ÜberdosierungKlinische Erscheinungen
Vor allem Verstärkung der therapeutischen Wirkungen (Sedierung, Muskelschwäche, tiefer Schlaf) oder paradoxe Erregung.
Therapie
Die Vitalfunktionen des Patienten sollten überwacht und die je nach klinischem Zustand des Patienten angezeigten unterstützenden Massnahmen eingeleitet werden. Bei den Patienten kann insbesondere eine symptomatische Behandlung von kardiorespiratorischen oder zentralnervösen Wirkungen erforderlich sein.
Eine weitere Resorption sollte mit geeigneten Methoden verhindert werden, z.B. durch Behandlung mit Aktivkohle innerhalb von 1-2 Stunden. Bei benommenen Patienten ist unbedingt ein Atemwegsschutz erforderlich, falls Aktivkohle verwendet wird. Im Falle einer gemischten Einnahme kann eine Magenspülung in Betracht gezogen werden, allerdings nicht als Routinemassnahme.
Extrem starke Überdosierungen können Koma, Areflexie, kardiorespiratorische Depression und Apnoe zur Folge haben. In diesen Fällen besteht die Behandlung in Verabreichung des Benzodiazepinantagonisten Flumazenil in Verbindung mit anderen Reanimationsmassnahmen wie Überwachung von Herz-Kreislauf-System und Atmung, assistierte oder kontrollierte Beatmung bei Apnoe; Magenspülung bei frühzeitiger Entdeckung.
Bei der Verwendung von Flumazenil bei mit Benzodiazepinen behandelten Epileptikern ist Vorsicht geboten. Flumazenil ist nach der Einnahme von Arzneimitteln, welche die Schwelle für Krampfanfälle senken (z.B. trizyklische Antidepressiva), mit grösster Vorsicht anzuwenden. Für weitere Informationen über die korrekte Anwendung von Flumazenil soll die Fachinformation des Präparats (Anexate®) konsultiert werden.
|