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Fachinformation zu Influvac:Viatris Pharma GmbH
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Fahrtücht.Unerw.WirkungenÜberdos.Eigensch.Pharm.kinetikPräklin.Sonstige H.Swissmedic-Nr.
PackungenReg.InhaberStand d. Info. 

Zusammensetzung

Wirkstoffe
Influenza-Impfstoff aus Oberflächenantigen (inaktiviert) mit Influenzaviren der folgenden Stämme*:
A (H1N1)
A (H3N2)
B (Victoria)
Die Zusammensetzung von Influenza-Impfstoffen wird einmal jährlich aufgrund von Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation für die nördliche Hemisphäre und der Entscheidung der europäischen Gemeinschaft angepasst.
* Die Influenzaviren werden auf bebrüteten Hühnereiern aus gesunden Hühnerbeständen vermehrt.
Hilfsstoffe
Kalii chloridum, kalii dihydrogenophosphas, dinatrii phosphas dihydricus, natrii chloridum, calcii chloridum dihydricum, magnesii chloridum hexahydricum, aqua ad iniectabile.
1 Dosis enthält 0,1 mg Kalium und 2,0 mg Natrium.
Influvac kann Spuren von Eiern (wie z.B. Ovalbumin, Hühnerproteine), natrii citras, saccharum, cetrimidi bromidum, formaldehydum, gentamicini sulfas, oder polysorbatum 80 enthalten, welche im Produktionsprozess verwendet werden (siehe Rubrik "Kontraindikationen" ).

Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit

Injektionssuspension in einer Fertigspritze. Eine Dosis enthält je 15 µg Hämagglutinin der drei im Impfstoff enthaltenen Stämme.
Klare, farblose Flüssigkeit in einer Einzeldosis-Fertigspritze.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Influvac wird angewendet zur aktiven Immunisierung von Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 6 Monaten zur Prophylaxe einer Influenza, die durch die beiden Influenza-A-Virussubtypen und den Influenza-B-Virussubtyp, die im Impfstoff enthalten sind, verursacht wird.
Influvac ist gemäss den offiziellen Impfempfehlungen anzuwenden.

Dosierung/Anwendung

Dosierung
Erwachsene
Influvac sollte als Einzelinjektion von 0,5 ml verabreicht werden.
Kinder und Jugendliche
Influvac sollte als Einzelinjektion von 0,5 ml verabreicht werden.
Kinder im Alter von 6 Monaten bis unter 9 Jahren, die noch nie gegen Grippe geimpft wurden, sollten im Abstand von mindestens 4 Wochen eine zweite Dosis von 0,5 ml erhalten.
Kinder unter 6 Monaten
Influvac ist für die Anwendung bei Kleinkindern unter 6 Monaten nicht zugelassen.
Art der Anwendung
Der Impfstoff wird über eine intramuskuläre oder tief subkutane Injektion verabreicht.
Um die Rückverfolgbarkeit von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln sicherzustellen, wird empfohlen Handelsname und Chargennummer bei jeder Behandlung zu dokumentieren.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der in Rubrik "Zusammensetzung" genannten sonstigen Bestandteile oder irgendwelchen Komponenten, die als Spuren enthalten sein können wie Hühnerei (Ovalbumin, Hühnerproteine), Formaldehyd, Cetrimoniumbromid, Polysorbat 80 oder Gentamicin.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Für den Fall anaphylaktischer Reaktionen nach Gabe des Impfstoffs sollten wie bei allen injizierbaren Impfstoffen stets geeignete medizinische Behandlungs- und Überwachungsmöglichkeiten unmittelbar zur Verfügung stehen.
Influvac darf unter keinen Umständen intravasal verabreicht werden!
Bei Patienten mit fieberhaften Erkrankungen oder akuten Infektionen sollte die Impfung verschoben werden.
Wie bei anderen Impfstoffen, die intramuskulär verabreicht werden, sollte Influvac Personen mit Thrombozytopenie oder Gerinnungsstörungen mit Vorsicht verabreicht werden, da nach intramuskulärer Verabreichung bei diesen Personen Blutungen auftreten können.
Nach und sogar vor Impfungen können angstbedingte Reaktionen wie z.B. vasovagale Reaktionen (Synkope), Hyperventilation oder stressbedingte Reaktionen als psychogene Antwort auf die Nadelinjektion auftreten. Diese können während der Erholungsphase von neurologischen Symptomen wie vorübergehende Sehstörung, Parästhesie und tonisch-klonischen Bewegungen der Gliedmassen begleitet sein. Es sind Vorkehrungen zu treffen, um Verletzungen durch Bewusstlosigkeit vorzubeugen.
Influvac ist nicht gegen alle möglichen Influenzavirusstämme wirksam. Influvac soll Schutz gegen die Virusstämme bieten, aus denen der Impfstoff hergestellt wird, und gegen eng verwandte Stämme.
Wie bei jedem Impfstoff kann eine schützende Immunantwort möglicherweise nicht bei allen Impfstoffen ausgelöst werden.
Bei Personen mit endogener oder iatrogener Immunsuppression kann die Antikörperreaktion möglicherweise unzureichend sein.
Falls innerhalb von 6 Wochen nach einer früheren Influenza-Impfung ein Guillain-Barré-Syndrom (GBS) aufgetreten ist, sollte bei der Entscheidung über eine Anwendung von Influvac der potenzielle Nutzen sorgfältig gegen die möglichen Risiken abgewogen werden.
Beeinflussung serologischer Tests: siehe Rubrik "Interaktionen" .
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Dosis, d.h. es ist nahezu "natriumfrei" .
Dieses Arzneimittel enthält Kalium, aber weniger als 1 mmol (39 mg) Kalium pro Dosis, d.h. es ist nahezu "kaliumfrei" .

Interaktionen

Influvac kann gleichzeitig mit anderen Impfstoffen verabreicht werden, aber es sollten dann verschiedene Injektionsstellen (unterschiedliche Extremitäten) gewählt werden. Es ist zu bedenken, dass sich gegebenenfalls die Nebenwirkungen verstärken können.
Die Immunantwort kann bei Patienten unter immunsuppressiver Behandlung abgeschwächt sein.

Schwangerschaft, Stillzeit

Schwangerschaft
Klinische Studiendaten zur Anwendung von Influvac bei Schwangeren liegen nicht vor.
Inaktivierte Grippe-Impfstoffe können während der gesamten Schwangerschaft angewendet werden. Verglichen mit dem ersten Schwangerschaftstrimester liegen für das zweite und dritte Schwangerschaftstrimester grössere Sicherheitsdatensätze vor. Daten aus der weltweiten Anwendung von Grippe-Impfstoffen zeigen jedoch keine unerwünschten fötalen und maternalen Beeinträchtigungen durch den Impfstoff.
Die offiziellen Empfehlungen zur Anwendung von Influenza Impfstoffen in der Schwangerschaft müssen beachtet werden.
Stillzeit
Zur Sicherheit von Influvac bei Verabreichung an stillende Mütter liegen keine Daten vor. Es ist nicht bekannt, ob Influvac in die Muttermilch übergeht.
Ausgehend von der vorhandenen Erfahrung mit inaktivierten Influenza-Impfstoffen bestehen jedoch keine Sicherheitsbedenken gegenüber der Anwendung von Influvac in der Stillzeit.
Fertilität
Studiendaten zur Fertilität liegen nicht vor.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Influvac hat keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.

Unerwünschte Wirkungen

Daten zu quadrivalentem Influvac Tetra sind für trivalenten Influvac relevant, da beide Impfstoffe mithilfe desselben Verfahrens hergestellt werden und sich ihre Zusammensetzungen teilweise überschneiden.
Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
Sicherheitsdaten zur Anwendung von Influvac basieren auf Daten aus drei klinischen Studien unter Anwendung von trivalentem Influvac oder des quadrivalenten Influvac Tetra. In zwei klinischen Studien wurde gesunden Erwachsenen ab einem Alter von 18 Jahren und gesunden Kindern im Alter von 3 bis 17 Jahren der quadrivalente Influenza-Impfstoff Influvac Tetra oder trivalenter Influvac verabreicht.
In einer dritten Studie wurde die Sicherheit bei gesunden Kindern im Alter von 6 bis 35 Monaten untersucht, denen der quadrivalente Influenza-Impfstoff Influvac Tetra oder ein nicht gegen Influenza gerichteter Kontrollimpfstoff verabreicht wurde. In beiden an Kindern durchgeführten Studien erhielten Kinder im Alter von 6 Monaten bis 8 Jahren abhängig von ihren zuvor verabreichten Influenza-Impfstoffen eine oder zwei Dosen.
Die meisten Reaktionen traten in der Regel innerhalb der ersten 3 Tage nach der Impfung auf und klangen innerhalb von 1 bis 3 Tagen nach dem Auftreten spontan ab. Diese Reaktionen waren im Allgemeinen von leichter Intensität.
In allen Altersgruppen war die am häufigsten gemeldete lokale Nebenwirkung Schmerzen an der Impfstelle.
Die am häufigsten gemeldeten systemischen Nebenwirkungen bei Erwachsenen und Kindern im Alter von 6 bis 17 Jahren waren Müdigkeit und Kopfschmerzen und bei Kindern im Alter von 3 bis 5 Jahren Benommenheit, Reizbarkeit und Appetitlosigkeit. Die am häufigsten gemeldeten systemischen Nebenwirkungen bei Kindern im Alter von 6 bis 35 Monaten waren Reizbarkeit/Aufgeregtheit.
Darüber hinaus haben die Daten aus klinischen Studien und der Erfahrung nach dem Inverkehrbringen im Allgemeinen gezeigt, dass das Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil von Influvac Tetra (quadrivalent) und Influvac (trivalent) vergleichbar ist.
Tabellarische Zusammenfassung der Nebenwirkungen
Die folgenden Nebenwirkungen wurden in klinischen Studien oder im Rahmen der Erfahrung nach dem Inverkehrbringen mit Influvac und/oder dem quadrivalenten Influenza-Impfstoff Influvac Tetra mit den folgenden Häufigkeiten beobachtet.
Häufigkeit gemäss MedDRA-Konvention: sehr häufig (≥1/10); häufig (≥1/100, <1/10); gelegentlich (≥1/1000, <1/100); nicht bekannt (Nebenwirkungen aufgrund von Spontanmeldungen, Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Erwachsene und ältere Patienten

MedDRA-Systemorgankl  Sehr häufig ≥1/10     Häufig ≥1/100, <1/10  Gelegentlich ≥1/1000  Nicht bekannta
asse                                                              ,<1/100               (Häufigkeit auf
                                                                                        Grundlage der
                                                                                        verfügbaren Daten
                                                                                        nicht abschätzbar)
Erkrankungen des                                                                        Vorübergehende
Blutes und des                                                                          Thrombozytopenie,
Lymphsystems                                                                            vorübergehende
                                                                                        Lymphadenopathie
Erkrankungen des                                                                        Allergische Reaktion
Immunsystems                                                                            en, die in seltenen
                                                                                        Fällen zu Schock
                                                                                        führen, Angioödem
Erkrankungen des      Kopfschmerzenb                                                    Neuralgie, Parästhes
Nervensystems         (12,4%)                                                           ie, Fieberkrämpfe,
                                                                                        neurologische
                                                                                        Erkrankungen wie
                                                                                        Enzephalomyelitis,
                                                                                        Neuritis und Guillai
                                                                                        n-Barré-Syndrom
Gefässerkrankungen                                                                      Vaskulitis, in sehr
                                                                                        seltenen Fällen mit
                                                                                        vorübergehender
                                                                                        renalen Beteiligung
Erkrankungen der                            Schwitzen                                   Allgemeine Hautreakt
Haut und des Unterha                                                                    ionen einschliesslic
utgewebes                                                                               h Pruritus, Urtikari
                                                                                        a oder unspezifische
                                                                                        r Hautausschlag
Skelettmuskulatur-,                         Myalgie, Arthralgie                         
Bindegewebs- und                                                                        
Knochenerkrankungen                                                                     
Allgemeine Erkrankun  Müdigkeit (11,9%),    Unwohlsein, Schüttel  Fieber                
gen und Beschwerden   lokale Reaktion:      frost, lokale                               
am Verabreichungsort  Schmerzenb (24,9%)    Reaktionen: Rötung,                         
                                            Schwellung, Ekchymos                        
                                            e, Induration                               
a Da diese Nebenwirk
ungen freiwillig
aus einer Bevölkerun
gsgruppe unbekannter
 Grösse berichtet
wurden, ist es
nicht immer möglich,
 die Häufigkeit
verlässlich abzuschä
tzen oder einen
Kausalzusammenhang
mit der Arzneimittel
anwendung herzustell
en. b Bei älteren
Erwachsenen (≥61
Jahre) als "häufig"
gemeldet.

 
Kinder und Jugendliche (6 Monate bis 17 Jahre)

MedDRA-Systemorgankl  Sehr häufig ≥1/10     Häufig ≥1/100, <1/10  Gelegentlich ≥1/1000  Nicht bekannta
asse                                                              ,<1/100               (Häufigkeit auf
                                                                                        Grundlage der
                                                                                        verfügbaren Daten
                                                                                        nicht abschätzbar)
Erkrankungen des                                                                        Vorübergehende
Blutes und des                                                                          Thrombozytopenie,
Lymphsystems                                                                            vorübergehende
                                                                                        Lymphadenopathie
Erkrankungen des                                                                        Allergische Reaktion
Immunsystems                                                                            en, die in seltenen
                                                                                        Fällen zu Schock
                                                                                        führen, Angioödem
Erkrankungen des      Kopfschmerzen                                                     Neuralgie, Parästhes
Nervensystems         (24,0%)c, Benommenhe                                              ie, Fieberkrämpfe,
                      it, Schläfrigkeit                                                 neurologische
                      (17,5%)b                                                          Erkrankungen wie
                                                                                        Enzephalomyelitis,
                                                                                        Neuritis und Guillai
                                                                                        n-Barré-Syndrom
Gefässerkrankungen                                                                      Vaskulitis, in sehr
                                                                                        seltenen Fällen mit
                                                                                        einer vorübergehende
                                                                                        rn renalen Beteiligu
                                                                                        ng
Erkrankungen der      Schwitzen (12,4%)f                                                Allgemeine Hautreakt
Haut und des Unterha                                                                    ionen einschliesslic
utgewebes                                                                               h Pruritus, Urtikari
                                                                                        a oder unspezifische
                                                                                        r Hautausschlag
Stoffwechsel- und     Appetitlosigkeit                                                  
Ernährungsstörungen   (19,3%)b                                                          
Erkrankungen des      Gastrointestinale                                                 
Gastrointestinaltrak  Symptome (14,8%)c,                                                
ts                    Diarrhoe (19,8%)e,                                                
                      Erbrechen (19,8%)e                                                
Psychiatrische        Reizbarkeit (30,2%)b                                              
Erkrankungen                                                                            
Skelettmuskulatur-,   Myalgie (14,8%)c      Arthralgiec                                 
Bindegewebs- und                                                                        
Knochenerkrankungen                                                                     
Allgemeine Erkrankun  Müdigkeit (23,6%)c,   Schüttelfrostc,                             
gen und Beschwerden   Fieber (19,3%)f,      lokale Reaktion:                            
am Verabreichungsort  Unwohlsein (14,8%)c,  Ekchymose                                   
                       lokale Reaktionen:                                               
                      Schmerzen (59,0%),                                                
                      Rötung (19,4%),                                                   
                      Schwellung (13,4%)d,                                              
                       Induration (11,4%)d                                              
a Da diese Nebenwirk
ungen freiwillig
aus einer Bevölkerun
gsgruppe unbekannter
 Grösse berichtet
wurden, ist es
nicht immer möglich,
 die Häufigkeit
verlässlich abzuschä
tzen oder einen
Kausalzusammenhang
mit der Arzneimittel
anwendung herzustell
en. b Bei Kindern
im Alter von 6
Monaten bis 5
Jahren gemeldet. c
Bei Kindern im
Alter von 6 bis 17
Jahren gemeldet. d
Bei Kindern im
Alter von 6 bis 35
Monaten als "häufig"
 gemeldet. e Bei
Kindern im Alter
von 3 bis 5 Jahren
als "häufig" gemelde
t. f Bei Kindern im
Alter von 3 bis 17
Jahren als "häufig"
gemeldet.

 
Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.

Überdosierung

Es ist unwahrscheinlich, dass eine Überdosierung unerwartete Nebenwirkungen nach sich zieht.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code
J07BB02
Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik
Influvac bewirkt eine aktive Immunisierung gegen die drei im Impfstoff enthaltenen Influenza-Virusstämme (zwei A-Subtypen und ein B-Linie).
Influvac induziert humorale Antikörper gegen die Hämagglutinine. Diese Antikörper neutralisieren die Influenzaviren.
Eine Korrelation bestimmter Titer von hämagglutinationshemmenden (HI) Antikörpern nach der Anwendung von inaktivierten Influenza-Virus-Impfstoffen einerseits und der Schutzwirkung gegen Influenza wurde nicht festgestellt, jedoch werden die HAI-Antikörpertiter als Mass der Impfstoffaktivität verwendet.
In einigen Humanstudien wurden Antikörpertiter von 1:40 oder höher mit einem Schutz vor einer Influenzaerkrankung bei bis zu 50% der Probanden assoziiert.
Klinische Wirksamkeit
Keine Datenlage.
Pharmakodynamische Wirkungen
Daten zu Influvac Tetra sind für Influvac relevant, da beide Impfstoffe mithilfe desselben Verfahrens hergestellt werden und sich ihre Zusammensetzungen teilweise überschneiden.
Wirksamkeit von Influvac bei Kindern im Alter von 6 bis 35 Monaten
Die Wirksamkeit von Influvac Tetra wurde in einer randomisierten, Beobachterverblindeten Studie mit nicht gegen Influenza gerichtetem Kontrollimpfstoff (INFQ3003) untersucht, die während der drei Influenza-Saisons 2017 bis 2019 in Europa und Asien durchgeführt wurde. Gesunde Probanden im Alter von 6 bis 35 Monaten erhielten zwei Dosen von Influvac Tetra oder einen Kontrolimpfstoff ohne Influenza im Abstand von ca. 28 Tagen. Die Wirksamkeit von Influvac Tetra wurde im Hinblick auf die Vorbeugung von mittels Reverse-Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion (RT-PCR) bestätigter Influenza-A- oder -B-Erkrankung aufgrund jeglichen Influenza-Stammes untersucht. Alle mittels RT-PCR als positiv identifizierten Proben wurden weiter auf die Lebensfähigkeit in Zellkultur untersucht und überprüft, um festzustellen, ob die zirkulierenden Virusstämme denen im Impfstoff entsprachen.
Tabelle: Wirksamkeit bei Kindern im Alter von 6 bis 35 Monaten

                                  Influvac Tetra        Nicht-Influenza-Kontro  Wirksamkeit des
                                  N=1005                llimpfstoff N=995       Impfstoffs (95%-KI)
Im Labor bestätigte Influenza,    n                     n                       
verursacht durch:                                                               
-jeglichen Influenza-A- oder      59                    117                     0,54 (0,37-0,66)
Influenza-B-Stamm                                                               
-In Zellkultur bestätigte, mit    19                    56                      0,68 (0,45-0,81)
dem Impfstoff übereinstimmende                                                  
Stämme                                                                          

 
Wirksamkeit des Impfstoffs: Anteil der durch die Impfung verhinderten Influenza-Fälle
N = Anzahl der geimpften Personen
n = Anzahl der Influenza-Fälle
KI = Konfidenzintervall
Immunogenität von Influvac
In bei Erwachsenen in einem Alter ab 18 Jahren (INFQ3001) und bei Kindern im Alter von 3 bis 17 Jahren (INFQ3002) durchgeführten Studien wurden die Sicherheit und Immunogenität von Influvac Tetra und dessen Nichtunterlegenheit gegenüber trivalenten Influvac-Impfstoff-Formulierungen im Hinblick auf das geometrische Mittel des HI-Antikörpertiters (GMT) nach der Impfung und die Serokonversionsraten untersucht. In beiden Studien war die durch Influvac Tetra gegen die drei gemeinsamen Stämme ausgelöste Immunantwort gegenüber dem trivalenten Influenza-Impfstoff Influvac nicht unterlegen.
Erwachsene ab einem Alter von 18 Jahren
In der klinischen Studie INFQ3001 erhielten 1535 Erwachsene ab einem Alter von 18 Jahren eine Einzeldosis von quadrivalentem Influvac Tetra, und 442 Probanden erhielten eine Einzeldosis Influvac.
Tabelle: GMT nach der Impfung und Serokonversionsraten bei Erwachsenen

Erwachsene im Alter von 18-60       Influvac TetraN=768   Influvac1 N=112       Influvac2 N=110
Jahren                                                                          
GMT (95% Konfidenzintervall)
A/H1N1                              272,2 (248,0, 298,8)  304,4 (235,1, 394,1)  316,0 (245,1, 407,3)
A/H3N2                              442,4 (407,6, 480,2)  536,5 (421,7, 682,6)  417,0 (323,7, 537,1)
B (Yamagata)3                       162,5 (147,8, 178,7)  128,7 (100,3, 165,2)  81,7 (60,7, 109,9)
B (Victoria)4                       214,0 (195,5, 234,3)  85,1 (62,6, 115,6)    184,7 (139,0, 245,3)
Serokonversionsraten (95
%-Konfidenzintervall)
A/H1N1                              59,4% (55,8%, 62,9%)  65,5% (55,8%, 74,3%)  64,8% (55,0%, 73,8%)
A/H3N2                              51,3% (47,7%, 54,9%)  61,6% (51,9%, 70,6%)  55,5% (45,7%, 64,9%)
B (Yamagata)3                       59,2% (55,7%, 62,8%)  58,7% (48,9%, 68,1%)  40,9% (31,6%, 50,7%)
B (Victoria)4                       70,2% (66,8%, 73,4%)  51,4% (41,6%, 61,1%)  66,4% (56,7%, 75,1%)

 
 

Ältere Personen ab einem Alter      Influvac TetraN=765   Influvac1 N=108       Influvac2 N=110
von 61 Jahren                                                                   
GMT (95 %-Konfidenzintervall)
A/H1N1                              127,2 (114,9, 140,9)  142,4 (107,6, 188,3)  174,2 (135,9, 223,3)
A/H3N2                              348,5 (316,8, 383,5)  361,5 (278,3, 469,6)  353,4 (280,7, 445,0)
B (Yamagata)3                       63,7 (57,7, 70,4)     57,4 (43,6, 75,7)     27,3 (20,7, 36,0)
B (Victoria)4                       109,4 (98,1, 122,0)   48,0 (34,6, 66,6)     106,6 (79,7, 142,8)
Serokonversionsraten (95
%-Konfidenzintervall)
A/H1N1                              50,3% (46,7%, 54,0%)  56,6% (46,6%, 66,2%)  58,2% (48,4%, 67,5%)
A/H3N2                              39,3% (35,8%, 42,9%)  44,4% (34,9%, 54,3%)  43,6% (34,2%, 53,4%)
B (Yamagata)3                       49,9% (46,2%, 53,5%)  46,2% (36,5%, 56,2%)  30,0% (21,6%, 39,5%)
B (Victoria)4                       53,6% (50,0%, 57,2%)  25,0% (17,2%, 34,3%)  55,6% (45,7%, 65,1%)

 
N = Anzahl der in die Immunogenitätsanalyse eingeschlossenen Personen
1 enthält A/H1N1, A/H3N2 und B (Yamagata-Linie)
2 enthält A/H1N1, A/H3N2 und B (Victoria-Linie)
3 von der WHO empfohlener B-Stamm für die Saison 2014-2015 NH für trivalente Impfstoffe
4 zusätzlicher von der WHO empfohlener B-Stamm für die Saison 2014-2015 NH für quadrivalente Impfstoffe
Kinder und Jugendliche
Kinder im Alter von 3 bis 17 Jahren
In der klinischen Studie INFQ3002 erhielten 402 Kinder im Alter von 3 bis 17 Jahren eine oder zwei Dosen quadrivalenten Influvac Tetra, und 798 Kinder erhielten eine oder zwei Dosen Influvac abhängig von ihren zuvor erhaltenen Influenza-Impfungen.
Tabelle: GMT nach der Impfung und Serokonversionsraten bei Kindern im Alter von 3 bis 17 Jahren

Kinder im Alter von 3 bis 17        Influvac TetraN=396   Influvac1 N=389       Influvac2 N=399
Jahren                                                                          
GMT (95 %-Konfidenzintervall)
A/H1N1                              546,2 (487,1, 612,6)  605,6 (536,3, 83,8)   633,1 (562,8, 712,2)
A/H3N2                              1161,5 (1035,8,       1075,4 (947,7,        1306,4 (1162,5,
                                    1302,5)               1220,3)               1468,1)
B (Yamagata)3                       280,8 (246,2, 320,1)  269,0 (232,8, 310,7)  38,3 (31,9, 46,1)
B (Victoria)4                       306,7 (266,0, 353,6)  104,5 (86,8, 125,8)   361,4 (311,0, 420,0)
Serokonversionsraten (95
%-Konfidenzintervall)
A/H1N1                              60,1% (55,1%, 65,0%)  61,8% (56,7%, 66,6%)  59,1% (54,1%, 64,0%)
A/H3N2                              80,6% (76,3%, 84,3%)  82,4% (78,3%, 86,1%)  80,7% (76,5%, 84,5%)
B (Yamagata)3                       79,3% (75,0%, 83,2%)  73,1% (68,4%, 77,5%)  28,1% (23,7%, 32,8%)
B (Victoria)4                       76,5% (72,0%, 80,6%)  39,5% (34,6%, 44,6%)  72,7% (68,0%, 77,0%)

 
N = Anzahl der in die Immunogenitätsanalyse eingeschlossenen Personen
1 enthält A/H1N1, A/H3N2 und B (Yamagata-Linie)
2 enthält A/H1N1, A/H3N2 und B (Victoria-Linie)
3 von der WHO empfohlener B-Stamm für die Saison 2016-2017 NH für trivalente Impfstoffe
4 zusätzlicher von der WHO empfohlener B-Stamm für die Saison 2016-2017 NH für quadrivalente Impfstoffe
Kinder im Alter von 6 bis 35 Monaten
In der klinischen Studie INFQ3003 wurde die Immunogenität von Influvac Tetra im Hinblick auf die Serokonversionsraten über 3 Influenza-Saisons hinweg untersucht.
Tabelle: GMT nach der Impfung und Serokonversionsraten bei Kindern im Alter von 6 bis 35 Monaten

Kinder im Alter von 6 bis 35   Influenza-Saison NH     Influenza-Saison NH     Influenza-Saison SH
Monaten                        2017-20181N=348         2018-20191 N=359        20191 N=225
GMT (95 %-Konfidenzintervall)
A/H1N1                         71,1 (60,8, 83,2)       84,2 (72,1, 98,4)       116,2 (87,9, 153,7)
A/H3N2                         341,4 (279,2, 417,5)    156,0 (129,5, 188,0)    554,2 (415,0, 740,0)
B (Yamagata)                   10,8 (9,6, 12,2)        20,3 (17,6, 23,4)       8,9 (7,5, 10,6)
B (Victoria)                   11,1 (9,5, 12,8)        27,0 (23,4, 31,1)       24,9 (19,7, 31,4)
Serokonversionsraten (95
%-Konfidenzintervall)
A/H1N1                         74,4% (69,5%, 78,9%)    76,0% (71,3%, 80,4%)    69,8% (63,3%, 75,7%)
A/H3N2                         92,5% (89,2%, 95,0%)    86,6% (82,7%, 90,0%)    86,2% (81,0%, 90,4%)
B (Yamagata)                   35,5% (30,4%, 40,8%)    56,0% (50,7%, 61,2%)    16,9% (12,2%, 22,4%)
B (Victoria)                   26,5% (21,9%, 31,5%)    65,2% (60,0%, 70,1%)    47,6% (40,9%, 54,3%)

 
N = Anzahl der in die Immunogenitätsanalyse eingeschlossenen Personen
1 enthält zusätzliche von der WHO empfohlene Stämme für die jeweilige Saison für quadrivalente Impfstoffe

Pharmakokinetik

Absorption
Keine Datenlage.
Distribution
Keine Datenlage.
Metabolismus
Keine Datenlage.
Elimination
Keine Datenlage.
Kinetik spezieller Patientengruppen
Keine Datenlage.

Präklinische Daten

Basierend auf den konventionellen Studien mit trivalentem Influvac zur Toxizität bei wiederholter Gabe, lokaler Toxizität, Reproduktions- und Entwicklungstoxizität und Sicherheitspharmakologie, lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.

Sonstige Hinweise

Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Arzneimittel nicht mit anderen Arzneimitteln gemischt werden.
Haltbarkeit
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
Besondere Lagerungshinweise
Im Kühlschrank (2-8 °C) lagern.
Nicht einfrieren.
Den Behälter im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Hinweise für die Handhabung
Der Impfstoff sollte vor der Anwendung auf Raumtemperatur gebracht werden. Vor Gebrauch kurz schütteln. Führen Sie vor der Anwendung eine Sichtkontrolle durch.
Unverbrauchter Impfstoff und anderes Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu entsorgen.

Zulassungsnummer

69992 (Swissmedic).

Packungen

0,5 ml Injektionssuspension in einer Fertigspritze mit Kanüle.
Packung mit 1 Fertigspritze. (B)
Packung mit 10 Fertigspritzen. (B)

Zulassungsinhaberin

Viatris Pharma GmbH, 6312 Steinhausen.

Stand der Information

Juli 2025.
[Version 101 D]

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