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Fachinformation REKAMBYS Janssen-Cilag AG ZusammensetzungWirkstoffe Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro EinheitWeisse bis gebrochen-weisse Depot-Injektionssuspension (Depot-Injektion) für die i.m. Anwendung. Indikationen/AnwendungsmöglichkeitenREKAMBYS ist in Kombination mit Cabotegravir zur Injektion für die Behandlung von Infektionen mit dem humanen Immunschwächevirus Typ 1 (HIV-1) bei Erwachsenen und Jugendlichen im Alter von mindestens 12 Jahren und mit einem Körpergewicht von mindestens 35 kg indiziert, die seit mindestens 6 Monaten vor Umstellung auf die Rilpivirin-Cabotegravir-Kombination unter einer stabilen antiretroviralen Therapie virologisch supprimiert (HIV-1 RNA < 50 Kopien /ml) sind und keine bekannten oder vermuteten Resistenzen gegen sowie in der Vorgeschichte kein virologisches Versagen mit Wirkstoffen aus der NNRTI- oder INI-Klasse aufweisen (siehe "Klinische Wirksamkeit" ). Dosierung/AnwendungDie Behandlung muss durch einen Arzt erfolgen, der Erfahrung in der Behandlung von HIV-Infektionen hat. Tabelle 1: Dosierungsplan der oralen Einleitungsbehandlung
Orale Einleitungsbehandlung
Arzneimittel 1 Monat (für mindestens 28 Tage,
maximal 2 Monate), gefolgt von der
Erstinjektiona
Rilpivirin 25 mg einmal täglich zu einer
Mahlzeit
Cabotegravir 30 mg einmal täglich
a siehe Tabelle 2 für den Dosierungsplan der monatlichen
Injektionen und Tabelle 3 für den Dosierungsplan der
Injektionen alle 2 Monate.
Tabelle 2: Dosierungspla
n zur monatlichen
intramuskulären
Injektion
Arzneimittel Erstinjektion Erstinjektion in Monat 1 (am FolgeinjektionenEin
letzten Tag der laufenden ART oder der Monat nach der Erstinjekt
oralen Einleitungsphase, sofern angewendet) ion und danach monatlich
Rilpivirine 3 ml (900 mg) 2 ml (600 mg)
Cabotegravir 3 ml (600 mg) 2 ml (400 mg)
Tabelle 3: Dosierungsplan zur intramuskulären Injektion alle 2 Monate Arzneimittel Einleitungsinjektionen Folgeinjektionen Einleitungsinjektionen in Monat 1 (am Zwei Monate nach der letzten letzten Tag der laufenden ART oder der Einleitungsinjektion und danach oralen Einleitungsphase, sofern angewendet) alle 2 Monate und Monat 2 Rilpivirine 3 ml (900 mg) 3 ml (900 mg) Cabotegravir 3 ml (600 mg) 3 ml (600 mg) Tabelle 4: Empfehlungen zur Wiederaufnahme der
monatlichen Injektionen von REKAMBYS nach ausgelassenen
Injektionen oder oraler Überbrückungsbehandlung
Zeitraum seit der letzten Injektion Empfehlung
≤2 Monate: Frühestmögliche Fortsetzung der
monatlichen Injektion von 2 ml (600 mg).
> 2 Monate: Erneute Gabe der 3-ml-Dosis (900 mg),
anschliessende Fortsetzung der
monatlichen Injektion von 2 ml (600 mg).
Tabelle 5: Empfehlungen zur
Wiederaufnahme der zweimonatli
chen Injektion von REKAMBYS
nach ausgelassenen Injektionen
oder nach der oralen
Überbrückungstherapie
Ausgelassener Besuch zur Vergangene Zeit seit der letzten Empfehlung (alle
Injektion Injektion Injektionen sind 3 ml)
Injektion 2 ≤2 Monate Weiterbehandlung mit der
Injektion von 3 ml (900
mg) so bald wie möglich
und Fortsetzung des
Dosierungsplans mit
Injektionen alle 2 Monate.
> 2 Monate Wiedereinleitung der 3-ml-Dosis (900
mg) bei dem Patienten, gefolgt von
einer zweiten 3-ml-Injektion (900 mg)
als Anfangsdosis einen Monat später.
Danach den Dosierungsplan zur
Injektion alle 2 Monate befolgen.
Injektion 3 oder später ≤3 Monate Weiterbehandlung mit der
Injektion von 3 ml (900
mg) so bald wie möglich
und Fortsetzung des
Dosierungsplans mit
Injektionen alle 2 Monate
> 3 Monate Wiedereinleitung der 3-ml-Dosis (900
mg) bei dem Patienten, gefolgt von
einer zweiten 3-ml-Injektion (900 mg)
als Anfangsdosis einen Monat später.
Danach den Dosierungsplan zur
Injektion alle 2 Monate befolgen
KontraindikationenÜberempfindlichkeit gegenüber Rilpivirin oder einem der Hilfsstoffe. Warnhinweise und VorsichtsmassnahmenLangwirkende Eigenschaften einer Rilpirivin-Injektion InteraktionenEs wurden keine Studien zur Untersuchung von Arzneimittelinteraktionen nach Verabreichung von REKAMBYS durchgeführt. Die folgenden Angaben und Empfehlungen beruhen auf Studien nach oraler Verabreichung von Rilpivirin oder auf theoretischen Überlegungen. Tabelle 6: Interaktionen und Empfehlungen zur
Dosierung von REKAMBYS mit anderen
Arzneimitteln
Wirkstoff nach Therapiefeld (Dosierungsregime) Auswirkungen auf die Empfehlungen für die
Wirkstoffkonzentration gleichzeitige Anwendung
GMR (90 %-Kl)Ω
(Möglicher Interaktions
mechanismus)
ANTIVIRALE HIV-MITTEL (zur Anwendung mit
REKAMBYS)
Cabotegravir* Ω (30 mg q.d. für 12 Tage) Cabotegravir: AUC: Keine Dosisanpassung
Rilpivirin (25 mg q.d. für 24 Tage) 1,12 (1,05 – 1,19) empfohlen.
Cmin: 1,14 (1,04 –
1,24) Cmax: 1,05 (0,96
– 1,15) Rilpivirin:
AUC: 0,99 (0,89 –
1,09) Cmin: 0,92 (0,79
– 1,07) Cmax: 0,96
(0,85 – 1,09)
ANDERE ANTIVIRALE MITTEL
Ribavirin Nicht untersucht. Es Keine Dosisanpassung
ist keine klinisch empfohlen.
relevante Arzneimittel-
Interaktion zu erwarten
Telbivudin, Entecavir, Lamivudin, Nicht untersucht. Es Keine Dosisanpassung
Tenofoviralafenamid ist keine klinisch empfohlen. Bei Patienten
relevante Arzneimittel- mit gleichzeitig
Interaktion zu bestehender Hepatitis-B-I
erwarten. nfektion wird die
Einleitung einer
Behandlung mit REKAMBYS
nicht empfohlen. Ärzte
sollten die aktuellen
Behandlungsrichtlinien
für die Behandlung von
HIV-Infektionen bei
Patienten mit gleichzeiti
g bestehender Hepatitis-B
-Virusinfektion befolgen.
Sofosbuvir/Velpatasvir, Sofosbuvir/Velpatasvir Nicht untersucht. Es Keine Dosisanpassung
/Voxilaprevir, Ledipasvir, Pibrentasvir/Glecap ist keine klinisch empfohlen.
rivir, Elbasvir/Grazoprevir relevante Arzneimittel-
Interaktion zu
erwarten.
ANTIKONVULSIVA
Carbamazepin Oxcarbazepin Phenobarbital Nicht untersucht. Es Die gleichzeitige
Phenytoin sind erhebliche Anwendung von REKAMBYS
Verringerungen der ist kontraindiziert. Die
Rilpivirin-Konzentratio gleichzeitige Anwendung
nen im Plasma zu kann zu einem Verlust
erwarten. (Induktion der therapeutischen
von CYP3A) Wirkung von Rilpivirin
führen (siehe "Kontraind
ikationen" ).
AZOL-ANTIMYKOTIKA
Ketoconazol*#Ω (400 mg q.d. für 22 Tage) Ketoconazol: AUC: 0,76 Keine Dosisanpassung
Rilpivirin (150 mg q.d. für 11 Tage) (0,70 – 0,82) Cmin: empfohlen.
0,34 (0,25 – 0,46)
Cmax: 0,85 (0,80 –
0,90) (Induktion von
CYP3A aufgrund einer
hohen Rilpivirindosis
in der Studie)
Rilpivirin: AUC: 1.49
(1,31 – 1,70) Cmin:
1,76 (1,57 – 1,97)
Cmax: 1,30 (1,13 –
1,48) (Hemmung von
CYP3A)
Fluconazol Itraconazol Posaconazol Voriconazol Nicht untersucht. Die Keine Dosisanpassung
gleichzeitige Anwendung empfohlen.
von REKAMBYS und
Azol-Antimykotika kann
eine Erhöhung der
Rilpivirin-Konzentratio
nen im Plasma bewirken.
(Hemmung von CYP3A-Enz
ymen)
ANTIMYKOBAKTERIELLE MITTEL
Rifabutin*#Ω (300 mg q.d. für 11 Tage) Rifabutin: AUC: 1,03 Die gleichzeitige
Rilpivirin (150 mg q.d. für 11 Tage) (0,97 – 1,09) Cmin: Anwendung ist kontraindiz
1,01 (0,94 – 1,09) iert. Eine gleichzeitige
Cmax: 1,03 (0,93 – Anwendung kann zu einem
1,14) 25-O-Desacetylrif Verlust der therapeutisch
abutin: AUC: 1,07 en Wirkung von Rilpivirin
(1,02 – 1,11) Cmin: führen (siehe "Kontrain
1,12 (1,03 – 1,22) dikationen" ).
Cmax: 1,07 (0,98 –
1,17)
Rifabutin*#Ω (300 mg q.d. für 17 Tage) Rilpivirin: AUC: 0,58
Rilpivirin ( 25 mg q.d. für 11 Tage) (0,52 – 0,65) Cmin:
0,52 (0,46 – 0,59)
Cmax: 0,69 (0,62 –
0,76)
Rifabutin*#Ω (300 mg q.d. für 17 Tage) Rilpivirin: AUC: 1,15
Rilpivirin (50 mg q.d. für 11 Tage) (1,06 – 1,26) † Cmin:
0,93 (0,85 – 1,01) †
Cmax: 1,43 (1,30 –
1,56) † † verglichen
mit der alleinigen
Gabe von 25 mg
Rilpivirin q.d.
(Induktion von
CYP3A-Enzymen)
Rifampicin*#Ω (600 mg q.d. für 7 Tag) Rifampicin: AUC: 0,99 Die gleichzeitige
Rilpivirin (150 mg q.d. für 7 Tage) (0,92 – 1,07) Cmin:NA Anwendung ist kontraindiz
Cmax: 1,02 (0,93 – iert. Die gleichzeitige
1,12) 25-Desacetyl-Rifa Anwendung kann zu einem
mpicin: AUC: 0,91 Verlust der therapeutisch
(0,77 – 1,07) Cmin: NA en Wirkung von Rilpivirin
Cmax: 1,00 (0,87 – führen (siehe "Kontrain
1,15) Rilpivirin: AUC: dikationen" ).
0,20 (0,18 – 0,23)
Cmin: 0,11 (0,10 –
0,13) Cmax: 0,31 (0,27
– 0,36) (Induktion von
CYP3A-Enzymen)
Rifapentin Nicht untersucht. Es Die gleichzeitige
sind erhebliche Anwendung ist kontraindiz
Verringerungen der iert. Die gleichzeitige
Rilpivirin-Konzentratio Anwendung kann zu einem
nen im Plasma zu Verlust der therapeutisch
erwarten. (Induktion en Wirkung von Rilpivirin
von CYP3A-Enzymen) führen (siehe "Kontrain
dikationen" ).
MAKROLIDANTIBIOTIKA
Clarithromycin Erythromycin Nicht untersucht. Es Wenn möglich, sollten
ist eine erhöhte Alternativen wie
Rilpivirin-Exposition Azithromycin in Betracht
zu erwarten. (Hemmung gezogen werden.
von CYP3A-Enzymen)
GLUKOKORTIKOIDE oder Kortikosteroide
Dexamethason (systemisch, ausser bei Nicht untersucht. Die gleichzeitige
Anwendung als Einzeldosis) Bedeutende Verringerung Anwendung ist kontraindiz
en der Rilpivirin-Konze iert (ausser als
ntrationen im Plasma Einzeldosis). Die
sind zu erwarten. gleichzeitige Anwendung
(Induktion von kann zu einem Verlust
CYP3A-Enzymen) der therapeutischen
Wirkung von Rilpivirin
führen (siehe "Kontraind
ikationen" ). Es sollten
Alternativen in Betracht
gezogen werden.
NARKOTISCHE ANALGETIKA
Methadon*Ω (60–100 mg q.d., individualisierte R(-)-Methadon: AUC: Zu Beginn der gleichzeiti
Dosis) Rilpivirin (25 mg q.d. für 11 Tage) 0,84 (0,74 – 0,95) gen Anwendung von
Cmin: 0,78 (0,67 – Methadon sind keine
0,91) Cmax: 0,86 (0,78 Dosisanpassungen
– 0,95) S(+)-Methadon: erforderlich. Allerdings
AUC: 0,84 (0,74 – empfiehlt sich eine
0,96) Cmin: 0,79 (0,67 klinische Überwachung,
– 0,92) Cmax: 0,87 da die Methadon-Erhaltung
(0,78 – 0,97) Rilpiviri stherapie bei manchen
n: AUC: keine Interakti Patienten möglicherweise
on† Cmin: keine angepasst werden muss.
Interaktion† Cmax:
keine Interaktion† †
auf der Basis historisc
her Kontrollen
ANTIARRHYTHMIKA
Digoxin*Ω (0,5 mg Einzeldosis) Rilpivirin (25 Digoxin: AUC: 0,98 Keine Dosisanpassung
mg q.d. für 16 Tage) (0,93 – 1,04) Cmin: NA empfohlen.
Cmax: 1,06 (0,97 –
1,17)
ANTIDIABETIKA
Metformin*Ω (850 mg als Einzeldosis) Metformin; AUC: 0,97 Keine Dosisanpassung
Rilpivirin (25 mg q.d. für 13 Tage) (0,90 – 1,06) Cmin: NA empfohlen.
Cmax: 1,02 (0,95 –
1,10)
PFLANZLICHE PRÄPARATE
Johanniskraut (Hypericum perforatum) Nicht untersucht. Die gleichzeitige
Bedeutende Verringerung Anwendung ist kontraindiz
en der Rilpivirin-Konze iert. Die gleichzeitige
ntrationen im Plasma Anwendung kann zu einem
sind zu erwarten. Verlust der therapeutisch
(Induktion von en Wirkung von Rilpivirin
CYP3A-Enzymen) führen (siehe "Kontrain
dikationen" ).
ANALGETIKA
Paracetamol*#Ω (500 mg als Einzeldosis) Paracetamol: AUC: 0,91 Keine Dosisanpassung
Rilpivirin (150 mg q.d. für 11 Tage) (0,86 – 0,97) Cmin: NA empfohlen.
Cmax: 0,97 (0,86 –
1,10) Rilpivirin: AUC:
1,16 (1,10 – 1,22)
Cmin: 1,26 (1,16 –
1,38) Cmax: 1,09 (1,01
– 1,18)
ORALE KONTRAZEPTIVA
Ethinylestradiol*Ω (0,035 mg q.d. für 21 Ethinylestradiol: AUC: Keine Dosisanpassung
Tage) Norethindron (1 mg q.d. für 21 Tage) 1,14 (1,10 – 1,19) empfohlen.
Rilpivirin (25 mg q.d. für 15 Tage) Cmin: 1,09 (1,03 –
1,16) Cmax: 1,17 (1,06
– 1,30) Norethindron:
AUC: 0,89 (0,84 –
0,94) Cmin: 0,99 (0,90
– 1,08) Cmax: 0,94
(0,83 – 1,06) Rilpiviri
n: AUC: keine Interakti
on † Cmin: keine
Interaktion † Cmax:
keine Interaktion † †
auf der Basis historisc
her Kontrollen
HMG-CO-A-REDUKTASEHEMMER
Atorvastatin*#Ω (40 mg q.d. für 4 Tage) Atorvastatin: AUC: Keine Dosisanpassung
Rilpivirin (150 mg q.d. für 15 Tage) 1,04 (0,97 – 1,12) empfohlen.
Cmin: 0,85 (0,69 –
1,03) Cmax: 1,35 (1,08
– 1,68) Rilpivirin:
AUC: 0,90 (0,81 –
0,99) Cmin: 0,90 (0,84
– 0,96) Cmax: 0,91
(0,79 – 1,06)
Fluvastatin Lovastatin Pitavastatin Nicht untersucht. Keine Dosisanpassung
Pravastatin Rosuvastatin Simvastatin empfohlen.
PHOSPHODIESTERASE-TYP-5-HEMMER (PDE-5-HEMMER)
Sildenafil*#Ω (50 mg als Einzeldosis) Sildenafil: AUC: 0,97 Keine Dosisanpassung
Rilpivirin (75 mg q.d. für 12 Tage) (0,87 – 1,08) Cmin: NA empfohlen.
Cmax: 0,93 (0,80 –
1,08) Rilpivirin: AUC:
0,98 (0,92 – 1,05)
Cmin: 1,04 (0,98 –
1,09) Cmax: 0,92 (0,85
– 0,99)
Vardenafil Tadalafil Nicht untersucht. Keine Dosisanpassung
empfohlen.
Ω GMR und 90 % KI auf der Basis von Studien
zu Arzneimittelinteraktionen mit oralem
Rilpivirin * Die Interaktion zwischen
Rilpivirin und dem Arzneimittel wurde in
einer klinischen Studie untersucht. Alle
anderen Arzneimittelinteraktionen beruhen auf
Vorhersagen. # Diese Interaktionsstudie wurde
mit einer höheren Dosis als der empfohlenen
Dosis von oralem Rilpivirin durchgeführt,
wobei die maximale Wirkung auf das
gleichzeitig angewendete Arzneimittel
untersucht wurde. Die Dosierungsempfehlung
bezieht sich auf die empfohlene Dosis von 25
mg Rilpivirin q.d. sowie auf
REKAMBYS-Dosisregimes.
Tabelle 7: Interaktionen und
Dosisempfehlungen für ANTIVIRALE
HIV-ARZNEIMITTEL (zur Anwendung bei
Absetzen von REKAMBYS)
Wirkstoff nach Therapiefeld Auswirkungen auf die Wirkstoffkonzentr Empfehlung zur
(Dosierungsregime) ation GMR (90 %-Kl) Ω (Möglicher Anwendung nach dem
Interaktionsmechanismus) Absetzen von REKAMBY
S
Dolutegravir*Ω (50 mg q.d. für 5 Dolutegravir: AUC: 1,12 (1,05-1,19) Keine Dosisanpassung
Tage) Rilpivirin (25 mg q.d. für 16 Cmin: 1,22 (1,15-1,30) Cmax: 1,13 empfohlen.
Tage) (1,06-1,21) Rilpivirin: AUC: 1,06
(0,98-1,16) Cmin: 1,21 (1,07-1,38)
Cmax: 1,10 (0,99-1,22)
Raltegravir*Ω (400 mg b.i.d. für 15 Raltegravir: AUC: 1,09 (0,81-1,47) Keine Dosisanpassung
Tage) Rilpivirin (25 mg q.d. für 11 Cmin: 1,27 (1,01-1,60) Cmax: 1,10 empfohlen.
Tage) (0,77-1,58) Rilpivirin: AUC: 1,12
(1,05-1,19) Cmin: 1,03 (0,96-1,12)
Cmax: 1,12 (1,04-1,20)
Bictegravir Elvitegravir/Cobicistat Nicht untersucht. Es ist keine Keine Dosisanpassung
klinisch relevante Arzneimittel-Intera empfohlen.
ktion zu erwarten.
Darunavir/Ritonavir*Ω (800 mg q.d. Darunavir: AUC: 0,89 (0,81-0,99) Keine Dosisanpassung
für 22 Tage) Rilpivirin (150 mg q.d. Cmin: 0,89 (0,68-1,16) Cmax: 0,90 empfohlen.
für 11 Tage) (0,81-1,00) Ritonavir: AUC: 0,85
(0,78-0,91) Cmin: 0,78 (0,68-0,90)
Cmax: 0,83 (0,72-0,95) Rilpivirin:
AUC: 2,30 (1,98-2,67) Cmin: 2,78
(2,39-3,24) Cmax: 1,79 (1,56-2,06)
Lopinavir/Ritonavir* Ω (400 mg b.i.d. Lopinavir: AUC: 0,99 (0,89-1,10) Keine Dosisanpassung
für 20 Tage) Rilpivirin (150 mg q.d. Cmin: 0,89 (0,73-1,08) Cmax: 0,96 empfohlen.
für 10 Tage) (0,88-1,05) Ritonavir: AUC: 0,96
(0,84-1,11) Cmin: 1,07 (0,89-1,28)
Cmax: 0,89 (0,73-1,08) Rilpivirin:
AUC: 1,52 (1,36-1,70) Cmin: 1,74
(1,46-2,08) Cmax: 1,29 (1,18-1,40)
Darunavir/Cobicistat Andere Nicht untersucht. Es ist keine Keine Dosisanpassung
geboosterte Proteaseinhibitoren klinisch relevante Arzneimittel-Intera empfohlen.
(Atazanavir, Fosamprenavir, ktion zu erwarten.
Saquinavir, Tipranavir) Ungeboosterte
Proteaseinhibitoren (Atazanavir,
Fosamprenavir, Indinavir, Nelfinavir)
Tenofovirdisoproxilfumarat*Ω (300 mg Tenofovir (Plasma): AUC: 1,23 Keine Dosisanpassung
q.d. für 16 Tage) Rilpivirin (150 mg (1,16-1,31) Cmin: 1,24 (1,10-1,38) empfohlen.
q.d. für 8 Tage) Cmax: 1,19 (1,06-1,34) Rilpivirin:
AUC: 1,01 (0,87-1,18) Cmin: 0,99
(0,83-1,16) Cmax: 0,96 (0,81-1,13)
Didanosin*Ω (400 mg q.d. für 14 Tage) Didanosin: AUC: 1,12 (0,99-1,27) Keine Dosisanpassung
Rilpivirin (150 mg q.d. für 7 Tage) Cmin: NA Cmax: 0,96 (0,80-1,14) empfohlen.
Rilpivirin: AUC: 1,00 (0,95-1,06)
Cmin: 1,00 (0,92-1,09) Cmax: 1,00
(0,90-1,10)
Abacavir, Emtricitabin, Lamivudin, Nicht untersucht. Es ist keine Keine Dosisanpassung
Stavudin, Tenofoviralafenamid, klinisch relevante Arzneimittel-Intera empfohlen.
Zidovudin ktion zu erwarten.
Efavirenz, Doravirin, Etravirin, Nicht untersucht. Bei Anwendung nach Keine Dosisanpassung
Nevirapin Delavirdin dem Absetzen von REKAMBYS ist keine empfohlen.
klinisch relevante Arzneimittel-Intera
ktion zu erwarten.
Maraviroc Nicht untersucht. Es ist keine Keine Dosisanpassung
klinisch relevante Arzneimittel-Intera empfohlen.
ktion zu erwarten.
Enfuvirtid Nicht untersucht. Es ist keine Keine Dosisanpassung
klinisch relevante Arzneimittel-Intera empfohlen.
ktion zu erwarten
Fostemsavir Nicht untersucht. Es ist keine Keine Dosisanpassung
klinisch relevante Arzneimittel-Intera empfohlen.
ktion zu erwarten.
* Die Interaktion zwischen Rilpivirin
und dem Wirkstoff wurde in einer
klinischen Studie untersucht. Bei
allen anderen gezeigten
Arzneimittel-Interaktionen handelt es
sich um Prognosen. Ω GMR und 90 % KI
beruhten auf Studien zur
Arzneimittelinteraktion mit oralem
Rilpivirin.
Schwangerschaft, StillzeitSchwangerschaft Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von MaschinenDer Einfluss von REKAMBYS auf die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen, wurde nicht untersucht. Unerwünschte WirkungenUnerwünschte Wirkungen aus klinischen Studien bei Erwachsenen Tabelle 8: Systemische unerwünschte Wirkungen bei ≥1 % der virologisch supprimierten Teilnehmenden mit HIV-1-Infektion in den gepoolten Studien FLAIR und ATLAS (Woche 48) Unerwünschte Wirkung CAB+RPV (n=591) CAR (n=591) Kopfschmerz 12% 6% Pyrexie3 10% 2% Durchfall 9% 7% Kreatinphosphokinase erhöht (Grad 3-4) 8% 4% Lipase erhöht (Grad 3-4) 6% 3% Übelkeit 5% 3% Fatigue 5% 2% Hautausschlag2 5% 3% Schwindelgefühl 4% 1% Myalgie 4% 1% Bauchschmerzen1 4% 2% Schlaflosigkeit 4% 1% Angstzustände 4% 2% Asthenie 3% <1% Erbrechen 2% 1% Depression 2% 2% Malaise 2% <1% Abnormale Träume 1% <1% Flatulenz 1% <1% ÜberdosierungEs gibt kein spezielles Antidot bei einer Überdosierung von REKAMBYS. Die Erfahrungen mit Überdosierungen von Rilpivirin beim Menschen sind begrenzt. Überdosierungen können u.a. durch versehentliche intravenöse Verabreichung auftreten (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ). Die Behandlung im Falle einer Überdosierung mit REKAMBYS besteht aus allgemeinen unterstützenden Massnahmen, wie der Überwachung der Vitalzeichen und des EKGs (QT-Intervall, siehe "Interaktionen" / "Arzneimittel, die das QT-Intervall verlängern" ) sowie der Beobachtung des klinischen Status des Patienten. Es ist ratsam, hinsichtlich der neuesten Empfehlungen für die Behandlung einer Überdosierung eine Giftnotrufzentrale zu kontaktieren. Da Rilpivirin in hohem Umfang an Plasmaproteine gebunden ist, ist es unwahrscheinlich, dass eine Dialyse zu einer bedeutsamen Entfernung des Wirkstoffs führt. Eigenschaften/WirkungenATC-Code Tabelle 9: Resistenz
assoziierte Mutation
en vor Beginn der
Studienbehandlung
und beim vermuteten
virologischen
Versagen bei Fällen
mit bestätigtem
virologischem
Versagen in den
Studien ATLAS und
FLAIR
Studie HIV-1 Subtyp "Baseline" * Vermutetes virologis
ches Versagen**
Reverse Transkriptas Integrase Reverse Transkriptas Integrase
e e
ATLAS A E138A/E Keine E138A Keine
AG V108I/V+E138K Keine V108I+E138K Keine
A Keine Keine E138E/K N155H
FLAIR A1 Keine Keine E138A/E/K/T Q148R
A1 Keine Keine K101E G140R
A1 Keine Keine E138K Q148R
*FLAIR: Post-hoc
Tests auf INI-Resist
enz und Screening-Te
sts auf NNRTI-Resist
anz mit zur Baseline
gewonnenem Plasma,
ATLAS: Post-hoc
-Tests auf INI- und
NNRTI-Resistenz
wurden mit mononukle
ären Zellen aus dem
peripheren Blut
durchgeführt, die
in beiden Studien
vor Beginn der
Studienbehandlung
zur Baseline gewonne
n wurden. **Zeitpunk
t des vermuteten
virologischen
Versagens: der
erste von zwei
aufeinanderfolgenden
Besuchen mit einer
Viruslast von >=
200 Kopien/ml nach
vorhergehender
Suppression auf <
200 Kopien/ml
Tabelle 10: Resisten
zassoziierte Mutatio
nen vor Beginn der
Studienbehandlung
und beim vermuteten
virologischen
Versagen bei Fällen
mit bestätigtem
virologischem
Versagen in der
Studie ATLAS-2M
Studie HIV-1 Subtyp "Baseline" * Vermutetes virologis
ches Versagen **
Reverse Transkriptas Integrase Reverse Transkriptas Integrase
e e
ATLAS-2M q8w Arm A E138A/E Keine K101E+E138A N155H
A1 Keine Keine E138E/K Q148Q/R+N155N/H
A1 Y188L+P225H Keine Y188L+P225H NA
B Keine Keine Keine Keine
B K103N+V108I/V+E138A Keine K103N+E138A N155H
C V108I/V+H221H/Y+Y181 Keine K103N Keine
C/Y
C Y188F/H/L/Y G140G/R Y188L Q148Q/R+N155H/N
Complex Keine Keine K101E Q148R
ATLAS-2M q4w Arm B Keine Keine Keine N155N/H
B Keine Keine K101E+M230L E138E/K+Q148R
* Post-hoc-Resistenz
tests wurden mit
vor Beginn der
Studienbehandlung
zur Baseline gewonne
nen mononukleären
Zellen aus dem
peripheren Blut
durchgeführt. n.v.:
nicht verfügbar. **
Zeitpunkt des
vermuteten virologis
chen Versagens: der
erste von zwei
aufeinanderfolgenden
Besuchen mit einer
Viruslast von >=
200 Kopien/ml nach
vorhergehender
Suppression auf <
200 Kopien/ml
Tabelle 11: Kumulativer Anteil der Patienten, die die CVF erfüllen, nach Visite bis zu Woche 152 Erhaltungsphase + Verlängerungsphase (ITT-E-Population): Woche 152 Analyse SVF-Zeitpunkta Q8W (N=522) n(%) Q4W (N=523) n(%) Woche 8 1 (0.2) 0 Woche 16 4 (0.8) 1 (0.2) Woche 24 7 (1.3) 1 (0.2) Woche 32 7 (1.3) 2 (0.4) Woche 48 8 (1.5) 2 (0.4) Woche 88 9 (1.7) 2 (0.4) Woche 112 10 (1.9) 2 (0.4) Woche 120 11 (2.1) 2 (0.4) a Erster der 2 aufeinanderfolgenden HIV-1-RNA-Werte ≥200 c/ml. Anmerkung: Bei dieser Zusammenfassung handelt es sich um den kumulativen Anteil der CVFs bis zur Untersuchungsvisite. Hinweis: Es werden nur Visiten angezeigt, bei denen mindestens eine neue CVF auftritt. Tabelle 12: Virologi
sche Ergebnisse der
randomisierten
Behandlung in den
Studien FLAIR und
ATLAS in Woche 48
(Schnappschussanalys
e)
FLAIR ATLAS Kombinierte Daten
RPV + CAB n=283 CAR n=283 RPV + CAB n=308 CAR n=308 RPV + CABn = 591 CARn = 591
HIV-1-RNA ≥50 6 (2,1) 7 (2,5) 5 (1,6) 3 (1,0) 11 (1,9) 10 (1,7)
Kopien/ml, n (%)†
Behandlungsunterschi –0,4 (–2,8, 2,1) 0,7 (–1,2, 2,5) 0,2 (–1,4, 1,7)
ed % (95%-KI)*
HIV-1-RNA < 50 265 (93,6) 264 (93,3) 285 (92,5) 294 (95,5) 550 (93,1) 558 (94,4)
Kopien/ml, n (%)
Keine virologischen 12 (4,2) 12 (4,2) 18 (5,8) 11 (3,6) 30 (5,1) 23 (3,9)
Daten im Woche-48-Fe
nster, n (%)
Gründe
Studie/Studienmedika 8 (2,8) 2 (0,7) 11 (3,6) 5 (1,6) 19 (3,2) 7 (1,2)
ment aufgrund von
UE abgesetzt oder
Tod, n (%)
Studie/Studienmedika 4 (1,4) 10 (3,5) 7 (2,3) 6 (1,9) 11 (1,9) 16 (2,7)
ment aus anderen
Gründen beendet/abge
setzt, n (%)
Fehlende Daten in 0 0 0 0 0 0
diesem Fenster,
aber in der Studie
* Adjustiert nach
Stratifizierungsfakt
oren zum Baseline-Ze
itpunkt. † Einschlie
sslich solcher
Patienten, welche
wegen mangelnder
Wirksamkeit ausschie
den bzw. ausschieden
, während keine
Suppression vorlag.
RPV = Rilpivirin,
CAB = Cabotegravir,
n = Anzahl der
Patienten in jeder
Behandlungsgruppe,
KI = Konfidenzinterv
all, CAR = aktuelle
antivirale Behandlun
g.
Tabelle 13: Anteil der Patienten mit Plasma-HIV-1-RNA ≥50 Kopien/ml in der Subgruppenanalyse von Woche 48 in Bezug auf zentrale Ausgangsmerkmale der Patienten ( "Baseline" -Faktoren) (Schnappschuss-Outcomes) Ausgangsmerkmale der Patienten ( Kombinierte Daten "Baseline" -Faktoren) aus FLAIR und ATLAS RPV + CABn = 591 n/N (%) CARn = 591 n/N (%) CD4+ zum "Baseline" -Zeitpunkt <350 0/42 2/54 (3,7) (Zellen/mm3) ≥350 bis <500 5/120 (4,2) 0/117 ≥500 6/429 (1,4) 8/420 (1,9) Geschlecht Männlich 6/429 (1,4) 9/423 (2,1) Weiblich 5/162 (3,1) 1/168 (0,6) Ethnizität Weiss 9/430 (2,1) 7/408 (1,7) Schwarz/afroamerikanisch 2/109 (1,8) 3/133 (2,3) Asiatisch/andere 0/52 0/48 BMI <30 kg/m2 6/491 (1,2) 8/488 (1,6) ≥30 kg/m2 5/100 (5,0) 2/103 (1,9) Alter (Jahre) <50 9/492 (1,8) 8/466 (1,7) ≥50 2/99 (2,0) 2/125 (1,6) Antivirale "Baseline" -Therapie PI 1/51 (2,0) 0/54 bei der Randomisierung (3. Wirkstoffklasse) INI 6/385 (1,6) 9/382 (2,4) NNRTI 4/155 (2,6) 1/155 (0,6) BMI = Body Mass Index, PI = Proteaseinhibitor, INI =Integraseinhibitor, NNRTI = nicht-nukleosidischer Reverse-Transkriptase-Inhibitor Dosierung alle 2 Monatliche Dosierung
Monate (q8w) (q4w)
n=522 (%) n=523 (%)
Woche 48
HIV-1 RNA ≥50 Kopien/ml, n (%)† 9 (1.7) 5 (1.0)
Behandlungsunterschied % (95-%-KI)* 0.8 (-0.6, 2.2)
HIV-1 RNA < 50 Kopien/ml, n (%) 492 (94.3) 489 (93.5)
Keine virologischen Daten im Woche-48-Fenster, n (%) 21 (4.0) 29 (5.5)
Gründe:
Studienabbruch aufgrund eines UE oder Tod, n (%) 9 (1.7) 13 (2.5)
Studienabbruch aus anderen Gründen, n (%)a 12 (2.3) 16 (3.1)
In der Studie, aber fehlende Daten in dem Zeitfenster 0 0
Woche 96
HIV-1 RNA ≥50 Kopien/ml, n (%)† 11 (2.1) 6 (1.1)
HIV-1 RNA < 50 Kopien/ml, n (%) 475 (91.0) 472 (90.2)
Keine virologischen Daten im Woche-48-Fenster, n (%) 36 (6.9) 45 (8.6)
Gründe:
Studienabbruch aufgrund eines UE oder Tod, n (%) 17 (3.3) 17 (3.3)
Studienabbruch aus anderen Gründen, n (%)a 16 (3.1) 27 (5.2)
In der Studie, aber fehlende Daten in dem Zeitfenster 3 (0.6) 1 (0.2)
Woche 152
HIV-1 RNA ≥50 Kopien/ml, n (%)† 14 (2.7) 5 (1.0)
HIV-1 RNA < 50 Kopien/ml, n (%) 456 (87.4) 449 (85.9)
Keine virologischen Daten im Woche-48-Fenster, n (%) 52 (10.0) 69 (3.2)
Gründe:
Studienabbruch aufgrund eines UE oder Tod, n (%) 23 (4.4) 24 (4.6)
Studienabbruch aus anderen Gründen, n (%)a 28 (5.4) 44 (8.4)
In der Studie, aber fehlende Daten in dem Zeitfenster 1 (0.2) 1 (0.2)
* Bereinigt in Bezug auf Baseline-Stratifizierungsfaktor
en † Einschliesslich von Teilnehmenden, die aufgrund
mangelnder Wirksamkeit ausschieden bzw. ausschieden,
während sie nicht virologisch supprimiert waren n =
Anzahl der Teilnehmenden in jeder Behandlungsgruppe, KI
= Konfidenzintervall, CAR = aktuelle antiretrovirale
Behandlung.
Anzahl Patienten mit HIV-1 RNA
≥50 Kopien/ml/Insgesamt beurteilt
(%)
Ausgangsmerkmale der Patienten Dosierung alle 2 Monatliche Dosierung
Monate (q8w) (q4w)
n/N (%) n/N (%)
CD4+-Zellzahl zur Baseline <350 1/ 35 (2.9) 1/ 27 (3.7)
(Zellen/mm3)
350 bis <500 1/ 96 (1.0) 0/ 89
≥500 7/391 (1.8) 4/407 (1.0)
Geschlecht Männlich 4/385 (1.0) 5/380 (1.3)
Weiblich 5/137 (3.5) 0/143
Ethnie Weiss 5/370 (1.4) 5/393 (1.3)
Nicht weiss 4/152 (2.6) 0/130
schwarz /Afroamerikaner 4/101 (4.0) 0/ 90
Nicht schwarz /Afroamerikaner 5/421 (1.2) 5/421 (1.2)
BMI <30 kg/m2 3/409 (0.7) 3/425 (0.7)
≥30 kg/m2 6/113 (5.3) 2/98 (2.0)
Alter (Jahre) <35 4/137 (2.9) 1/145 (0.7)
35 bis <50 3/242 (1.2) 2/239 (0.8)
>50 2/143 (1.4) 2/139 (1.4)
Vorgängige Behandlung mit CAB/RPV Keine 5/327 (1.5) 5/327 (1.5)
1-24 Wochen 3/69 (4.3) 0/68
>24 Wochen 1/126 (0.8) 0/128
Tabelle 16: Virologische Ergebnisse nach Vorhandensein
der wichtigsten Ausgangsfaktoren von Rilpivirin
assoziierten Mutationen, HIV-1 Subtyp A6/A11 und BMI
≥30 kg/m2
Ausgangsfaktor (Anzahl) Virologische Erfolge Bestätigtes virologi
2 sches Versagen (%)3
0 844/970 (87,0) 4/970 (0,4)
1 343/404 (84,9) 8/404 (2,0)4
≥2 44/57 (77,2) 11/57 (19,3)5
Insgesamt (95 % Konfidenzintervall) 1231/1431 (86,0) 23/1431 (1,6)6
(84,1%, 87,8%) (1.0%, 2,4%) 18/1224
(1,47)7
1 HIV-1-Subtyp A1- oder A6-Klassifikation basierend auf
der Los Alamos HIV-Sequenzdatenbank (Juni 2020) 2
Basierend auf dem FDA-Snapshot-Algorithmus von RNA < 50
Kopien/ml in Woche 48 ATLAS, in Woche 124 FLAIR, in
Woche 152 ATLAS-2M. 3 Definiert als zwei
aufeinanderfolgende Messungen von HIV-RNA > 200
Kopien/ml 4 Positiver prädiktiver Wert (PPV) < 2 %;
Negativer prädiktiver Wert (NPV) 98,5 %; Sensitivität
34,8 %; Spezifität 71,9 % 5 PPV 19,3 %; NPV 99,1 %;
Sensitivität 47,8 %; Spezifität 96,7 % 6
Analyse-Datensatz mit allen nicht fehlenden Kovariaten
für die Ausgangsfaktoren (von insgesamt 1651 Personen).
7 Analyse-Datensatz mit allen nicht fehlenden
Kovariaten für die multivariable Modellierung
einschliesslich der Arzneimittelkonzentrationen.
PharmakokinetikDie pharmakokinetischen Eigenschaften von REKAMBYS wurden bei gesunden und bei HIV-1-infizierten Erwachsenen untersucht. Tabelle 17: Pharmako
kinetische Parameter
von Rilpivirin
nach einmal tägliche
r oraler Einnahme
und nach initialen,
monatlichen oder
alle zwei Monate
erfolgenden intramus
kulären Injektionen
von REKAMBYS bei
Erwachsenen
Dosierungsphase Dosierungsschema Plasma-RPV-PK-Parame
ter Geometrischer
Mittelwert (5.und
95. Perzentil)
AUC(0-tau)b(ng•h/ml) Cmax(ng/ml) Ctaub(ng/ml)
Orale Einleitungc 25 mg POeinmal 2083(1125, 3748) 116(49, 244) 79(32, 177)
täglich
Anfangsinjektiona,d 900 mg IMAnfangsdosi 44842 (21712, 87575) 144(94, 221) 42(22, 79)
s
Monatliche Injektion 600 mg IMeinmal 68324(39042, 118111) 121(68, 210) 86(50, 147)
a,e monatlich
Injektion alle 2 900 mg IMalle 2 132450(76638, 138(81, 228) 69(38, 119)
Monatea,e Monate 221783)
a.Basierend auf
individuellen
Post-hoc-Schätzungen
aus dem pharmakokin
etischen Modell der
Rilpivirin-i.m.-Popu
lation (gepoolte
Daten der Studien
FLAIR, ATLAS und
ATLAS-2M). b.tau
ist das Dosierungsin
tervall: 24 Stunden
für orale; 1 oder 2
Monate für monatlich
e oder zweimonatlich
e i.m.-Injektionen.
c.Für orales Rilpivi
rin repräsentiert
Ctau die beobachtete
n gepoolten Daten
der Studien FLAIR,
ATLAS und ATLAS-2M,
AUC(0-tau) und Cmax
repräsentieren
pharmakokinetische
Daten aus Phase-III-
Studien mit oralem
Rilpivirin. d.Bei
Anwendung mit
oraler Einleitung
spiegelt die Cmax
der Initiierungsinje
ktion in erster
Linie die orale
Dosierung wider, da
die erste Injektion
am selben Tag wie
die letzte orale
Dosis angewendet
wurde. Bei Anwendung
ohne orale Einleitu
ng (direkt mit
Injektion, n = 110)
betrug der beobachte
te geometrische
Mittelwert (5.; 95.
Perzentil) der Cmax
von Rilpivirin (1
Woche nach der
Initiierungsinjektio
n) 68 ng/ml (28;
220) und die Ctau
49 ng/ml (18; 138).
e.Daten der Woche
48.
Tabelle 18: Pharmako
kinetische Parameter
von Rilpivirin
nach einmal tägliche
r oraler Einnahme
und nach initialen,
monatlichen oder
alle zwei Monate
erfolgenden intramus
kulären Injektionen
von REKAMBYS bei
Jugendlichen (im
Alter von 12 bis <
18 Jahren und mit
einem Körpergewicht
von ≥35 kg)
Dosierungsphase Dosierungsschema Plasma-RPV-PK-Parame
ter Geometrischer
Mittelwert (5.und
95. Perzentil)
AUC(0-tau)b(ng•h/ml) Cmax(ng/ml) Ctaub(ng/ml)
Orale Einleitungc 25 mg POeinmal 2389(1259, 4414) 144(81, 234) 76(28, 184)
täglich
Anfangsinjektiona,d 900 mg IMAnfangsdosi 35259 (20301, 63047) 135 (86, 211) 37 (22, 59)
s
Monatliche Injektion 600 mg IMeinmal 84280 (49444, 146 (85, 269) 109 (65, 202)
a,e monatlich 156987)
Injektion alle 2 900 mg IMalle 2 110686 (78480, 108 (68, 164) 62 (45, 88)
Monatea,f Monate 151744)
a.Basierend auf
individuellen
Post-hoc-Schätzungen
aus dem pharmakokin
etischen Modell der
Rilpivirin-i.m.-Popu
lation (MOCHA,
IMPAACT 2017).
b.tau ist das
Dosierungsintervall:
24 Stunden für
orale; 1 oder 2
Monate für monatlich
e oder zweimonatlich
e i.m.-Injektionen.
c.Die PK-Werte der
oralen Einleitungsph
ase stellen den
Steady State dar.
d.Bei Anwendung mit
oraler Einleitung
spiegelt die Cmax
der Initiierungsinje
ktion in erster
Linie die orale
Dosierung wider, da
die erste Injektion
am selben Tag wie
die letzte orale
Dosis angewendet
wurde; die AUCtau
und der Ctau-Wert
in Woche 4 spiegeln
jedoch die erste
Injektion wider.
e.monatliche Injekti
on: 11. i.m. Injekti
on von langwirksamem
Rilpivirin (40 –
44 Wochen nach der
Initiierungsinjektio
n). f.zweimonatliche
Injektion: 6. i.m.
Injektion von
langwirksamem
Rilpivirin (36 – 44
Wochen nach der
Initiierungsinjektio
n).
Präklinische DatenToxizität bei wiederholter Verabreichung Sonstige HinweiseInkompatibilitäten Zulassungsnummer67742 (Swissmedic) PackungenRilpivirin Depot-Injektionssuspension liegt in einer Durchstechflasche aus Glas vor. ZulassungsinhaberinJanssen-Cilag AG, Zug Stand der InformationJuli 2025 Überblick Eine vollständige Dosis erfordert zwei Injektionen: 2 ml
Cabotegravir und 2 ml Rilpivirin. Cabotegravir und Rilpivirin sind
Suspensionen, die keine weitere Verdünnung oder Rekonstitution erfordern. Die
Zubereitungsschritte sind bei beiden Medikamenten gleich. Befolgen Sie die
Anweisungen zur Vorbereitung der Suspension für die Injektion sorgfältig, um
ein Auslaufen zu vermeiden. Cabotegravir und Rilpivirin sind nur für die
intramuskuläre Anwendung bestimmt. Beide Injektionen sind an separaten
Stellen in den Gesässmuskel zu verabreichen. Hinweis: Es sollte bevorzugt
die ventrogluteale Seite verwendet werden. Die Reihenfolge der Verabreichung
ist nicht relevant.
Lagerungshinweise
• Im Kühlschrank (2–8 °C) lagern.
Inhalt Ihrer Packung
-1 Durchstechflasche mit Rilpivirin -1 Adapter für Durchstechflaschen -1
Spritze -1 Injektionsnadel (23 Gauge, 1½ Zoll) Bei der Auswahl der geeigneten
Länge einer Injektionsnadel ist der Körperbau des Patienten zu
berücksichtigen und es muss dem medizinischen Urteilsvermögen entsprechend
vorgegangen werden.
Zusätzlich benötigtes Material
-Unsterile Handschuhe -2 Alkoholtupfer -2 Gazetupfer -Geeigneter
durchstichsicherer Behälter Vergewissern Sie sich, dass Sie die Packung mit
Cabotegravir zur Hand haben, bevor Sie beginnen.
Vorbereitung
1. Durchstechflasche inspizieren
-Es ist zu überprüfe
n, ob das Haltbarkei
tsdatum noch gültig
ist. -Die Durchstech
flaschen unverzüglic
h inspizieren. Wenn
Fremdkörper zu
sehen sind, darf
das Präparat nicht
verwendet werden.
2. 15 Minuten warten
-Vor der Injektion
mindestens 15
Minuten warten,
damit das Medikament
Raumtemperatur
annehmen kann.
3. Kräftig schütteln
-Die Durchstechflasc
he festhalten und
10 Sekunden lang
kräftig schütteln
(siehe Abbildung).
4. Suspension überprüfen
-Die Durchstechflasc
he umdrehen und die
resuspendierte
Lösung überprüfen.
Sie sollte homogen
aussehen. Wenn die
Suspension nicht
homogen ist, die
Durchstechflasche
erneut schütteln.
-Es ist auch normal,
kleine Luftbläschen
zu sehen.
5. Kappe von der Durchstechflasche entfernen
-Die Kappe von der
Durchstechflasche
entfernen. -Den
Gummistopfen mit
einem Alkoholtupfer
abwischen.
6. Packung mit dem Adapter für Durchstechflaschen öffnen
-Die Papierfolie
von der Packung mit
dem Adapter für
Durchstechflaschen
abziehen.
7. Durchstechflaschenadapter aufsetzen
-Stellen Sie die
Durchstechflasche
auf eine ebene
Fläche. -Den Adapter
für die Durchstechf
lasche gerade nach
unten auf die
Durchstechflasche
drücken (siehe
Abbildung). -Der
Adapter sollte mit
einem Klick fest
einrasten.
8. Die Verpackung abheben
-Danach die Verpacku
ng des Durchstechfla
schenadapters
abheben (siehe
Abbildung).
9. Spritze vorbereiten
-Die Spritze aus
ihrer Verpackung
nehmen. -1 mL Luft
in die Spritze
aufziehen. Dadurch
wird es später
einfacher, die
Flüssigkeit aufzuzie
hen.
10. Spritze anbringen
-Den Durchstechflasc
henadapter und die
Durchstechflasche
festhalten (siehe
Abbildung). -Die
Spritze fest auf
den Durchstechflasch
enadapter drücken.
11. Den Kolben drücken
-Den Kolben ganz
nach unten drücken,
um die Luft in die
Durchstechflasche
zu pressen.
12. Langsam die Dosis aufziehen
-Die Spritze und
die Durchstechflasch
e umdrehen und
langsam so viel von
der Flüssigkeit wie
möglich in die
Spritze aufziehen.
Möglicherweise ist
mehr Flüssigkeit
vorhanden, als für
die Dosismenge
benötigt wird.
13. Die Spritze abnehmen
-Halten Sie den
Spritzenkolben wie
abgebildet fest, um
ein Auslaufen zu
verhindern. Es ist
normal einen kleinen
Widerstand zu
spüren. -Die Spritze
vom Durchstechflasc
henadapter in einer
Drehbewegung abnehme
n, und den Durchstec
hflaschenadapter
dabei festhalten
(siehe Abbildung).
14. Nadel aufsetzen
-Die Verpackung mit
der Nadel so weit
aufziehen, dass man
an die Nadelbasis
gelangt. -Die
Spritze senkrecht
nach oben halten
und fest auf die
Nadel schrauben.
-Die Nadelverpackung
von der Nadel
entfernen.
Injektion
15. Injektionsstelle vorbereiten
Die Injektionen
sind in den Gesässmu
skel zu verabreichen
. Verabreichen Sie
die Injektionen an
gegenüberliegenden
Seiten oder 2 cm
voneinander entfernt
. Halten Sie einen
Abstand von 2 cm
von früheren Injekti
onsstellen ein. Für
die Injektionen
eine der folgenden
Stellen wählen:
-Ventrogluteal
(empfohlen) -Dorsogl
uteal (oberer
äusserer Quadrant)
16. Schutzkappe entfernen
-Die Nadelschutzkapp
e an der Nadel nach
unten klappen. -Die
Injektionsnadelkappe
abziehen.
17. Überschüssige Flüssigkeit entfernen
-Die Spritze so
halten, dass die
Nadel nach oben
zeigt. Den Kolben
bis zur 2-ml-Dosis
drücken, um überschü
ssige Flüssigkeit
und etwaige Luftblas
en zu entfernen.
18. Haut straff ziehen
Die "Zickzack"
-Injektionstechnik
anwenden, um das
Austreten von
Medikamentenflüssigk
eit aus der Injektio
nsstelle zu minimier
en. -Die Haut an
der Injektionsstelle
straff ziehen;
dabei verschiebt
sich diese um
ungefähr 2,5 cm.
-Die Haut in dieser
Position festhalten,
um die Injektion
durchzuführen.
19. Nadel einführen
-Die Nadel bis zur
vollen Tiefe bzw.
bis zum Muskel
einführen.
20. Dosis injizieren
-Die Haut weiterhin
straff halten und
den Kolben langsam
bis zum Anschlag
nach unten drücken.
-Sicherstellen,
dass die Spritze
leer ist. -Die
Nadel herausziehen
und die straff
gezogene Haut
sofort loslassen.
21. Injektionsstelle prüfen
-Einen Gazetupfer
auf die Injektionsst
elle pressen.
-Falls eine Blutung
auftritt, kann ein
leichter Verband
angelegt werden.
22. Nadel sichern
-Die Nadelschutzkapp
e über die Nadel
klappen. -Vorsichtig
Druck an einer
harten Oberfläche
ausüben, damit die
Nadelschutzkappe
einrastet. -Es ist
ein Klickgeräusch
zu hören, wenn die
Nadelschutzkappe
einrastet.
Nach der Injektion
23. Sicher entsorgen
-Benutzte Nadeln,
Spritzen, Durchstech
flaschen und Durchst
echflaschenadapter
den geltenden
Gesetzen für Sicherh
eit und Gesundheitss
chutz entsorgen.
Die beschriebenen Schritte für das 2. Medikament wiederholen
Wenn Cabotegravir
noch nicht injiziert
wurde, ist die
eigene Gebrauchsanwe
isung zur Vorbereitu
ng und Injektion
dieses Arzneimittels
zu befolgen.
Fragen und Antworten
1. Wie lange kann das Medikament ausserhalb des Kühlschranks aufbewahrt
werden? Es ist am besten, das Arzneimittel zu injizieren, sobald es
Raumtemperatur erreicht hat. Die Durchstechflasche kann jedoch bis zu 6
Stunden lang bei Raumtemperatur (max. 25 °C) im Umkarton stehen bleiben;
nicht wieder in den Kühlschrank stellen. Wird die Durchstechflasche nicht
innerhalb von 6 Stunden verwendet, muss sie entsorgt werden. 2. Wie lange
kann das Medikament in der Spritze bleiben? Es ist am besten, das
Arzneimittel (Raumtemperatur) nach dem Aufziehen sobald wie möglich zu
injizieren. Das Medikament kann jedoch vor der Injektion bis zu 2 Stunden in
der Spritze bleiben. Nach Ablauf der 2 Stunden müssen das Medikament, die
Spritze und die Nadel entsorgt werden. 3. Warum muss Luft in die
Durchstechflasche injiziert werden? Durch das Injizieren von 1 mL Luft in die
Durchstechflasche wird das Aufziehen der Dosis in die Spritze erleichtert.
Ohne die Luft könnte es vorkommen, dass eine kleine Menge Flüssigkeit
versehentlich in die Durchstechflasche zurück fliesst, sodass in der Spritze
eine kleinere Menge als vorgesehen zurückbleibt. 4. Spielt es eine Rolle, in
welcher Reihenfolge die Medikamente injiziert werden? Nein, die Reihenfolge
spielt keine Rolle. 5. Ist es sicher, die Durchstechflasche schneller auf
Raumtemperatur zu erwärmen? Es ist am besten, die Durchstechflasche auf
natürliche Weise Raumtemperatur annehmen zu lassen. Die Aufwärmdauer kann
jedoch durch die Handwärme etwas beschleunigt werden. Allerdings ist darauf
zu achten, dass die Durchstechflasche nicht auf über 25 °C erwärmt wird.
Keine anderen Methoden zum Erwärmen verwenden. 6. Warum wird die
ventrogluteale Verabreichung empfohlen? Die ventrogluteale Injektion in den
Musculus gluteus medius wird empfohlen, weil dieser nicht in der Nähe der
Hauptnerven und grossen Blutgefässe liegt. Die dorsogluteale Injektion in den
Musculus gluteus maximus ist akzeptabel, wenn dieser Weg von der
medizinischen Fachperson bevorzugt wird. Die Injektion sollte an keiner
anderen Stelle verabreicht werden.
Überblick Eine vollständige Dosis erfordert zwei Injektionen: 3 ml
Cabotegravir und 3 ml Rilpivirin. Cabotegravir und Rilpivirin sind
Suspensionen, die keine weitere Verdünnung oder Rekonstitution erfordern. Die
Zubereitungsschritte sind bei beiden Medikamenten gleich. Befolgen Sie die
Anweisungen zur Vorbereitung der Suspension für die Injektion sorgfältig, um
ein Auslaufen zu vermeiden. Cabotegravir und Rilpivirin sind nur für die
intramuskuläre Anwendung bestimmt. Beide Injektionen sind an separaten
Stellen in den Gesässmuskel zu verabreichen.
Lagerungshinweise
-Im Kühlschrank (2–8 °C) lagern.
Inhalt Ihrer Packung
-1 Durchstechflasche mit Rilpivirin -1 Adapter für Durchstechflaschen -1
Spritze -1 Injektionsnadel (23 Gauge, 1½ Zoll) Bei der Auswahl der geeigneten
Länge einer Injektionsnadel ist der Körperbau des Patienten zu
berücksichtigen und es muss dem medizinischen Urteilsvermögen entsprechend
vorgegangen werden.
Zusätzlich benötigtes Material
-Unsterile Handschuhe -2 Alkoholtupfer -2 Gazetupfer -Geeigneter
durchstichsicherer Behälter Vergewissern Sie sich, dass Sie die Packung mit
Cabotegravir zur Hand haben, bevor Sie beginnen.
Vorbereitung
1. Durchstechflasche inspizieren
-Es ist zu überprüfe
n, ob das Haltbarkei
tsdatum noch gültig
ist. -Die Durchstech
flaschen unverzüglic
h inspizieren. Wenn
Fremdkörper zu
sehen sind, darf
das Präparat nicht
verwendet werden.
2. 15 Minuten warten
-Vor der Injektion
mindestens 15
Minuten warten,
damit das Medikament
Raumtemperatur
annehmen kann.
3. Kräftig schütteln
-Die Durchstechflasc
he festhalten und
10 Sekunden lang
kräftig schütteln
(siehe Abbildung).
4. Suspension überprüfen
-Die Durchstechflasc
he umdrehen und die
resuspendierte
Lösung überprüfen.
Sie sollte homogen
aussehen. Wenn die
Suspension nicht
homogen ist, die
Durchstechflasche
erneut schütteln.
-Es ist auch normal,
kleine Luftbläschen
zu sehen.
5. Kappe von der Durchstechflasche entfernen
-Die Kappe von der
Durchstechflasche
entfernen. -Den
Gummistopfen mit
einem Alkoholtupfer
abwischen.
6. Packung mit dem Adapter für Durchstechflaschen öffnen
-Die Papierfolie
von der Packung mit
dem Adapter für
Durchstechflaschen
abziehen.
7. Durchstechflaschenadapter aufsetzen
-Stellen Sie die
Durchstechflasche
auf eine ebene
Fläche. -Den Adapter
für die Durchstechf
lasche gerade nach
unten auf die
Durchstechflasche
drücken (siehe
Abbildung). -Der
Adapter sollte mit
einem Klick fest
einrasten.
8. Die Verpackung abheben
-Danach die Verpacku
ng des Durchstechfla
schenadapters
abheben (siehe
Abbildung).
9. Spritze vorbereiten
-Die Spritze aus
ihrer Verpackung
nehmen. -1 mL Luft
in die Spritze
aufziehen. Dadurch
wird es später
einfacher, die
Flüssigkeit aufzuzie
hen.
10. Spritze anbringen
-Den Durchstechflasc
henadapter und die
Durchstechflasche
festhalten (siehe
Abbildung). -Die
Spritze fest auf
den Durchstechflasch
enadapter drücken.
11. Den Kolben drücken
-Den Kolben ganz
nach unten drücken,
um die Luft in die
Durchstechflasche
zu pressen.
12. Langsam die Dosis aufziehen
-Die Spritze und
die Durchstechflasch
e umdrehen und
langsam so viel von
der Flüssigkeit wie
möglich in die
Spritze aufziehen.
Möglicherweise ist
mehr Flüssigkeit
vorhanden, als für
die Dosismenge
benötigt wird.
13. Die Spritze abnehmen
-Halten Sie den
Spritzenkolben wie
abgebildet fest, um
ein Auslaufen zu
verhindern. Es ist
normal einen kleinen
Widerstand zu
spüren. -Die Spritze
vom Durchstechflasc
henadapter in einer
Drehbewegung abnehme
n, und den Durchstec
hflaschenadapter
dabei festhalten
(siehe Abbildung).
14. Nadel aufsetzen
-Die Verpackung mit
der Nadel so weit
aufziehen, dass man
an die Nadelbasis
gelangt. -Die
Spritze senkrecht
nach oben halten
und fest auf die
Nadel schrauben.
-Die Nadelverpackung
von der Nadel
entfernen.
Injektion
15. Injektionsstelle vorbereiten
Die Injektionen
sind in den Gesässmu
skel zu verabreichen
. Verabreichen Sie
die Injektionen an
gegenüberliegenden
Seiten oder 2 cm
voneinander entfernt
. Halten Sie einen
Abstand von 2 cm
von früheren Injekti
onsstellen ein. Für
die Injektionen
eine der folgenden
Stellen wählen:
-Ventrogluteal
(empfohlen) -Dorsogl
uteal (oberer
äusserer Quadrant)
16. Schutzkappe entfernen
-Die Nadelschutzkapp
e an der Nadel nach
unten klappen. -Die
Injektionsnadelkappe
abziehen.
17. Überschüssige Flüssigkeit entfernen
-Die Spritze so
halten, dass die
Nadel nach oben
zeigt. Den Kolben
bis zur 3-ml-Dosis
drücken, um überschü
ssige Flüssigkeit
und etwaige Luftblas
en zu entfernen.
18. Haut straff ziehen
Die "Zickzack"
-Injektionstechnik
anwenden, um das
Austreten von
Medikamentenflüssigk
eit aus der Injektio
nsstelle zu minimier
en. -Die Haut an
der Injektionsstelle
straff ziehen;
dabei verschiebt
sich diese um
ungefähr 2,5 cm.
-Die Haut in dieser
Position festhalten,
um die Injektion
durchzuführen.
19. Nadel einführen
-Die Nadel bis zur
vollen Tiefe bzw.
bis zum Muskel
einführen.
20. Dosis injizieren
-Die Haut weiterhin
straff halten und
den Kolben langsam
bis zum Anschlag
nach unten drücken.
-Sicherstellen,
dass die Spritze
leer ist. -Die
Nadel herausziehen
und die straff
gezogene Haut
sofort loslassen.
21. Injektionsstelle prüfen
-Einen Gazetupfer
auf die Injektionsst
elle pressen.
-Falls eine Blutung
auftritt, kann ein
leichter Verband
angelegt werden.
22. Nadel sichern
-Die Nadelschutzkapp
e über die Nadel
klappen. -Vorsichtig
Druck an einer
harten Oberfläche
ausüben, damit die
Nadelschutzkappe
einrastet. -Es ist
ein Klickgeräusch
zu hören, wenn die
Nadelschutzkappe
einrastet.
Nach der Injektion
23. Sicher entsorgen
-Benutzte Nadeln,
Spritzen, Durchstech
flaschen und Durchst
echflaschenadapter
den geltenden
Gesetzen für Sicherh
eit und Gesundheitss
chutz entsorgen.
Die beschriebenen Schritte für das 2. Medikament wiederholen
Wenn Cabotegravir
noch nicht injiziert
wurde, ist die
eigene Gebrauchsanwe
isung zur Vorbereitu
ng und Injektion
dieses Arzneimittels
zu befolgen.
Fragen und Antworten
1. Wie lange kann das Medikament ausserhalb des Kühlschranks aufbewahrt
werden? Es ist am besten, das Arzneimittel zu injizieren, sobald es
Raumtemperatur erreicht hat. Die Durchstechflasche kann jedoch bis zu 6
Stunden lang bei Raumtemperatur (max. 25 °C) im Umkarton stehen bleiben;
nicht wieder in den Kühlschrank stellen. Wird die Durchstechflasche nicht
innerhalb von 6 Stunden verwendet, muss sie entsorgt werden. 2. Wie lange
kann das Medikament in der Spritze bleiben? Es ist am besten, das
Arzneimittel (Raumtemperatur) nach dem Aufziehen sobald wie möglich zu
injizieren. Das Medikament kann jedoch vor der Injektion bis zu 2 Stunden in
der Spritze bleiben. Nach Ablauf der 2 Stunden müssen das Medikament, die
Spritze und die Nadel entsorgt werden. 3. Warum muss Luft in die
Durchstechflasche injiziert werden? Durch das Injizieren von 1 mL Luft in die
Durchstechflasche wird das Aufziehen der Dosis in die Spritze erleichtert.
Ohne die Luft könnte es vorkommen, dass eine kleine Menge Flüssigkeit
versehentlich in die Durchstechflasche zurück fliesst, sodass in der Spritze
eine kleinere Menge als vorgesehen zurückbleibt. 4. Spielt es eine Rolle, in
welcher Reihenfolge die Medikamente injiziert werden? Nein, die Reihenfolge
spielt keine Rolle. 5. Ist es sicher, die Durchstechflasche schneller auf
Raumtemperatur zu erwärmen? Es ist am besten, die Durchstechflasche auf
natürliche Weise Raumtemperatur annehmen zu lassen. Die Aufwärmdauer kann
jedoch durch die Handwärme etwas beschleunigt werden. Allerdings ist darauf
zu achten, dass die Durchstechflasche nicht auf über 25 °C erwärmt wird.
Keine anderen Methoden zum Erwärmen verwenden. 6. Warum wird die
ventrogluteale Verabreichung empfohlen? Die ventrogluteale Injektion in den
Musculus gluteus medius wird empfohlen, weil dieser nicht in der Nähe der
Hauptnerven und grossen Blutgefässe liegt. Die dorsogluteale Injektion in den
Musculus gluteus maximus ist akzeptabel, wenn dieser Weg von der
medizinischen Fachperson bevorzugt wird. Die Injektion sollte an keiner
anderen Stelle verabreicht werden.
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