Dosierung/AnwendungDie Dosierung von Litarex muss bei Therapiebeginn individuell ermittelt werden. Dies erfolgt durch Bestimmung der Serumkonzentration von Lithium genau 12 Stunden nach Einnahme der letzten Retardtablette (möglichst im Steady-state) und unter Berücksichtigung der klinischen Wirkung. Der optimale Blutspiegel liegt bei 0.6–1.2 mmol/l.
Zur Einstellung eines Patienten auf Litarex wird während einer Woche morgens und abends je 1 Retardtablette verabreicht. Dann wird die Serumkonzentration von Lithium bestimmt und die Dosis so angepasst, dass eine Serumkonzentration im Bereich von 0.8 mmol/l erreicht wird.
Während der nächsten Wochen wird die Lithiumkonzentration im Serum wöchentlich bestimmt und die Dosis, wenn nötig, angepasst. Sollten unter einer bestimmten Dosis zu starke Nebenwirkungen auftreten, müsste der Patient auf eine tiefere Serumkonzentration eingestellt werden. Nach optimaler Einstellung genügt es in der Regel, die Serumkonzentration von Lithium alle 2 Monate zu kontrollieren. Zusätzliche Bestimmungen der Serumkonzentration sind nötig bei schweren Nebenwirkungen oder bei Therapien und Zuständen, die mit Änderungen im Wasser- und Elektrolytgleichgewicht einhergehen.
Die Retardtabletten werden unzerkaut mit etwas Wasser geschluckt. Sie verfügen über eine Zierrille, die nicht zum Teilen der Retardtabletten in gleiche Dosen bestimmt ist.
Ältere Patienten
Ältere Patienten benötigen oft kleinere Dosen, um therapeutische Serumkonzentrationen zu erreichen. Bei dieser Patientengruppe können sich auch bereits Nebenwirkungen bei Dosierungen zeigen, die von jüngeren Patienten toleriert werden (vgl. Rubrik «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Kinder und Jugendliche
Weil Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit bei Kindern unter 12 Jahren fehlen, wird die Lithiumtherapie in dieser Altersgruppe nicht empfohlen.
Eine Anwendung des Präparates bei Jugendlichen soll nur in Spitälern mit entsprechender Erfahrung erfolgen.
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