| Ausdruck von http://www.oddb.org |
Fachinformation Quinsair 240 mg Lösung für einen Vernebler Chiesi SA ZusammensetzungWirkstoffe Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro EinheitKlare, hellgelbe Lösung für einen Vernebler. Indikationen/AnwendungsmöglichkeitenQuinsair ist zur Behandlung von chronischen Infektionen der Lunge durch Pseudomonas aeruginosa bei erwachsenen Patienten mit zystischer Fibrose (cystic fibrosis [CF], Mukoviszidose) angezeigt (siehe Abschnitt "Eigenschaften/Wirkung" ). Dosierung/AnwendungDosierung Kontraindikationen-Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere Chinolone oder einen der im Abschnitt "Zusammensetzung" genannten Hilfsstoffe. Warnhinweise und VorsichtsmassnahmenFluorochinolone, einschliesslich Quinsair, können zu schwerwiegenden, potenziell irreversiblen, unerwünschten Wirkungen verschiedener Organsysteme führen und zusammen bei einem Patienten auftreten. Häufig beobachtete, unerwünschte Wirkungen sind Tendinitis und Sehnenrupturen, Arthralgien, Effekte auf das periphere sowie zentrale Nervensystem. Die Symptome können innerhalb von Stunden nach Einnahme von Quinsair auftreten. Diese unerwünschten Wirkungen können bei Patienten jeden Alters sowie bei Patienten ohne Risikofaktoren auftreten. InteraktionenWirkungen anderer Arzneimittel auf Levofloxacin Schwangerschaft, StillzeitSchwangerschaft Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von MaschinenEinige Nebenwirkungen (z.B. Erschöpfung, Schwächegefühl, Sehstörungen, Benommenheit) können die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit des Patienten beeinträchtigen. Patienten, bei denen derartige Symptome auftreten, sollten angewiesen werden, auf das Führen eines Fahrzeugs oder das Bedienen von Maschinen zu verzichten. Unerwünschte WirkungenZusammenfassung des Sicherheitsprofils Systemorganklasse Sehr häufig (≥1/10) Häufig(≥1/100, Gelegentlich(≥1/1'00
<1/10) 0, <1/100)
Infektionen und parasitäre Vulvovaginale Orale Pilzinfektion
Erkrankungen mykotische Infektion
Erkrankungen des Blutes und des Anämie*, Neutropenie
Lymphsystems *, erhöhte Eosinophi
lenzahl*, verringert
e Thrombozytenzahl*
Erkrankungen des Immunsystems Überempfindlichkeit*
Stoffwechsel- und Ernährungsstörun Appetitlosigkeit* Erhöhte und verminde
gen (11%), Gewichtsabnah rte Blutzuckerwerte*
me* (27.5%)
Psychiatrische Erkrankungen Schlaflosigkeit* Angstgefühl*,
Depression*
Erkrankungen des Nervensystems Geschmacksstörungen Kopfschmerzen, Minderung der
(30%) Benommenheit* Geruchswahr-nehmung*
, Somnolenz*
Augenerkrankungen Sehstörungen*
Erkrankungen des Ohrs und des Tinnitus* Hörverlust*
Labyrinths
Herzerkrankungen** Tachykardie*,
verlängertes QT-Inte
rvall im EKG*
(siehe "Warnhinweise
und Vorsichtsmassna
hmen" )
Erkrankungen der Atemwege, des Husten/Husten mit Dysphonie, verminder Bronchospasmus***,
Brustraums und Mediastinums Auswurf (54%), te Lungenfunktionste bronchiale Hyperreag
Dyspnoe (17.6%), sts*, abnormes ibilität, Obstruktiv
Veränderungen des Atemgeräusch* e Atemwegserkrankung
Bronchialsekrets
(Volumen und Viskosi
tät)* (23.9%),
Hämoptoe* (16.3%),
vermindertes forcier
tes expiratorisches
Volumen (9.9%)*
Erkrankungen des Gastrointestinalt Übelkeit Erbrechen, Würgereiz, Dyspepsie
rakts Bauchschmerzen*, *, Flatulenz*
Diarrhoe*, Obstipati
on*
Leber- und Gallenerkrankungen Erhöhte Leberenzymwe Hepatitis*, Hyperbil
rte (ALT, AST) irubinämie*, abnorme
Leberfunktionstests
, Erhöhung der
alkalischen Phosphat
ase im Blut*
Erkrankungen der Haut und des Ausschlag Urtikaria*, Pruritus
Unterhautzellgewebes *
Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- Arthralgie, Myalgie* Tendinitis, Costocho
und Knochenerkrankungen ndritis, Gelenksteif
igkeit
Erkrankungen der Nieren und Erhöhte Kreatinin-Ko Nierenversagen*
Harnwege nzentration im
Serum*
Allgemeine Erkrankungen und Erschöpfung/Schwäche Fieber
Beschwerden am Verabreichungsort gefühl (25%),
verminderte Belastba
rkeit (13.3%)
* Unerwünschte Ereignisse, deren
Zusammenhang mit Quinsair nicht
sicher ist, die jedoch
bekanntermassen unter
systemischer Anwendung von
Levofloxacin auftreten und/oder
die in einem plausiblen
Zusammenhang mit Quinsair stehen
und in klinischen Studien
häufiger als unter Placebo
berichtet wurden. ** Fälle von
Aortenaneurysma und Aortendissekti
on, manchmal durch Rupturen
kompliziert (einschliesslich
tödlicher Fälle), und von
Regurgitation/Insuffizienz einer
der Herzklappen wurden bei
Patienten berichtet, die
Fluorchinolone erhielten (siehe
Abschnitt Warnhinweise und
Vorsichtsmassnahmen). *** Weitere
Einzelheiten siehe folgenden
Absatz.
Systemorganklasse Häufig(≥1/100, Gelegentlich(≥1/1'00 Selten(≥1/10'000, Sehr selten(<1/10'00
<1/10) 0, <1/100) <1/1'000) 0) oder nicht
bekannt**
Infektionen und Superinfektionen
parasitäre Erkrankun durch Pilze oder
gen resistente Mikroorga
nis-men
Erkrankungen des Leukopenie Panzytopenie**,
Blutes und des Agranulozytose**,
Lymphsystems hämolytische Anämie*
*
Erkrankungen des Angioödem Anaphylaktischer
Immunsystems Schock, anaphylaktoi
der Schock. Anaphyla
ktische und anaphyla
ktoide Reaktionen
können gelegentlich
nach der ersten
Einnahme auftreten.
Stoffwechsel- und Hypoglykämie und Hypoglykämisches
Ernährungsstörungen Hyperglykämie, Koma
besonders bei
Diabetikern
Psychiatrische Verwirrtheit, Psychotische Reaktio Psychotische Reaktio
Erkrankungen Nervosität nen (z.B. Halluzinat nen mit selbstgefähr
ionen, Paranoia), dendem Verhalten,
Agitiertheit, einschliesslich
abnorme Träume, suizidaler Gedanken
Albträume und Handlungen
Erkrankungen des Schwindel Tremor Krampfanfälle, Periphere sensorisch
Nervensystems Parästhesie e Neuropathie,
periphere sensomotor
ische Neuropathie,
Dyskinesie, extrapyr
amidale Störungen,
Ageusie, Parosmie,
einschliesslich
Anosmie, Synkope,
benigne intrakraniel
le Hypertonie.
Symptome anderer
Störungen der
Muskel-koordination
sind von anderen
Fluorochinolonen
bekannt.
Augenerkrankungen Vorübergehender
Sehverlust, Uveitis
Erkrankungen des Schwindel Hörstörungen
Ohrs und des Labyrin
ths
Herzerkrankungen*** Palpitationen Ventrikuläre Tachyka
rdie, ventrikuläre
Arrhythmie und
Torsade de pointes
(siehe "Warnhinweise
und Vorsichtsmassna
hmen" )
Gefässerkrankungen** Hypotonie Von anderen Fluoroch
* inolonen ist eine
allergische Vaskulit
is bekannt.
Erkrankungen der Allergische Pneumoni
Atemwege, des tis
Brustraums und
Mediastinums
Erkrankungen des Blutige Diarrhoe,
Gastrointestinaltrak welche in sehr
ts seltenen Fällen
Ausdruck von Enterok
olitis einschliessli
ch pseudomembranöser
Kolitis sein kann
(siehe "Warnhinweise
und Vorsichtsmassna
hmen" ). Einzelfälle
von Pankreatitis.
Leber- und Gallenerk Ikterus und schwere
rankungen Leberschäden,
einschliesslich
Fälle von letalem
akutem Leberversagen
, Porphyrieanfälle
bei Patienten mit
Porphyrie
Erkrankungen der Hyperhidrose Toxische epidermale
Haut und des Unterha Nekrolyse, Stevens-J
utzellgewebes ohnson-Syndrom,
Erythema multiforme,
Photosensitivitätsr
eaktion, leukozytokl
astische Vaskulitis,
Stomatitis
Skelettmuskulatur-, Muskelschwäche Rhabdomyolyse,
Bindegewebs- und (Vorsicht bei Sehnenriss, Bänderri
Knochenerkrankungen Patienten mit ss, Muskelriss,
Myasthenia gravis, Arthritis
Exazerbation einer
Myasthenia gravis)
Allgemeine Erkrankun Schmerzen (einschlie
gen und Beschwerden sslich Schmerzen im
am Verabreichungsort Rücken, in der
Brust und in den
Extremitäten)
Untersuchungen Es liegen Berichte
über Einzelfälle
von Blutungen
und/oder verlängerte
n Blutgerinnungspara
metern (PT, INR)
bei Patienten vor,
die gleichzeitig
mit Levofloxacin
und Vitamin-K-Antago
nisten behandelt
wurden; diese
können gelegentlich
schwerwiegende
Ausmasse annehmen.
* Häufigkeit auf
Grundlage der
verfügbaren Daten
nicht abschätzbar.
** Weitere Einzelhei
ten siehe folgenden
Absatz. *** Fälle
von Aortenaneurysma
und Aortendissektion
, manchmal durch
Rupturen kompliziert
(einschliesslich
tödlicher Fälle),
und von Regurgitatio
n/Insuffizienz
einer der Herzklappe
n wurden bei Patient
en berichtet, die
Fluorchinolone
erhielten (siehe
Abschnitt Warnhinwei
se und Vorsichtsmass
nahmen).
ÜberdosierungIm Falle einer Überdosierung sollte eine symptomatische Behandlung eingeleitet werden. Der Patient sollte beobachtet werden und es sollte eine ausreichende Hydratation aufrechterhalten werden. Aufgrund des möglichen Auftretens einer QT-Intervallverlängerung sollte eine EKG-Überwachung erfolgen. Hämodialyse, einschliesslich Peritonealdialyse und kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse (CAPD), können Levofloxacin nicht wirksam eliminieren. Ein spezifisches Antidot existiert nicht. Eigenschaften/WirkungenATC-Code: J01MA12 Parameter Unterstützende
Studien
Studie 207 (ITT) Studie 204 (ITT)
Placebo Quinsair240 mg 2× Placebo Quinsair240 mg 2×
tgl. tgl. a
N = 110 N = 220 N = 37 N = 39
Patienten ≥18 94 (85,5) 190 (86,4) 33 (89,2) 36 (92,3)
Jahre, n (%)
Primärer Endpunkt
der Studie 207:
Mediane Zeit bis 58 Tage 51.5 Tage - -
zur pulmonalen
Exazerbation
Hazard Ratio [95%-KI 1,33 [0,96; 1,84];p -
] b = 0,0715
Primärer Endpunkt
der Studie 204,
sekundärer Endpunkt
der Studie 207:
Änderung der Keimzah 0,04 (0,17) -0,59 (0,14) N = 32 c 0,39 (0,23) N = 34 c -0,80
l von P. aeruginosa (0,23)
im Sputum an Tag 28
gegenüber Studienbeg
innMittelwert der
Kleinsten Quadrate
(×1010 KBE/g Sputum,
[SE])
Behandlungsunterschi -0,63[-0,95; -0,30]p -1.19[-1,79; -0,58]p
ed (×1010 KBE/g = 0,0002 = 0,0002
Sputum, [95%-KI]) d
Sekundärer Endpunkt
der Studien 204 und
207:
FEV1-Wert in Prozent 1,24 (1,04) 3,66 (0,87) -3,46 (2,83) e 6,11 (2,93) e
des SollwertsRelati
ve Änderung an Tag
28 gegenüber Studien
beginnMittelwert
der kleinsten
Quadrate (SE)
Behandlungsunterschi 2,42 [0,53; 4,31];p 9,57 [3,39; 15,75];p
ed an Tag 28 [95%-KI = 0,012 f = 0,0026 f
] d
KI = Konfidenzinterv
all; FEV1 = forciert
es exspiratorisches
Volumen in 1 Sekunde
; ITT = Intent to
Treat (alle randomis
ierten Patienten);
KBE = Koloniebildend
e Einheiten; p =
p-Wert; SE = Standar
d Error (Standardfeh
ler). a Hinweis: In
Studie 204 wurden
weitere 38 Patienten
auf Quinsair 120
mg einmal täglich
und weitere 37
Patienten auf
Quinsair 240 mg
einmal täglich
randomisiert. b
Hazard Ratio basiere
nd auf einem Cox-Pro
portional-Hazards-Re
gressionsmodell;
der p-Wert wurde
mittels Log-rank-Tes
t bestimmt. c Der
primäre Endpunkt
der Studie 204
bezog sich auf die
Efficacy Evaluable
(EE) Population
(d.h. alle Patienten
ohne grobe Protokol
lverstösse, die
mindestens 80% der
Studienmedikation
während der 28-tägig
en Behandlungszeit
erhielten). d
Unterschied im
Mittelwert der
kleinsten Quadrate
für Quinsair minus
Placebo. e Kovarianz
analyse (Analysis
of Covariance,
ANCOVA) mit Termen
für Behandlung,
Region, Alter (16
bis 18 Jahre, >18
Jahre) und FEV1-Wert
in Prozent des
Sollwerts bei
Studienbeginn in
Quartilen. f Geteste
t mit alpha = 0,05.
Parameter Zulassungsrelevante
Studie - Studie 209
(Kernphase; ITT)
TIS300 mg 2× tgl.N = 93 Quinsair240 mg 2× Behandlungsunterschi
tgl.N = 189 ed a
≥18 Jahre, n (%) 84 (90,3) 170 (89,9)
Primärer Endpunkt:
Relative Änderung des FEV1-Werts N = 93 0,38 (1,262)b N = 189 2,24 (1,019) Mittelwert der
zwischen Studienbeginn und Tag 28 b kleinsten Quadrate
von Zyklus 1 [95%-KI]: 1,86
[-0,66; 4,39] c
Sekundäre Endpunkte:
Relative Änderung des FEV1-Werts N = 84 -0,62 (1,352) N = 170 2,35 (1,025) Mittelwert der
zwischen Studienbeginn und Tag 28 b b kleinsten Quadrate
von Zyklus 2 [95%-KI]: 2,96
[-0,03; 5,95]
Relative Änderung des FEV1-Werts N = 83 -0,09 (1,385) N = 166 1,98 (1,049) Mittelwert der
zwischen Studienbeginn und Tag 28 b b kleinsten Quadrate
von Zyklus 3 [95%-KI]: 2,07
[-1,01; 5,15]
KI = Konfidenzintervall; FEV1 =
forciertes exspiratorisches
Volumen in 1 Sekunde; ITT =
Intent-to-Treat (alle
randomisierten Patienten); SE =
Standard Error (Standardfehler);
TIS = Tobramycin-Inhalationslösung
(tobramycin inhalation
solution). a Behandlungsunterschie
d für Quinsair minus TIS oder
Hazard Ratio für Quinsair/TIS. b
Mittelwert der kleinsten Quadrate
(SE) c Die Nicht-Unterlegenheit
wurde als Überschreiten der vorab
definierten, unteren Grenze des
Konfidenzintervalls im
Behandlungsunterschieds des
primären Endpunkts von 4%
definiert.
PharmakokinetikAbsorption Pharmakokinetische Parameter Quinsair Systemisches Levoflo
xacin
240 mg Inhalation2× tgl. 500 mg oral1× tgl.* 500 mg i.v.1× tgl.*
Cmax (μg/ml) 2,4 (1,0) 5,7 (1,4) 6,4 (0,8)
AUC(0-24) (µg•h/ml) 20,9 (12,5) 47,5 (6,7) 54,6 (11,1)
i.v. = intravenös; tgl. =
täglich; SD = Standardabweichung
* Vorhergesagter Wert auf
Grundlage pharmakokinetischer
Populationsanalysen von
CF-Patienten ** Gesunde Männer im
Alter von 18–53 Jahren
Präklinische DatenBasierend auf konventionellen Studien zur Toxizität mit oraler Verabreichung nach Einmalgabe, Toxizität bei wiederholter Gabe, Reproduktions- und Entwicklungstoxizität und zum kanzerogenen Potential lassen die präklinischen Daten keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen. Sonstige HinweiseInkompatibilitäten Zulassungsnummer66555 (Swissmedic). Packungen1 Packung für 28 Tage mit 56 (14 Beutel mit jeweils 4) Ampullen à 240 mg und einem Zirela-Vernebler, der zusammen mit der Gebrauchsanweisung des Herstellers in einer Faltschachtel verpackt ist. (A) ZulassungsinhaberinChiesi SA, 1752 Villars-sur-Glâne. Stand der InformationMai 2025 |