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Home - Fachinformation zu Oestrogel - Änderungen - 06.01.2026
56 Änderungen an Fachinfo Oestrogel
  • -Östrogenmangel-Symptome als Folge der natürlichen oder operativ verursachten Menopause:
  • +·Östrogenmangel-Symptome als Folge der natürlichen oder chirurgischen Menopause:
  • +·Osteoporoseprophylaxe
  • +
  • -Zyklische Anwendung: 1x tägliche Applikation während 25 Tagen mit einer Pause während 5 Tagen; anschliessend erneuter Beginn der Behandlung.
  • +Zyklische Anwendung: 1× tägliche Applikation während 25 Tagen mit einer Pause während 5 Tagen; anschliessend erneuter Beginn der Behandlung.
  • -Gel nach der Morgentoilette unter Verwendung des Mehrdosenbehältnisses mit Dosierpumpe bzw. des Dosierungsmasses, welches der Tube beiliegt, grossflächig auf die trockene Haut von Schultern und Armen auftragen.
  • -Vor dem Ankleiden 2 Minuten trocknen lassen.
  • -Oestrogel nie auf die Brüste applizieren.
  • +Das Gel soll nach der Morgentoilette unter Verwendung des Mehrdosenbehältnisses mit Dosierpumpe bzw. des Dosierungsmasses, welches der Tube beiliegt, grossflächig auf die trockene Haut von Schultern und Armen aufgetragen werden.
  • +Vor dem Ankleiden sollte man das Gel 2 Minuten trocknen lassen.
  • +Oestrogel darf nicht auf die Brüste appliziert werden.
  • -Die Patientinnen sollten darüber informiert werden, dass Kinder nicht mit der Körperstelle in Berührung kommen sollten, auf die das Estradiol-Gel aufgetragen wurde (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
  • -Anwendung des Mehrdosenbehältnisses mit Dosierpumpe bzw. der Tube mit Dosierungsmass vgl. Rubrik «Sonstige Hinweise, Hinweise für die Handhabung».
  • +Es wird empfohlen, innerhalb einer Stunde nach der Anwendung von Oestrogel keine Sonnencreme aufzutragen, da dies die Resorption von Estradiol um 15-20% reduzieren kann (siehe «Pharmakokinetik»).
  • +Die Patientinnen sollten darüber informiert werden, dass Kinder nicht mit der Körperstelle in Berührung kommen sollten, auf die das Estradiol-Gel aufgetragen wurde (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Dies gilt insbesondere für Neugeborene.
  • +Für Informationen zur Anwendung des Mehrdosenbehältnisses mit Dosierpumpe bzw. der Tube mit Dosierungsmass siehe «Sonstige Hinweise», «Hinweise für die Handhabung».
  • -·bekannte oder vermutete Schwangerschaft,
  • -·Stillzeit,
  • -Bei nicht-hysterektomierten Frauen muss die Östrogensubstitution immer durch die zyklische Verabreichung eines Gestagens ergänzt werden (Siehe «Dosierung/Anwendung»).
  • +Bei nicht-hysterektomierten Frauen muss die Östrogensubstitution immer durch die zyklische Verabreichung eines Gestagens ergänzt werden (siehe «Dosierung/Anwendung»).
  • -Randomisierte, kontrollierte Studien und epidemiologische Studien ergaben bei Frauen, die eine HRT über mehrere Jahre anwandten, ein erhöhtes Brustkrebsrisiko. Das Risiko ist insbesondere bei einer Anwendungsdauer von mehr als 5 Jahren erhöht. In einer Metaanalyse von epidemiologischen Studien lag das relative Risiko (RR) bei Frauen, welche eine HRT während 5 oder mehr Jahren anwandten, bei 1,35 (95% CI 1,21-1,49). In einzelnen Studien wurde eine Risikoerhöhung aber auch bereits nach kürzerer Therapiedauer (1-4 Jahre) beobachtet. Dabei war im Allgemeinen die Risikoerhöhung unter einer kombinierten Östrogen-Gestagen-Therapie höher als unter einer Östrogen-Monotherapie. Bei allen Frauen sollten deshalb vor Beginn einer HRT sowie danach jährlich Brustuntersuchungen durch den Arzt und monatliche Selbstuntersuchungen der Brust durchgeführt werden. Die Anwenderinnen sollten darüber aufgeklärt werden, welche Veränderungen der Brust sie ihrem Arzt/ihrer Ärztin mitteilen müssen. Abhängig vom Alter und den jeweiligen Risikofaktoren kann zusätzlich eine Mammographie indiziert sein.
  • -Zwei grosse Metaanalysen epidemiologischer Studien zeigten, dass das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, mit der Dauer der HRT zunimmt und nach Absetzen der HRT abnimmt. Die Zeit bis zur Rückkehr auf das altersentsprechende Grundrisiko ist dabei von der Dauer der vorherigen Anwendung der HRT abhängig. Bei einer Anwendungsdauer von mehr als 5 Jahren kann das Risiko nach dem Absetzen noch für 10 oder mehr Jahre erhöht sein.
  • -Die Women's Health Initiative (WHI) Studie, eine grosse, prospektive, placebokontrollierte, randomisierte Studie, zeigte im Vergleich zu Placebo unter kombinierter HRT mit konjugierten Östrogenen und Medroxyprogesteronacetat (MPA) nach einer durchschnittlichen Behandlungszeit von 5.6 Jahren eine Zunahme von invasiven Mammakarzinomen in der Östrogen/Gestagen-Gruppe (RR 1,24 [95% CI 1,02-1,50]). Für die Monotherapie war das Risiko hingegen nicht erhöht (RR 0,77 [95% CI 0,59-1,01]).
  • -Die Million Women Study, eine nicht-randomisierte Kohorten-Studie, rekrutierte 1'084'110 Frauen. Das durchschnittliche Alter der Frauen bei Eintritt in die Studie war 55,9 Jahre. Die Hälfte der Frauen erhielt vor und/oder zum Zeitpunkt des Studieneintrittes eine HRT, die übrigen Frauen wurden nie mit HRT behandelt. Es wurden 9'364 Fälle von invasivem Brustkrebs und 637 Todesfälle in Folge von Brustkrebs registriert nach einer durchschnittlichen Beobachtungszeit von 2,6 bzw. 4,1 Jahren. Frauen, die bei Aufnahme in die Studie eine HRT anwandten, zeigten ein erhöhtes Risiko in Bezug auf Morbidität (RR 1,66 [95% CI 1,58-1,75]) und möglicherweise in geringerem Ausmasse auch auf die Mortalität in Folge eines Brustkrebs (RR 1,22 [95% CI 1,00-1,48]) verglichen mit Frauen, die nie eine solche Behandlung angewandt hatten. Das höchste Risiko wurde unter kombinierter Östrogen-Gestagen-Therapie gesehen (RR 2,00 [95% CI 1,88-2,12]). Für eine Östrogen-Monotherapie betrug das relative Risiko 1,30 [95% CI 1,21-1,40]. Die Resultate fielen für verschiedene Östrogene und Gestagene, für unterschiedliche Dosierungen und Verabreichungswege sowie für kontinuierliche und sequentielle Therapien ähnlich aus. Bei allen Arten der HRT stieg das Risiko mit zunehmender Dauer der Anwendung.
  • +Randomisierte, kontrollierte Studien und epidemiologische Studien ergaben bei Frauen, die eine HRT über mehrere Jahre anwandten, ein erhöhtes Brustkrebsrisiko. Das Risiko ist insbesondere bei einer Anwendungsdauer von mehr als 5 Jahren erhöht. In einer Metaanalyse von epidemiologischen Studien lag das relative Risiko (RR) bei Frauen, welche eine HRT während 5 oder mehr Jahren anwandten, bei 1,35 (95% CI 1,21-1,49). In einzelnen Studien wurde eine Risikoerhöhung aber auch bereits nach kürzerer Therapiedauer (1-4 Jahre) beobachtet. Dabei war im Allgemeinen die Risikoerhöhung unter einer kombinierten Östrogen-Gestagen-Therapie höher als unter einer Östrogen-Monotherapie.
  • +Bei allen Frauen sollten deshalb vor Beginn einer HRT sowie danach jährlich Brustuntersuchungen durch den Arzt und monatliche Selbstuntersuchungen der Brust durchgeführt werden. Die Anwenderinnen sollten darüber aufgeklärt werden, welche Veränderungen der Brust sie ihrem Arzt/ihrer Ärztin mitteilen müssen. Abhängig vom Alter und den jeweiligen Risikofaktoren kann zusätzlich eine Mammographie indiziert sein.
  • +Zwei grosse Metaanalysen epidemiologischer Studien zeigten, dass das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, mit der Dauer der HRT zunimmt und nach Absetzen der HRT abnimmt. Die Zeit bis zur Rückkehr auf das altersentsprechende Grundrisiko ist dabei von der Dauer der vorherigen Anwendung der HRT abhängig. Bei einer Anwendungsdauer von mehr als 5 Jahren kann das Risiko nach dem Absetzen noch für 10 oder mehr Jahre erhöht sein.
  • +Die Women's Health Initiative (WHI) Studie, eine grosse, prospektive, placebokontrollierte, randomisierte Studie, zeigte im Vergleich zu Placebo unter kombinierter HRT mit konjugierten Östrogenen und Medroxyprogesteronacetat (MPA) nach einer durchschnittlichen Behandlungszeit von 5,6 Jahren eine Zunahme von invasiven Mammakarzinomen in der Östrogen/Gestagen-Gruppe (RR 1,24 [95% CI 1,02-1,50]). Für die Monotherapie war das Risiko hingegen nicht erhöht (RR 0,77 [95% CI 0,59-1,01]).
  • +Die Million Women Study, eine nicht-randomisierte Kohorten-Studie, rekrutierte 1'084'110 Frauen. Das durchschnittliche Alter der Frauen bei Eintritt in die Studie war 55,9 Jahre. Die Hälfte der Frauen erhielt vor und/oder zum Zeitpunkt des Studieneintrittes eine HRT, die übrigen Frauen wurden nie mit HRT behandelt. Es wurden 9'364 Fälle von invasivem Brustkrebs und 637 Todesfälle in Folge von Brustkrebs registriert nach einer durchschnittlichen Beobachtungszeit von 2,6 bzw. 4,1 Jahren. Frauen, die bei Aufnahme in die Studie eine HRT anwandten, zeigten ein erhöhtes Risiko in Bezug auf Morbidität (RR 1,66 [95% CI 1,58-1,75]) und möglicherweise in geringerem Ausmass auch auf die Mortalität in Folge eines Brustkrebses (RR 1,22 [95% CI 1,00-1,48]) verglichen mit Frauen, die nie eine solche Behandlung angewandt hatten. Das höchste Risiko wurde unter kombinierter Östrogen-Gestagen-Therapie gesehen (RR 2,00 [95% CI 1,88-2,12]). Für eine Östrogen-Monotherapie betrug das relative Risiko 1,30 [95% CI 1,21-1,40]. Die Resultate fielen für verschiedene Östrogene und Gestagene, für unterschiedliche Dosierungen und Verabreichungswege sowie für kontinuierliche und sequentielle Therapien ähnlich aus. Bei allen Arten der HRT stieg das Risiko mit zunehmender Dauer der Anwendung.
  • -Östrogen- oder kombinierte Östrogen-Gestagen-Substitutionstherapien sind mit einem erhöhten Risiko für venöse Thromboembolien (VTE) verbunden, z.B. tiefe Venenthrombose oder Lungenembolie. Zwei kontrollierte, randomisierte Studien (WHI und HERS) und mehrere epidemiologische Studien ergaben ein 2 bis 3-fach erhöhtes Risiko bei Frauen, die eine HRT anwandten, verglichen mit Frauen, die nie eine solche Behandlung angewendet hatten.
  • +Östrogen- oder kombinierte Östrogen-Gestagen-Substitutionstherapien sind mit einem erhöhten Risiko für venöse Thromboembolien (VTE) verbunden, z.B. tiefe Venenthrombose oder Lungenembolie. Zwei kontrollierte, randomisierte Studien (WHI und HERS) und mehrere epidemiologische Studien ergaben ein 2- bis 3-fach erhöhtes Risiko bei Frauen, die eine HRT anwandten, verglichen mit Frauen, die nie eine solche Behandlung angewendet hatten.
  • -Bei Auftreten entsprechender Symptome oder Verdacht einer thromboembolischen Erkrankung muss das Präparat sofort abgesetzt werden. Patientinnen mit Risikofaktoren für thromboembolische Ereignisse sollen sorgfältig überwacht werden. Wenn möglich sollten andere Therapien in Betracht gezogen werden. Die Risikofaktoren für venöse Thromboembolien umfassen eine entsprechende Eigen- oder Familienanamnese mit thromboembolischen Erkrankungen, Rauchen, Adipositas (BMI über 30 kg/m2), systemischer Lupus erythematodes und maligne Erkrankungen. Das Risiko für venöse Thromboembolien erhöht sich ausserdem mit zunehmendem Alter. Es gibt keinen Konsensus über die mögliche Rolle von Varizen bei der Entwicklung von venösen Thromboembolien.
  • +Bei Auftreten entsprechender Symptome oder Verdacht einer thromboembolischen Erkrankung muss das Präparat sofort abgesetzt werden. Patientinnen mit Risikofaktoren für thromboembolische Ereignisse sollen sorgfältig überwacht werden. Wenn möglich sollten andere Therapien in Betracht gezogen werden. Die Risikofaktoren für venöse Thromboembolien umfassen eine entsprechende Eigen- oder Familienanamnese mit thromboembolischen Erkrankungen, Rauchen, Adipositas (BMI über 30 kg/m2), systemischen Lupus erythematodes und maligne Erkrankungen. Das Risiko für venöse Thromboembolien erhöht sich ausserdem mit zunehmendem Alter. Es gibt keinen Konsensus über die mögliche Rolle von Varizen bei der Entwicklung von venösen Thromboembolien.
  • -Östrogene können eine Flüssigkeitsretention verursachen, deshalb sollten Patientinnen mit Herz- oder Nierenfunktionsstörungen sorgfältig überwacht werden.
  • +Östrogene können eine Flüssigkeitsretention verursachen. Deshalb sollten Patientinnen mit Herz- oder Nierenfunktionsstörungen sorgfältig überwacht werden.
  • -Bei Frauen mit hereditärem Angioödem können exogen zugeführte Östrogene die Symptome induzieren oder verschlimmern.
  • +Bei Frauen mit hereditärem oder erworbenem Angioödem können exogen zugeführte Östrogene die entsprechenden Symptome induzieren oder verschlimmern.
  • -Es wird empfohlen, innerhalb einer Stunde nach der Anwendung von Oestrogel keine Sonnencreme aufzutragen, da dies die Resorption von Estradiol um 15-20% reduzieren kann (siehe «Pharmakokinetik»).
  • -Mögliche Übertragung von Estradiol auf Kinder
  • -Estradiol-Gel kann versehentlich von der Hautregion, auf die es aufgetragen wurde, auf Kinder übertragen werden. Nach Markteinführung wurden bei präpubertären Mädchen Brustentwicklung und Raumforderungen in der Brust, bei präpubertären Jungen frühzeitige Pubertät, Gynäkomastie und Raumforderungen in der Brust nach einer unabsichtlichen Sekundärexposition gegenüber Estradiol berichtet. In den meisten Fällen gingen diese Symptome nach dem Beenden der Estradiol-Exposition wieder zurück.
  • -Die Patientinnen sollten angewiesen werden:
  • -·anderen Personen, insbesondere Kindern, nicht zu erlauben, mit der exponierten Hautregion in Berührung zu kommen und die Anwendungsstelle gegebenenfalls mit Kleidung zu bedecken. Im Falle eines Kontakts sollte die Haut des Kindes umgehend mit Wasser und Seife gewaschen werden.
  • -·bei Anzeichen und Symptomen (Brustentwicklung oder andere sexuelle Veränderungen) bei einem Kind, das möglicherweise versehentlich Estradiol-Gel ausgesetzt war, einen Arzt aufzusuchen.
  • -Dieses Arzneimittel enthält 1 g Alkohol (Ethanol) pro Dosierungsmass (2,5 g Gel) bzw. 0,5 g Alkohol (Ethanol) pro Hub aus dem Mehrdosenbehältnis mit Dosierpumpe (1,25 g Gel) entsprechend 400 mg/g Gel (40% w/w).
  • -Bei geschädigter Haut kann es ein brennendes Gefühl hervorrufen. Aufgrund seines Alkoholgehalts ist Oestrogel brennbar. Bei der Anwendung des Produktes sollte Abstand zu Wärmequellen/offenen Flammen gehalten werden, bis das Gel auf der Haut getrocknet ist.
  • +Mögliche Estradiol-Kontamination
  • +Estradiol-Gel kann versehentlich von der Hautregion, auf die es aufgetragen wurde, auf andere Personen (z.B. Partner, Kinder) übertragen werden, was bei wiederholtem Kontakt eine erhöhte Estradiolkonzentration im Serum zur Folge haben kann. Nach Markteinführung wurden nach einer unbeabsichtigten Sekundärexposition gegenüber Estradiol bei präpubertären Mädchen Brustentwicklung und Raumforderungen in der Brust, bei präpubertären Jungen frühzeitige Pubertät, Gynäkomastie und Raumforderungen in der Brust berichtet. In den meisten Fällen gingen diese Symptome nach Beendigung der Estradiol-Exposition wieder zurück. Unter anderen Präparaten wurden ähnliche Symptome auch bei Haustieren beobachtet.
  • +Die Patientinnen müssen daher ausdrücklich angewiesen werden:
  • +·jeglichen Kontakt anderer Personen, insbesondere von Kindern, mit der exponierten Hautregion zu vermeiden und gegebenenfalls die Anwendungsstelle mit Kleidung zu bedecken. Im Falle eines Kontakts sollte die Haut des Kindes umgehend mit Wasser und Seife gewaschen werden.
  • +Auch Haustiere sollten die Körperregion, auf welche Oestrogel aufgetragen wurde, nicht berühren und insbesondere nicht ablecken.
  • +·bei Auftreten einer Brustentwicklung oder anderer Zeichen einer vorzeitigen Pubertät bei einem Kind, das möglicherweise versehentlich Estradiol-Gel ausgesetzt war, unverzüglich einen Arzt / eine Ärztin aufzusuchen und diese(n) über die Anwendung von Oestrogel zu informieren.
  • +Hilfsstoffe von besonderem Interesse
  • +Dieses Arzneimittel enthält 1 g Alkohol (Ethanol) pro Dosierungsmass (2,5 g Gel) bzw. 0,5 g Alkohol (Ethanol) pro Hub aus dem Mehrdosenbehältnis mit Dosierpumpe (1,25 g Gel) entsprechend 400 mg/g Gel (40% w/w). Bei geschädigter Haut kann es ein brennendes Gefühl hervorrufen.
  • +Bei Neugeborenen (Frühgeborene und termingerecht geborene) können hohe Ethanol-Konzentrationen aufgrund signifikanter Resorption durch die unreife Haut (insbesondere unter Okklusion) schwere lokale Reaktionen und systemische Toxizität verursachen. Vorsichtshalber sollte Oestrogel nicht im Beisein von Neugeborenen angewendet werden, um versehentlichen Hautkontakt zu vermeiden.
  • +Aufgrund seines Alkoholgehalts ist Oestrogel brennbar. Bei der Anwendung des Produktes sollte Abstand zu Wärmequellen/offenen Flammen gehalten werden, bis das Gel auf der Haut getrocknet ist.
  • -Enzyminduktoren: Der Metabolismus von Östrogenen kann durch die gleichzeitige Anwendung von Substanzen verstärkt werden, die arzneistoffmetabolisierende Enzyme (insbesondere Cytochrom-P450-Enzyme 3A4, 3A5, 3A7 und 2B6) induzieren. Zu solchen Substanzen gehören z.B. Barbiturate, Bosentan, Carbamazepin, Efavirenz, Felbamat, Nevirapin, Oxcarbazepin, Phenytoin, Primidon, Rifabutin, Rifampicin und Topiramat sowie Präparate, welche Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten.
  • -Obwohl Ritonavir und Nelfinavir eigentlich als starke Enzym-Inhibitoren bekannt sind, haben sie zusammen mit Steroidhormonen verabreicht ebenfalls enzyminduzierende Eigenschaften. Klinisch kann ein gesteigerter Metabolismus der Östrogene zu einer verminderten Wirksamkeit und zu Veränderungen des uterinen Blutungsmusters führen.
  • -Enzyminhibitoren: Arzneimittel, welche die Wirkung metabolisierender Enzyme hemmen (wie z.B. Azol-Antimykotika oder Makrolide), können die Estradiol-Plasmaspiegel erhöhen und dadurch dessen erwünschte und unerwünschte Wirkungen verstärken.
  • +Enzyminduktoren: Der Metabolismus von Östrogenen kann durch die gleichzeitige Anwendung von Substanzen verstärkt werden, die Arzneistoff-metabolisierende Enzyme (insbesondere die Cytochrom-P450-Enzyme 3A4 und 3A5) induzieren. Zu solchen Substanzen gehören z.B. Barbiturate, Bosentan, Carbamazepin, Efavirenz, Felbamat, Nevirapin, Oxcarbazepin, Phenytoin, Primidon, Rifabutin, Rifampicin und Topiramat sowie Präparate, welche Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten. Klinisch kann ein gesteigerter Metabolismus der Östrogene zu einer verminderten Wirksamkeit und zu Veränderungen des uterinen Blutungsmusters führen.
  • +Obwohl Ritonavir und Nelfinavir eigentlich als starke Enzym-Inhibitoren bekannt sind, haben sie zusammen mit Steroidhormonen verabreicht ebenfalls enzyminduzierende Eigenschaften.
  • +Enzyminhibitoren: Arzneimittel, welche die Wirkung von CYP3A4 hemmen (wie z.B. Azol-Antimykotika oder Makrolide), können die Estradiol-Plasmaspiegel erhöhen und dadurch dessen erwünschte und unerwünschte Wirkungen verstärken.
  • -Umgekehrt können Sexualhormone auch die Metabolisierung anderer Arzneimittel beeinflussen. Entsprechend können deren Plasmakonzentrationen entweder erhöht (z.B. Benzodiazepine, Cyclosporin, Imipramin, Metoprolol) oder vermindert (z.B. Lamotrigin) werden. Klinisch kann dies zu einem erhöhten Plasmaspiegel der betroffenen Substanzen bis hin zu toxischen Konzentrationen führen. Ein sorgfältiges Drug Monitoring kann notwendig sein und eine Dosisreduktion der betroffenen Substanz sollte in Betracht gezogen werden. Dies muss insbesondere bei gleichzeitiger Verabreichung mit Substanzen mit enger therapeutischer Breite beachtet werden, wie z.B. Cyclosporin A, Tacrolimus, Fentanyl oder Theophyllin.
  • +Umgekehrt können Sexualhormone auch die Metabolisierung anderer Arzneimittel beeinflussen. Entsprechend können deren Plasmakonzentrationen entweder erhöht (z.B. Benzodiazepine, Cyclosporin, Imipramin, Metoprolol) oder vermindert (z.B. Lamotrigin, siehe unten) werden. Klinisch kann dies zu einem erhöhten Plasmaspiegel der betroffenen Substanzen bis hin zu toxischen Konzentrationen führen. Ein sorgfältiges Drug Monitoring kann notwendig sein und eine Dosisreduktion der betroffenen Substanz sollte in Betracht gezogen werden. Dies muss insbesondere bei gleichzeitiger Verabreichung mit Substanzen mit enger therapeutischer Breite beachtet werden, wie z.B. Cyclosporin A, Tacrolimus, Fentanyl oder Theophyllin.
  • +Lamotrigin
  • +Es wurde beobachtet, dass es bei gleichzeitiger Anwendung kombinierter hormonaler Kontrazeptiva zusammen mit dem Antiepileptikum Lamotrigin aufgrund einer Induktion der Glucuronidierung von Lamotrigin zu einer klinisch relevanten Abnahme der Lamotrigin-Plasmakonzentrationen kommen kann. Dies kann mit einer reduzierten Anfallskontrolle einhergehen. Eine Anpassung der Lamotrigin-Dosis kann erforderlich sein. Für eine Hormonersatztherapie liegen keine entsprechenden Studien vor. Es wird jedoch erwartet, dass solche Präparate ein vergleichbares Interaktionspotential aufweisen. Wird bei einer Patientin, welche Lamotrigin einnimmt, eine Behandlung mit Oestrogel neu begonnen, kann daher eine Anpassung der Lamotrigin-Dosis erforderlich sein, und die Lamotrigin-Konzentrationen sollten zu Beginn der Therapie engmaschig überwacht werden.
  • +Beim Absetzen von Oestrogel steigen die Lamotriginspiegel wieder an, sodass die Patientin auch in dieser Phase überwacht und ggf. die Lamotrigin-Dosis reduziert werden muss.
  • +
  • -In klinischen Studien kam es bei gleichzeitiger Gabe Ethinylestradiol-haltiger kombinierter Kontrazeptiva zusammen mit bestimmten in der Therapie von HCV-Infektionen eingesetzten Wirkstoffkombinationen (Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir mit oder ohne Dasabuvir; Glecaprevir/Pibrentasvir; Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir) gegenüber Patientinnen, welche ausschliesslich mit den antiviralen Wirkstoffen behandelt wurden, signifikant häufiger zu einer klinisch relevanten Erhöhung der ALT (einschliesslich Fällen eines Anstiegs auf über das Fünffache der oberen Grenze des Normbereiches). Bei Anwendung anderer Östrogene (insbesondere Estradiol und Estradiolvalerat) war hingegen die Inzidenz einer Transaminasenerhöhung nicht höher als bei Patientinnen ohne Östrogentherapie. Aufgrund der begrenzten Anzahl Frauen, welche derartige andere östrogenhaltige Arzneimittel einnahmen, ist jedoch bei gleichzeitiger Verabreichung von Östrogenen mit einer der drei genannten Wirkstoffkombinationen grundsätzlich Vorsicht geboten.
  • +In klinischen Studien kam es bei gleichzeitiger Gabe Ethinylestradiol-haltiger kombinierter Kontrazeptiva zusammen mit bestimmten in der Therapie von HCV-Infektionen eingesetzten Wirkstoffkombinationen (Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir und Dasabuvir mit oder ohne Ribavirin; Glecaprevir/Pibrentasvir; Sofosbuvir/Velpatasvir/Voxilaprevir) gegenüber Patientinnen, welche ausschliesslich mit den antiviralen Wirkstoffen behandelt wurden, signifikant häufiger zu einer klinisch relevanten Erhöhung der ALT (einschliesslich Fällen eines Anstiegs auf über das Fünffache der oberen Grenze des Normbereiches). Bei Anwendung anderer Östrogene (insbesondere Estradiol und Estradiolvalerat) war hingegen die Inzidenz einer Transaminasenerhöhung nicht höher als bei Patientinnen ohne Östrogentherapie. Aufgrund der begrenzten Anzahl Frauen, welche derartige andere östrogenhaltige Arzneimittel einnahmen, ist jedoch bei gleichzeitiger Verabreichung von Östrogenen mit einer der drei genannten Wirkstoffkombinationen grundsätzlich Vorsicht geboten.
  • -Die Anwendung von Oestrogel ist während Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert. Tritt unter der Anwendung eine Schwangerschaft ein oder wird eine solche vermutet, ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und der Arzt / die Ärztin zu konsultieren.
  • +Schwangerschaft
  • +Oestrogel besitzt bei Frauen vor der Menopause keine Indikation. Tritt unter der Anwendung eine Schwangerschaft ein oder wird eine solche vermutet, ist das Arzneimittel sofort abzusetzen und der Arzt / die Ärztin zu konsultieren.
  • -Das Arzneimittel sollte nicht in der Stillzeit angewendet werden, da die Milchproduktion reduziert und die Milchqualität verändert sein kann. Zudem können geringe Wirkstoffmengen in die Milch übertreten.
  • +Stillzeit
  • +Oestrogel besitzt während der Stillzeit keine Indikation. Die Milchproduktion kann reduziert und die Milchqualität verändert sein. Zudem können geringe Wirkstoffmengen in die Milch übertreten.
  • -Herzerkrankungen
  • +Herz- und Gefässerkrankungen
  • -Durch die Behandlung können Estradiolkonzentrationen ähnlich jener während der ersten Hälfte der Follikelphase erreicht werden. Dabei ändert sich das Konzentrationsverhältnis von Estradiol (E2) zu Estron (E1) im Plasma von <1 auf ca. 1:1, d.h. auf Werte, wie sie bei Frauen mit normal funktionierenden Ovarien vor der Menopause gemessen werden. Somit gewährleistet Oestrogel eine physiologische Östrogensubstitution. Diese Konzentrationen bleiben so lange erhalten, dass eine einzige tägliche Applikation von Estradiol ausreichend ist.
  • +Durch die Behandlung können Estradiolkonzentrationen ähnlich jenen bei Frauen im gebärfähigen Alter während der ersten Hälfte der Follikelphase erreicht werden. Dabei ändert sich das Konzentrationsverhältnis von Estradiol (E2) zu Estron (E1) im Plasma von <1 auf ca. 1:1, d.h. auf ein Verhältnis, wie es bei prämenopausalen Frauen gefunden wird.
  • +Sicherheitspharmakodynamik
  • +In einer Studie rief Oestrogel eine mässige Reduktion der Thrombozytenaggregation hervor, veränderte jedoch die Blutgerinnung nicht im Sinne einer Hyperkoagulabilität.
  • -In einer Studie rief Oestrogel eine mässige Verminderung der Thrombozytenaggregation hervor, veränderte jedoch die Blutgerinnung nicht im Sinne einer Hyperkoagulabilität.
  • -Unabhängig von der Art der Verabreichung üben die Östrogendosierungen, die eine Besserung menopausaler Beschwerden bewirken und zur Erhaltung der Knochenmasse erforderlich sind, auch eine stark anregende Wirkung auf Mitose und Proliferation des Endometriums aus. Eine Östrogen-Monotherapie ohne ergänzende sequentielle Gestagenbehandlung erhöht die Häufigkeit von Endometriumhyperplasien und somit das Risiko eines Endometriumkarzinoms. Auch bei der Applikation des Gels ohne ergänzende sequentielle Gestagentherapie kommt es zu einer übermässigen Proliferation des Endometriums.
  • +Östrogene üben in jenen Dosierungen, die eine Besserung menopausaler Beschwerden bewirken und zur Erhaltung der Knochenmasse erforderlich sind, auch eine stark anregende Wirkung auf Mitose und Proliferation des Endometriums aus. Eine Östrogen-Monotherapie erhöht die Häufigkeit von Endometriumhyperplasien und somit das Risiko eines Endometriumkarzinoms. Dies gilt auch für Oestrogel. Eine Hyperplasie des Endometriums kann durch zusätzliche zyklische oder kontinuierliche Gabe eines Gestagens vermieden werden (siehe «Dosierung / Anwendung»).
  • -Nach einer Einzelapplikation von 2,5 g Oestrogel, entsprechend 1,5 mg Estradiol, wird innerhalb von ca. 12 h eine Plasmakonzentration von 80 pg/ml (295 pmol/l) erreicht. Die Bioverfügbarkeit von Estradiol beträgt 32-50% einer vergleichbaren, p.o. verabreichten Estradiol-Dosis.
  • +Nach einer Einzeldosis von 2,5 g Oestrogel, entsprechend 1,5 mg Estradiol, wird innerhalb von ca. 12 h eine Plasmakonzentration von 80 pg/ml (295 pmol/l) erreicht. Die Bioverfügbarkeit von Estradiol beträgt 32-50% einer vergleichbaren, p.o. verabreichten Estradiol-Dosis.
  • -Bei Versuchstieren zeigte Estradiol bereits in geringer Dosierung einen embryoletalen Effekt sowie eine dosisabhängige Reduktion der Fertilität in Ratten. Reproduktionstoxikologische Studien in Ratten, Mäusen und Kaninchen erbrachten keine Hinweise auf eine teratogene Wirkung. Für Erfahrungen beim Menschen siehe Kapitel «Schwangerschaft/Stillzeit».
  • +Bei Versuchstieren zeigte Estradiol bereits in geringer Dosierung einen embryoletalen Effekt sowie eine dosisabhängige Reduktion der Fertilität in Ratten. Reproduktionstoxikologische Studien in Ratten, Mäusen und Kaninchen erbrachten keine Hinweise auf eine teratogene Wirkung. Für Erfahrungen beim Menschen siehe «Schwangerschaft, Stillzeit».
  • -Oestrogel soll bei Raumtemperatur (15-25° C) und ausser Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.
  • +Oestrogel soll bei Raumtemperatur (15-25°C) und ausser Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.
  • +Kinder dürfen auch nicht mit dem leeren Mehrdosenbehältnis in Kontakt kommen, da sich darin noch Reste des Arzneimittels befinden könnten.
  • +
  • -Oestrogel ist farblos, geruchlos und erzeugt keine Flecken.
  • -Verschlusskappe entfernen, Mehrdosenbehältnis mit Dosierpumpe mit einer Hand ergreifen und die andere Hand unter die Öffnung halten. Dosierpumpe ganz niederdrücken und mit der anderen Hand austretendes Gel aufnehmen. Bei jedem Erstgebrauch einer Dosierpumpe kann ein 1- bis 2-maliges Betätigen der Pumpe erforderlich sein, bis das Gel freigesetzt wird. Die erste Gel-Dosis kann ungenau bemessen sein; es wird deshalb empfohlen, sie nicht anzuwenden. Nach 1-monatiger Anwendung einer Dosierung von 2 Hüben/Tag (entspricht ca. 64 Hüben) kann sich die abgegebene Gel-Dosis verringern. Es wird empfohlen, die Dosierpumpe dann nicht länger zu verwenden.
  • +Verschlusskappe entfernen, Mehrdosenbehältnis mit Dosierpumpe mit einer Hand ergreifen und die andere Hand unter die Öffnung halten. Dosierpumpe ganz niederdrücken und mit der anderen Hand austretendes Gel aufnehmen. Bei jedem Erstgebrauch einer Dosierpumpe kann ein 1- bis 2-maliges Betätigen der Pumpe erforderlich sein, bis das Gel freigesetzt wird. Die erste Gel-Dosis kann ungenau bemessen sein; es wird deshalb empfohlen, sie zu verwerfen. Nach 1-monatiger Anwendung einer Dosierung von 2 Hüben/Tag (entspricht ca. 64 Hüben) kann sich die abgegebene Gel-Dosis verringern. Es wird empfohlen, die Dosierpumpe dann nicht länger zu verwenden.
  • +Oestrogel ist farb- und geruchlos.
  • +
  • -Tube zu 80 g mit Dosierungsmass: 1. [B]
  • +Tube zu 80 g mit Dosierungsmass: 1. [B] (zurzeit nicht im Handel)
  • -Vifor (International) Inc., St. Gallen.
  • +Vifor (International) Inc., St. Gallen
  • -Februar 2025.
  • +August 2025.
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