Unerwünschte WirkungenZusammenfassung des Sicherheitsprofils
Die häufigsten unerwünschten Wirkungen bei Diacomit (bei mehr als 1 von 10 Patienten) sind Anorexie, Gewichtsverlust, Schlafstörungen, Somnolenz, Ataxie, Hypotonie und Dystonie.
Tabellarische Zusammenstellung der unerwünschten Reaktionen
Die häufigsten unerwünschten Wirkungen sind wie folgt: sehr häufig (≥ 1/10), häufig (≥ 1/100 bis < 1/10), gelegentlich (≥ 1/1’000 bis < 1/100), selten (≥ 1/10’000 bis < 1/1’000), sehr selten (< 1/10’000) unbekannt (kann anhand der verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden). Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die unerwünschten Wirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.
Systemorganklasse Häufigkeit Unerwünschte Wirkung
Erkrankungen des Häufig Neutropenie Eine persistierende schwere
Blutes und des Neutropenie bildet sich im Allgemeinen
Lymphsystems spontan zurück, wenn Diacomit abgesetzt
wird.
Selten Thrombozytopenie*
Stoffwechsel- und Sehr häufig Anorexie/Appetitverlust (41 %),
Ernährungsstörungen Gewichtsverlust (14 %) (vor allem in
Kombination mit Natriumvalproat
Psychiatrische Sehr häufig Schlaflosigkeit (8 %)
Erkrankungen
Häufig Aggressivität, Reizbarkeit,
Verhaltensstörungen, ablehnendes
Verhalten, Übererregbarkeit,
Schlafstörungen
Erkrankungen des Sehr häufig Somnolenz (39 %), Ataxie (22 %),
Nervensystems Hypotonie/Dystonie (11 %)
Häufig Hyperkinesie
Augenerkrankungen Gelegentlich Diplopie (bei Anwendung zusammen mit
Carbamazepin)
Erkrankungen des Häufig Übelkeit, Erbrechen
Gastrointestinaltrak
ts
Erkrankungen der Gelegentlich Lichtempfindlichkeit, Hautausschlag,
Haut und des Unterha Hautallergie, Urtikaria
utgewebes
Infektionen und Nicht bekannt Pneumonie, Aspirationspneumonie
parasitäre Erkrankun
gen
Allgemeine Erkrankun Gelegentlich Müdigkeit
gen und Beschwerden
am Verabreichungsort
Untersuchungen Sehr häufig Auffällige Leberfunktionswerte, erhöhte
γGT
Beschreibung ausgewählter unerwünschter Wirkungen
Viele der oben aufgeführten unerwünschten Wirkungen sind häufig auf eine Zunahme der Plasmakonzentrationen anderer Antikonvulsiva zurückzuführen (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und (Interaktionen" ) und können sich zurückbilden, wenn die Dosis dieser Arzneimittel reduziert wird.
*Die Thrombozytopenie–Daten stammen aus klinischen Versuchen und der Erfahrung nach dem Inverkehrbringen.
Unerwünschte Wirkungen nach Markteinführung
Selten kam es zu Thrombozytopenie.
Es gab Einzelfälle mit Stevens-Johnson-Syndrom unter der Kombinationsbehandlung mit Valproat, Clobazam und Stiripentol. Das Stevens-Johnson-Syndrom wird in den Arzneimittelinformationen von Valproat und Clobazam erwähnt. Ein Zusammenhang mit der Einnahme von Stiripentol kann jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden.
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
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