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Fachinformation zu Jinarc:Otsuka Pharmaceutical (Switzerland) GmbH
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Unerwünschte Wirkungen

Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die pharmakodynamisch vorhersehbaren und am häufigsten berichteten unerwünschte Wirkungen sind Durst, Polyurie, Nykturie und Pollakisurie, die bei ca. 55%, 38%, 29% bzw. 23% der Patienten auftreten. Tolvaptan wurde ausserdem mit idiosynkratischen Zunahmen der Alanin- und Aspartat-Aminotransferase (ALT und AST) Spiegel und in seltenen Fällen mit einer gleichzeitigen Erhöhung des Gesamtbilirubins (BT) in Verbindung gebracht.
 
Liste der unerwünschten Wirkungen
Das Profil der unerwünschten Wirkungen von Tolvaptan für die Indikation ADPKD beruht auf einer klinischen Studien-Datenbank mit 1444 behandelten Patienten (961 Patienten, die mit Tolvaptan behandelt wurden, und 483 Patienten, die Placebo erhielten) und entspricht der Pharmakologie des Wirkstoffs. Die unerwünschten Wirkungen, die mit Tolvaptan in den klinischen ADPKD-Studien berichtet werden, sind nach MedDRA-Systemorganklassen und Häufigkeit gemäss folgender Konvention tabellarisch geordnet:
„sehr häufig“ (≥1/10), „häufig“ (≥1/100, <1/10), „gelegentlich“ (≥1/1‘000, <1/100); „selten“ (≥1/10‘000, <1/1‘000), „sehr selten“ (<1/10‘000) und „nicht bekannt“ (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden)
 
Die Häufigkeit von berichteten Nebenwirkungen bei der Anwendung nach Markteinführung kann nicht bestimmt werden, da sie aus Spontanmeldungen stammen. Folglich wird die Häufigkeit dieser Nebenwirkungen als „nicht bekannt“ bezeichnet.

                      Sehr häufig           Häufig                Gelegentlich          Nicht bekannt
Erkrankungen des                                                                        Anaphylaktischer
Immunsystems                                                                            Schock, generalisier
                                                                                        ter Hautausschlag
Stoffwechsel- und     Polydipsie (10%)      Dehydratation,                              
Ernährungsstörungen                         Hypernatriämie,                             
                                            verminderter Appetit                        
                                            , Hyperurikämie,                            
                                            Hyperglykämie, Gicht                        
Psychiatrische                              Schlaflosigkeit                             
Erkrankungen                                                                            
Erkrankungen des      Kopfschmerz (25%),    Dysgeusie, Synkope                          
Nervensystems         Schwindelgefühl                                                   
                      (11%)                                                             
Herzerkrankungen                            Herzklopfen                                 
Erkrankungen der                            Dyspnoe                                     
Atemwege, des                                                                           
Brustraums und                                                                          
Mediastinums                                                                            
Erkrankungen des      Durchfall (13%),      Bauchschmerzen,                             
Gastrointestinaltrak  Mundtrockenheit       Blähungen, Verstopfu                        
ts                    (16%)                 ng, Dyspepsie,                              
                                            gastro-ösophageale                          
                                            Refluxkrankheit                             
Leber- und Gallenerk                        Gestörte Leberfunkti                        Akutes Leberversagen
rankungen                                   on                                          1
Erkrankungen der                            Trockene Haut,                              
Haut und des Unterha                        Exanthem, Juckreiz,                         
utzellgewebes                               Urtikaria                                   
Skelettmuskulatur-,                         Arthralgie, Muskelkr                        
Bindegewebs- und                            ämpfe, Myalgie                              
Knochenerkrankungen                                                                     
Erkrankungen der      Nykturie (29%),                                                   
Nieren und Harnwege   Pollakisurie (23%),                                               
                      Polyurie (38%)                                                    
Allgemeine Erkrankun  Müdigkeit (14%),      Asthenie                                    
gen und Beschwerden   Durst (55%)                                                       
am Verabreichungsort                                                                    
Untersuchungen                              Erhöhte Alaninamino-  Erhöhtes Bilirubin    Kreatinphospho-kinas
                                            transferase, Erhöhte                        e im Blut erhöht
                                             Aspartatamino-trans                        
                                            ferase, Gewicht                             
                                            erniedrigt, Gewicht                         
                                            erhöht                                      

1  nach Markteinführung von Tolvaptan bei der Behandlung von ADPKD beobachtet.  Lebertransplantation war notwendig.
 
Beschreibung spezifischer unerwünschter Wirkungen und Zusatzinformationen
Um das Risiko von erheblichen oder irreversiblen Leberschäden zu verringern, sind Bluttests zur Bestimmung der Lebertransaminasen vor Beginn der Behandlung mit Jinarc, anschliessend monatlich für 18 Monate und danach regelmässig alle 3 Monate erforderlich (siehe Kapitel „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“).
Die häufigsten unerwünschten Wirkungen werden durch den Wasserverlust verursacht. Es ist daher entscheidend, dass die Patienten Zugang zu Wasser haben und in der Lage sind, ausreichende Mengen an Flüssigkeiten zu trinken. Bei Patienten, die mit Tolvaptan behandelt werden, muss der Volumenstatus überwacht werden, um eine Dehydrierung zu verhindern (siehe Kapitel „Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen“).
 
Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
 

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