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Fachinformation zu Paxlovid®:Pfizer AG
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Interaktionen

Paxlovid (Nirmatrelvir/Ritonavir) ist ein starker CYP3A-Inhibitor sowie ein Inhibitor von CYP2D6, P-Glycoprotein (P-gp) und OATP1B1. Die gleichzeitige Verabreichung von Paxlovid mit Arzneimitteln, die hauptsächlich über CYP3A und CYP2D6 metabolisiert werden oder über P-gp oder OATP1B1 transportiert werden, kann zu erhöhten Plasmakonzentrationen dieser Arzneimittel führen und das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen.
Paxlovid (Nirmatrelvir/Ritonavir) weist zudem auch starke Affinität zu CYP2C9 auf.
Aufgrund dieser Eigenschaften weist der Wirkstoff ein erhebliches Interaktionspotential auf und es ist nicht möglich, sämtliche potentiellen Interaktionspartner hier namentlich zu nennen. Bei gleichzeitiger Anwendung anderer Arzneimittel sollte daher grundsätzlich auch deren Fachinformation herangezogen werden, um sich über deren Metabolisierungswege und potentiellen Interaktionen sowie über daraus resultierende mögliche Risiken und eventuell erforderliche Dosisanpassungen (oder andere Massnahmen) zu informieren.
Einfluss von Paxlovid auf die Pharmakokinetik anderer Substanzen
Paxlovid (Nirmatrelvir/Ritonavir) ist ein starker CYP3A-Inhibitor und kann die Plasmakonzentrationen von primär über CYP3A metabolisierten Arzneimitteln erhöhen. Arzneimittel, die in besonders hohem Mass über CYP3A metabolisiert werden und einen hohen First-Pass-Metabolismus aufweisen, sind bei gleichzeitiger Anwendung mit Nirmatrelvir/Ritonavir offenbar am anfälligsten für stark erhöhte Expositionen. Daher ist die gleichzeitige Anwendung von Paxlovid mit Arzneimitteln mit stark CYP3A-abhängiger Clearance, bei denen erhöhte Konzentrationen mit schwerwiegenden und/oder lebensbedrohlichen Reaktionen einhergehen, kontraindiziert (siehe Tabelle 2).
In klinisch relevanten Konzentrationen führt Nirmatrelvir in vitro nicht zu einer reversiblen Hemmung von CYP2D6, CYP2C9, CYP2C19, CYP2C8 oder CYP1A2. In-vitro-Studien zeigen, dass Nirmatrelvir CYP3A4, CYP2B6, CYP2C8, and CYP2C9 induzieren kann. Ob dies klinisch von Bedeutung ist, ist nicht bekannt. Auf der Basis von In-vitro-Daten hat Nirmatrelvir nur ein niedriges Potenzial zur Inhibierung von BCRP, MATE2K, OAT1, OAT3, OATP1B3 und OCT2. In klinisch relevanten Konzentrationen hat Nirmatrelvir das Potential MDR1, MATE1, OCT1 und OATP1B1 zu inhibieren.
Ritonavir hat eine hohe Affinität zu verschiedenen Cytochrom-P450 (CYP)-Isoformen und kann die Oxidation in der folgenden Reihenfolge hemmen: CYP3A4>CYP2D6. Ritonavir hat auch eine hohe Affinität zu P-Glykoprotein (P-gp) und kann diesen Transporter hemmen. Ritonavir kann die Glucuronidierung und Oxidation durch CYP1A2, CYP2C8, CYP2C9 und CYP2C19 induzieren und dadurch die Biotransformation einiger Arzneimittel, die über diese Stoffwechselwege metabolisiert werden, verstärken, was zu einer verminderten systemischen Exposition gegenüber solchen Arzneimitteln führen und damit deren therapeutische Wirkung verringern oder verkürzen kann.
Die gleichzeitige Anwendung von anderen CYP3A4-Substraten (siehe Tabelle 2), die zu potenziell signifikanten Wechselwirkungen führen können, sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn der Nutzen die Risiken überwiegt.
Als konservative Massnahme sollten die Wechselwirkungen, welche Ritonavir bei chronischer HIV-Infektion (600 mg BID bei ursprünglicher Verwendung als antiretrovirales Mittel und 100 mg BID bei der derzeitigen Verwendung als pharmakokinetischer Verstärker mit antiretroviralen Mitteln) betreffen, auch für Paxlovid gelten. Künftige Untersuchungen ermöglichen es eventuell, die Empfehlungen zu Arzneimittelwechselwirkungen an die 5-tägige Behandlungsdauer von Paxlovid anzupassen.
Die in Tabelle 2 aufgeführten Arzneimittel stellen eine Orientierungshilfe dar. Es handelt sich nicht um eine vollständige Liste aller Arzneimittel, die zusammen mit Nirmatrelvir/Ritonavir kontraindiziert sind oder damit interagieren und daher mit Vorsicht anzuwenden sind.
Tabelle 2: Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Formen von Wechselwirkungen

Arzneimittelklasse    Wirkstoff innerhalb   Kommentar
                      der Arzneimittelklas  
                      se (AUC- bzw.         
                      Cmax-Veränderung)     
α1-Adrenorezeptor-An  ↑Alfuzosin            Erhöhte Plasmakonzentration von Alfuzosin kann zu
tagonist                                    schwerer Hypotonie führen und ist daher kontraindiziert
                                            (siehe "Kontraindikationen" ).
                      ↑Tamsulosin           Gleichzeitige Anwendung vermeiden.
Amphetaminderivate    ↑Amphetamin           Ritonavir, dosiert zur anti-retroviralen Behandlung,
                                            hemmt wahrscheinlich CYP2D6 und wird daher
                                            voraussichtlich die Konzentrationen von Amphetamin und
                                            seinen Derivaten erhöhen. Eine sorgfältige Überwachung
                                            der unerwünschten Wirkungen wird empfohlen, wenn diese
                                            Arzneimittel zusammen mit Paxlovid verabreicht werden.
Analgetika            ↑Buprenorphin (57%,   Die Erhöhung der Plasmaspiegel von Buprenorphin und
                      77%), ↑Norbuprenorph  seinem aktiven Metaboliten führte in einer Population
                      in (33%, 108%)        von opioidtoleranten Patienten nicht zu klinisch
                                            bedeutsamen pharmakodynamischen Veränderungen. Eine
                                            Dosisanpassung von Buprenorphin ist daher
                                            möglicherweise nicht erforderlich, wenn die beiden
                                            Wirkstoffe zusammen verabreicht werden.
                      ↓Pethidin (62%,       Die Einnahme von Pethidin und Ritonavir ist aufgrund
                      59%), ↑Norpethidin-M  der erhöhten Konzentrationen des Metaboliten
                      etabolit (47%, 87%)   Norpethidin, der sowohl analgetische als auch
                                            ZNS-stimulierende Wirkung hat, kontraindiziert. Erhöhte
                                            Plasmakonzentrationen von Norpethidin können das Risiko
                                            von ZNS-Effekten, z.B. Krampfanfällen, erhöhen (siehe
                                            "Kontraindikationen" ).
                      ↓Piroxicam            Erniedrigte Piroxicam Exposition durch Paxlovid
                                            bedingte Induktion von CYP2C9.
                      ↑Fentanyl, ↑Hydrocod  Ritonavir, das als pharmakokinetischer Verstärker
                      on*, ↑Oxycodon,       verabreicht wird, hemmt CYP3A4 und dürfte daher die
                      ↑Meperidin*           Plasmakonzentrationen von Fentanyl erhöhen. Eine
                                            sorgfältige Überwachung der therapeutischen und
                                            unerwünschten Wirkungen (einschliesslich
                                            Atemdepression) wird empfohlen, wenn Fentanyl,
                                            Hydrocodon, Oxycodon oder Meperidin gleichzeitig mit
                                            Ritonavir verabreicht werden. Wenn eine gleichzeitige
                                            Anwendung erforderlich ist, sollte eine
                                            Dosisreduzierung des narkotischen Analgetikums in
                                            Betracht gezogen und die Patienten in regelmässigen
                                            Abständen engmaschig überwacht werden. Weitere
                                            Informationen siehe Fachinformation des jeweiligen
                                            Wirkstoffs.
                      ↓Methadon (36%, 38%)  Methadon-Patienten sind auf Anzeichen von
                                            Entzugserscheinungen zu überwachen. Bei gleichzeitiger
                                            Verabreichung mit Ritonavir, das als
                                            pharmakokinetischer Verstärker verabreicht wird, kann
                                            aufgrund der Induktion der Glucuronidierung eine höhere
                                            Methadondosis erforderlich sein. Eine Dosisanpassung
                                            sollte in Abhängigkeit vom klinischen Ansprechen des
                                            Patienten auf die Methadontherapie erwogen werden.
                      ↓Morphin              Der Morphinspiegel kann aufgrund der Induktion der
                                            Glucuronidierung durch gleichzeitig verabreichtes
                                            Ritonavir, das als pharmakokinetischer Verstärker
                                            verabreicht wird, verringert werden.
Antianginöse Arzneim  ↑Ranolazin            Aufgrund der CYP3A-Hemmung durch Ritonavir ist eine
ittel                                       Erhöhung der Ranolazin-Konzentration zu erwarten. Die
                                            gleichzeitige Verabreichung mit Ranolazin ist
                                            kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
Antiarrhythmika       ↑Amiodaron, ↑Droneda  Die gleichzeitige Verabreichung von Ritonavir führt
                      ron, ↑Encainid*,      wahrscheinlich zu erhöhten Plasmakonzentrationen von
                      ↑Flecainid, ↑Propafe  Amiodaron, Dronedaron, Encainid, Flecainid, Propafenon
                      non*, ↑Chinidin*      und Chinidin und ist daher kontraindiziert (siehe
                                            "Kontraindikationen" ).
                      ↑Disopyramid*,        Es ist Vorsicht geboten; bei Antiarrhythmika wird
                      ↑Lidocain (systemisc  empfohlen, die therapeutische Konzentration zu
                      h)                    überwachen, falls verfügbar.
                      ↑Digoxin              Diese Wechselwirkung ist möglicherweise auf eine
                                            Veränderung des P-gp-vermittelten Digoxin-Effluxes
                                            durch Ritonavir zurückzuführen, das als
                                            pharmakokinetischer Verstärker verabreicht wird. Bei
                                            der gleichzeitigen Verabreichung von Paxlovid mit
                                            Digoxin ist Vorsicht geboten. Die Digoxin-Serumspiegel
                                            sind entsprechend zu überwachen. Weitere Informationen
                                            siehe Fachinformation des Digoxin-Produkts.
Antiasthmatika        ↓Theophyllin (43%,    Bei gleichzeitiger Verabreichung mit Ritonavir kann
                      32%)                  aufgrund der Induktion von CYP1A2 eine erhöhte
                                            Theophyllindosis erforderlich sein.
Onkologika            ↑Afatinib             Die Serumkonzentrationen können aufgrund der Hemmung
                                            des Brustkrebsresistenzproteins (BCRP) und der akuten
                                            P-gp-Hemmung durch Ritonavir erhöht sein. Das Ausmass
                                            des Anstiegs von AUC und Cmax hängt vom Zeitpunkt der
                                            Verabreichung von Ritonavir ab. Bei der Verabreichung
                                            von Afatinib mit Paxlovid ist Vorsicht geboten (siehe
                                            Fachinformation von Afatinib). Überwachung auf
                                            Nebenwirkungen von Afatinib.
                      ↑Abemaciclib          Die Serumkonzentrationen können aufgrund der
                                            CYP3A4-Hemmung durch Ritonavir erhöht sein. Die
                                            gleichzeitige Verabreichung von Abemaciclib und
                                            Paxlovid sollte vermieden werden. Wenn eine
                                            gleichzeitige Verabreichung von Abemaciclib und
                                            Paxlovid als unvermeidlich erachtet wird, sind die
                                            Empfehlungen zur Dosisanpassung in der Fachinformation
                                            von Abemaciclib zu beachten. Überwachung auf
                                            Nebenwirkungen von Abemaciclib.
                      ↑Apalutamid           Apalutamid ist ein mittelstarker bis starker
                                            CYP3A4-Induktor, was zu einer verminderten Exposition
                                            von Nirmatrelvir/Ritonavir und einem möglichen Verlust
                                            des virologischen Ansprechens führen kann. Darüber
                                            hinaus können die Serumkonzentrationen von Apalutamid
                                            bei gleichzeitiger Verabreichung mit Ritonavir erhöht
                                            sein, was zu schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen
                                            einschliesslich Krampfanfällen führen kann. Die
                                            gleichzeitige Anwendung von Paxlovid mit Apalutamid ist
                                            daher kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
                      ↑Ceritinib            Die Serumkonzentration von Ceritinib kann aufgrund der
                                            CYP3A- und P-gp-Hemmung durch Ritonavir erhöht sein.
                                            Bei der Verabreichung von Ceritinib mit Paxlovid sollte
                                            Vorsicht walten. Empfehlungen zur Dosierungsanpassung
                                            siehe Fachinformation von Ceritinib. Überwachung auf
                                            Nebenwirkungen von Ceritinib.
                      ↑Dasatinib, ↑Nilotin  Die Serumkonzentrationen können bei gleichzeitiger
                      ib, ↑Vincristin,      Verabreichung mit Ritonavir erhöht sein, was zu einem
                      ↑Vinblastin           erhöhten Auftreten von unerwünschten Ereignissen führen
                                            kann.
                      ↑Encorafenib ↑Ivosid  Die Serumkonzentrationen von Encorafenib oder
                      enib*                 Ivosidenib können bei gleichzeitiger Verabreichung mit
                                            Ritonavir erhöht sein, was das Risiko von Toxizität,
                                            einschliesslich des Risikos schwerwiegender
                                            unerwünschter Ereignisse wie QT-Intervall-Verlängerungen
                                            , erhöhen kann. Die gleichzeitige Verabreichung von
                                            Encorafenib oder Ivosidenib und Ritonavir sollte
                                            vermieden werden. Wenn der Nutzen das Risiko überwiegt
                                            und Ritonavir verwendet werden muss, sollten die
                                            Patienten sorgfältig auf ihre Sicherheit überwacht
                                            werden.
                      Enzalutamid           Enzalutamid ist ein starker CYP3A4-Induktor, und dies
                                            kann zu einer verminderten Paxlovid-Exposition, einem
                                            möglichen Verlust des virologischen Ansprechens und
                                            einer möglichen Resistenz führen. Die gleichzeitige
                                            Anwendung von Enzalutamid und Paxlovid ist
                                            kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
                      ↑Fostamatinib         Die gleichzeitige Verabreichung von Fostamatinib mit
                                            Ritonavir kann die Exposition gegenüber dem
                                            Fostamatinib-Metaboliten R406 erhöhen, was zu
                                            dosisabhängigen unerwünschten Ereignissen wie
                                            Hepatotoxizität, Neutropenie, Bluthochdruck oder
                                            Diarrhö führen kann. Für Empfehlungen zur
                                            Dosisreduktion bei Auftreten solcher Ereignisse ist die
                                            Produktinformation von Fostamatinib zu beachten.
                      ↑Ibrutinib            Die Serumkonzentrationen von Ibrutinib können aufgrund
                                            der CYP3A-Hemmung durch Ritonavir erhöht sein, was zu
                                            einem erhöhten Risiko für Toxizität einschliesslich des
                                            Risikos eines Tumorlyse-Syndroms führt. Die
                                            gleichzeitige Verabreichung von Ibrutinib und Ritonavir
                                            sollte vermieden werden. Wenn der Nutzen das Risiko
                                            überwiegt und Ritonavir verwendet werden muss, sollte
                                            die Ibrutinib-Dosis auf 140 mg reduziert und der
                                            Patient engmaschig auf Toxizität überwacht werden.
                      ↑Neratinib            Die Serumkonzentrationen können aufgrund der
                                            CYP3A4-Hemmung durch Ritonavir erhöht sein. Die
                                            gleichzeitige Anwendung von Neratinib mit Paxlovid ist
                                            aufgrund schwerwiegender und/oder lebensbedrohlicher
                                            möglicher Reaktionen einschliesslich Hepatotoxizität
                                            kontraindiziert. (siehe "Kontraindikationen" ).
                      ↑Venetoclax           Die Serumkonzentrationen können aufgrund der
                                            CYP3A-Hemmung durch Ritonavir erhöht sein, was zu einem
                                            erhöhten Risiko eines Tumorlyse-Syndroms während der
                                            Initiations- und der Titrierphase führt und ist darum
                                            kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" und
                                            Fachinformation von Venetoclax). Bei Patienten, die die
                                            Titrierphase abgeschlossen haben und eine konstante
                                            Tagesdosis Venetoclax erhalten, ist die
                                            Venetoclax-Dosis um mindestens 75 % zu reduzieren, wenn
                                            sie mit starken CYP3A-Inhibitoren behandelt werden.
                                            (Dosierungsvorgaben siehe Fachinformation von
                                            Venetoclax).
Antikoagulantien      ↑Rivaroxaban (153%,   Die Hemmung von CYP3A und P-gp führt zu erhöhten
                      53%)                  Plasmaspiegeln und pharmakodynamischen Wirkungen von
                                            Rivaroxaban, die zu einem erhöhten Blutungsrisiko
                                            führen können. Daher wird die Verwendung von Ritonavir
                                            bei Patienten, die Rivaroxaban erhalten, nicht
                                            empfohlen.
                      ↑Dabigatranb (94%,    Die gleichzeitige Anwendung von Paxlovid und Dabigatran
                      133%)                 ist kontraindiziert.
                      ↑Apixaban             Die gleichzeitige Verabreichung von P-gp- und starken
                                            CYP3A4-Inhibitoren erhöht die Blutspiegel von Apixaban
                                            und erhöht das Blutungsrisiko. Die
                                            Dosierungsempfehlungen für die gleichzeitige
                                            Verabreichung von Apixaban mit P-gp und starken
                                            CYP3A4-Inhibitoren hängen von der Apixaban-Dosis ab.
                                            Weitere Informationen siehe Fachinformation von
                                            Apixaban.
                      ↑Vorapaxar*           Die Serumkonzentrationen können aufgrund der
                                            CYP3A-Hemmung durch Ritonavir erhöht sein. Die
                                            gleichzeitige Verabreichung von Vorapaxar mit Paxlovid
                                            ist zu vermeiden.
                      Warfarin*, ↑↓S-Warfa  Die Induktion von CYP1A2 und CYP2C9 führt zu
                      rin (9%, 9%),         verringerten R-Warfarin-Spiegeln, während bei der
                      ↓↔R-Warfarin (33%)    gleichzeitigen Verabreichung mit Ritonavir nur geringe
                                            pharmakokinetische Auswirkungen auf S-Warfarin
                                            festgestellt werden. Verminderte R-Warfarin-Spiegel
                                            können zu einer verminderten Antikoagulation führen,
                                            daher wird empfohlen, dass die Antikoagulationsparameter
                                             überwacht werden, wenn Warfarin zusammen mit Ritonavir
                                            verabreicht wird.
Antikonvulsiva        Carbamazepina,        Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin und Primidon
                      Phenobarbital,        sind starke CYP3A4-Induktoren, was zu einer
                      Phenytoin, Primidon   verminderten Exposition von Nirmatrelvir und Ritonavir
                                            und einem möglichen Verlust der virologischen Reaktion
                                            führen kann. Die gleichzeitige Anwendung mit Paxlovid
                                            ist kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
                      ↓Divalproex*,         Ritonavir, das als pharmakokinetischer Verstärker
                      ↓Lamotrigin, ↓Phenyt  verabreicht wird, induziert die Oxidation durch CYP2C9
                      oin                   und die Glucuronidierung und dürfte daher die
                                            Plasmakonzentrationen von Antikonvulsiva verringern.
                                            Eine sorgfältige Überwachung der Serumspiegel oder der
                                            therapeutischen Wirkungen wird empfohlen, wenn diese
                                            Arzneimittel zusammen mit Ritonavir verabreicht werden.
                                            Phenytoin kann die Serumspiegel von Ritonavir
                                            verringern. Die gleichzeitige Anwendung von Paxlovid
                                            und Phenytoin ist kontraindiziert (siehe
                                            "Kontraindikationen" ).
                      Clonazepam            Bei gleichzeitiger Verabreichung von Clonazepam kann
                                            eine Dosisreduzierung erforderlich sein; eine klinische
                                            Überwachung wird empfohlen.
Antidepressiva        ↑Amitriptylin,        Ritonavir, das als antiretrovirales Mittel verabreicht
                      ↑Fluoxetin, ↑Imipram  wird, hemmt wahrscheinlich CYP2D6 und wird daher
                      in, ↑Nortriptylin*,   voraussichtlich die Konzentrationen von Imipramin,
                      ↑Paroxetin, ↑Sertral  Amitriptylin, Nortriptylin, Fluoxetin, Paroxetin oder
                      in                    Sertralin erhöhen. Eine sorgfältige Überwachung der
                                            therapeutischen und unerwünschten Wirkungen wird
                                            empfohlen, wenn diese Arzneimittel gleichzeitig mit
                                            antiretroviralen Dosen von Ritonavir verabreicht werden
                                            (siehe "Interaktionen" ).
                      ↑Desipramin* (145%,   Die AUC und Cmax des 2-Hydroxy-Metaboliten waren um 15%
                      22%)                  bzw. 67% verringert. Eine Dosisreduzierung von
                                            Desipramin wird bei gleichzeitiger Verabreichung mit
                                            Ritonavir empfohlen.
Arzneimittel gegen    ↑Colchicin            Es ist zu erwarten, dass die Konzentrationen von
Gicht                                       Colchicin bei gleichzeitiger Verabreichung mit
                                            Ritonavir ansteigen. Bei Patienten, die mit Colchicin
                                            und Ritonavir behandelt wurden, wurden
                                            lebensbedrohliche und tödliche Arzneimittelwechselwirkun
                                            gen berichtet (CYP3A4- und P-gp-Hemmung). Die
                                            gleichzeitige Anwendung von Colchicin mit Paxlovid ist
                                            kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
Antihistaminika       ↑Astemizol*, ↑Terfen  Erhöhte Plasmakonzentrationen von Astemizol und
                      adin*                 Terfenadin. Dadurch erhöhtes Risiko von schweren
                                            Herzrhythmusstörungen durch diese Wirkstoffe; die
                                            gleichzeitige Anwendung mit Paxlovid kontraindiziert
                                            (siehe "Kontraindikationen" ).
                      ↑Fexofenadin          Ritonavir kann den P-gp-vermittelten Fexofenadin-Efflux
                                            verändern, wenn es als pharmakokinetischer Verstärker
                                            verabreicht wird, was zu erhöhten Fexofenadin-Konzentrat
                                            ionen führt.
                      ↑Loratadin            Ritonavir, das als pharmakokinetischer Verstärker
                                            verabreicht wird, hemmt CYP3A und wird daher
                                            voraussichtlich die Plasmakonzentrationen von Loratadin
                                            erhöhen. Eine sorgfältige Überwachung der
                                            therapeutischen und unerwünschten Wirkungen wird
                                            empfohlen, wenn Loratadin zusammen mit Ritonavir
                                            verabreicht wird.
Antiinfektiva         ↑Rifabutin (4-fach,   Aufgrund des starken Anstiegs der AUC von Rifabutin,
                      2.5-fach), ↑25-O-des  kann bei gleichzeitiger Verabreichung mit Ritonavir als
                      acetyl Rifabutin      pharmakokinetischem Verstärker eine Reduzierung der
                      Metabolit (38-fach,   Rifabutin-Dosis auf 150 mg dreimal pro Woche angezeigt
                      16-fach)              sein.
                      ↓Voriconazol (39%,    Die gleichzeitige Verabreichung von Voriconazol und
                      24%)                  Ritonavir, das als pharmakokinetischer Verstärker
                                            dosiert wird, sollte vermieden werden, es sei denn,
                                            eine Abwägung des Nutzens/Risikos für den Patienten
                                            rechtfertigt die Verwendung von Voriconazol.
                      ↑Ketoconazol (oral)   Ritonavir hemmt den CYP3A-vermittelten Metabolismus von
                      (3.4-fach, 55%)       Ketoconazol. Aufgrund einer erhöhten Inzidenz von
                                            gastrointestinalen und hepatischen Nebenwirkungen
                                            sollte eine Dosisreduktion von Ketoconazol bei
                                            gleichzeitiger Verabreichung mit Ritonavir in Betracht
                                            gezogen werden.
                      ↑Itraconazola,        Itraconazol erhöht die AUC und Cmax von Nirmatrelvir um
                      ↑Erythromycin         39%, bzw. 19%. Ritonavir, das als pharmakokinetischer
                                            Verstärker verabreicht wird, hemmt CYP3A4 und dürfte
                                            daher die Plasmakonzentrationen von Itraconazol und
                                            Erythromycin erhöhen. Eine sorgfältige Überwachung der
                                            therapeutischen und unerwünschten Wirkungen wird
                                            empfohlen, wenn Erythromycin oder Itraconazol zusammen
                                            mit Ritonavir verabreicht wird.
                      ↓Atovaquon            Ritonavir, das als pharmakokinetischer Verstärker
                                            verabreicht wird, induziert die Glucuronidierung und
                                            dürfte infolgedessen die Plasmakonzentrationen von
                                            Atovaquon verringern. Eine sorgfältige Überwachung der
                                            Serumspiegel oder der therapeutischen Wirkungen wird
                                            empfohlen, wenn Atovaquon zusammen mit Ritonavir
                                            verabreicht wird.
                      ↑Bedaquilin*          Es gibt keine Interaktionsstudie mit Ritonavir allein.
                                            Aufgrund des Risikos von Bedaquilin-Nebenwirkungen
                                            sollte eine gleichzeitige Verabreichung vermieden
                                            werden. Wenn der Nutzen das Risiko überwiegt, muss die
                                            gleichzeitige Verabreichung von Bedaquilin mit
                                            Ritonavir mit Vorsicht erfolgen. Häufigere
                                            Elektrokardiogramm-Kontrollen und die Überwachung der
                                            Transaminasen werden empfohlen (siehe Fachinformation
                                            Bedaquilin).
                      Delamanid*            Es gibt keine Interaktionsstudie mit Ritonavir. In
                                            einer Wechselwirkungsstudie mit gesunden Freiwilligen,
                                            die Delamanid 100 mg zweimal täglich und
                                            Lopinavir/Ritonavir 400/100 mg zweimal täglich über 14
                                            Tage einnahmen, war die Exposition des
                                            Delamanid-Metaboliten DM-6705 um 30% erhöht. Aufgrund
                                            des Risikos einer QTc-Verlängerung im Zusammenhang mit
                                            DM-6705 wird eine engmaschige EKG-Überwachung während
                                            der gesamten Behandlungsdauer von Delamanid empfohlen,
                                            wenn die gleichzeitige Verabreichung von Delamanid mit
                                            Ritonavir als notwendig erachtet wird (siehe
                                            "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und die
                                            Produktinformation von Delamanid).
                      ↑Clarithromycin       Aufgrund des grossen therapeutischen Fensters von
                      (77%, 31%), ↓14-OH    Clarithromycin sollte bei Patienten mit normaler
                      Clarithromycin        Nierenfunktion keine Dosisreduktion erforderlich sein.
                      Metabolit (100%,      Clarithromycin-Dosen von mehr als 1 g pro Tag sollten
                      99%)                  nicht zusammen mit Ritonavir verabreicht werden, das
                                            als pharmakokinetischer Verstärker eingesetzt wird. Bei
                                            Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte
                                            eine Dosisreduktion von Clarithromycin erwogen werden:
                                            bei Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von 30 bis
                                            60 ml/min sollte die Dosis um 50%, bei Patienten mit
                                            einer Kreatinin-Clearance von weniger als 30 ml/min um
                                            75% reduziert werden.
                      Sulfamethoxazol/Trim  Eine Dosisanpassung von Sulfamethoxazol/Trimethoprim
                      ethoprim              während einer gleichzeitigen Therapie mit Ritonavir
                                            sollte nicht erforderlich sein.
                      ↑Fusidinsäure         Die gleichzeitige Verabreichung von Ritonavir führt
                                            wahrscheinlich zu erhöhten Plasmakonzentrationen sowohl
                                            von Fusidinsäure als auch von Ritonavir und ist daher
                                            kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
                      Rifampicin/Rifapenti  Rifampicin und Rifapentin sind starke
                      n*                    CYP3A4-Induktoren, was zu einer verminderten Exposition
                                            von Nirmatrelvir/Ritonavir und einem möglichen Verlust
                                            des virologischen Ansprechens führen kann. Die
                                            gleichzeitige Anwendung von Rifampicin oder Rifapentin
                                            mit Paxlovid ist kontraindiziert (siehe
                                            "Kontraindikationen" ).
Antiparasitikum       ↓Albendazol           Aufgrund der Induktion durch Ritonavir kann es zu einer
                                            signifikanten Abnahme der Plasmakonzentration von
                                            Albendazol und seinem aktiven Metaboliten kommen, mit
                                            dem Risiko einer verminderten Wirksamkeit von
                                            Albendazol. Es wird eine klinische Überwachung des
                                            therapeutischen Ansprechens und eine mögliche Anpassung
                                            der Albendazol-Dosis während der Behandlung mit
                                            Paxlovid und nach dem Absetzen empfohlen.
Anti-HIV Arzneimitte  ↑Efavirenz (21%)      Eine höhere Häufigkeit von Nebenwirkungen (z.B.
l                                           Schwindel, Übelkeit, Parästhesien) und Laboranomalien
                                            (erhöhte Leberenzyme) wurden bei der gleichzeitigen
                                            Verabreichung von Efavirenz mit Ritonavir beobachtet.
                      ↑Maraviroc (161%,     Ritonavir erhöht die Serumspiegel von Maraviroc als
                      28%)                  Folge der CYP3A-Hemmung. Maraviroc kann mit Ritonavir
                                            verabreicht werden, um die Maraviroc-Exposition zu
                                            erhöhen. Weitere Informationen siehe Fachinformation
                                            von Maraviroc.
                      ↓Raltegravir (16%,    Die gleichzeitige Verabreichung von Ritonavir und
                      1%)                   Raltegravir führt zu einer geringfügigen Verringerung
                                            der Raltegravir-Spiegel.
                      ↓Zidovudin (25%, ND)  Ritonavir kann die Glucuronidierung von Zidovudin
                                            induzieren, was zu leicht verringerten
                                            Zidovudinspiegeln führt. Eine Dosisanpassung sollte
                                            nicht erforderlich sein.
                      ↑Atazanavir, ↑Daruna  Weitere Informationen siehe jeweilige Fachinformation
                      vir, ↑Nevirapin,      der Anti-HIV-Arzneimittel.     Ritonavir kann die
                      ↑Tipranavir*,         Plasmakonzentrationen von Bictegravir durch
                      ↑Bictegravir/↔Emtric  CYP3A-Inhibition signifikant erhöhen. Es wird erwartet,
                      itabin/ ↑Tenofovir    dass Ritonavir die Resorption von Tenofoviralafenamid
                                            durch Inhibition von P-gp erhöht, wodurch sich die
                                            systemische Konzentration von Tenofovir erhöht.
Anti-HCV-Arzneimitte  ↑Glecaprevir/Pibrent  Die Serumkonzentrationen können aufgrund der Hemmung
l                     asvir                 von P-gp, BCRP und OATP1B durch Ritonavir erhöht sein.
                                            Die gleichzeitige Verabreichung von
                                            Glecaprevir/Pibrentasvir und Paxlovid ist aufgrund
                                            eines erhöhten Risikos von ALT-Erhöhungen in Verbindung
                                            mit einer erhöhten Glecaprevir-Exposition zu vermeiden.
                      ↑Sofosbuvir/Velpatas  Die Serumkonzentrationen sind möglicherweise aufgrund
                      vir/Voxilaprevir      der OATP1B-Inhibition durch Ritonavir erhöht. Die
                                            gleichzeitige Anwendung von Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxil
                                            aprevir und Paxlovid wird nicht empfohlen. Für weitere
                                            Informationen siehe Fachinformation von
                                            Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir.
Antipsychotika        ↑Haloperidol,         Ritonavir hemmt wahrscheinlich CYP2D6 und wird daher
                      ↑Risperidon, ↑Thiori  voraussichtlich die Konzentrationen von Haloperidol,
                      dazin                 Risperidon und Thioridazin erhöhen. Eine sorgfältige
                                            Überwachung der therapeutischen und unerwünschten
                                            Wirkungen wird empfohlen, wenn diese Arzneimittel
                                            gleichzeitig mit antiretroviralen Dosen von Ritonavir
                                            verabreicht werden.
                      ↑Lurasidon            Aufgrund der CYP3A-Hemmung durch Ritonavir sind höhere
                                            Konzentrationen von Lurasidon zu erwarten. Die
                                            gleichzeitige Verabreichung mit Lurasidon ist
                                            kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
                      ↑Pimozide*            Die gleichzeitige Verabreichung von Ritonavir führt
                                            wahrscheinlich zu erhöhten Plasmakonzentrationen von
                                            Pimozid und ist daher kontraindiziert (siehe
                                            "Kontraindikationen" ).
                      ↑Clozapin             Angesichts des Risikos eines erheblichen Anstiegs der
                                            Clozapin-Exposition und der damit verbundenen
                                            unerwünschten Ereignissen, sollte die gleichzeitige
                                            Verabreichung nicht erfolgen, ausser ein
                                            multidisziplinärer Rat wird eingeholt, um die
                                            Koadministration sicher zu begleiten.
                      ↑Quetiapin            Aufgrund der CYP3A-Hemmung durch Ritonavir ist eine
                                            Erhöhung der Quetiapin-Konzentration zu erwarten. Die
                                            gleichzeitige Verabreichung von Paxlovid und Quetiapin
                                            ist kontraindiziert, da sie die Quetiapin-bezogene
                                            Toxizität erhöhen kann (siehe "Kontraindikationen" ).
Langwirksame β2-Symp  ↑Salmeterol           Ritonavir hemmt CYP3A4, so dass ein deutlicher Anstieg
athomimetika                                der Plasmakonzentration von Salmeterol zu erwarten ist.
                                            Daher ist die gleichzeitige Anwendung mit Paxlovid zu
                                            vermeiden.
Arzneimittel gegen    ↑Silodosin            Wegen möglicher posturaler Hypotonie ist die
benigne Prostatahype                        gleichzeitige Anwendung kontraindiziert (siehe
rplasie                                     "Kontraindikationen" ).
Kalziumkanalblocker   ↑Amlodipin, ↑Diltiaz  Ritonavir, das als pharmakokinetischer Verstärker oder
                      em, ↑Felodipin,       als antiretrovirales Mittel verabreicht wird, hemmt
                      ↑Nicardipin, ↑Nifedi  CYP3A4 und dürfte daher die Plasmakonzentrationen von
                      pin, ↑Verapamil       Kalziumkanalantagonisten erhöhen. Eine sorgfältige
                                            Überwachung der therapeutischen und unerwünschten
                                            Wirkungen wird empfohlen, wenn diese Arzneimittel
                                            gleichzeitig mit Ritonavir verabreicht werden.
                      Lercanidipin          Die gemeinsame Verabreichung von Paxlovid und
                                            Lercanidipin sollte vermieden werden.
Kardiovaskulär        ↑Aliskiren            Die gleichzeitige Anwendung mit Paxlovid ist zu
wirksame Arzneimitte                        vermeiden.
l                                           
                      ↑Eplerenon            Die gleichzeitige Verabreichung mit Eplerenon ist wegen
                                            der Gefahr einer Hyperkaliämie kontraindiziert (siehe
                                            "Kontraindikationen" ).
                      ↑Ivabradin            Die gleichzeitige Verabreichung mit Ivabradin ist
                                            aufgrund des Potenzials für Bradykardie oder
                                            Erregungsleitungsstörungen kontraindiziert (siehe
                                            "Kontraindikationen" ).
                      ↑Ticagrelor, ↑Vorapa  Die gleichzeitige Anwendung mit Paxlovid ist zu
                      xar*, ↓Clopidogrel,   vermeiden.
                      aktiver Clopidogrel-  
                      Metabolite            
                      ↑Cilostazol*          Eine Dosisanpassung von Cilostazol wird empfohlen.
                                            Weitere Informationen siehe Fachinformation von
                                            Cilostazol.
Vorwiegend über       ↑Betamethason,        Die gleichzeitige Verabreichung mit Kortikosteroiden
CYP3A metabolisierte  ↑Budesonid, ↑Cicleso  (alle Verabreichungswege), deren Exposition durch
 Kortikosteroide      nid, ↑Dexamethason,   starke CYP3A-Inhibitoren signifikant erhöht wird, kann
                      ↑Fluticason, ↑Methyl  das Risiko eines Cushing-Syndroms und einer
                      prednisolon, ↑Mometa  Nebennierensuppression erhöhen. Das Risiko eines
                      son, ↑Triamcinolon    Cushing-Syndroms und einer Nebennierensuppression bei
                                            kurzfristiger Einnahme eines starken CYP3A4-Hemmers ist
                                            jedoch gering.   Alternative Kortikosteroide wie
                                            Beclomethason, Prednison und Prednisolon sollten in
                                            Betracht gezogen werden.
Potentiatoren des     Lumacaftor/Ivacaftor  Die gleichzeitige Anwendung ist wegen des möglichen
Transmembran-Leitfäh                        Verlusts der virologischen Reaktion und möglicher
igkeitsreglers bei                          Resistenz kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
zystischer Fibrose                          
                      ↑Ivacaftor, ↑Elexaca  Reduzierung der Dosierung bei gleichzeitiger
                      ftor/Tezacaftor/      Verabreichung mit Paxlovid. Weitere Informationen siehe
                      Ivacaftor, ↑Tezacaft  jeweilige Fachinformation.
                      or/Ivacaftor          
Dipeptidylpeptidase   ↑Saxagliptin          Eine Dosisanpassung von Saxagliptin wird empfohlen.
4 (DPP4)-Inhibitoren                        Weitere Informationen siehe Fachinformation von
                                            Saxagliptin.
Endothelin-Rezeptor-  ↑Bosentan             Die gleichzeitige Verabreichung von Bosentan und
Antagonisten                                Ritonavir kann die maximale Bosentan-Konzentration
                                            (Cmax) und AUC im Steady-State erhöhen. Die Einnahme
                                            von Bosentan muss mindestens 36 h vor Beginn der
                                            Behandlung mit Paxlovid eingestellt werden. Weitere
                                            Informationen siehe Fachinformation von Bosentan.
Ergotaminderivate     ↑Dihydroergotamin*,   Die gleichzeitige Verabreichung von Ritonavir führt
                      ↑Ergometrin*,         wahrscheinlich zu erhöhten Plasmakonzentrationen von
                      ↑Ergotamin*, ↑Methyl  Ergotamin-Derivaten und ist daher kontraindiziert
                      ergometrin            (siehe "Kontraindikationen" ).
GI-Motorik beeinflus  ↑Cisaprid*            Erhöhte Plasmakonzentrationen von Cisaprid. Dadurch
sende Arzneimittel                          erhöht sich das Risiko schwerwiegender
                                            Herzrhythmusstörungen durch dieses Arzneimittel. Die
                                            gleichzeitige Anwendung mit Paxlovid ist
                                            kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
Pflanzliche Zubereit  Johanniskraut         Pflanzliche Zubereitungen, die Johanniskraut (Hypericum
ungen                                       perforatum) enthalten: wegen des Risikos verminderter
                                            Plasmakonzentrationen und verminderter klinischer
                                            Wirkungen von Nirmatrelvir und Ritonavir ist die
                                            gleichzeitige Anwendung mit Paxlovid kontraindiziert
                                            (siehe "Kontraindikationen" ).
HMG-CoA-Reduktase-In  ↑Lovastatin*,         HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren, die in hohem Masse vom
hibitoren             ↑Simvastatin          CYP3A-Stoffwechsel abhängig sind, wie Lovastatin und
                                            Simvastatin, werden voraussichtlich deutlich erhöhte
                                            Plasmakonzentrationen aufweisen, wenn sie zusammen mit
                                            Ritonavir als antiretrovirales Mittel oder als
                                            pharmakokinetischer Verstärker verabreicht werden. Da
                                            erhöhte Konzentrationen von Lovastatin und Simvastatin
                                            die Patienten für Myopathien, einschliesslich
                                            Rhabdomyolyse, prädisponieren können, ist die
                                            Kombination dieser Arzneimittel mit Ritonavir
                                            kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
                                            Lovastatin und Simvastatin sind mindestens 12 h vor
                                            Beginn der Behandlung mit Paxlovid, während der 5 Tage
                                            Behandlung mit Paxlovid und für 5 Tage nach Beendigung
                                            der Behandlung mit Paxlovid abzusetzen.
                      ↑Atorvastatin,        Der Metabolismus von Atorvastatin ist weniger abhängig
                      ↑Rosuvastatinb        von CYP3A. Obwohl die Ausscheidung von Rosuvastatin
                                            nicht von CYP3A abhängig ist, wurde bei gleichzeitiger
                                            Verabreichung von Ritonavir über eine erhöhte
                                            Rosuvastatin-Exposition berichtet. Der Mechanismus
                                            dieser Wechselwirkung ist nicht klar, könnte aber das
                                            Ergebnis einer Transporterhemmung sein. Wenn Ritonavir
                                            als pharmakokinetischer Verstärker oder als
                                            antiretrovirales Mittel eingesetzt wird, sollten die
                                            niedrigstmöglichen Dosen von Atorvastatin oder
                                            Rosuvastatin verabreicht werden. Die Einnahme von
                                            Atorvastatin und Rosuvastatin muss vor Beginn sowie
                                            nach Abschluss der Paxlovid-Therapie nicht abgesetzt
                                            werden.
                      ↑Fluvastatin,         Der Metabolismus von Pravastatin und Fluvastatin ist
                      ↑Pravastatin          nicht von CYP3A abhängig, und es sind keine
                                            Wechselwirkungen mit Ritonavir zu erwarten. Wenn eine
                                            Behandlung mit einem HMG-CoA-Reduktase-Hemmer angezeigt
                                            ist, wird Pravastatin oder Fluvastatin empfohlen.
Hormonelle Kontrazep  ↓Ethinylestradiol     Während der 5-tägigen Behandlung mit Paxlovid und bis
tiva                  (40%, 32%)            zu einem Menstruationszyklus nach Absetzen von Paxlovid
                                            sollte zur Empfängnisverhütung eine Barriere-Methode
                                            oder ein nicht hormonelles Kontrazeptivum in Betracht
                                            gezogen werden, wenn Ritonavir, in Dosierungen als
                                            antiretrovirales Mittel oder zur Verbesserung der
                                            Pharmakokinetik, gemeinsam mit Ethinylestradiol
                                            verabreicht wird. Ritonavir kann das Blutungsverhalten
                                            ändern und reduziert die Wirksamkeit östrogenhaltiger
                                            Kontrazeptiva.
Immunosuppressiva     Calcineurin-Inhibito  Die gleichzeitige Anwendung von Calcineurin-Inhibitoren
                      ren: ↑Ciclosporin,    und mTOR-Inhibitoren während der Behandlung mit
                      ↑Tacrolimus           Paxlovid sollte vermieden werden.
                      mTOR- Inhibitoren:    Falls dies nicht möglich ist, werden während und nach
                      ↑Everolimus, ↑Siroli  der Behandlung mit Paxlovid eine Dosisanpassung des
                      mus                   Immunsuppressivums sowie eine engmaschige und
                                            regelmässige Überwachung der Immunsuppressivum-Konzentra
                                            tionen und der immunsuppressivum-assoziierten
                                            unerwünschten Wirkungen empfohlen. Weitere
                                            Informationen finden Sie in der Fachinformation des
                                            jeweiligen Immunsuppressivums und in den neuesten
                                            Therapierichtlinien. Lassen Sie sich von einer
                                            multidisziplinären Expertengruppe beraten (siehe
                                            "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
                      ↑Voclosporin          Die gleichzeitige Verabreichung ist aufgrund des
                                            Potenzials für akute und/oder chronische
                                            Nephrotoxizität kontraindiziert (siehe
                                            "Kontraindikationen" ).
Janus-Kinase (JAK)    ↑Tofacitinib          Eine Dosisanpassung von Tofacitinib wird empfohlen.
Inhibitoren                                 Weitere Informationen siehe Fachinformation von
                                            Tofacitinib.
                      ↑Upadacitinib         Die Dosierungsempfehlungen für die gleichzeitige
                                            Verabreichung von Upadacitinib mit Paxlovid hängen von
                                            der jeweiligen Indikation von Upadacitinib ab. Weitere
                                            Informationen siehe Fachinformation von Upadacitinib.
Lipidmodifizierende   ↑Lomitapid*           CYP3A4-Inhibitoren erhöhen die Exposition von
Wirkstoffe                                  Lomitapid, wobei starke Inhibitoren die Exposition um
                                            das 27-Fache erhöhen. Aufgrund der CYP3A-Hemmung durch
                                            Ritonavir ist eine Erhöhung der Lomitapid-Konzentration
                                            zu erwarten. Die gleichzeitige Anwendung von Paxlovid
                                            mit Lomitapid ist wegen des Potenzials für
                                            Hepatotoxizität und gastrointestinale Nebenwirkungen
                                            kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
Migränearzneimittel   ↑Eletriptan           Die gleichzeitige Verabreichung von Eletriptan
                                            innerhalb von mindestens 72 h nach der Einnahme von
                                            Paxlovid ist aufgrund des Potenzials für schwerwiegende
                                            unerwünschte Reaktionen, einschliesslich
                                            kardiovaskulärer und zerebrovaskulärer Ereignisse,
                                            kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
                      ↑Rimegepant           Die gleichzeitige Anwendung ist zu vermeiden.
                      ↑Ubrogepant*          Die gleichzeitige Verabreichung von Ubrogepant ist
                                            aufgrund des Potenzials für schwerwiegende unerwünschte
                                            Reaktionen kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen"
                                            ).
Mineralkortikoid-Rez  ↑Finerenon            Die gleichzeitige Verabreichung ist kontraindiziert
eptor-Antagonisten                          aufgrund des Potenzials für schwerwiegende unerwünschte
                                            Reaktionen, einschliesslich Hyperkaliämie, Hypotonie
                                            und Hyponatriämie (siehe "Kontraindikationen" ).
Muscarin-Rezeptor-An  ↑Darifenacin          Die Tagesdosis von Darifenacin sollte bei
tagonisten                                  gleichzeitiger Verabreichung mit Paxlovid 7.5 mg nicht
                                            überschreiten. Weitere Informationen siehe
                                            Fachinformation von Darifenacin.
                      ↑Solifenacin          Die Tagesdosis von Solifenacin sollte bei
                                            gleichzeitiger Verabreichung mit Paxlovid 5 mg nicht
                                            überschreiten. Weitere Informationen siehe
                                            Fachinformation von Solifenacin.
Neuropsychiatrische   ↑Suvorexant*          Die gleichzeitige Anwendung von Suvorexant ist zu
Arzneimittel                                vermeiden.
                      ↑Aripiprazol,         Eine Dosisanpassung von Aripiprazol, Brexpiprazol,
                      ↑Brexpiprazol,        Cariprazin, Iloperidon, Lumateperon und Pimavanserin
                      ↑Cariprazin, ↑Iloper  wird empfohlen. Weitere Informationen siehe jeweilige
                      idon*, ↑Lumateperon*  Produktinformation.
                      , ↑Pimavanserin*      
Nichtopioid-Analgeti  ↑Suzetrigin* und      Die gleichzeitige Verabreichung ist kontraindiziert
ka (selektive         aktiver Metabolit     aufgrund des Potenzials schwerwiegender und/oder
Blocker der Nav1.8-N  M6-SUZ                lebensbedrohlicher Nebenwirkungen von Suzetrigin (siehe
atriumkanäle)                               "Kontraindikationen" ).
Opioidantagonisten    ↑Naloxegol            Die gleichzeitige Verabreichung ist aufgrund des
                                            Potenzials für Opioid-Entzugssymptome kontraindiziert
                                            (siehe "Kontraindikationen" ).
Phosphodiesterase     ↑Avanafil (13-fach,   Da ein sicheres und wirksames Dosierungsschema für
(PDE5) Inhibitoren    2.4-fach)             Avanafil noch nicht etabliert wurde, ist die
                                            gleichzeitige Anwendung von Avanafil mit Paxlovid
                                            kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
                      ↑Sildenafil (11-fach  Die gleichzeitige Anwendung von Sildenafil mit Paxlovid
                      , 4-fach)             ist kontraindiziert. (siehe "Kontraindikationen" ).
                      ↑Tadalafil (124%, ↔)  Die gleichzeitige Anwendung von Tadalafil mit Paxlovid
                                            ist kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
                      ↑Vardenafil (49-fach  Die gleichzeitige Anwendung von Vardenafil mit Paxlovid
                      , 13-fach)            ist kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
Sedativa/Hypnotika    ↑Clorazepat, ↑Diazep  Die gleichzeitige Verabreichung von Ritonavir führt
                      am, ↑Estazolam*,      wahrscheinlich zu erhöhten Plasmakonzentrationen von
                      ↑Flurazepam           Clorazepat, Diazepam, Estazolam und Flurazepam und ist
                                            daher kontraindiziert (siehe "Kontraindikationen" ).
                      ↑Buspiron*, ↑Zolpide  Eine Dosisreduzierung sowie eine Überwachung auf
                      m (28%, 22%)          unerwünschte Ereignisse kann für diese Medikamente
                                            erforderlich sein, wenn sie zusammen mit Paxlovid
                                            verabreicht werden.
                      ↑Oral (1330%, 268%)   Midazolam wird in hohem Mass durch CYP3A4
                      und parenteral        metabolisiert. Die gleichzeitige Verabreichung mit
                      angewendetes Midazol  Paxlovid kann einen starken Anstieg der
                      am b                  Midazolam-Konzentration verursachen. Es ist zu
                                            erwarten, dass die Plasmakonzentrationen von Midazolam
                                            bei oraler Verabreichung von Midazolam deutlich höher
                                            sind. Daher sollte Paxlovid nicht zusammen mit oral
                                            verabreichtem Midazolam verabreicht werden (siehe
                                            "Kontraindikationen" ), während bei der gleichzeitigen
                                            Verabreichung von Paxlovid und parenteralem Midazolam
                                            Vorsicht geboten ist. Daten aus der gleichzeitigen
                                            Anwendung von parenteralem Midazolam mit anderen
                                            Proteaseinhibitoren deuten auf einen möglichen
                                            3-4-fachen Anstieg der Midazolam-Plasmaspiegel hin.
                                            Wenn Paxlovid zusammen mit parenteralem Midazolam
                                            verabreicht wird, sollte dies auf einer Intensivstation
                                            oder einer ähnlichen Einrichtung geschehen, die eine
                                            engmaschige klinische Überwachung und ein angemessenes
                                            medizinisches Management im Falle einer Atemdepression
                                            und/oder einer verlängerten Sedierung gewährleistet.
                                            Eine Dosisanpassung von Midazolam sollte in Betracht
                                            gezogen werden, vor allem wenn mehr als eine
                                            Einzeldosis Midazolam verabreicht wird.
                      ↑Triazolam (>20-fach  Die gleichzeitige Verabreichung von Ritonavir führt
                      , 87%)                wahrscheinlich zu erhöhten Plasmakonzentrationen von
                                            Triazolam und ist daher kontraindiziert (siehe
                                            "Kontraindikationen" ).
                      ↑Alprazolam (2.5-fac  Der Alprazolam-Metabolismus wird nach der Einführung
                      h, ↔)                 von Ritonavir gehemmt. In den ersten Tagen der
                                            gleichzeitigen Verabreichung von Alprazolam mit
                                            Ritonavir, das als antiretrovirales Mittel oder als
                                            pharmakokinetischer Verstärker verabreicht wird, ist
                                            Vorsicht geboten, bevor die Induktion des
                                            Alprazolam-Stoffwechsels abläuft.
Serotonin-Rezeptor    ↑Flibanserin*         Die gleichzeitige Verabreichung ist kontraindiziert
1A-Agonisten/Seroton                        aufgrund des Potenzials für Hypotonie, Synkope und
in-Rezeptor 2A-Antag                        ZNS-Depression (siehe "Kontraindikationen" ).
onisten                                     
Raucherentwöhnung     ↓Bupropion (22%,      Bupropion wird hauptsächlich durch CYP2B6
                      21%)                  metabolisiert. Bei gleichzeitiger Verabreichung von
                                            Bupropion mit wiederholten Dosen von Ritonavir ist mit
                                            einer Verringerung der Bupropion-Spiegel zu rechnen. Es
                                            wird angenommen, dass diese Wirkungen auf eine
                                            Induktion des Bupropion-Metabolismus zurückzuführen
                                            sind. Da Ritonavir jedoch auch CYP2B6 in vitro hemmt,
                                            sollte die empfohlene Bupropion-Dosis nicht
                                            überschritten werden. Im Gegensatz zur
                                            Langzeitverabreichung von Ritonavir gab es nach
                                            kurzfristiger Verabreichung niedriger Ritonavir-Dosen
                                            (200 mg zweimal täglich über 2 Tage) keine
                                            nennenswerten Wechselwirkungen mit Bupropion, was
                                            darauf hindeutet, dass die Verringerung der
                                            Bupropion-Konzentration möglicherweise erst einige Tage
                                            nach Beginn der Ritonavir-Koadministration einsetzt.
Schilddrüsenhormon-e  Levothyroxin          Nach dem Inverkehrbringen wurden Fälle gemeldet, die
rsatztherapie                               auf eine mögliche Wechselwirkung zwischen
                                            Ritonavir-haltigen Produkten und Levothyroxin
                                            hinweisen. Das schilddrüsenstimulierende Hormon (TSH)
                                            sollte bei Patienten, die mit Levothyroxin behandelt
                                            werden, mindestens im ersten Monat nach Beginn und/oder
                                            Beendigung der Behandlung mit Ritonavir überwacht
                                            werden.
Stimulatoren der      ↑Riociguat            Die Serumkonzentrationen können aufgrund der Hemmung
löslichen Guanylatzy                        von CYP3A und P-gp durch Ritonavir erhöht sein. Eine
klase (sGC)                                 Dosisanpassung wird für Riociguat empfohlen. Weitere
                                            Informationen siehe Fachinformation von Riociguat.
Vasopressin-Rezeptor  ↑Tolvaptan            Die gleichzeitige Anwendung ist kontraindiziert wegen
-Antagonisten                               möglicher Dehydratation, Hypovolämie und Hyperkaliämie
                                            (siehe "Kontraindikationen" ).
Abkürzungen: ALT =
Alanin Aminotransfer
ase * in der Schweiz
 nicht zugelassen,
a siehe "Interaktion
en" Tabelle 4, b
siehe "Interaktionen
" Tabelle 3.

 
Die Auswirkungen einer gleichzeitigen Verabreichung von Paxlovid mit Midazolam (CYP3A4-Substrat), Dabigatran (P-gp-Substrat) oder Rosuvastatin (OATP1B1-Substrat) auf die AUCinf und Cmax von Midazolam, Dabigatran bzw. Rosuvastatin sind in Tabelle 3 zusammengefasst.
Tabelle 3: Auswirkung von Nirmatrelvir/Ritonavir auf die Pharmakokinetik des gleichzeitig verabreichten Arzneimittels

Gleichzeitig verabre  Dosis (Schema)        N                     Prozentuales Verhält
ichtes Arzneimittel                                               nisa von Test/Refere
                                                                  nz der geometrischen
                                                                   Mittelwerte (90%-KI
                                                                  ); kein Effekt = 100
Gleichzeitig verabre  Nirmatrelvir/Ritonav  Cmax                  AUCinf
icht                  ir                                          
Midazolamb            2 mg (1 Dosis)        300 mg/100 mg         10                    368.33 (318.91,       1430.02 (1204.54,
                                            zweimal täglich (9                          425.41)               1697.71)
                                            Dosen)                                                            
Dabigatranb           75 mg (1 Dosis)       300 mg/100 mg         24                    233.06 (172.14,       194.47 (155.29,
                                            zweimal täglich (4                          315.54)               243.55)
                                            Dosen)                                                            
Rosuvastatinb         10 mg(1 Dosis)        300 mg/100 mg         12                    212.44 (174.31,       131.18 (115.89,
                                            zweimal täglich(3                           258.90)               148.48)
                                            Dosen)                                                            
Abkürzungen: AUCinf
= Fläche unter der
Plasmakonzentrations
-Zeit-Kurve von
Zeitpunkt 0 bis
unendlich, KI =
Konfidenzintervall,
Cmax = maximale
Plasmakonzentration;
 CYP3A4 = Cytochrom
P450 3A4; OATP1B1 =
organisches Anionen-
transportierendes
Polypeptid 1B1;
P-gp = P-Glykoprotei
n. a Prozentuales
Verhältnis von Test
(d.h. Midazolam,
Dabigatran oder
Rosuvastatin in
Kombination mit
Nirmatrelvir/Ritonav
ir)/Referenz (d.h.
Midazolam, Dabigatra
n oder Rosuvastatin
allein). b Für
Midazolam, Test =
Nirmatrelvir/Ritonav
ir plus Midazolam,
Referenz = Midazolam
. Midazolam ist ein
CYP3A4-Index-Substra
t. Für Dabigatran,
Test = Nirmatrelvir/
Ritonavir plus
Dabigatran, Referenz
 = Dabigatran.
Dabigatran ist ein
P-gp-Index-Substrat.
 Für Rosuvastatin,
Test = Nirmatrelvir/
Ritonavir plus
Rosuvastatin,
Referenz = Rosuvasta
tin. Rosuvastatin
ist ein OATP1B1-Inde
x-Substrat.

 
Einfluss anderer Substanzen auf die Pharmakokinetik von Paxlovid
Nirmatrelvir und Ritonavir sind CYP3A-Substrate; daher können CYP3A induzierende Arzneimittel die Plasmakonzentrationen von Nirmatrelvir und Ritonavir verringern und die therapeutische Wirkung von Paxlovid reduzieren.
Die Auswirkungen einer gleichzeitigen Anwendung von Paxlovid mit Itraconazol (CYP3A-Inhibitor) und Carbamazepin (CYP3A-Induktor) auf die AUC und Cmax von Nirmatrelvir sind in Tabelle 4 (Auswirkungen anderer Arzneimittel auf Nirmatrelvir) zusammengefasst.
Tabelle 4: Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln: pharmakokinetische Parameter für Nirmatrelvir in Gegenwart gleichzeitig verabreichter Arzneimittel

Gleichzeitig verabre  Dosis (Schema)        N                     Prozentuales Verhält
ichtes Arzneimittel                                               nis der pharmakokine
                                                                  tischen Parameter
                                                                  von Nirmatrelvira
                                                                  (90%-KI); kein
                                                                  Effekt = 100
Gleichzeitig verabre  Nirmatrelvir/Ritonav  Cmax                  AUCb
ichtes Arzneimittel   ir                                          
Carbamazepinc         300 mg zweimal        300 mg/100 mg         10                    56.82 (47.04; 68.62)  44.50 (33.77; 58.65)
                      täglich(16 Dosen)     einmal täglich (2                                                 
                                            Dosen)                                                            
Itraconazol           200 mg einmal         300 mg/100 mg         11                    118.57 (112.50;       138.82 (129.25;
                      täglich(8 Dosen)      zweimal täglich(5                           124.97)               149.11)
                                            Dosen)                                                            
Abkürzungen: AUC =
Fläche unter der
Plasmakonzentrations
-Zeit-Kurve, KI =
Konfidenzintervall,
Cmax = beobachtete
maximale Plasmakonze
ntration. a Prozentu
ales Verhältnis von
Test (d.h. Carbamaze
pin oder Itraconazol
 in Kombination mit
Nirmatrelvir/Ritonav
ir)/Referenz (d.h.
Nirmatrelvir/Ritonav
ir allein). b Für
Carbamazepin: AUC =
AUCinf, für Itracona
zol: AUC = AUCtau c
Dosistitration von
Carbamazepin bis
300 mg zweimal
täglich an Tag 8
bis Tag 15 (z.B.
100 mg zweimal
täglich an Tag 1
bis Tag 3 und 200
mg zweimal täglich
an Tag 4 bis Tag 7)

 

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