| 58 Änderungen an Fachinfo Empressin |
-Natriumgehalt pro Ampulle: 7,1 mg.
- +Natriumgehalt pro Ampulle: 7.1 mg.
-Bei Patienten mit katecholaminrefraktärer Hypotonie wird zum Einschleichen der Therapie eine kontinuierliche intravenöse Infusion von 0,01 I.E. Empressin pro Minute über eine Perfusormotorspritze empfohlen. Die Dosis kann dann, abhängig vom klinischen Response, alle 15-20 Minuten bis zu einer Dosierung von 0,03 I.E. pro Minute gesteigert werden. Bei Intensivpatienten werden therapeutisch in der Regel Blutdruckwerte zwischen 65-75 mmHg angestrebt. Empressin sollte nur als Zusatz zur konventionellen Vasopressortherapie mit Katecholaminen verwendet werden. Dosen über 0,03 I.E. Empressin pro Minute sollten nur als Notfalltherapie eingesetzt werden, da sie Darm- und Hautnekrosen verursachen können (siehe Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen). Die Dosisreduktion von Empressin ist nach klinischem Verlauf vorzunehmen, ebenso ist die Therapiedauer individuell dem klinischen Bild anzupassen.
-Zur Zubereitung der Dauerinfusion werden 40 I.E. Empressin mit physiologischer Kochsalzlösung (0,9% NaCl in Wasser) verdünnt. Das Gesamtvolumen nach Verdünnung sollte 50 ml betragen (entsprechend 0,8 I.E. Argipressin pro ml Infusionslösung).
-Die entsprechende Infusionsrate laut empfohlener Dosis ist untenstehender Tabelle zu entnehmen:
-Dosis Empressin/Minute Dosis Empressin/Stunde Infusionsrate
-0,01 I.E. 0,6 I.E. 0,75 ml/Stunde
-0,02 I.E. 1,2 I.E. 1,50 ml/Stunde
-0,03 I.E. 1,8 I.E. 2,25 ml/Stunde
- +Empressin sollte nur als Zusatz zur konventionellen vasopressorischen Therapie mit Katecholaminen angewendet werden.
- +Zum Einschleichen der Therapie wird eine kontinuierliche intravenöse Infusion von 0.01 I.E. Empressin pro Minute über eine Perfusorspritze empfohlen. Die Dosis kann dann, abhängig vom klinischen Ansprechen, alle 15-20 Minuten bis zu einer Dosierung von 0.03 I.E. pro Minute gesteigert werden. Bei Intensivpatienten werden therapeutisch in der Regel Blutdruckwerte zwischen 65-75 mmHg angestrebt.
- +Dosen über 0.03 I.E. Empressin pro Minute sollten nur als Notfalltherapie eingesetzt werden, da sie Darm- und Hautnekrosen verursachen können (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
- +Die Dosisreduktion von Empressin ist nach klinischem Verlauf vorzunehmen. Ebenso ist die Therapiedauer individuell dem klinischen Bild anzupassen.
- +Zur Zubereitung der Dauerinfusion werden 40 I.E. Empressin mit physiologischer Kochsalzlösung (0.9% NaCl in Wasser) verdünnt. Das Gesamtvolumen nach Verdünnung sollte 50 ml betragen (entsprechend 0.8 I.E. Argipressin pro ml Infusionslösung).
- +Die Infusionsrate ist abhängig von der angestrebten Dosis. Für die empfohlenen Dosen ist sie untenstehender Tabelle zu entnehmen:
- +Dosis Empressin/Min. Dosis Empressin/Std. Infusionsrate
- +0.01 I.E. 0.6 I.E. 0.75 ml/Std.
- +0.02 I.E. 1.2 I.E. 1.50 ml/Std.
- +0.03 I.E. 1.8 I.E. 2.25 ml/Std.
-Kinder
-Die Anwendung bei Neugeborenen, Kleinkindern und Kindern wird nicht empfohlen. Studien bei Kindern zeigten eine erhöhte Anzahl von unerwünschten Arzneimittelwirkungen ohne Verbesserung von Überlebensraten (siehe Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen).
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- +Spezielle Dosierungsanweisungen
- +Kinder und Jugendliche
- +Empressin ist für die Anwendung in der pädiatrischen Population nicht zugelassen. Studien bei pädiatrischen Patienten im Alter von 4-14 Jahren zeigten eine erhöhte Anzahl unerwünschter Arzneimittelwirkungen ohne Verbesserung der Überlebensraten (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
- +Ältere Patienten
- +Empressin wurde bei Patienten >65 Jahre nicht spezifisch untersucht. Es können daher keine Dosierungsempfehlungen gemacht werden.
- +Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion
- +Empressin wurde bei Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion nicht spezifisch untersucht. Es können daher keine Dosierungsempfehlungen gemacht werden.
- +
-Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
- +Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der sonstigen Bestandteile.
-In der Therapie katecholaminrefraktärer Schockzustände darf Empressin nicht als Bolus verabreicht werden.
-Empressin darf zur Behandlung einer katecholaminrefraktären Hypotonie nur auf Intensivstationen unter kontinuierlichem hämodynamischen Monitoring und engmaschiger Kontrolle organspezifischer Laborparameter verwendet werden.
-
- +Empressin darf in der Therapie katecholaminrefraktärer Schockzustände nicht als Bolus verabreicht werden.
-Empressin muss bei Patienten mit Herz- und Gefässerkrankungen mit besonderer Vorsicht angewendet werden. Vor allem bei Verabreichung hoher Dosen Argipressin im Rahmen anderer Indikationen wurde über Myokardischämie, Myokardinfarkt, Darmischämie, Darminfarkt sowie schwere Minderdurchblutungen bis hin zu Nekrosen im Bereich der Extremitäten berichtet.
-Empressin kann eine Wasserintoxikation hervorrufen. Frühe Anzeichen wie Benommenheit, Apathie und Kopfschmerzen müssen rechtzeitig erkannt werden, um tödlich verlaufende Krampfanfälle und Koma zu vermeiden. Allerdings wurde in mehreren Studien im Rahmen der Behandlung des katecholaminrefraktären septischen Schocks eine gesteigerte Diurese unter der Therapie mit Argipressin beobachtet.
-Empressin muss bei Bestehen von Epilepsie, Migräne, Asthma, Herzinsuffizienz oder Erkrankungen, bei welchen ein rasches Ansteigen des extrazellulären Wassers eine Gefahr für ein bereits überlastetes System darstellt, mit Vorsicht angewendet werden.
-Die Verwendung von Empressin bei chronischer Nephritis mit Stickstoff-Retention ist solange kontraindiziert, bis angemessene Stickstoff-Blutspiegel erreicht werden.
-In einer randomisierten, Placebo-kontrollierten Doppelblindstudie an 69 Kindern (Alter 4-14 Jahre) mit vasodilatatorischem Schock, davon 54 mit septischem Schock, war die Mortalität in der mit Argipressin behandelten Gruppe (n=33), gegenüber der mit Placebo behandelten Kontrollgruppe (n=32) numerisch erhöht (10 [30,3%] versus 5 [15,6%]). Dabei zeigte Argipressin keinen Vorteil hinsichtlich des primären und sekundären Wirksamkeitsendpunktes, d.h. Zeitdauer bis zum Erreichen hämodynamischer Stabilität ohne vasoaktive Substanzen bzw. Tage ohne künstliche Beatmung. Die Anwendung von Argipressin bei Kindern, Kleinkindern und Neugeborenen in dieser Indikation wird daher nicht empfohlen.
- +Empressin darf zur Behandlung einer katecholaminrefraktären Hypotonie nur auf Intensivstationen unter kontinuierlichem hämodynamischem Monitoring und engmaschiger Kontrolle organspezifischer Laborparameter angewendet werden.
- +Kardiovaskuläre Risiken
- +Bei Patienten mit Herz- und Gefässerkrankungen muss Empressin mit besonderer Vorsicht angewendet werden. Vor allem bei Verabreichung hoher Dosen Argipressin im Rahmen anderer Indikationen wurde über Myokardischämie, Myokardinfarkt, Darmischämie, Darminfarkt sowie schwere Minderdurchblutungen bis hin zu Nekrosen im Bereich der Extremitäten berichtet.
- +Einfluss auf das QT-Intervall
- +Unter Anwendung von Vasopressin-Analoga wurden mehrere Fälle einer QT-Verlängerung und von ventrikulären Arrhythmien (einschliesslich Torsade de pointes) beschrieben. In den meisten Fällen wiesen die betroffenen Patienten prädisponierende Faktoren auf, wie vorbestehende Verlängerung des QT-Intervalls, Elektrolytstörungen (Hypokaliämie, Hypomagnesiämie) oder Komedikationen mit einem Arzneimittel, für welches ein Risiko für eine QT-Verlängerung bekannt ist (wie Antiarrhythmika der Klassen IA oder III, Azol-Antimykotika oder Erythromycin). Solche Fälle wurden insbesondere bei Patienten beobachtet, die aufgrund einer Ösophagusvarizenblutung mit Vasopressin behandelt wurden und eine Dosis erhielten, die um mehr als das Zehnfache höher lag als die empfohlene Dosis. Im für Empressin empfohlenen Dosisbereich bzw. bei Verabreichung als Dauerinfusion wurde hingegen keine Verlängerung des QT-Intervalls bzw. des korrigierten QT-Intervalls beschrieben. Dennoch sollte Argipressin bei Patienten mit QT-Verlängerung in der Anamnese, Elektrolytstörungen oder entsprechenden Komedikationen nur unter besonderer Vorsicht und unter EKG-Überwachung angewendet werden.
- +Wasserintoxikation
- +Argipressin kann eine Wasserintoxikation hervorrufen. Frühe Anzeichen wie Benommenheit, Apathie und Kopfschmerzen müssen rechtzeitig erkannt werden, um letal verlaufende Krampfanfälle und Koma zu vermeiden. Allerdings wurde in mehreren Studien im Rahmen der Behandlung des katecholaminrefraktären septischen Schocks eine gesteigerte Diurese unter der Therapie mit Argipressin beobachtet.
- +Bei Patienten mit Epilepsie, Migräne, Asthma, Herzinsuffizienz oder anderen Erkrankungen, bei welchen eine rasche Zunahme des extrazellulären Wassers eine Gefahr für ein bereits überlastetes System darstellt, muss Empressin mit Vorsicht angewendet werden.
- +Pädiatrische Patienten
- +Empressin ist für die Anwendung in der pädiatrischen Population nicht zugelassen. In einer randomisierten, Placebo-kontrollierten Doppelblindstudie an 69 Kindern (Alter 4-14 Jahre) mit vasodilatatorischem Schock, davon 54 mit septischem Schock, war die Mortalität in der mit Argipressin behandelten Gruppe (n=33), gegenüber der mit Placebo behandelten Kontrollgruppe (n=32) numerisch erhöht (10 [30.3%] versus 5 [15.6%]). Dabei zeigte Argipressin keinen Vorteil hinsichtlich des primären und sekundären Wirksamkeitsendpunktes, d.h. Zeitdauer bis zum Erreichen hämodynamischer Stabilität ohne vasoaktive Substanzen bzw. Tage ohne künstliche Beatmung.
- +Hilfsstoffe
-Bei gleichzeitiger Einnahme können Carbamazepin, Chlorpropamid, Clofibrat, Harnstoff, Fludrocortison oder trizyklische Antidepressiva die antidiuretische Wirkung von Empressin verstärken.
-Bei gleichzeitiger Einnahme können Demeclocyclin, Noradrenalin, Lithium, Heparin oder Alkohol die antidiuretische Wirkung von Empressin reduzieren.
-Furosemid erhöht die osmotische Ausscheidung und verringert die Ausscheidung von Argipressin über den Urin. Da die Plasmaspiegel von Argipressin unverändert bleiben, ist die klinische Relevanz dieser Interaktion von geringer Bedeutung.
-Ganglienblocker können eine merklich erhöhte Empfindlichkeit gegen den blutdrucksteigernden Effekt von Empressin verursachen.
-Tolvaptan und Argipressin können beide gegenseitig ihre jeweilige diuretische bzw. antidiuretische Wirkung vermindern.
-Blutdruck steigernde Arzneimittel können die Erhöhung des Blutdrucks, der durch Argipressin herbeigeführt wird, verstärken.
-Blutdrucksenkende Arzneimittel können die Erhöhung des Blutdrucks, die durch Argipressin herbeigeführt wird, reduzieren.
- +Pharmakokinetische Interaktionen
- +Furosemid steigert die osmotische Clearance und reduziert die renale Clearance von Argipressin. Da die Plasmaspiegel von Argipressin jedoch unverändert bleiben, ist die klinische Relevanz dieser Interaktion gering.
- +Pharmakodynamische Interaktionen
- +Einfluss anderer Arzneimittel auf die Pharmakodynamik von Argipressin
- +Die folgenden Arzneimittel können bei gleichzeitiger Anwendung die Effekte von Argipressin verstärken:
- +-Carbamazepin, Clofibrat, Fludrocortison oder trizyklische Antidepressiva können die antidiuretische Wirkung von Argipressin verstärken.
- +-Blutdrucksteigernde Arzneimittel können die durch Argipressin herbeigeführte Blutdrucksteigerung verstärken.
- +-Ganglienblocker können eine deutlich erhöhte Empfindlichkeit gegenüber dem blutdrucksteigernden Effekt von Argipressin verursachen.
- +Die folgenden Arzneimittel können bei gleichzeitiger Anwendung die Effekte von Argipressin reduzieren:
- +-Noradrenalin, Lithium oder Heparin sowie Alkohol können die antidiuretische Wirkung von Argipressin reduzieren.
- +-Blutdrucksenkende Arzneimittel können die durch Argipressin herbeigeführte Blutdrucksteigerung reduzieren.
- +Wechselseitige Interaktionen
- +Bei gleichzeitiger Anwendung von Argipressin und Tolvaptan kann jeweilige diuretische bzw. antidiuretische Wirkung gegenseitig reduziert werden.
-Es wurden keine Reproduktionsstudien mit Argipressin an Tieren durchgeführt. Es ist nicht bekannt, ob Empressin bei Verabreichung während der Schwangerschaft den Fetus schädigt oder die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen kann. Argipressin kann während der Schwangerschaft zu Gebärmutterkontraktionen und einem erhöhten Druck in der Gebärmutter führen sowie die Durchblutung der Gebärmutter reduzieren. Daher sollte Empressin in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn es ist klar notwendig.
- +Es gibt klare Hinweise auf Risiken für den menschlichen Fetus. Argipressin darf daher bei schwangeren Frauen ausschliesslich bei vitaler Indikation und nur nach sorgfältiger individueller Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.
- +Argipressin kann Gebärmutterkontraktionen auslösen. Insbesondere während des ersten Trimenons sollte daher die Indikation wegen des Risikos eines Abortes sehr streng gestellt werden. Ausserdem kann es durch eine Erhöhung des intrauterinen Druckes und eine Reduktion der uterinen Durchblutung zu irreversiblen Schäden beim Fetus kommen.
- +Es wurden keine Reproduktionsstudien mit Argipressin an Tieren durchgeführt.
-In der Stillzeit ist bei der Verabreichung von Empressin Vorsicht geboten.
- +Ein möglicher Übertritt von Empressin in die Muttermilch wurde weder beim Menschen noch beim Tier untersucht. Da ein Risiko für das gestillte Kind nicht ausgeschlossen werden kann, sollte Empressin während der Stillzeit ausschliesslich bei vitaler Indikation und nur nach sorgfältiger individueller Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.
- +Fertilität
- +Es liegen keine Daten zu möglichen Auswirkungen von Empressin auf die Fertilität beim Menschen vor.
-Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt.
- +Nicht zutreffend.
-Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
-Die Evidenz zum Sicherheitsprofil von Empressin in der Indikation der katecholaminrefraktären Hypotonie im Rahmen septischer Schockzustände stammt aus Publikationen. Die im Nachfolgenden angeführten unerwünschten Wirkungen stehen möglicherweise oder vermutlich mit der Anwendung von Argipressin in Zusammenhang.
-Die Häufigkeitsangaben basieren sich auf die publizierten Studiendaten von total 1555 Patienten, die nach einem septischen Schock an Hypotonie litten.
-Zu den am häufigsten auftretenden schwerwiegenden unerwünschten Wirkungen (Häufigkeit unter 10 %) zählten: lebensbedrohliche Arrhythmie, Mesenterialischämie, digitale Ischämie und akute Myokardischämie.
-Tabellarische Auflistung der unerwünschten Wirkungen
-Unerwünschte Wirkungen, die während der Anwendung von Empressin auftreten können, sind im Folgenden zusammengefasst und nach Systemorganklasse und Häufigkeitskategorie dargestellt.
- +Das Sicherheitsprofil von Argipressin in der Indikation der katecholaminrefraktären Hypotonie im Rahmen septischer Schockzustände basiert auf den Daten von insgesamt n=1555 Patienten aus publizierten Studien.
- +Zu den am häufigsten beobachteten schwerwiegenden unerwünschten Wirkungen: gehörten dabei Ischämien der distalen Extremitäten (3.8%), akute Myokardischämie (2.0%), Mesenterialischämie (1.8%) und Arrhythmien (1.4%, teilweise lebensbedrohlich).
- +Nachfolgend sind die unerwünschten Wirkungen, die in diesen Studien unter Anwendung von Argipressin beobachtet wurden, nach Systemorganklasse (MedDRA) und Häufigkeit genannt. Die Häufigkeiten sind dabei wie folgt definiert:
-Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- +Nicht bekannt (kann aus den verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden)
-Häufigkeit nicht bekannt: Wasserintoxikation, Diabetes insipidus nach Absetzen.
- +Nicht bekannt: Wasserintoxikation, Diabetes insipidus nach Absetzen.
-Gelegentlich: Zittern, Schwindel, Kopfschmerzen.
- +Gelegentlich: Tremor, Schwindel, Kopfschmerzen.
-Gelegentlich: verminderte Herzleistung, lebensbedrohende Arrhythmie.
- +Gelegentlich: verminderte Herzleistung, lebensbedrohliche Arrhythmie.
-Häufig: periphere Vasokonstriktion, Nekrose, periorale Blässe.
- +Häufig: periphere Vasokonstriktion, Ischämie der distalen Extremitäten (welche eine chirurgische Intervention erforderlich machen kann), Nekrosen, periorale Blässe.
-Gelegentlich: Konstriktion der Bronchien.
- +Gelegentlich: Bronchokonstriktion.
-Häufig: Abdominale Krämpfe, intestinale Ischämie.
- +Häufig: abdominale Krämpfe, intestinale Ischämie.
-Häufig: Hautnekrose, digitale Ischämie*.
-Gelegentlich: Schweissausbrüche, Urtikaria.
- +Häufig: Hautnekrose.
- +Gelegentlich: Hyperhidrosis, Urtikaria.
-Untersuchungen
-Häufig: In drei Studien, die Patienten mit septischem Schock und Patienten mit vasodilatatorischem Schock nach herzchirurgischen Eingriffen untersuchten, wurde unter der Therapie mit Argipressin ein Anstieg der Bilirubin-Spiegel und Transaminasen sowie ein Abfall der Thrombozyten im Plasma beobachtet. In Dosierungen oberhalb der empfohlenen Dosis lag der Thrombozytenabfall > 10% (10.3%) und war somit sehr häufig.
-* Digitale Ischämie erfordert möglicherweise bei einzelnen Patienten eine chirurgische Intervention.
- +Beschreibung spezifischer unerwünschter Wirkungen
- +In drei Studien, in welche Patienten mit septischem Schock oder mit vasodilatatorischem Schock nach herzchirurgischen Eingriffen eingeschlossen waren, wurde unter der Therapie mit Argipressin ein Anstieg von Bilirubin und Transaminasen sowie ein Abfall der Thrombozytenzahl beobachtet. Bei Dosierungen oberhalb der empfohlenen Dosis lag die Inzidenz einer Abnahme der Thrombozytenzahl bei 10.3%.
-Eine Wasserintoxikation kann mit Wasserentzug und temporärem Absetzen von Empressin behandelt werden, bis eine Polyurie eintritt. Eine schwerwiegende Wasserintoxikation bedarf eventuell einer osmotischen Diurese mit Mannitol, hypertoner Dextrose, Harnstoff ohne oder mit Furosemid.
- +Es wurden keine Fälle einer Überdosierung berichtet.
- +Falls es zu einer Wasserintoxikation kommt, sollte die Anwendung von Argipressin unterbrochen werden. Bei schwerer Wasserintoxikation kann die Induktion einer osmotischen Diurese mittels Mannitol oder hypertoner Dextrose mit oder ohne Furosemid erforderlich sein.
-Siehe Wirkungsmechanismus.
-Klinische Wirksamkeit
-Die klinische Evidenz zur Wirksamkeit von Empressin zur Behandlung der katecholaminrefraktären Hypotonie im Rahmen septischer Schockzustände basiert auf einer Analyse von publizierten Studiendaten. In diese Analyse wurden bisher insgesamt 1588 Patienten mit septischem Schock, denen Vasopressin unter kontrollierten Bedingungen verabreicht wurde, aufgenommen.
-Die randomisierte, doppelt verblindete «Vasopressin and Septic Shock Studie» (VASST), schloss 778 Patienten mit septischem Schock ein, die zusätzlich zu nicht-verblindeter vasopressorischer Medikation entweder niedrig-dosiertes Vasopressin (0,01 bis 0.03 IE/min; n=396) oder Noradrenalin (5 bis 15 µg/min; N=382) infundiert bekamen. Der primäre Endpunkt (Gesamtmortalität am Tag 28 nach Infusion) war in der Vasopressin-Gruppe (35.4%) gegenüber der Noradrenalin-Gruppe (39.3%) reduziert, jedoch nicht statistisch signifikant. In einer prospektiven Subgruppenanalyse war die Reduktion des primären Endpunkts am stärksten bei Patienten mit leichterem septischem Schock (26.5% versus 35.7%; p=0.05).
-Bei Patienten mit septischem Schock kam es zu Beginn der Verabreichung von Vasopressin bei gleichzeitiger Reduktion der Katecholamindosis zu einer Abnahme der Herzfrequenz. In einer Humanstudie an freiwilligen Probanden, in der die Wirkung einer Vasopressininfusion nach Lisinoprilgabe untersucht wurde, war eine Abnahme der Herzfrequenz von 67 +/- 6,5 auf 62 +/- 4,5 Schläge/Minute (P < 0,05) zu beobachten. Eine Suppression der Herzfrequenz und des Herzindex (CI) ist erst ab einer Dosis von mindestens 0,1 IE/Min. zu erwarten.
-Wirkung auf QT-Intervall und korrigiertes QT-Intervall (QTc)
-Im Tiermodell konnte gezeigt werden, dass hochdosiertes Vasopressin ventrikuläre Arrhythmien hervorruft. Im empfohlenen Dosisbereich bzw. in der empfohlenen Verabreichungsform (Dauerinfusion) wird keine Verlängerung des QT-Intervalls bzw. des korrigierten QT-Intervalls beschrieben. Bei Patienten, die aufgrund einer Ösophagusvarizenblutung mit Vasopressin behandelt wurden und eine Dosis erhielten, die um das über Zehnfache höher lag als die empfohlene Dosis, kam es vereinzelt zu Torsade-de-point-Tachykardien; es können jedoch keine endgültigen Schlussfolgerungen im Hinblick auf das Potenzial für eine torsadogene Wirkung gezogen werden.
- +Bei Patienten mit septischem Schock kam es zu Beginn der Verabreichung von Vasopressin bei gleichzeitiger Reduktion der Katecholamindosis zu einer Abnahme der Herzfrequenz. In einer Humanstudie an freiwilligen Probanden, in der die Wirkung einer Vasopressininfusion nach Lisinoprilgabe untersucht wurde, war eine Abnahme der Herzfrequenz von 67 +/- 6.5 auf 62 +/- 4.5 Schläge/Min. (P <0.05) zu beobachten. Eine Suppression der Herzfrequenz und des Herzindex (CI) ist erst ab einer Dosis von mindestens 0.1 IE/Min. zu erwarten.
- +Klinische Wirksamkeit
- +Die klinische Evidenz zur Wirksamkeit von Empressin zur Behandlung der katecholaminrefraktären Hypotonie im Rahmen septischer Schockzustände basiert auf einer Analyse von publizierten Studiendaten. In diese Analyse wurden insgesamt 1555 Patienten mit septischem Schock aufgenommen, denen Vasopressin unter kontrollierten Bedingungen verabreicht wurde.
- +Die randomisierte, doppelblinde «Vasopressin and Septic Shock Studie» (VASST) schloss 778 Patienten mit septischem Schock ein, die zusätzlich zu nicht-verblindeter vasopressorischer Medikation entweder niedrig-dosiertes Vasopressin (0.01 bis 0.03 IE/min; n=396) oder Noradrenalin (5 bis 15 µg/min; N=382) infundiert bekamen. Als primärer Endpunkt war die Gesamtmortalität an Tag 28 nach Infusion der Studienmedikation definiert. Diese war in der Vasopressin-Gruppe mit 35.4% niedriger als in der Noradrenalin-Gruppe (39.3%); dieser Unterschied war jedoch statistisch nicht signifikant. In einer prospektiven Subgruppenanalyse fand sich der grösste numerische Vorteil für Vasopresson bei Patienten mit leichterem septischem Schock (Mortalität 26.5% versus 35.7%; p=0.05).
-Steadystate Plasmaspiegel wurde nach 30-minütiger Dauerinfusion von Dosen zwischen 10 und 350 μE/kg/min (i.e. 0,007-0,0245 IE/min) erreicht, was einer Halbwertszeit von weniger als 10 Minuten entspricht. Die Plasmaexposition war nahe an der Dosislinearität in diesem Bereich der Dosierung.
- +Bei Dauerinfusion von Dosen zwischen 10 und 350 μE/kg/min (i.e. 0.007-0.0245 IE/min) wurden Steadystate Plasmaspiegel nach 30 Min. erreicht, was einer Halbwertszeit von weniger als 7 Min. entspricht. In diesem Dosisbereich war die Exposition annähernd dosislinear.
-Ein grosser Anteil der Empressin-Dosis wird metabolisiert und schnell in Leber und Nieren abgebaut.
- +Ein grosser Anteil der Argipressin-Dosis wird rasch in Leber und Nieren durch Proteinasen und Endopeptidasen metabolisiert.
-Ungefähr 5% einer subkutan verabreichten Dosis Empressin werden nach 4 Stunden unverändert über den Harn ausgeschieden.
- +Nach subkutaner Applikation von Empressin wurden ungefähr 5% der Dosis innerhalb von 4 Std. unverändert über den Harn ausgeschieden.
-Systematische Untersuchungen zu Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter Gabe, Reproduktionstoxizität, Genotoxizität und zum kanzerogenen Potential sind nicht bekannt, die klinischen Erfahrungen mit Argipressin lassen aber keine besonderen Gefahren für den Menschen erkennen.
- +Systematische Untersuchungen zu Sicherheitspharmakologie, Toxizität bei wiederholter Gabe, Reproduktionstoxizität, Genotoxizität und zum kanzerogenen Potential wurden nicht durchgeführt.
-Die Lösung sollte vor der Anwendung optisch auf Partikel und Verfärbungen überprüft werden. Nur eine klare und farblose Lösung ist zu verwenden. Jede Ampulle nur einmal benutzen, unverbrauchte Lösung verwerfen.
- +Die Lösung muss vor der Anwendung optisch auf Partikel und Verfärbungen überprüft werden. Die Lösung darf nur verwendet werden, wenn sie klar und farblos ist. Jede Ampulle darf nur einmal benutzt werden; unverbrauchte Lösung muss verworfen werden.
-Empressin Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung, Ampullen zu 2 ml: 5 (A)
- +Empressin Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung, Ampullen zu 2 ml: 5 (A)
-August 2021
- +September 2025
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