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Fachinformation zu SEVREDOL®:Mundipharma Medical Company, Hamilton, Bermuda, Basel Branch
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Dosierung/Anwendung

Behandlungsziele und Unterbrechung der Behandlung
Vor Beginn der Behandlung mit Sevredol sollte in Übereinstimmung mit den Leitlinien für die Schmerzbehandlung mit dem Patienten eine Behandlungsstrategie vereinbart werden, die die Behandlungsdauer und die Behandlungsziele umfasst. Während der Behandlung sollte ein regelmässiger Kontakt zwischen Arzt und Patient bestehen, um die Notwendigkeit einer Fortsetzung der Behandlung zu beurteilen, ein Absetzen des Arzneimittels in Erwägung zu ziehen und gegebenenfalls die Dosierung anzupassen. Wenn ein Patient die Behandlung mit Sevredol nicht länger benötigt, kann es ratsam sein, die Dosis schrittweise zu reduzieren, um Entzugserscheinungen zu vermeiden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»). Bei unzureichender Schmerzkontrolle sollte die Möglichkeit einer Gewöhnung (Toleranz) und eines Fortschreitens der Grunderkrankung in Betracht gezogen werden (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Übliche Dosierung
Die Dosierung ist an die Schmerzintensität und an die individuelle Empfindlichkeit, das Alter und das Gewicht des Patienten anzupassen.
Es gelten folgende allgemeine Dosierungsempfehlungen:
Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahre
Nicht-Opioid-gewöhnte (opioidnaive) Patienten
Die übliche Anfangsdosierung beträgt für opioidnaive Patienten 10 mg alle 4 Stunden.
Ergänzende Schmerzmedikation und Dosistitration
Die Tagesdosis wird schrittweise erhöht, bis eine ausreichende Analgesie mit maximal zwei Verabreichungen der Reserve erreicht wird:

Ausgangsdosis (1. Tag)

10 mg/4 h

Reserve 5–10% der Tagesdosis, max. alle 1–2 Stunden

2. Tag

20 mg/4 h

dito

3. Tag

30 mg/4 h

dito

4. Tag

50 mg/4 h

dito

5. Tag

70 mg/4 h

dito

6. Tag

100 mg/4 h

dito

Weitere Erhöhungen um 30–50%

dito

Als Alternative jeden Tag die neue Tagesdosis aufgrund der am Vortag benötigten Reserve korrigieren. Die 4-stündlichen Einzeldosen sind das Ergebnis der neu errechneten Tagesdosis, aufgeteilt in 6× 4-stündliche Einzeldosen.
Die Erhaltungsdosis ist erreicht, wenn die Tagesdosis über 2–3 Tage konstant ist (d.h. max. 2 Reserveeinnahmen).
Patienten, welche bereits mit parenteralem Morphin vorbehandelt sind
Bei Umstellung von parenteral verabreichtem Morphin auf Sevredol sollte wie folgt dosiert werden: parenterale Morphin-Tagesdosis × 3 = neue Tagesdosis von Sevredol. Eine individuelle Dosisanpassung ist erforderlich.
Patienten, welche bereits mit einem anderen Opioid vorbehandelt sind
Obwohl für die therapeutische Äquivalenz von oral und parenteral verabreichten Opioiden nützliche Tabellen existieren, bestehen bezüglich der relativen Potenz grosse interindividuelle Variabilitäten für die verschiedenen Wirkstoffe und Darreichungsformen. Spezifische Dosierungsempfehlungen sind auch nicht möglich, da systematische klinische Studien für entsprechende Wechsel von allen potentiell eingesetzten Opioiden fehlen. Bei einem Wechsel des Wirkstoffes oder der Darreichungsform muss unter klinischer Kontrolle neu titriert werden.
Spezielle Dosierungsanweisungen
Patienten mit Leberfunktionsstörungen
Bei Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion sollte die Dosis reduziert und mit besonderer Vorsicht auftitriert werden (siehe «Pharmakokinetik»).
Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollte die Dosis reduziert und mit besonderer Vorsicht auftitriert werden (siehe «Pharmakokinetik»).
Ältere Patienten
Die Dosierung sollte für jeden Patienten entsprechend der jeweiligen individuellen Situation und dem subjektiven Empfinden eingestellt werden (siehe «Pharmakokinetik»).
Kinder unter 12 Jahren
Die Anfangsdosis beträgt für opioidnaive pädiatrische Patienten im Allgemeinen:
3–5 Jahre: 5 mg alle 4 Stunden.
6–12 Jahre: 5–10 mg alle 4 Stunden.
Danach sollte analog zum Erwachsenen eine individuelle Dosistitration erfolgen.
Für Kinder unter 3 Jahren wurden die Sicherheit und Wirksamkeit von Sevredol Tabletten nicht ausreichend dokumentiert. Die Datenlage ist limitiert (siehe «Pharmakokinetik»).
Art der Anwendung
Die Filmtabletten können sowohl während als auch zwischen den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden. Sie verfügen über eine Bruchrille und können zur Einstellung der Dosierung halbiert werden.

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