptorelin eine schwere unerwünschte Hautreaktion wie SJS, TEN, DRESS oder AGEP aufgetreten ist, darf die Behandlung mit Triptorelin bei diesem Patienten unter keinen Umständen wieder aufgenommen werden.
Bei Kindern kann das erstmalige Auftreten eines Hautausschlags mit einer Infektion verwechselt werden. Ärzte sollten bei Kindern, die während der Behandlung mit Triptorelin Symptome wie Hautausschlag und Fieber entwickeln, die Möglichkeit einer Reaktion auf Triptorelin in Betracht ziehen.
Pseudotumor cerebri (PTC) / Benigne intrakranielle Hypertonie (BIH)
Es wurden Fälle von Pseudotumor cerebri/benigner intrakranieller Hypertonie bei Frauen und Kindern berichtet, die GnRH-Analoga wie Triptorelin erhielten.
Die Patienten müssen überwacht werden, um alle Anzeichen oder Symptome von PTC/BIH zu erkennen, insbesondere Kopfschmerzen, Tinnitus, Schwindel, Übelkeit, Schmerzen hinter den Augen oder bei Augenbewegungen, Papillenödem, verschwommenes Sehen, Diplopie und Sehverlust (der in sehr seltenen Fällen irreversibel sein kann, wenn der Pseudotumor des Gehirns/die BIH nicht rasch diagnostiziert und behandelt wird). Bei Verdacht auf ein Papillenödem oder Sehstörungen ist umgehend ein Augenarzt aufzusuchen. Wird eine PTC/BIH bestätigt, muss der Patient gemäss den etablierten Behandlungsrichtlinien behandelt und die Anwendung von Triptorelin endgültig abgebrochen werden.
Krampfanfälle
Unter der Behandlung mit GnRH-Analoga wurde über das Auftreten von Krampfanfällen berichtet, insbesondere bei Frauen und Kindern. Einige dieser Patienten wiesen Risikofaktoren für Krampfanfälle auf (wie Epilepsie in der Vorgeschichte, intrakranielle Tumore oder gleichzeitige Behandlung mit Arzneimitteln, von denen bekannt ist, dass sie mit einem Risiko für Reaktionen in Form von Krampfanfällen einhergehen). Es wurden aber auch Fälle von Krampfanfällen bei Patienten gemeldet, die keine derartigen Risikofaktoren aufwiesen.
Patienten unter Antikoagulation
Bei Patienten unter Antikoagulation ist besondere Vorsicht geboten, da das Risiko eines Hämatoms an der Injektionsstelle besteht.
Weitere Vorsichtsmassnahmen
Parästhesien und schwere Migräne sind selten. In schweren oder rezidivierenden Fällen ist die Behandlung zu unterbrechen.
Bei Patienten, die mit GnRH-Analoga behandelt wurden, wurde ein Anstieg der Lymphozytenzahl beschrieben.
Warnhinweise im Zusammenhang mit der Behandlung von Prostatakarzinom
Symptome und Komplikationen von Prostatakarzinom: Wie andere GnRH-Agonisten bewirkt auch Triptorelin einen vorübergehenden Anstieg des zirkulierenden Testosteronspiegels innerhalb der ersten Woche nach der ersten Injektion der Depotform des Wirkstoffs. Dies ist auch möglich, wenn der Abstand zwischen zwei Injektionen > 24 Wochen beträgt. Im Gegensatz zum Abfall des Testosteronspiegels nach einer Orchiektomie kann es bei einem geringen Prozentsatz der Patienten (< 5 %) zu einem anfänglichen Anstieg des zirkulierenden Testosteronspiegels und dadurch bedingt zu einer vorübergehenden Verschlechterung der Anzeichen und Symptome eines Prostatakarzinoms kommen. Dies äussert sich meist in einer Verstärkung der Krebsschmerzen, hauptsächlich durch eine Neuropathie, Hämaturie und Knochenschmerzen, die durch eine symptomatische Behandlung unter Kontrolle gebracht werden können. In Einzelfällen kann es zu einer Verschlimmerung der Symptome kommen, entweder zu einer Obstruktion der Harnröhre oder des Blasensphinkters oder zu einer Rückenmarkskompression durch Metastasen, was mit Lähmungen mit oder ohne Todesfolge einhergehen kann.
Wenn eine Rückenmarkskompression oder Nierenversagen auftritt, ist eine Standardbehandlung dieser Komplikationen einzuleiten und allenfalls eine notfallmässige Orchiektomie in Betracht zu ziehen Eine gewissenhafte Kontrolle ist daher in den ersten Behandlungswochen unerlässlich, besonders bei Patienten mit Wirbelsäulenmetastasen und/oder Harnwegsobstruktion.
In der Anfangsphase der Behandlung sollte die gleichzeitige Gabe eines Antiandrogens in Betracht gezogen werden, um den anfänglichen Anstieg des Serumtestosteronspiegels zu kompensieren und einer Verschlechterung der klinischen Symptomatik vorzubeugen.
Osteoporose/Knochendichte:
Die Gabe von synthetischen GnRH-Analoga bei der Behandlung des Prostatakarzinoms kann zu Knochenschwund bis hin zur Osteoporose führen und somit das Risiko von Knochenbrüchen erhöhen. Die Folge kann eine falsche Diagnose von Knochenmetastasen sein. Besondere Vorsicht ist bei Patienten geboten, die zusätzliche Risikofaktoren für Osteoporose aufweisen (wie chronischer Alkoholabusus, Rauchen, Unterernährung, positive Familienanamnese für Osteoporose oder Langzeitbehandlung mit Arzneimitteln, welche die Knochendichte reduzieren, wie Kortikosteroide oder Antiepileptika).
Diabetesrisiko/kardiovaskuläres Risiko:
Epidemiologische Studien zeigten metabolische Veränderungen (z.B. beeinträchtigte Glukosetoleranz, Fettleber) und ein erhöhtes Risiko für Diabetes mellitus und/oder kardiovaskuläre Erkrankungen bei Männern, die mit GnRH-Agonisten behandelt wurden. Dennoch haben prospektive Daten den Zusammenhang zwischen der Behandlung mit GnRH-Analoga und einer erhöhten kardiovaskulären Mortalität nicht bestätigt. Es ist ratsam, vor Beginn der Behandlung mit Triptorelin das Risiko von metabolischen oder kardiovaskulären Erkrankungen zu beurteilen und die Patienten während der Therapie zu überwachen.
Auswirkung auf das QT/QTc-Intervall:
Langfristiger Androgenentzug kann das QT-Intervall verlängern. Patienten mit QT-Verlängerung, Elektrolytstörungen oder Herzinsuffizienz sind daher zu überwachen. Die gleichzeitige Anwendung von Triptorelin mit Arzneimitteln, die bekanntermassen das QT-Intervall verlängern oder Torsade de Pointes auslösen können, wie Antiarrhythmika der Klasse IA (z.B. Chinidin, Disopyramid) oder der Klasse III (z.B. Amiodaron, Sotalol), ist mit Vorsicht zu erwägen.
Anämie Risiko:
Aufgrund des Androgenentzugs kann die Behandlung mit GnRH-Analoga das Risiko einer Anämie erhöhen. Dieses Risiko sollte bei behandelten Patienten beurteilt und entsprechend überwacht werden.
Warnhinweise im Zusammenhang mit der Behandlung von zentraler Pubertas praecox
Die Diagnose PPC ist vor Beginn der Behandlung durch geeignete Hormonbestimmungen (z.B. GnRH-Stimulationstest) und das nachweisliche Vorhandensein entsprechender klinischer Symptome zu bestätigen.
Eine Pseudopubertas praecox (Hyperplasie oder Tumor der Nebennieren oder der Gonaden) und eine Gonadotropin-unabhängige Pubertas praecox (Testotoxikose, familiäre Leydig-Zell-Hyperplasie) sind auszuschliessen,
ebenso wie das Vorhandensein eines intrakraniellen Tumors. Es liegen keine Daten zur Anwendung von Pamorelin 22,5 mg bei pädiatrischen Patienten mit intrakraniellem Tumor vor. Daher muss in diesem Fall eine sorgfältige individuelle Risiko-Nutzen-Bewertung vorgenommen werden.
Bei Mädchen muss vor der Verschreibung von Triptorelin bestätigt werden, dass die Patientin nicht schwanger ist.
Im ersten Monat der Behandlung bei Mädchen kann die anfängliche Stimulation der Eierstöcke, gefolgt von der durch die Behandlung induzierten Suppression des Östrogenspiegels, zu leichten bis mittelstarken vaginalen Blutungen führen. Die Eltern sind auf das mögliche Auftreten solcher Blutungen hinzuweisen. Bei anhaltenden Blutungen ist ein Arzt hinzuzuziehen.
Epiphysiolyse
Nach Absetzen der Behandlung kann es zu einer Epiphysiolyse der Hüfte kommen, gegebenenfalls als Folge der Schwächung des Epiphysenfugenknorpels aufgrund der niedrigen Östrogenkonzentrationen während der Behandlung und der erhöhten Wachstumsgeschwindigkeit nach dem Absetzen der Behandlung, was eine Verschiebung der Epiphysen begünstigt.
Knochendichte
Die Behandlung mit GnRH-Agonisten kann zu einer Abnahme der Knochenmineraldichte (KMD) führen. Nach Absetzen der Behandlung bleibt jedoch die anschliessende Knochenmasse erhalten und der Höhepunkt der Zunahme der Knochenmasse am Ende der Pubertät scheint durch die Behandlung nicht beeinflusst zu werden. Es gibt jedoch keine Langzeitdaten über die Entwicklung der Knochenmineraldichte nach Absetzen einer Triptorelin-Behandlung bei Kindern.
Sonstige Vorsichtsmassnahmen bei Kindern
Nach Beendigung der Behandlung setzt die pubertäre Entwicklung wieder ein.
Die Daten zur Fertilität von Patienten, die in der Kindheit mit GnRH-Analoga behandelt wurden, sind nach wie vor begrenzt. Bei den meisten Mädchen setzt die Menarche etwa 1 Jahr nach dem Ende der Behandlung ein.
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Pamorelin LA 22,5 mg wurde nur bei Kindern mit zentraler vorzeitiger Pubertät untersucht. Eine Anwendung bei Kindern, die keine erhöhten LH-Werte aufweisen, wird daher nicht empfohlen.
Es liegen nur begrenzte Daten zur Wirksamkeit von Pamorelin LA 22,5 mg bei Jungen vor (siehe Abschnitt "Eigenschaften/Wirkungen" ).
Pharmazeutische Hilfsstoffe von besonderem Interesse
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosis, d.h. es ist nahezu "natriumfrei" .

Interaktionen

Pharmakodynamische Interaktionen
Wenn Triptorelin zusammen mit Arzneimitteln angewendet wird, welche die hypophysäre Sezernierung von Gonadotropinen beeinflussen, ist besondere Vorsicht geboten und es wird empfohlen, den Hormonstatus der Patienten zu überwachen.
Pharmakokinetische Interaktionen
Die Wahrscheinlichkeit einer Beteiligung von Cytochrom-P450(CYP)-Enzymen am Stoffwechsel und an der Elimination von Triptorelin ist gering. Darüber hinaus haben In-vitro-Daten gezeigt, dass Triptorelin weder ein CYP-Inhibitor oder -Induktor noch ein Substrat oder Inhibitor von P-Glykoprotein (P-gp) ist. Daher sind pharmakokinetische Interaktionen mit Triptorelin unwahrscheinlich.

Schwangerschaft, Stillzeit

Schwangerschaft
Es sind keine Studien bei schwangeren Frauen durchgeführt worden. Triptorelin ist während der Schwangerschaft kontraindiziert, da die Anwendung von GnRH-Agonisten mit einem Risiko für Fehlgeburt oder fetale Anomalien verbunden ist.
Stillzeit
Es ist nicht bekannt, ob Triptorelin in die Muttermilch übergeht oder die Produktion von Muttermilch beeinflussen kann. Triptorelin ist während der Stillzeit kontraindiziert.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es wurden keine entsprechenden Studien durchgeführt. Verschiedene Nebenwirkungen wie Apathie, Krampfanfälle und Sehstörungen können jedoch die Reflexe abschwächen und die Fähigkeit zum Führen eines Kraftfahrzeugs und zum Bedienen von Werkzeugen oder Maschinen beeinträchtigen.

Unerwünschte Wirkungen

Allgemein
Kurz nach der Injektion von Pamorelin LA 22,5 mg wurden einige seltene allergische Reaktionen festgestellt, die sich unter der üblichen Behandlung zurückbildeten.
Die häufigsten Nebenwirkungen, die unter der Behandlung mit Triptorelin beobachtet wurden, waren auf seine erwarteten physiologischen Effekte zurückzuführen: anfänglicher Anstieg des Testosteronspiegels, gefolgt von einer fast vollständigen Suppression des Testosterons.
Prostatakarzinom
Aufgrund des vorübergehenden Anstiegs des Testosteronspiegels kann es 7 bis 10 Tage nach der ersten Injektion zu einer Verstärkung der Krebsschmerzen kommen (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ). Diese Schmerzen gehen gewöhnlich zurück, sobald das Karzinom auf die Behandlung anspricht. Es kann eine vorübergehende Behandlung mit einem Antiandrogen in Betracht gezogen werden.
Die am häufigsten beobachteten Wirkungen waren Hitzewallungen (70 %), Knochenschmerzen (26 %) und eine Atrophie der Genitalien (12 %).
Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurden in klinischen Studien oder im Rahmen der Pharmakovigilanz berichtet. Entsprechend ihrer Häufigkeit werden die folgenden unerwünschten Wirkungen wie folgt klassifiziert: sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, < 1/10); gelegentlich (≥1/1000, < 1/100); selten (≥1/10'000, < 1/1000), nicht bekannt (beruht hauptsächlich auf spontanen Meldungen aus der Marktüberwachung, die genaue Häufigkeit kann nicht angegeben werden).
Table 1: Unerwünschte Wirkungen bei erwachsenen Männern

                      Systemorganklasse     Unerwünschte Wirkung  Häufigkeit unbekannt
                      en                     / Zusätzliche
                                            unerwünschte Ereigni
                                            sse nach der Marktei
                                            nführung
Sehr Häufig           Häufig                Gelegentlich          Selten
Infektionen und                                                   Harnwegsinfektionen                         
parasitäre Erkrankun                                                                                          
gen                                                                                                           
Gutartige, bösartige                        Vorübergehender                                                   
 und nicht spezifizi                        Tumor-Flare                                                       
erte Neubildungen                                                                                             
(einschl. Zysten                                                                                              
und Polypen)                                                                                                  
Erkrankungen des                                                  Thrombozytose         Lymphadenopathie      Anämie
Blutes und des                                                                                                
Lymphsystems                                                                                                  
Erkrankungen des                                                  Überempfindlichkeits                        
Immunsystems                                                      reaktionen (siehe                           
                                                                  auch "Warnhinweise                          
                                                                  und Vorsichtsmassnah                        
                                                                  men" ).                                     
Endokrine Erkrankung                                                                                          Während der Post-Mar
en                                                                                                            keting-Phase wurden
                                                                                                              seltene Fälle von
                                                                                                              Hypophysenapoplexie
                                                                                                              beschrieben (siehe
                                                                                                              "Warnhinweise und
                                                                                                              Vorsichtsmassnahmen"
                                                                                                               ).
Stoffwechsel- und                           Anstieg der alkalisc  Hyperglykämie,                              
Ernährungsstörungen                         hen Phosphatase,      Anstieg des Harnstof                        
                                            Hyperurikämie         f-Stickstoffs,                              
                                            Anorexie              Diabetes, Anstieg                           
                                                                  des nicht aus                               
                                                                  Proteinen stammenden                        
                                                                   Stickstoffgehalts                          
                                                                  im Blut (Azotämie),                         
                                                                  Gewichtszunahme                             
Psychiatrische                              Stimmungsschwankunge  Nervosität, Amnesie,                        
Erkrankungen                                n, verminderte         Euphorie                                   
                                            Libido, Depression                                                
Erkrankungen des                            Kopfschmerzen,        Parästhesie, Schläfr  Migräne, Dysgeusie,   Krampfanfälle;
Nervensystems                               Schwindel, Schlaflos  igkeit, Synkope       Rückenmarkskompressi  
                                            igkeit                                      on, Hypästhesie       
Augenerkrankungen                           Augenschmerzen,                             Sehstörungen,         
                                            Bindehautentzündung                         Stauungspapille,      
                                                                                        Gesichtsfeldstörunge  
                                                                                        n                     
Erkrankungen des                                                  Tinnitus                                    
Ohrs und des Labyrin                                                                                          
ths                                                                                                           
Herzerkrankungen                                                                        Myokardiale Ischämie  Verlängertes QT-Inte
                                                                                                              rvall
Gefässerkrankungen    Hitzewallungen (70    Hypertonie            Hypotonie, tiefe                            
                      %)                                          Venenthrombose,                             
                                                                  Lungenembolie                               
Erkrankungen der                            Husten, Dyspnoe,      Rhinitis                                    
Atemwege, des                               Pharyngitis                                                       
Brustraums und                                                                                                
Mediastinums                                                                                                  
Erkrankungen des                            Bauchschmerzen,       Erbrechen, Tenesmus,                        
Gastrointestinaltrak                        Übelkeit, Obstipatio   gastroösophagealer                         
ts                                          n, Durchfall,         Reflux                                      
                                            Dyspepsie                                                         
Leber und Gallenerkr                        Leberfunktionsstörun  Cholestatische                              
ankungen                                    gen.                  Hepatitis                                   
Erkrankungen der                            Exanthem              Vermehrtes Schwitzen  Urtikaria, Photosens  Stevens-Johnson-Synd
Haut und des Unterha                                              , Alopezie, analer    ibilisierungsreaktio  rom (SJS), toxische
utgewebes                                                         Juckreiz, Ekzem,      nen                   epidermale Nekrolyse
                                                                  bullöser Hautausschl                         (TEN), Arzneimittel
                                                                  ag                                          reaktion mit Eosinop
                                                                                                              hilie und systemisch
                                                                                                              en Symptomen (DRESS)
                                                                                                              , akute generalisier
                                                                                                              te exanthematische
                                                                                                              Pustulose (AGEP),
                                                                                                              exfoliative Dermatit
                                                                                                              is, bullöse Dermatit
                                                                                                              is, Erythema multifo
                                                                                                              rme.
Skelettmuskulatur-,   Knochenschmerzen      Rückenschmerzen,      Arthrose, Muskelschw  Pathologische         
Bindegewebs- und      (26 %)                Schmerzen in den      äche                  Frakturen             
Knochenerkrankungen                         Beinen, Arthralgie,                                               
                                            Myalgie, Muskelkrämp                                              
                                            fe in den unteren                                                 
                                            Gliedmassen                                                       
Erkrankungen der                            Dysurie, Harnverhalt  Pollakisurie,                               
Nieren und Harnwege                                               Nykturie, Funktionss                        
                                                                  törungen der Harnröh                        
                                                                  re, Harninkontinenz,                        
                                                                   Nierenschmerzen,                           
                                                                  Hämaturie, Nierenfun                        
                                                                  ktionsstörung                               
Erkrankungen der      Volumenabnahme der    Impotenz, Gynäkomast  Prostatabeschwerden,                        
Geschlechtsorgane     Genitalien (12 %)     ie, Brustdrüsenschme   Hodenbeschwerden,                          
und der Brustdrüse                          rzen                  Entzündung der                              
                                                                  Brustdrüse                                  
Allgemeine Erkrankun                        Schmerzen, Müdigkeit  Unwohlsein, Entzündu  Perineale Schmerzen   
gen und Beschwerden                         , Brustkorbschmerzen  ngen und andere                             
am Verabreichungsort                        , Asthenie, Peripher  Reaktionen an der                           
                                            e Ödeme, Schmerzen    Injektionsstelle                            
                                            an der Injektionsste                                              
                                            lle                                                               

Sicherheit bei pädiatrischen Patienten (zentrale Pubertas praecox)
Die folgenden unerwünschten Wirkungen wurden bei der Anwendung von Triptorelin-Präparaten im Rahmen von klinischen Studien oder der Pharmakovigilanz berichtet. Entsprechend ihrer Häufigkeit werden unerwünschte Wirkungen wie folgt klassifiziert: sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, < 1/10); gelegentlich (≥1/1000, < 1/100); selten (≥1/10'000, < 1/1000), nicht bekannt (beruht hauptsächlich auf spontanen Meldungen aus der Marktüberwachung, die genaue Häufigkeit kann nicht angegeben werden).
Table 2: Unerwünschte Wirkungen bei Kindern und Jugendlichen

               Systemorganklasse     Unerwünschte Wirkung  Häufigkeit unbekannt
                      en                     / Zusätzliche
                                            unerwünschte Ereigni
                                            sse nach der Marktei
                                            nführung
Sehr Häufig           Häufig                Gelegentlich          Selten
Erkrankungen des                            Überempfindlichkeits                                              Anaphylaktischer
Immunsystems                                reaktionen (siehe                                                 Schock, angioneuroti
                                            auch "Warnhinweise                                                sches Ödem
                                            und Vorsichtsmassnah                                              
                                            men" ).                                                           
Endokrine störungen                                                                                           Erhöhter Prolaktinsp
                                                                                                              iegel
Stoffwechsel- und                           Gewichtszunahme       Adipositas                                  
Ernährungsstörungen                                                                                           
Psychiatrische                                                    Stimmungsschwankunge                        Depression, Nervosit
Erkrankungen                                                      n                                           ät, emotionale
                                                                                                              Labilität
Erkrankungen des                            Kopfschmerzen                                                     Krampfanfälle,
Nervensystems                                                                                                 idiopathische
                                                                                                              intrakranielle
                                                                                                              Hypertension (Pseudo
                                                                                                              tumor cerebri)
Augenerkrankungen                                                 Sehstörungen                                Störungen des
                                                                                                              Gesichtsfeldes
Gefässerkrankungen                          Hitzewallungen                                                    Hypertonie
Erkrankungen der                                                  Epistaxis                                   
Atemwege, des                                                                                                 
Brustraums und                                                                                                
Mediastinums                                                                                                  
Erkrankungen des                            Bauchschmerzen        Übelkeit, Obstipatio                        
Gastrointestinaltrak                                              n, Erbrechen                                
ts                                                                                                            
Erkrankungen der                            Akne                  Pruritus, Urtikaria,                        Stevens-Johnson-Synd
Haut und des Unterha                                               Hautausschlag                              rom (SJS), toxische
utgewebes                                                                                                     epidermale Nekrolyse
                                                                                                               (TEN), Arzneimittel
                                                                                                              reaktion mit Eosinop
                                                                                                              hilie und systemisch
                                                                                                              en Symptomen (DRESS)
                                                                                                              , akute generalisier
                                                                                                              te exanthematische
                                                                                                              Pustulose (AGEP),
                                                                                                              exfoliative Dermatit
                                                                                                              is, bullöse Dermatit
                                                                                                              is, Erythema multifo
                                                                                                              rme.
Skelettmuskulatur-,                                               Nackenschmerzen                             Myalgie
Bindegewebs- und                                                                                              
Knochenerkrankungen                                                                                           
Erkrankungen der      Vaginalblutungen                            Brustdrüsenschmerzen                        
Geschlechtsorgane     (11%) (einschliessli                                                                    
und der Brustdrüse    ch vaginaler Blutung                                                                    
                      , Abbruchblutung,                                                                       
                      Uterusblutung,                                                                          
                      vaginalem Ausfluss,                                                                     
                      vaginaler Blutung                                                                       
                      einschliesslich                                                                         
                      Schmierblutung)                                                                         
Allgemeine Erkrankun                        Reaktion an der                                                   Unwohlsein
gen und Beschwerden                         Injektionsstelle                                                  
am Verabreichungsort                        (einschliesslich                                                  
                                            Schmerzen an der                                                  
                                            Injektionsstelle,                                                 
                                            Erythem und Entzündu                                              
                                            ng)                                                               

Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

Überdosierung

Die pharmakologischen Eigenschaften von Triptorelin machen eine versehentliche oder absichtliche Überdosierung unwahrscheinlich. Tierversuche zeigen, dass auch bei höheren Dosen von Triptorelin keine anderen als die erwarteten therapeutischen Auswirkungen auf die Konzentration der Sexualhormone und das Fortpflanzungssystem auftreten.
Behandlung
Eine mögliche Überdosierung ist symptomatisch zu behandeln.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code
L02AE04
Wirkungsmechanismus
Durch den Ersatz der Aminosäure Glycin durch D-Tryptophan an Position 6 von Gonadorelin entsteht ein Agonist, dessen biologische Aktivität stärker ist als die des natürlichen Hormons Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH). Diese erhöhte Wirkung kann auf eine verstärkte Affinität für die Hypophysenrezeptoren und eine langsamere Inaktivierung im Zielgewebe zurückgeführt werden.
Pharmakodynamik
Bei der einmaligen und intermittierenden Gabe von GnRH wird die Freisetzung von LH und FSH aus der Hypophyse stimuliert. Bei einer kontinuierlichen Dosierung hingegen, wie sie bei der verzögerten Freisetzung nach Injektion von Pamorelin LA 22,5 mg erfolgt, kann ein "paradoxer" Effekt beobachtet werden: Die Plasmaspiegel von LH, FSH, Testosteron und Östrogenen/Progesteron sinken nach einem vorübergehenden Anstieg zu Beginn der Behandlung innerhalb von 2–4 Wochen bis auf Kastrationsniveau ab. Dies führt zu einer Atrophie der akzessorischen Geschlechtsdrüsen. Diese Auswirkungen sind nach Beendigung der medikamentösen Behandlung in der Regel reversibel.
Bei Kindern mit Pubertas praecox führt die Hemmung der gonadotropen Hyperaktivität der Hypophyse zu einem Abfall des LH-Spiegels laut GnRH (oder GnRH-Agonist)-Stimulationstest und zur Suppression der Östradiol- und Testosteronsezernierung bei Mädchen bzw. Knaben. Es ist zu erwarten, dass nach Absetzen der Behandlung mit Triptorelin die physiologischen Reifungsprozesse wieder einsetzen, sobald die Gonadotropine wieder präpubertäre Werte erreicht haben.
Die Derivate Triptorelin-Embonat und -Acetat sind in Bezug auf Pharmakodynamik und Toxizität gleichwertig und austauschbar.
Klinische Wirksamkeit
Prostatakarzinom
Pamorelin LA 22,5 mg wurde in einer offenen, nicht kontrollierten klinischen Studie bei 120 männlichen südafrikanischen Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom untersucht, von denen 64 % Kaukasier, 23 % Schwarze und 13 % andere ethnische Gruppen waren. Ihr Alter reichte von 51 bis 96 Jahren (Durchschnittsalter 71 Jahre).
Diese Patienten erhielten Pamorelin LA 22,5 mg (n = 120) alle 168 Tage für insgesamt 2 Dosen (maximale Behandlungsdauer: 336 Tage). Die primären Wirksamkeitskriterien waren das Erreichen des Kastrationsniveaus nach 29 Tagen und dessen Aufrechterhaltung von Tag 57 bis 337.
Die dem Niveau nach Kastration entsprechenden Serumtestosteronspiegel (≤1,735 nmol/l) wurden an Tag 29e bei 117 von 120 mit Pamorelin LA 22,5 mg behandelten Patienten (97,5 %) erreicht.
Die dem Niveau nach Kastration entsprechenden Testosteronspiegel im Serum von Tag 57e bis 337e wurden bei 93 % der mit Pamorelin LA 22,5 mg behandelten Patienten aufrechterhalten.
In einer randomisierten klinischen Studie der Phase III (EORTC 22961) mit 970 Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom (hauptsächlich T2c-T4, mit Patienten im Stadium T1c bis T2b mit Befall der regionären Lymphknoten), die mit Strahlentherapie behandelt wurden, erhielten 483 Patienten eine kurze (6 Monate) kombinierte Androgen-Suppression und 487 Patienten eine lange (3 Jahre) kombinierte Androgen-Suppression. Insgesamt betrug die Gesamtmortalität nach 5 Jahren 19 % in der Gruppe "kurze Hormontherapie" und 15 % in der Gruppe "lange Hormontherapie" , was einem relativen Risiko von 1,42 entspricht. Die spezifisch auf Prostatakarzinom zurückzuführende 5-Jahres-Mortalität betrug 5 % in der Gruppe "kurze Hormontherapie" und 3 % in der Gruppe "lange Hormontherapie" , was einem relativen Risiko von 1,71 entspricht.
Zentrale Pubertas praecox:
In einer nicht vergleichenden klinischen Studie erhielten 44 Kinder mit zentraler Pubertas praecox (39 Mädchen und 5 Knaben) 2 intramuskuläre Injektionen von Pamorelin LA 22,5 mg im Abstand von 6 Monaten und wurden 12 Monate (48 Wochen) lang überwacht. Die Suppression der stimulierten LH-Konzentrationen bis auf präpubertäre Werte wurde nach 6 bzw. nach 12 Monaten bei 93 % bzw. 98 % der Teilnehmenden erreicht.
Nachfolgend wurden eine Rückbildung oder Stabilisierung der sekundären Geschlechtsmerkmale sowie eine Verlangsamung der beschleunigten Knochenreifung und des Wachstums beobachtet. Nach 6 Monaten Behandlung erreichten über 90 % der Mädchen und 3 der 5 Knaben LH-Werte, die einem präpubertären Niveau entsprachen. Angesichts der sehr geringen Anzahl von Knaben, die in die Studie einbezogen wurden, sind mögliche geschlechtsspezifische Unterschiede im Ansprechen auf die Behandlung nicht auszuschliessen.

Pharmakokinetik

Absorption
Nach einer einmaligen intramuskulären Injektion von Pamorelin LA 22,5 mg bei Patienten mit Prostatakarzinom betrug die Tmax 3 (2–12) Stunden und die Cmax (Tag 0–169) 40,0 (22,2–76,8) ng/ml.
Es wurde keine klinisch relevante Akkumulation nach der zweiten Injektion beobachtet.
Distribution
Nach intravenöser Bolusgabe entspricht die Distribution von Triptorelin einem 3-Kompartiment-Modell mit Halbwertszeiten von 6 Minuten, 45 Minuten und 3 Stunden. Das Distributionsvolumen entspricht ungefähr 30 Litern im Steady-State. In klinisch relevanten Konzentrationen wird Triptorelin nicht an Plasmaproteine gebunden.
Metabolismus
Beim Menschen wurden keine Metaboliten von Triptorelin gefunden. Die pharmakokinetischen Daten beim Menschen zeigen aber, dass die durch Gewebezerstörung entstehenden C-terminalen Fragmente entweder vollständig im Gewebe zerstört oder schnell und endgültig im Plasma zerstört oder über die Nieren ausgeschieden werden. Eine Beteiligung der CYP450-Enzyme am Metabolismus ist unwahrscheinlich.
Elimination
Triptorelin wird über die Leber und Nieren ausgeschieden. Nach i. v. Injektion von 0,5 mg Triptorelin wurden 42 % dieser Dosis als nicht metabolisiertes Triptorelin im Urin ausgeschieden.
Die Gesamt-Clearance von Triptorelin liegt bei etwa 200 ml/min und die terminale Halbwertszeit bei 2,8 Stunden.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Pädiatrische Population
Es liegen nur begrenzte pharmakokinetische Daten bei pädiatrischen Patienten vor. Die Cmax und Tmax unterscheiden sich nicht signifikant von denen der Erwachsenen.
Ältere Patienten
Der Einfluss des Alters auf die Pharmakokinetik von Triptorelin wurde nicht systematisch untersucht. Pharmakokinetische Daten, die an jungen männlichen Freiwilligen im Alter von 20 bis 22 Jahren mit einer supraphysiologischen Kreatinin-Clearance (ca. 150 ml/min) erhoben wurden, deuten jedoch darauf hin, dass Triptorelin bei jungen Menschen doppelt so schnell eliminiert wird. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Kreatinin-Clearance mit zunehmendem Alter abnimmt.
Beeinträchtigte Nierenfunktion
Bei einer beeinträchtigten Nierenfunktion nimmt die Clearance von Triptorelin proportional zur Kreatinin-Clearance ab. So war der AUC-Wert bei erwachsenen Patienten mit mittelstark beeinträchtigter Nierenfunktion (mittlere Kreatinin-Clearance 40 ml/min) etwa doppelt so hoch wie bei Patienten mit normaler Nierenfunktion und bei Patienten mit stark beeinträchtigter Nierenfunktion (mittlere Kreatinin-Clearance 8,9 ml/min) etwa 2,5-mal so hoch.
Die Halbwertszeit betrug 6,7 Stunden bei Patienten mit mittelstark beeinträchtigter Nierenfunktion und 7,8 Stunden bei Patienten mit stark beeinträchtigter Nierenfunktion.
Beeinträchtigte Leberfunktion
Bei erwachsenen Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion war der AUC-Wert von Triptorelin etwa 3,7-mal höher als bei gesunden Probanden und die Halbwertszeit von Triptorelin betrug 7,65 Stunden. Der Anteil an nicht-metabolisiertem Triptorelin, der im Urin ausgeschieden wurde, war bei diesen Patienten auf 62 % erhöht.

Präklinische Daten

Die akute Toxizität von Triptorelin ist gering. Die beobachteten Effekte sind im Wesentlichen auf eine Verstärkung der pharmakologischen Wirkung von Triptorelin zurückzuführen.
Nach subkutaner Injektion von 10 µg/kg bei Ratten an Tag 6 bis 15 der Trächtigkeit (im Vergleich zur klinischen Dosis von 3,75 mg alle 4 Wochen beim Menschen) hatte Triptorelin keine embryotoxischen, teratogenen oder fetotoxischen Auswirkungen. Bei 100 µg/kg wurde hingegen eine geringere Gewichtszunahme der Muttertiere sowie eine Zunahme der Resorptionen beobachtet.
Toxizität bei wiederholter Gabe
Es wurden keine Fertilitätsstudien bei männlichen Ratten durchgeführt. In Studien zur chronischen Toxizität mit klinischen Dosierungen verursachte Triptorelin makro- und mikroskopische Veränderungen in Fortpflanzungsorganen von Ratten und Hunden, die auf die Suppression der Gonadenfunktion aufgrund der pharmakologischen Aktivität dieses Wirkstoffs zurückgeführt wurden Diese Veränderungen bildeten sich in der Erholungsphase teilweise zurück.
Mutagenität
Triptorelin ist nicht mutagen, weder in vitro noch in vivo.
Kanzerogenität
Eine 23-monatige Kanzerogenesestudie bei Ratten zeigte, dass bei jeder Dosierungsstufe fast 100 % benigner Hypophysentumore zum vorzeitigen Tod führten. Diese erhöhte Inzidenz benigner Hypophysentumore bei Ratten ist eine häufige Folge der Behandlung mit GnRH-Agonisten. Die klinische Relevanz dieser Beobachtung ist nicht bekannt.
Triptorelin wurde Mäusen in Dosen von bis zu 6000 µg/kg verabreicht und zeigte nach 18 Monaten Behandlung keine onkogene Wirkung.
Reproduktionstoxizität
Bei einer 8-mal höheren Dosis als für Menschen empfohlen (bezogen auf die Körperoberfläche) wurde in Tierversuchen bei Ratten eine Toxizität für die Organogenese nachgewiesen (maternale und embryonale Toxizität). Bei jungen Ratten, die in utero hohen Dosen von Triptorelin ausgesetzt waren, gab es vereinzelte Fälle von Hydroureter.
Im Rahmen der assistierten Reproduktion wurde Triptorelin in kontrollierten Studien häufig zur Suppression endogener Gonadotropine und Östrogene eingesetzt.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf das Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Beeinflussung diagnostischer Methoden
Triptorelin in therapeutischen Dosen führt zur Suppression der Hypophysen-Gonaden-Achse. Die normale Funktion wird in der Regel nach Absetzen der Behandlung wiederhergestellt. Die Ergebnisse diagnostischer Hypophysen-Gonaden-Funktionstests während der Behandlung oder 4 bis 12 Wochen nach Absetzen der GnRH-Agonisten können daher irreführend sein.
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
Haltbarkeit nach dem Öffnen
Aus mikrobiologischen Gründen sollte die Suspension unmittelbar nach der Rekonstitution injiziert werden.
Besondere Lagerungshinweise
Nicht über 25 °C lagern.
Nicht einfrieren.
In der Originalverpackung aufbewahren.
Behälter fest verschlossen halten.
Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Hinweise für die Handhabung
Die Herstellung der Suspension zur Injektion sollte unmittelbar vor der Injektion erfolgen.
Es ist die bebilderte Anleitung am Ende des Dokuments zu beachten.

Zulassungsnummer

61238 (Swissmedic)

Packungen

Pamorelin LA 22,5 mg ist in zwei Darreichungsformen erhältlich:
-1 Durchstechflasche mit 22,5 mg Triptorelin als Pulver
-1 Fertigspritze mit 2 ml Lösungsmittel
-1 Durchstechflaschenadapter und 1 Nadel (A)
oder
-1 Durchstechflasche mit 22,5 mg Triptorelin als Pulver
-1 Ampulle mit 2 ml Lösungsmittel
-1 Spritze und 2 Nadeln. (A)

Zulassungsinhaberin

Debiopharm Research & Manufacturing SA, 1920 Martigny

Stand der Information

März 2026
02-010626/13
Anleitung zur Herstellung einer Suspension
Allgemeine Anweisungen und Empfehlungen
Das Produkt ist eine Suspension von Mikropartikeln:
-Das Produkt ist eine Suspension von Mikropartikeln, die in der Verdünnung sedimentieren können. Das Produkt sollte homogen, dickflüssig und milchig aussehen. Wenn das Produkt in der Durchstechflasche sedimentiert, schütteln Sie sie erneut:

-Wenn sich die Partikel in der Spritze absetzen, führt dies zu einer Blockierung der Nadel bei der Verabreichung. Es ist sehr wichtig, das Produkt innerhalb von 2 Minuten nach der Rekonstitution in der Durchstechflasche zu injizieren.
-Wenn das Produkt in der Spritze sedimentiert, ziehen Sie etwas Luft in die Spritze auf, schütteln Sie sie erneut und drücken Sie die Luft heraus (ohne Flüssigkeit aus der Nadel herauszudrücken), bevor Sie das Produkt verabreichen.

Anweisungen zur Herstellung der Suspension von Pamorelin LA 22,5 mg in der Darreichungsform mit einer Fertigspritze mit Lösungsmittel

           1                     Die Durchstechflasche mit dem Pulver entnehmen. Den       
                      Plastikdeckel der Durchstechflasche entfernen.            
2                     Die Schutzfolie vom Adaptersystem entfernen. Den          
                      Durchstechflaschenadapter nicht aus dem Blister nehmen.   
                      Die Durchstechflasche auf eine flache, harte Oberfläche   
                      stellen. Den Durchstechflaschenadapter auf dem            
                      Verschluss der Durchstechflasche zentrieren und           
                      hineindrücken, bis ein Klicken zu hören ist. Den          
                      Blister entfernen und entsorgen.                          
3                     Nehmen Sie die Spritze zur Hand, halten Sie sie am        
                      (drehbaren) Kunststoff-Konnektor zwischen Zeigefinger     
                      und Daumen einer Hand fest und schrauben Sie mit der      
                      anderen Hand die Kappe ab. Halten Sie die Spritze         
                      weiterhin am drehbaren Konnektor fest und befestigen      
                      Sie sie vertikal am Adapter, indem Sie eine halbe         
                      Drehung im Uhrzeigersinn machen (nur, bis ein             
                      Widerstand zu spüren ist). Achtung: Ein zu festes         
                      Anziehen kann zu einer Unterbrechung der Verbindung und   
                      zu Undichtigkeiten führen.                                
4                     Halten Sie die Durchstechflasche am Adapter mit einer     
                      Hand fest, drücken Sie mit der anderen Hand den Kolben    
                      der Spritze hinunter und injizieren Sie langsam den       
                      gesamten Inhalt der Spritze in die Durchstechflasche.     
                      Nun den Patienten für die Injektion vorbereiten. Die      
                      folgenden Schritte sollten ohne Unterbrechung             
                      durchgeführt werden.                                      
5                     Halten Sie das gesamte System (Spritze, Adapter und       
                      Durchstechflasche) fest in der Hand und schütteln Sie     
                      es dann 30 Sekunden lang kräftig auf und ab. Überprüfen   
                      Sie das Aussehen der Suspension, indem Sie durch den      
                      Boden der Durchstechflasche schauen. Die Suspension       
                      sollte homogen, dickflüssig und milchig aussehen.         
                      Schütteln Sie das System erneut, wenn sich eine           
                      Sedimentation zeigt. Wenn während des Schüttelns ein      
                      Teil der Suspension in der Spritze aufsteigt, drücken     
                      Sie mit dem Kolben die Suspension wieder in die           
                      Durchstechflasche. Schütteln Sie das System erneut,       
                      bevor Sie zum nächsten Schritt übergehen. Das Produkt     
                      sollte nun innerhalb von 2 Minuten injiziert werden.      
6                     Drehen Sie das System unmittelbar so, dass die            
                      Durchstechflasche oben und die Spritze unten ist.         
                      Ziehen Sie vorsichtig an der Kolbenstange, um den         
                      gesamten Inhalt der Durchstechflasche in die Spritze      
                      aufzuziehen.                                              
7                     Wenn der gesamte Inhalt in die Spritze aufgezogen ist,    
                      drücken Sie die Luft aus der Spritze in die               
                      Durchstechflasche. Stoppen Sie, sobald die Suspension     
                      die Basis des Spritzenkopfes erreicht.                    
                      Trennen Sie die Spritze vom Adapter, indem Sie die        
                      Spritze mit einer Hand festhalten und mit der anderen     
                      Hand den Adapter gegen den Uhrzeigersinn drehen. Halten   
                      Sie die Spritze am drehbaren Konnektor fest und           
                      befestigen Sie die Injektionsnadel. Vergewissern Sie      
                      sich vor der Injektion, dass das Produkt homogen,         
                      dickflüssig, milchig und frei von Sedimenten ist.         
8                     Schieben Sie die Sicherheitshülle hinter die Nadel und    
                      in Richtung des Spritzenkörpers. Die Sicherheitshülle     
                      bleibt in der Position, in die sie gebracht wurde.        
                      Entfernen Sie den transparenten Nadelschutz.              
                      Die Nadel nicht mit der Suspension aspirieren. Die        
                      Spritze mit der Suspension ist nun bereit für die         
                      Injektion. Die Suspension sollte sofort verabreicht       
                      werden (weniger als 2 Minuten nach der Rekonstitution),   
                      um eine übermässige Verdickung der Suspension zu          
                      vermeiden.                                                
9                     Injizieren Sie die Suspension relativ schnell und ohne    
                      Unterbrechung intramuskulär. Achten Sie darauf, dass      
                      die gesamte Menge innerhalb von 10 Sekunden ohne          
                      Unterbrechung injiziert wird. Die Injektionsstelle muss   
                      regelmässig gewechselt werden. Aktivieren Sie das         
                      Sicherheitssystem der Injektionsnadel, indem Sie Ihren    
                      Daumen oder Zeigefinger auf dem strukturierten Bereich    
                      der Sicherheitshülle zentrieren und ihn nach vorne auf    
                      die Nadel drücken, bis Sie hören oder fühlen, dass er     
                      einrastet. Führen Sie den Vorgang mit einer Hand durch    
                      und aktivieren Sie den Sicherheitsmechanismus mit         
                      grossem Abstand zu sich und anderen. Entsorgen Sie die    
                      Spritze nach einmaligem Gebrauch sofort in einem          
                      Behälter für scharfe Gegenstände.                         

Die Nadeln in einem dafür vorgesehenen Behälter entsorgen.
Nur zur einmaligen Verwendung. Jede nicht verwendete Suspension muss entsorgt werden.
Anweisungen zur Herstellung der Suspension von Pamorelin LA 22,5 mg in der Darreichungsform mit Lösungsmittelampulle

        1. Vorbereitung der Injektion 2 Nadeln sind im Set enthalten: -Die              
Rekonstitutionsnadel ohne Sicherheitssystem -Die Injektionsnadel mit            
Sicherheitssystem -Die Lösung, die sich eventuell im oberen Teil der Ampulle    
befindet, wird in den Hauptbehälter der Lösungsmittelampulle geklopft. -Die     
Nadel ohne Sicherheitssystem auf die Spritze drehen (den Nadelschutz noch       
nicht entfernen!). -Die Lösungsmittelampulle aufbrechen (Brechpunkt zu sich     
gerichtet).                                                                     
-Den Nadelschutz der Rekonstitutionsnadel entfernen und das gesamte             
Lösungsmittel in die Spritze aufziehen (Abb. A). -Die Spritze mit dem           
Lösungsmittel beiseitelegt. -Die Durchstechflasche mit dem Pulver entnehmen.    
-Den Plastikdeckel der Durchstechflasche entfernen.                             
-Die Spritze mit dem Lösungsmittel wieder aufnehmen, die Nadel in den           
Gummistopfen der Durchstechflasche einstechen und das Lösungsmittel langsam     
injizieren, sodass es weitgehend an der Wand der Durchstechflasche              
herunterläuft (Abb. B). -Nun den Patienten für die Injektion vorbereiten. Die   
folgenden Schritte sollten ohne Unterbrechung durchgeführt werden.              
-Die Nadel oberhalb des Flüssigkeitsspiegels zurückziehen und die               
Durchstechflasche 30 Sekunden lang kräftig schütteln. Die Suspension sollte     
milchig und homogen aussehen (Abb. C). Überprüfen, dass kein Pulver in der      
Durchstechflasche verbleibt, und wenn nötig, den Suspensionsvorgang             
fortsetzen, bis das Pulver vollständig verschwunden ist.Achtung: Die Mischung   
darf nicht durch mehrmaliges Aufziehen und Entleeren der Spritze erfolgen!      
-Das Produkt sollte nun innerhalb von 2 Minuten injiziert werden.               
-Die gesamte Injektionssuspension in die Spritze aufziehen (Abb. D).            
-Die Rekonstitutionsnadel entfernen. Die Injektionsnadel mit                    
Sicherheitssystem fest auf die Spritze drehen (bis zum Anschlag). Nur die       
farbige Hülle fassen. -Die Sicherheitshülle hinter die Nadel und in Richtung    
des Spritzenkörpers bewegen (Abb. E1). Die Sicherheitshülle bleibt in der       
Position, in die sie gebracht wurde. -Den Schutz der Injektionsnadel            
entfernen. -Dann sofort den gesamten Inhalt der Spritze verabreichen. -Keine    
Suspension aus der Nadel herausdrücken (Abb. E2).                               
2. Injektion -Die Injektionssuspension relativ schnell und ohne Unterbrechung   
intramuskulär injizieren (Abb. F).                                              
3. Nach der Verabreichung -Das Sicherheitssystem der Injektionsnadel nach       Oder
einer der folgenden Methoden aktivieren: -Mit einer Hand die Sicherung nach     
vorne drücken, um die Nadel zu bedecken und die Sicherung zu schliessen (Abb.   
G). Immer den Zeigefinger oder Daumen hinter der Nadelspitze halten.Oder -Die   
Sicherung mit der nach unten gerichteten Seite auf eine flache Oberfläche,      
z.B. den Tisch, drücken, um die Nadel zu bedecken und die Sicherung zu          
schliessen (Abb. H). -Die Sicherung der Injektionsnadel ist geschlossen,        
sobald die Nadelspitze vollständig bedeckt ist (Abb. I).Dies kann anhand        
eines hörbaren, spürbaren und/oder optischen Zeichens sichergestellt werden.    
Die Nadeln in einem dafür vorgesehenen Behälter entsorgen. -Nur zur             
einmaligen Verwendung. Jede nicht verwendete Suspension muss entsorgt werden.   

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