ÜberdosierungBei der Behandlung von Patienten mit Überdosierung ist die verzögerte Freisetzung von Elvanse im Körper zu berücksichtigen.
Manifestationen einer akuten Amphetamin-Überdosis sind Ruhelosigkeit, Tremor, Hyperreflexie, beschleunigte Atmung, Verwirrtheit, Aggressivität, Halluzinationen, Panikzustände, Hyperpyrexie und Rhabdomyolyse. Auf die zentralnervöse Stimulation folgen im Allgemeinen Müdigkeit und Depression. Die kardiovaskulären Wirkungen umfassen Arrhythmien, Hypertonie oder Hypotonie und Kreislaufkollaps. Zu den gastrointestinalen Symptomen zählen Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö und Bauchkrämpfe. Einer tödlichen Intoxikation gehen normalerweise Konvulsionen und Koma voraus.
Das posteriore reversible Enzephalopathie-Syndrom (PRES) wurde in Verbindung mit einer Überdosis Amphetamin berichtet. Zu den Symptomen, die auf ein PRES hinweisen, gehören Kopfschmerzen, veränderter mentaler Status, Krampfanfälle und Sehstörungen. Die Diagnose sollte durch ein radiologisches Verfahren (z.B. MRT) bestätigt werden. Die Symptome der PRES sind in der Regel reversibel, können sich jedoch zu einem ischämischen Schlaganfall oder einer Hirnblutung entwickeln.
Bei Behandlung von Patienten mit Überdosierung sollte die verlängerte Wirkung von Elvanse berücksichtigt werden.
Lisdexamfetamin und Dexamfetamin sind nicht dialysierbar.
Im Zusammenhang mit der Überdosierung von Lisdexamfetamin oder bei kombinierter Anwendung mit serotonergen Substanzen wurde über einzelne Postmarketing-Fälle von Serotoninsyndrom berichtet, mit vergleichbarer Symptomatik wie bei Überdosierung.
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