Warnhinweise und VorsichtsmassnahmenEine Injektion in entzündetes Gewebe sollte unterbleiben. Bei Patienten mit Cholinesterasemangel muss die Indikation streng gestellt werden, da mit verlängerter und unter Umständen verstärkter Wirkung zu rechnen ist.
Aufgrund der Wirkung des Articains müssen Ultracain D-S und Ultracain D-S forte in folgenden Fällen mit Vorsicht eingesetzt werden:
§Patienten mit Myasthenia gravis, die mit Acetylcholinesterasehemmern behandelt werden. Es sollte die niedrigste Dosis, die für eine wirksame Anästhesie ausreichend ist, angewendet werden.
§Patienten mit Porphyrie. Ultracain D-S/-forte sollte bei Patienten mit einer akuten Porphyrie nur dann angewendet werden, wenn keine sicherere Alternative zur Verfügung steht. Bei allen Patienten mit Porphyrie sollten geeignete Vorsichtsmassnahmen getroffen werden, da dieses Arzneimittel eine Porphyrie verstärken kann.
Die Verabreichung hoher Dosen von Articain kann bei prädisponierten Patienten eine Methämoglobinämie auslösen, mit einer ungenügenden Sauerstoffsättigung des Hämoglobins und einer symptomatischen Zyanose.
Eine Reduktion der Dosis ist notwendig bei Hypoxie, Hyperkaliämie und metabolischer Azidose.
Aufgrund der Wirkungen des Adrenalins müssen Ultracain D-S und Ultracain D-S fort in folgenden Fällen mit Vorsicht eingesetzt werden:
§Begleitende Behandlung mit halogenierten Inhalationsanästhetika
§Diabetes mellitus wegen möglicher Veränderungen des Blutzuckerspiegels
Adrenalin ändert den Blutfluss im Zahnfleisch, was zu lokalen Gewebenekrosen führen kann. Es wurden Fälle anhaltender oder irreversibler Verletzungen der Nerven und Geschmacksverlust nach mandibulärer Blockanalgesie berichtet.
Bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen (Herzinsuffizienz, koronare Herzkrankheit, Angina pectoris, Myokardinfarkt in der Anamnese, Arrhythmie, Hypertonie), cerebrovaskulären Beschwerden, Schlaganfall in der Anamnese, chronischer Bronchitis, Emphysem, Diabetes mellitus, Hyperthyreose oder schweren Angstzuständen sollte aufgrund des tieferen Adrenalin-Gehalts die Verabreichung von Ultracain D-S erwogen werden.
Besondere Vorsicht ist ausserdem geboten bei der Anwendung von Ultracain D-S oder Ultracain D-S forte bei Patienten mit schweren Störungen der Nieren- oder Leberfunktion, Angina pectoris, Arteriosklerose sowie schweren Störungen der Blutgerinnung.
Eine Nahrungsaufnahme darf erst nach Sensibilitätsrückkehr erfolgen.
Betreuer kleiner Kinder müssen auf das Risiko von versehentlichen Verletzungen der Weichgewebe durch Aufbeissen auf die betäubten Weichteile hingewiesen werden.
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