ZusammensetzungWirkstoffe
Cholecalciferol (Vitamin D3)
Hilfsstoffe
Raffiniertes Olivenöl
Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro EinheitLösung zum Einnehmen.
Eine Einzeldosisflasche mit 2,5 ml Lösung zum Einnehmen enthält 25'000 I.E. Cholecalciferol (Vitamin D3), entsprechend 0,625 mg. 1 ml Lösung enthält 10'000 I.E. Cholecalciferol (Vitamin D3), entsprechend 0.25 mg.
Klare, farblose bis grünlich-gelbe, ölige Lösung ohne sichtbare Festpartikel oder Ausfällungen.
Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten-Zur Therapie bei nachgewiesenem schweren Vitamin D-Mangel [25(OH)D-Konzentrationen <25 nmol/l oder 10 ng/ml] bei Erwachsenen.
-Zur Prophylaxe bei erkennbarem Risiko eines Vitamin D-Mangels bei Personen über 60 Jahre.
-Zur Prophylaxe bei erkennbarem Risiko einer Vitamin D-Mangelerkrankung bei Erwachsenen mit Malabsorption.
Dosierung/AnwendungTherapie eines Vitamin D-Mangels
Erwachsene:
-Schwerer Vitamin D-Mangel (Serumkonzentration von 25-Hydroxyvitamin D <25 nmol/l bzw. <10 ng/ml): 6 Einzeldosisflaschen (entsprechend 150'000 I.E. Vitamin D3) als Anfangsdosis. Nach der Anfangsbehandlung sollte eine Erhaltungstherapie in den üblichen Dosierungen zur Prophylaxe eines Vitamin D-Mangels eingeleitet werden.
-Leichter Vitamin D-Mangel (Serumkonzentration von 25-Hydroxyvitamin D 25-50 nmol/l bzw. 10-20 ng/ml): Je nach Anfangswert des 25-Hydroxyvitamin D können 2 bis 4 Einzeldosisflaschen (entsprechend 50'000-100'000 I.E. Vitamin D3) verabreicht werden.Etwa 2 Wochen nach Einnahme der Anfangsdosis muss die Serumkonzentration von 25-Hydroxyvitamin D bestimmt werden. Wenn keine ausreichende Erhöhung erreicht wurde, können unter Überwachung des 25-Hydroxyvitamin D-Spiegels zusätzliche Dosen zu 25'000 I.E. (1 Einzeldosisflasche) in 2-wöchigen Intervallen verabreicht werden. Nach Normalisierung des Spiegels sollte eine Erhaltungstherapie in den üblichen Dosierungen zur Prophylaxe eines Vitamin D-Mangels eingeleitet werden.
Prophylaxe eines Vitamin D-Mangels
1x monatlich 1 Einzeldosisflasche zu 2.5 ml (entsprechend 25'000 I.E. Vitamin D3 pro Monat)
Erwachsene mit erkennbarem Risiko einer Vitamin D-Mangelerkrankung bei Malabsorption:
1x wöchentlich 1 Einzeldosisflasche Dibase 25'000 I.E.
Spezielle Dosierungsempfehlungen
Kinder und Jugendliche
Aufgrund der noch begrenzten wissenschaftlichen Daten wird die Einnahme von Dibase 25'000 I.E. bei Kindern unter 12 Jahren nicht empfohlen.
Ältere Patienten
Eine Dosisanpassung aufgrund des Alters ist nicht erforderlich. Eine mögliche altersbedingte Verschlechterung der Nierenfunktion ist jedoch zu berücksichtigen.
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Eine Dosisanpassung ist nicht erforderlich.
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Bei Patienten mit leichter Niereninsuffizienz ist keine Dosisanpassung erforderlich. Bei Patienten mit moderater Niereninsuffizienz sollten unter einer längerfristigen Therapie mit Dibase 25'000 I.E. die Kalzium- und Phosphatspiegel regelmässig kontrolliert werden. Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz ist Dibase 25'000 I.E. kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
Art der Anwendung
Dibase 25'000 I.E. ist vorzugsweise mit einer Mahlzeit einzunehmen.
Dibase 25'000 I.E. kann direkt aus der Flasche eingenommen werden. Zur Erleichterung der Einnahme kann der gesamte Flascheninhalt auch unmittelbar vor der Einnahme mit einer kleinen Menge kalter oder lauwarmer Speise vermischt werden.
Der Patient sollte darauf achten, die gesamte Dosis vollständig einzunehmen. Produkte oder Speisen, denen dieses Arzneimittel beigemischt wurde, dürfen nicht zur späteren Anwendung bzw. Einnahme bei einer nächsten Mahlzeit aufbewahrt werden.
Dibase 25'000 I.E. schmeckt nach Olivenöl.
Kontraindikationen-Hyperkalzämie und/oder Hyperkalzurie
-Neigung zur Bildung kalziumhaltiger Nierensteine
schwere Niereninsuffizienz
-Pseudohypoparathyreoidismus (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" )
-Hypervitaminose D
längerfristig immobilisierte Patienten (z.B. nach orthopädischen Korrekturoperationen oder bei Skelettaffektionen mit Bettlägerigkeit)
-Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der sonstigen Bestandteile
Dibase 25'000 I.E. darf nicht gleichzeitig mit anderen Vitamin D-Analoga gegeben werden.
Warnhinweise und VorsichtsmassnahmenVitamin D bewirkt eine beträchtliche Steigerung der Kalziumresorption. In hohen Dosen sind alle D-Vitamine toxisch. Toxische Wirkungen von Vitamin D können auftreten, wenn Tagesdosen von 1'000–3'000 I.E./kg Körpergewicht über mehrere Monate verabreicht werden.
Bei gesunden Erwachsenen liegt die Schwelle für Vitamin D-Intoxikationen zwischen 20'000 und 50'000 I.E. pro Tag (entsprechend 600'000 I.E. und 1,5 Mio. I.E. pro Monat) über einen längeren Zeitraum.
Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz sollte Vitamin D nicht angewendet werden.
Vorsicht ist geboten bei Störungen des Kalziumstoffwechsels, leichter bis moderater Niereninsuffizienz, Nephrolithiasis, Arteriosklerose oder Koronarerkrankungen. Bei diesen Patienten muss der Kalzium- und Phosphatstoffwechsel überwacht werden.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Herzglykosiden ist aufgrund eines erhöhten Risikos für Arrhythmien Vorsicht geboten (siehe "Interaktionen" ).
Während einer Langzeitbehandlung mit Dibase 25'000 I.E. sollten die Kalziumspiegel in Serum und Urin überwacht und die Nierenfunktion durch Messung des Serumkreatinins überprüft werden. Diese Kontrollen sind besonders wichtig bei älteren Patienten mit Niereninsuffizienz sowie bei gleichzeitiger Behandlung mit Herzglykosiden oder Diuretika (siehe "Interaktionen" ). Im Falle einer Hyperkalzämie oder von Anzeichen einer verminderten Nierenfunktion muss die Behandlung unterbrochen werden.
Es empfiehlt sich, die Behandlung zu unterbrechen, wenn der Kalziumgehalt im Harn 7,5 mmol/24 Stunden (300 mg/24 Stunden) überschreitet.
Bei Patienten mit Sarkoidose sollte Dibase 25'000 I.E. aufgrund eines erhöhten Risikos der Umwandlung von Vitamin D in seinen aktiven Metaboliten mit Vorsicht angewendet werden. Bei diesen Patienten sollten die Kalziumspiegel in Serum und Urin überwacht werden.
Bei Patienten mit gestörter renaler Kalzium- oder Phosphatausscheidung, bei immobilisierten Patienten sowie bei gleichzeitiger Behandlung mit Benzothiazidin-Derivaten ist wegen des erhöhten Risikos einer Hyperkalzämie und/oder Hyperkalzurie Vorsicht geboten. Bei diesen Patienten sollten die Kalziumspiegel in Blut und Urin überwacht werden.
Bei Patienten mit Pseudohypoparathyreoidismus darf Cholecalciferol nicht angewendet werden. Bei diesen Patienten kann der Vitamin D-Bedarf durch eine phasenweise normale Vitamin D-Empfindlichkeit herabgesetzt sein, wodurch das Risiko einer langanhaltenden Überdosierung besteht. Bei diesen Patienten sollten daher leichter steuerbare Vitamin D-Derivate (wie z.B. Calcitriol) verwendet werden, welche keinem Parathormon-abhängigen Metabolismus in der Niere unterliegen.
Der Patient sollte, insbesondere bei Langzeitbehandlung, auf die möglichen Symptome einer Überdosierung (siehe "Überdosierung" ) hingewiesen werden.
Bei der Anwendung von Dibase 25'000 I.E. ist darauf zu achten, dass keine anderen Arzneimittel mit Vitamin D eingenommen oder mit Vitamin D angereicherte Lebensmittel konsumiert werden.
Die Notwendigkeit einer zusätzlichen Kalzium-Supplementierung sollte für jeden Patienten individuell abgewogen werden. Eine Supplementierung mit Kalziumpräparaten sollte nur unter engmaschiger ärztlicher Überwachung (d.h. Kontrolle der Kalziumspiegel in Serum und Urin) erfolgen.
Bei Kindern und Jugendlichen wurde Dibase 25'000 I.E. nicht untersucht und daher wird die Einnahme nicht empfohlen.
InteraktionenPharmakokinetische Interaktionen
Bei gleichzeitiger Behandlung mit Ionenaustauscherharzen (z.B. Cholestyramin, Colestipolhydrochlorid), Orlistat oder Laxantien wie Paraffinöl kann die Resorption von Vitamin D3 im Gastrointestinaltrakt reduziert sein. Der zeitliche Abstand zur Einnahme von Dibase 25'000 I.E. sollte daher mindestens 4 Stunden betragen.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, welche hepatische Enzyme induzieren, wie Antikonvulsiva (z.B. Phenytoin), Rifampicin oder Barbituraten, kann der Metabolismus von Vitamin D3 beschleunigt und dadurch die Wirksamkeit reduziert sein.
Imidazol-Antimykotika können die Aktivität von Vitamin D3 beeinflussen, indem die Umwandlung von 25-Hydroxy-Vitamin D3 zu 1,25-Dihydroxy-Vitamin D3 durch die Hemmung des Nierenenzyms 25-Hydroxy-Vitamin D3-1-Hydroxylase beeinträchtig wird.
Pharmakodynamische Interaktionen
Die Toxizität von Herzglykosiden (Risiko von Arrhythmien) kann unter einer Behandlung mit Vitamin D3 erhöht sein. Der Patient sollte engmaschig überwacht werden, ggf. unter Kontrolle der Kalziumkonzentration in Serum und Urin sowie des EKG’s.
Thiazid-Diuretika können durch eine verminderte renalen Kalziumausscheidung zu einer Hyperkalzämie führen. Die Kalziumkonzentration in Serum und Urin sowie die Nierenfunktion (durch Bestimmung des Serumkreatinins) sollten daher überwacht werden.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Glukokortikoiden kann die Wirkung von Vitamin D3 reduziert sein.
Schwangerschaft, StillzeitSchwangerschaft
Eine Überdosierung von Vitamin D muss während der Schwangerschaft vermieden werden, da eine langanhaltende Hyperkalzämie beim Kind zu einer supravalvulären Aortenstenose und einer Retinopathie sowie zu körperlicher und geistiger Retardierung führen kann. Vitamin D sollte daher während der Schwangerschaft nur nach strenger Indikationsstellung und unter ärztlicher Überwachung angewendet und nur so dosiert werden, wie dies zur Behebung des Mangels unbedingt notwendig ist. Aufgrund der noch begrenzten wissenschaftlichen Daten zu Dibase 25'000 I.E. wird die Einnahme dieses Arzneimittels während der Schwangerschaft nicht empfohlen; stattdessen sollten besser steuerbare niedrigere Dosisstärken verwendet werden.
Stillzeit
Vitamin D und seine Metaboliten gehen in die Muttermilch über. Aufgrund der noch begrenzten wissenschaftlichen Daten wird die Einnahme von Dibase 25'000 I.E. während der Stillzeit nicht empfohlen.
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von MaschinenEs liegen keine Daten über die Auswirkungen von Dibase 25'000 I.E. auf die Verkehrstüchtigkeit vor. Eine Auswirkung auf die Verkehrstüchtigkeit ist jedoch unwahrscheinlich.
Unerwünschte WirkungenNachstehend sind unerwünschte Reaktionen nach Systemorganklasse und Häufigkeit aufgeführt. Die Häufigkeiten sind folgendermassen definiert: gelegentlich (≥1/1'000, <1/100) oder selten (≥1/10'000, <1/1'000).
Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
Gelegentlich: Hyperkalzämie, Hyperkalzurie.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes:
Selten: Ausschlag, Pruritus, Urtikaria.
Die übrigen unerwünschten Wirkungen stellen die Folge einer Überdosierung dar (siehe "Überdosierung" ).
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
ÜberdosierungSymptome einer Überdosierung
Bei einer Überdosierung von Vitamin D3 kommt es zu einer Hyperkalzämie und Hyperkalzurie sowie zu einem erhöhten Phosphatspiegel im Serum und Urin. Die Symptome einer Intoxikation sind dabei wenig charakteristisch und können sich äussern in: Schwäche, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Reizbarkeit, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Tinnitus, Ataxie, Arrhythmien, Durstgefühl bzw. trockenem Mund, metallischem Geschmack, Übelkeit, Erbrechen, abdominellen Krämpfen, Diarrhoe, Obstipation, Exanthemen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Muskelschwäche, Polydipsie, Polyurie und Dehydratation.
In schweren Fällen sind auch Elektrolytveränderungen, Azidose, psychische Veränderungen und Bewusstseinsstörungen möglich.
Bei chronischer Überdosierung kann die Hyperkalzämie zu Gefäss- und Organkalzifizierung (vor allem in der Niere) führen. Mögliche Symptome sind Anämie, Gewichtsveränderungen, Krampfanfälle, Rhinorrhoe, Pankreatitis, Pruritus, Nephrolithiasis, Nephrokalzinose, Verschlechterung der Nierenfunktion und reduzierte Libido sowie in seltenen Fällen eine Hypertonie. Ausserdem kann es zu einer Osteoporose kommen.
Eine Hyperkalzämie aufgrund chronischer Verabreichung hoher Vitamin D3-Dosen kann aufgrund der Speicherung im Körper über mehrere Monate anhalten.
In Einzelfällen wurden letale Verläufe beschrieben.
Behandlung der Überdosierung
Die Behandlung besteht primär im Absetzen des Präparates und jeglicher zusätzlicher Kalziumzufuhr. Die Anwendung von Dibase 25'000 I.E. ist zu beenden, wenn die Kalzämie über 10,6 mg/dl (2,65 mmol/l) liegt oder (bei Erwachsenen) die Kalzurie 300 mg/24 Stunden überschreitet. Die weitere Behandlung ist abhängig vom Schweregrad der Symptomatik.
Ein spezielles Antidot existiert nicht. Im Vordergrund steht die Therapie der Hyperkalzämie. Dies kann folgende Massnahmen umfassen: kalziumarme bzw. kalziumfreie Ernährung, reichliche Flüssigkeitszufuhr, forcierte Diurese (mittels Furosemid), Gabe von Kortikosteroiden, ggf. Hämo- oder Peritonealdialyse.
Bei akuter Intoxikation (z.B. bei akzidenteller Überdosierung) können das Auslösen von Erbrechen, eine Magenspülung oder die Gabe von Mineralöl-Präparaten angezeigt sein.
Bei chronischer Überdosierung kann unter Umständen auch die Gabe von Calcitonin indiziert sein.
Eigenschaften/WirkungenATC-Code
A11CC05
Pharmakodynamik
Vitamin D ist eine im menschlichen Organismus natürlich vorkommende Substanz. In der Haut wird 7-Dehydrocholesterin unter der Einwirkung von UV-Strahlung (Sonnenlicht) in Vitamin D3 (Cholecalciferol) umgewandelt. In geringem Umfang wird Vitamin D3 auch mit der Nahrung
(Milch, Butter, Eigelb, Avocado, Leber) aufgenommen.
Cholecalciferol wird in zwei Hydroxylierungsschritten zunächst in der Leber (Position 25) und dann im Nierengewebe (Position 1) in seine biologisch aktive Form, das 1,25-Dihydroxycholecalciferol (Calcitriol), überführt.
Wirkungsmechanismus
In seiner biologisch aktiven Form reguliert Vitamin D3 zusammen mit Parathormon und Calcitonin den Kalzium-Phosphat-Stoffwechsel. Es fördert die Resorption von Kalzium im Darm, den Einbau von Kalzium in das Osteoid und die Freisetzung von Kalzium aus Knochengewebe. Ausserdem werden der passive und der aktive Phosphattransport stimuliert. In der Niere hemmt Calcitriol die Ausscheidung von Kalzium und Phosphat durch Förderung der tubulären Rückresorption. Die Bildung von Parathormon (PTH) in den Nebenschilddrüsen wird durch die biologisch aktive Form von Vitamin D3 direkt gehemmt. Darüber hinaus wird die PTH-Sekretion durch die erhöhte Kalziumaufnahme im Dünndarm gehemmt.
Bei einem Mangel an Vitamin D kommt es zur Entkalkung des Knochens (Osteomalazie) und zu anderen Mangelerscheinungen.
PharmakokinetikAbsorption
Vitamin D3 wird in Gegenwart von Nahrungsfetten rasch und fast vollständig aus dem Gastrointestinaltrakt resorbiert.
Distribution
Vitamin D3 und seine Metaboliten sind an spezifische Alpha-Globuline (vitamin D-binding protein) gebunden. Vitamin D wird im Fettgewebe gespeichert.
Metabolismus
Vitamin D3 (Cholecalciferol) wird in zwei Hydroxylierungsschritten zunächst in der Leber in 25-Hydroxycholecalciferol und anschliessend in den Nieren (an Position 1) in seine metabolisch aktive Form (1,25-Dihydroxycholecalciferol, Calcitriol) überführt.
Elimination
Vitamin D3 und seine Metaboliten werden überwiegend in Form inaktiver Glucuronide über Galle und Fäzes und zu einem geringen Anteil über die Nieren ausgeschieden.
Im Plasma liegt die Halbwertszeit von 1,25-Dihydroxycholecalciferol bei 10-20 Stunden, die von 25-Hydroxycholecalciferol bei 15 Tagen. Im Fettgewebe beträgt die Halbwertszeit hingegen etwa 2 Monate.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Bei Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion wird die metabolische Clearance im Vergleich zu nierengesunden Personen um 57 % geringere beschrieben.
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Die Pharmakokinetik von Vitamin D3 wurde bei Patienten mit Leberinsuffizienz nicht untersucht.
Präklinische DatenBei verschiedenen Tierarten durchgeführte präklinische Studien haben gezeigt, dass bei Dosen, welche die für die therapeutische Anwendung beim Menschen erforderlichen Dosen bei Weitem übersteigen, toxische Effekte auftreten.
In Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe wurden als häufigste Effekte verstärkte Kalzurie und verringerte Phosphaturie sowie Proteinurie beschrieben.
Bei hohen Dosen kam es zum Auftreten von Hyperkalzämie. Bei länger anhaltender Hyperkalzämie wurden histologische Veränderungen (Kalzifizierung) festgestellt, die häufiger die Nieren, das Herz, die Aorta, die Hoden, den Thymus und die Darmschleimhaut betrafen.
Bei Tieren erwies sich Cholecalciferol (Vitamin D3) in hohen Dosen als teratogen.
In Dosen, die den therapeutisch angewendeten Dosen entsprechen, hat Cholecalciferol (Vitamin D3) keine teratogene Aktivität. Cholecalciferol (Vitamin D3) hat kein mutagenes Potential und keine karzinogene Aktivität.
Sonstige HinweiseInkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit EXP bezeichneten Datum verwendet werden.
Lagerungshinweise
Nicht über 30 °C lagern. Nicht im Kühlschrank lagern. Nicht einfrieren.
Die Flasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Hinweise für die Handhabung
Dibase 25'000 I.E. sollte vorzugsweise zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen werden (siehe Abschnitt "Pharmakokinetik" – "Absorption" ).
Speisen, denen dieses Arzneimittel beigemischt wurde, dürfen nicht zur späteren Anwendung bzw. Einnahme bei einer nächsten Mahlzeit aufbewahrt werden (siehe "Dosierung/Anwendung" ).
Zulassungsnummer65857 (Swissmedic)
PackungenDibase 25'000 I.E., Lösung zum Einnehmen: Packung mit 1 Einzeldosisflasche (D)
Dibase 25'000 I.E., Lösung zum Einnehmen: Packung mit 4 Einzeldosisflaschen (B)
ZulassungsinhaberinEffRx Pharmaceuticals SA, 8807 Freienbach
Stand der InformationOktober 2025
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