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Fachinformation zu Tenofovir-Mepha Lactab:Mepha Pharma AG
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Interaktionen

Interaktionsstudien wurden nur bei Erwachsenen durchgeführt.
In-vitro-Studien und klinische, pharmakokinetische Interaktionsstudien haben gezeigt, dass das Risiko von CYP450-vermittelter Interaktionen zwischen Tenofovirdisoproxil und anderen Arzneimitteln gering ist (siehe auch "Pharmakokinetik" ).
Gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen
(siehe auch "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" )
Tenofovir-Mepha darf nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln angewendet werden, die Tenofovirdisoproxil enthalten.
Tenofovir-Mepha darf nicht gleichzeitig mit Adefovirdipivoxil oder mit Arzneimitteln, die Tenofoviralafenamid enthalten, angewendet werden.
Didanosin: Die gleichzeitige Anwendung von Tenofovir-Mepha und Didanosin wird nicht empfohlen (siehe Tabelle 1).
Dreifache NRTI- bzw. NNRTI-Therapie: Bei Kombinationen von Tenofovirdisoproxil mit Lamivudin und Abacavir, mit Lamivudin und Didanosin, mit Didanosin und Efavirenz sowie mit Lamivudin und Nevirapin in einer einmal täglichen Dosierung wurde bei HIV-Patienten über eine hohe Rate an frühem virologischem Versagen und früher Resistenzentwicklung berichtet. Diese Kombinationen, sowie Dreifach-NRTI-Kombinationen allgemein, welche Tenofovirdisoproxil enthalten, werden deshalb nicht empfohlen.
Renal ausgeschiedene Arzneimittel: Die Anwendung von Tenofovir-Mepha ist zu vermeiden bei gleichzeitiger oder vor kurzem erfolgter Behandlung mit nephrotoxischen Arzneimitteln (z.B. Aminoglykoside, Amphotericin B, Foscarnet, Ganciclovir, Pentamidin, Vancomycin, Cidofovir oder Interleukin-2).
Gleichzeitige Anwendung mit antiretroviralen Arzneimitteln
Tenofovirdisoproxil wurde in Kombination mit Atazanavir, Didanosin, Emtricitabin, Lamivudin, Indinavir, Efavirenz und Lopinavir/Ritonavir bei gesunden Freiwilligen untersucht.
Abacavir, Emtricitabin, Tipranavir, Lamivudin, Indinavir, Efavirenz, Nelfinavir und Saquinavir (Ritonavir-geboostet): Die gleichzeitige Verabreichung mit Tenofovirdisoproxil führte zu keinen klinisch signifikanten Interaktionen.
Weitere Interaktionen zwischen Tenofovirdisoproxil und anderen Arzneimitteln sind in der nachstehenden Tabelle 1 aufgeführt, wobei "↑" einen Anstieg bedeutet, "↓" eine Abnahme, "↔" keine Veränderung, "b.i.d." zweimal täglich und "q.d." einmal täglich.
Tabelle 1: Interaktionen zwischen Tenofovirdisoproxil und anderen antiretroviralen Arzneimitteln

Arzneimittel nach     Auswirkungen auf die Wirkstoffkonzentr  Empfehlung zur gleichzeitigen
therapeutischer       ation Mittlere prozentuale              Anwendung mit Tenofovir-Mepha
Klasse                Veränderung der AUC, Cmax, Cmin         
Antiinfektiva
Antiretrovirale
Arzneimittel
Proteaseinhibitoren
Atazanavir/Ritonavir  Atazanavir: AUC: ↓ 25% Cmax: ↓ 28%      Eine Dosisanpassung wird nicht
/Tenofovirdisoproxil  Cmin: ↓ 26% Tenofovir: AUC: ↑ 37%       empfohlen. Höhere Tenofovir-Konzentrat
(300 mg q.d./100 mg   Cmax: ↑ 34% Cmin: ↑ 29%                 ionen könnten Tenofovir-assoziierte
q.d./300 mg q.d.)                                             unerwünschte Wirkungen, darunter
                                                              Nierenfunktionsstörungen, verstärken.
                                                              Die Nierenfunktion sollte engmaschig
                                                              überwacht werden (siehe "Warnhinweise
                                                              und Vorsichtsmassnahmen" ).
Darunavir/Ritonavir/  Darunavir: Kein signifikanter Effekt    Eine Dosisanpassung wird nicht
Tenofovirdisoproxil(  auf die PK-Parameter von                empfohlen. Höhere Tenofovir-Konzentrat
300 mg b.i.d./100     Darunavir/Ritonavir. Tenofovir: AUC:    ionen könnten Tenofovir-assoziierte
mg b.i.d./300 mg      ↑ 22% Cmin: ↑ 37%                       unerwünschte Wirkungen, darunter
q.d.)                                                         Nierenfunktionsstörungen, verstärken.
                                                              Die Nierenfunktion sollte engmaschig
                                                              überwacht werden (siehe "Warnhinweise
                                                              und Vorsichtsmassnahmen" ).
Lopinavir/Ritonavir/  Lopinavir/Ritonavir: Kein               Eine Dosisanpassung wird nicht
 Tenofovirdisoproxil  signifikanter Effekt auf die            empfohlen. Höhere Tenofovir-Konzentrat
(400 mg b.i.d./100    PK-Parameter von Lopinavir/Ritonavir.   ionen könnten Tenofovir-assoziierte
mg b.i.d./300 mg      Tenofovir: AUC: ↑ 32% Cmax: ↔ Cmin: ↑   unerwünschte Wirkungen, darunter
q.d.)                 51%                                     Nierenfunktionsstörungen, verstärken.
                                                              Die Nierenfunktion sollte engmaschig
                                                              überwacht werden (siehe "Warnhinweise
                                                              und Vorsichtsmassnahmen" ).
NRTIs
Adefovirdipivoxil     AUC: ↔ Cmax: ↔                          Tenofovirdisoproxil darf nicht
                                                              gleichzeitig mit Adefovirdipivoxil
                                                              angewendet werden (siehe
                                                              "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen"
                                                               ).
Didanosin             Die gleichzeitige Anwendung von         Die gleichzeitige Anwendung von
                      Tenofovirdisoproxil und Didanosin       Tenofovirdisoproxil und Didanosin
                      führt zu einem Anstieg der              wird nicht empfohlen (siehe
                      systemischen Exposition von Didanosin   "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen"
                      um 40-60%, wodurch das Risiko für        ).
                      Didanosin-bedingte unerwünschte         
                      Wirkungen erhöht sein könnte. Seltene   
                      Fälle von Pankreatitis und              
                      Laktatazidose, mitunter tödlich,        
                      wurden berichtet. Die gleichzeitige     
                      Anwendung von Tenofovirdisoproxil und   
                      Didanosin 400 mg täglich war mit        
                      einer signifikanten Abnahme der         
                      CD4-Zellzahl assoziiert,                
                      möglicherweise durch eine               
                      intrazelluläre Interaktion              
                      verursacht, die zu einem Anstieg an     
                      phosphoryliertem (d.h. aktivem)         
                      Didanosin führte. Bei einer auf 250     
                      mg verringerten Dosis von Didanosin,    
                      gleichzeitig mit Tenofovirdisoproxil    
                      angewendet, wurde bei verschiedenen     
                      untersuchten Kombinationen zur          
                      Behandlung der HIV-1-Infektion eine     
                      hohe Rate an virologischem Versagen     
                      berichtet.                              
Entecavir             AUC: ↔ Cmax: ↔                          Bei gleichzeitiger Anwendung von
                                                              Tenofovirdisoproxil mit Entecavir
                                                              zeigten sich keine klinisch
                                                              signifikanten pharmakokinetischen
                                                              Interaktionen.
Antivirale Arzneimit
tel gegen Hepatitis
C
Ledipasvir/Sofosbuvi  Ledipasvir: AUC: ↑ 96% Cmax: ↑ 68%      Erhöhte Plasmakonzentrationen von
r(90 mg/400 mg        Cmin: ↑ 118% Sofosbuvir: AUC: ↔ Cmax:   Tenofovir, bedingt durch eine
q.d.)+ Atazanavir/Ri  ↔ GS-3310072: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↑    gleichzeitige Verabreichung von
tonavir(300 mg        42% Atazanavir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin:    Tenofovirdisoproxil, Ledipasvir/Sofosb
q.d./100 mg q.d.)+    ↑ 63% Ritonavir: AUC: ↔ Cmax:↔ Cmin:    uvir und Atazanavir/Ritonavir können
Emtricitabin/Tenofov  ↑ 45% Emtricitabin: AUC: ↔ Cmax: ↔      verstärkt zu mit Tenofovirdisoproxil
irdisoproxil(200      Cmin: ↔ Tenofovir: AUC: ↔ Cmax: ↑ 47%   assoziierten unerwünschten Wirkungen
mg/300 mg q.d.)1      Cmin: ↑ 47%                             führen, einschliesslich
                                                              Nierenfunktionsstörungen. Die
                                                              Sicherheit von Tenofovirdisoproxil
                                                              bei Verabreichung mit Ledipasvir/Sofos
                                                              buvir und einem pharmakokinetischen
                                                              Booster (z.B. Ritonavir oder
                                                              Cobicistat) wurde nicht ausreichend
                                                              untersucht. Wenn keine Alternativen
                                                              zur Verfügung stehen, sollte diese
                                                              Kombination mit Vorsicht und unter
                                                              engmaschiger Überwachung der
                                                              Nierenfunktion angewendet werden
                                                              (siehe "Warnhinweise und
                                                              Vorsichtsmassnahmen" ).
Ledipasvir/Sofosbuvi  Ledipasvir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔      Erhöhte Plasmakonzentrationen von
r(90 mg/400 mg        Sofosbuvir: AUC: ↓ 27% Cmax: ↓ 37%      Tenofovir, bedingt durch eine
q.d.)+ Darunavir/Rit  GS-3310072: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔      gleichzeitige Verabreichung von
onavir(800 mg         Darunavir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔       Tenofovirdisoproxil, Ledipasvir/Sofosb
q.d./100 mg q.d.) +   Ritonavir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↑ 48%   uvir und Darunavir/Ritonavir können
Emtricitabin/Tenofov  Emtricitabin: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔    verstärkt zu mit Tenofovirdisoproxil
irdisoproxil(200      Tenofovir: AUC: ↑ 50% Cmax: ↑ 64%       assoziierten unerwünschten Wirkungen
mg/300 mg q.d.)1      Cmin: ↑ 59%                             führen, einschliesslich
                                                              Nierenfunktionsstörungen. Die
                                                              Sicherheit von Tenofovirdisoproxil
                                                              bei Verabreichung mit Ledipasvir/Sofos
                                                              buvir und einem pharmakokinetischen
                                                              Booster (z.B. Ritonavir oder
                                                              Cobicistat) wurde nicht ausreichend
                                                              untersucht. Wenn keine Alternativen
                                                              zur Verfügung stehen, sollte diese
                                                              Kombination mit Vorsicht und unter
                                                              engmaschiger Überwachung der
                                                              Nierenfunktion angewendet werden
                                                              (siehe "Warnhinweise und
                                                              Vorsichtsmassnahmen" ).
Ledipasvir/Sofosbuvi  Ledipasvir: AUC: ↓ 34% Cmax: ↓ 34%      Eine Dosisanpassung wird nicht
r(90 mg/400 mg        Cmin: ↓ 34% Sofosbuvir: AUC: ↔ Cmax:    empfohlen. Höhere Tenofovir-Konzentrat
q.d.)+ Efavirenz/Emt  ↔ GS-3310072: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔    ionen könnten Tenofovir-assoziierte
ricitabin/Tenofovird  Efavirenz: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔       unerwünschte Wirkungen, darunter
isoproxil(600         Emtricitabin: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔    Nierenfunktionsstörungen, verstärken.
mg/200 mg/300 mg      Tenofovir: AUC: ↑ 98% Cmax: ↑ 79%       Die Nierenfunktion sollte engmaschig
q.d.)                 Cmin: ↑ 163%                            überwacht werden (siehe "Warnhinweise
                                                              und Vorsichtsmassnahmen" ).
Ledipasvir/Sofosbuvi  Ledipasvir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔      Eine Dosisanpassung wird nicht
r(90 mg/400 mg        Sofosbuvir: AUC: ↔ Cmax: ↔              empfohlen. Höhere Tenofovir-Konzentrat
q.d.)+ Emtricitabin/  GS-3310072: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔      ionen könnten Tenofovir-assoziierte
Rilpivirin/Tenofovir  Emtricitabin: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔    unerwünschte Wirkungen, darunter
disoproxil(200        Rilpivirin: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔      Nierenfunktionsstörungen, verstärken.
mg/25 mg/300 mg       Tenofovir: AUC: ↑ 40% Cmax: ↔ Cmin: ↑   Die Nierenfunktion sollte engmaschig
q.d.)                 91%                                     überwacht werden (siehe "Warnhinweise
                                                              und Vorsichtsmassnahmen" ).
Ledipasvir/Sofosbuvi  Sofosbuvir: AUC: ↔ Cmax: ↔              Es wird keine Dosisanpassung
r(90 mg/400 mg        GS-331007²: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔      empfohlen. Höhere Tenofovir-Konzentrat
q.d.) +Dolutegravir   Ledipasvir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔      ionen könnten Tenofovirdisoproxil-asso
(50 mg q.d.) +Emtric  Dolutegravir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔    ziierte unerwünschte Wirkungen,
itabin/Tenofovirdiso  Emtricitabin: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔    darunter Nierenfunktionsstörungen,
proxil (200 mg/300    Tenofovir: AUC: ↑ 65% Cmax: ↑ 61%       verstärken. Die Nierenfunktion sollte
mg q.d.)              Cmin: ↑ 115%                            engmaschig überwacht werden (siehe
                                                              "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen"
                                                               ).
Sofosbuvir/Velpatasv  Sofosbuvir: AUC: ↔ Cmax: ↔              Erhöhte Plasmakonzentrationen von
ir(400 mg/100 mg      GS-331007²: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↑      Tenofovir, bedingt durch eine
q.d.) +Atazanavir/Ri  42% Velpatasvir: AUC: ↑ 142% Cmax: ↑    gleichzeitige Verabreichung von
tonavir(300 mg        55% Cmin: ↑ 301% Atazanavir: AUC: ↔     Tenofovirdisoproxil Sofosbuvir/Velpata
q.d./100 mg q.d.)     Cmax: ↔ Cmin: ↑ 39% Ritonavir: AUC: ↔   svir und Atazanavir/Ritonavir können
+Emtricitabin/Tenofo  Cmax: ↔ Cmin: ↑ 29% Emtricitabin:       verstärkt zu mit Tenofovirdisoproxil-
virdisoproxil(200     AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔ Tenofovir:       assoziierten unerwünschten Wirkungen
mg/300 mg q.d.)       AUC: ↔ Cmax: ↑ 55% Cmin: ↑ 39%          führen, einschliesslich
                                                              Nierenfunktionsstörungen. Die
                                                              Sicherheit von Tenofovirdisoproxil
                                                              bei Verabreichung mit Sofosbuvir/Velpa
                                                              tasvir und einem pharmakokinetischen
                                                              Booster (z.B. Ritonavir oder
                                                              Cobicistat) wurde nicht bestätigt.
                                                              Die Kombination sollte mit Vorsicht
                                                              und unter häufiger Überwachung der
                                                              Nierenfunktion angewendet werden
                                                              (siehe "Warnhinweise und
                                                              Vorsichtsmassnahmen" ).
Sofosbuvir/Velpatasv  Sofosbuvir: AUC: ↓ 28% Cmax: ↓ 38%      Erhöhte Plasmakonzentrationen von
ir(400 mg/100 mg      GS-331007²: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔      Tenofovir, bedingt durch eine
q.d.) +Darunavir/Rit  Velpatasvir: AUC: ↔ Cmax: ↓ 24% Cmin:   gleichzeitige Verabreichung von
onavir(800 mg         ↔ Darunavir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔     Tenofovirdisoproxil, Sofosbuvir/Velpat
q.d./100 mg q.d.)     Ritonavir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔       asvir und Darunavir/Ritonavir können
+Emtricitabin/Tenofo  Emtricitabin: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔    verstärkt zu mit Tenofovirdisoproxil-
virdisoproxil(200     Tenofovir: AUC: ↑ 39% Cmax: ↑ 55%       assoziierten unerwünschten Wirkungen
mg/300 mg q.d.)       Cmin: ↑ 52%                             führen, einschliesslich
                                                              Nierenfunktionsstörungen. Die
                                                              Sicherheit von Tenofovirdisoproxil
                                                              bei Verabreichung mit Sofosbuvir/Velpa
                                                              tasvir und einem pharmakokinetischen
                                                              Booster (z.B. Ritonavir oder
                                                              Cobicistat) wurde nicht bestätigt.
                                                              Die Kombination sollte mit Vorsicht
                                                              und unter häufiger Überwachung der
                                                              Nierenfunktion angewendet werden
                                                              (siehe "Warnhinweise und
                                                              Vorsichtsmassnahmen" ).
Sofosbuvir/Velpatasv  Sofosbuvir: AUC: ↓ 29% Cmax: ↓ 41%      Erhöhte Plasmakonzentrationen von
ir(400 mg/100 mg      GS-331007²: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔      Tenofovir, bedingt durch eine
q.d.) +Lopinavir/Rit  Velpatasvir: AUC: ↔ Cmax: ↓ 30% Cmin:   gleichzeitige Verabreichung von
onavir(800 mg/200     ↑ 63% Lopinavir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin:   Tenofovirdisoproxil, Sofosbuvir/Velpat
mg q.d.) +Emtricitab  ↔ Ritonavir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔     asvir und Lopinavir/Ritonavir können
in/Tenofovirdisoprox  Emtricitabin: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔    verstärkt zu mit Tenofovirdisoproxil
il(200 mg/300 mg      Tenofovir: AUC: ↔ Cmax: ↑ 42% Cmin: ↔   assoziierten unerwünschten Wirkungen
q.d.)                                                         führen, einschliesslich
                                                              Nierenfunktionsstörungen. Die
                                                              Sicherheit von Tenofovirdisoproxil
                                                              bei Verabreichung mit Sofosbuvir/Velpa
                                                              tasvir und einem pharmakokinetischen
                                                              Booster (z.B. Ritonavir oder
                                                              Cobicistat) wurde nicht bestätigt.
                                                              Die Kombination sollte mit Vorsicht
                                                              und unter häufiger Überwachung der
                                                              Nierenfunktion angewendet werden
                                                              (siehe "Warnhinweise und
                                                              Vorsichtsmassnahmen" ).
Sofosbuvir/Velpatasv  Sofosbuvir: AUC: ↔ Cmax: ↔              Eine Dosisanpassung wird nicht
ir(400 mg/100 mg      GS-331007²: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔      empfohlen. Höhere Tenofovir-Konzentrat
q.d.) +Raltegravir(4  Velpatasvir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔     ionen könnten Tenofovirdisoproxil-asso
00 mg b.i.d) +Emtric  Raltegravir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↓     ziierte unerwünschte Wirkungen,
itabin/Tenofovirdiso  21% Emtricitabin: AUC: ↔ Cmax: ↔        darunter Nierenfunktionsstörungen,
proxil(200 mg/300     Cmin: ↔ Tenofovir: AUC: ↑ 40% Cmax: ↑   verstärken. Die Nierenfunktion sollte
mg q.d.)              46% Cmin: ↑ 70%                         engmaschig überwacht werden (siehe
                                                              "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen"
                                                               ).
Sofosbuvir/Velpatasv  Sofosbuvir: AUC: ↔ Cmax: ↑ 38%          Durch die gleichzeitige Anwendung von
ir(400 mg/100 mg      GS-331007²: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔      Sofosbuvir/Velpatasvir und Efavirenz
q.d.) +Efavirenz/Emt  Velpatasvir: AUC: ↓ 53% Cmax: ↓ 47%     wird erwartet, dass die
ricitabin/Tenofovird  Cmin: ↓ 57% Efavirenz: AUC: ↔ Cmax: ↔   Plasmakonzentrationen von Velpatasvir
isoproxil(600         Cmin: ↔ Emtricitabin: AUC: ↔ Cmax: ↔    erniedrigt werden. Eine gleichzeitige
mg/200 mg/300 mg      Cmin: ↔ Tenofovir: AUC: ↑ 81% Cmax: ↑   Anwendung von Sofosbuvir/Velpatasvir
q.d.)                 77% Cmin: ↑ 121%                        mit Efavirenz-haltigen Regimen wird
                                                              nicht empfohlen.
Sofosbuvir/Velpatasv  Sofosbuvir: AUC: ↔ Cmax: ↔              Eine Dosisanpassung wird nicht
ir(400 mg/100 mg      GS-331007²: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔      empfohlen. Höhere Tenofovir-Konzentrat
q.d.) +Emtricitabin/  Velpatasvir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔     ionen könnten Tenofovirdisoproxil-asso
Rilpivirin/Tenofovir  Emtricitabin: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔    ziierte unerwünschte Wirkungen,
disoproxil(200        Rilpivirin: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔      darunter Nierenfunktionsstörungen,
mg/25 mg/300 mg       Tenofovir: AUC: ↑ 40% Cmax: ↑ 44%       verstärken. Die Nierenfunktion sollte
q.d.)                 Cmin: ↑ 84%                             engmaschig überwacht werden (siehe
                                                              "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen"
                                                               ).
Sofosbuvir/Velpatasv  Sofosbuvir: AUC: ↔ Cmax: ↓ 30% Cmin:    Eine Dosisanpassung wird nicht
ir/Voxilaprevir       N/A GS-3310072: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin:    empfohlen. Höhere Tenofovir-Konzentrat
(400 mg/100 mg/100    N/A Velpatasvir: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin:   ionen könnten Tenofovirdisoproxil
mg+100 mg q.d.)3+     ↔ Voxilaprevir: AUC: ↑ 143% Cmax:↑      -assoziierte unerwünschte Wirkungen,
Darunavir(800 mg      72% Cmin: ↑ 300% Darunavir: AUC: ↔      darunter Nierenfunktionsstörungen,
q.d.) + Ritonavir     Cmax: ↔ Cmin: ↓ 34% Ritonavir: AUC: ↑   verstärken. Die Nierenfunktion sollte
(100 mg q.d.) +       45% Cmax: ↑ 60% Cmin: ↔ Emtricitabin:   engmaschig überwacht werden (siehe
Emtricitabin/Tenofov  AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔ Tenofovir:       "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen"
irdisoproxil (200     AUC: ↑ 39% Cmax: ↑ 48% Cmin: ↑ 47%       ).
mg/300 mg q.d.)                                               
Sofosbuvir(400 mg     Sofosbuvir: AUC: ↔ Cmax: ↓ 19%          Es ist keine Dosisanpassung
q.d.)+ Efavirenz/Emt  GS-3310072: AUC: ↔ Cmax: ↓ 23%          erforderlich.
ricitabin/Tenofovird  Efavirenz: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔       
isoproxil(600         Emtricitabin: AUC: ↔ Cmax: ↔ Cmin: ↔    
mg/200 mg/300 mg      Tenofovir: AUC: ↔ Cmax: ↑ 25% Cmin: ↔   
q.d.)                                                         

 
1 Die Daten wurden bei gleichzeitiger Dosierung mit Ledipasvir/Sofosbuvir generiert. Zeitversetzte Anwendung (12 Stunden Abstand) ergab ähnliche Resultate.
2 Zirkulierender Hauptmetabolit von Sofosbuvir.
3 Studie mit zusätzlichen 100 mg Voxilaprevir durchgeführt, um Voxilaprevir-Expositionen zu erreichen, die bei HCV-infizierten Patienten erwartet werden.
N/A = not applicable (nicht zutreffend).
Weitere Interaktionen
Studien mit anderen Arzneimitteln: Die gleichzeitige Anwendung von Tenofovirdisoproxil mit Methadon, Ribavirin, Rifampicin, Tacrolimus oder dem hormonellen Verhütungsmittel Norgestimat/Ethinylestradiol führte zu keinen klinisch signifikanten pharmakokinetischen Interaktionen.
Renal ausgeschiedene Arzneimittel: Da Tenofovir primär über die Nieren eliminiert wird, kann die gleichzeitige Anwendung von Tenofovir-Mepha und Arzneimitteln, die die Nierenfunktion beeinträchtigen oder die um die aktive tubuläre Sekretion über das Transportprotein hOAT 1, hOAT 3 oder MRP 4 (z.B. Cidofovir) konkurrieren, zu einer Erhöhung der Serumkonzentrationen von Tenofovir und/oder den gleichzeitig angewendeten Arzneimitteln führen. Auch die gleichzeitige Behandlung mit ACE-Hemmern und NSARs muss mit Vorsicht erfolgen.
Da Tacrolimus die Nierenfunktion beeinträchtigen kann, sollte diese engmaschig überwacht werden, wenn Tacrolimus gleichzeitig mit Tenofovir-Mepha angewendet wird.
Einfluss von Nahrung: Tenofovir-Mepha muss zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden, weil die gleichzeitige Nahrungsaufnahme die Bioverfügbarkeit von Tenofovir erhöht (siehe "Pharmakokinetik" ).

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