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Home - Fachinformation zu Ringerlactat B. Braun (nach Hartmann) - Änderungen - 28.01.2026
1 Änderungen an Fachinfo Ringerlactat B. Braun (nach Hartmann)
  • +Zusammensetzung
  • +Wirkstoffe
  • +Ringerlactat B. Braun (nach Hartmann): Natriumchlorid, Kaliumchlorid, Calciumchlorid Dihydrat,Natrium-(S)-Lactat (als Natriumlactat-Lösung 50% m/m).
  • +Ringerlactat – Glucose 5% B. Braun (nach Hartmann): Natriumchlorid, Kaliumchlorid,Calciumchlorid Dihydrat, Natrium-(S)-Lactat (als Natriumlactat-Lösung 50% m/m), Glucose Monohydrat.
  • +Ringerlactat – ohne K B. Braun: Natriumchlorid, Calciumchlorid Dihydrat, Natrium-(S)-Lactat (als Natriumlactat-Lösung 60%m/m), Magnesiumchlorid.
  • + 
  • +Hilfsstoffe
  • +Ringerlactat B. Braun (nach Hartmann): Wasser für Injektionszwecke.
  • +Ringerlactat – Glucose 5% B. Braun (nach Hartmann): Konzentrierte Salzsäure (zur pH-Einstellung),Wasser für Injektionszwecke.
  • +Ringerlactat  ohne K B. Braun: Wasser für Injektionszwecke.
  • + 
  • +Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit
  • +Ringerlactat B. Braun (nach Hartmann)/Ringerlactat ohne K
  • +Infusionslösung (i.v.), Kombination von Elektrolyten.
  • +Ringerlactat – Glucose 5% B. Braun (nach Hartmann)
  • +Infusionslösung (i.v.), Kombination von Elektrolyten mit Glucose.
  • +1000 ml Lösungenthalten:
  • + Ringerlactat(nachHar Ringerlactat- Glucose 5% Ringerlactatohne K
  • + tmann) (nachHartmann)
  • +Natriumchlorid 6,00 g 6,00 g 5,84 g
  • +Kaliumchlorid 0,40 g 0,40 g -
  • +Calciumchlorid Dihydrat 0,27 g 0,27 g 0,26 g
  • +Natrium-(S)-Lactat 3,12 g 3,12 g 4,483 g
  • +Magnesiumchlorid Hexahydrat 0,15 g
  • +Glucose Monohydrat 55 g
  • +(entspricht wasserfreier (50 g)
  • +Glucose)
  • +Konzentrierte Salzsäure 0,081 g
  • +Konzentrierte Salzsäure 0-0,051 g
  • +(zur pH-Einstellung)
  • +Wasser für Injektionszwecke 1000 ml 1000 ml 1000 ml
  • + q.s. ad
  • +Elektrolyte:
  • +Natrium 131 mmol/l 131 mmol/l 140 mmol/l
  • +Kalium 5,4 mmol/l 5,4 mmol/l
  • +Calcium 1,8 mmol/l 1,8 mmol/l 1,75 mmol/l
  • +Chlorid 112 mmol/l 112,5-113,0 mmol/l 105 mmol/l
  • +Magnesium 0,75 mmol/l
  • +S-Lactat 28 mmol/l 28 mmol/l 40 mmol/l
  • +pH 5,5-7,0 5,5-7,0 4,5-7,0
  • +Osmolarität 277 mosm/l 556 mosm/l 288 mosm/l
  • +Energiegehalt - 837 kJ/l (200 kcal/l) -
  • +
  • + 
  • +Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten
  • +-Flüssigkeitssubstitution bei nicht gestörtem Säure-Basen-Gleichgewicht oder leichter
  • +Azidose
  • +-Isotonische und hypotonische Dehydratation
  • +-Kurzzeitiger intravaskulärer Volumenersatz
  • +-Trägerlösung für kompatible Elektrolytkonzentrate und Arzneimittel
  • +Ringerlactat ohne K besitzt dieselben Anwendungsmöglichkeiten wie RingerlactatLösung wenneine Kaliumverabreichung vermieden werden muss.
  • +Zusätzlich wird Ringerlactat mit Glucose zur Zufuhr von leicht verwertbaren Kohlenhydraten eingesetzt.
  • + 
  • +Dosierung/Anwendung
  • +Art der Anwendung
  • +Ringerlactat mit/ohne Glucose-Infusionslösungen werden intravenös verwendet
  • +Ringerlactat mit/ohne Glucose
  • + 
  • +Dosierung
  • +Die Dosierung der Lösung hängt vom Flüssigkeits- und Elektrolytbedarf des Patienten, dessen
  • +Alter, Körpergewicht, klinischem Zustand und physiologischem (Säure-Basen-) Status ab.
  • + 
  • +Die empfohlenen Dosierungen sind:
  • +Die empfohlene Infusionsgeschwindigkeit für Erwachsene beträgt 9 ml/min bzw. ca. 540 ml/h (30ml/kg Körpergewicht und Tag).
  • +Die Tageshöchstdosis von 2000 ml sollte in der klinischen Routine nicht überschritten werden.
  • +Bei der Behandlung von Schockzuständen können signifikant höhere Mengen der Glucose-freien
  • +Lösung bis zu einem Maximum von 2000 ml/h verabreicht werden.
  • + 
  • +Ringerlactat mit Glucose
  • +Bei der Anwendung glucosehaltiger Lösungen darf eine Glucose-Zufuhr von 0,5 g Glucose prokg Körpergewicht und Stunde nicht überschritten werden. Maximale Tagesdosis: 4-6 g Glucose
  • +pro kg Körpergewicht.
  • + 
  • +Kinder und Jugendliche
  • +Die Sicherheit und Wirksamkeit von Ringerlactat B. Braun mit/ohne Glucose bei Kindern ist nicht
  • +durch kontrollierte Studien belegt.
  • +Die empfohlene Infusionsgeschwindigkeit bei Säuglingen über 3 Monaten und bei Kindern betragt4 ml/kg pro Stunde bei 0-10 kg Körpergewicht; 40 ml pro Stunde + 2 ml/kg Körpergewicht über10 kg bei 10-20 kg Körpergewicht; und 60 ml pro Stunde + 1 ml/kg Körpergewicht >20 kg.
  • +Für die Erhaltungstherapie dürfen die folgenden Werte für die maximale Tagesdosis nicht überschritten werden:
  • +Alter Dosis (ml/kg Körperge
  • + wicht pro Tag)
  • +1.Lebenstag2.Lebenstag3.Lebenstag4.Lebenstag5.Lebenstag6.Lebenstag1.Monatab 120120130150160180160
  • +dem 2. Monat1-2 Jahre3-5 Jahre6-12 Jahre13-18 Jahre 1501201008070
  • +
  • + 
  • +Kontraindikationen
  • +Ringerlactat mit/ohne Glucose sowie Ringerlactat ohne K sind kontraindiziert bei:
  • +-Eingeschränkte Laktatverwertung mit Hyperlaktatämie (siehe auch "Warnhinweise und
  • +Vorsichtsmassnahmen" )
  • +-Hyperhydratation;
  • +schwerer Niereninsuffizienz;
  • +dekompensierter Herzinsuffizienz.
  • +Ringerlactat ist nicht zur Behandlung einer schweren metabolischen Azidose bestimmt.
  • +-Hyperglykämie (bei Anwendung von Ringerlactat mit Glucose).
  • + 
  • +Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen
  • +Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion kann die Anwendung von Ringerlactat mit/ohne
  • +Glucose zu einer übersteigerten Natriumchloridretention führen. Bei Niereninsuffizienz besteht
  • +zudem das Risiko einer Hyperkaliämie. Natriumchloridhaltige Lösungen sind mit besonderer
  • +Vorsicht anzuwenden bei Patienten, die mit Corticoiden behandelt werden, sowie bei Acidose.
  • +Diese Lösungen sollten bei Vorliegen folgender Bedingungen nur mit Vorsicht angewendet
  • +werden:
  • +-Hypertone Dehydratation
  • +-Hyperkaliämie
  • +-Hypernatriämie
  • +-Hyperchlorämie
  • +-Hypermagnezämie (nur Ringerlactat ohne K)
  • +-Hyperkalzämie
  • +-Eingeschränkte Leberfunktion
  • +Bei Patienten mit Herz-, Nieren- oder Lungeninsuffizienz oder mit Lungen- oder Hirnödem dürfen
  • +Infusionen mit hohem Volumen nur unter spezieller Überwachung angewendet werden.
  • +Die Laktatverwertung kann bei Vorliegen einer Hypoxie oder einer Leberinsuffizienzeingeschränkt sein.
  • +Der Kaliumgehalt von Ringer-Lactat nach Hartmann B. Braun entspricht etwa derphysiologischen Kaliumkonzentration im menschlichen Blut. Dennoch ist die Lösung nicht für dieBehandlung von Patienten mit schwerem Kaliummangel geeignet.
  • +Da die Lösung metabolisierbare Ionen (z.B. Laktat) enthält, kann sie eine metabolische Alkaloseverursachen. Daher ist die Lösung bei Patienten mit metabolischer Alkalose mit Vorsichtanzuwenden.
  • +Natriumchlorid-haltige Lösungen sollten mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit
  • +-Herzinsuffizienz, peripheren Ödemen oder extrazellulärer Hyperhydratation
  • +-Hypertonie, eingeschränkter Nierenfunktion, bestehender oder drohender Eklampsie,Aldosteronismus oder anderen Erkrankungen oder Behandlungen (z.B.Kortikoide/Steroide), die zu einer Natriumretention führen (siehe auch Abschnitt "Interaktionen" ).
  • +Lösungen, die Kaliumsalze enthalten, sollten mit Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit
  • +Herzerkrankungen, Erkrankungen, die eine Hyperkaliämie begünstigen, wie Nieren- oder
  • +Nebennierenrindeninsuffizienz, akuter Dehydratation oder ausgedehnter Gewebezerstörung, wie
  • +sie bei schweren Verbrennungen vorkommt.
  • +Aufgrund des Calcium-Gehalts:
  • +ist während der intravenösen Infusion eine Extravasation unbedingt zu vermeiden.
  • +sollte die Lösung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder Erkrankungen miterhöhten Vitamin-D-Konzentrationen wie Sarkoidose mit Vorsicht angewendet werden.Die Anwendung Calcium-haltiger Lösungen sollte bei Patienten mit Nierensteinen oderanamnestisch bekannten Nierensteinen vermieden werden.
  • +darf die Lösung bei einer gleichzeitigen Bluttransfusion nicht über dasselbeInfusionssystem verabreicht werden.
  • +Magnesium-haltige Lösungen (Ringerlactat ohne K) sollten mit Vorsicht bei Patienten mit
  • +Nierenfunktionsstörungen angewendet werden.
  • + 
  • +Wegen des Risikos der Entwicklung einer schwerer Lactatazidose und/oder einer Wernicke-Enzephalopathie muss ein vorbestehender Thiamin (Vitamin B1)-Mangel vor der Infusion von glukosehaltigen Lösungen ausgeglichen werden.
  • + 
  • +Patienten mit chronischer Hyponatriämie:
  • +Eine zu schnelle Korrektur der Serumnatriumspiegel ist bei Patienten mit chronischer
  • +Hyponatriämie zu vermeiden, da ein schneller Anstieg der Natriumkonzentration in seltenen
  • +Fällen zu osmotisch bedingten Nebenwirkungen führen kann, z.B. zum osmotischen
  • +Demyelinisierungssyndrom.
  • + 
  • +Kinder und Jugendliche:
  • +Die Lösung sollte bei Neugeborenen unter 3 Monaten nur mit besonderer Vorsicht angewendetwerden.
  • +Bei Anwendung von Ringerlactat mit Glucose soll die Glykämie überwacht werden, vor allem bei
  • +Patienten mit Diabetes mellitus/oder posttraumatisch.
  • + 
  • +Anwendung als Trägerlösung:
  • +Hinweis: Wenn diese Lösung als Trägerlösung verwendet wird, sind die Sicherheitshinweise desjeweiligen Herstellers des Zusatzes zu berücksichtigen.
  • +Die klinische Überwachung sollte Kontrollen der Serumelektrolyt-spiegel, des Säure-Basen-
  • +Gleichgewichts und der Flüssigkeitsbilanz umfassen.
  • +Der Laktatspiegel im Serum sollte sorgfältig kontrolliert werden. Im Falle einer
  • +Laktatakkumulation während der Infusion müssen Dosierung und Infusionsgeschwindigkeitreduziert oder die Verabreichung der Lösung ganz abgebrochen werden.
  • + 
  • +Interaktionen
  • +Die Verabreichung von Ringer-Lactat nach Hartmann B. Braun in Übereinstimmung mit denempfohlenen Anwendungsgebieten und den Gegenanzeigen erhöht die Plasmakonzentrationender darin enthaltenen Elektrolyte nicht. Bei einem Anstieg der Konzentration eines der Elektrolyteaus anderen Gründen sollten die folgenden Wechselwirkungen berücksichtigt werden.
  • +Natrium
  • +Kortikoide/Steroide und Carbenoxolon können zu einer Natrium- und Wasserretention führen (mit
  • +Ödemen und Hypertonie).
  • +Kalium
  • +Suxamethonium, kaliumsparende Diuretika (Amilorid, Spironolacton, Triamteren, allein oder in
  • +Kombination), ACE-Hemmer (z.B. Captopril, Enalapril), Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten
  • +(z.B. Valsartan, Losartan), Tacrolimus und Cyclosporin können die Kaliumkonzentration im
  • +Plasma erhöhen und zu einer potenziell tödlichen Hyperkaliämie führen, insbesondere bei
  • +Vorliegen einer Niereninsuffizienz, die die hyperkaliämische Wirkung steigert.
  • +Kaliumfrei (Ringerlactat ohne K): eine mögliche Hypokaliämie erhöht die Toxizität von
  • +Digitalisglycosiden.
  • +Calcium
  • +Die Wirkungen von Digitalisglykosiden (Herzglykosiden) können bei einer Hyperkalzämie
  • +gesteigert sein und zu schwerwiegenden oder tödlich verlaufenden Herzrhythmusstörungen
  • +führen.
  • +Gleichzeitig mit Calcium verabreichte Thiaziddiuretika und Vitamin D können eine Hyperkalzämie
  • +hervorrufen.
  • +Bei gleichzeitiger Anwendung von Bisphosphonaten, Fluoriden, verschiedenen Fluorchinolonen
  • +und Tetrazyklinen mit Calcium- und Magnesium- haltigen Lösungen kann die Bioverfügbarkeit
  • +der oben genannten Arzneimittel verringert sein (reduzierte Resorption).
  • +Laktat
  • +Die Verabreichung von Bikarbonat oder Bikarbonat-Vorstufen wie Laktat führt zu einer
  • +Alkalisierung des Urins mit gesteigerter renaler Clearance azidischer Arzneimittel (z.B.
  • +Salicylsäure). Die Halbwertszeit basischer Arzneimittel – insbesondere die von
  • +Sympathomimetika (z.B. Ephedrin, Pseudoephedrin) und Stimulanzien (z.B.
  • +Dexamphetaminsulfat, Fenfluraminhydrochlorid) ist bei gleichzeitiger Anwendung laktathaltiger
  • +Lösungen verlängert.
  • + 
  • +Schwangerschaft, Stillzeit
  • +Schwangerschaft
  • +Zur Anwendung von Bestandteilen von Ringer-Lactat B. Braun bei Schwangeren liegen nur
  • +begrenzte Daten vor (von weniger als 300 Schwangerschaften). Tierstudien ergaben keine
  • +Hinweise auf direkte oder indirekte schädliche Wirkungen im Hinblick auf eine
  • +Reproduktionstoxizität (siehe Abschnitt "Präklinische Daten" ).
  • +Da alle Bestandteile von Ringer-Lactat B. Braun natürlicherweise im Körper vorkommen und ihre
  • +biochemischen Eigenschaften gut bekannt sind, kann das Arzneimittel bei entsprechender
  • +Indikation angewendet werden. Jedoch ist bei Schwangeren mit Gestose Vorsicht geboten.
  • +Stillzeit
  • +Calcium wird in die Muttermilch ausgeschieden. Bei Verabreichung therapeutischer Dosen von
  • +Ringer-Lactat B. Braun sind jedoch keine Wirkungen auf gestillte Neugeborene/Säuglinge zu
  • +erwarten. Deshalb kann Ringer-Lactat B. Braun während der Stillzeit angewendet werden.
  • +Fertilität
  • +Keine besonderen Vorsichtsmassnahmen.
  • + 
  • +Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen
  • +Diese Lösungen haben keinen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum
  • +Bedienen von Maschinen.
  • + 
  • +Unerwünschte Wirkungen
  • +Unerwünschte Wirkungen sind bei bestimmungsgemässer Anwendung nicht zu erwarten.
  • +Ringerlactat mit Glucose
  • +Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
  • +Einzelfälle von lokalem Schmerz, Venenwandreizung, Thrombophlebitis oder Extravasation.
  • + 
  • +Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
  • + 
  • +Überdosierung
  • +Anzeichen und Symptome
  • +Je nach Infusionsvolumen und Patienten können folgende Symptome einer Überdosierung
  • +auftreten:
  • +Ringerlactat mit/ohne Glucose
  • +Hyperhydratation, Hypervolämie, kardiale Dekompensation, Hypernatriämie, Hyperkaliämie,
  • +Hyperlactatämie.
  • +Ringerlactat mit Glucose
  • +Hyperglykämie, Säuren-Basen-Ungleichgewicht.
  • +Ringerlactat ohne K
  • +Hypokaliämie.
  • +Behandlung
  • +Bei Auftreten von Symptomen der Überdosierung ist die Infusion sofort zu unterbrechen, die
  • +physiologischen Parameter des Patienten zu bestimmen und therapeutische Massnahmen
  • +einzuleiten:
  • +Hyperhydratation, Hypervolämie, Hypernatriämie: Forcierte Diurese mittels eines passenden
  • +Diuretikums (z.B. Furosemid).
  • +Hyperglykämie: Insulin-Gabe. Es besteht die Möglichkeit einer sekundären Hypoglykämie.
  • +Hyperkaliämie: Calciumsalze und/oder Glucoseinfusionen mit oder ohne Insulin beeinflussen die
  • +Hyperkaliämie günstig.
  • +Hypokaliämie (Ringerlactat ohne K): Kaliumsubstitution.
  • +Bei Störungen des Säure-Basen-Gleichgewichts bzw. bei Hyperlactatämie sind die Massnahmen
  • +individuell zu bestimmen.
  • + 
  • +Eigenschaften/Wirkungen
  • +ATC-Code
  • +Ringerlactat: B05BB01, Ringerlactat + Glucose 5%: B05BB02
  • + 
  • +Ringerlactat mit/ohne Glucose ist eine sterile und pyrogenfreie physiologische Elektrolytlösung
  • +mit/ohne Glucose zur intravenösen Anwendung, deren Ionengehalt dem des normalen Plasmas
  • +angenähert ist.
  • + 
  • +Wirkungsmechanismus
  • +Pharmakodynamik
  • +Die Lösung enthält die wichtigsten Ionen, die auch in der Extrazellularflüssigkeit enthalten sind.
  • +Die pharmakodynamischen Eigenschaften der in der Lösung enthaltenen Ionen (Natrium, Kalium,
  • +Calcium, Chlorid, Laktat) sind daher dieselben wie in der normalen Physiologie.
  • + 
  • +Laktat ist ein zentrales Substrat des intermediären Stoffwechsels. Es wird unter anderem zu
  • +Bikarbonat oxidiert und übt daher eine leichte alkalisierende Wirkung aus.
  • + 
  • +Die Zufuhr von Glucose vermindert bei einer bestehenden Kohlenhydratmangelsituation den
  • +Stickstoffverlust und reduziert den Abbau des Leberglycogens. Zusätzlich wird leicht
  • +verwendbare Energie zugeführt.
  • + 
  • +Ringer-Lactat B. Braun hat eine ähnliche Elektrolytzusammensetzung wie die Extrazellularflüssigkeit (abgesehen von einigen sehr geringfügigen Unterschieden). Es wird daher zur Korrektur von Störungen des Elektrolythaushalts verwendet. Daher führt die Anwendung von Ringer Lactatlösung B. Braun bei Beachtung der Anwendungsgebiete und Gegenanzeigen nicht zum Anstieg der Plasmakonzentrationen der genannten Elektrolyte.
  • + 
  • +Infolge ihrer Verteilung (siehe unten) hat die Lösung eine kurze hämodynamische Wirkung.
  • + 
  • +Aufgrund des Anteils an metabolisierbaren Anionen ist Ringer-Lactat B. Braun vor allem bei Patienten mit Neigung zur Azidose angezeigt.
  • + 
  • +Klinische Wirksamkeit
  • +Keine Angaben vorhanden.
  • + 
  • +Pharmakokinetik
  • +Absorption
  • +Da die Bestandteile von Ringer-Lactat B. Braun intravenös infundiert werden, beträgt ihre
  • +Bioverfügbarkeit 100%.
  • +Distribution
  • +Die Verabreichung von Ringer-Lactat B. Braun führt direkt zur Auffüllung des interstitiellen
  • +Raums, der etwa zwei Drittel des Extrazellularraums ausmacht. Nur ein Drittel des verabreichten
  • +Volumens verbleibt im intravasalen Raum. Deshalb hat die Lösung nur eine kurze
  • +hämodynamische Wirkung.
  • +Nach intravasaler Zufuhr erfolgt die Äquilibrierung mit dem Extrazellulärraum innerhalb 20-30
  • +Minuten. Nach einer Stunde befinden sich beim Gesunden noch 25% des Infusates im
  • +Intravasalraum, beim kritisch Kranken oder Traumatisierten beträgt dieser Anteil noch 20%
  • +oder weniger.
  • + 
  • +Metabolismus
  • +Lactat wird in der Leber über den oxidativen Stoffwechsel zu CO2 und Wassermetabolisiert.Glucose wird über den Zitronensäurezyklus abgebaut und kann pro Mol Glucose bis zu 48 Mol Adenosin-Triphosphat ergeben. (Brennwert: ca. 4 kcal/g, Oxidationswasser: 0,6 ml/g).
  • + 
  • +Elimination
  • +Die Elektrolyte werden über den normalen Ausscheidungsweg (renal) eliminiert.
  • + 
  • +Präklinische Daten
  • +Basierend auf den konventionellen Studien zur Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei
  • +wiederholter Gabe, Reproduktions- und Entwicklungstoxizität, Genotoxizität und zum
  • +kanzerogenen Potenzial lassen die präklinischen Daten zu den Einzelkomponenten von
  • +Ringer-Lactat B. Braun keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.
  • + 
  • +Sonstige Hinweise
  • +Inkompatibilitäten
  • +Die Zugabe von Arzneimitteln zu Infusionslösungen kann zu Inkompatibilitätsreaktionen
  • +führen. Während manche Reaktionen sofort auffallen, muss jedoch auch mit subtileren
  • +physikalischen, chemischen oder pharmakologischen Unverträglichkeiten gerechnet werden.
  • +Der Zusatz von phosphat- und/oder carbonathaltigen Lösungen zu Ringerlactat mit/ohne
  • +Glucose ist wegen der Ausfällung von unlöslichen Calciumsalzen zu vermeiden.
  • +Die Zugabe von medikamentösen Zusätzen muss auf aseptischem Wege erfolgen. In jedem
  • +Fall ist darauf zu achten, dass eine vollständige Mischung des Zusatzes mit der Lösung
  • +gewährleistet ist.
  • +Eine Lagerung solcher Lösungen muss vermieden werden. Auf die Kompatibilität muss auch
  • +geachtet werden, wenn mehrere Infusionen durch das gleiche Infusionsbesteck wie
  • +Ringerlactat mit/ohne Glucose verabreicht werden.
  • +Ringerlactat mit Glucose sollte nicht gleichzeitig, vor oder nach Verabreichung von Blut oder
  • +Blutkomponenten durch das gleiche Infusionsbesteck infundiert werden, da die Gefahr einer
  • +Pseudoagglutination besteht.
  • + 
  • +Haltbarkeit
  • +Ringerlactat, Ringerlactat ohne K und Ringerlactat + Glucose 5% dürfen nur bis zu dem mit
  • +"Exp." auf dem Etikett oder Beutel vermerkten Verfalldatum verwendet werden.
  • +Besondere Lagerungshinweise
  • +Bei Raumtemperatur (15–25 °C) lagern.
  • + 
  • +Hinweise für die Handhabung
  • +Nur unbeschädigte Behälter und klare Lösung verwenden. Eventuelle Restmengen von
  • +Lösungen verwerfen.
  • + 
  • +Zulassungsnummer
  • +Ringerlactat B. Braun/Ringerlactat + Glucose 5% B. Braun: 38207 (Swissmedic).
  • +Ringerlactat ohne K: 65724 (Swissmedic).
  • + 
  • +Packungen
  • +Ringerlactat B. Braun (nach Hartmann) Ecoflac 1× 500 ml. (B)
  • +Ringerlactat B. Braun (nach Hartmann) Ecoflac 10× 500 ml. (B)
  • +Ringerlactat B. Braun (nach Hartmann) Ecoflac 1× 1000 ml. (B)
  • +Ringerlactat B. Braun (nach Hartmann) Ecoflac 10× 1000 ml. (B)
  • +Ringerlactat B. Braun (nach Hartmann) Ecobag 20× 250 ml. (B)
  • +Ringerlactat B. Braun (nach Hartmann) Ecobag 20× 500 ml. (B)
  • +Ringerlactat B. Braun (nach Hartmann) Ecobag 10× 1000 ml. (B)
  • +Ringerlactat ohne K B. Braun Ecobag 20× 500 ml. (B)
  • +Ringerlactat ohne K B. Braun Ecobag 10× 1000 ml. (B)
  • +Ringerlactat – Glucose 5% B. Braun (nach Hartmann) Ecobag 20× 250 ml. (B)
  • +Ringerlactat – Glucose 5% B. Braun (nach Hartmann) Ecobag 10× 1000 ml. (B)
  • + 
  • +Zulassungsinhaberin
  • +B. Braun Medical AG, 6204 Sempach.
  • +Stand der Information
  • +Mai 2024
2026 ©ywesee GmbH
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