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Fachinformation zu DEMILOS® 600 mg / 1000 I.E. Schmelztabletten:Effik SA
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Überdosierung

Eine chronische Toxizität kann sich aus der langfristigen (auch jahrelangen) Einnahme von Dosen über 4000 I.E. pro Tag ergeben, zu 25-Hydroxy-Vitamin-D-Spiegeln im Serum von etwa 50-150 ng/ml (125–375 nmol/l) führen. Eine Überdosierung kann zu einer Hypervitaminose und Hyperkalzämie führen. Zu den Symptomen einer Hyperkalzämie gehören Anorexie, Durst, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Bauchschmerzen, Muskelschwäche, Fatigue, psychische Störungen, Polydipsie, Polyurie, Knochenschmerzen, Nephrokalzinose, Nierensteine und in schweren Fällen Herzrhythmusstörungen. Eine ausgeprägte Hyperkalzämie kann zu Koma und Tod des Patienten führen. Kontinuierlich erhöhte Calciumspiegel können irreversible Nierenschäden und Weichteilverkalkung verursachen.
Anhaltend erhöhte Calciumspiegel können bei gleichzeitiger Alkalose zu einem Milch- und Alkali-Syndrom führen (siehe Rubrik "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Es wurden tödliche Verläufe berichtet.
Eine Hyperkalzämie aufgrund einer langfristigen Gabe hoher Vitamin-D3-Dosen kann aufgrund der Speicherung von Cholecalciferol im Körper über mehrere Monate anhalten.
Behandlung von Hyperkalzämie
Es gibt kein spezifisches Antidot.
Die Behandlung mit Calcium- und Vitamin-D-Präparaten muss sofort abgesetzt werden. Die Behandlung mit Thiazid-Diuretika, Lithium, Vitamin A, Vitamin D sowie Herzglykosiden ist ebenfalls abzusetzen. Die Elektrolytwerte im Blut, die Nierenfunktion und die Urinausscheidung sind zu überwachen. In schweren Fällen sollten ein EKG und eine Messung des zentralvenösen Drucks (ZVD) durchgeführt werden.
Therapeutische Massnahmen umfassen Rehydratation und, je nach Schweregrad, eine Behandlung mit Schleifendiuretika, Bisphosphonaten, Calcitonin oder Kortikosteroiden, allein oder in Kombination.

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