Interaktionen·Additive Wirkung (Synergie) mit neuromuskulären Inhibitoren (Curarimimetika, Myorelaxanzien)
·Erhöhtes Risiko für das Auftreten eines Entzugssyndroms bei Kombination von Benzodiazepinen, die als Anxiolytika oder Hypnotika verschrieben werden.
Pharmakokinetische Interaktionen
·Cisaprid: vorübergehende Verstärkung der sedierenden Wirkung der Benzodiazepine durch eine Erhöhung ihrer Resorptionsgeschwindigkeit.
Enzymatische Inhibitoren
·CYP 3A4-Inhibitoren: Diese Medikamente können die Verstoffwechselung des wirksamen Metaboliten von Clorazepat (N-Desmethyldiazepam) verringern. Bei gleichzeitiger Behandlung mit einem mässig starken oder starken CYP 3A4-Inhibitor und Clorazepat sind die Patienten zu überwachen.
·Omeprazol und andere Inhibitoren des CYP 2C19: diese Produkte können den Metabolismus von Nordiazepam (N-Desmethyldiazepam, aktiver Metabolit) hemmen, was sich als Erhöhung der Serumspiegel dieses Produktes auswirkt.
Sonstige Interaktionen
Abzuraten ist von der Kombination mit:
·Alkohol: Von alkoholhaltigen Getränken und alkoholhaltigen Medikamenten während der Behandlung und während der Tage nach der letzten Verabreichung ist abzuraten, da der sedierende Effekt der Benzodiazepine durch Alkohol verstärkt wird.
Kombinationen, bei denen besondere Vorsichtsmassnahmen erforderlich sind:
·das Zentralnervensystem hemmende Medikamente: Morphinderivate einschliesslich Buprenorphin (Analgetika und Antitussiva), Barbiturate, Antidepressiva, sedierende Antihistaminika, andere Tranquilizer als Benzodiazepine, Neuroleptika, Clonidin und verwandte Substanzen. Die zentrale Dämpfung wird verstärkt mit erhöhtem Risiko einer Atemdepression bis hin zum Atemstillstand.
·Clozapin: erhöhtes Risiko von Kollaps mit Atem- und/oder Herz-Stillstand.
·Benzodiazepine und Opioide: die gleichzeitige Anwendung von Benzodiazepinen und Opioiden erhöht aufgrund der zusätzlichen dämpfenden Wirkungen auf das zentrale Nervensystem das Risiko für Sedierung, Atemnot, Koma und Tod. Daher ist bei Patienten, die gleichzeitig Benzodiazepine und Opioide einnehmen, die Dosis und die Behandlungsdauer zu beschränken.
Wirkung anderer Arzneimittel auf Tranxilium
·Cimetidin und Disulfiram: mögliche Potenzierung der Tranxilium-Wirkungen. Von der gleichzeitigen Gabe wird abgeraten.
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