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Home - Fachinformation zu Sugammadex Viatris 200 mg/ 2 ml - Änderungen - 28.01.2026
142 Änderungen an Fachinfo Sugammadex Viatris 200 mg/ 2 ml
  • -Enthält 9,2 mg/ml Natrium.
  • +Enthält 9,2 mg/ml Natrium.
  • +Darreichungsform und Wirkstoffmenge pro Einheit
  • +Injektionslösung in Durchstechflaschen zu 200 mg (2 ml) und 500 mg (5 ml).
  • -Die empfohlene Dosis zur Aufhebung einer durch Rocuronium oder Vecuronium induzierten neuromuskulären Blockade beträgt 4,0 mg/kg Körpergewicht bei 1-2 Post-Tetanic Counts (PTC). Die mediane Zeit bis zum Wiedererlangen der T4/T1 Ratio von 0,9 beträgt ca. 3 Minuten (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»).
  • -Eine Dosis von 2,0 mg/kg wird empfohlen, falls eine Spontanerholung bis zum Wiedererlangen von zwei Reizantworten (T2) stattgefunden hat. Die mediane Dauer bis zum Wiedererlangen der T4/T1 Ratio von 0,9 beträgt ca. 2 Minuten (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»).
  • +Die empfohlene Dosis zur Aufhebung einer durch Rocuronium oder Vecuronium induzierten neuromuskulären Blockade beträgt 4,0 mg/kg Körpergewicht bei 1-2 Post-Tetanic Counts (PTC). Die mediane Zeit bis zum Wiedererlangen der T4/T1 Ratio von 0,9 beträgt ca. 3 Minuten (siehe "Eigenschaften/Wirkungen" ).
  • +Eine Dosis von 2,0 mg/kg wird empfohlen, falls eine Spontanerholung bis zum Wiedererlangen von zwei Reizantworten (T2) stattgefunden hat. Die mediane Dauer bis zum Wiedererlangen der T4/T1 Ratio von 0,9 beträgt ca. 2 Minuten (siehe "Eigenschaften/Wirkungen" ).
  • -Falls nach der Verabreichung von Rocuronium eine klinische Notwendigkeit zur sofortigen Aufhebung der neuromuskulären Blockade besteht, wird eine Dosis von 16,0 mg/kg Sugammadex empfohlen.
  • -Nach Verabreichung von 16,0 mg/kg Sugammadex, 3 Minuten nach einer Bolusinjektion von 1,2 mg/kg Rocuroniumbromid, beträgt die mediane Dauer bis zum Wiedererlangen der T4/T1 Ratio von 0,9 ungefähr 1,5 Minuten (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»).
  • +Falls nach der Verabreichung von Rocuronium eine klinische Notwendigkeit zur sofortigen Aufhebung der neuromuskulären Blockade besteht, wird eine Dosis von 16,0 mg/kg Sugammadex empfohlen.
  • +Nach Verabreichung von 16,0 mg/kg Sugammadex, 3 Minuten nach einer Bolusinjektion von 1,2 mg/kg Rocuroniumbromid, beträgt die mediane Dauer bis zum Wiedererlangen der T4/T1 Ratio von 0,9 ungefähr 1,5 Minuten (siehe "Eigenschaften/Wirkungen" ).
  • -Für den seltenen Fall eines postoperativen Wiederauftretens einer neuromuskulären Blockade (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen») nach einer initialen Gabe von 2 mg/kg oder 4 mg/kg Sugammadex, wird eine erneute Gabe von 4 mg/kg empfohlen. Es kann erforderlich sein, den Patienten künstlich zu beatmen. Nach einer zweiten Gabe von Sugammadex sollte der Patient eng überwacht werden, um eine dauerhafte Rückkehr der neuromuskulären Funktion sicherzustellen.
  • +Für den seltenen Fall eines postoperativen Wiederauftretens einer neuromuskulären Blockade (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ) nach einer initialen Gabe von 2 mg/kg oder 4 mg/kg Sugammadex, wird eine erneute Gabe von 4 mg/kg empfohlen. Es kann erforderlich sein, den Patienten künstlich zu beatmen. Nach einer zweiten Gabe von Sugammadex sollte der Patient eng überwacht werden, um eine dauerhafte Rückkehr der neuromuskulären Funktion sicherzustellen.
  • -Bezüglich Wartezeiten bis zur erneuten Verabreichung von Rocuronium oder Vecuronium nach Aufhebung der Blockade mit Sugammadex siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».
  • +Bezüglich Wartezeiten bis zur erneuten Verabreichung von Rocuronium oder Vecuronium nach Aufhebung der Blockade mit Sugammadex siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" .
  • -Bei adipösen Patienten, einschliesslich morbid adipöser Patienten (Body-Mass-Index ≥40 kg/m2), sollte die Sugammadex-Dosis auf dem tatsächlichen Körpergewicht basieren. Es gelten die gleichen Dosierungsempfehlungen wie für Erwachsene.
  • +Bei adipösen Patienten, einschliesslich morbid adipöser Patienten (Body-Mass-Index ≥40 kg/m2), sollte die Sugammadex-Dosis auf dem tatsächlichen Körpergewicht basieren. Es gelten die gleichen Dosierungsempfehlungen wie für Erwachsene.
  • -Sugammadex sollte bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz oder bei Vorliegen einer Leberinsuffizienz zusammen mit einer Koagulopathie mit grosser Vorsicht angewendet werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
  • +Sugammadex sollte bei Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz oder bei Vorliegen einer Leberinsuffizienz zusammen mit einer Koagulopathie mit grosser Vorsicht angewendet werden (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
  • -Bei leichter oder mässiger Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance zwischen 30 und 80 ml/min) gelten die gleichen Dosierungsempfehlungen wie für Patienten mit normaler Nierenfunktion.
  • -Die Anwendung bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz einschliesslich dialysepflichtigen Patienten (CrCl <30 ml/min) wird nicht empfohlen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
  • -Aus Studien bei schwerer Niereninsuffizienz liegen nicht genügend Daten zur Sicherheit vor, um die Anwendung von Sugammadex bei diesen Patienten zu unterstützen (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»).
  • -Bezüglich Wartezeiten für eine erneute Anwendung von Rocuronium oder Vecuronium siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».
  • +Bei leichter oder mässiger Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance zwischen 30 und 80 ml/min) gelten die gleichen Dosierungsempfehlungen wie für Patienten mit normaler Nierenfunktion.
  • +Die Anwendung bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz einschliesslich dialysepflichtigen Patienten (CrCl <30 ml/min) wird nicht empfohlen (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
  • +Aus Studien bei schwerer Niereninsuffizienz liegen nicht genügend Daten zur Sicherheit vor, um die Anwendung von Sugammadex bei diesen Patienten zu unterstützen (siehe "Eigenschaften/Wirkungen" ).
  • +Bezüglich Wartezeiten für eine erneute Anwendung von Rocuronium oder Vecuronium siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" .
  • -Es gelten die gleichen Dosierungsempfehlungen wie für Erwachsene, obwohl die Zeit bis zur Erholung bei älteren Patienten im Allgemeinen länger zu sein scheint. Nach Verabreichung von Sugammadex bei Wiedererlangen von T2 nach einer durch Rocuronium induzierten neuromuskulären Blockade, betrug die mediane Dauer bis zum Wiedererlangen der T4/T1 Ratio von 0,9 bei Erwachsenen (18-64 Jahre) 2,2 Minuten, bei älteren Patienten (65-74 Jahre) 2,6 Minuten und bei sehr alten Patienten (75 Jahre und mehr) 3,6 Minuten (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
  • +Es gelten die gleichen Dosierungsempfehlungen wie für Erwachsene, obwohl die Zeit bis zur Erholung bei älteren Patienten im Allgemeinen länger zu sein scheint. Nach Verabreichung von Sugammadex bei Wiedererlangen von T2 nach einer durch Rocuronium induzierten neuromuskulären Blockade, betrug die mediane Dauer bis zum Wiedererlangen der T4/T1 Ratio von 0,9 bei Erwachsenen (18-64 Jahre) 2,2 Minuten, bei älteren Patienten (65-74 Jahre) 2,6 Minuten und bei sehr alten Patienten (75 Jahre und mehr) 3,6 Minuten (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
  • -Sugammadex Viatris 100 mg/ml kann auf 10 mg/ml verdünnt werden, um die Dosierungsgenauigkeit in der pädiatrischen Population zu erhöhen (siehe «Sonstige Hinweise»).
  • +Sugammadex Viatris 100 mg/ml kann auf 10 mg/ml verdünnt werden, um die Dosierungsgenauigkeit in der pädiatrischen Population zu erhöhen (siehe "Sonstige Hinweise" ).
  • -Eine Dosis von 4 mg/kg Sugammadex wird empfohlen zur Aufhebung einer durch Rocuronium oder Vecuronium induzierten neuromuskulären Blockade bei 1-2 Post-Tetanic Counts (PTC).
  • -Eine Dosis von 2 mg/kg Sugammadex wird empfohlen zur Aufhebung einer durch Rocuronium oder Vecuronium induzierten neuromuskulären Blockade bei Wiedererlangen von T2 (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»).
  • +Eine Dosis von 4 mg/kg Sugammadex wird empfohlen zur Aufhebung einer durch Rocuronium oder Vecuronium induzierten neuromuskulären Blockade bei 1-2 Post-Tetanic Counts (PTC).
  • +Eine Dosis von 2 mg/kg Sugammadex wird empfohlen zur Aufhebung einer durch Rocuronium oder Vecuronium induzierten neuromuskulären Blockade bei Wiedererlangen von T2 (siehe "Eigenschaften/Wirkungen" ).
  • -Sugammadex sollte schnell (innerhalb von 10 Sekunden) intravenös verabreicht werden, vorzugsweise als einmalige Bolusinjektion, in einen bestehenden IV-Zugang (siehe «Sonstige Hinweise»). In klinischen Studien wurde Sugammadex nur als einmalige Bolusinjektion verabreicht.
  • +Sugammadex sollte schnell (innerhalb von 10 Sekunden) intravenös verabreicht werden, vorzugsweise als einmalige Bolusinjektion, in einen bestehenden IV-Zugang (siehe "Sonstige Hinweise" ). In klinischen Studien wurde Sugammadex nur als einmalige Bolusinjektion verabreicht.
  • -Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe (siehe «Zusammensetzung»).
  • +Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe (siehe "Zusammensetzung" ).
  • -In klinischen Studien bei mit Rocuronium oder Vecuronium behandelten Patienten (n=2022), in denen Sugammadex in der dem Grad der neuromuskulären Blockade empfohlenen Dosierung verabreicht wurde, wurde basierend auf der neuromuskulären Überwachung oder dem klinischen Befund ein Wiederauftreten der neuromuskulären Blockade mit einer Inzidenz von 0,20% beobachtet. Tiefere Dosierungen als die empfohlenen können zu einem erhöhten Risiko für das Wiederauftreten einer neuromuskulären Blockade nach initialer Aufhebung führen und sollten deshalb nicht verwendet werden (siehe «Dosierung/Anwendung»).
  • +In klinischen Studien bei mit Rocuronium oder Vecuronium behandelten Patienten (n=2022), in denen Sugammadex in der dem Grad der neuromuskulären Blockade empfohlenen Dosierung verabreicht wurde, wurde basierend auf der neuromuskulären Überwachung oder dem klinischen Befund ein Wiederauftreten der neuromuskulären Blockade mit einer Inzidenz von 0,20% beobachtet. Tiefere Dosierungen als die empfohlenen können zu einem erhöhten Risiko für das Wiederauftreten einer neuromuskulären Blockade nach initialer Aufhebung führen und sollten deshalb nicht verwendet werden (siehe "Dosierung/Anwendung" ).
  • -Tabelle 1: Erneute Verabreichung von Rocuronium oder Vecuronium nach routinemässiger Aufhebung der neuromuskulären Blockade bei Patienten mit normaler Nierenfunktion (bis zu 4 mg/kg Sugammadex)
  • -Minimale Wartezeit Neuromuskulärer Blocker und zu verabreichende Dosis
  • -5 Minuten 1,2 mg/kg Rocuronium
  • -4 Stunden 0,6 mg/kg Rocuronium oder 0,1 mg/kg Vecuronium
  • +Tabelle 1: Erneute Verabreichung von Rocuronium oder Vecuronium nach routinemässiger Aufhebung der neuromuskulären Blockade bei Patienten mit normaler Nierenfunktion (bis zu 4 mg/kg Sugammadex)
  • +Minimale Wartezeit Neuromuskulärer Blocker und zu verabreichende Dosis
  • +5 Minuten 1,2 mg/kg Rocuronium
  • +4 Stunden 0,6 mg/kg Rocuronium oder0,1 mg/kg Vecuronium
  • -Wenn Rocuronium 1,2 mg/kg innerhalb von 30 Minuten nach Aufhebung der neuromuskulären Blockade mit Sugammadex verabreicht wird, kann das Einsetzen der neuromuskulären Blockade bis zu ca. 4 Minuten verzögert und die Dauer der neuromuskulären Blockade auf bis zu ca. 15 Minuten verkürzt sein.
  • -Gemäss pharmakokinetischen Modellrechnungen sollte bei Patienten mit leichter bis mässiger Nierenfunktionsstörung die empfohlene Wartezeit nach der routinemässigen Aufhebung der neuromuskulären Blockade mit Sugammadex bis zur erneuten Verabreichung von 0,6 mg/kg Rocuronium oder 0,1 mg/kg Vecuronium ≥24 Stunden betragen. Falls eine kürzere Wartezeit dringend erforderlich ist, sollte die Rocuronium Dosis zur Erzielung einer erneuten neuromuskulären Blockade 1,2 mg/kg betragen.
  • -Erneute Verabreichung von Rocuronium oder Vecuronium nach sofortiger Aufhebung der neuromuskulären Blockade (16 mg/kg Sugammadex). Für diese sehr seltenen Fälle wird eine Wartezeit von ≥24 Stunden empfohlen.
  • + 
  • +Wenn Rocuronium 1,2 mg/kg innerhalb von 30 Minuten nach Aufhebung der neuromuskulären Blockade mit Sugammadex verabreicht wird, kann das Einsetzen der neuromuskulären Blockade bis zu ca. 4 Minuten verzögert und die Dauer der neuromuskulären Blockade auf bis zu ca. 15 Minuten verkürzt sein.
  • +Gemäss pharmakokinetischen Modellrechnungen sollte bei Patienten mit leichter bis mässiger Nierenfunktionsstörung die empfohlene Wartezeit nach der routinemässigen Aufhebung der neuromuskulären Blockade mit Sugammadex bis zur erneuten Verabreichung von 0,6 mg/kg Rocuronium oder 0,1 mg/kg Vecuronium ≥24 Stunden betragen. Falls eine kürzere Wartezeit dringend erforderlich ist, sollte die Rocuronium Dosis zur Erzielung einer erneuten neuromuskulären Blockade 1,2 mg/kg betragen.
  • +Erneute Verabreichung von Rocuronium oder Vecuronium nach sofortiger Aufhebung der neuromuskulären Blockade (16 mg/kg Sugammadex). Für diese sehr seltenen Fälle wird eine Wartezeit von ≥24 Stunden empfohlen.
  • -Die Anwendung von Sugammadex bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz einschliesslich Dialysepatienten (CrCl <30 ml/min) wird nicht empfohlen (siehe «Eigenschaften/Wirkungen» und «Pharmakokinetik»).
  • +Die Anwendung von Sugammadex bei Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz einschliesslich Dialysepatienten (CrCl <30 ml/min) wird nicht empfohlen (siehe "Eigenschaften/Wirkungen" und "Pharmakokinetik" ).
  • -Wenn in der post-operativen Phase Arzneimittel verwendet werden, welche die neuromuskuläre Blockade potenzieren, sollte speziell auf die Möglichkeit eines Wiederauftretens der neuromuskulären Blockade geachtet werden. Beachten Sie bitte auf der Packungsbeilage von Rocuronium oder Vecuronium die Liste der spezifischen Arzneimittel, welche die neuromuskuläre Blockade potenzieren. Falls ein Wiederauftreten der neuromuskulären Blockade beobachtet wird, kann es erforderlich sein, den Patienten künstlich zu beatmen und erneut Sugammadex zu verabreichen (siehe «Dosierung/Anwendung»).
  • +Wenn in der post-operativen Phase Arzneimittel verwendet werden, welche die neuromuskuläre Blockade potenzieren, sollte speziell auf die Möglichkeit eines Wiederauftretens der neuromuskulären Blockade geachtet werden. Beachten Sie bitte auf der Packungsbeilage von Rocuronium oder Vecuronium die Liste der spezifischen Arzneimittel, welche die neuromuskuläre Blockade potenzieren. Falls ein Wiederauftreten der neuromuskulären Blockade beobachtet wird, kann es erforderlich sein, den Patienten künstlich zu beatmen und erneut Sugammadex zu verabreichen (siehe "Dosierung/Anwendung" ).
  • -Nach Verabreichung von Sugammadex können gewisse Arzneimittel aufgrund einer dadurch reduzierten freien Plasmakonzentration weniger wirksam sein (siehe «Interaktionen, Hormonale Kontrazeptiva»).
  • +Nach Verabreichung von Sugammadex können gewisse Arzneimittel aufgrund einer dadurch reduzierten freien Plasmakonzentration weniger wirksam sein (siehe "Interaktionen, Hormonale Kontrazeptiva" ).
  • -Durch die Verabreichung gewisser Arzneimittel nach Sugammadex könnten theoretisch Rocuronium oder Vecuronium aus Sugammadex verdrängt werden. Interaktionen durch Verdrängung sind derzeit nur für wenige Substanzen zu erwarten (Toremifen und Fusidinsäure, siehe «Interaktionen»). Dies kann ein Wiederauftreten der neuromuskulären Blockade zur Folge haben. In dieser Situation muss der Patient künstlich beatmet werden. Bei Infusionen sollte die Verabreichung des Arzneimittels gestoppt werden, welches die Verdrängung verursacht hat. In Situationen, in denen mögliche Wechselwirkungen zu erwarten sind, sollten Patienten nach parenteraler Verabreichung eines anderen Arzneimittels, die innerhalb von 7,5 Stunden nach Verabreichung von Sugammadex erfolgt, sorgfältig (für etwa 15 Minuten) hinsichtlich Anzeichen eines Wiederauftretens der neuromuskulären Blockade überwacht werden.
  • +Durch die Verabreichung gewisser Arzneimittel nach Sugammadex könnten theoretisch Rocuronium oder Vecuronium aus Sugammadex verdrängt werden. Interaktionen durch Verdrängung sind derzeit nur für wenige Substanzen zu erwarten (Toremifen und Fusidinsäure, siehe "Interaktionen" ). Dies kann ein Wiederauftreten der neuromuskulären Blockade zur Folge haben. In dieser Situation muss der Patient künstlich beatmet werden. Bei Infusionen sollte die Verabreichung des Arzneimittels gestoppt werden, welches die Verdrängung verursacht hat. In Situationen, in denen mögliche Wechselwirkungen zu erwarten sind, sollten Patienten nach parenteraler Verabreichung eines anderen Arzneimittels, die innerhalb von 7,5 Stunden nach Verabreichung von Sugammadex erfolgt, sorgfältig (für etwa 15 Minuten) hinsichtlich Anzeichen eines Wiederauftretens der neuromuskulären Blockade überwacht werden.
  • -Wenn die neuromuskuläre Blockade aufgehoben und die Anästhesie dabei fortgesetzt wird, sollten zusätzliche Dosen des Anästhetikums und/oder Opioids gemäss gängiger klinischer Praxis gegeben werden (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).
  • +Wenn die neuromuskuläre Blockade aufgehoben und die Anästhesie dabei fortgesetzt wird, sollten zusätzliche Dosen des Anästhetikums und/oder Opioids gemäss gängiger klinischer Praxis gegeben werden (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ).
  • -In seltenen Fällen wurden innerhalb von Minuten nach der Verabreichung von Sugammadex ausgeprägte Bradykardien beobachtet. Vereinzelte Fälle von Bradykardien mit Herzstillstand sind berichtet worden (siehe «Unerwünschte Wirkungen»). Patienten, welche mit Sugammadex behandelt werden, müssen während und nach der Verabreichung von Sugammadex hinsichtlich hämodynamischer Parameter engmaschig überwacht werden. Falls eine klinisch signifikante Bradykardie beobachtet wird, sollten unmittelbar geeignete Notfallmassnahmen ergriffen werden und die Gabe eines Anticholinergikums, beispielsweise Atropin, erfolgen.
  • +In seltenen Fällen wurden innerhalb von Minuten nach der Verabreichung von Sugammadex ausgeprägte Bradykardien beobachtet. Vereinzelte Fälle von Bradykardien mit Herzstillstand sind berichtet worden (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ). Patienten, welche mit Sugammadex behandelt werden, müssen während und nach der Verabreichung von Sugammadex hinsichtlich hämodynamischer Parameter engmaschig überwacht werden. Falls eine klinisch signifikante Bradykardie beobachtet wird, sollten unmittelbar geeignete Notfallmassnahmen ergriffen werden und die Gabe eines Anticholinergikums, beispielsweise Atropin, erfolgen.
  • -Bei Zuständen, die mit einer verlängerten Kreislaufzeit einhergehen, wie z.B. kardiovaskuläre Erkrankungen, hohes Alter (siehe «Dosierung/Anwendung») oder ödematöse Zustände (z.B. schwere Leberfunktionseinschränkung), wird die Erholungszeit verlängert.
  • +Bei Zuständen, die mit einer verlängerten Kreislaufzeit einhergehen, wie z.B. kardiovaskuläre Erkrankungen, hohes Alter (siehe "Dosierung/Anwendung" ) oder ödematöse Zustände (z.B. schwere Leberfunktionseinschränkung), wird die Erholungszeit verlängert.
  • -In einer Studie mit Probanden verlängerten Dosierungen von 4 mg/kg und 16 mg/kg Sugammadex die mittlere aktivierte partielle Thromboplastinzeit (aPTT) maximal um 17-22% und die Prothrombinzeit (PT[INR]) um 11-22%. Diese begrenzten mittleren aPTT und PT[INR] Verlängerungen waren von kurzer Dauer (≤30 Minuten). Basierend auf klinischen Daten (n=3519) gab es keinen klinisch relevanten Effekt auf die Inzidenz von peri- oder post-operativen Blutungskomplikationen, wenn Sugammadex alleine oder in Kombination mit Antikoagulantien gegeben wurde.
  • -In einer Studie bei 1184 Patienten mit einem chirurgischen Eingriff, die gleichzeitig mit einem Antikoagulans behandelt wurden, wurde ein geringer und vorübergehender Anstieg der aPTT um 5,5% bzw. der PT[INR] um 3,0% in der Stunde nach Verabreichung von Sugammadex 4 mg/kg beobachtet, was in der Studie nicht zu einem klinisch evidenten erhöhten Blutungsrisiko führte.
  • +In einer Studie mit Probanden verlängerten Dosierungen von 4 mg/kg und 16 mg/kg Sugammadex die mittlere aktivierte partielle Thromboplastinzeit (aPTT) maximal um 17-22% und die Prothrombinzeit (PT[INR]) um 11-22%. Diese begrenzten mittleren aPTT und PT[INR] Verlängerungen waren von kurzer Dauer (≤30 Minuten). Basierend auf klinischen Daten (n=3519) gab es keinen klinisch relevanten Effekt auf die Inzidenz von peri- oder post-operativen Blutungskomplikationen, wenn Sugammadex alleine oder in Kombination mit Antikoagulantien gegeben wurde.
  • +In einer Studie bei 1184 Patienten mit einem chirurgischen Eingriff, die gleichzeitig mit einem Antikoagulans behandelt wurden, wurde ein geringer und vorübergehender Anstieg der aPTT um 5,5% bzw. der PT[INR] um 3,0% in der Stunde nach Verabreichung von Sugammadex 4 mg/kg beobachtet, was in der Studie nicht zu einem klinisch evidenten erhöhten Blutungsrisiko führte.
  • -·mit angeborenem Mangel an Vitamin-K-abhängigen Gerinnungsfaktoren;
  • -·mit einer anamnestisch bekannten Koagulopathie;
  • -·die Cumarin-Derivate erhalten und eine INR über 3,5 haben;
  • -·die Antikoagulantien anwenden und eine Dosierung von 16 mg/kg Sugammadex erhalten.
  • +mit angeborenem Mangel an Vitamin-K-abhängigen Gerinnungsfaktoren;
  • +mit einer anamnestisch bekannten Koagulopathie;
  • +die Cumarin-Derivate erhalten und eine INR über 3,5 haben;
  • +die Antikoagulantien anwenden und eine Dosierung von 16 mg/kg Sugammadex erhalten.
  • -Da das Blutungsrisiko bei Sugammadex Dosierungen >4 mg/kg nicht systematisch untersucht worden ist, sollten die Koagulationsparameter bei Patienten mit bekannter Koagulopathie und antikoagulierten Patienten, die eine Sugammadex Dosis von 16 mg/kg erhalten, gemäss der routinemässigen klinischen Praxis sorgfältig überwacht werden.
  • +Da das Blutungsrisiko bei Sugammadex Dosierungen >4 mg/kg nicht systematisch untersucht worden ist, sollten die Koagulationsparameter bei Patienten mit bekannter Koagulopathie und antikoagulierten Patienten, die eine Sugammadex Dosis von 16 mg/kg erhalten, gemäss der routinemässigen klinischen Praxis sorgfältig überwacht werden.
  • -Ärzte sollten auf die Möglichkeit von Arzneimittel-Überempfindlichkeitsreaktionen (einschliesslich anaphylaktische Reaktionen) vorbereitet sein und die nötigen Vorsichtsmassnahmen treffen (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).
  • +Ärzte sollten auf die Möglichkeit von Arzneimittel-Überempfindlichkeitsreaktionen (einschliesslich anaphylaktische Reaktionen) vorbereitet sein und die nötigen Vorsichtsmassnahmen treffen (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ).
  • -Dieses Arzneimittel enthält 9,2 mg Natrium pro ml, entsprechend 0,5% der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.
  • +Dieses Arzneimittel enthält 9,2 mg Natrium pro ml, entsprechend 0,5% der von der WHO für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung von 2 g.
  • -Interaktionen, welche möglicherweise die Wirksamkeit von Sugammadex beeinflussen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»)
  • +Interaktionen, welche möglicherweise die Wirksamkeit von Sugammadex beeinflussen (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" )
  • -Die Verabreichung von Fusidinsäure in der präoperativen Phase kann die Erholung der T4/T1-Ratio auf 0,9 verzögern. In der postoperativen Phase wird kein Wiederauftreten der neuromuskulären Blockade erwartet, da Fusidinsäure über mehrere Stunden infundiert wird und die Blutspiegel über 2-3 Tage kumulieren. Zur erneuten Verabreichung von Sugammadex siehe «Dosierung/Anwendung».
  • -Interaktionen, welche möglicherweise die Wirksamkeit anderer Arzneimittel beeinflussen (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»)
  • +Die Verabreichung von Fusidinsäure in der präoperativen Phase kann die Erholung der T4/T1-Ratio auf 0,9 verzögern. In der postoperativen Phase wird kein Wiederauftreten der neuromuskulären Blockade erwartet, da Fusidinsäure über mehrere Stunden infundiert wird und die Blutspiegel über 2-3 Tage kumulieren. Zur erneuten Verabreichung von Sugammadex siehe "Dosierung/Anwendung" .
  • +Interaktionen, welche möglicherweise die Wirksamkeit anderer Arzneimittel beeinflussen (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" )
  • -In einem PK/PD-Simulationsmodell wurde festgestellt, dass bei der Gabe von 4 mg/kg Sugammadex der Gestagen-Spiegel soweit reduziert wird (34% der AUC), wie wenn eine Tagesdosis des oralen Kontrazeptivums 12 Stunden zu spät eingenommen wurde, was zu einer Wirksamkeitsabschwächung führen kann. Bei Estrogenen ist der zu erwartende Effekt geringer. Daher wird die Anwendung einer Bolusinjektion von Sugammadex als äquivalent zu einer vergessenen Tagesdosis des hormonalen oralen Kontrazeptivums (entweder kombiniert oder nur Gestagen) angesehen. Falls ein orales Kontrazeptivum am Tag der Operation verabreicht wird, sollte für Massnahmen auf die Packungsbeilage (Ratschlag hinsichtlich vergessener Dosis) des oralen Kontrazeptivums Bezug genommen werden.
  • +In einem PK/PD-Simulationsmodell wurde festgestellt, dass bei der Gabe von 4 mg/kg Sugammadex der Gestagen-Spiegel soweit reduziert wird (34% der AUC), wie wenn eine Tagesdosis des oralen Kontrazeptivums 12 Stunden zu spät eingenommen wurde, was zu einer Wirksamkeitsabschwächung führen kann. Bei Estrogenen ist der zu erwartende Effekt geringer. Daher wird die Anwendung einer Bolusinjektion von Sugammadex als äquivalent zu einer vergessenen Tagesdosis des hormonalen oralen Kontrazeptivums (entweder kombiniert oder nur Gestagen) angesehen. Falls ein orales Kontrazeptivum am Tag der Operation verabreicht wird, sollte für Massnahmen auf die Packungsbeilage (Ratschlag hinsichtlich vergessener Dosis) des oralen Kontrazeptivums Bezug genommen werden.
  • -Eine Beeinflussung des Serum-Progesteron-Tests wurde bei Sugammadex-Plasmakonzentrationen von 100 μg/ml (Plasmaspitzenspiegel nach Bolusinjektion von 8 mg/kg) beobachtet.
  • -In einer Studie mit Probanden verlängerten Dosierungen von 4 mg/kg und 16 mg/kg Sugammadex die mittlere aktivierte partielle Thromboplastinzeit (aPTT) maximal um 17-22% und die Prothrombinzeit (PT[INR]) um 11-22%. In allen Fällen war diese leichte Verlängerung von kurzer Dauer (≤30 Minuten).
  • -In in-vitro-Tests wurde eine pharmakodynamische Wechselwirkung (Verlängerung der aPTT und PT) mit Vitamin-K-Antagonisten, unfraktioniertem Heparin, niedermolekularen Heparinoiden, Rivaroxaban und Dabigatran beobachtet (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
  • +Eine Beeinflussung des Serum-Progesteron-Tests wurde bei Sugammadex-Plasmakonzentrationen von 100 μg/ml (Plasmaspitzenspiegel nach Bolusinjektion von 8 mg/kg) beobachtet.
  • +In einer Studie mit Probanden verlängerten Dosierungen von 4 mg/kg und 16 mg/kg Sugammadex die mittlere aktivierte partielle Thromboplastinzeit (aPTT) maximal um 17-22% und die Prothrombinzeit (PT[INR]) um 11-22%. In allen Fällen war diese leichte Verlängerung von kurzer Dauer (≤30 Minuten).
  • +In in-vitro-Tests wurde eine pharmakodynamische Wechselwirkung (Verlängerung der aPTT und PT) mit Vitamin-K-Antagonisten, unfraktioniertem Heparin, niedermolekularen Heparinoiden, Rivaroxaban und Dabigatran beobachtet (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
  • -Systemorganklasse Unerwünschte Wirkung (Preferred Term) Sugammadex Placebo
  • -(n=1078) (n=544)
  • -% %
  • -Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen Luftwegkomplikation der Anästhesie 4 0
  • -Komplikation bei der Anästhesie 3 <1
  • -Hypotonie im Rahmen eines Eingriffs 3 2
  • -Komplikation im Rahmen eines Eingriffs 2 1
  • -Respiratorische, thorakale und mediastinale Funktionsstörungen Husten 5 2
  • +Systemorganklasse Unerwünschte Wirkung Sugammadex Placebo
  • + (Preferred Term)
  • +(n=1078) (n=544)
  • +% %
  • +Verletzung, Vergiftung und Luftwegkomplikation der 4 0
  • +durch Eingriffe bedingte Anästhesie
  • +Komplikationen
  • +Komplikation bei der 3 <1
  • +Anästhesie
  • +Hypotonie im Rahmen eines 3 2
  • +Eingriffs
  • +Komplikation im Rahmen 2 1
  • +eines Eingriffs
  • +Respiratorische, thorakale Husten 5 2
  • +und mediastinale Funktionss
  • +törungen
  • + 
  • -Narkosekomplikationen, hinweisend auf ein Wiedereinsetzen der neuromuskulären Funktion, umfassen Bewegung der Gliedmassen oder des Körpers oder Husten während der Narkose oder während der Operation, Grimassieren oder Saugen am Endotrachealtubus (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
  • +Narkosekomplikationen, hinweisend auf ein Wiedereinsetzen der neuromuskulären Funktion, umfassen Bewegung der Gliedmassen oder des Körpers oder Husten während der Narkose oder während der Operation, Grimassieren oder Saugen am Endotrachealtubus (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
  • -In einer randomisierten, doppelblinden Studie wurde die Inzidenz von Hypersensitivitätsreaktionen bei Probanden untersucht, die bis zu drei wiederholte Dosierungen von Placebo (n=76), Sugammadex 4 mg/kg (n=151) oder Sugammadex 16 mg/kg (n=148) erhielten. Berichte vermuteter Hypersensitivitätsreaktionen wurden von einem verblindeten Komitee beurteilt. Die Inzidenz von bestätigten Hypersensitivitätsreaktionen betrug 1,3% in der Placebogruppe, 6,6% in der Gruppe mit Sugammadex 4 mg/kg und 9,5% in der Gruppe mit Sugammadex 16 mg/kg. Es gab keine Berichte von Anaphylaxie nach Placebo oder Sugammadex 4 mg/kg. Ein einzelner Fall einer bestätigten Anaphylaxie trat nach der ersten Dosis von Sugammadex 16 mg/kg auf (Inzidenz 0,7%). Es gab keine Evidenz für einen Anstieg der Häufigkeit oder des Schweregrades von Hypersensitivitätsreaktionen bei wiederholter Verabreichung von Sugammadex.
  • -In einer früheren Studie mit ähnlichem Design gab es drei bestätigte Fälle von Anaphylaxie, alle nach Sugammadex 16 mg/kg (Inzidenz 2,0%).
  • +In einer randomisierten, doppelblinden Studie wurde die Inzidenz von Hypersensitivitätsreaktionen bei Probanden untersucht, die bis zu drei wiederholte Dosierungen von Placebo (n=76), Sugammadex 4 mg/kg (n=151) oder Sugammadex 16 mg/kg (n=148) erhielten. Berichte vermuteter Hypersensitivitätsreaktionen wurden von einem verblindeten Komitee beurteilt. Die Inzidenz von bestätigten Hypersensitivitätsreaktionen betrug 1,3% in der Placebogruppe, 6,6% in der Gruppe mit Sugammadex 4 mg/kg und 9,5% in der Gruppe mit Sugammadex 16 mg/kg. Es gab keine Berichte von Anaphylaxie nach Placebo oder Sugammadex 4 mg/kg. Ein einzelner Fall einer bestätigten Anaphylaxie trat nach der ersten Dosis von Sugammadex 16 mg/kg auf (Inzidenz 0,7%). Es gab keine Evidenz für einen Anstieg der Häufigkeit oder des Schweregrades von Hypersensitivitätsreaktionen bei wiederholter Verabreichung von Sugammadex.
  • +In einer früheren Studie mit ähnlichem Design gab es drei bestätigte Fälle von Anaphylaxie, alle nach Sugammadex 16 mg/kg (Inzidenz 2,0%).
  • -Nach der Markteinführung sind einzelne Fälle von ausgeprägten Bradykardien und Bradykardien mit Herzstillstand innerhalb von Minuten nach der Verabreichung von Sugammadex beobachtet worden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
  • +Nach der Markteinführung sind einzelne Fälle von ausgeprägten Bradykardien und Bradykardien mit Herzstillstand innerhalb von Minuten nach der Verabreichung von Sugammadex beobachtet worden (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
  • -In Studien bei pädiatrischen Patienten im Alter von 2 bis 17 Jahren war das Sicherheitsprofil von Sugammadex (bis zu 4 mg/kg) im Allgemeinen ähnlich zu demjenigen bei Erwachsenen.
  • +In Studien bei pädiatrischen Patienten im Alter von 2 bis 17 Jahren war das Sicherheitsprofil von Sugammadex (bis zu 4 mg/kg) im Allgemeinen ähnlich zu demjenigen bei Erwachsenen.
  • -In einer Studie an Patienten, die als American Society of Anesthesiologists (ASA)-Klasse 3 oder 4 (Patienten mit schwerer systemischer Erkrankung oder Patienten mit schwerer systemischer Erkrankung, die eine ständige Lebensgefahr darstellt) eingestuft wurden, war das Sicherheitsprofil bei diesen Patienten der ASA-Klassen 3 und 4 im Allgemeinen dem von erwachsenen Patienten in gepoolten Phase I bis III Studien ähnlich (siehe Tabelle oben). Siehe «Eigenschaften/Wirkungen».
  • +In einer Studie an Patienten, die als American Society of Anesthesiologists (ASA)-Klasse 3 oder 4 (Patienten mit schwerer systemischer Erkrankung oder Patienten mit schwerer systemischer Erkrankung, die eine ständige Lebensgefahr darstellt) eingestuft wurden, war das Sicherheitsprofil bei diesen Patienten der ASA-Klassen 3 und 4 im Allgemeinen dem von erwachsenen Patienten in gepoolten Phase I bis III Studien ähnlich (siehe Tabelle oben). Siehe "Eigenschaften/Wirkungen" .
  • -In klinischen Studien wurde 1 Fall einer versehentlichen Überdosierung mit 40 mg/kg ohne signifikante Nebenwirkungen berichtet. Eine Verträglichkeitsstudie beim Menschen hat gezeigt, dass Sugammadex-Dosen bis zu 96 mg/kg gut verträglich sind.
  • -Sugammadex kann durch Hämodialyse mit einem High-Flux Filter eliminiert werden, nicht aber mit einem Low-Flux Filter. Gemäss klinischen Studien mit 4,0 mg/kg Sugammadex wird die Sugammadex-Konzentration im Plasma durch einen High-Flux Filter während einer 3- bis 6-stündigen Dialyse um 60-70% reduziert.
  • +In klinischen Studien wurde 1 Fall einer versehentlichen Überdosierung mit 40 mg/kg ohne signifikante Nebenwirkungen berichtet. Eine Verträglichkeitsstudie beim Menschen hat gezeigt, dass Sugammadex-Dosen bis zu 96 mg/kg gut verträglich sind.
  • +Sugammadex kann durch Hämodialyse mit einem High-Flux Filter eliminiert werden, nicht aber mit einem Low-Flux Filter. Gemäss klinischen Studien mit 4,0 mg/kg Sugammadex wird die Sugammadex-Konzentration im Plasma durch einen High-Flux Filter während einer 3- bis 6-stündigen Dialyse um 60-70% reduziert.
  • -In Dosis-Wirkungsstudien, nach Induktion der neuromuskulären Blockaden durch Rocuronium (0,6, 0,9, 1,0 und 1,2 mg/kg Rocuroniumbromid mit und ohne Erhaltungsdosen) und Vecuronium (0,1 mg/kg Vecuroniumbromid mit und ohne Erhaltungsdosen), wurde Sugammadex in Dosen zwischen 0,5 mg/kg bis 16 mg/kg zu unterschiedlichen Zeitpunkten der Relaxation und bei unterschiedlichen Relaxationsgraden verabreicht. In diesen Studien wurde eine klare Dosis-Wirkungsbeziehung beobachtet.
  • +In Dosis-Wirkungsstudien, nach Induktion der neuromuskulären Blockaden durch Rocuronium (0,6, 0,9, 1,0 und 1,2 mg/kg Rocuroniumbromid mit und ohne Erhaltungsdosen) und Vecuronium (0,1 mg/kg Vecuroniumbromid mit und ohne Erhaltungsdosen), wurde Sugammadex in Dosen zwischen 0,5 mg/kg bis 16 mg/kg zu unterschiedlichen Zeitpunkten der Relaxation und bei unterschiedlichen Relaxationsgraden verabreicht. In diesen Studien wurde eine klare Dosis-Wirkungsbeziehung beobachtet.
  • -In einer pivotalen Studie wurden Patienten nach dem Zufallsprinzip der Rocuronium oder Vecuronium Gruppe zugeordnet. Nach der letzten Dosis von Rocuronium oder Vecuronium wurden bei 1-2 PTCs 4,0 mg/kg Sugammadex oder 70 μg/kg Neostigmin in einer randomisierten Reihenfolge verabreicht. Die Dauer (in Minuten) vom Beginn der Verabreichung von Sugammadex oder Neostigmin bis zum Wiedererlangen der T4/T1 Ratio von 0,9 betrug.
  • +In einer pivotalen Studie wurden Patienten nach dem Zufallsprinzip der Rocuronium oder Vecuronium Gruppe zugeordnet. Nach der letzten Dosis von Rocuronium oder Vecuronium wurden bei 1-2 PTCs 4,0 mg/kg Sugammadex oder 70 μg/kg Neostigmin in einer randomisierten Reihenfolge verabreicht. Die Dauer (in Minuten) vom Beginn der Verabreichung von Sugammadex oder Neostigmin bis zum Wiedererlangen der T4/T1 Ratio von 0,9 betrug.
  • -Neuromuskulärer Blocker Behandlungsschema
  • -Sugammadex (4,0 mg/kg) Neostigmin (70 µg/kg)
  • +Neuromuskulärer Blocker Behandlungsschema
  • +Sugammadex(4,0 mg/kg) Neostigmin(70 µg/kg)
  • -n 37 37
  • -Median (Minuten) 2,7 49,0
  • -Streuung 1,2-16,1 13,3-145,7
  • +n 37 37
  • +Median (Minuten) 2,7 49,0
  • +Streuung 1,2-16,1 13,3-145,7
  • -n 47 36
  • -Median (Minuten) 3,3 49,9
  • -Streuung 1,4-68,4 46,0-312,7
  • +n 47 36
  • +Median (Minuten) 3,3 49,9
  • +Streuung 1,4-68,4 46,0-312,7
  • + 
  • +
  • -In einer anderen pivotalen Studie wurden Patienten nach dem Zufallsprinzip der Rocuronium oder Vecuronium Gruppe zugeordnet. Nach der letzten Dosis von Rocuronium oder Vecuronium wurden nach Wiedererlangen von T2 2,0 mg/kg Sugammadex oder 50 μg/kg Neostigmin in einer randomisierten Reihenfolge verabreicht. Die Dauer (in Minuten) vom Beginn der Verabreichung von Sugammadex oder Neostigmin bis zur Wiederherstellung der T4/T1 Ratio von 0,9 betrug.
  • +In einer anderen pivotalen Studie wurden Patienten nach dem Zufallsprinzip der Rocuronium oder Vecuronium Gruppe zugeordnet. Nach der letzten Dosis von Rocuronium oder Vecuronium wurden nach Wiedererlangen von T2 2,0 mg/kg Sugammadex oder 50 μg/kg Neostigmin in einer randomisierten Reihenfolge verabreicht. Die Dauer (in Minuten) vom Beginn der Verabreichung von Sugammadex oder Neostigmin bis zur Wiederherstellung der T4/T1 Ratio von 0,9 betrug.
  • -Neuromuskulärer Blocker Behandlungsschema
  • -Sugammadex (2,0 mg/kg) Neostigmin (50 µg/kg)
  • +Neuromuskulärer Blocker Behandlungsschema
  • +Sugammadex(2,0 mg/kg) Neostigmin(50 µg/kg)
  • -n 48 48
  • -Median (Minuten) 1,4 17,6
  • -Streuung 0,9-5,4 3,7-106,9
  • +n 48 48
  • +Median (Minuten) 1,4 17,6
  • +Streuung 0,9-5,4 3,7-106,9
  • -n 48 45
  • -Median (Minuten) 2,1 18,96
  • -Streuung 1,2-64,2 2,9-76,2
  • +n 48 45
  • +Median (Minuten) 2,1 18,96
  • +Streuung 1,2-64,2 2,9-76,2
  • -Die Aufhebung der Rocuronium-induzierten neuromuskulären Blockade durch Sugammadex wurde mit der Aufhebung einer Cisatracurium-induzierten neuromuskulären Blockade durch Neostigmin verglichen. Nach Wiedererlangen von T2 wurde eine Dosis von 2,0 mg/kg Sugammadex oder 50 μg/kg Neostigmin verabreicht. Bei Sugammadex kam es zu einer schnelleren Aufhebung der Rocuronium-induzierten neuromuskulären Blockade verglichen mit der Aufhebung der Cisatracurium-induzierten neuromuskulären Blockade durch Neostigmin.
  • + 
  • +Die Aufhebung der Rocuronium-induzierten neuromuskulären Blockade durch Sugammadex wurde mit der Aufhebung einer Cisatracurium-induzierten neuromuskulären Blockade durch Neostigmin verglichen. Nach Wiedererlangen von T2 wurde eine Dosis von 2,0 mg/kg Sugammadex oder 50 μg/kg Neostigmin verabreicht. Bei Sugammadex kam es zu einer schnelleren Aufhebung der Rocuronium-induzierten neuromuskulären Blockade verglichen mit der Aufhebung der Cisatracurium-induzierten neuromuskulären Blockade durch Neostigmin.
  • -Neuromuskulärer Blocker Behandlungsschema
  • -Rocuronium und Sugammadex (2,0 mg/kg) Cisatracurium und Neostigmin (50 µg/kg)
  • -n 34 39
  • -Median (Minuten) 1,9 7,2
  • -Streuung 0,7-6,4 4,2-28,2
  • +Neuromuskulärer Blocker Behandlungsschema
  • +Rocuronium und Sugammadex(2,0 mg/kg) Cisatracurium und Neostigmin(50 µg/kg)
  • +n 34 39
  • +Median (Minuten) 1,9 7,2
  • +Streuung 0,7-6,4 4,2-28,2
  • + 
  • +
  • -Die Dauer bis zur Erholung nach einer durch Succinylcholin (1,0 mg/kg) induzierten neuromuskulären Blockade wurde mit derjenigen verglichen, die mit Sugammadex (16 mg/kg), 3 Minuten nach 1,2 mg/kg Rocuronium verabreicht, erreicht wurde.
  • +Die Dauer bis zur Erholung nach einer durch Succinylcholin (1,0 mg/kg) induzierten neuromuskulären Blockade wurde mit derjenigen verglichen, die mit Sugammadex (16 mg/kg), 3 Minuten nach 1,2 mg/kg Rocuronium verabreicht, erreicht wurde.
  • -Neuromuskulärer Blocker Behandlungsschema
  • -Rocuronium und Sugammadex (16,0 mg/kg) Succinylcholin (1,0 mg/kg)
  • -n 55 55
  • -Median (Minuten) 4,2 7,1
  • -Streuung 3,5-7,7 3,7-10,5
  • +Neuromuskulärer Blocker Behandlungsschema
  • +Rocuronium und Sugammadex(16,0 mg/kg) Succinylcholin(1,0 mg/kg)
  • +n 55 55
  • +Median (Minuten) 4,2 7,1
  • +Streuung 3,5-7,7 3,7-10,5
  • -Die Analyse gepoolter Daten hat folgende Erholungszeiten bei der Verabreichung von 16 mg/kg Sugammadex nach Gabe von 1,2 mg/kg Rocuroniumbromid ergeben.
  • + 
  • +Die Analyse gepoolter Daten hat folgende Erholungszeiten bei der Verabreichung von 16 mg/kg Sugammadex nach Gabe von 1,2 mg/kg Rocuroniumbromid ergeben.
  • - T4/T1 von 0,9 T4/T1 von 0,8 T4/T1 von 0,7
  • -n 65 65 65
  • -Median (Minuten) 1,5 1,3 1,1
  • -Streuung 0,5-14,3 0,5-6,2 0,5-3,3
  • + T4/T1 von 0,9 T4/T1 von 0,8 T4/T1 von 0,7
  • +n 65 65 65
  • +Median (Minuten) 1,5 1,3 1,1
  • +Streuung 0,5-14,3 0,5-6,2 0,5-3,3
  • + 
  • +
  • -Die Wirksamkeit und Sicherheit von Sugammadex bei chirurgischen Patienten mit und ohne schwere Niereninsuffizienz wurden in zwei offenen Studien verglichen. In der einen Studie wurde Sugammadex nach einer Rocuronium-induzierten neuromuskulären Blockade (1-2 PTCs) gegeben (4 mg/kg, n=68). In der anderen Studie wurde Sugammadex nach Wiedererlangen von T2 verabreicht (2 mg/kg, n=30). Die Erholungszeit war für Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz länger als für Patienten ohne Niereninsuffizienz (T4/T1 Ratio von 0,9: im Mittel 3:25 vs. 1:52 Minuten in der ersten Studie und 2:00 vs. 1:39 Minuten in der zweiten Studie; siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). In diesen Studien wurde für Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz keine Restkurarisierung oder Wiederauftreten der neuromuskulären Blockade berichtet.
  • +Die Wirksamkeit und Sicherheit von Sugammadex bei chirurgischen Patienten mit und ohne schwere Niereninsuffizienz wurden in zwei offenen Studien verglichen. In der einen Studie wurde Sugammadex nach einer Rocuronium-induzierten neuromuskulären Blockade (1-2 PTCs) gegeben (4 mg/kg, n=68). In der anderen Studie wurde Sugammadex nach Wiedererlangen von T2 verabreicht (2 mg/kg, n=30). Die Erholungszeit war für Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz länger als für Patienten ohne Niereninsuffizienz (T4/T1 Ratio von 0,9: im Mittel 3:25 vs. 1:52 Minuten in der ersten Studie und 2:00 vs. 1:39 Minuten in der zweiten Studie; siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ). In diesen Studien wurde für Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz keine Restkurarisierung oder Wiederauftreten der neuromuskulären Blockade berichtet.
  • -In einer Studie mit 188 Patienten, bei denen morbide Adipositas diagnostiziert wurde (Body-Mass-Index ≥40 kg/m2), wurde die Zeit bis zur Erholung von einer durch Rocuronium oder Vecuronium induzierten moderaten oder tiefen neuromuskulären Blockade untersucht. Die Patienten erhielten 2 mg/kg oder 4 mg/kg Sugammadex, je nach Grad der Blockade, dosiert entweder nach dem tatsächlichen oder idealen Körpergewicht in zufälliger, doppelblinder Weise. Über die Tiefe der Blockade und des neuromuskulären Blockers gepoolt, war die mediane Zeit bis zum Wiedererlangen der T4/T1 Ratio ≥0,9 bei Patienten, die nach dem tatsächlichen Körpergewicht dosiert wurden, statistisch signifikant kürzer als bei Patienten, die nach dem idealen Körpergewicht dosiert wurden (1,8 vs. 3,3 Minuten; p<0,0001).
  • +In einer Studie mit 188 Patienten, bei denen morbide Adipositas diagnostiziert wurde (Body-Mass-Index ≥40 kg/m2), wurde die Zeit bis zur Erholung von einer durch Rocuronium oder Vecuronium induzierten moderaten oder tiefen neuromuskulären Blockade untersucht. Die Patienten erhielten 2 mg/kg oder 4 mg/kg Sugammadex, je nach Grad der Blockade, dosiert entweder nach dem tatsächlichen oder idealen Körpergewicht in zufälliger, doppelblinder Weise. Über die Tiefe der Blockade und des neuromuskulären Blockers gepoolt, war die mediane Zeit bis zum Wiedererlangen der T4/T1 Ratio ≥0,9 bei Patienten, die nach dem tatsächlichen Körpergewicht dosiert wurden, statistisch signifikant kürzer als bei Patienten, die nach dem idealen Körpergewicht dosiert wurden (1,8 vs. 3,3 Minuten; p<0,0001).
  • -Bei Patienten, die Sugammadex (2 mg/kg, 4 mg/kg oder 16 mg/kg) erhielten, war die Inzidenz von behandlungsbedingten Arrhythmien im Allgemeinen ähnlich wie bei Neostigmin (50 µg/kg bis zu 5 mg Maximaldosis) + Glycopyrrolat (10 µg/kg bis zu 1 mg Maximaldosis). Der Prozentsatz der Patienten mit behandlungsbedingter Sinusbradykardie war in der Sugammadex 2 mg/kg-Gruppe im Vergleich zur Neostigmin-Gruppe signifikant niedriger (p=0,026). Der Prozentsatz der Patienten mit behandlungsbedingter Sinustachykardie war in der Sugammadex-Gruppe mit 2 mg/kg und 4 mg/kg im Vergleich zur Neostigmin-Gruppe signifikant niedriger (p=0,007 bzw. 0,036). Das Sicherheitsprofil bei Patienten der ASA-Klassen 3 und 4 war im Allgemeinen dem von erwachsenen Patienten in gepoolten Phase I bis III Studien ähnlich, daher ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe «Unerwünschte Wirkungen»).
  • +Bei Patienten, die Sugammadex (2 mg/kg, 4 mg/kg oder 16 mg/kg) erhielten, war die Inzidenz von behandlungsbedingten Arrhythmien im Allgemeinen ähnlich wie bei Neostigmin (50 µg/kg bis zu 5 mg Maximaldosis) + Glycopyrrolat (10 µg/kg bis zu 1 mg Maximaldosis). Der Prozentsatz der Patienten mit behandlungsbedingter Sinusbradykardie war in der Sugammadex 2 mg/kg-Gruppe im Vergleich zur Neostigmin-Gruppe signifikant niedriger (p=0,026). Der Prozentsatz der Patienten mit behandlungsbedingter Sinustachykardie war in der Sugammadex-Gruppe mit 2 mg/kg und 4 mg/kg im Vergleich zur Neostigmin-Gruppe signifikant niedriger (p=0,007 bzw. 0,036). Das Sicherheitsprofil bei Patienten der ASA-Klassen 3 und 4 war im Allgemeinen dem von erwachsenen Patienten in gepoolten Phase I bis III Studien ähnlich, daher ist keine Dosisanpassung erforderlich (siehe "Unerwünschte Wirkungen" ).
  • -In einer Studie mit 288 Patienten im Alter von 2 bis <17 Jahren wurden die Sicherheit und Wirksamkeit von Sugammadex im Vergleich zu Neostigmin zur Aufhebung einer durch Rocuronium oder Vecuronium induzierten neuromuskulären Blockade untersucht. Die Erholung von einer moderaten Blockade bis zu einem TOF-Ratio von ≥0,9 war in der der Gruppe mit Sugammadex 2 mg/kg signifikant schneller als in der Neostigmin-Gruppe (geometrischer Mittelwert: 1,6 Minuten für Sugammadex 2 mg/kg und 7,5 Minuten für Neostigmin, Verhältnis der geometrischen Mittelwerte: 0,22, 95% KI (0,16; 0,32), p<0,0001). Sugammadex 4 mg/kg erreichte eine Aufhebung einer tiefen Blockade innerhalb von 2,0 Minuten (geometrischer Mittelwert), was ähnlich zu den bei Erwachsenen beobachteten Resultaten ist. Diese Effekte waren über alle untersuchten Alterskohorten (2 bis <6; 6 bis <12; 12 bis <17 Jahre) und sowohl für Rocuronium als auch für Vecuronium konsistent (siehe «Dosierung/Anwendung»).
  • +In einer Studie mit 288 Patienten im Alter von 2 bis <17 Jahren wurden die Sicherheit und Wirksamkeit von Sugammadex im Vergleich zu Neostigmin zur Aufhebung einer durch Rocuronium oder Vecuronium induzierten neuromuskulären Blockade untersucht. Die Erholung von einer moderaten Blockade bis zu einem TOF-Ratio von ≥0,9 war in der der Gruppe mit Sugammadex 2 mg/kg signifikant schneller als in der Neostigmin-Gruppe (geometrischer Mittelwert: 1,6 Minuten für Sugammadex 2 mg/kg und 7,5 Minuten für Neostigmin, Verhältnis der geometrischen Mittelwerte: 0,22, 95% KI (0,16; 0,32), p<0,0001). Sugammadex 4 mg/kg erreichte eine Aufhebung einer tiefen Blockade innerhalb von 2,0 Minuten (geometrischer Mittelwert), was ähnlich zu den bei Erwachsenen beobachteten Resultaten ist. Diese Effekte waren über alle untersuchten Alterskohorten (2 bis <6; 6 bis <12; 12 bis <17 Jahre) und sowohl für Rocuronium als auch für Vecuronium konsistent (siehe "Dosierung/Anwendung" ).
  • -In-vitro Studien mit männlichem humanem Blut und Blutplasma haben gezeigt, dass weder Sugammadex noch der Komplex von Sugammadex und Rocuronium sich an Plasmaproteine oder Erythrozyten binden. Sugammadex besitzt bei Verabreichung als i.v. Bolus in Dosierungen von 1 bis 16 mg/kg eine lineare Kinetik.
  • +In-vitro Studien mit männlichem humanem Blut und Blutplasma haben gezeigt, dass weder Sugammadex noch der Komplex von Sugammadex und Rocuronium sich an Plasmaproteine oder Erythrozyten binden. Sugammadex besitzt bei Verabreichung als i.v. Bolus in Dosierungen von 1 bis 16 mg/kg eine lineare Kinetik.
  • -Bei erwachsenen anästhesierten Patienten mit normaler Nierenfunktion beträgt die Eliminationshalbwertszeit (t1/2) von Sugammadex ungefähr 2 Stunden und die geschätzte Plasmaclearance ungefähr 88 ml/min. Eine Mengenbilanz-Studie zeigte, dass >90% der Dosis innerhalb 24 Stunden ausgeschieden wird. 96% der Dosis wird im Urin ausgeschieden, davon mindestens 95% in unveränderter Form. Über die Fäces oder die Ausatemluft werden weniger als 0,02% der Dosis ausgeschieden. Die Verabreichung von Sugammadex an Probanden ergab eine erhöhte renale Elimination des komplexierten Rocuroniums.
  • +Bei erwachsenen anästhesierten Patienten mit normaler Nierenfunktion beträgt die Eliminationshalbwertszeit (t1/2) von Sugammadex ungefähr 2 Stunden und die geschätzte Plasmaclearance ungefähr 88 ml/min. Eine Mengenbilanz-Studie zeigte, dass >90% der Dosis innerhalb 24 Stunden ausgeschieden wird. 96% der Dosis wird im Urin ausgeschieden, davon mindestens 95% in unveränderter Form. Über die Fäces oder die Ausatemluft werden weniger als 0,02% der Dosis ausgeschieden. Die Verabreichung von Sugammadex an Probanden ergab eine erhöhte renale Elimination des komplexierten Rocuroniums.
  • -Die pharmakokinetischen Parameter von Sugammadex wurden bei pädiatrischen Patienten im Alter von 2 bis <17 Jahren geschätzt, mit Patienten in 3 Altersgruppen (2 bis <6, 6 bis <12 und 12 bis <17 Jahre) und intravenösen Dosen von 2 bzw. 4 mg/ kg Sugammadex, verabreicht zur Aufhebung einer moderaten bzw. tiefen neuromuskulären Blockade. Sowohl die Clearance als auch das Verteilungsvolumen steigen bei pädiatrischen Patienten mit zunehmendem Alter an.
  • -Die Sugammadex-Exposition (AUC0-inf und Cmax) nahm bei Patienten im Alter von 2 bis <17 Jahren nach Verabreichung von 2 und 4 mg/kg dosisabhängig und linear zu. Die Sugammadex-Exposition war bei Patienten im Alter von 2 bis <6 Jahren nach Verabreichung von 2 oder 4 mg/kg Sugammadex etwa 40% geringer als bei älteren pädiatrischen Patienten (6 bis <17 Jahre) und Erwachsenen; dieser Unterschied war jedoch nicht klinisch relevant (siehe «Eigenschaften/Wirkungen»).
  • +Die pharmakokinetischen Parameter von Sugammadex wurden bei pädiatrischen Patienten im Alter von 2 bis <17 Jahren geschätzt, mit Patienten in 3 Altersgruppen (2 bis <6, 6 bis <12 und 12 bis <17 Jahre) und intravenösen Dosen von 2 bzw. 4 mg/ kg Sugammadex, verabreicht zur Aufhebung einer moderaten bzw. tiefen neuromuskulären Blockade. Sowohl die Clearance als auch das Verteilungsvolumen steigen bei pädiatrischen Patienten mit zunehmendem Alter an.
  • +Die Sugammadex-Exposition (AUC0-inf und Cmax) nahm bei Patienten im Alter von 2 bis <17 Jahren nach Verabreichung von 2 und 4 mg/kg dosisabhängig und linear zu. Die Sugammadex-Exposition war bei Patienten im Alter von 2 bis <6 Jahren nach Verabreichung von 2 oder 4 mg/kg Sugammadex etwa 40% geringer als bei älteren pädiatrischen Patienten (6 bis <17 Jahre) und Erwachsenen; dieser Unterschied war jedoch nicht klinisch relevant (siehe "Eigenschaften/Wirkungen" ).
  • -Ausgewählte Patientencharakteristika Durchschnittliche erwartete PK Parameter (VK*%)
  • -Demographische Angaben Nierenfunktion Kreatinin-Clearance [ml/min] Clearance [ml/min] Verteilungsvolumen im Steady State [l] Eliminationshalbwertszeit [h]
  • -Erwachsener 40 Jahre 75 kg Normal 100 84 (24) 13 2 (22)
  • -Eingeschränkt Mild 50 47 (25) 14 4 (22)
  • - Mässig 30 28 (24) 14 7 (23)
  • - Schwer 10 8 (25) 15 24 (25)
  • -Ältere Person 75 Jahre 75 kg Normal 80 70 (24) 13 3 (21)
  • -Eingeschränkt Mild 50 46 (25) 14 4 (23)
  • - Mässig 30 28 (25) 14 7 (23)
  • - Schwer 10 8 (25) 15 24 (24)
  • -Jugendlicher 15 Jahre 56 kg Normal 95 72 (25) 10 2 (21)
  • -Eingeschränkt Mild 48 40 (24) 11 4 (23)
  • - Mässig 29 24 (24) 11 6 (24)
  • - Schwer 10 7 (25) 11 22 (25)
  • -Mittlere Kindheit 9 Jahre 29 kg Normal 60 40 (24) 5 2 (22)
  • -Eingeschränkt Mild 30 21 (24) 6 4 (22)
  • - Mässig 18 12 (25) 6 7 (24)
  • - Schwer 6 3 (26) 6 25 (25)
  • -Frühe Kindheit 4 Jahre 16 kg Normal 39 24 (25) 3 2 (22)
  • -Eingeschränkt Mild 19 11 (25) 3 4 (23)
  • - Mässig 12 6 (25) 3 7 (24)
  • - Schwer 4 2 (25) 3 28 (26)
  • -*VK=Variationskoeffizient
  • +Ausgewählte Patiente Durchschnittliche
  • +ncharakteristika erwartete PK Paramet
  • + er (VK*%)
  • +Demographische Nierenfunktion Clearance [ml/min] Verteilungsvolumen Eliminationshalbwert
  • +Angaben Kreatinin-Clearance[ im Steady State [l] szeit [h]
  • + ml/min]
  • +Erwachsener40 Normal 100 84 (24) 13 2 (22)
  • +Jahre75 kg
  • +Eingeschränkt Mild 50 47 (25) 14 4 (22)
  • + Mässig 30 28 (24) 14 7 (23)
  • + Schwer 10 8 (25) 15 24 (25)
  • +Ältere Person75 Normal 80 70 (24) 13 3 (21)
  • +Jahre75 kg
  • +Eingeschränkt Mild 50 46 (25) 14 4 (23)
  • + Mässig 30 28 (25) 14 7 (23)
  • + Schwer 10 8 (25) 15 24 (24)
  • +Jugendlicher15 Normal 95 72 (25) 10 2 (21)
  • +Jahre56 kg
  • +Eingeschränkt Mild 48 40 (24) 11 4 (23)
  • + Mässig 29 24 (24) 11 6 (24)
  • + Schwer 10 7 (25) 11 22 (25)
  • +Mittlere Kindheit9 Normal 60 40 (24) 5 2 (22)
  • +Jahre29 kg
  • +Eingeschränkt Mild 30 21 (24) 6 4 (22)
  • + Mässig 18 12 (25) 6 7 (24)
  • + Schwer 6 3 (26) 6 25 (25)
  • +Frühe Kindheit4 Normal 39 24 (25) 3 2 (22)
  • +Jahre16 kg
  • +Eingeschränkt Mild 19 11 (25) 3 4 (23)
  • + Mässig 12 6 (25) 3 7 (24)
  • + Schwer 4 2 (25) 3 28 (26)
  • +*VK=Variationskoeffi
  • +zient
  • + 
  • +
  • -In einer klinischen Studie mit morbid adipösen Patienten wurde Sugammadex 2 mg/kg und 4 mg/kg entsprechend dem tatsächlichen Körpergewicht (n=76) oder dem idealen Körpergewicht (n=74) dosiert. Die Sugammadex-Exposition stieg dosisabhängig und linear an nach der Verabreichung entsprechend dem tatsächlichen oder idealen Körpergewicht. Es wurden keine klinisch relevanten Unterschiede in den pharmakokinetischen Parametern zwischen morbid adipösen Patienten und der Allgemeinbevölkerung beobachtet.
  • +In einer klinischen Studie mit morbid adipösen Patienten wurde Sugammadex 2 mg/kg und 4 mg/kg entsprechend dem tatsächlichen Körpergewicht (n=76) oder dem idealen Körpergewicht (n=74) dosiert. Die Sugammadex-Exposition stieg dosisabhängig und linear an nach der Verabreichung entsprechend dem tatsächlichen oder idealen Körpergewicht. Es wurden keine klinisch relevanten Unterschiede in den pharmakokinetischen Parametern zwischen morbid adipösen Patienten und der Allgemeinbevölkerung beobachtet.
  • -Sugammadex beeinträchtigte die männliche oder weibliche Fertilität bei Ratten bei einer Gabe von 500 mg/kg/Tag nicht, was einer ungefähr 6- bis 50-fach höheren systemischen Exposition verglichen mit der Exposition beim Menschen bei der empfohlenen Dosierung entspricht. Des Weiteren wurden keine morphologischen Veränderungen der männlichen und weiblichen Reproduktionsorgane in einer 4-wöchigen Toxizitätsstudie bei Ratten und Hunden festgestellt. Sugammadex war bei Ratten und Kaninchen nicht teratogen.
  • +Sugammadex beeinträchtigte die männliche oder weibliche Fertilität bei Ratten bei einer Gabe von 500 mg/kg/Tag nicht, was einer ungefähr 6- bis 50-fach höheren systemischen Exposition verglichen mit der Exposition beim Menschen bei der empfohlenen Dosierung entspricht. Des Weiteren wurden keine morphologischen Veränderungen der männlichen und weiblichen Reproduktionsorgane in einer 4-wöchigen Toxizitätsstudie bei Ratten und Hunden festgestellt. Sugammadex war bei Ratten und Kaninchen nicht teratogen.
  • -Bei juvenilen Ratten wurden bei wiederholter Gabe weissliche Verfärbungen an den Schneidezähnen und eine Störung der Zahnschmelzbildung beobachtet. Im Vergleich der Dosierungen erhielten die Tiere allerdings mehr als das 48- bis 480-fache der empfohlenen humantherapeutischen Dosis von 4 mg/kg.
  • +Bei juvenilen Ratten wurden bei wiederholter Gabe weissliche Verfärbungen an den Schneidezähnen und eine Störung der Zahnschmelzbildung beobachtet. Im Vergleich der Dosierungen erhielten die Tiere allerdings mehr als das 48- bis 480-fache der empfohlenen humantherapeutischen Dosis von 4 mg/kg.
  • -Sugammadex Viatris darf nur mit denjenigen unter «Hinweise für die Handhabung» genannten Lösungen vermischt werden. Wenn Sugammadex Viatris mit demselben Infusionsgerät verabreicht wird wie andere Arzneimittel, muss darauf geachtet werden, dass dieses sorgfältig ausgespült wird (z.B. mit NaCl 0,9%). Dies gilt insbesondere, wenn Sugammadex Viatris und Arzneimittel verabreicht werden, bei denen eine Inkompatibilität mit Sugammadex gezeigt wurde oder bei denen eine Kompatibilität mit Sugammadex Viatris nicht erwiesen ist.
  • +Sugammadex Viatris darf nur mit denjenigen unter "Hinweise für die Handhabung" genannten Lösungen vermischt werden. Wenn Sugammadex Viatris mit demselben Infusionsgerät verabreicht wird wie andere Arzneimittel, muss darauf geachtet werden, dass dieses sorgfältig ausgespült wird (z.B. mit NaCl 0,9%). Dies gilt insbesondere, wenn Sugammadex Viatris und Arzneimittel verabreicht werden, bei denen eine Inkompatibilität mit Sugammadex gezeigt wurde oder bei denen eine Kompatibilität mit Sugammadex Viatris nicht erwiesen ist.
  • -Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
  • +Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit "EXP" bezeichneten Datum verwendet werden.
  • -Die chemische und physikalische Stabilität der rekonstituierten Lösung wurde über 48 Stunden zwischen 2 °C und 25 °C gezeigt. Aus mikrobiologischen Gründen sollte die gebrauchsfertige Zubereitung jedoch unmittelbar nach Verdünnung verwendet werden. Falls eine sofortige Anwendung nicht möglich ist, sollte die verdünnte Lösung normalerweise nicht länger als 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C gelagert werden.
  • +Die chemische und physikalische Stabilität der rekonstituierten Lösung wurde über 48 Stunden zwischen 2 °C und 25 °C gezeigt. Aus mikrobiologischen Gründen sollte die gebrauchsfertige Zubereitung jedoch unmittelbar nach Verdünnung verwendet werden. Falls eine sofortige Anwendung nicht möglich ist, sollte die verdünnte Lösung normalerweise nicht länger als 24 Stunden bei 2 °C bis 8 °C gelagert werden.
  • -Betreffend Lagerungsbedingungen des verdünnten Produktes, siehe «Haltbarkeit nach Anbruch».
  • +Betreffend Lagerungsbedingungen des verdünnten Produktes, siehe "Haltbarkeit nach Anbruch" .
  • -Für Pädiatrie-Patienten kann Sugammadex Viatris mit 0,9% NaCl Lösung bis zu einer Konzentration von 10 mg/ml verdünnt werden (siehe «Dosierung/Anwendung»).
  • +Für Pädiatrie-Patienten kann Sugammadex Viatris mit 0,9% NaCl Lösung bis zu einer Konzentration von 10 mg/ml verdünnt werden (siehe "Dosierung/Anwendung" ).
  • -Durchstechflaschen zu 2 ml: 10. (B)
  • -Durchstechflaschen zu 5 ml: 10. (B)
  • +Durchstechflaschen zu 2 ml: 10. (B)
  • +Durchstechflaschen zu 5 ml: 10. (B)
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