Warnhinweise und VorsichtsmassnahmenVitamin D bewirkt eine beträchtliche Steigerung der Kalziumresorption. In hohen Dosen sind alle D-Vitamine toxisch. Toxische Wirkungen von Vitamin D können auftreten, wenn Tagesdosen von 1'000–3'000 I.E./kg Körpergewicht über mehrere Monate verabreicht werden.
Bei gesunden Erwachsenen liegt die Schwelle für Vitamin D-Intoxikationen zwischen 20'000 und 50'000 I.E. pro Tag (entsprechend 600'000 I.E. und 1,5 Mio. I.E. pro Monat) über einen längeren Zeitraum.
Bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz sollte Vitamin D nicht angewendet werden.
Vorsicht ist geboten bei Störungen des Kalziumstoffwechsels, leichter bis moderater Niereninsuffizienz, Nephrolithiasis, Arteriosklerose oder Koronarerkrankungen. Bei diesen Patienten muss der Kalzium- und Phosphatstoffwechsel überwacht werden.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Herzglykosiden ist aufgrund eines erhöhten Risikos für Arrhythmien Vorsicht geboten (siehe "Interaktionen" ).
Während einer Langzeitbehandlung mit Dibase 25'000 I.E. sollten die Kalziumspiegel in Serum und Urin überwacht und die Nierenfunktion durch Messung des Serumkreatinins überprüft werden. Diese Kontrollen sind besonders wichtig bei älteren Patienten mit Niereninsuffizienz sowie bei gleichzeitiger Behandlung mit Herzglykosiden oder Diuretika (siehe "Interaktionen" ). Im Falle einer Hyperkalzämie oder von Anzeichen einer verminderten Nierenfunktion muss die Behandlung unterbrochen werden.
Es empfiehlt sich, die Behandlung zu unterbrechen, wenn der Kalziumgehalt im Harn 7,5 mmol/24 Stunden (300 mg/24 Stunden) überschreitet.
Bei Patienten mit Sarkoidose sollte Dibase 25'000 I.E. aufgrund eines erhöhten Risikos der Umwandlung von Vitamin D in seinen aktiven Metaboliten mit Vorsicht angewendet werden. Bei diesen Patienten sollten die Kalziumspiegel in Serum und Urin überwacht werden.
Bei Patienten mit gestörter renaler Kalzium- oder Phosphatausscheidung, bei immobilisierten Patienten sowie bei gleichzeitiger Behandlung mit Benzothiazidin-Derivaten ist wegen des erhöhten Risikos einer Hyperkalzämie und/oder Hyperkalzurie Vorsicht geboten. Bei diesen Patienten sollten die Kalziumspiegel in Blut und Urin überwacht werden.
Bei Patienten mit Pseudohypoparathyreoidismus darf Cholecalciferol nicht angewendet werden. Bei diesen Patienten kann der Vitamin D-Bedarf durch eine phasenweise normale Vitamin D-Empfindlichkeit herabgesetzt sein, wodurch das Risiko einer langanhaltenden Überdosierung besteht. Bei diesen Patienten sollten daher leichter steuerbare Vitamin D-Derivate (wie z.B. Calcitriol) verwendet werden, welche keinem Parathormon-abhängigen Metabolismus in der Niere unterliegen.
Der Patient sollte, insbesondere bei Langzeitbehandlung, auf die möglichen Symptome einer Überdosierung (siehe "Überdosierung" ) hingewiesen werden.
Bei der Anwendung von Dibase 25'000 I.E. ist darauf zu achten, dass keine anderen Arzneimittel mit Vitamin D eingenommen oder mit Vitamin D angereicherte Lebensmittel konsumiert werden.
Die Notwendigkeit einer zusätzlichen Kalzium-Supplementierung sollte für jeden Patienten individuell abgewogen werden. Eine Supplementierung mit Kalziumpräparaten sollte nur unter engmaschiger ärztlicher Überwachung (d.h. Kontrolle der Kalziumspiegel in Serum und Urin) erfolgen.
Bei Kindern und Jugendlichen wurde Dibase 25'000 I.E. nicht untersucht und daher wird die Einnahme nicht empfohlen.
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