| 46 Änderungen an Fachinfo Actikerall |
- +Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit
- +1 g (= 1,05 ml) Lösung (filmbildende Grundlage) enthält 5 mg Fluorouracil und 100 mg Salicylsäure.
-Im Allgemeinen wird Actikerall einmal täglich auf den zu behandelnden Bereich (bis zu 25 cm²) aufgetragen, bis die Läsionen vollständig abgeheilt sind oder bis zu maximal 12 Wochen. Bei Auftreten schwerer unerwünschter Wirkungen soll die Anwendung auf 3-mal wöchentlich reduziert werden, bis die unerwünschten Wirkungen nachlassen. Auf dünnen Hautpartien soll Actikerall weniger häufig aufgetragen und die Therapie engmaschiger überwacht werden (siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
- +Im Allgemeinen wird Actikerall einmal täglich auf den zu behandelnden Bereich (bis zu 25 cm²) aufgetragen, bis die Läsionen vollständig abgeheilt sind oder bis zu maximal 12 Wochen. Bei Auftreten schwerer unerwünschter Wirkungen soll die Anwendung auf 3-mal wöchentlich reduziert werden, bis die unerwünschten Wirkungen nachlassen. Auf dünnen Hautpartien soll Actikerall weniger häufig aufgetragen und die Therapie engmaschiger überwacht werden (siehe auch "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
-Bereits nach 4 Wochen Behandlungsdauer kann ein Ansprechen auf das Arzneimittel beobachtet werden. Dieses verstärkt sich im Laufe der Zeit. Daten liegen für eine Behandlungsdauer von bis zu 12 Wochen vor. Die komplette Abheilung der Läsionen beziehungsweise der optimale therapeutische Effekt zeigt sich möglicherweise erst bis zu 8 Wochen nach Behandlungsende. Die Behandlung sollte weiter fortgesetzt werden, auch wenn in den ersten 4 Wochen kein Ansprechen erkennbar ist.
- +Bereits nach 4 Wochen Behandlungsdauer kann ein Ansprechen auf das Arzneimittel beobachtet werden. Dieses verstärkt sich im Laufe der Zeit. Daten liegen für eine Behandlungsdauer von bis zu 12 Wochen vor. Die komplette Abheilung der Läsionen beziehungsweise der optimale therapeutische Effekt zeigt sich möglicherweise erst bis zu 8 Wochen nach Behandlungsende. Die Behandlung sollte weiter fortgesetzt werden, auch wenn in den ersten 4 Wochen kein Ansprechen erkennbar ist.
-Actikerall ist nur für die Anwendung auf der Haut vorgesehen. In klinischen Studien wurden bis zu 10 Läsionen simultan behandelt. Mehrere aktinische Keratosen und die umgebende Haut dürfen gleichzeitig behandelt werden, wenn eine Flächenbehandlung bevorzugt wird. Die zu behandelnde Fläche soll insgesamt nicht grösser als 25 cm2 (5 cm x 5 cm) sein.
-Actikerall sollte nicht auf behaarter Haut angewendet werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
- +Actikerall ist nur für die Anwendung auf der Haut vorgesehen. In klinischen Studien wurden bis zu 10 Läsionen simultan behandelt. Mehrere aktinische Keratosen und die umgebende Haut dürfen gleichzeitig behandelt werden, wenn eine Flächenbehandlung bevorzugt wird. Die zu behandelnde Fläche soll insgesamt nicht grösser als 25 cm2 (5 cm x 5 cm) sein.
- +Actikerall sollte nicht auf behaarter Haut angewendet werden (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
-Actikerall wurde bei Patienten >65 Jahre nicht spezifisch untersucht. Es gibt jedoch keine Hinweise, dass eine Dosisanpassung in Abhängigkeit vom Alter erforderlich wäre.
- +Actikerall wurde bei Patienten >65 Jahre nicht spezifisch untersucht. Es gibt jedoch keine Hinweise, dass eine Dosisanpassung in Abhängigkeit vom Alter erforderlich wäre.
-·Niereninsuffizienz;
-·bestehende oder mögliche Schwangerschaft (siehe «Schwangerschaft/Stillzeit»);
-·Stillzeit (siehe «Schwangerschaft/Stillzeit»);
-·gleichzeitige Anwendung mit Brivudin, Sorivudin oder deren Analoga (siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen» und «Interaktionen»);
-·Überempfindlichkeit gegenüber einem der Wirk- oder Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung;
- +-Niereninsuffizienz;
- +bestehende oder mögliche Schwangerschaft (siehe "Schwangerschaft/Stillzeit" );
- +-Stillzeit (siehe "Schwangerschaft/Stillzeit" );
- +gleichzeitige Anwendung mit Brivudin, Sorivudin oder deren Analoga (siehe auch "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und "Interaktionen" );
- +-Überempfindlichkeit gegenüber einem der Wirk- oder Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung;
-Das Enzym Dihydropyrimidin-Dehydrogenase spielt beim Abbau von Fluorouracil eine wichtige Rolle. Eine Inhibierung, ein Mangel oder eine verringerte Aktivität dieses Enzyms können zu einer Akkumulation und einer Zunahme der toxischen Wirkungen von Fluorouracil führen. Wird Actikerall gemäss den Angaben in der Rubrik «Dosierung/Anwendung» und unter Berücksichtigung der Kontraindikationen und Warnhinweise angewendet, ist jedoch die systemische Fluorouracil-Exposition vernachlässigbar, sodass auch bei Patienten mit DPD-Mangel eine erhöhte systemische Toxizität nicht zu erwarten ist. Falls aber Hinweise auf eine systemische Toxizität auftreten, ist an die Möglichkeit eines DPD-Mangels zu denken und ggf. die Aktivität dieses Enzyms zu bestimmen.
-Actikerall darf nicht gleichzeitig mit Brivudin oder anderen Nukleosidanaloga angewendet werden (siehe «Interaktionen»). Zwischen der Anwendung muss ein Zeitintervall von mindestens 4 Wochen eingehalten werden. Im Falle einer versehentlichen Verabreichung von Nukleosid-Analoga sollten wirkungsvolle Massnahmen zur Verringerung der Fluorouracil-Toxizität, insbesondere zur Vermeidung einer Dehydratation und von systemischen Infektionen, ergriffen werden. Gegebenenfalls ist eine stationäre Einweisung angezeigt.
- +Das Enzym Dihydropyrimidin-Dehydrogenase spielt beim Abbau von Fluorouracil eine wichtige Rolle. Eine Inhibierung, ein Mangel oder eine verringerte Aktivität dieses Enzyms können zu einer Akkumulation und einer Zunahme der toxischen Wirkungen von Fluorouracil führen. Wird Actikerall gemäss den Angaben in der Rubrik "Dosierung/Anwendung" und unter Berücksichtigung der Kontraindikationen und Warnhinweise angewendet, ist jedoch die systemische Fluorouracil-Exposition vernachlässigbar, sodass auch bei Patienten mit DPD-Mangel eine erhöhte systemische Toxizität nicht zu erwarten ist. Falls aber Hinweise auf eine systemische Toxizität auftreten, ist an die Möglichkeit eines DPD-Mangels zu denken und ggf. die Aktivität dieses Enzyms zu bestimmen.
- +Actikerall darf nicht gleichzeitig mit Brivudin oder anderen Nukleosidanaloga angewendet werden (siehe "Interaktionen" ). Zwischen der Anwendung muss ein Zeitintervall von mindestens 4 Wochen eingehalten werden. Im Falle einer versehentlichen Verabreichung von Nukleosid-Analoga sollten wirkungsvolle Massnahmen zur Verringerung der Fluorouracil-Toxizität, insbesondere zur Vermeidung einer Dehydratation und von systemischen Infektionen, ergriffen werden. Gegebenenfalls ist eine stationäre Einweisung angezeigt.
-Milde bis mässige Reizungen und Entzündungen im Anwendungsgebiet treten bei der Mehrzahl der mit Actikerall behandelten Patienten auf. Falls sich diese unerwünschten Wirkungen verschlechtern, soll sich der Patient an den behandelnden Arzt wenden. Im Falle schwerwiegender Reaktionen kann die Behandlungshäufigkeit reduziert werden (siehe «Dosierung/Anwendung»).
- +Milde bis mässige Reizungen und Entzündungen im Anwendungsgebiet treten bei der Mehrzahl der mit Actikerall behandelten Patienten auf. Falls sich diese unerwünschten Wirkungen verschlechtern, soll sich der Patient an den behandelnden Arzt wenden. Im Falle schwerwiegender Reaktionen kann die Behandlungshäufigkeit reduziert werden (siehe "Dosierung/Anwendung" ).
-Werden Hautareale mit dünner Epidermis behandelt, so ist Actikerall weniger häufig aufzutragen und der Therapieverlauf öfter zu kontrollieren (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»).
- +Werden Hautareale mit dünner Epidermis behandelt, so ist Actikerall weniger häufig aufzutragen und der Therapieverlauf öfter zu kontrollieren (siehe "Eigenschaften/Wirkungen" ).
-Aus diesem Grund muss zwischen der Anwendung von Fluorouracil und Brivudin, Sorivudin oder anderen Nukleosidanaloga ein Zeitabstand von mindestens 4 Wochen eingehalten werden (siehe auch «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
- +Aus diesem Grund muss zwischen der Anwendung von Fluorouracil und Brivudin, Sorivudin oder anderen Nukleosidanaloga ein Zeitabstand von mindestens 4 Wochen eingehalten werden (siehe auch "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
-Systemisches Fluorouracil ist bei Tieren teratogen (siehe «Präklinische Daten»). Auch beim Menschen gibt es bei systemischer Fluorouracil-Therapie klare Hinweise auf Risiken für den Foeten. Bei topischer Anwendung existieren hingegen keine Angaben über entsprechende Effekte.
- +Systemisches Fluorouracil ist bei Tieren teratogen (siehe "Präklinische Daten" ). Auch beim Menschen gibt es bei systemischer Fluorouracil-Therapie klare Hinweise auf Risiken für den Foeten. Bei topischer Anwendung existieren hingegen keine Angaben über entsprechende Effekte.
-Systemisch appliziertes Fluorouracil zeigte im Tierversuch einen Einfluss auf die Fertilität (siehe «Präklinische Daten»). Entsprechende Humandaten liegen nicht vor. Jedoch ist aufgrund der sehr geringen Resorption der Wirkstoffe nach Anwendung von Actikerall auf der Haut eine Relevanz für die Anwendung beim Menschen unwahrscheinlich.
- +Systemisch appliziertes Fluorouracil zeigte im Tierversuch einen Einfluss auf die Fertilität (siehe "Präklinische Daten" ). Entsprechende Humandaten liegen nicht vor. Jedoch ist aufgrund der sehr geringen Resorption der Wirkstoffe nach Anwendung von Actikerall auf der Haut eine Relevanz für die Anwendung beim Menschen unwahrscheinlich.
-Unter Behandlung mit Actikerall werden häufig Reaktionen an der Applikationsstelle beobachtet und auch erwartet, da diese im Zusammenhang mit der pharmakologischen Aktivität der Wirkstoffe Fluorouracil und Salicylsäure auf der Haut stehen. Starke Reaktionen an der Applikationsstelle können durch Dosisreduktion gemanagt werden (siehe «Dosierung/Anwendung» und «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
- +Unter Behandlung mit Actikerall werden häufig Reaktionen an der Applikationsstelle beobachtet und auch erwartet, da diese im Zusammenhang mit der pharmakologischen Aktivität der Wirkstoffe Fluorouracil und Salicylsäure auf der Haut stehen. Starke Reaktionen an der Applikationsstelle können durch Dosisreduktion gemanagt werden (siehe "Dosierung/Anwendung" und "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
-Im Falle einer Blutung ist die Behandlung zu unterbrechen, bis sich die unerwünschte Wirkung gebessert hat (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
- +Im Falle einer Blutung ist die Behandlung zu unterbrechen, bis sich die unerwünschte Wirkung gebessert hat (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
-Beim Auftragen von Actikerall auf eine 25 cm2 grosse Hautfläche wird eine Menge von 0,2 g Actikerall und damit 1 mg Fluorouracil (FU) appliziert. Dies entspricht bei einem 60 kg schweren Menschen einer Dosis von 0,017 mg/kg Körpergewicht. Systemische Intoxikationen treten bei intravenösen Gaben von 15 mg/kg auf (d.h. dem Tausendfachen der Exposition unter Actikerall). Da keine nennenswerte perkutane Resorption von FU aus Actikerall erfolgt (siehe «Pharmakokinetik»), erhöht sich der Sicherheitsabstand zusätzlich.
- +Beim Auftragen von Actikerall auf eine 25 cm2 grosse Hautfläche wird eine Menge von 0,2 g Actikerall und damit 1 mg Fluorouracil (FU) appliziert. Dies entspricht bei einem 60 kg schweren Menschen einer Dosis von 0,017 mg/kg Körpergewicht. Systemische Intoxikationen treten bei intravenösen Gaben von 15 mg/kg auf (d.h. dem Tausendfachen der Exposition unter Actikerall). Da keine nennenswerte perkutane Resorption von FU aus Actikerall erfolgt (siehe "Pharmakokinetik" ), erhöht sich der Sicherheitsabstand zusätzlich.
-Bei topischer Salicylsäure-Anwendung sind im Allgemeinen (bei Beachtung der Kontraindikationen) schwerwiegende unerwünschte Wirkungen unwahrscheinlich, da kaum Serumspiegel >5 mg/dl erreicht werden. Frühsymptome einer Salicylat-Intoxikation sind erst bei Serumwerten >30 mg/dl zu erwarten.
- +Bei topischer Salicylsäure-Anwendung sind im Allgemeinen (bei Beachtung der Kontraindikationen) schwerwiegende unerwünschte Wirkungen unwahrscheinlich, da kaum Serumspiegel >5 mg/dl erreicht werden. Frühsymptome einer Salicylat-Intoxikation sind erst bei Serumwerten >30 mg/dl zu erwarten.
-In einer randomisierten, Placebo-kontrollierten, doppelblinden, dreiarmigen und multizentrischen Phase-III-Studie mit Parallelgruppen wurden 470 Patienten mit aktinischen Keratosen (AK) des klinischen Grades I und II (siehe unten) entweder mit Actikerall oder einem Vehikel oder Diclofenac in Hyaluronsäuregel (30 mg/g) (DG) behandelt. 187 Patienten wurden bis zu 12 Wochen mit Actikerall behandelt. Den primären Endpunkt stellte die histologische Untersuchung einer vordefinierten repräsentativen Läsion 8 Wochen nach Behandlungsende und 20 Wochen nach Behandlungsanfang dar. Die topische Behandlung mit Actikerall zeigte im Vergleich zur Behandlung mit dem Vehikel und mit DG eine überlegene Wirkung. Die betreffende aktinische Keratose war histologisch bei 70,1% der mit Actikerall behandelten Patienten nicht mehr nachweisbar im Vergleich zu 54,1% unter Diclofenac und 42,7% unter Vehikel. Die sekundären Wirksamkeitsendpunkte – vollständige klinische Abheilung, Verminderung der Zielläsionen, Verminderung der Läsionsfläche, globales ärztliches Abschlussurteil und Einschätzung der Wirkung seitens des Patienten – bestätigten die Ergebnisse des primären Endpunktes. Auch eine vollständige klinische Heilung (alle Läsionen) war unter Actikerall mit 55,4% häufiger als unter DG mit 32,0% und unter Placebo mit 15,1%.
-In einer randomisierten, Placebo-kontrollierten, doppelblinden, zweiarmigen und multizentrischen Phase-III-Studie mit Parallelgruppen wurden 166 Patienten mit aktinischen Keratosen (AK) des klinischen Grades I und II bis zu 12 Wochen entweder mit Actikerall oder dem Vehikel behandelt (2:1 Verhältnis). Der Behandlungsbereich von 25 cm² enthielt 4 bis 10 klinische AK-Läsionen, und in einer Subgruppe von 30 Patienten mindestens 3 subklinische AK-Läsionen, die mit einem Reflexions-Konfokal-Mikroskop (RCM) diagnostiziert wurden. Der primäre Endpunkt war die vollständige klinische Abheilung der AK-Läsionen in dem behandelten Bereich 8 Wochen nach Behandlungsende. 49,5% der Patienten (Intention-to-treat-Analyse) und 55,1% der Patienten (per Protokoll-Analyse) der Actikerall-Gruppe erreichten vollständige klinische Abheilung im Vergleich zu 18,2% und 19,6% bei der Vehikel-Gruppe. Die topische Behandlung mit Actikerall zeigte im Vergleich zur Behandlung mit dem Vehikel eine überlegene Wirkung. Die sekundären Wirksamkeitsendpunkte – wie partielle Clearance, Gesamtanzahl der Läsionen, Schweregrad der Läsionen, globales ärztliches Abschlussurteil und Gesamteinschätzung der Wirkung seitens des Patienten – bestätigten die Ergebnisse des primären Endpunktes. In der RCM-Subgruppen-Analyse erzielte Actikerall eine signifikant höhere vollständige Clearance einzelner klinischer AK-Läsionen im Vergleich zum Vehikel (87,5% vs. 44,4%, p=0,0352) und reduzierte die Anzahl ausgewählter subklinischer Läsionen (89,6% vs. 41,7%, p=0,0051).
-Die klinische Wirksamkeit wurde zusätzlich durch eine randomisierte, multizentrische Phase-II-Parallelgruppenstudie mit Kryotherapie als Komparator bestätigt (jeweils n=33). Patienten in der Kryotherapie-Gruppe waren am Tag 1 und, falls erforderlich, erneut am Tag 21 behandelt worden. Bei der Nachuntersuchung in Woche 14 (d.h. 8 Wochen nach Behandlungsende) konnten bei 62,1% der Probanden in der Actikerall-Gruppe und bei 41,9% in der Kryotherapie-Gruppe in der Biopsie keine aktinischen Keratosen mehr nachgewiesen werden. Zusätzlich wurde bei der 6-Monats-Nachuntersuchung eine geringere AK-Rezidivrate bei der mit Actikerall behandelten Gruppe festgestellt (27,3% vs. 67,7%).
- +In einer randomisierten, Placebo-kontrollierten, doppelblinden, dreiarmigen und multizentrischen Phase-III-Studie mit Parallelgruppen wurden 470 Patienten mit aktinischen Keratosen (AK) des klinischen Grades I und II (siehe unten) entweder mit Actikerall oder einem Vehikel oder Diclofenac in Hyaluronsäuregel (30 mg/g) (DG) behandelt. 187 Patienten wurden bis zu 12 Wochen mit Actikerall behandelt. Den primären Endpunkt stellte die histologische Untersuchung einer vordefinierten repräsentativen Läsion 8 Wochen nach Behandlungsende und 20 Wochen nach Behandlungsanfang dar. Die topische Behandlung mit Actikerall zeigte im Vergleich zur Behandlung mit dem Vehikel und mit DG eine überlegene Wirkung. Die betreffende aktinische Keratose war histologisch bei 70,1% der mit Actikerall behandelten Patienten nicht mehr nachweisbar im Vergleich zu 54,1% unter Diclofenac und 42,7% unter Vehikel. Die sekundären Wirksamkeitsendpunkte – vollständige klinische Abheilung, Verminderung der Zielläsionen, Verminderung der Läsionsfläche, globales ärztliches Abschlussurteil und Einschätzung der Wirkung seitens des Patienten – bestätigten die Ergebnisse des primären Endpunktes. Auch eine vollständige klinische Heilung (alle Läsionen) war unter Actikerall mit 55,4% häufiger als unter DG mit 32,0% und unter Placebo mit 15,1%.
- +In einer randomisierten, Placebo-kontrollierten, doppelblinden, zweiarmigen und multizentrischen Phase-III-Studie mit Parallelgruppen wurden 166 Patienten mit aktinischen Keratosen (AK) des klinischen Grades I und II bis zu 12 Wochen entweder mit Actikerall oder dem Vehikel behandelt (2:1 Verhältnis). Der Behandlungsbereich von 25 cm² enthielt 4 bis 10 klinische AK-Läsionen, und in einer Subgruppe von 30 Patienten mindestens 3 subklinische AK-Läsionen, die mit einem Reflexions-Konfokal-Mikroskop (RCM) diagnostiziert wurden. Der primäre Endpunkt war die vollständige klinische Abheilung der AK-Läsionen in dem behandelten Bereich 8 Wochen nach Behandlungsende. 49,5% der Patienten (Intention-to-treat-Analyse) und 55,1% der Patienten (per Protokoll-Analyse) der Actikerall-Gruppe erreichten vollständige klinische Abheilung im Vergleich zu 18,2% und 19,6% bei der Vehikel-Gruppe. Die topische Behandlung mit Actikerall zeigte im Vergleich zur Behandlung mit dem Vehikel eine überlegene Wirkung. Die sekundären Wirksamkeitsendpunkte – wie partielle Clearance, Gesamtanzahl der Läsionen, Schweregrad der Läsionen, globales ärztliches Abschlussurteil und Gesamteinschätzung der Wirkung seitens des Patienten – bestätigten die Ergebnisse des primären Endpunktes. In der RCM-Subgruppen-Analyse erzielte Actikerall eine signifikant höhere vollständige Clearance einzelner klinischer AK-Läsionen im Vergleich zum Vehikel (87,5% vs. 44,4%, p=0,0352) und reduzierte die Anzahl ausgewählter subklinischer Läsionen (89,6% vs. 41,7%, p=0,0051).
- +Die klinische Wirksamkeit wurde zusätzlich durch eine randomisierte, multizentrische Phase-II-Parallelgruppenstudie mit Kryotherapie als Komparator bestätigt (jeweils n=33). Patienten in der Kryotherapie-Gruppe waren am Tag 1 und, falls erforderlich, erneut am Tag 21 behandelt worden. Bei der Nachuntersuchung in Woche 14 (d.h. 8 Wochen nach Behandlungsende) konnten bei 62,1% der Probanden in der Actikerall-Gruppe und bei 41,9% in der Kryotherapie-Gruppe in der Biopsie keine aktinischen Keratosen mehr nachgewiesen werden. Zusätzlich wurde bei der 6-Monats-Nachuntersuchung eine geringere AK-Rezidivrate bei der mit Actikerall behandelten Gruppe festgestellt (27,3% vs. 67,7%).
-Gesicht 49,4 μm; Stirn 50,3 μm; obere Rumpf-Vorderseite (Hals-Brust-Bereich) 42,2 μm; Arme/Beine 60,1 μm (Koehler 2010, Skin Res Technol 2010, 16: 259-264; Sandby-Moller 2003, Acta Derm Venereol 2003, 83(6):410-3; Whitton et Everall 1973, Br J Dermatol 1973, 89(5): 467-76).
- +Gesicht 49,4 μm; Stirn 50,3 μm; obere Rumpf-Vorderseite (Hals-Brust-Bereich) 42,2 μm; Arme/Beine 60,1 μm (Koehler 2010, Skin Res Technol 2010, 16: 259-264; Sandby-Moller 2003, Acta Derm Venereol 2003, 83(6):410-3; Whitton et Everall 1973, Br J Dermatol 1973, 89(5): 467-76).
-Bei Patienten mit aktinischer Keratose konnten keine Fluorouracil-Konzentrationen >0,05 µg/ml festgestellt werden.
- +Bei Patienten mit aktinischer Keratose konnten keine Fluorouracil-Konzentrationen >0,05 µg/ml festgestellt werden.
-Die Halbwertszeit von systemisch resorbierter Salicylsäure liegt im normalen Dosisbereich zwischen 2 und 3 Stunden und kann bei hoher Dosierung infolge begrenzter Konjugations-Kapazität der Leber auf 15 bis 30 Stunden ansteigen. Die Elimination erfolgt hauptsächlich über den Urin.
- +Die Halbwertszeit von systemisch resorbierter Salicylsäure liegt im normalen Dosisbereich zwischen 2 und 3 Stunden und kann bei hoher Dosierung infolge begrenzter Konjugations-Kapazität der Leber auf 15 bis 30 Stunden ansteigen. Die Elimination erfolgt hauptsächlich über den Urin.
-Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
- +Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
-Bei Raumtemperatur (15-25 °C) lagern. Nur kurzzeitig unter 10 °C lagern.
- +Bei Raumtemperatur (15-25 °C) lagern. Nur kurzzeitig unter 10 °C lagern.
-Es ist darauf zu achten, dass Actikerall beim Auftragen nicht mit Textilien oder Acryl (z.B. Acrylbadewannen) in Berührung kommt, da die Lösung nicht entfernbare Flecken hervorrufen kann.
- +Es ist darauf zu achten, dass Actikerall beim Auftragen nicht mit Textilien oder Acryl (z.B. Acrylbadewannen) in Berührung kommt, da die Lösung nicht entfernbare Flecken hervorrufen kann.
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