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Home - Fachinformation zu Etoposid Sandoz 100 mg/5 ml - Änderungen - 29.01.2026
2 Änderungen an Fachinfo Etoposid Sandoz 100 mg/5 ml
  • -Sehr häufig: Alopezie (33
  • +Sehr häufig: Alopezie (33-44%).
  • +Selten: Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse (ein Fall mit tödlichem Ausgang), Hautpigmentierung, Pruritus, Hautausschlag, Urtikaria.
  • +Erkrankungen der Nieren und Harnwege
  • +Häufigkeit nicht bekannt: Akutes Nierenversagen (wurde während der Post-Marketing Phase berichtet, siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
  • +Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
  • +Nicht bekannt: Infertilität.
  • +Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
  • +Sehr häufig: Asthenie (39%), Unwohlsein (39%), Schüttelfrost (24%), Fieber (24%).
  • +Es wurde über lokale Gewebetoxizitäten nach Paravasation von Etoposid berichtet. Infiltration von Etoposid kann zu Schwellungen, Schmerzen, Zellulitis und Nekrosen inklusive Hautnekrosen führen.
  • +Die Meldung des Verdachts auf Nebenwirkungen nach der Zulassung ist von grosser Wichtigkeit. Sie ermöglicht eine kontinuierliche Überwachung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses des Arzneimittels. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdacht einer neuen oder schwerwiegenden Nebenwirkung über das Online-Portal ElViS (Electronic Vigilance System) anzuzeigen. Informationen dazu finden Sie unter www.swissmedic.ch.
  • +Überdosierung
  • +Eine Überdosierung äussert sich durch die Verstärkung der unter "Unerwünschte Wirkungen" beschriebenen toxischen Wirkungen, sowie durch Lebertoxizität und das Auftreten einer metabolischen Azidose.
  • +Gesamtdosen von 2,4-3,5 g Etoposid/m² i.v. über 3 Tage verteilt haben zu schwerer Mukositis und Myelotoxizität geführt.
  • +Ein spezifisches Antidot ist nicht bekannt. In einzelnen Fällen konnten mit einer Dialyse gute Ergebnisse erzielt werden.
  • +Eigenschaften/Wirkungen
  • +ATC-Code
  • +L01CB01
  • +Wirkungsmechanismus
  • +Etoposid (VP-16) ist ein halbsynthetisches Podophyllotoxinderivat. Es hemmt die Topoisomerase II und blockiert den Zellzyklus im Stadium G2.
  • +Etoposid ist experimentell gegen mehrere Tiertumoren und klinisch gegen eine Reihe von Tumoren beim Menschen wirksam. Die Wirksamkeit scheint von der Verabreichungshäufigkeit resp. der Expositionsdauer abhängig zu sein. Die besten Ergebnisse werden bei wiederholter Verabreichung während 3–5 aufeinanderfolgenden Tagen erreicht.
  • +Pharmakodynamik
  • +Keine detaillierten Angaben vorhanden.
  • +Klinische Wirksamkeit
  • +Keine detaillierten Angaben vorhanden.
  • +Pharmakokinetik
  • +Absorption
  • +Bei intravenöser Verabreichung von Etoposid bestehen grosse intra- und interindividuelle Schwankungen bei den Parametern AUC und Cmax von Etoposid.
  • +Distribution
  • +Das Verteilungsvolumen von Etoposid liegt zwischen 18 und 29 l (zwischen 7 und 17 l/m²). Nur ein geringer Teil von Etoposid durchdringt die Blut-Hirn-Schranke. Die Etoposidkonzentrationen sind im normalen Lungengewebe höher als in Lungenmetastasen. Vergleichbare Konzentrationen finden sich in primären Myometrium-Tumoren und in gesundem Myometrium-Gewebe. Es ist nicht bekannt, ob Etoposid in die Muttermilch übertritt. Die Plasmaproteinbindung (an Humanalbumin) liegt bei 97%.
  • +Metabolismus
  • +Etoposid wird in der Leber teilweise metabolisiert. Der Hauptmetabolit ist die Hydroxysäure, welche durch Öffnung des Lactonrings gebildet wird. Etoposid wird auch mit Glukuronsäure oder Sulfat konjugiert; dieser Anteil beträgt etwa 5 bis 22% der Dosis.
  • +Elimination
  • +Die Elimination erfolgt biphasisch, die terminale Halbwertszeit beträgt 3–12 Stunden. 56% der Dosis werden mit dem Urin ausgeschieden, wobei 45% der Dosis als unverändertes Etoposid, und 44% der Dosis mit den Faeces.
  • +Kinetik spezieller Patientengruppen
  • +Leberinsuffizienz
  • +Bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen ist die totale Clearance nicht reduziert.
  • +Niereninsuffizienz
  • +Bei Patienten mit mässiggradig eingeschränkter Nierenfunktion wurde eine erhöhte AUC beobachtet.
  • +Pädiatrie
  • +Die Elimination von Etoposid ist bei Kindern beschleunigt.
  • +Bei Kindern mit Niereninsuffizienz wurden Erhöhungen der SGPT-Werte mit reduzierter totaler Clearance beobachtet.
  • +Präklinische Daten
  • +Etoposid wirkt im Tierversuch embryotoxisch und teratogen. Bei männlichen Ratten und Mäusen zeigten sich nach der Gabe von Etoposid Testisatrophie und Spermiogenesestörungen.
  • +Etoposid wirkt im Tierversuch immunsuppressiv.
  • +Zu Etoposid liegen aus in vitro- und in vivo-Tests positive Ergebnisse zur Induktion von Gen- und Chromosomenmutationen vor. Die Ergebnisse begründen den Verdacht einer mutagenen Wirkung beim Menschen.
  • +Tierversuche zur Kanzerogenität wurden nicht durchgeführt. Aus klinischen Studien ist bekannt, dass Etoposid ein kanzerogenes Potential besitzt.
  • +Sonstige Hinweise
  • +Inkompatibilitäten
  • +Etoposid Sandoz, Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung darf nur mit den unter "Hinweise für die Handhabung" genannten Arzneimitteln gemischt werden.
  • +Etoposid Sandoz Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung kann Hartplastikgefässe aus Acryl oder ABS (ein Polymer aus Acrylnitril, Butadien und Styrol) beschädigen. Dies wurde bei verdünnter Lösung nicht beobachtet.
  • +Haltbarkeit
  • +Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
  • +Nach Anbruch der Durchstechflaschen ist das Etoposid Sandoz Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung 4 Wochen bei Raumtemperatur haltbar.
  • +Die mit 0,9% Natriumchlorid- oder 5% Glucoselösung verdünnten Infusionslösungen sind in einer Konzentration von 0,2 mg/ml 96 Stunden und in einer Konzentration von 0,4 mg/ml 24 Stunden bei Raumtemperatur (15–25°C) unter normaler Raumbeleuchtung sowohl in Glas- als auch Plastikbehältern physikalisch und chemisch stabil. Sie enthalten kein Konservierungsmittel und sollten deshalb aus mikrobiologischen Gründen sofort nach Verdünnung verwendet werden. Falls erforderlich können sie maximal 24 Stunden bei Raumtemperatur (15–25°C) aufbewahrt werden.
  • +Besondere Lagerungshinweise
  • +In der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15–25°C), vor Licht geschützt und ausser Reichweite von Kindern lagern.
  • +Hinweise für die Handhabung
  • +Zubereitung der Infusionslösung und Verabreichung:
  • +Das Etoposid Sandoz Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung wird mit einer 5% Glukoselösung, einer 0,9% Natriumchloridlösung oder einer Mischlösung auf eine Endkonzentration zwischen 0,2 und 0,4 mg/ml verdünnt. Konzentriertere Lösungen als 0,4 mg/ml zeigen beim Rühren Kristallbildung oder Ausfällung innerhalb von 5 Minuten und sollen nicht verabreicht werden. Etoposid Sandoz in einer Konzentration von 0,4 mg/ml verabreicht durch ein Infusionssystem, welches mit einer Pumpe mit peristaltischem Mechanismus verbunden ist, kann in den Schläuchen auskristallisieren. Bei Verabreichung mit einem solchen System sollte die Endkonzentration 0,2 mg/ml nicht übersteigen.
  • +Die verdünnte Lösung wird als intravenöse Infusion im Allgemeinen über 30–60 Minuten verabreicht.
  • +Etoposid Sandoz Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung darf nicht unverdünnt und nicht als Bolusinjektion oder schnelle Infusion verabreicht werden.
  • +Eine extravasale Verabreichung ist zu vermeiden, da dies zu schmerzhaften Entzündungen führen kann.
  • +Handhabung von Zytostatika:
  • +Bei der Handhabung von Etoposid Sandoz, der Zubereitung der Infusionslösungen und der Entsorgung sind die Richtlinien für Zytostatika zu befolgen.
  • +Zulassungsnummer
  • +55165 (Swissmedic)
  • +Packungen
  • +Etoposid Sandoz: 1 Durchstechflasche zu 100 mg/5 ml. [A]
  • +Etoposid Sandoz: 1 Durchstechflasche zu 400 mg/20 ml. [A]
  • +Etoposid Sandoz: 1 Durchstechflasche zu 1000 mg/50 ml. [A]
  • +Zulassungsinhaberin
  • +Sandoz Pharmaceuticals AG, Risch; Domizil: Rotkreuz
  • +Stand der Information
  • +April 2024
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